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Nr. 35.

Zuldaer Seliung (Amtliches Kretsblatt).

Samstag, 11, §ebruar 1928.

Begebenheiten ans aller Welt.

Das Fernsehen über den Ozean.

Die Bilder eines Mannes und einer Frau, die vm Mittwoch abend in einem Londoner Labora­torium vor einem „elektrisches Auge" genannten Apparat für Fernsehen saßen, konnte eine Gruppe von Personen beobachten, die sich in einem bunt- len unterirdischen Raum in Hartsdale (Staat New Dort) befand. Die Beobachter vermochten die Kopfbewegungen der in London sißenden Per­sonen roahrzunehmen, obwohl die Bilder nicht sehr scharf waren. Das Experiment des Fernsehens über den Ozcan ist also zum ersten Male geglückt. Das Ergebnis wurde mit einem schwachen Strom erzielt, was die Hoffnung rechtfertigt, daß das überozeanische Fernsehen verbessert werden kann und so deutlich werden wird, wie das Fernsehen bei nicht allzuweiten Strecken.

* Aufsehenerregender Selbstmord eines bekam»- len Wiener Bankiers. Der Mitinhaber des Wiener 'Bankhauses Nagel L- Wortmarm, Robert Wort- »nann, Vtzepräskdent der Wiener Börse, hat Selbstmord durch Erhängen verübt. Wortmann soll infolge verfehlter Spekulationen m Aktien der Friedrich Krupp A.-E. Berndorf die Depots sei­ner Kunden angegriffen und Effekten im Werte von etwa 7 Millionen Schilling veruntreut haben. Der Verband. der Oesterreichischen Banken und Bankiers trat in später Nachtzeit zu einer Sitzung zusammen, um Maßnahmen zu beraten, durch die die Wiener Börse vor den Folgen des katastropha­len Zusammenbruches bewahrt bleiben soll. Der Selbstmord erregt in Oesterreich das größte Auf- sehen. Wortmann hat vor seinem Tode vemn» treute Beträge im Werte von etwa 100 000 Dol­lars als Hypotheken auf seinen Häusern sicherge­stellt.

* Die Steglitzer Schülertragödie vor dem Schwurgericht. Vor dem Schwurgericht des Land- gerichtes 2 in Berlin begann am Donnerstag unter Vorsitz des Landgerichtsdirektors Dr. D u st der Prozeß gegen den Oberprimaner Paul Krantz, der beschuldigt wird, gemeinsam mit dem Primaner Günther Scheller am 28. Juni v. Js. den Kochlehrling Stephan erschossen zu ha­ben. Sowohl von der Verteidigung, als auch von der Staatsanwaltschaft sind zahlreiche Sachverstän. dige und Zeugen geladen. Der Andrang des Pub- Aums ist außergewöhnlich stark.

Stürme und Unwetterschäden.

Großer Erdrutsch in Norwegen. — Die Bahnver­bindung Oslo-Bergen unterbrochen.

Am Mittwoch erfolgte 26 Meilen von Bergen entfernt ein großer Erdrutsch, der die Eisenbahn­verbindung Oslo-Bergen unterbrach. Im Laufe der Nacht und des Tages hat sich die Lage ver- fchKmmert; es ereigneten sich eine Reihe weiterer Erdrutsche, die viele Brücken der Eisenbahnlinie teils zerstörten, teils beschädigten. Auf dem Hoch­plateau sind große Schneemassen niedergegangen. Die Bahnverbindung mit Bergen ist unterbrochen. Der Direktor der Staatsbahnen erklärte, es han­dele sich um die schlimmst« Katastrophe, von der die Bergen-Bahn bisher heim- gesucht sei. Das Unwetter hat sich nicht auf das Gebiet von Bergen beschränkt. Auch der südlichere Teck Norwegens wurde von einem starken Sturme hermgesucht. Hier find ebenfalls an verschiedenen etenen Erdrutsche eingetreten. In der Ge- memde Balestränd wurden heut« durch einen gro­ßen Erdrutsch drei Wohnhäuser und eine Reihe klemerer Gebäude zerstört. Der Besitzer eines Hau­ses, ferne Frau und drei Kinder sind wahrschein- lech umgekommen. Von der Küste laufen Nach- richten über verschiedene Schiffsunffäll« ein.

3»ei Dampfer im Sturm gestrandet.

An der Ostseeküste in der Nähe von L e b b a ist am Donnerslagfrüh der Dampfer „Maria Theresia von Huelva (Spanien), mit einer 5i3lanbung nach Danzig unterwegs, aufgelaufen. Dre „Maria Theresia" sandte „S. O. S."-Rufe aus,

vekr.: SnfetnaHonale Automobll-Ausstelluna Amsterdam.

Ueber die obenbezeichnete Veranstaltung ist in der -B-Z vom Dienstag, den 31 Januar 1928,

rin Bericht des betannlen Fachschrlsistellers John R^endaal erschienen, helfen Einleitung wir hier wiedergeben.

Hollands-Aulo-Schau!

Das Glanzstück der Nutzwagenabteilung, die in einem »und 3000 Quadratmeter messenden Seitenflügel der fioHe gesondert un'ergebracht ist, stellt Büssing mit seinem drei- achstgen Nied.rrahmen.Omnibuechassis vom Ino VI GLn aus. Es ist ein gleiches Ehassis, wie das des 80 Per­sonen fassenden Rielenbusses der Aboag, der zurzeit aus der Linie Westend-Zehlendori verkehrt. d

Ais Berliner konnte ich zu meiner Freude beobachten wie sich die Scharen der Be|ucher und Interessenten den ganzen Tag bis abends spät um dieses Meister stück deutscher Ingenieurtunst und Nutzwagentechnlk drängten und die glänzend durchgebildete Konstruktion mit ihren vielen interessanten Einzelheiten mit größtem Interests betrachten.

bie auch von ber Seewärts Swinsmünbe auf ge­fangen wurden. Ueber bas Schicksal der Mannschaft fft bisher nichts bekannt. Die „Maria Theresia" ist ein Opfer des Sturmes geworden, ber außer­halb ber Danziger Bucht auf ber Ostsee herrscht.

Der hollänbische Regierungsbamp- fer „Zeemeeuw" kenterte bei einem Sturm an ber Küste von Java. Neun Mann ber Be­satzung ertranken, 30 wurden gerettet.

Orkan m Kalifornien.

Durch einen heftigen Sturm, der über Kali­fornien dahinbrauste, wurde das Dach des Mont Lowe-Observatoriums in bet Nähe von Passa- dena fortgerissen. In anberen Stabten würben mehrere Gebäude schwer beschädigt.

Ltratzenbahnkatastrophe.

Bis jetzt 12 Tote und 34 Verletzte fest gestellt.

Havas meldet aus Diedenhosen: Am Don­nerstagabend hat sich in der Gegend von Dieben» Hofen ein Teil eines Straßenbahnzuges der Stra­ßenbahngesellschaft Nord et Lorraine losgelöst und iftft mit einem von Haycmge kommenden Straßen­bahnwagen an einer Ueberführung zusammengesto- ßen. Bis 7 Uhr abends verzeichnete man 12 Tote und 34 Verletzte, die in verschiedenen Kranken­häusern der Gegend untergebracht worden sind. Der Sttaßenbahnschaffner fft verwundet worden; der Straßenbahnführer hat die Flucht ergriffen, er scheint irrsinnig geworden zu sein.

* Eigenartige Privatgeschäfte des Staats- anwaltschaftsrats Jakoby. Bei der Untersuchung gegen den in den Berliner Bergmann-Skandal verwickelten Staatsanwaltschaftsrat Dr. Jacoby hat sich, rote eine Korrespondenz meldet, auch her- ausgestellt, daß Jacoby andere eigenartige Ge­schäfte ohne Kenntnis seiner vorgesetzten Behörde gemacht hat. So hat er eine Witwe in einer Auf. roertungssache vertreten und ihr zur Annahme einer Leibrente auf Lebenszeit in Höhe von jähr­lich 1440 Mark anstelle ber Kapitalaufwertung geraten. Hierbei erwirkte sich Jacoby von feiner Mandatin die lebenslängliche Zahlung von 10 Prozent der zugesicherten Jahresrente. Diese Provision von monatlich 12 Mark ist von ber Witwe regelmäßig bezahlt worden.

* (Eine Baumwollspinnerei eingeäschert. In ber Rigaer Vorstadt ßenta ist eine groß Baum­wollspinnerei, die 500 Arbeiter beschäftigte, durch Feuer zerstört worden. Der Schaben be­trägt über eine Million ßet Die Polizei ver­haftete einen 29jährigen Arbeiter, der einge­standen hatte, die Fabrik iuBrand gesteckt zu haben, um sich wegen seiner Entlassung zu rächen.

* Der Nationalrat der Frauen Englands ge­gen den Miß-Eavell Film. (Eig. Funkm.). „Ti­mes" veröffentlicht einen Brief ber Vorsitzenden bes Nationalrates ber englischen Frauen, Lady E m m o 11, worin biese betont, daß in einer Sit­zung des Vollzugsausschusses des Nationalrates, die im Oktober 1927 in Bournemouth ftattfanb, eine energische Entschließung angenommen wurde, in ber die Freigabe bes Nurse Covell- Films mißbilligt mürbe. ßabp Cmmott mürbe auch beauftragt, bem Filmzensor O.Connor eine Abschrift biefer Entschließung zu übersenden. Sie teilt in bem Schreiben an die „Times" außer- bem mit, bis Vereinigung ber Mütter vertrete rote ber Nationalrat ber Frauen ben Stanbpunkt, baß bie Vorführung eines berartigen Films uner­wünscht unb ben Verwandten von Miß Cavell äußerst zuwiber sei.

* Dliudwükiae Schießerei eines rasenden Negers. In Chicago erschoß ein Neger, dem feine Stellung gekündigt worden war, einen Mann, den er als verantwortlich für die Kündi­gung betrachtete und feuerte weiter mit seiner Pi­stole auf bas anroefenbe Publikum. Bevor er selbst ber Kugel eines Polizisten erlag, hatte er drei weitere Personen getötet und zwei verwundet.

* Begeisterter Empfang Lindberghs in Havanna. Der amerikanffch« Flieger Lindbergh, der mit fei­nem Flug nach Havanna seinen amerikanischen Freundschaftsflug beendet hat, wurde bei feiner Landung von der gesamten pcmomerffcmffchen Kon- ferenz und von Tausenden von Einwohnern be­grüßt. Kavallerie mußte mit gezogenem Säbel die Menge zurücktreiben, bie sich gewaltsam an das Flugzeug herandrängte.

* Die Erde ein riesiger Friedhof. Ein englischer Gelehrter ist kürzlich durch schwierige statistische Berechnungsversuche, wieviele Menschen jemals auf unserer Erde gelebt haben, zu dem Resultat gelangt, daß es mindestens 46 627 843 975 075 845 lebende Menschen gegeben hat, eine wahrhaft gi­gantische Zahl. Dieser Berechnung zufolge haben 134 622 976 Menschen auf je einer QuabratmeUe des festen Erdbodens gewohnt, fünf Menschen aber auf jedem Quodratfuß. Demnach würde bie Erde einen riesenhaften Friedhof barstellen. In jeder

Ouadratrute, zu zehn Gräbern, ruhten 1283 Lei- chen; jedes Grab hätte 128 Personen ausgenom­men. Wenn man eine gleichmäßige Verteilung der Grabstätten amvmmt, wäre bie Erde 128mal itmgegraben. um die bis beute gelebte und gestor­bene Menschheit zu bestatten.

Schule und Volksbildung.

— Das Internationale Institut für Lehrfilme. Aus Rom wird gemeldet: Bei den Verhandlungen, die dieser Tage unter Vorsitz des italienischen Iustizministers zwi- schen der italienischen Regierung und dem Vertreter des Völkerbundes, sowie dem Leiter des Instituts für Intel­lektuelle Zusammenarbeit stattfanden, wurden die (Statu­ten des Internationalen Institutes für Lehrfilme festge­setzt. Der Untergeneralsekretär des Völkerbundes, Du- four-Feronce, wurde von Mussolini empfangen.

wirtschaftliche ttamvfberveaunaen.

= 20 000 Sattler und Tapezierer in Aktion. In der Lederwarenbranche ist laut „Vorwärts" der Berliner und Offenbacher Tarif gekündigt worden. Der Berliner Bundestarif wurde vom Hauptvorstand gekündigt. Für das Offenbacher Dertragsgebiet haben die Arbeitgeber­verbände den Offenbacher Mantelvertrag gekündigt. Fer­ner ist in zehn Grobstädten der Tapezierertarifvertrag gekündigt worden, Hierbei kommen etwa 4000 Weiter in Frage. Insgesamt werden von der Tarifbewegung, bei der auch die Lobnfrage selbstverständlich eine große Rolle spielt, etwa 20 000 Arbeiter betrosffen. Die Ver­träge laufen im allgemeinen noch bis zum 30. April. Im Laufe des Monats März werden die Verhandlungen aus­genommen. _________________

Technik und Verkehr.

— Lustschiffahrtsrechlkongreß in Madrid. Wie Havas aus Madrid berichtet, hat der Organisationsausschuß des internationalen Kongresses für Luftschiffahrtsrecht ein­stimmig beschlossen, die internationale Zusammenkunft der Sachverständigen am 14. Mai nach Madrid einzube­rufen und die Vollversammlung auf den 21. Mai.

— Lichttechnik unb Beleuchtung. An der Technischen Hochschule zu Karlsruhe besteht ein Lichttechnisches In­stitut, das in seiner Art das einzige von Europa, viel­leicht sogar in der ganzen Welt ist. Es wurde im Jahre 1921 gegründet Es befaßt sich nicht nur mit der tech­nisch-wissenschaftlichen Seite der künstlichen Beleuch­tung. sondern auch mit der physiologischen und psycho- logischen Seite. Der Zweck des Instituts^ ist. die Aus- nützbarkeit der verschiedenen Lichtquellen für Wohn- und gewerbliche Zwecke.

— Plan eines englisch-amerikanischen Luflschiifver- kehrs. Der Plan des englischen Commandeurs Bur- n e y, einen Luftfchiffoerkehr zwischen Amerika und England einzurichten unb zwar mit Luftschiffen, die hun­dert Pasiagieren Roum biekdn, wurde in der englischen Kabinettslitzung besprochen. Der Staatssekretär für Handel. Hoover, wurde anaeroiefen, den ameritanifchen Interessenten jede Unterstützung zu gewähren. Das Marineamt erklärte sich bereit, den Luftschiffen die Be­nutzung des Landungsmastes von New Persey zu ge- Rotten.

Studenten-Traoodie.

wtb. Würzburg. Am Donnerstagabend wurde der Student der Medizin, Alfred Racher in seiner Woh­nung von dem Studenten Arthur Weber nach einem heftigen Wortwechsel, besten Gegenstand ein Mädchen gebildet haben soll, durch einen Schuß in den Kopf schwer verletzt. Durch einen zweiten Schuß nahm sich Weber bann selbst dasLebep. Racher wurde in ein Krankenhaus gebracht.

5lus G^erhessen.

Dreihausen. Der kürzlich von einem FeMahnwa- gen überfahrene Arbiter Schäfer ist seinen Ver­letzungen erlegen.

Turnen und Svort.

---- Deutscher wanderfahrerlag ber Concarbla in Fulda. Die Concordia eröffnet in Hessen-Nassau am 25. März 1928 ihre Saison mit einer Bezirkswander- fahrt durch das Biebertal nach Hofbieber. Das Bezirks- Saalfest findet am 22. April 1928 in Fulda statt. Einige Bezirksrennen im April geben den Auftakt zu dem Großen Opelpreis von Fulda und Silberschild von Hessen-Rastau, der a m 6. M a i über eine 140 Klm. lange Strecke (durch den Vogelsberg) rollt und von dem Radsportklub Opel 1907 e. D. Fulda ausgerichtet wird. Der wertvolle Silberschild stellt einen Wander-Ehren­preis dar, der dem Sieger neben dem 1. Preis winkt. Neben dem Opelpreis gelangt die traditionelle Dom- Wanderfahrt des Ausrichters zur Durchführung, die im laufenden Jahre als „Deutscher Wandersahrer- t a g der Concordia am 6. Mai 1928" veran­staltet wird. Das Ziel der Wanderfahrer ist d. Jahr das Fuldaer Schloß. Die Wanderfahrer werden mit der künst­lerischen Schloßemdaille ausgezeichnet. Die benötigte grö­ßere Anzahl Medaillen hat anläßlich feines 60. Geburts­tages Herr Geheimrat Dr. in. h. c. Ernst Sachs in Schweinfurt, der Erfinder ber Torpedo-Freilaufnabe, gestiftet. Für die Motorradfahrer findet im Rahmen vorstehender Veranstaltung eine Zielfahrt zum Fuldaer Schloß, mit wertvollen Plaketten statt. Auskünfte bett, ber Zielfahrt erteilt Herr Justus George in Fulda, Pe­tersbergerstraße 24. Alle anderen Auskünfte erteilt die Geschäftsstelle: Heinrich Pappert, Fulda, Leipziger­straße 109.

-- Das älteste Mitglied ber Deutschen Turnerschaft 101 Jahre alt. Der Rentner Peter S ch u pp in Baum­bach (Westerwald), Vater des dortigen Pfarrers Schupp, kann am 11. Februar feinen 101. Geburtstag feiern. Der Greis ist körperlich und geistig noch verhältnismäßig

I rüstig und gilt als ältestes Mitgsied ebr Deutschen Tur- I nerschaft.

- Die beutschen Oltjmpia-fianbibafen im Frankfurter Stadion. In einer Sitzung am 5. Februar, die die Deut­sche Sportbehörde für Athletik nach Berlin unter dem Vorsitze Dr. v. Halts einberufen hatte, ist beschlossen wor­den, die deutschen Olympia-Kandidaten Ende April und Anfang Mai zu Kursen im Frankfurter Stadion unb in Ettlingen zusammenzuziehen.

Kampf gegen das veulschium.

Prämien für Dolksschullehrer in Südtirol.

Aus Rom wird gemeldet: Aus Vorschlag des italienischen Unterrichtsministers hat der Finanz­minister eingeroilligt, daß 100 000 Lire in das Bud­get des Unterrichtsministeriums eingestellt werden, um hiervon Prämien an Volksschullehrer in Süd­tirol zu verteil«^— Es handelt sich da um etwas Aehniiches asi>>^MZj»Ostmarkenzulagen" es waren. Die Lehrer solleffHer Regierung Mussolini im Kamps gegen das Deutschtum in Südtirol dienen.

*

Aus Kattowitz wird gemeldet: Auf An­ordnung der polnischen Polizeidirektion wur­den sämtliche in Ostoberschlesien in deutscher

Fahrrad-Faulstich spricht: el ' Si® sparen Geld, wenn Sie elektrische Birnen bei mir kaufen.

Mittelstr. 42. Mittelstr, 42.

Sprache erscheinenden Blätter beschlag­nahmt, und zwar der „Oberschlesische Kurier", die ,^attowitzer Zeitung" und der „Volkswille". Den Grund zur Beschlagnahme bildet die Veröf­fentlichung der Wahlrede, die Korfanty im schlesi­schen Sejm behalten hat. Aus demselben Grunde wurde auch die „Polonia", das Organ Korfantys, beschlagnahmt.

(kinoe^andt.

Für bie hier erfolgenden Veröffentlichungen übernimmt bie Schristleltuna nur bie durch das Preßgesetz oorge- Irfirtebi-ne Verantwortung

Die zu Beginn des Winters eingerichtete „Stabt- Kraftpost" hatte anfangs einen recht guten Verkehr, be­sonders war die Hauptlinie „Moltkestraße—Filzfabrik" in den ersten Wochen stark besetzt. Die verschiedenen Aenderungen in der Fahrzeit und den Fahrstrecken ha­ben jedoch keine Hebung des Verkehrs gebracht, ins­besondere ist die Aufgabe der Strecke, Hauptwache, Mi- chaelsberg, Frauenberg und bereit Ersatz durch Babn- hof, Viehmarkt, Buttlarstraße dem Verkehr nicht för­derlich gewesen, die Wagen Moltkestraße—Filzfabrik via Bahnhof laufen fast leer und am Bahnhof selbst steigen meist nur eine ober zwei Personen aus ober ein. Es kann also nicht ausbleiben, daß infolge ber beabsichtigten „Verbesserungen" bie Stadtkraftpost mit Verlust arbeiten unb dann zur Einstellung des Betriebes gezwungen sein wird. Hier hat sich wieder einmal bas Sprichwort: „Das Bessere ist der Feind des Guten", bewährt.

(Folgt Unterschrift.)

Aus Welkers. Zu unserem Friedhof, der im Jahre 1924 angelegt wurde, führte immer em schöner Weg. Seit einem Jahre nun scheint er eine Stätte geworben zu sein, an ber man ben Schutt ablaben kann. Wie un- angenehm das ist, hat man bei ber letzten Becrbigung erfahren. Das Regenwetter hatte alles aufgeweicht, man mußte sich in Acht nehmen, um nicht umzufallen. Beson­ders die Sargträger hatten mtt diesem llebelftanb zu kämpfen. Der Weg zum Friedhof ist doch kein Ort, um Schutt abzuladen. Es wäre sehr angebracht, wenn die zuständigen Stellen Sorge tragen würden, diese Unsitte abzustellen, damit man bei einer Beerdigung ruhig beten kann, anstatt in beständiger Gefahr zu fein, auf dem schlechten Wege auszugleiten unb umzufallen.

(Folgt Unterschrift.)

MW KnilMWrtei

Ortsgruppe Fulda

1. Bezirk

(umfaffenb die Straßen: Augusiasiraße, am Bachrain, Bonifatlusplatz, Borglasstraße, Buleckftraße, Buttermarkt, Daldergstraße, Doll, Florengasse, am Franzosenwäldchen, Friedensstraße, Friedrichsmarkt, Friedrichstraße, Kaiser­platz, Künzellerweg, Marktsttaße, kleine Marktstraße, Nonnen» gaffe, Ohmstraße, Peterstor, Sack, Schlachthausgasse, Schloß- fttaß«, Schulstraße, Schweinemartt, Steinweg.)

Am Freitag, den 10. Febr. 1928, abends 8 Uhr veranstaltet unser Bezirk im Kath. Gesellenhause einen

mit mvflkalische« und gesangllschen varbielungen.

Im Lause des Abends spricht Schriftleiter Dr. Sramer über:

Sie MW Mkliilllis der Suites 1928

Wir laden alle unsere Zentrumssteunde zu dieser Der- anftaltung hierdurch herzlich ein.

Eintritt frei!

Der Vorstand.

Der neue Ford hl

Samstag, den 11. Februar, Montag, den 13. Februar, Dienstag den 14. Februar, in meinen Geschäftsräumen zu besichtigen.

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