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Anzeiger für die Stadt Fulda und den Landkreis Fulda. Amtliches Kreisblatt.

Nr. 56.

Erscheint sechsmal wöchentlich. Wochenbeilagen:Die Welt im Bild" undBuchenblätter". Rotationsdruck und Verlag der Fuldaer Actiendruckerei in Fulda. Fernsprecher Nr. 9.

Monatlicher Bezugspreis 1,80 Mk. :-:

Mittwoch, 7. März 1928.

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S5.Zahrg.

wittschast und Parlament

Italien ratifiziert die Loearno-Bertrage

Die veschlüsse des Zicherheitsausschusses

Erfolge her HMen Listen beiden polnischen Wahlen

in

* Schulstreik in einer Landgemeinde. Aufgrund von Differenzen zwischen Elternrat und zwei Leln- kräften an der dreiklassigen Seefelder-Schule in der Gemeinde Kirchwärder bei Hamburg traten etwa drei Viertel der schulpflichtigen Kinder in einen Schulstreik. Gegen die Eltern, die ihre Kin- vttn der vom Schulbesuch zurückhalten, wurden die zu- mit | lässigen Strafverfügungen erlassen.

* Austritt eines volkparteilichen Abgeordneten. LautTägl. Rundschau" hat der Abgeordnete Berkemeyer, der seit 1924 der preußischen Landtagsfraktion der Deutschen Volkspartei ange­

hört hat, dem Prästdenten des Landtages fein Aus­scheiden aus der Fraktion mitgeteilt. Seinen frü­heren Fr akttonsgenossen hat er davon durch Ab­schrift dieses Schreibens Kenntnis gegeben.

Gegen Mussolini.

Sozialdemokratische Südtirol-Kundgebung in Innsbruck.

Der Sicherheitsausschuß nahm auch die Prä­ambel und die gesamten 38 Artikel des vom Re-

Robotnik" veröffentlichte geheime Rundschreiben eines im Osten wirkenden polnischen Woiwoden an seine ihm untergebenen Starosten, in dem er ihnen als eine der wichtigsten Aufgaben in Erinnerung bringt, die Wahlkommissionen aus sicheren Leu­ten" zusammenzusetzen.

Mandatsvertellung innerhalb des Minderhettem- blocks.

totb. Warschau, 6. 3. (Eig. Funkm.). Die 56 Mandate des Minderheitenblocks werden wahr­scheinlich folgendermaßen aufgeteilt werden: Ukrai­ner 24 bis 25, Deutsche 19, Juden 68, Weiß- ruffen 35.

Vie polnische presse zum Wahlergebnis.

Die sozialdemokratische Partei vemnstäktete Innsbruck eine massenhaft besuchte Versamm­lung unter der Devise:Die Sozialdemo- kraten und das deutsche Südtiro?'. Na­tionalrat Abram sprach zunächst Mussolini das Recht ab, deutschen Männern und Frauen oder dem österreichischen Nationalrat und anderen Kör­perschaften verbieten zu wollen, Kundgebungen für die Deutschen Südtirols zu veranstalten. Wir haben die Pflicht, sagte der Redner, für die Deutschen Südtirols einzutreten. Das ganze deutsche Volk des In- und Auslandes ist in dieser Sache mit uns vollkommen einig. Der Redner verlas sodann ein von der Bersammlung mit stürmischem Beifall auf­genommenes Telegramm des Präsidenten des Deut­schen Reichstags, Löhe, das folgenden Wort-

Aus Warschau wird gemeldet: Wenn auch die Wahlergebnisse noch nicht aus allen polni­schen Wahlkreisen des Landes vorliegen, kann es doch schon als sicher gelten, daß der Minder­heitenblock sehr schlecht abgeschnitten hat. Obwohl fast vier Millionen Ukrainer Ostgaliziens, die sich im Jahre 1922 aus prinzipiellen Gründen der Wahl enthalten haben, diesmal mitgewählt ha­ben, dürfte der Minderheitenblock nunmehr nur die Hälfte jener Mandate erringen, die er vor fünf Jahren erreichen konnte. Es ist dies um so seltsamer, als die De u t s ch e n im Westen des Landes, wo die Wahlen offen waren, ordnungsge­mäß durchgeführt wurden, fünf Mandate gewon­nen haben. Bezeichnenderweise hat dort auch die Regierungsliste am schlechtesten abgeschnitten.

Ganz anders liegen die Verhältnisse stn ukrainischen und weißrussischen Sprachgebiet, wo die Regierungsliste in den mei­sten Kreisen führend ist. Bei der streng nationa­len Einstellung der ungeheuren Mehrheit des auf polnischem Staatsgebiet lebenden ukrainischen und weißrussischen Volkes ist ein derartiges Ergebnis nur mit unerlaubt. Wahlbeeinflussung ob. unlaute­ren Wahlmachenschaften zu erklären. Eine teil­weise Erklärung für die seltsamen Vorgänge, die sich in den polnischen Ostmarken abgespielt haben müssen, ist das vor einiger Feit im sozialistischen

wtb. Warschau, 6. März. (Eig. Funkm.). Die noch vorliegenden Meldungen aus allen Wahlkrei­sen ergeben die Feststellung, daß die deutschen Li­sten überall große Erfolge errungen haben In Pommerellen wurden drei deutsche Mandate, in Posen 4, in Oberschlesien und in dem Polen zuge­sprochenen österreichischen Teil Schlesiens 6 erziell, überdies noch 3 deutsche Mandate in den westlichen Wahlkreisen Polens (Lodz, Konin u. Wlozlawek). Dann wurden noch gewählt ein Deutscher im Land, kreise von Lemberg. Hierzu kommen noch wahr­scheinlich 1 ober 2 beutsche Mandate von der Staatsliste des Minderheitenblockes, sodaß man die §ahl der deutschen Abgeordneten bei der polnischen andtagswahl auf 19 schätzen kann.

mit der ^Ausarbeitung eines Berichtes für die nächste Tagung beauftragt, auf der die deutschen Anregungen zusammen mit etwa eingehenden Be­merkungen der Regierungen gründlich geprüft werden sollen.

Aus den Parlamenten.

$ Reichstag.

In der Plenarsitzung am Montag wurde die | zweite Beratung des Haushalts des Reichswirt- am besten der gegenwärtigen internationalen Lage I schastsministeriums fortgesetzt. Während sich der

entspreche und die schwedischen Vorschläge noch ver- I volksparteiliche Redner in seinen Ausführungen bessere. Nachdem der jugoslawische Delegierte, I haptsächlich nur gegen die Sozialdemokratie wandte. Markowitsch mit einigen Einwendungen dem I polemisierte der demokratische Redner gegen die (Entrourf zugestimmt hatte, bat der englische Dele» I Wirtschaftspolitik der Reichsregierung. Die demo- Sierte, Lord Gushendun, um Klarstellung, daß das I kratische Partei lehne eine solche Wirtschaftspolitik dmitee den Generalverträgen keinen Vorzug vor ab. Die Rede des Komrnunisten wurde durch den zweiseitigen Verträgen gäbe. Er wies nochmals Zwischenruf einer Frau von der Tribüne unter- auf die englische Auffassung hin, daß der Völker- brachen, der die Frage nach dem Liquidationsschä- bundspakt als solcher bereits einen General- I dengefetz enthielt. Aus den Reihen der Kom- vertrag darstelle und ein höheres Maß von Si- I munisten wurde der Präsident in scherzhafter Weise cherheit gewähre, als jeder allgemeine Vertrag im darauf aufmerksam gemacht, daß die Sache unge- Augenblick bieten könne. Eindringlich betonte sährlich sei, da sich keine Höllenmaschine im Hause Cushendun, daß man bei den jetzigen Beratungen befände. Nachdem sich noch bayerische Vollspar- nicht ihr einziges Ziel, die Forderung der Abrü- tei und Deutschnationale für stärkere Berücksich- ftung, aus den Augen verlieren dürfe. Der Ver- tigung des Handwerks eingesetzt hatten, wurde die treter Chinas wandte sich gegen die Bestimmung Beratung unterbrochen. Nach Annahme des Ge­ber Präambel, daß die Achtung der durch die.be- setzes über die weitere Hinausschiebung der Bin- stehenden Vertrage festgelegten Rechte die Richt- düng einzelner Länder und Gemeinden an die schnür für alle mternattonalen Gerichte bilde. Be- Steuereinheitswerte bis 1. April 1929 in allen drei nesch erklärte dazu, daß diese Bestimmung nur be- Lesungen vertagte sich das Haus auf Dienstag sage, daß diese Vertrage, solange fte bestehen, die I 14 uhr. ' 3

Grundlage des in Aussicht genommenen Vertrages 1 bilden sollen.

Die Entwicklung, welche das deutsche Partei­wesen in den letzten Wochen angenommen hat, kann man nicht ohne eine gewisse Sorge betrach­ten. Innerhalb des Zentrums erlebten wir den , ,, , ._. ,

Vorstoß des gewerkschaftlichen Flügels, bei dem so- wtb. Rom, 6. 3. (Eig. Funkm.) Das Amts- gar der Gedanke besonderer Zentrumslisten für die I blatt veröffentlicht einen Erlaß mit Gesetzeskraft, nächsten Reichstagswahlen ernsthaft erörtert wurde. I durch welchen die am 16. Oktober 1925 in Locarno ^n^r^en ^"bwirten gibt es eine Bewegung, die I unterzeichneten Abkommen zwischen Deutschland, und Wien rntlfi. listen bei den nächsten Wahlen repräsentieren I 3 > e r t werden. ,1 will. Sämtliche bürgerlichen Parteien scheinen dabei in Mitleidenschaft gezogen. Zugleich sehen wir, wie sich die Führer der Aufwertungsbewegung in den verschiedenen Parteien einander nähern, um die oerforene Geschlossenheit der Bewegung in einer einzigen Partei wiederzufinden. Die Gegensätze zwischen der Landwirtschaft und der Industrie sind m der letzten Zeit anläßlich der Erörterungen Über bi« Not bet Landwirtschaft wieder aktueller gewor­den, insofern die Landwirtschaft starker als bisher ihre Abneigung gegen die Jndustriezölls erkennen läßt. Die Gegensätze zwischen Gewerkschaftlern und Beamten sind im Volke allenthalben recht kratz geworden. Die Tatsache des Notprogramms der Regierung an sich ist ein deutlicher Hinweis auf

Der Sicherheitsausschuß hat ohne Aussprache die Entschließungsanträge des Redaktionskomitees über Schieds- und Vergleichsverträge bezw. über regionale Sicherheitspakte und die Möglichkeit eventueller Vermittlungsdienste des Rates beim Abschluß solcher Verträge angenommen. Au­ßerdem wurde den Entschließungsanträgen über die wünschenswerte vermehrte Unterzeichnunng der Fakultativklausel über die obligatorische Schieds­gerichtsbarkeit des Ständigen Internationalen Ge­richtshof im Haag, ferner über Verbesserungen der Verbindungen aller Art mit dem Sitz des Völ­kerbundes in Krisenzeiten unnd schließlich über die -------- .... .... . deutschen Anregungen zugestimmt. Der belgische

die Verpflichtungen, die für die Parteien infolge Delegierte Rolm-Jacquemyns wurde zum Bericht-

ihrer Abhängigkeit von ihren einzelnen Abrufs- erftatter für die deutschen Anregungen ernannt und

ständen bestehen. Kurz und gut: Das Wirt- n^L^r»2t5arblitun& eines Berichtes bi<

fchaf ts Moment, das Moment der Berufsinteres­sen, hat sich in den letzten Tagen derart stark in den Vordergrund gedrängt, daß es die Grundlage unseres Parteisystems, das von der Vorkriegszeit her auf Weltanschauungen auf gebaut war, bedroht.

Innerhalb der Zentrumspartei machen sich alle . . ... ., f ~ , , ,

diese Entwicklungen naturgemäß besonders lebhaft

bemerkbar und erschweren sehr die Führung. I ^ewemen Abkommens über die friedliche Regelung ro. ... ... I von Streitigkeiten durch Gerichts- bezw. Schieds-

,®15 W den Wahlen kayn diese Aufsplitterung I Gerichtsverfahren ober durch Vergleichsverfahren leeresßartetfoftems natürlich noch mancherlei an. Der schwedische Vertreter Uttben hob in ber bofe Risse zeigen, so baß bte Sorge derTäglichen allgemeinen Aussprache als Berichterstatter her- Rundschau vom letzten Sonntag mcht.ganz un- vor, baß ber Entwurf fn seiner jetzigen Gestalt berechtigt ist, daß der kommende Reichstag sich 1 durch Mangel an Arbeitsfähigkeit sehr bald kom­promittieren könnte DieTägl. Rundschau" be­dauert nun, daß die gegen die Splitterparteien ge­richtete Wahlreform beiseite gestellt worden ist. Daß bas Gesetz gegen die Splitterparteien in der Form, wie es anfänglich beabsichtigt war, nicht zu- standegekommen ist, bedauern wir unsererseits nicht im geringsten. Bei dem jetzt herrschenden Wahl­system mit seinen großen Wahlkreisen können an- dere Parteien als solche die rein interessenegoisti­schen Charakter tragen, nicht mehr gut aufkomme». Einmal ist durch den Umstand, daß die Parteien selbst infolge der großen Wahlkreise und des Listen- wahlverfahrens die politische Verantwortung den Wählern abgenommen, ja die Wähler politisch ent­mündigt haben, ber politische Instinkt des Volkes bereits in hohem Maße abgestumpft, so daß das Interesse an der Neugründung von wirklichen po­litischen Parteien nicht mehr besteht, dann aber Hegt es im Wesen des Verhältniswahlsystems, daß Parteigriindungen auf Grund von einseitiger Interessen Verfolgung ungemein erleichtert merben. Ein Gesetz gegen die Splitterparteien würde also nur dann Erfolg haben, und zwar einen rein natürlichen im Sinne der Demokratie und des demokratischen Geistes, wenn es die Be­seitigung der Verhältniswahl und die Wiederher­stellung der Einmännerwahlkreise durchsetzen würde. Diese weitgehenden Ziele hatte das beab­sichtigte Gesetz gegen die Splitterparteien aber nicht, es suchte auf eine gekünstelte, das heißt auf eine undcmokratische Weise die Splitterparteien ab­zuwürgen. Und darum ist es gut, daß es nicht mehr zustandegekommen ist.

Wir müssen allerdings jetzt damit rechnen, daß die politische Arbeitsfähigkeit des kommenden ^klch^tages sehr mangelhaft sein wird. Naturge­mäß bedeutet das auch, daß der kommende Reichs- tag vielleicht noch weniger als der jetzige eine gründliche Wahlreform zustandebringt. Es hängt a?es von der Energie des demnächst neu­zubildenden Kabinetts, vor allem des Jnnenmini- Iters ab, daß die Dinge nicht schlimmer werden als sie bisher schon sind, das heißt also, daß eine gründliche Wahlreform, die unseren Parlamen­tarismus lebensfähig macht, zuftandekommt.

Gegenwärtig entwickelt sich der Reichstag lang» fam aber unaufhaltsam zu einem Parlament der Berufs- und Standesinteressen, das heißt also zu einem Wirtschaftsrat, wie wir ihn schon haben. Er steht hinter diesem nur insofern noch zurück, als (Her die Wirtschaftsgegensätze in aller Offenheit zur spräche kommen, wobei man darauf verzichtet, immer eindeutige Beschlüsse zustandezubringen. Dem Reichswirtschaftsrat, roie er heute neben dem Reichstag besteht, ist es Gepflogenheit geworden, seine Gutachten gewöhnlich in zwei parallelen, ein- ander widerstreitenden Beschlüssen zu formulieren. Er hatte ,a auch nicht die Pflicht zur Entscheidung. Der kommende Reichstag aber wird in hohem Maße ein ähnlicher Reichswirtschaftsrat werden nur daß die verschiedenen 3ntereffenorganifationen verhüllt unter feiner Oberfläche arbeiten ober ihren Meinungskampf außerhalb des Parlaments zum Austrag bringen, das heißt unser Parlament sinkt zu einer Farce herab. Gewiß, die Dinge sind noch nicht soweit gediehen, doch ist es ganz unverkenn­bar, daß wir uns auf schnellem Wege zu solcher Entwicklung befinden. Der letzte Grund des Hebels liegt in unserem Wahlrecht. Es ist die höchste Zeit, daß es geändert wird.

3m Haushaltsausschuß des Reichs.

... ., , m . , , . tages wurde am Dienstag vormittag derWehr.

. Die spanische Regierung w einen Vertre- etat zu Ende beraten und in die Beratung des ter beim Volkerbundsarnt für geistige Zusammen- Haushalts desJnnenministers einge- u^es)rr*n2nr^'u r* Delegierten bei die- I treten. Die Verhandlungen wurden durch ein groß- fem Amt belauft sich nunmehr auf 34. I zügiges Referat des Zenttumsabgeordneten D r.

Seine Zusammenkunft Litwinoff-Chamberlain. I Schreiber eingeleitet.

wtb. London, 6. März. (Eig. Funkm.). Reu- I . Preußischer Landtag.

ter meldet aus Genf, nach Mitteilung von russi- I Die Debatte in der Montags-Plenarsitzung des scher Seite werde der russische Vertreter, L i t w i- I Preußischen Landtages, deren Tagesordnung die noff nicht vor dem 14. März dort eintreffen und I zweite Beratung des Etats der Berg-, Hütten- und somit werde er auch nicht mit Chamberlain I Salinenverwaltung vorsah, war säst ausschließlich zusammenkommen, da dieser bereits am 10. März I den kürzlichen Bergwerkskatastrophen gewidmet. Genf verlassen werde. I Hierzu lagen einige große Anfragen vor, die jei-

I tens des Ministerialdirektors Dr. Hatzfeld beant­wortet wurden. Im weiteren Verlauf der Debatte ergriff auch Handelsminister Dr. Schreiber das Wort zu längeren Ausführungen. Nach Erledigung der Beratung des Derghaushalts bis auf die ange-

5tber Niederlage der anderen Minderheltsparteien. - Ruck nach Links. l'ch das Haus aus Diens.

laut hat:Unwandelbare Treue und Solidarttät wahrt den unterdrückten Deutschen Südtirols das game deutsche Volk." Hiermit, sagte der Redner, wird Mussolini in aller Deutlichkeit gesagt, daß das ganze deutsche Volk hinter uns steht. Sodann beschäftigte sich Nationalrat Abram ein­gehend mit den Ausführungen Mussolinis und schloß mit dem Ausdruck der Ueberzeugung, daß ein künftiges demokratisches Italien sich 1..:; den Deutschen über die Zukunft der Viertelmillion Deutschen in Südtirol einigen werde. Die Rede I UrtortCrtnbiittÄinKHA

des Nationalrats Abram wurde mit lebhaftem I VtlnC NriegZaNnUNv gUNg. Beifall ausgenommen. Hieraus schloß der Vor- I Aus Basra wird gemeldet: In Koweit ein­sitzende, Stadttat Berger, die Versammlung nach I getroffene Boten meldeten, daß der König des Dartkesworten mit dem Ruse nach Gerechtigkeit Hedschas und Sultan Ibn Saud vor einigen und einer Kundgebung gegen den Krieg. Die Der- Tagen in Riyad die Haupfführer der Stämme von fammhtng ist ohne jeden Zwischenfall verlaufen. I Nedschd, darunter auch die Scheichs der Stämme I von Mainbaho, Ajman und Mutair zusammenrief

t , I und ihnen erklärte, er habe die Hoffnung aufaei-

. Aus Rom wird gemeldet: Der Unterstaats- I geben, den abtrünnigen Irak, Koweit undTrans- ftkretar des Auswärtigen Amts hat tm Namm jordanien auf friedliche Weise zu seinen mohcrm- Mussolmis als Minister des Auswärtigm bestimmt, I medanischm Grundsätzen zu bekehren. Er sei daher daß bet allen Feiern der ttalienischm Kolonim im ! der Meinung, daß man zum Schwerte grei- Aus lande die Fasch ist en gruppe ben Vor- fen müsse. Außerdem kündigte er an, daß er dm r W vor a. il anbeten italienischen Vereinen hohen I erwähnten Führern helfen werde, indem er ihnen Jonen. Erst nach den Faschistm folgen die Kriegs- I Gewehre, Munition, Lebensmittel und alles, was verstümmelten und Kriegsteilnehmer. sonst in Macht stehe, liefere

Hepp.

D. D. Z. Berlin, 6. 3. (Eig. Funkm.). Der Vor­stand der Bezirksbauernschaft für Ras- f au hat am Montag, dm 5. März, die Grün­dung der christlich-nationalen Bauern­partei beschlossm und dem Reichstagsabgeord­neten Hepp die Spitzenkandidatur sür den Wahl- tteis Hessen-Nassau angetragen. Wie das Nach, richtenbüro des V. D. Z. hött, hat Abgeordnete' Hepp die Kandidatur angenommen und ist gleichzeitig aus der Deutschen Volkspar- tei und aus der Reichstagsfraktion aus- g e s ch i e d e n.

wtb. Warschau, 6. März. (Eig. Funkm.). I ättXw«.

Ohne sich schon in Kombinationen über die zu- Dte PyoevUS-klMre.

künftige Regierungsgestaltung einzulassen, betont I Laut ,Mss. Ztg." ist die in Aussicht gestellte bteRegterungspreffe die großen Erfolge der Liste I Einladung des Reichskanzlers Marx an die Vor- bes Regierungsblockes und die vernichtende Nie- I sitzenden der Reichstagsfraktionen zu einer Befpre- berfage der n a t i o n a l t stifchen Parteien und chung derPhoebus"-Affäre ergangen. Die Be- begrüßt auch, baß bte Ukrainer und Weiß-Russen fprecfyung soll am Mittwoch ftattfinben.

kVS?«69-f0- heraus geringer Zahl in Für die Mittagsstunde sind die Fraktionsführer JX xLS n Anziehen werden. Die natto- der ehemaligen Koalition, für den Nachmittag die ' nnrWS v^wiegend mit Vorsitzenden der sozialdemokratischen und der be-

(junflP bes' muenUtßatibtagrs0^^r0 fi^^t ^Ts ^e« ^^ratischm Reichstagsfraktion gebeten worben, senüiche Merkmal bes Wahlergebnisses die damit I

zum Ausdruck kommende Radikalifierung. I -rÜNKreich UNS OttS Elsaß. Sozialdemokraten und die beiden radikalen Bau- I

ernparteien verfügten, so wird in diesen Organen I 3ut Aulonomtstenbewesung.

ausgeführt, allein schon über etwa 150 Mandate, I . Wie demTemps" aus Straßburg gemeldet hinzukommen noch, daß mindestens drei Viertel I wird, ist ber vom Untersuchungsrichter in Mülhau- >er Abgeordneten bes Regierungsblockes ausge» I fen wegen Beteiligung an ber Autonomfftenbewe- prochen rabikal eingestellt seien. Es sei insolgebes- I 8ung gesuchte Vertrauensmann bes Dr. Ricklin, Za, en bamit zu rechnen, baß rabikale Experimente j dock, der anfangs Februar in Mainz von ber fron» eglicher Art im neuen Landtage eine sichere Mehr. I zösischen Militärpolizei verhaftet worden war, nun» beit finden werden, umsomehr als ber Radikalis- I mehr in Freiheit gesetzt worben. Er wurde mus in entscheidenden Fragen auch auf die Unter- I aus dem besetzten Gebiet ausgewiesen, da die fron- stützung der nationalen Minderheiten rechnen I röfifeben Behörden feine Eigenschaft als vor zwei könne. Diese Verschiebung bes Schwergewichtes I dabren naturalisierter Deutscher anerkannt haben, vom nattonal-konservativen in das radikale! Er entgeht somit jeder gerichtlichen Verfolgung, da £a 9® r sei ausschlaggebend für die Beurteilung I die ihm zur Last gelegten Handlungen politischer bes Wahlergebnisses. Art sind und die Verhaftung auf deutschem Boden

I erfolgt ist.