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immer mehr verschlimmerte, mußte sie vor einigen i in die Gießener Klinik einbeliefert werden, wo mehr helfen

neuer Straßenbahnwagen in Brand. Die Passagiere verliehen so schnell es ging den brennenden Wagen, der auf ein Nebengleis geschoben wurde, wo der Brand ge­löscht werden konnte. — Auf der Offenbacher Landstraße wurde eine aus drei Mann bestehende Polizei» st r e i f e von einer Autodroschke von hinten a n g e f a h> r e n. Hierbei wurden zwei Beamte schwer, einer leicht verletzt. — In den Geschäftsräumen der Emaille- und Bijouteriewarenfirma Schloß u. Co. in der Langestraße brach Feuer aus, das einen bedeutenden Schaden an­richtete. — Der Heizer Wilhelm Birx, der mit 30 000 Mark städtischer Gelder noch Köln geflohen war und dort am Rosenmontag verhaftet wurde, befindet stch wie­der im hiesigen Untersuchungsgefängnis.

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konnte, da die Eiterung und Entzündung schon zu weit vorgeschritten war. Die bedauernswerte Frau, Mutter zahlreicher Kinder, verstarb jetzt an der Vergiftung. Der tragische Vorfall sollte zur Vorsicht beim Hühneraugen­schneiden mahnen.

— fianau. In einer Versammlung der G o l d- und &-Uberarb eiter ist beschlossen worden, den Tarif zum 1. April zu k ü n d i g e n. Die endgültigen For- derungen sind zur Zeit noch nicht aufgestellt.

— Dillenburg. Unter dem dringenden Verdacht, ge­meinschaftlich Amtsgelder unterschlagen zu haben, sind in dem benachbarten Haiger ein Ober- stadtsekretär und ein Polizeibeamter verhaftet worden. Die Höhe der unterschlagenen Gelder steht noch nicht genau fest.

— Mainz. Der Haushaltsplan der Stadt Mainz weist für 1928 ein Defizit von 2% M il- lionen Mark auf. Zur Herabminderung des Defi­zits schlägt der Oberbürgermeister vor, den Nachlaß der Vergnügungssteuer für gewisse Vereine und Veranstal­tungen, die in Zukunft steuerfrei bleiben sollten, aufzu-

heben; ferner soll die Gebäudesteuer beträchtlich erhöht werden und zwar für Mk. 100 von 20 aus 40 Pfennige. Auch die Gewerbesteuer soll eine Erhöhung erfahren. Man hofft, daß durch diese steuerlichen Erhöhungen der Fehlbetrag von 2% Millionen auf etwa 1% Million herabgedrückt w-rden kann. Dieser neue Drckungs- vorschiag soll demnächst dem Finanzausschuß der Stadt Mainz oorgelegt werden, der dann dazu Stellung zu nehmen hat.

— Main;. Am Dolkstrauertag sind auf dem hiestgen Chrenfriedhof zehn Gedenktafeln enthüllt wor­den. Sie sind gewidmet den Angehörigen der Jnfanterie- regimenter 87, 88 und 117, der Feldartillerie-Regimen- ter 27 und 63, der Fußartillerie-Regimenter 3 und 18, des Dragonerregiments 6 und der Pionierbataillone 21 und 25 und deren Feldformationen.

®= herchenhain. Seit einiger Zeit geführte Der- Handlungen über die Errichtung einer Segelflug, schule auf der Herchenhainer Höhe stehen nunmehr vor dem Abschluß. Mehrere maßgebende Segelflieger haben in den letzten Tagen das Gelände in Augenschein genommen und es für die Zwecke des Segelflugs ge­eignet befunden. Der Bau einer Flugzeughalle soll schon bald in Angriff genommen werden. Zu Schulungs­zwecken sollen auch einige Kleinmotorflugzeuge hier oben Unterkunft finden.

--- Nidda. In dem benachbarten Dorfe Rieder-Mock­stadt beschnitt die Frau des Zimmermeisters Gott- wals im vorigen Jahr ein Hühnerauge an ihrer Fußsohle und zog sich dabei eine Verletzung zu, die fie nicht weiter beachtete. Später stellte sich an der Wunde eine Eiterung ein ,die auch durch eine kleine Operation

schuß die Lage auf dem Wahnungsmarkt aepr"'t und festgestellt habe,'daß für 377 Familien noch dringend Wohnungen gebraucht würden. Deshalb bestehe z. Zt. keine Möglichkeit, die Wohnungszwangswirtschaft in Marburg abzuschafffen. Die Stadtverordneten schlossen sich diesem Standpunkte an.

= Marburg. Ein Geisteskranker, welcher von Kassel nach fjier transportiert werden sollte, sprang in der Nähe des Dorfes Gerstenhaufen aus dem Auto und mitten unter die zah reichen Kirchgänger, unter denen eine wilde Panik ausbrach. Nach einer ausregen- den Jagd gelang es, den sich heftig sträubenden Kran- ken wieder in Gewahrsam zu nehmen.

--- Jranfenberg. Wie verlautet, besteht die Absicht, die Finanzämter Frankenberg und Wo'f- Hagen eingehen zu lassen. Wahrend der Kreis Wolfhagen dem Finanzamt Arolsen angegliedert wer- den soll, plant man, Frankenberg dem Finanzamt Mar- bürg zuzuweisen.

-- Schänstadt. Hier fand ein 12 Jahre alter Knabe durch einen Sturz auf die Scheunentenne feinen Tod.

bracht, die durch auffallend blasse Wiedergabe des urao- chentopfes auf der Vorderseite der Note kenntlich sind Die Scheine sind in ihrer Gesamtheit in Höhe und »reih ,u klein geschnitten. Dann fehlt auch das Wasserzeicher vollkommen, die Fasern find durch grüne und rote Feder­striche vorgetäuscht. , r, „

= Der Mörder Neckermann in der Strafanstalt Preungesheim. Der Langendiebacher Lustrnorder Heinrich Neckermann, der seine Untat nach wie vor leb- haft bestreitet, ist nach Feststellung seiner Transport- Äit in das Lazarett der Strafanstalt Frankfurt

ain-Preungesheim eingeliefert worden.

-- Kleine Frankfurter Rundschau. Nachts wurde in ein Konfektionsge'chSit in der Taunusstraße eingebro­chen und für zirka 3000 Mark Bekleidungsstücke ent- wendet. — In der Nähe der Hauptwache geriet em

5kus Oderhessen.

--- Marburg. Die Stadtverordnetenver- fammlung bewilligte für den Aufbau der Festspiel- bühne und für die dazu erforderlichen gärtnerischen An­lagen auf dem im Schloßpark liegenden Gelände einen Kredit von 34 000 Mk. Es ist Vorsorge getroffen, daß 2000 Personen den Freilichtveranstaltungen beiwohnen können. Der Platz mit dem Schloß im Hintergrund soll nicht nur den Festspielen, sondern auch Konzerten und anderen Festlichkeiten dienen. Auch der althistorische Bückingsgarten am Eingang zum Schloßhof soll mehr dem Publikum zugänglich gemacht werden. So wurden 3300 Mk. zum Bau einer Wirtschaftshalle dortselbst be- willigt. Für einen Sakristeianbau an die katho­lische Kirche wurde ein Zuschuß von 1000 Mk. be­reit gestellt. Mit dem Ausbau einer Starkstromleitung zwischen Odenhausen und der staatlichen Umschaltstation bei Gießen, der 50 000 Mk. erfordert, war man einver- standen. Eine lebhafte Aussprache wurde durch die (Ein­gabe des hiesigen Grund- und Hausbesitzervereins be- treffend Aufhebung der Wohnungszwangswirtschaft in Marburg entfesselt. Es wurde mitgeteilt, daß ein Aus­

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= Feuer in einer hutstofs Fabrik. Mittwoch abend gegen 17.30 Uhr entstand im Stadtteil Niederrad in den „Vereinigten Hutstoff-Fabriken von Bloch u. Hirsch , Goldsteinstraße 114, im Dachgeschoß ein Brand, 6er sich rasch ausbreitete und in kurzer Zeit das ganze Dach­balkenwerk ergriff. Der Brand ist dadurch entstanden, daß aus einem überhitzten Trockenofen durch Windzug größere Mengen Glut herausgeweht wurden, die dann die Wandverschalung in Brand setzten. Als die durch mehrere Privatfeuermelder alarmierten Feuerwehren am Brandherd eintrafen, stand bereits das ganze Dach in hellen Flammen. Die Wehr griff mit 3 Rohren der Mo­torspritze und zwei weiteren Rohren das Flammenmeer an. Die Löscharbeiten gestalteten sich recht schwierig, da das ganze Gebäude ein veralteter Schuppenbau ist. Erst nach nahezu dreieinhalbstündiger anstrengender Tätigkeit gelang es, das Feuer zu lokalisieren. Die Höhe des an­gerichteten Schadens kann noch nicht angegeben werden.

— Falsche Füns-Markscheine. Neuerdings werden wieder falsche Fünf-Mark-Scheine in den Verkehr ge-

VII. Vortragsabend

Heute, Donnerstag, den 8. Mürz, abends 8 Uhr im gtoßen Stadtsaal spricht Pater Friedrich Mucker mann, Münster übers Dostojewsky und das West-Ostproblem

Preise der Plätze: Nummerierte Plätze Mk. 1.50, 1.— und 75 Pf?. Schalerkarten 50 Pfo. Für die Stamm- und Beikarten-lnhaber sind die Plätze auf der rechten Saalseite reserviert.

Nächster Vortrag, Samstag, den 24 März im Bürgerverein Dl. Euch Di ach, Berlin über: „Die deutsche Ballade“.

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