Fuldaer Zeitung
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Aus alledem ersieht man, wie den Sozialdemokraten der Schrecken in die Glieder gefahren ist darüber, daß Dr. Wirth mit dem in der Tat verhängnisvollen Geist des wirtschaftlichen Sozialismus sich auseinandersetzt. Und doch ist es nicht das erste Mal, daß Dr. Wirth in diesem Sinne sich äußert, nur haben die Sozialdemokraten bisher immer wieder das übersehen und aus taktischen Erwägungen heraus wenigstens nach außenhin so getan, als könnten sie Dr. Wirth für ihre Auffassung auch noch reklamieren. Die Rechtspresse hat diesem Glauben dadurch Vorschub geleistet, daß sie in ihrer unsachlichen Einstellung gegenüber Dr. Wirth immer wieder das gehässige Wort von dem „katholischen Sozialdemokraten" gebrauchte, weil sie niemals begriffen hat, welchen Sinn das ganze politische Ringen Dr. Wirths eigentlich hatte.
wehrleute Brand- und Schnittwunden und ein Mann eine Gasvergiftung. Der Anstreicher, der angeblich den Brand verschuldet haben soll, wurde bei seiner Vernehmung ohnmächtig, so daß bis zur Stunde die Entstehungsursache nicht einwandfrei festgestellt werden konnte.
schiedenen Innenräumen brannte es noch weiter, doch sind alle Vorkehrungen zur gänzlichen Ab- schnürung des Feuers getroffen. Das Militär konnte mittags vom Brandplaß zurückgezogen werden Bei den Löscharbeiten erlitten neun Feuer-
front über. Die Arbeiten der Feuerwehr waren durch Wassermangel sehr erschwerL Zu den Lösch-, Sicherungs- und Räumungsarbeiten wurde auch Militär lierbeigerufen. Die Mansarden des Stockwerks, in dem der Brand ausgebrochen ist, waren unbewohnt. Auch von den übrigen Hotelgästen ist, soweit bisher bekannt, niemand zu Schaden ge- kommen. In der Hauptsache konnte der offene Brand mittags eingedämmt werden. Rur in ver-
* Der tzotelbrand in Salzburg. Zu dem gemeldeten großen Brande im Hotel „de l'Europe" in Salzburg wird noch berichtet: Das Feuer brach im obersten Teil des Mitteltrakts vermutlich durch unvorsichtiges Hantieren eines Anstreichers mit einer Lötlampe aus und griff rasch auf
Sentrumsoerfammlungen
Zwecks Neubelebung der Parteiorganisation im Kreise Hünfeld:
Sonntag, den 12. Februar 1928,
nachmittags 3% Uhr in Wölf in der Gast- wirffchaft Wilhelm Hodes.
abends 7% Uhr in Eiterfeld in der Gastwirtschaft Wilhelm Hodes.
m3u diesen Versammlungen sind die Zentrumswähler und -Wählerinnen der betr. Orte und der näheren Umgebung dringend eingeladen.
Bevor Sie
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eilte auf sie. Auf Lydias Bitte hin erklärte er ihr die Maschinen und die Kräfte, von denen sie bewegt wurden, soweit ihm selber dies bekannt war, und Lydia stand nachdenklich und sah dem Gang der Maschinen zu, der fast lautlos zu nennen war. Dann blickte sie zu Claaßen auf und sah ihm klar ins Auge.
„Kamen Ihnen Ihre Kenntnisse im Maschinenbau zugute bei dem Studium dieser Maschinen?"
„Zweifellos. Wäre ich völlig Laie gewesen, so hätte ich mich nie und nimmer in diesem Gewirr zurechtfinden können. Auch setzt noch ist mir vieles ein Rätsel, und es wird Tage, vielleicht Wochen brauchen, ehe ich die Maschinen nur einigermaßen beherrsche."
„Also mit einer so langen Zeit rechnen Sie noch?"
„Der Sturm kommt uns natürliche wenig zustatten. Soweit ich beurteilen kann, kommt er vom offenen Meer. Da mir ihm entgegenfahren, fahren wir in diesem Augenblick auf das offene Meer hinaus, das heißt, wir entfernen uns mehr und mehr von der Küste und von den Häfen, die natürlich unser Ziel sein müßen. Wolle Gott, daß der Sturm nicht allzulange dauert."
11. Kapitel.
Der Sturm wütete die ganze Nacht. Zwar konnte er dem Schiff nicht viel anhaben, aber eine andere Folge, die man nicht vorhergesehen hate, trat ein.
Am Morgen stand die Sonne strahlend am Himmel. Sie leuchtete auf ein anscheinend in seinen Tiefen aufgewühltes Meer. Grasgrün war seine Oberfläche. Hoch gingen noch die Wogen, aber es konnte nicht mehr lange dauern, und sie mußten sich sänftigen. Schon waren die Bewegungen des Schiffes merklich ruhiger geworden.
Wenn man eine Panik unter den Passagieren befürchtet hatte, so waren diese Besorgnisse unbegründet gewesen. Die meisten von ihnen lagen in ihren Sabinen, und die meisten kamen weder in der Nacht, noch am folgenden Morgen zum Borschein. Sie waren krank, waren unfähig, sich zu rühren, unfähig, Nahrung zu sich zu nehmen. Nun erst kam man darauf, welches Unheil entstehen konnte, daß das Schiffspersonal bei seinem heimlichen Entweichen nicht nur die Offiziere und Mannschaften, sondern auch die Schiffsärzte hin
weggeführt hatte. Die Listen der Passagiere wurden daraufhin durchgesehen, ob sich ein Arzt unter ihnen befand. Einen einzigen entdeckte man, Dr. Ruoff. Man suchte ihn überall, ohne ihn zu finden. Schon kam man auf den Gedanken, bei Claaßen, seinem Kabinennachbarn, nachzufragen, und es ergab sich, daß es der Arzt war, der am Steuer stand und das Schiff die Nacht hindurch so trefflich geführt hatte. Sofort wurde ein Ersatz für ihn beschafft, und er wurde gebeten, sich der Passagiere anzunehmen. Sibylle erbot sich, ihn als barmherzige Schwester zu begleiten.
Das erste war, baß Dr. Ruoff die Schiffsapotheke in Augenschein nahm. Zum Glück fand er alle Medi- kamente vor, denen er zu bedürfen glaubte, und auch in reichlichen Mengen, sodaß von dieser Seite her nichts zu befürchten war. Dann legte er einen der vorhan. denen weißen Arztmäntel an, gab auch Sibylle einen solchen und suchte die Paflagiere auf.
Die meisten Fälle waren leicht. Einfache Fälle von Seekrankheit, die bald zu beheben waren. Zwar jammerten viele der Passagiere laut, aber auf den Zuspruch des Arztes hin beruhigten sie sich bald. Arn schwersten war die Baronin zu behandeln. Sie glaubte alle mög- lichen Krankheiten zu spüren, fühlte bald da, bald dort einen Schmerz, und hätte es offenbar am liebsten ge- sehen, wenn der Arzt bei ihr geblieben und sich um di, andern nicht gekümmert hätte. Sie umklammerte form, lich seine Hände und Arme, und Dr. Ruoff mußte sich fast mit Gewalt larreißen.
Dafür aber verweilte er um so länger bei ihrem (Satten. Der Baron lag still auf feinem Bett, halb ange- kleidet, sprach kaum etwas, hielt die Augen meist geschlossen, fein Gesicht sah wächsern aus, und auf seinen Wangen brannte ein rotes Mal.
Der Arzt machte eine sehr ernste Miene, fühlte den Puls, suchte den Kranken zu erwecken und anzuregen, doch ohne Erfolg. Sobald er ihn nur anrührte, zuckte er zusammen und stöhnte leise — ein Zeichen, daß er Schmerzen hatte. Er maß die Körpertemperatur, stand dann kopfschüttelnd vor dem Bett und sagte: „Wenn mich nicht alles täuscht, haben wir hier einen schweren Fall."
(Fortsetzung folgt).
Ihr besonderes gewerkschaftliches Organisationsinteresse hindert Sie noch, dies in irgendeiner Weise anzuerkennen. Aber es wird immer mehr zu einer Selbsttäusch- ung. Sie werden erzürnt sein, wenn ich so etwas aus- spreche, und doch muß ich es sagen, gerade weil ich die bestehenden Partei- und Gewerkschastsschranken nicht als das letzte Formungsideal unseres Volkes anerkennen kann. Für mich war die letzte Parteitagung des Zentrums ein unerhört inneres Erlebnis. Das soziolo- gische der Zentrumsstruktur will alle Bande politischer und anderer Art von innen heraus sprengen. Noch gibt es äußere technische Hemmungen, aber schon zweifle ich, ob sie aushalten werden."
Hierzu sagt der „Vorwärts":
„Rechter Hand, linker Hand — alles vertauscht! Wirth, der für die Rechtspresse längst nichts anderes mehr als „der Sozialdemokrat im Zentrum" ist, Wirth stellt sich mit erhobenen Armen vor Stegerwald und beschwört ihn, nicht „in die Anschauungsweisen des wirtschaftlichen Sozialismus" zu verfallen!
Wir halten diese Mahnung Herrn Stegerwald gegenüber für ganz überflüssig. Andererseits wollen wir die Hoffnung nicht aufgeben, daß Herr Wirth, der zwei- fellos ein mutiger Republikaner und ein sozial denkender Mann ist, sich eines Tages auch das Grauen „vor den ^Anschauungsweisen des wirtschaftlichen Sozialis- mus abgewöhnen wird. Seine Verwirkung können wir uns nur aus der Erschütterung erklären, die ihn,
M 55.
Samstag, 11. Februar 1928.
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den atten Zentrumsmonn, angesichts der offenbaren I das Dachgeschoß der etwa 6 Meter langen Garten- Zerfallserscheinungen seiner Partei ergriffen hat." I r - -• - - H
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„3a, ich habe dich und ich habe Czerny — ich muß mohl zufrieden sein." Sie trocknete ihre Tränen, bann aber sprang sie plötzlich auf. „Und doch fehlt mir etwas, was Ihr beide nicht versteht! Beide nicht! Auch du nicht! Entsinnst du dich noch des Festes, jenes Festes vor diesem schrecklichen Tage? Ach, es liegt erst so kurze Zeit zurück, und doch will es mir scheinen, als läge eine Ewigkeit dazwischen, und als wären wir alle andere geworden inzwischen. Da, da, meine liebe Sibylle" — sie trat zu ihr hin und legte den Arm um sie — „da hast vielleicht auch du etwas verspürt."
Sibylle wurde feuerrot.
Lydia ließ sie los. Sie sprach leichthin: „Vielleicht allerdings auch nicht. Zwischen mir und dir, glaube ich, ist doch noch ein Unterschied. Und nun topun: nun gehen wir in das Unwetter hinaus! Ich habe es mir längst gewünscht. Ich will einmal die Himmelsgewalten um mich rasen sehen und wissen, daß ich auf einem schwankenden Schiff zwischen ihnen stehe, einem Schiff ohne Mannschaft, ohne Steuermann, ohne Kapitän. Siehst du, wie mein Wunsch in Erfüllung gegangen ist? Aufregenderes kann man sich doch wohl kaum denken! Ach ja, über einem Abgrund tanzen wir, über einem Abgrund! Und wenn er uns verschlingt — nun, so bat eben alles ein Ende."
®ie erraffte ein Tuch, warf über Sibylle ein zwei- tes- unl) sie verließen die Kabine.
Das Deck nAr fast menschenleer. Der Sturm rüttelte an den Fenstern und heulte um die Schornsteine. . furchtbarer Regen prasselte nieder, Blitze zuckten ringsumher, und kaum waren die Donnerschläge zu vernehmen bei dem Brüllen des Meeres und dem Toden des Sturmes. Das Schiff widerstand tapfer, zwar ging es auf und nieder und legte sich bisweilen leicht auf öic Seite, aber im ganzen war es offenkundig, daß ber Sturm ihm nicht zuviel anhaben konnte. Zu gi- gantisch waren seine Ausmaße, und wohlüberlegt war seine Konstruktion.
Claaßen hatte sich von dem Führerstand im Ma- schmenraum aus gerade mit der Steuerung in Verbindung gesetzt und erfahren, daß dort alles in Ordnung sei, als er Lydia und Sibylle in den Maschinen- raum eintreten sah. Er verließ sofort seinen Stand und
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Sibylle klopfte an Lydias Tür. Niemand antwortete Da druckte sie auf und trat ein. Lydia saß auf ihrem kleinen Sofa vor dem Kabinentisch. Sie hatte die Arme aufgestützt und barg den Kopf in ihren Händen Als Sibylle eintrat, hob sie den Kopf, und die Eintretende sah in ein tränenüberströmtes Gesicht.
„Lydia!" rief Sibylle und eilte zu ihr.
Spba antwortete nicht. Sie barg den Kopf wieder in ihren Händen und Sibylle fühlte, als sie den Arm um sie legte, wie ihr Körper in leisem Schluchzen erbebte.
„Lydia, du bist so sonderbar seit einiger Zeit. Willst bu mir nicht sagen, was dich drückt?"
Lydia sagte leise: „Ich weiß es ja selber kaum."
... Nach einer Weile fügte sie hinzu: „Ich glaube — ich suhle mich ja so verlassen, so grenzenlos verlassen — — Weißt bu, was es heißt, eine Waise sein?"
Sibptte sagte leise: „Ich habe ja doch auch keinen Vater mehr.
„Aber eine Mutter. Und bann — hast bu dich felbft. Ich aber bin das Iagdwild all derer, die mich kennen — ich ich habe Rücksicht zu nehmen auf alles Mögliche. Ich — ich gehöre mir selbst nicht mehr. Ein jeder glaubt etwas von mir fordern zu können mit Rücksicht auf — Doch wer weiß, ob du bas verstehst."
„Aber Lydia, liegt denn nicht alles nur an dir? Wer ist denn so selbständig wie bu, wer ist wie du dein eigener Herr?"
„Meinst du, das ist so angenehm? Ach, ich wollte mich unterwerfen, ich wollte gehorchen — ich wollte dienen. - Manchmal möchte ich in bie ^che gehen unö sagen: Da bin tdj,befet)lt mir, kommandiert, nehmt meinen ganzen freien Willen hin, laßt mir nichts davon - nur eines, eines laßt mir: mein Herz! Und laßt mich nicht so grenzenlos verlassen sein!"
„Aber Lydia, hast du denn nicht mich? Sind wir denn nicht schon feit frühester Jugend wie Schwestern »in Herz und eine Seele?" '
„wohin, Joseph Wirth?"
Unter diesem Titel wendet sich der „Vorwärts" argen Reichskanzler a. D. Dr. Wirth, der in einem Artikel unter dem Titel: „Wohin, Freund Im- husch- Zu den letzten Vorgängen innerhalb des Zentrums, namentlich zu der Taktik der christlichen Arbeiterführer Stellug nimmt. In diesem Arti- kel wendet sich Dr. Wirth gegen den in der letzten Zeit bei den christlichen Gewerkschaftlern hervortretenden Gegensatz zu den Intellektuellen, den Akademikern, den Politikern, die nicht gewerkschaftlich gebunden sind. Die Gewerkschaft- lern wollten als Gewerkschafter Partei und Politik dirigieren. Sowohl Stegerwald als Jmbusch verzichten darauf, innerhalb des Parlaments die parteipolitische Konsequenz aus ihren Koalitions- erfahrungen zu ziehen, sie zögen sich vom Politischen auf das Gewerkschaftliche zurück. Wenn die Zentrumspartei ein Instrument der Gewerkschafts, bewegung werden solle, dann läge darin ein Ansatz zur Beseitigung der politischen Demokratie. Im- dusch und Stegerwald seien auf dem Wege in die Anschauungsweisen des wirtschaftlichen Sozialismus. Das Ueberbetonen der gewerk- fchastlichea Aspirationen im Politischen sei mit ge- wissen syndikalistischen Gedankengängen nicht gänzlich unverwandt.
Der Vorworts" ist auf das Aeußerste betrof- fen darüber, daß Wirth von dem „Wirfschaftsso- zialismus" und gar von „Syndikalismus" spricht. Die betreffende Stelle in dem Wirth-Artikel lautet folgendermaßen:
„Sowohl Stegerwald wie Jmbusch verzichten darauf, innerhalb des Parlaments bie parlamentarisch, politische KonfequeiH zu ziehen, sie ziehen sich vom Politischen I?“Lba9m®MD€rfftf>aftIt$e zurück. Nur so ist auch ihre heftige Polemik gegen Marx und Köhler in Verbindung mit ben unerhört groben Briefen, bie in die- fer Sache gewechselt worden sind, zu begreifen. Ich kann aber hier bie Bemerkung nicht unterdrücken, baß dieser Verzicht auf parlamentarische Konfeguenzziehung, di-fes Ueberbetonen der gewerkschaftlichen Aspirationen im Politischen, eine Tendenz in sich trägt, bie mit gewissen syndikalistischen Gedankengängen nicht gänzlich Unverwandt ist. Wenn die Zentrumspartei ein In- strument der christlichen Gewerkschaftsbewegung wer- ben soll, dann liegt darin ein Ansatz zu Beseitigung der politischen Demokratie, es wird dann versucht zur Durchführung zu bringen, was die radikalsozialistischen Kreise gerne mit dem in sich widerspruchsvollen Begriff der »Demokratie der Arbeiterklaffe" gekennzeichnet ha- ben. Wir haben zwar dann einen Parlamentarismus, aber einen unbemokratrschen. Sind sich die Herren Im- busch und Stegerwald solcher Konsequenzen ihrer einseitigen gewerkschaftlichen Haltung bewußt?"
Dazu sagt der „Vorwärts" u. a. folgendes: ' „Unter Syndikalismus verstehen wir eine Richtung, die darauf ausgehet, den Staat durch Anwendung ge- werkfchaftlicher Kampfmittel, wie des Generalstreiks, um ter den Willen der Arbeiter zu zwingen. Das Streben der christlichen Gewerkschaften nach erhöhtem Einfluß m der Zentrumspartei hat aber mit einer solchen Richtung nicht das Geringste zu tun. Es verstößt auch nicht gegen bas Wesen ber Demokratie, ba sich in einem Ar- beiterftaat wie Deutschland die Form ber Demokratie auf dem regulären Weg der Wahlen schließlich mit dem Inhalt der Arbeiterdemokratie erfüllen muß
Selbst wenn Dr. Wirth die Entwicklung im Zen- trum richtig sehen sollte, fo würden die Gefahren, die et furchtet, nicht bestehen, weil links von den christli- chen Gewerkschaften bie große sozialdemokratische Par- steht, deren Ziele weit über den gewerkschaftlichen ^aqeskamps hinausgreifen. Sollten also just die christ- <roeL@m>erff*aften «nes Tages vergessen, daß ber
C 0Dn höherem lebt, als von Brot allein — bie erinnern!" eite^^i Iinf5 Don $nen würde sie daran . besonders hak es aber dem „Vorwärts" der Schlußappell Dr. Wirths in seinem Artikel angetan, der folgendermaßen lautet:
^rren! Sie sind auf dem Wege in bie An- Ichauungsweisen des wirtschaftlichen Sozialismus. Nur
Taaen vor Sonn. u. Feiertagen von 4-6 Uhr abends. Kornmunion-AuStla.: An Werktagen vor und nach dem Gottesdienst, an Sonn» u. Feiertagen auch im Hochamt.— Sobtiität Morgens um 6 Uhr Generalkommunion. — $e»eriftir»e. 7 hl. Messe. 8 Oberrealschulgottesdienst. — St. Sturmius-Pfarrkirche. V«8 Kommunion • Austeilung. */i8 Uhr Frühmesse mit Predigt. Komm, ber Jünglinge und der Kinder des 7. Schuljahres. V,10 Hochamt mit Predigt. »'«11 Christens. Um V,2 Segensandacht. Gelegenheit zur hl. Beichte ist Samstag und Sonntag Morgen von 6 Uhr an, Samstag Nachmittag Beicht» aeleaenhekt ab 4 Uhr. — klbleikirche der Benediktinerinnen. Sonntaos 6 Uhr Konventamt, nachmittags 3 Uhr Vesper; werktags 6 Uhr hl. Messe, l/«9 Uhr Konventamt, nach, mittaas 3 Uhr Vesper. — Her; • Jefu - Beim. VormfttagS um 9 Uhr Hochamt und Prediat. Nachmittags 2 Uhr Seaensandacht. Werktags 7 Uhr hl. Meße. Mittwoch abends 8 Uhr SegenSandachL — zriedhokkapelle am Zranzoienwäldchen. Sonntag: 6V« hl. Messe mit Ansprache und Komm.-AuStlg. Werktags: '/,8 Uhr hl. Meffe mit Kommunion. Austeilung. — Stauenberg. HI. Messen von 5 bis 7 Uhr. 8 Sing, weffe mit Predigt und liturg. Gebeten, S Sebitenamt toegen der Feier des Jahrestages der Krönung unseres Hl. Vaters PiuS XI. mit Vredigt. Nachm. um 2 Uhr feiert. Vesper mit kurzer Andacht und fairem. Segen.
Reuenberg. ’/,9 Uhr Amt mit Predigt. — lebnett. 8*/« Uhr Amt mit Predigt. — Dieterrhan. 10 Uhr Amt mit Predigt.
Mittwoch, 18. Februar. $rauenberg. Fest des fei. Andreas von Konti, Bekenner vom 1. Orden. Ablaßtaa. Vierteljährige Gedächthisfeier für die ber. ftorbenen Mitglieder, Verwandten und Wohltäter deS Franziskanerordens. Um 7 Uhr feierliches Requiem.
Evangelischer Gottesdienst.
Sonntag, 12. Februar. Znlda. Vorm. 9V, Uhr Snp. Ruhl. 11 Uhr Kindergottesdienst. Abends 6 Uhr Pfr. Weber. Amtswoche Snp. Ruhl. — Großenlüder. 9'/, Uhr Pfarrer Weber. — Bieberftein. Vorm. 9V« Uhr Pfarrer Dr. Fritsch.
Dienstag, 14. Februar. $ulba. Abends 8 Uhr Kirchenchor.
Mittwoch, 15. Februar. Fulda. Abends 8 Uhr Bibelstunde.
Lvangel. landerkitchl. Gemeinschaft, $ulba, Butttarftr. 17.
Sonntag, 12. Febr., abends 8 Uhr Evangel'isations. Vortrag: .Das. Leben Lot's-. Prediger Beiderwieden Dienstag abend um 8V« Uhr Bibel- und Gebetstunde. Es isijedermann herzlichst eingeladen.
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Sonntag, den 12. Februar. Jahrestag der Krönung Sr. Heiligkeit des Pa psteS PiuS XI. ® LCJ ! e kür den H l. Vater. $ul6a. vorn. 1. Berchtgelegenherten sind: SamStaa morgens bon */>6 Uhr ab; nachmittags bon 2—3 für Kinder; bon
—7 und bon V,8 Uhr ab für Erwachsene; Sonntag morgens von */s6 Uhr ab. 2. SonntagSgottesdienste: ’/i6, 6, */i7 und 7 Uhr hl. Messen mit Gelegenheit zum Empfang der hl. Kdmmunion. »/.7 hl. Messe und Komm, für den Jugend, und Jungmänner-Verein in der Marienkapelle. 8 Uhr Pfarramt mit Prediat und Komm, der Kinder deS 7. Schuljahres. V,10 Pontifikai- amt mit Ansprache und Te Deum. »All Christenl. der Jünglinge. V«12 letzte hl. Messe mit Prediat. */,2 Andacht zum hl. Herzen Mariä. 2 Uhr Christenlehre für die Jungfr. 4 Predigt und Andacht mit Segen. 6 Herz-Mariä-Bruderschaft mit Seaen in der Kapelle. 3. WerktagSaottesdienste: Jeden Morgen von V,6—7 Uhr halbstündlich hl. Messen mit Austeilung der hl. Kom. *A8 Uhr Pfarrvottesdienst mit hl. Kommunion. 9 Uhr letzte hs. Messe mit Austeilung der HI. Kommunion. Montag 5 Uhr ValentinuS-Andacht mit Segen. Diens- tag, Fest des hl. Valentinus. voll!. Ablaß. Montag abend nach der Andacht und Dienstag früh Beichte. — Stadtpfarrkirche. Gelegenheit zum Beichten: Samstag nachmittags von 3—7, 7V.—8Vi, Sonntag früh von 5V,—'7 Uhr. Sonntagsgottesdienste: 5'/« Uhr hl. Messe und Komm, der Dienstmädchen. 6V« hl. Messe und Komm, der Jünglinne. 8 erster Schulgottesdienst, Predig, und Komm, des 7. Schuljahres. 9V. Pfarramt und Pred., am Schluß Te Deum und Segen. 11 zweiter Schul- gottesdienst und Pred. 9*/« Andacht für die Jünglings, fobalität in der Severikirche. IV, Christenl. der Jungfr. 21/, Bruderschaft von der Todesangst des Herrn. 4 Uhr nachmittags Andacht für die Dienstmädchenkongregation in der Severikirche. Die hl. Kommunion wird von 5V,—7V, jede halbe Stunde gespendet, außerdem um 8V, und 9'/« Uhr. Werktagsgottesdienste: Um 6Vt, 6V«, 7*/« und um 8V, Uhr. Von Mittwoch an beginnen die Werktagsgottesdienste eine halbe Stunde früher, also um 6, 6V,,_7Va und um 8 Uhr. Mittwoch, Freitag, Samstag früh 6 Beichte. Freitag 5 Segensandacht. — Pfarrkirche zum heiligen Seist. 7 Uhr Frühmesse mit Ansprache und Komm, der Jünglinge. 8 Uhr Hochamt mit Predigt, Komm, der Schulkinder des 7. Schuljahres, Te Deum und hl. Segen. Vdl Kindergottesdienst und Ansprache. V,12 Christenlehre der Jüngl. 5 Andacht. Mittwoch, den 15. Februar, um 5 Uhr Andacht.
I An den Wochentagen täglich V«7 Uhr eine hl. Messe. Gelegenheit zum Beichten ist: An allen Wochen. tagen eine halbe Stunde vor dem Gottesdienst, an den
Maschinen ohne Mann
f ' Roman von E. A. Stein.
Drei Skiläufer Opfer einer Lawine.
Am Donnerstag nachmittag gegen 1 Uhr ging am Nordhang des Trittkopfes bei Zürs (öorol- berg) eine große Lawine nieder, wodurch vier Skifahrer, und zwar Werner Meyer und seine Frau aus Hamburg, Fräulein Leni Moritz aus Hamburg und Walter Kuhrtz aus Halberstadt verschüttet wurden. Die genannten Personen waren ohne Führer und wurden während einer Rast von der Lawine mitgerffien. Werner Meyer arbeitete sich selbst aus der Lavine heraus, während die anderen drei Personen von der aus Zürs angelangtsn Rettungsexpedition gegen 4 Uhr nachmittags nur noch als Leichen geborgen werden konnten. Werner Meyer und die drei Toten wurden gegen Abend nach Zürs gebracht.
* Der hein-prozeß findet in Soburg stakt. Wie uns aus Koburg geeldet wird, ist Hein, dessen Hauptvernehmung begonnen hat, geständig; er leugnet seine Verbrechen nicht. Hein wurde von Staatsanwalffchaftsrat Dr. Pfeiffer aus Jena vernommen. In den nächsten Tagen trifft auch ein Staatsanwalt aus Plauen ein. Wie das „Kobur- ger Tageblatt" hört, wird wahrscheinlich nur ein Kronprozeß, und zwar in Koburg stattfinden, da die Thüringer Behörden auf eine Abtretung Heins verzichtet haben sollen.
Theater und Musik.
= Uraufführung des 2. Teiles des wellkriegssilmes. Am Donnerstag fand in Berlin im UFA-Palast am Zov die Uraufführung des 2. Teiles des Weltkriegsfilms statt, der unter dem Titel „Des Volkes Not!" die Zeit von 1915 bis Ende 1916 behandelt. Diese Zeit umschließt die Angriffe der Mittelmächte an der Ostfront, die Ab- wehrschlachten in der Champagne, den deutschen Angriff auf Verdun und die Abewrhschlachten an der Somme.