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Mein Geschäft befindet sich Anfang März

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Friedrichstraße

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Unsere Geschäftsstelle

Kubier’

ist von 7»®-18 Uhr

ununterbrochen geöffnet

Verlag der .«Fuldaer Zeitung“

sind oft der Weg zu einem

grossen Geschäft

„ Sn dem vom Kreisausschuß de, Landkreises | Fulda für das Rechnungs-ahr 1927-28 erstatteten Bericht heißt es weiter über:

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Schriftleiter: Dr. phil. Johannes Kramer,

20. Hauszinssteuer.

An Hauszinssteuergelder wurden zur Förderung de- Wohnungsbaus eingenommen und an Baubedürftia, verausgabt: insgesamt: 183 562,91 Rm.

kreissprlhenverband.

Dem Kreisspritzenverband sind 103 Gemeinden uni 3 Gutsbezirke angeschlossen. Bei notwendigen Anlchas« jungen von Feuerlölchgeräten gewädrt der Kreis- sprchenverband Zuschüsse in Höhe von % und bei Aue- rrlstungsgcgenstönden in Höhe von lA der entstandenen Kosten

Im Berichtsjahre sind in den Gemeinden Johannes- berg, Istergiesel und Lehnerz freiwillige Feuerwehren gegründet und mit Unterstützung des Kreisspritzenver- bandes uniformiert worden.

An Zuschüssen zur Uniformierung der freiwilligen Feuerwehren. Prämien für Dienste bei der Brandbe- kampfung und sonstige Unterstützungen für den Feuer- wehrdienst pp. sind von der Hessischen Brandversiche­rungsanstalt für den Landkreis Fulda insgesamt 1856 Mark erwirkt worden.

Tierkörperverwertungsanstalt.

In der Tierkörperverwertunasanstalt Pilgerzell wur, den abgeliefert: 176 Pferde. 188 Kühe zus. 364 Stück Großvieh. 30 Fohlen, 67 Rinder. 290 Kälber 197 ®*t»fine, 13 Schafe. 31 Ziegen, 14 Hunde zus. 642 Stuck Kleinvieh.

Finanzen.

Der Etat 1927-28 — der erste nach dem Ausscheider der Stadt — war durch den Ausfall von ca. 200000 M. Steuer, und Ueberwsisungs-Einnahmen bei nahezu völligem Gleichbleiben aller Ausgaben schwer aufzustel- len und schwer einzuhalten. Fast 100 000 Rm. wurden durch Ausschöpfung oller vorhandenen Einnahmequellen und Erhöhung der Umlage von rund 40 Prozent auf 65 Prozent der Maßstabsteuern aufgebracht, mehr als 100 000 Rm. wurden durch Drosselung der Ausgaben erspart. Dies letztere war um so schwieriger, als ge­wisse Ausgabeposten infolge der steigenden Arbeitslöhne und Materalpreise, der gesetzlichen Besoldungsreform, so­wie der vermehrten Kosten und der wachsenden Notlage der vom Kreil« zu betreuenden Bedürftigen eine be­trächtliche Erhöhung erfuhren. Trotzdem konnte die Er. Hebung einer Nachumlage vermieden werden. Der Be­triebsfonds ist freilich ausgebraucht worden.

Sonst sind im Dermögensbestand nur dadurch Ver­änderungen eingetreten, daß hochverzinsliche Schulden durch verfügbare Gelder ganz bezw. teilweise getilgt wurden.

Die Vermögenswerte stnd nach dem Kursstand vom 1. Februar 1928 bezw. nach dem Brandkaffenwert ein­gesetzt, soweit nicht stärkere Abschreibungen stattgefun- den haben. ______________

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denen Naturalleistungen und aus den Erträgnisten des 18 Hektar großen landwirtschaftlichen Betriebes bestrit- ten werden.

17. Versicherten-Fürsorge.

Die Zahl der Jnoalidenrenten-Empfänger im Land­kreise Fulda betrug im Berichtsjahre 984, die der Wit­wenrentenempfänger 255 und der Waisenrentenempsän- ger 441. An Renten gelangten 504 330 Mark durch die Landesversicherungsanstalt zur Auszahlung.

» Zahl der in der allgemeinen Ortskrankenkaste Fulda-Land versicherten Personen betrug am Schlüsse des Berichtsjahres 5370.

Kassenärzte sind auf dem Lande für die Kasse tätig (fre: Aerztewahl). Die in der näheren Umgebung von Fu,lda wohnhaften Mitglieder werden von den in Fulda ansässigen Kassenärzten mstversorgt.

18. Wohnungsamt.

Durch die 3. Verordnung über die Lockerung der Wohnungszwangsbewirtschaftung vom 13. Oktober 1927 •ft die Wohnungszwangswirtschaft in den Gemeinden unter 4000 Einwohnern aufgehoben worden. Für die Gemeinden mit noch starkem Wohnungsmangel können die Bestimmungen über die Zwangsbewirtschaftunq des Wohnungsraumes gemäß § 3 a. a. O. von der Aufsichts. behorde wieder in Kraft gefetzt werden. Im hiesigen Kreise besteht noch besonders großer Wohmingrmangel in den Gemeinden Horas, Riesig, Petersberg.' Künzell, Eichenzell, Dorfborn, Ellers, Neustadt, Flieden und Hofenfeld. Für diese Gemeinden ist die Wiedereinfüh- rung der Wohnungszwangsbestimmungen beantragt.

Durch Vermittlung des Wohnungsamts konnte im Jahre 1927 zwanzig dringend bedürftigen Familien Wohnungen zugewiefen werden. Die bestehende Woh­nungsnot wurde durch die Neubautätigkeit nicht wesent­lich gelindert. Die Baukosten sind verhältnismäßig sehr hoch. Pauhypotheken stehen nur in unzulänglicher Höhe und zu oft unerschwinglichen Zinsen zur Verfügung. Der Drang nach Schaffung von Eigenheimen ist im Kreis sehr groß.

19. Mieteinig ungsamt.

Die Arbeiten des Mieteinigungsamites haben sich ge- genüber dem Jahre 1926 noch nicht vermindert. Sitzun­gen finden alle 3 Wochen statt.

Turnen und Sport

„ — 150 000 Anmeldungen zum Deutschen Turnfest it fioln. Zum 14. Deutschen Turnfest in Köln liegen be­reits 150000 Meldungen vor. Die Erwartungen, die der Kölner Hauptausschuß hegte, sind damit weit übertraf- fen. Ueber die Durchführbarkeit des Kölner Turnfestes sind jetzt auch die letzten Zweifel behoben, sestdem sich für den .Festzug und für die Massenvorführungen am 29. Juli geeignete Möglichkeiten gefunden haben und die Quartierbeschaffung gut fortschreitet. Schon die erste Umfrage, nach Bügerquartieren — über die 100 000 Massenquartiere in den Schulen, Fabriken und lonsti- gen geeigneten Räumen hinaus — hat ergeben, daß 15 000 derartige Quartiere zur Verfügung stehen. Täg­lich laufen viele hunderte neue Anmeldungen ein, jo baß die Unterkunftsfrage in Köln kaum nennenswerte Schwierigkeiten mehr bereiten dürfte.

— Weltmeisterin Im Eiskunstlauf. In Anwesenheit der Prinzessin Viktoria und zahlreicher anderer Persön­lichkeiten der führenden Gesellschaft Londons kam am Dienstag in London die Wellmeisterschaft im Eiskunst­läufen der Damen zum Austrag. Erwartungsgemäß siegte die junge Norwegerin Frl. Sonja Heute sicher vor der Amerikanerin Miß Dinson.

Errichtung von Schwesternstationen mußten einstwei- len zuruckgestellt werden.

14. Erwerbslosenfürsorge.

Am 1. Januar 1927 wurden im Bezirk des Arbeits­nachweises in der Erwerbslosen- und Krisenfürsorqe 2 261 Vollerwerbslose und 4 043 Familienangehörige unterstützt. Am 31. Dezember 1927 betrug di« Gesamt- 3?N der Unterstützungsempfänger 2 408 und di« der Familienangehörigen 3 535.

Di« Hauptunterstützungsempsänger verteilen sich aut die einzelnen Monate wie folgt: 1. Januar gleich 1362, 1'^^ar gleich 1715, 1. März 1679, 1. April gleich 1043, 1. Mm gleich 750, 1. Juni gleich 536, 1 Juli gleid) 394, 1. August 272, 1. September gleich 234, t. Oktober gleich 172. 1. November gleich 140, 1. Dezember gleich 345, 21. Dezember gleich 1178.

Die Zahl der vom Landkreise beschäftigten Not- standsarbeiter betrug in den einzelnen Monaten: Januar gleich 167, Februar gleich 165, März gleich 148 April gleich 190, Mai gleich 164, Juni gleich 168, Juli klleich 171, August gleich 108, September gleich 96. Okto­ber gleich 62, November gleich 39, Dezember gleich 34.

15. Arbeitsnachweis.

Das Jahr 1927 begann mit einer sehr starken Ar- beitslosigkeit, brachte aber vom Frühjahr bis zum Herbst eine bedeutende Entlastung.

16. Kreissiechenha u s.

Im Kreisstechenhaus, waren durchschnllllich 128 Per- Anen untergebracht (34 männliche und 94 weibliche), 10 Personen sind im Berichtsjahre gestorben. Neu auf- genommen wurden 12 Personen. 12 Scharlachkranke ranöen in dem Kreissiechenhaus die notwendig« Hell- und Pflegebehandlung mangels anderer Aufnahmemöglich­keit in der Stadt Fulda. .

Der notwendige Erweiterungsbau des zum Kreis- stechen Haufe gehörigen Wirtschaftsgebäudes und die er» forberutben baulichen Verbesserungen konnten ohne Zu­schüsse des Kreises durchgeführt werden.

Die 23erpflegung konnte wiederum aus den ein« Sehenden Pflegegeldern — 54 900 Rm., den verschie­

Unterhaltsprozesse geführt werden. 5 Gerichtstermine wurden wahrgenommen. Im Bereiche des Kreisju­gendamtes waren 211 Pflegekinder untergebracht: 25 ehelicher und 186 unehelicher Herkunft. Schutzaufsicht bestanden am Iugendamtsbezirk 11. Die Fürforgeer- Ziehung wurde über 2 Jugendliche ausgesprochen. 825 Mündel in 541 Vormundschaften wurden überwacht

b) Jugendpflege. 42 Spiel- und Sportplätze sind im Kreise vorhanden. Einige im Interesse der Jugend- pflege gepachteten Spielplätze mußten gekündigt wer- den, da sich die betreffende Gemeinde nicht an der Auf- brtngung der Mittel beteiligten. Die Bezirks- bezw. Kreisturn. und Spieltage wurden als Volks- und Iu- gendfefte ausgestaltet. Das Jugendheim auf dem Pe. tersberg wurde im Berichtsjahre voll in Betrieb genom­men. Ein Wanderkinoapparat wurde erworben, der zu Vorführungen im Interesse der Jugendpflege benutzt wirb.

Der Kreisjugendausschuß beriet und beschloß über die im Kreis« vorhandenen und noch zu schaffenden Ju- gendpflegeemrichtungen und über die brennendsten Fra- gen der ländlichen Jugendpflege.

Die Zahl der männlichen Iugendoereine im Kreise betragt 53. Der Kreisjugendpfleger betätigte sich bei ber Organisation und den Veranstaltungen der Iugend­oereine.

Seitens der Kreisfugendpflegerinnen wurden im Berichts,adre 2 Kochkurse abgehalten. Am 10., 11. und 12. November 1927 fand in den Räumen des Land- ratsamtes ein Cinführunqskurfus in die Aufgaben der weiblichen Jugendpffegerinnen für die Vereinsleiterin­nen im Kreise Fulda statt.

10. Säuglingspflege.

Aus Äreismitteln und privaten Zuwendungen konn­ten 71 Wöchnerinnen die notwendigste Erstlingswäsche gegeben werden.

In den 52 Mütterberatungsstellen im Landkreise wurden 1328 Säuglinge vorgestellt. An kleinen und

. Rus -en Parlamenten.

Reichstag.

In der Plenarsitzung des Reichstages am Mitt- woch wurde die zweite Beratung des Haushalts des ReichswirtschastsministeriumS fortgesetzt und der Haushalt nach kurzer Debatte bewilligt; ebenso der Etat des vorläufigen Reichswirtschaftsrates. Einen breiten Raum in der dann vorgenommenen zweiten Lesung des Haushalts des Reichsverkehrs. Ministeriums nimmt die Rede des Reichsverkehrs. Ministers Dr. Koch ein, der sich zu allen akuten Fragen deS Verkehrs eingehend äußert. Seitens des Haushalts- und des Verkehrsausschusses liegen eine Anzahl von Entschließungen vor. Die Weiter- beratung wurde auf Donnerstag 13 Uhr vertagt.

Preußischer Landtag.

Rach Erledigung des westfälischen Eingemein- dungsgesetzes wurde am Mittwoch in die zweite Lesung des Handelsetats eingetreten, wobei auch Minister D r. S ch r e i b e r längere Erklärungen ab­gab. Der Minister sieht in dem Abbau zahlreicher und wichtiger Tarife eine ernste Gefahr für die Wirtschaftsentwicklung. Er wendet sich zum Schluß noch dagegen, daß man in übertriebener Weise gegen das Hereinströmen ausländischen Kapitals Stellung nehme. Rach Schluß der Aussprache zu diesem Abschnitt vertagt sich das Haus auf Don­nerstag 12 Uhr._____________

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5. Sulfurelle und gemeinnützig« Einrichtungen.

Für die Aufbauschule, die von 63 Schülern Landkreise besucht wurde, sind 13 200^ Rm. aufge- wendet worden. U|ae

.Das Fortbildungsschulwesen hat sich unter ber tat­kräftigen Mitwirkung des Krejsschulrates unb der be- ® v e1n^>7cf[8 ' x $.n den Monaten November

uno Dezember 1927 fand ein bausmirHrfMTfHirfwr mp-th» nchmer^stattchEu^s in Großenlüder mit 22 Teil- « ^by-*!ÜtrfOrk9eer3i®f,unflsnnftaIt St- Hedwig in goras eingerichtete hauswirtschaftliche weibliche Fort­bildungsschule wurde gut besucht.

„nhDn;cuOLt^i?riOtf,efe"’ Geschichtsverein in Fulda »nrf, tm 1 °kberke iftaietnnützige Einrichtungen wurden nach Maßgabe der vorhandenen Mittel unterstützt.

. »ur langjährige treue Dienste von Dienstboten wur­den Prämien gezahlt sodann beteiligte sich der Kreis mit Ehrengaben an seltenen Familienfesten, wie Gol­dene Hochzeiten, 80. Geburtstage der alten Kriegsve- teranen uftv.

6- Wohlfahrtspflege.

Das Zusammenarbeiten zwischen amtlicher Fürsorge «nv freier, besonders kirchlicher LiebestStiokell bat auch tm Berichtsiahre wieder befruchtend gewirkt. Die Auf. gaben und damit auch die Ausgaben ber Wohlfahrts­pflege sind infolge der allgemeinen Nottage gestiegen.

1. Kriegsb efchädig tenfür s ckrge.

Im Berichtsjahre standen 132 Kriegsbeschädigte, 184 Kriegerhinterbliebene, 62 Vollwaisen, 438 Kriegerhalb­waisen u. 135 Kriegseltern in Fürsorge. Auf Grund der Paragraphen 88—95 des R. B. G. wurden an 130 Kriegsbeschädigte mit 273 Kindern und an die Witwen und Waisen gleich 187 622.— Rm. Zusatzrente gezahlt. Als Vorschuß' für Winterhilfsmaßnahmen wurden 2 250.— Mk. verausgabt. Nur einem Schwerkriegsbe­schädigten konnte Arbeit vermittelt bezw. die Wieder­einstellung erzielt werden. 33 Anträge auf Kapitalah. finbung wurden gestellt, von denen 30 mit einem Ge­samtbeträge von rund 90 083 Rm. stattgegeben wurde. Aus Mitteln der sozialen Kriegsbeschädigten- u. Krieqs- -interbliebenen-Fürsorge wurden etwa 8 000.— Rm. verausgabt.

2. Klein- und Sozialrentner-Fürsorge.

In Betreuung standen 425 Kleinrentner und Gleich­gestellte, die 36 536.— Rm. Unterstützung erhielten. Die Aufwendung für die in Fürsorge stehenden 238 Sozial­rentner betrug 17 089.— Rm. Außer den laufenden monatlichen Unterstützungen wurden in einzelnen Fällen Arzt- und Apotheker-Kosten übernommen. In beson­deren Notfällen wurden außerdem einmalige Beihilfen gewährt. Auch anderen hilfsbedürftigen Personen wurden zur Linderung der Notlage einmalige Beihilfen Gegeben.

3. Armenpflege.

In der Ortsarmenfürsorge wurden 35 Familien dau­ernd unterstützt. In 168 Fällen wurden Arzt, und Apotheker-Kosten übernommen und Beihilfen gezahlt.

4. Schwerkriegsbeschädigtenfürsorge.

Die Arbeitsvermittlung erstreckte sich auf insgesamt 19 Personen.

5. Wochenfürsorge.

Als Wochenfürsorge wurden in 45 Fällen insgesamt 1750 Rm. ausgezahlt.

6. Anormalen-Fürsorge.

Die Zahl der in Anstalten untergebrachten Geistes- «ranksn und -schwachen beträgt z. Zt. 85, davon befin­den sich 21 in Marburg, 9 in Merxhausen, 19 in Heina und 36 im Antoniusheim Fulda. Soweit möglich, wurden die Angehörigen zur Zahlung von Unterhalts­beiträgen herangezogen. In Familienpflege sind 95 Geisteslch-wach« unterqebracht und vom Kreisarzt unO hen Kreisfürsorgerinnen betreut worden. Außerdem ftanben 46 Epileptiker in Fürsorge, von denen 3 in An­staltspflege untergebracht sind. Von 20 betreuten Vlin- den und 21 Taubstummen sind 3 Blinde und 5 Taub­stumme in Anstalten untergebracht. Die Zahl der be­treuten Krüppel beträgt 228. Am Krüppelberatungstag 4-, März 1927 wurden 88 Krüppel vorgestellt. In 35 »ällen wurde das Heilverfahren durchgeführt. 18 Krüp­pel waren in Anstalten untergebracht.

7. Landeskrankenhaus.

Dem Kreis Fulda standen im Jahre 1927 gleich 591 Fret-Tage zur Verfügung. An Landeskrankenhauskosten wurden außerdem rund 20 000 Mark bezahlt. Die Ge­samtzahl der Verpfiegungstage beträgt etwa 6 000. Auster der Uebernahm« der Kosten wunde Kranken per- sönlich Rat und Hilfe erteilt, sowie Vorsorge getroffen, daß die häusliche Wirtschaft fortgeführt werden konnte und die Familie nicht in Not geriet. Die Fürsorgerin­nen hielten je nach Bedarf Sprechtage im Kranken­haus ab.

8. Vorzugsrente.

Im Jahre 1927 wurden 97 Anträge auf Dorzugsren- fen gestellt, von denen 8 abgelehnt, die anderen bewil­ligt wurden.

9. Jugendwohlfahrt.

a) Tätigkeit des Kreisjugendamtes. Zu Beginn des Berichtsjahres standen 171 Mündel unter Ämtsoor- mundfchast: am Schluss« waren es 183. Es mußten 15

gestrickte Kinder-Kleidung In reicher Auswahl zu haben bei

Froese, Fulda

Gersfeld, Hilders, Bad Salzschlirf, Petersberg«

entfernten Orten, an denen keine Mütterberatungsstun­den stattfinden, wurden 767 Besuche bei Säuglingen ge- macht.

11. Gesundheitsfürsorge.

An ansteckenden Krankheiten wurden gemeldet- Dwh- terte: Erkrankung 34, Tod 1; Kindbettfieber: Erkran- A3; Tuberkulose: Erkrankung 80, Tod 33: Ruhr-Erkrankung: 2; Scharlach: Erkrankung 93, Tod 4; Typhus: Erkrankung 3, Tod 1; Paratyphus: Erkran­kung 16, Tod —; Encephalitis 1.

3» Hauswurz, Finkenhain, Traisbach wurden we- gen Masern Schulschließungen nötig, in Dietershausen in Neuenberg wegen Keuchhusten. Von den 6 682 Schulkindern des Kreises wurden 4 977 schul­ärztlich untersucht. Die Kropsbelastung ist gegen das Voriahr zurückgegangen. 93 Schulkinder wurden in bfm Ktndererholungsheim Flieden untergebracht. 75 Kinder bekamen Schulspeisungen.

12. Tu berkulosefürsorge.

Die Tuberkulosefürsorgestelle wurde von 77 Perso- nen in Anspruch genommen, von denen 48 als tuber* kulosekrank bezw. verdächtig befunden wurden. Durch Vermitllung der Kreisfürsorgestelle wurden 24 Perso­nen in Lungenheilstätten untergebracht, davon 21 auf Kosten der Landesversicherungsanstalt und 3 auf Ko- sten des Kreises.

Don den amtlich bestellten Desinfektoren wurden 87 Wohnungsdesinfektionen vorgenommen.

An 1123 Erst-_ und 890 Wieder-Impflingen wurde 3OQen*en $ "Mpfärzten die Schutzpockenimpfung voll- ->o &er ’T greife tätigen Hebammen beträgt

28- 2 Hebammen sind tm Laufe des Berichtsjahres ge­storben, 2 Hebammen haben sich nach Bestehen der Heb- ammenprüfung tm Kreis neu niedergelassen.

13. Schwesternstationen.

Neben den vom Kreise und den beteiligten Gemein- den errichteten Schwesternhäusern in Flieden, Rothe- mann und Hofbieber wurde im laufenden Geschäfts- fahre das mit einem Säuglingsheim verbundene Schwe- sternhaus in Rommerz eröffnet. Das Schwesternhaus n der Gemeinde Eichenzell geht feiner baldigen Fer- ftgstellung entgegen. Wettere dringliche Anträge auf