Fuldaer Zeitung
aus aller Welt
trag von 112 000 Zloty.
Zchule und Volksbildung.
36'1 =
Einem, Be-
* Mandelblute an der Bergstraße. In geschützten Lagen bei Weinheim haben die Mandelbäume zum Teil bereits ihre zartweißen Farbzeichen angelegt, aus denen zu schließen ist, daß in wenigen Tagen die Mandelblüte an der Bergstraße zur Entfaltung kommt, falls das milde sonnige Wetter anhält. Nur die frostigen Nächte haben vis letzt die starken Triebe in der Natur noch zurückhalten können.
* ®cr Alner Dom in elektrischer Beleuchtung. Auf dem Magaretenkloster in Köln waren abends zwei riesige Scheinwerfer aufgestellt, die in verschiedenen Lichtstärken die beiden Domtürme beleuchteten. Das seltsame Schauspiel hatte eine große Menschenmenge herbeiqelockt und allgemein wurde erklärt, daß die herrliche gotische Architektur der Türme nie so makellos zur Geltung gekommen ist wie bei dieser Beleuchtung. Geplant ist, während der Dauer der Pressa die beiden Türme täglich zu beleuchten.
* Besuch des Königs von Afghanistan bei den Zunkerswerken. Die Junkerswerke in Dessau wurden am Donnerstag vom König A m a n u l l ah eingehend besichtigt. Auf dem Flugplätze wurde der König durch Prof. Junkers begrüßt, der betonte, daß der technische Fortschritt und die Arbeit, die in den Junkerswerken dem König gezeigt wer-
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Das wußte sie. Aber darüber hinaus vermochte sie fast nichts zu erwägen. Ihre Gedanken wanderten kaum in die Vergangenheit zurück, in das Land seliger Träume und blütenreicher Hoffnungen, das ihr Klaus Jörnsens Liebe beschert hatte. Sie erinnerte sich der Stunde nicht, da sie zum Abschiede an seinem Halse gehangen und er in ihr heißes, aus innerster Seele rinnendes Weinen hinein von einem gewissen Wiedersehen gesprochen und sie immer wieder geküßt und an sich gerissen hatte. Cr müsse jetzt fort, hatte er ihr versichert, er halte es nicht mehr aus daheim, wo alles so eng begrenzt, so nüchtern alltäglich und erbärmlich kleinlich sei. Die goldene, verheißungsreiche Weite voller Wunder und Gefahren locke und zöge ihn mit starken, gewaltigen Armen. Und wenn er seine Abenteurerlust, seinen Hang zum Reisen und Wandern gestillt, dann wolle er wiederkommen. Sie solle treu und gewiß auf ihn warten, und würden auch Jahre zwischen Abschied und Wiedersehen sich legen.
Und wie treu war Gesine Erichsens Warten gewesen! Kein begehrlicher Blick hatte anderen gegolten, obwohl so mancher nach ihres Leibes Schönheit mit heißem Begehren geschaut. Ja, selbst in ihrem heimlichsten Denken und Wünschen hatte sie Treue bewiesen. Gs hatte immer zu ihm, dem Fernen, Geliebten seinen Weg genommen und war in Sehnsucht zu ihm gewandert im Licht des Tages und in stillen, einsamen Stunden der Nacht. Drei lange Iahre^war es ein solches treues, keusches, minnigliches Warten gewesen, rein wie strahlende Sonnenflut und unwandelbar gleich Sternenkreisen.
Und nun war er gestorben. Fern in der Welt. Fern von ihr. Wölbte sich ein Hügel über ihm? Barg ihn grausige Meerestiefe? Gesine erschauerte, als rinne ein Kälteempfinden über ihren Leib, und stöhnte auf.
Vielleicht erzählte der Totenschein davon, wo man ihn zur letzten Ruhe gebettet. Gleich würde sie ihn sehen und mit brennenden Augen über seine Schrift dahinirren. Schon klapperte der Wagen auf den Hof, so sacht und
Wochen hindurch führte diese treue Hand nun bereits das um den toten Geliebten trauernde Mädchen. Sein wundes, zerrissenes Herz hatte mit einem Sichbescheiden begonnen. Es war noch nicht stille in ihm. Aber das wehe Zucken war hinweg. Und was an seine Stelle getreten, glich einem wehmütigen Trauern um verronnenes Sommerglück im lichtlosen, blätterleichengesegneten Herbst ohne den gewissen Trost einer lebendigen Hoffnung auf neue Frühlingsseligkeit nach einem toten Winter
den können, der modernen Verkehrsentwicklung dienen wollen. Gerade Afghanistan sei das gegebene Land dafür, den Sprung von der Straße zum Flugzeug zu machen. Der König dankte Prof. Junkers für die freundlichen Worte der Begrüßung und erklärte, er sehe in dem Flugzeug einen wesentlichen Teil der Völkerverbindung und des kulturellen Fortschrittes. Er würde es außerordentlich begrüßen, wenn das auf diesem Gebiete so bedeutende Junkersflugzeug auch in Afghanistan in Erfüllung dieser hohen Aufgaben mehr als bisher eingesetzt werden könnte. Am Nachmittag reiste das Königspaar mit Gefolge nach Dresden.
* Crneuke Haussuchung beim „Wiking" in München und Breslau. Aufgrund des seinerzeit in Berlin im Büro des Kapitäns Ehrhardt und bei sonstigen Haussuchungen in den Wohnungen ehemaliger Angehöriger des Bundes Wiking beschlagnahmten Materials ist jetzt, wie eine Korrespondenz meldet, auf Veranlassung der Berliner Staatsanwaltschaft auch im Reiche an mehreren Stellen eine Durchsuchung bei Angehörigen dieses Bundes vorgenommen worden. So wurde in München das dortige Büro des Wikingbundes, der in Bayern wie auch in anderen süddeutschen Staaten nicht verboten ist, ferner die Wohnung des ehemaligen Adjutanten Ehrhardts, des Oberleutnants Liedig, durchsucht, außerdem in Breslau die Wohnung eines gewissen Gärtner, der ebenfalls diesen Kreisen angehört.__
Vater ein Schumachermeister in Moskau sei. Die Preßburger Polizeibehörde hat mit der Frau ein Protokoll ausgenommen und das Berliner Polizeipräsidium verständigt.
Am Donnerstag erschien, wie die B. Z. meldet, im Berliner Herkules-Hotel in Abwesenheit Herrn Alexander Zubkoffs ein Gerichtsvoll zieher und versiegelte dort eine Anzahl Kleidungsstücke und andere Gegenstände, die Zubkoff gehörten. Es bandelt sich um eine Forderung in höhe von 3000 Mark, die der Vater des durch Zubkoff verletzten Pagen aus der Casanova-Bar als Schmerzensgeld und Schadenersatz geltend macht.
lösten, kam ihr der Wahrheit ganze tiefe Bitternis voll zum Bewußtsein.
Sie schleppte sich mit wankenden Knien mühsam bis zu einer Truhe, sank auf ihr nieder und wollte das Schriftstück zum anderen Male lesen. Aber das vermochte sie nicht mehr. Ein heißes, brennendes Wasser verschleierte ihre Augen. Und Träne auf Träne, ungehemmt, ' tropfte auf die im Schoße verschlungenen Hände, denen der mit John Meyers verzwickter, schnörkliger Schrift bedeckte Schein entglitten war. Hart vor ihren Füßen lag er. Wie ein totes, verwehtes Blatt im Herbst.
Das wehe Weinen war wie Balsam, wie rettende Arznei. Gesines Denken, solange fast ausgeschaltet, zum wenigsten getrübt wie klares Wasser durch Unrat und verwirrt wie wandernde Dogelscharen im Gewittersturm, fand sich zurecht. Sie hob den Schein auf, strich ihn glatt und nahm das Gesangbuch aus der Truhe. Zwischen seine Blätter, denen der starke Duft getrockneter Melis- senblätter und das süße, kaum merkliche Atmen gepreßter Rosenblätter entstieg, legte sie ihres Klaus' Totenschein, faltete danach über dem Lederbande mit dem Goldkreuz auf dem Vorderdeckel die Hände, bewegte kaum sichtlich die Lippen, als flüstere sie ein Gebet am offenen Grabe, und zwang das letzte, leise Weinen hißab.
Dann saß sie noch lange mit tief auf die Brust ge gesenktem Kopf und feuchten, wehen Augen. Endlich erhob sie sich, still und stark, schloß das Buch in die Truhe und verließ die Kammer, um den Geschäften des Tages nachzugehen, deren leidenschaftslose Augen und gütige, stillfreundliche Züge in dem ernsten Gesicht zum völligen Wiederfinden des seelischen Gleichgewichts die helfende Hand bpten.
riecht fein! was ?
Na, natürlich
verheerende Brände.
In Glansee (Kreis Greisenberg in Pommern) brach ein Feuer aus, das sechs Gehöfte einäscherte. Das Vieh konnte zum größten Teil gereitet werden. Nur auf einem Gehöft wurde sämtliches Vieh ein Opfer der Flammen. Die Entstchungsursache des Brandes ist noch unbekannt.
In Treptow sind vier Kätnergehöfte, die alle mitten im Orte nahe zusammenlagen, nied er gebrannt. Die meisten niedergebrannten Gebäude waren noch mit Stroh gedeckt, weshalb sich das Feuer schnell verbreitete.
In dem märkischen Dorfe Jeserigk, das zwischen Werder und Brandenburg gelegen ist, ist in einer Scheune Feuer ausgebrochen, das an dem leicht brennbaren Inventar reiche Nahrung fand und sich in kurzer Zeit auf das ganze hölzerne Gebäude ausdehnte. Starke Rauchentwicklung verhinderte ein Vordringen der Löschmannschaft, sodaß es nicht möglich war, das Vieh aus den Ställen in Sicherheit zu bringen. Achtzehn Kühe, mehrere Pferde und eine ganze Anzahl von Schweinen sind in den Flammen umgekommen. Die Scheune und die Ställe sind bis auf die Grundmauern niedergebranrst. Das Feuer wird auf Brandstiftung zurückgeführt, da die Scheune an mehreren Stellen zugleich in Flammen aufging. Die Staatsanwaltschaft in Potsdam hat eine Untersuchung eingeleitet.
2. Bla«.
Druck der Fuldaer AcNeudruckerei, Fulda
Begebenheiten
wieder ein Zechenunglück.
kine Baggermaschine zusammengestürzk. — Bier Arbeiter von den Erdmassen begraben.
Durch eine Schwefelgasexplosion auf der Halde der Zeche „Wiendahlsbank" bei Annen stürzte am Donnerstag abend gegen 20 Uhr eine Baggermaschine in sich zusammen. Hierbei wurden vier Arbeiter unter den Trümmern und Steinmassen begraben. Bisher wurden drei Mann geborgen, die mit schweren Branwunden im Krankenhaus liegen. Der vierte Arbeiter wird kaum lebend geborgen werden können, da cr zu tief unter den glühenden Erdmassen begraben liegt.
Bis gegen 10 Uhr abends ist der noch unter den glühenden Erdmassen liegende vierte Arbeiter nicht geborgen worden. Die Feuerwehren der umliegenden Orte sind fieberhaft mit den Aufräu- mungs- und Bergungsarbeiten beschäftigt, die jedoch durch immer wieder nachstürzende Erdmassen stark behindert werden. Der Bagger, sowie mehrere Eisenwaggons sind vollständig zerstört.
* Einbruch in eine polnische Postkasse. In der Nacht zum 29. Februar drangen unbekannte brecher in das Postqebäude in Radom brachen die Kasse auf und entwendeten den
Rasmus Erichsen fühte beim Anblick seines Kindes ein Grauen in sich aufsteigen. Er war nahe daran, sich ihm zitternd und zermürbt zu Füßen zu werfen und zu schreien: „Gesine, es ist eine Schufterei, eine maßlose Schufterei mit diesem Papierfetzen, den du dort in den krampfigen Fingern hältst. Ein elender Lump hat ihn für Sündengeld mit Lügen beschrieben. Siehst du denn nicht, daß jeder Buchstabe eine Lüge ist, die mit teuflischen Augen angrinst und dich verhöhnt? Und ein zweiter Lump, ein elenderer noch als der erste, hat den Plan zu dieser Schufterei ausgeheckt und das Sündengeld nach gaunerndem Feilschen bezahlt, wie er ein Stück Vieh bezahlt, etwa einen gemästeten Ochsen oder ein Pferd aus der Koppel. Und endlich der dritte Lump, der ärgste und gemeinste von allen, hat dir diesen elenden Schein in die Höhe gelegt. Sieh her! Hier liegt er vor dir am Boden: Es ist dein leiblicher Vater!"
Er war nahe daran, so zu sprechen. Aber er rang sich frei von der auf ihm knienden Schwäche, stieß sie hart beiseite und wiederholte nur, die bleierne Schwere seiner Zunge mühsam bezwingend, was er vorhin gesagt, da ihm Gesine das Papier aus den Fingern gerissen.
„Es ging nicht früher, daß ich heimkam. Der Jörn- sen fand den Schein nicht sofort. Den ganzen Sekretär mußte er umkramen. Endlich erinnerte er sich, daß er ihn in die — Bibel gelegt hatte. Grade zwischen die Psalmen hinein. Da nahm ich ihn denn und . . ."
Gesine hob, wie Schweigen gebietend, die Hand und unterbrach mit toter Stimme: „Wozu diese Worte! Ich weiß es nun gewiß, daß Klaus Jörnsen tot ist. Alles andere kümmert mich nicht ... Und nun laß mich allein."
Rasmus Erichsen ging taumelnd zur Tür. Cs schien, als wenn ihn halbe Trunkenheit und zitterndes Entsetzen gemeinsam wanken machten.
Und dann war Gesine allein. Sie sah sich scheu in öent ganzen Gemache um, als erwarte sie, daß ein grauenhafter Spuk aus feinen Winkeln entweichen müsse, als erhoffe sie die Wiederkehr von Sonne, Licht und Leben, die nur für kurze Zeit ein böser Traum hinweggetauscht. Aber als dann ihre sich krampfhaft zusammenschließenden Hände ein leises Knistern des Papiers aus-
= Die Sicherung der Privalschule. Don der irums- und der bayerischen Volkspartei, vertreten durch die Abgeordneten von G u e r a r d, Dr. Schreiber, Rheinländer uni) Prälat Leicht und Genossen, ist im Reichstag folgender Antrag eingebracht worden: Der Reichstag wolle beschließen, die Reichsregieruno zu ersuchen, „Die Vereinbarung der Unterrichtsverwaltung zu ersuchen, Artikel 147 Äbs. 1 der Reichsverfassung (Reichsdrucksache Nr. 3778) daraufhin zu prüfen, ob sie ?en Erfordernissen des Artikels 147 der Reichsverfafsung in vollem Umfange gerecht wird und gegebenenfalls in erneute Verhandlungen mit den Ländern einzutreten." Der Antrag wendet sich gegen eine vom Reichsmiaiste- num des Innern mit den Ländern getroffene und vom Standpunkt des Zentrums und der Bayerischen Volk?- partei unhaltbare Vereinbarung, in welcher die Genehmigung einer Privatschule von der Bejahung der Bedürfnisfrage abhängig gemacht wird. Zentrum und Bayerische Volkspartei wün'chen, daß diese Vereinbarungen einer Nachprüfung unterzogen u erden. Dabei muß es das besondere Ziel tein, auch das Privatfchul- wefen endlich auf gesetzlich gesicherte Grundlagen zu stellen.
Das Kreuz im Moor
Roman von Fritz Sanier.
Klageerhebung auf die Geltendmachung eines über die Pension hinausgehenden Schadens verzichtet hat. Im übrigen wird festgestellt, daß der beklagte Fiskus nicht berechtigt ist, mit seinen Schadenersatzansprüchen aus dem Kapputsch gegen die Pension des Kapitäns Ehrhardt weiter aufzurechnen als gegen den pfändbaren Teil der Pension." Der pfändbare Teil beträgt etwa den vierten Teil der Gesamtpension. Der Rechtsbeistand. Ehrhardts wird, wie eine Korrespondenz erfährt, gegen das Urteil Berufung beim Kammergericht einlegen.
* Der Fememord an dem Feldwebel Legner. Soeben hat lt. „Acht-Uhr-Abendblatt" die Berliner Staatsanwaltschaft in einem der letzten noch gerichtlich abzuurteilenden Fememorde Anklage erhoben. Es handelt sich um die Ermordung des Feldwebels bei der Schwarzen Reichswehr Legner, die cm 31. März 1923 in Döberitz durch den Leui- nant a. D. Reim, der in Untersuchungshast sitzt, und den flüchtig gewordenen Feldwebel a. D Bü- sching verübt worden sein soll. Bisher konnte die Leiche des Ermordeten, die nach Zeugenaussagen in Döberitz verscharrt worden sein soll, trotz umsangreicher Nachforschungen und Ausgrabungen nicht gefunden werden.
verschwommen, scheinbar im Sterben liegende Geräusche erzeugend, als brächte er einen Toten selbst.
Ein neues Erschauern packte Gesine, heftiger, denn vorhin. Es tastete sich mit eiskalten Händen an ihrem Leibe aufwärts, schien sich ihr würgend um den Hals 3u legen und machte, daß die Zähne wie im Fieberfrost aufeinander schlugen.
Taumelnd, nach einem Halt greifend, erhob sie sich und starrte mit verzerrtem Gesicht und weit geöffneten klugen nach der Tür der Schlafkammer, durch die nun meich der Vater treten würde, um das gewünschte Dokument in ihre Hände zu legen.
llnd nun erschien Rasmus Erichsen.
Hätte Gesine in diesen Minuten dafür Aufmerksamkeit geyabt, so hatte sie sehen müssen, wie bleich ihres Vaters se icht war, wie feine Hände, mit denen er tastend in die aschen griff, zitterten. Sie hätte empfinden müssen, wie I 'nem Munde mit dem über die Lippen gehenden Atem den TOin!t-Dt0,"J?ufe( entströmte, dessen Vorhandensein er
!KutetnfIof3ungen Nis Jörnsens zu danken hatte. RasmnI wre Augen trachteten nur nach dem Schein, den nabw k. sn?fen "un endlich einer feiner Taschen ent- bejden «snserre9t Wartenden engegenhielt. Ihre und ie'rfL f r^ten sich nach dem stark zerknitterten förml Ä bL^utzten Papier aus. Sie entrissen es schwankend ’^rc.5 5Baters- Und während dessen ■ leeren £ ltnme an Ohr schlug und sie nur einen Sinn hpr‘tTR "erna^rn' nicht das Vermögen besaß, den Haft über h °rte 3“ erfassen, fuhren ihre irren Blicke in gen sie in ®eni0en Seilen, saugten sie auf und tru- roie bei„nsaS Pn"erf‘e 'hrer wunden Seele, wo sie sich
Da^ ibr^' ^es endes Salz in tiefe Furchen senkten, barte eJ-m ® m biefen Sekunden der tiefe und
tarn 2 3 3T °°nften Bewußtsein kam, erst jetzt Hem 0 1™ .3UCfen?e5' qualvolles Bohren durch ihr
T enmnae? "^""ßen hin nichts als ein fchlohes, auf tenÄÄ ®ei6; Kein zitternder Schrei klang f, rein wehes, wildes, erschütterndes Weinen rana lieh
Ober mnr « h' b -^k-> Slchbezwingen und Sichfassen. ... r war es das nicht? Etwa eher ein seelisches Bedurfter"' bQ5 3UnÖ$ft teine5 erlösenden Auswegs be-
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* Urteil im Pensionsprozetz Ehrhardt. In der Zivilklage, die Kapitän Ehrhardt gegen das Reichswehrminifterium auf Freigabe sein« Pension, die aufgrund von Schadenerfatzansprüchen aus dem Kapputsch gepfändet worden ist, angestrengt batte, fand vor dem Landgericht! die Schlußver- handkung statt. Das Gericht fällte folgende Entscheidung: „Der Rechtsstreit wird insofern für er- ledigt erklärt, als der beklagte Fiskus nach der
JVe 55.
Samstag, 3. März 1928.
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Zubkoff der Bigamie beschuldigt.
Die Wiener „Stunde" meldet aus Preßbuvg: Die Gattin eines Wasserwerksbeamten, eine ge- borne Zubkoff, behauptet, die Schwester des Gatten der Prinzessin Viktoria von Schaumburg-Lippe zu sein. Ihr Bruder sei in Rußland Handlungsreifender und dort bereits einmal verheiratet gewesen, sodaß die Ehe mit der Prinzessin Viktoria eigentlich eine Bigamie sei, da seine E h e i n Rußland nicht geschieden sei. Vor einigen Tagen erhielt die Frau von ihrem Vater aus Moskau einen Zeitungsausschnitt einer russischen Zeitung mit dem Bilde Zubkoffs. Der Vater hatte sofort in dem Bilde seinen vor acht Jahren verschwundenen Sohn erkannt. Auch sie erkannte auf i den ersten Blick ihren verschwundenen Bruder. Im | Gegensatz zu den Behauptungen Zubkoffs, daß er | der Sohn eines Barons und Universitätsprofessors | sei, behauptet seine angebliche Schwester, daß sein 1
ZUBAN