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Fuldaer Land und Nachbargebiet

Sein Hon? ohne ftnliiiier Winn«!

zu erwähnen.

Kulturarten

21003 ha 20696 ha

1132

Wir gehören eben

ja vielleicht auch ganz erklärlich.

feuille, das er dann mitnahm, mar Stahlplatten ausgeleat, um es. wenn Schild benutzen zu können. Wie spät mein Vater zu Bett kam, nie habe ich als um neun Uhr morgens aufstehen

innen mit nötig, als aber auch ihn später sehen, und

11

4913

1441

126 33

15591

335.67

1363

Satz nicht, sondern sah Sibylle so, meinen Sie? Nun, das ist

3 4831 1(61 185 15916 225

an.

»/, des Gesamt- gebietes

46.46 (.02

1103

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. 0.75

8.06

„Also alle die, die haben."

Er vollendete den spitzbübisch an.

Sie begriff. „Ach

Acker» und Gartenland

Obstanlagen

Wiesen

Weiden und Hutungen

Oed- und Unland korben und Holzungen HauS-Hosräume

Wege, Friedhöfe, Parkan- la^en, Gewässer.

Wenn wir die einzelnen Kulturarten durchgehen, so fällt uns auf, daß das Ackerland bei weitem die größte Fläche einnimmt; dann folgt der Waldbestand, und in weitem Abstand erst kommt die Grünlandsfläche. Der Wald interessiert den Landwirt an sich weniger, da er zum größten Telle sich im Besitze des Staates oder der

berge" und erinnere mich noch gut, wie mein Bit­ter manchmal zu uns kam und sich aufrichtig heute, uns diese angenehme Ueberraschung zu bereiten, ohne zu ahnen, daß ein paar Minuten oor I einer Ankunft Polizisten uns seinen Besuch angekundigt hatten. _ „ t ,

So verstrichen die letzten Dienst- und Lebens­jahre meines Vaters verhältnismäßig ruhiger als die ersten. Wohl schien es, als wenn die Revo­lutionäre sich wenigstens zeitweise beruhigt hätten. Jedoch die großen Festlichkeiten des Jahres. 1911 in Kiew, wobei mein Vater in Gegenwart des Kai­sers von der Hand eines Mörders fiel, bewirten, daß dieses nicht der Fall ist.

Heber diese tragischen Tage, wo mein Vater, vom 1. bis zum 5. September mit dem Tode nirgend, alle seine letzten Gedanken und Kräfte seinem Kai­ser und seinem Vaterland weihte, ist so viel ge­schrieben worden, daß ich nichts Neues zu sagen fände. Hunderte von Werst trennten mich damals von ihm und es war mir nicht vergönnt, in ferner letzten Stunden bei ihm zu fein. Oft, sehr oft höre ich jetzt sagen: „Wäre Ihr Vater am Leben, hat­ten wir nicht die Greuel der letzten Jahre erleben müssen", und mich dünkt, das Verhängnis Ruß­lands nahm feinen Anfang an jenem Tage, wo es den Feinden des Reiches gelang, es seines treuesten Sohnes zu berauben.

ein kurzer Schlaf auf dem Divan in seinem Ar- beitszimmer von höchstens 20 bis 30 Minuten vor dem Diner genügte, um ihm die nötigen Kräfte für die langen Arbeitsstunden am Abend zu geben. Zwei Jahre hintereinander (1907 und 1908) unter­nahm mein Vater kleine Seereisen zur Erholung. Die erste währte nur eine Woche, wurde auf der Nacht des Marine-Ministers „Newa" unternommen und ging nach den schönen finnischen Schären; die zweite — auf der kaiserlichen Pacht „Almas" — dauerte länger und führte meinen Vater nach Deutschlands und Norwegens Küsten. Welch ein Genuß es für ihn war, diese paar Wochen mit sei­ner Familie in voller Ruhe und Freiheit zu ver­bringen, läßt sich nicht beschreiben. Für den Sem»

Bestimmt erhältlich:

Central-Drogerie, Centtal-Paflage.

man doch schon das Gefühl, als wäre etwas ge­storben, etwas zu Ende. Die seltenen Empfänge in Tzarskoje waren steif und kalt, die Augen Niko­laus' II. immer traurig, und der sorgenvollen Miene der Kaiserin sah man es an, daß der Ge­danke an ihren kranken Sohn sie nie verließ.

Mein Vater wurde im Winterpalais zum rich­tigen Gefangenen. Man hatte ihn genötigt, wie schwer es ihm auch wurde, der Polizei zu verspre­chen, sich außerhalb des Schlosses ihr völlig auszu­liefern und keinen Schritt in der Stadt nach eige­nem Wunsch zu tun. Er hatte die Gewohnheit, je­den Tag eine Stunde lang spazieren zu gehen, und wenn diese Zeit da war, wußte er nie, durch welche Tür er hinausgehen, mit welchem Wagen er fahren und wo der Wagen halten würde. Wenn er den Wagen bestieg, wußte er ebenso wenig, durch welche Straßen er geführt wurde und ob er nicht sogar unterwegs den Wagen wechseln mußte. Die Spa­ziergänge fanden an den verschiedensten Orten statt, meist aber außerhalb der Stadt. Zum Kaiser nach Peterhof oder Tzarskoje fuhr er stets spät abends und kam gegen zwei Uhr nachts zurück. Das Porte-

Uns interessiert heute besonders die Frage, wie steht es mit dem Kulturartenverhältnis im Kreise Hünfeld? Zur Beantwortung dieser Frage führe ich zunächst das Ergebnis der letzten Erhebung vom Jahre 1926 und zur Dergleichszwecken die Erhebung von 1913

heiliger Gott!" rief Sibylle aus, „ein Zusammen- stoß, oder wir sind auf ein Riff gefahren!" Gleichzeitig aber sprang sie zu den jammernden Kranken und brachte sie mit der Hilfe des Arztes wieder zu Bett. Dann eilte sie mit Dr. Ruoff nach dem Deck, um zu sehen, was vor- gefallen war.

Claaßen stand an dem Führerstand, an das eiserne Geländer gelehnt. Seine Gedanken weilten bei den Booten, die jetzt in nebelhafter Ferne auf dem Meere dahineilten. Mußte diese Nacht für die Unglücklichen, die sich zu diesem Berzweiflungsschritt entschlossen hat- ten, nicht furchtbar fein? Was tat Lydia jetzt? Lag sie in Decken gehüllt neben den vielen anderen und hörte die Jammerrufe an und trug all dies Ungemach um des Mannes willen, dem sie sich zu eigen gegeben? Und bereute sie nichts? War es für sie süß zu leiden, wenn sie ihn bei sich wußte, im nämlichen Boot, in der nämlichen Gefahr?

Während er so sann, glaubte er plötzlich eine un­regelmäßige Bewegung des Schiffes zu spüren — seit­wärts, statt vorwärts, und einen ganz leisen, kaum wahrnehmbaren Stoß. Blitzartig durchfuhr ihn der Ge- danke, was dies unter Umständen bedeuten könnte, und er riß die Hebel herum und stellte die Maschinen ab. Doch es mar schon zu spät. Fast im nämlichen Augen- blick taumelte das Schiff förmlich zur Seite, und dann kam der Stoß, der auch ihn zu Boden schleuderte und seine Gehilfen, von denen sich die eine Hälfte zum Schlafen niedergelegt hatte.

„Mir nach!" rief Claaßen und stürmte mühsam das Gleichgewicht haltend, die Treppe nach dem Kielraum des Schiffes hinunter. Wie gut, daß er alle Lichtleitun­gen überprüft hatte und genau die Stellen, an denen die Schalter sich befanden, kannte. Im Nu erstrahlte der ganze Raum im hellsten Licht. Und als sie nun weiter vordrangen, da schlug ein Geräusch an ihr Ohr wie gurgelndes Wasser. Unablässig aber taumelte und schwankte das Schiff, so daß sie kaum dem Geräusch nach- gehen konnten. Endllch glaubte Dr. Seltner an der Quelle des Geräusches angelangt zu fein, und er rief Claaßen. Sie legten sich lang auf den Boden und leg­ten ihr Ohr an die Planken. Kein Zweifel, Wasser floß in dos Schiff. Es hatte ein Leck bekommen. Sofort raffte sich Claaßen auf.

1918 1926

Amtliche SeklMlmchllMN Hünfeld.

Jck> verweise auf die im Amtsblatt Nr. 6 der Regierung -u Kassel vom 11.2 1928 verössenllichte Polizeioerordnung bes Herrn Oberpräsidenten vom 26. 1. 1»?8 betreffend Aebersllegen von geschlossenen Oclschasten uno Menschenansammlnngen.

Das Amtsblatt tann bei den Ortspolizeibehörden ein­gesehen werden.

Hünfeld, den 14. Februar 1928.

Der Landrat: 3. B. Frank.

nehmen könne, sei, daß man unzweifelhaft in der Nah« von Land sein müsse. Unzweiselhastl Und beim ersten Morgengrauen, sobald nur der erste Schimmer am Him- mel stehe, werde man es sehen!

Ein tosender Jubel folgte diesen Dorten. Die Meu­chen fielen einander um den Hals. Biele meinten, an- bete lachten und jubelten. Alle beschlossen, nicht wieder zu Bett zu gehen, sondern das Nahen des Morgens zu erwarten, und begannen, sich an Deck bequem einzu- richten. Claaßen schaute über sie hinweg. Waren das nicht alles Kinder, jetzt zu Tode betrübt und jetzt vor Freude außer sich? Und wiederum sah er im Geiste hie Boote, wie sie fern von dem Schiss nach Land such­ten und keines fanden--Und sah eine Gestalt darin

__Doch roa» war das? Stand sie dort nicht, an jenen Pfeiler gelehnt, im Hintergründe? Er fuhr sich über die Augen, er blickte hin — da war sie verschwun- den.---

17. Kapitel.

Ein erster schwacher Schimmer verkündete den Mor­gen. Mit hungrigen Augen standen die Menschen über das Dordgeländer gebeugt und spähten nach jedem dunklen Schein, der sich über dem noch grauschwarzen Meer erhob. Wie lange es dauerte, bis der Morgen- schimmer wuchs! Und wie lange, dis das Meer Farbe bekam und sich etwas aus dem unterschiedslosen Dunkel hob!

Wo aber hatte man das Land zu suchen, rechts oder links, vorn oder hinten? Und warum war kein Licht­schein, kein Leuchtfeuer irgendwo zu entdecken? Der Zweifel kam und fraß sich in die Herzen.

Oben auf der Kommandobrücke stand Claaßen und suchte mit dem Fernglas den Horizont ab. Dr. Soltner tat das gleiche neben ihm. Vergeblich, es war nicht hell genug.

Doch immer wieder suchten sie. MU einem Male sagte Dr. Seltner leise: „Ich glaube, ich had'sl"

„Wo?" fragte Claaßen ebenso leise.

„Oestlich," war die Antwort, und gleichzeitig wies Dr. Soltner mit der Hand die Richtung an.

Claaßen richtete sein Glas auf die angebeutete Stelle, schaute langsam hin und sagte endlich: „Sie haben recht. Ein schwacher grauer Streifen — zwar noch weit ent­fernt — aber zweifellos Land!" (Forts, folgt.)

zur dienenden Klasse."

„Aber es ist mir sehr lieb, daß in dieser Beziehung zwischen uns kein Unterschied besteht."

Sibylle errötete wiederum. Sie antwortete nicht.

Rr. Ruoff rückte näher an sie heran. „Fräulein Sibylle, mir kennen uns zwar erst kurze Zeit, aber dafür, glaube ich, kennen wir uns gut. Ort und Umstände sind nicht geeignet, Ihnen hier irgendwelche Eröffnun­gen zu machen, aber um eines bitte ich Sic: geben Sie mir zum Zeichen, daß Sie mir vertrauen, Ihre Hand. Und möge dieser Händedruck ein Unterpfand dafür fein, daß wir uns, wenn mir nunmehr hoffentlich bald gerettet sind, nicht trennen, sondern daß mir mitein­ander suchen, die Heimat zu erreichen —"

Er hiell ihr die Hand hin. Sie erfaßte sie mit lei­sem Zögern, indem sie ihre Augen zu Boden schlug.

Er hiell sie eine Weile fest, ohne zu sprechen. Dann sagte er, indem er sie losließ: „Es ist schon spät. Auch mir müssen ein wenig ruhen." Er zog die Uhr vor. „Sehen Sie! Schon 2 Uhr."

In dem nämlichen Augenblick, in dem er dies sprach, erbebte mit einem Mal das Schiff, es »eränebrte seine Sage — fast, als ob es beiseite sprang —, und bann erfolgte ein furchtbarer Stoß, ber bie beiben gegen bie Wände ber Kabinen warf und bie meisten Kranken aus den Betten schleuderte.

beseitigt sehnen und sicher

Platz auf diesem Schiff beschafft."

eigentlich hier nichts zu suchen

„Nach ber Kommandobrücke!" schrie er. — Und bann stürmte er hinauf, gefolgt von Dr. Soltner, während bie anberen im Sielraum biteben. Er eilte burch die Wendeltreppe nach oben. Wie gut, daß er sich auch bie Bedienung ber Schottentüren angesehen hatte. Mit ein paar Griffen hatte er die Türen geschloffen. So. Wenn das Leck nicht allzu groß war, und das war nach dem Stoß nicht anzunehmen, bann waren sie gerettet. Dann war bie verletzte Stelle nunmehr abgebidjtet, und bas eingebrungene Wasser konnte dem Schiff nichts anhaben. Immerhin war es notroenbig, ben Kielraum genau zu überwachen. So begab er sich wieder hinunter. Das Gurgeln hatte aufgehört, — ein Zeichen, daß dem Scha- ben fürs erste abgeholfen war. Man konnte nun daran denken, bie Passagiere zu beruhigen, bie sicherlich in hellster Aufregung waren. Und wie leicht mar es nun, sie zu beruhigen! Wenn das Schiff auf ein Riff auf. gelaufen war, wenn es ein Leck hatte — was be­deutete das anderes, als daß Land in der Nähe war! Land, das man jetzt in ber Nacht nicht sehen konnte, das aber da fein mußte!

Nachdem Claaßen bie Uebermachung des Kielraumes angeordnet und befohlen hatte, ihn sofort zu rufen, so- bald etwas Verdächtiges sich bemerkbar machte, flieg er an Deck empor. Auf der Treppe schon tarnen ihm Passagiere entgegen, bie sich mühsam an den Geländern der Treppen sesthielten, denn das Schiff war noch immer in schaukelnder Bewegung. Mit verstörten Mie- nen schrien sie ihn an.

Er aber setzte ein zuversichtliches Gesicht auf und rief: „Land! Land!" Dann forderte er sie auf, alle auf das Vorderdeck zu kommen.

Sie kamen. Die meisten in Nachtkleidern, nur mit Mänteln oder Decken darüber. Claaßen schaltete im Vorbeigehen alle Lampen an, so daß das Schiff in hell­stem Schein erstrahlte, und dann betrat er ben näm- lichen Tisch, von dem auch er schon einmal gesprochen hatte.

Und bann sprach er. Gewiß, sie seien auf ein Riff nufgelaufen. Aber bas habe nichts auf sich. Dank bem Schottensystem sei ber Schaben bereits abgebidjtet unb geheilt. Die Bewegungsfähigkeit bes Schiffes werbe dadurch nicht wesentlich beeinträchtigt. Das Erfreuliche aber, bas man aus diesem unglücklichen Ereignis ent»

een ein und fangt Das inaner au,, roooura) ine teiyeuue Kraft der Gebirgswässer gebrochen wirb: aber er laßt es an tiefer gelegenen Stellen roieber auf der Erde her­vorquellen, wodurch häufig die Wiesen und Aecker ver­sumpft werden, ein Uebelftanb, ber häufig nur mit ben größten Unkosten zu heben ist.

Das Ackerland einschließlich Gartenland ist ber wich­tigste Teil des Bodens, da er den Menschen und teil- weise auch ben Tieren bie Nahrung schenken muß. Er erstreckt sich über eine Fläche von 20696 Hektar; auf 1 Einwohner entfällt somit 0.84 Hektar. Das Ackerland zeigt in ben einzelnen Teilen bes Kreises Hünfelb bie größten Abweichungen, die nur vorkommen können, schwerste Tonböden, leichte Sandböden, Kiesböden, Lehm­böden usw. Alle genannten Bodenarten kommen mit­unter sogar auf einer kleinen Fläche vereinigt vor, wo­durch die Bodenbearbeitung und die Saat erheblich lei­det. Ueberhaupt oerlangt der Boden wegen seiner ex- tremen Beschaffenheit die sorgfältigste Behandlung bei der Herrichtung zur Saat. Die Fruchtbarkeit des Acker- taubes ist im allgemeinen nicht hoch einzuschätzen; dem- entsprechend sind auch die Ernten verhältnismäßig ge- ring, zumal auch die Regelung der Wafferoerhältnisse sehr zu wünschen übrig läßt.

Das Grünland, b. h. bie Wiesen, Weiden und Hutungen, ist mit einer Fläche von 6354 Hektar ver­treten. Auf 1 Hektar Grünland entfallen 3.26 Hektar Ackerland, ein Verhältnis, das man nicht als günstig aus- sprechen kann, zumal das Grünland in allen Teilen noch sehr im Argen liegt. In den letzten Jahren ist schon viel an der Verbesserung ber Wiesen und Weiden durch Neuanlage, Düngung und Pflege gearbeitet worden; doch liegt noch ein großer Teil, vor allem die Hutungen so

— Weilburg. In der Buderus'schen Grube Justine bei Ahausen wurden durch abstürzende Felsmassen zwei Bergleute verschüttet. Nach Stunden schwerer

MöfAt- ArfotibtetmiMl StofnntiT T mer überließ der Kaiser meinem Vater das ent- zweier ttptaoiewuja} oioiqpm. Mckende kaiserliche Palais auf der Elagm-Insel,

Aus meinen (Erinnerungen I wo sich ein ausgedehnter Garten befand. Dieser

von Maria v. Bock, geb. Stolypin. Garten war von einem Zaun aus Stacheldraht um- ........ m „ . , , , „ . .oofl I geben, den kein menschliches Wesen uberstetgen ober

(Unberechtigter Nachdruck untersagt. Copyngth 1928 durchdringen konnte, und hier verbrachte mein Va- by Deutsche Presse-Korrespondenz, Hannover.) I nKniflen frejen Minuten, über die er Der-

III. I fügte. Aber so richtig erholen konnte et sich erst im

Infolge dieses ewig unruhigen Zustandes im I ivommer 1909, als er sich einen Aufenthalt auf Lande sog sich die Petersburger' Gesellschaft immer seinem Gute bei Kowno gönnte, nachdem es 'M mehr von allen geselligen Veranstaltungen zurück, I Lande ruhiger geworden war. In demselben Jahre und auch die Empfänge bei Hose hörten fast ganz I verließen wir auch das Wmterpalais, um m das auf. Das Winterpalais wurde vom Kaiser schon Haus des Ministerpräsidenten auf der Fontanka längst nicht mehr besucht, da er sich dem öffentlichen überzusiedeln, wo wir nach dem Bomben-Attentat Leben immer häufiger entzog und abwechselnd I bereits ein paar Tage verbracht hatten. Auf dem eines seiner Schlösser in Peterhof oder Tzarskoje I Lande gestaltete sich das Leden meines Vaters ein bewohnte. Immer einfacher richtete sich die kaiser- I wenig freier, sind hier konnte er, der es nnrkuch. liche Familie ein, und je weiter von Petersburg I nötig hatte, feine Nerven etwas aus)pannen. Auch entfernt, desto wohler fühlte sie sich. So wurde I in „Kolnoberge" (unserem Gut tm Kownoschen das Schloß in Jalta (Krim) oder noch öfter die Gouvernement) war selbstverstanbllch die sorgfal» Pacht „Stanbart" ihr bevorzugter Aufenthaltsort, tigfte Bewachung vorgesehen, ober mein Vater Das Schloß „Alexandria" unweit des Peterhosschen konnte doch wenigstens frei umhergehen und sogar Großen Palais war, im Grunde genommen, eine I die benachbarten Guter besuchen. Der Polizei war große Villa, und der Salon, in dem die Kaiserin es stets bekannt, wo mein Vater sich gerade aus- Alexandra Feodorowna die Besucher empfing, glich I hielt, er aber ahnte oft siicht. daß sie es wußte, mehr dem Gastzimmer einet kleinen Gutsbesitzerin I und freute sich, ganz unbehelligt zu fern. Ich bottc als dem Empfangsraum der Kaiserin von Rußland. I inzwischen geheiratet, bewohnte mit meinem Man fand dort kaum Platz genug, um die vor- | Manne zeitweilig unser Gut unweit von „Rolno- schriftsmäßige Verbeugung zu machen, und der Un­terschied zwischen diesen Empfängen und denen der Kaiserin-Witwe Maria Feodorowna in Gatschina

Maschinen ohne Mann.

Roman von E. 21. Stein.

22] ---------

Dr. Ruoff blieb einen Augenblick nachdenklich „Es ist merkwürdig — sagten Sie nicht, baß Herr Claaßen auch nur durch einen gewissen Zufall auf bas Schiff geraten sei?"

„Ja, er befindet sich auf einer Geschäftsreise unb bie Firma hat ihm zwecks Beschleunigung der Reise einen

bar, wie vor Jahrzehnten. Hier gibt es noch mel «u verbessern, um die Grundlage für ertragbnngende Rim derzucht fester zu gestatten. Beispiel gibt es genug, bte bie Erträglichkeit einwandfrei beweisen.

Oed- unb Unlanb gibt es nach der Aufstellung ver­hältnismäßig nur in geringerem Umfange. Trotzdem bin ich der Ansicht, daß die Zahl um den groß en Te der Hutungen vermehrt werden muß, da sie durch ben jahrzehntelangen Raubbau völlig verödet und nur mti dem wertlosen Borstengrase bestanden sind.

Haus- und Hof räume haben in ben letzten lo Jahren um 50 Prozent zugenommen. Meines Erachtens mutz hier ein Fehler bei der Zählung unterlaufen (ein, und zwar entweder 1913 oder 1926. Eine derartige Ab­weichung ist sonst kaum zu erklären.

Die Fläche für Wege ist um 230 Hektar größer ge> worben, eine Begleiterscheinung der Verkoppelungen, die den alten Flurzwang aufheben und überall da neue Wege anlegen, wo bisher noch keine lagen.

Wenn mir nun in diesem Zusammenhänge den Ver­gleich zwischen dem Stande von 1913 und 1926 ziehen, so finden wir, daß das Ackerland um 300 Hektar weniger geworden ist. Ich glaube nicht fehl zu gehen, wenn ich angebe, daß diese Fläche in Grünland Übergeführt und für den Wegebau benötigt worden ist. Auch die Forsten haben um 300 Hektar abgenommen; biefer Verlust wird dem Grünlande zugute gekommen sein.

— Die Dividende bei Gemeinschaflsgruppe. Wie wir erfahren, wurden in der Sitzung der Gemeinschaftsdirek. Hon u. a. bie Dividendenfrage für 1927 erörtert. Mit dem Derwaltungsrat ber Gemeinschaftsgruppe Deutscher Hypothekenbanken ist darüber zwar noch keine Füh­lungnahme erfolgt, doch ist vorbehaltlich ber Genehmr- ung des Derwaltungsrates mit einer Dividenden- erhöhungauf9<8) Proz. zu rechnen. Die Bilanz- sitzung ist für Mitte März in Aussicht genommen.

Theater und Musik.

-»» Uraufführung In Saffet. Die in Raffet am Sonntag erfolgte Uraufführung von „Armer Kolumbus , versaßt von Arthur Zweininger, Musik von Erwin Dres- sei, gestaltete sich unter Leitung des Intendanten Legal im Beisein vieler auswärtiger Theaterdirektvren, Regis- (eure unb Pressevertreter mit Viktor Moissi in ber Titel- I rolle, Therese v. Lernheny als Königin und Karl Edhardt

Arbeit konnten bie beiden Leute geborgen werben. Wäh­rend ber eine Bergmann nur Beinquetschungen erlitten hatte, konnte ber anbere, Adolf Heumann aus Walbhau- fen, nur als Leiche geborgen werden.

= Wiesbaden. Zu ber kürzlichen Sensationsnach­richt über die Vorführung eines Apparats zur ® e w i n- nung von Elektrizität aus der Luft von Sachverständigen und Preffevertretern in Wiesbaden er­fahren wir, daß die von dem Erfinder, einem Arbeiter der Wiesbadener Elektrizitätswerke, in Aussicht gestellte Prüfung feiner Apparate durch Sachverständige ber Tech­nischen Hochschule in Darmstadt nicht stattgefunden hat. Ein Sachverständiger, ber vor einigen Tagen Gelegen­heit hatte, die Apparatur zu besichtigen, teill uns mit, daß sie ohne jedes technische Verständnis zusammen- gesetzt sind und daß es damit überhaupt unmöglich ist, Elektrizität zu erzeugen.

= Nastätten. Einem Einwohner brachte der Storch Heuer zum 13male Zwillinge. Don ben vorher- geborenen Kindern leben noch 13.

Aus Oberhessen.

= Marburg. Am 21. b. M. begeht ein bekannter Marburger, Herr Stadtbaumeister a. D. Louis Broeg, seinen 80. Geburtstag. Der Jubilar, der als Marbur­ger Jäger den Feldzug 1870=71 mitmachte, bekleidete das Amt eines Stadtbaumeisters von 1873—1903. In dieser Zett nahm Marburg eine aufsteigende Entwick- tung, an der er regen Anteil hatte. Wurden doch wäh­rend feiner Amtszeit hier neue Stadtviertel im Norden, Osten unb Süden der Stadt angelegt unb zahlreiche öffentliche Gebäude, Schulen usw. errichtet. Auch bie neue Lahnbrücke unb die Schloßanlagen entstanden un­ter seiner Leitung. Herr Broeg ist auch bekannt als einer ber ersten Konstrukteure bes Automobils.

war erheblich.

Dort nahm das Leben seinen gewohnten Lauf: > ____. fl nh,. •

dis Neger am Eingänge, die riesigen Säle, die man m ~t ^ba^ein^ menage^ie auf ^en Büdinger^Markt M durchschreiten hatte, bevor man zu dem eben» I fontc würbe auf ber Landstraße Hanau-Geln- falls sehr geräumigen Salon der Kaiserin gelangte, Raufen von bem ersten Dormittagszug ber Hanauer die unzähligen Diener in Hoflivree — das alles er- Kleinbahn erfaßt und völlig bemofiert. Bei bem tfilterte an die vergangenen Zeiten Alexanders HL, I Zusammenstoß, ber auf das Scheuen ber Pferde zurück- als die demokratischen Ideen noch allen fremd wa- I zuführen ist, erlitt ein Fahrbursche Quetschungen am rech- ren und die kaiserliche Familie sich ihren Unter- ten toer- und Unterschenkel Der Verungluckte wurde tonen nur im vollen Glanze ihrer Macht zeigte. An nach Hanau verbracht Das Pferd erlitt eine tiefe Fletsch- diese Zeiten gemahnte auch das leer und verödet I wunde über dem rechienAuge. .

stehende Winterpalais, wo Abend für Abend in je- — Aschaffenburg.Die D l u t t a t arnerste dem der gewaltigen Säle nur eine kleine elektrische ^^e^Anf Burschen von dort Legen gefährlicher Lampe brannte und bte Bilder der ver torbenen Körperverletzung angeklagt. Eine große Anzahl Zeugen Herrscher, der Thron im großen Thronsaal und die roar geladen. Der Zuhorerraum war überfüllt. Das Sessel mit ihren weißen Ueberzügen gespensterhaft I Urteil lautete für die beiden eigentlichen Anstifter und wirkten. Obwohl noch die Monarchie herrschte, hatte Rädelsführer auf je zehn Monate, für den Haupttäter auf acht Monate und für zwei Mitangeklagte und Be­teiligte auf je zwei Monate Gefängnis.

— kahl. Der 53jährige Monteur Träger, ein Da­ker von sieben unversorgten Kindern, wurde bei einem Tanz auf einem Maskenball plötzlich vorn Herzschlag getroffen und war sofort tot.

= Kassel. Nach einer Mitteilung des Preußischen Landtags soll ein Antrag vorbereitet werden, der eine Erhöhung der staatlichen Beihilfen für die Kasseler Sammlungen bringen soll. Dieser Antrag wird bei der Beratung des Etats für Kunst und Wissenschaft zur Abstimmung kommen.

= Melsungen. Der Minister für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung und der Finanzminister haben dem Antrag, Die Melsunger Kreisschule als Re- formgymnasium aufzubauen, entsprochen.

als König zu einem großen Erfolg. Die Bühnenbilder von Lothar Schenk und v. Trapp vom Landestheater ht Darmstadt trugen dazu bei, die trefflich vorbereitete Aus­führung abzurunden. Derfaffer, Komponist, Intendant und die Kapellmeister Reuß und Dr. Paukt, mußten sich wiederholt dem Publikum zeigen.

Kunft und Literatur.

— lob eines Berliner Porträtmalers. Der Por­trätmaler Professor Rudolf Schulte im Hof e ist an einem Herzschlag plötzlich verschieden. Der Künstler, der kürzlich erst, am 9. Januar, sein 63. Lebensjahr vollen­det hatte, gehörte feit langen Jahren zu ben angesehen­sten Mitgliebern ber Berliner Malerzunft.

wissenschaftliches Institut verbrannt.

Im pythopathologlschen Institut in Liste (Hol­land), in dem auch das Laboratorium der land- wirtschaftlichen Hochschule zu Dageningen unter- gebracht war, brach ein Brand aus, durch den der größte Teil des Gebäudes zerstört wurde. Dr Sachschaden wird auf rund 200 000 Gulden ge- schätzt. Die Bernichmng zahlreicher Präparate und anderen Materials hat das Ergebnis zehniah- riger wissenschaftlicher Arbett zerstört.

Bei einem verheerenden Feuer, Das ein Fabrik- gebäude in South-Acton (England) heimsuchts. wurde ein Schaden von 50000 Pfund Sterling an- I gerichtet, lieber hundert Arbeiter sind durch den Brand erwerbslos geworden.

Das Kulturartenverhältnis, worunter man bie De- 1 Gemeinde befindet. Er nimmt bie hoher gelegenen Rup- nukunasart bes Bodens versteht, ist in ben einzelnen pen ein unb fangt bas Wasser aus, wodurch die reißende Testen des deutschen Vaterlandes wesentlich verschieben. 1 *>- ^hrnrhl*n m,rh: aber er es

Diese Verschiedenheiten können beruhen auf bem Klima, auf ber Höhenlage, auf ber Bodenbeschassenheit, auf ber Sage zu ben Absatzmärkten u. a. Entsprechend dem Vor­herrschen ber einzelnen Kulturart sprechen wir vom Weibe-, Ackerbau- ober Waldgebiet, ohne dabei die fei­neren Abtönungen zwischen ben einzelnen Kulturarten

\ Pfirsichzarten Teint

J NIVEA-CREME

V Beseitigt «ofort Sprödigkeit und Röte.