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Fuldaer Leitung

X 294.

Donnerstag, 22. Dezember 1927.

2. Blatt.

Druck der Fuldaer AcNendruckerel. Fulda

Sparmaßnahmen!

Der R e i ch s e t a t balanciert mit ungefähr zehn Milliarden, der preußische mit ungefähr vier Milliarden! Das ist die finanzpolitische Lage.

Kein Wunder, wenn der Ruf nach Sparsam­keit mit einer Stärke erschallt, wie noch nie zu­vor. Theoretisch ist man sich übrigens überall einig: es muß gespart werden, nur praktisch scheint die Einigkeit über die Sparmaßnahmen weniger groß zu sein. Und das ist der rechte Schwebezustand, in dem das Schlagwort die Szene zu beherrschen pflegt.

Man würde das alles übrigens leicht ertragen können, wenn nicht durch die äußere Verpflich­tung Deutschlands manches von den Auseinander­setzungen bei uns dort mit Sorgfalt studiert würde und man, je nach der Einstellung zu Deutschland, | geneigt ist, agitatorisch zugespitzte Behauptungen gleich für bare Münze zu nehmen. Dazu gehört zum Beispiel die Agitation, die in der demokrati­schen Presse, offenbar auf Stichworte von eben, mit dem sogenannten Einheitsstaat betrie­ben wird. ' Glücklicherweise korrigieren sich die Dinge allmählich von selber; denn das ewig gleich­bleibende Rufen danach fällt allmählich selbst den eigenen Freunden auf die Nerven, und man beob­achtete neuerdings ein gewisses Abklingen dieses Rufens, vermischt mit nüchternen Erwägungen, die den Tatsachen mehr entsprechen. So muß selbst das Hugenbergblatt, der „Tag", zugegeben, daß der Einheitsstaat nicht billiger sein würde, als der heu­tige und daß die ganzen Kosten aller Länderver­waltungen zusammengenommen nur 58 Millionen betrügen.

In der Tat: will man die Frage der Sparmaß­nahmen ruhig und sachlich, also mit Aussicht auf Gewinn, diskutieren, so muß man die Dinge nicht mit vorgefaßten politischen Ressentiments, sondern sachlich sehen. In dieser Frage verdient ein Vor­gang in Preußen größte Beachtung. Das preußi­sche Innenministerium hat die Frage der Spar­maßnahmen aus der Theorie und vom grünen Tisch weg ins Praktische übersetzt, es hat die Absicht, ein Musterpolizeipräsidium zu errichten, das nach allen modernen Grundsätzen aufgebaut, mit möglichst wenig Menschen und Material Höchst­leistungen hervorbringen soll. Das ist Verwaltungs­reform in der Praxis! Man kann sich davon etwas versprechen und müßte nur wünschen, daß ähnliche Probebetriebe allgemeiner eingeführt würden. Hier wird man sehen, wie weit der jetzige Betrieb ver­altet und wo er reformbedürftig ist. Denn daß Mich die jetzigen Einrichtungen gewisse Vorzüge be­sitzen, wird nur derjenige bestreiten können, der sie nicht kennt. Diese Musteranlagen würden in der Lage sein, die rechte Mitte zu halten, und uns ebenso vor Experimenten behüten, wie von Zer- störuna von Einrichtungen, die trotz ihres Alters ihren Wert behauptet haben; denn auch das gibt es!

Im übrigen wird man von der grundsätzlichen Auseinandersetzung zwischen dem Reich und den Ländern sich etwas versprechen dürfen. Es ist gut, daß die Reichsregierung dabei die vorhandenen staatsvolitifcken Strömungen in ihren prominen­testen Vertretern berücksichtigt hat u. so gleichsam irrt kontra-diktatorischen Verfahren die politische Linie gezogen wird.

Aber vor einem möchten wir schon heute war­nen: vor allzu kühnen Hoffnungen bezüg­lich des Abbaus von Ausgaben! Man darf nicht vergessen, daß eine ganze Reihe von Ausgaben zwangsläufig find, und daß es nichts Falscheres gibt, als den Haushalt des Reiches von vor 1914 mit dem heutigen auch nur zu vergleichen. Eine falsch angelegte Sparsamkeit könnte in ihr Gegen­teil umschlagen und Kosten verursachen, die höher werden als die gegenwärtigen.

Worum es uns geht, ist, Behutsamkeit zu lehren! Das Zentrum lehnt es ab, Schlagwort­politik zu machen, seine Stärke sind die Praxis und die nüchterne Ueberlegung immer gewesen. Es hat das Alte nie um feiner selbst willen bekämpft oder konserviert, sondern es war ihm eine Frageder Zweckmäßigkeit. Wenn dieser Gesichtspunkt auch in Fragen staatlicher Struktur sicher nicht aus­schlaggebend 'fein darf, so dürfen wir doch auch nicht in den Fehler verfallen, die Schlagworte un­serer politischen Gegner unbesehen zu unseren eige­nen zu machen. Es ist Zeit, daß wir in diesen Fragen zu einer eigenen und anerkannten Mei­nung kommen, zumal es doch unsere Aufgabe sein wird, schließlich die Synthese zu schaffen!

* Die irische Sprache lebt wieder auf. Man hatte das Irische längst tot geglaubt, denn die Engländer hatten sich jahrbundertelang bemüht, es völlig zu verdrängen. Das Irische oder Gälische galt nur mehr als ein uralter kelti­scher Sprachrest, der lediglich die Philologen interessieren könne. Die Iren waren gezwungen englisch zu lernen, und es war dieses auch schon die allgemeine Sprache ge­worden. Nur im Westen und im Süden der „Grünen Insel" hatten sich einzelne Gebiete erhalten, in denen noch 80 und mehr vom Hundert irisch sprechen. Als die stän­digen Empörungen der Irländer England gezwungen hatten, die Insel zu einem selbständigen Freistaat zu er­klären, wurde das Irische auch zur amtlichen Staats­sprache erklärt. Allerdings hat man noch mit der Schwie­rigkeit zu rechnen, daß die meisten Iren englisch können, aber vielfach ihre frühere Muttersprache vergessen oder nie gelernt haben. Deshalb sucht man jetzt vor allem in den Volksschulen, die Kinder im Irischen unterrichten zu lassen. Es fehlt nur noch vielfach an geeigneten Leh­rern, und diese werden eben durch besondere Kurse heran­gebildet. Die irische Bevölkerung war bis zum Welt­krieg stark in der Abnahme begriffen und zwar waren es besonders die am Irischen festhaltenden Bezirke, die als die wirtschastlich schwächsten am meisten bedrängt und zur Auswanderung gezwungen wurden. Jetzt hört diese Bedrückung natürlich auf, aber es wird noch geraume Zeit dauern, bis das Irische wieder die allgemeine Sprache Irlands geworden ist.

Reife und Wanderung.

= Verfuchsluslverkehr München-Mailand. Wie wir an zuständiger Stelle erfahren, haben in den letzten Tagen in Berlin Besprechungen zwischen dem italieni- scben Unterstaatssekretär für Luftfahrt, Exzellenz Balbo, und den Vertretern des Reichsoerkehrsministeriums stattgefunden, die am Sonntag zu Vereinbarungen über einen gemeinsamen Versuchsluftverkehr Mün­chen-Mailand geführt haben. Diese Strecke soll über die Alpen hinweg vom 15. April bis zum 1. Juli 1928 lediglich mit Post und Fracht beflogen werden, um über die meteorologischen und betriebstechnischen Ver­hältnisse, insbesondere im Hinblick auf die Zwischenlan­dung in Trient, Erfahrungen zu sammeln. Nach Ab­schluß dieser Versuchszeit wird über den weiteren Be­trieb der Strecke, wie über die Mitnahme von Flug­gästen, endgültig entschieden werden. Die Verhandlun­gen betrafen ferner eine für später ins Auge gefaßte unmittelbare Luftverkehrslinie München-Rom (ohne Zwischenlandung),

Vor einiger Zeit erregte es in Stockholm Sensation, daß der schwedische Leutnant Norberg verhaftet wurde, als er im Begriffs stand, die Sowjetbotschaft zu betreten, um seinen dortigen Auftraggebern gegen ein Honorar von 1400 schwe­dischen Kronen die technischen Beschreibungen der KüstenarMerie auszuliefern. Die Polizei bat schon seit längerer Zeit die S p i o n a g e t ä t i g k e i t der Gesandtschaft beobachtet, in' der auch eine Agentur der III. Internationale amtiert. Ge­gen das Gesandtschaftspersonal liegt Beweismate­rial in der Richtung vor, daß das Gesandtschafts­mitglied Juruschewsky eine großzügige Ak­tion hatte einleiten lassen, um in den Besitz von Dokumenten der englischen, italienischen und pol­nischen Gesandtschaft zu gelangen. Unter diesen Umständen darf es nicht verwundern, daß die schwedische Presse noch vor den Schritten der Re­gierung einheitlich und energisch die Entfer­nung des Gesandten als persona non grata verlangt. Sie benützt diesen Anlaß auch, um auf die Doppelzüngigkeit der Sowjetdiplomatie hinzuweisen, die einer­seits von Frieden spricht und andererseits die Di­plomatenvorrechte mißbraucht, um via Skandi­navien zu spionieren. Stockholmer Blätter veröf­fentlichen anläßlich dieser Spionageaffäre mit Doku­menten belegte Warnungsartikel und erklären, es fei nicht ausgeschlossen, daß man Trotzki, um die „Bourgeoisie" hineinzulegen, als sogenannten Emigranten außer Landes treibe und ein Doppel­spiel mit verteilten Rollen zu beginnen suche.

* (Ein grausamer Kindermord in Los Angeles.

Ein furchtbarer Kindermord hält augenblicklich ganz Kalifornien in Atem. Ein Schulmädchen aus Los Alrgeles, namens Marion Parker, war ihren Eltern vor einigen Tagen entführt worden und sollte gegen Lösegeld wieder zurückgegeben werden. Als der Vater sich mit der geforderten Summe von 1500 Dollar am Treffpunkt einstellte, wurde ihm das Kind nicht ausgehändigt. Kurz darauf fand man es als furchtbar verstümmelte Leiche. Die Entführerbande hat sich jedoch nicht mit dieser Tat begnügt, sondern heute den Ellern noch

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Begebenheiten aus aller Welt

wtb.

an dem

Stadt- als auch des Landver- ’kehrs in gleichem Maße ge-

* 223 Vorschläge für ein Rcichsehrenmal. Nach der Aufstellung des Reichskunstwarts sind für das Reichs­ehrenmal 223 Vorschläge eingereicht worden. Davon entfallen aus Berlin 16, Norddeutschland 16, das Rhein­gebiet 35, das Wesergebiet 18, auf Thüringen 46 (allein für auf Weimar), den Harz 7, das Maingebiet 4, Süd­deutschland 18, Ostdeutschland 8 und noch 55 allgemeine Vorschläge. Verhältnismäßig schwach ist der Nieder­rhein beteiligt. Köln bringt zwei Pläne auf und Wesel einen für die Schillwiese. Der Reichskunstwart selbst schreibt übrigens zu der Frage des Reichsehrenmals, daß die Gräber unserer Gefallenen in sich bereits das größte Denkmal find, das je ein Volk sich errichtet hat. Denn wie ein Ring liegen die deutschen Gräber rundum geschlossen weit vor den Grenzen des Landes. Sie zei­gen dadurch die Größe des Verteidigungskampfes, der im wesentlichen jenseits der Grenzen und in die Weite des Meeres geführt wurde. Würde man alle die Kräfte und realen Opfer zusammenzählen, die auf die Propagierung von mehr als 200 Plänen verwandt sind, so hätte man gewiß längst mit diesem Aufwand an Arbeit und Mit­teln das Reichsehrenmal errichten können.

* Monatlich 45 Mann vor der Fremdenlegion be­wahrt. Nach einer Zusammenstellung der „Pfälzischen Rundschau" sind in der Pfalz vom 15. Februar bis jetzt 450 Fremdenlegionslustige von den Behörden aufge­griffen und vor dem traurigen Dasein in der afrikani­schen Steinwüste bewahrt worden. Die bis zur Mitte des Jahres im besetzten Gebiet befindlichen regelrechten Sammellager für Fremdenlegionäre Lachen-Speyerdorf in der Pfalz und Griesheim sind aufgehoben worden. In der Zeit vom 1. Januar bis Ende Oktober wurden in der Pfalz nicht weniger als 38 Werber, wozu noch der berüchtigte Lucien Tonds kommt, gestellt.

* Eine Hirschkuh von einem Auto tolgefahren. Un­weit der Rheinböllerhütte bei Stromberg sprang in der Dunkelheit plötzlich eine Hirschkuh, die durch den Lichtkegel eines Autos geblendet war, gegen einen Kraft­wagen. Das Tier wurde überfahren und getötet, wäh­rend das Auto solche Beschädigungen erlitt, daß es in Reparatur gegeben werden mußte.

Grotzfeuer in einer Rauschreinerei.

Ein verheerender Brand brach in der Bau­schreinerei Struthfabrik G. m .6. H. in Betzdorf aus. Mit rasender Geschwindigkeit verbreitete es sich über die ganze Fabrikanlage und setzte die gesamte Schreinerei, das Magazin, den Maschi­nenraum und ein angrenzendes Wohnbaus in Flammen. Das Feuer griff so rasch um sich, daß die Bewohner des Fabrikhauses kaum Zeit hatten, das nackte Leben zu retten. Vier Feuerwehren von Betzdorf und Kirchen bekämvften den Brand. .Die Löscharbeiten wurden durch den strengen Frost ungemein erschwert. Das Wasser mußte aus dem dickvereisten Fabrikgraben entnommen werden und gerann in den Schläuchen zu Eis. Zwei Wehrleute erlitten leichte Verletzungen. Der Schaden wird auf etwa 150000 Mark geschätzt. Verbrannt sind neben kostbaren Holzbearbeitungsmaschinen eine große Menge Fertigfabrikate, darunter annähernd 1000 fertige Patenttüren, Sperrhölzer und sonstige Holzvorräte. Etwa 60—70 Mann werden durch das Brandunglück nun vor Weihnachten arbeitslos. Die Feuerwehren leisteten in der grimmigen Kälte schier Unglaubliches. Durchnäßt bis auf die Haut, mit vereisten Kleidern hielten sie tapfer Stand und trugen Sorge, daß die benachbarten drei Wohn­häuser nicht auch noch ein Raub der Flammen wurden. _________

* Schulschiff „Großherzogin Elisabeth" in San­tos. (Eig. Funkm.) Das Schulschiff des deutschen Schulschiffvereins „Großherzogin Elisabeth" ist am 20. Dezember wohlbehalten in S a n t o s angekom­men und wird am 3. Januar nach Pernambuco weiter segeln.

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Die Sowjetgesandtschaft

als Spionaaezentrale.

Vreunender Petroleum^.

wtb Bukarest, 21. Dez. (Eig. Funkm.) Ein mit Petroleum beladener Güterzug entgleiste auf dem Bahnhof Ovidiu bei Constanza. 20 Wagen mit Petroleum verbrannten. Ein Mann kam in den Flammen um.

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Verkehrsstörungen durch Zrost.

24 Grad Kälte in den Berliner Außenbezirken.

wtb. Berlin, 21. Dezember. (Eig. Funkm.) In den heutigen Morgenstunden herrschten in der Ber­liner Innenstadt 15 Grad Kälte. In den Anßen- bezirken und der Umgebung der Stadt herrschten Temperaturen bis —24 Grad. Die stehen­den Gewässer in der Umgegend Berlins sind fast überall vereist. Die Flüsse führen starkes Treibeis, stellenweife sind sie fest zugesroren. Der Eisen­bahnverkehr ist durch die Kälte stark behindert. Besonders unregelmäßig ist das Ein- ttefsen der Züge aus Süd- und Westdeutschland, während der Verkehr aus dem Osten weniger be­hindert ist. Der Baseler D-Zug traf mit zwei Stunden Verspätung heute früh ein, der D-Zug aus Rom mit 1 Stunde 10 Minuten Verspätung. Auch andere Züge erlitten größere Verzögerungen, zum Teil bis zu zwei Stunden. Durch das Zu­frieren der Zufahrt-Wasserstraßen nach Berlin ist die Schiffahrt und damit auch die Koh­lenzufuhr auf Kühnen nach Berlin lahmge­legt. Besorgnisse, daß in Berlin Kohlenmangel eintreten könne, find aber unberechtigt, da, wie wir von unterrichteter Stelle erfahren, die Reichsbahn in der Lage ist, jede gesteigerte Wagenförderung, die durch die Stillegung der Schiffahrt nötig ist, ohne Ausfall befriedigen zu können.

Der kälteste Tag fest 125 Jahren.

Am Dienstag früh 7 Uhr zeigte das Thermo­meter in B r e s l a u eine Temperatur von minus 24 Grad Celsius. In der Nacht betrug das Minimum sogar 25 Grad. Am Boden wurden 29.1 Grad gewesten. Damit ist in Breslau der kälteste Tag in den letzten. 125 Jahren zu verzeich­nen. Eine noch niedrigere Temperatur wurde nur im Jahre 1779 gemessen.

Regen und Glatteis in London.

■ wtb. London, 21. Dezember. (Eig. Funkm.) In­folge des Regens, der, wie gemeldet, in England während der Nacht gefallen ist, sind die Straßen mit Glatteis bedeckt, wodurch der Verkehr unterbrochen wurde. Die Fußgänger können sich nur mit Mühe aufrecht erhalten und es sind zahlreiche Unfälle zu verzeichnen. ______________

Technik und verkehr.

= llebersicht über den Drucksachenverkehr. Vom Reichspostministerium ist, wie die Oberpostdirettion Frankfurt mitteilt, ein Sonderdruck der Drucksachen» bestimungen für den innerdeutschen Postverkehr heraus­gegeben worden, der in übersichtlicher Form über alle Fragen des Drucksachenverkehrs Auskunft gibt. Das Heft, das an den Poftschaltern zum Preise von 10 Pf. erhältlich ist, bietet allen Drucksachenversendern ein wert­volles Hilfsmittel für die Frage, was als Drucksach« mit der Post verschickt werden kann.

folgende Drohung zugehen lassen „Wir werden auch die Z willingsschwester ermorden. Die Ermordung ihres Kindes und der Anschlag auf das Leben ihrer zweiten Tochter hat die Eltern derart angegriffen, daß sie in besorgniserregendem Zustande darniederliegen. Ganz Kalifornien hat sich zur Aufklärung der Tat in den Dienst der Be­hörden gestellt und fahndet, von Flugzeugen und Automobilen unterstützt, nach den Mördern, für deren Ergreifung eine Belohnung von mehr als 75 000 Dollar ausgesetzt.worden ist. Bis jetzt hat die Polizei einen Mann und eine Frau auf Grund blutiger Fußabdrücke in der Nähe des Fundortes der Leiche verhaftet. — Der Mord an der kleinen Marion Parker scheint aufgeklärt zu sein. Die Poll» Sei teilt mit, daß sie den Mörder verhaftet habe. Es ist ein vom Vater des Opfers beschäftigter ehemaliger Bankangestellter namens Edward H i ck m a n. ___________

Theater und Musik.

= Ein „Mainisches Aädlelhealer"? Voraussichtlich wird das Stadttheater Würzburg in diesem Jahre einen Fehlbetrag von über 100 000 M ausweisen. Wie das „Bamberger Tageblatt" hört, ist, um eine' eventl. Schließung des Würzburger Stadttheaters zu Derrn ei­ben seitens des dortigen Oberbürgermeisters die.Grün- düng eines sogenannten „Mainischen Stadt e- thearers" unter Einbeziehung der Stabte Schwein- furt, Aschaffenburg, Bamberg, Kitzingen u. der Badeorte Mergentheim und Bad Kifsingen geplant. Der Würz­burger Oberbürgermeister hat bereits Einladung zu einer unverbindlichen Vorbesprechung an die genannten Stad^ ergehen lassen.

Die amerikanische U-voot-Tragödie.

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Wie wird das Wetter?

Das europäische Hochdruckgebiet unter Verflachung nach Südosteuropa, während der westliche Tiefdruckwir­bel langsam ostwärts an Raum gewinnt. Gleichzeitig ist über dem Eismeer ein kräftiger neuer Wirbel er­schienen, sodaß mit dem weiteren Abbau des Hochdruck­gebiets gerechnet werden kann. Da jedoch bei uns zu- nächft die Ostwindströmung bestehen bleibt, wird der scharfe Frost nur langsam abnehmen.

Witterungsaussichten für Donnerstag: Bewölkungs­zunahme, vereinzelte Schneefälle, Frost etwas nachlas- send, südöstliche Winde._

Radio-Programm.

Donnerstag, den 22. Dezember.

11.55-12: Uebertragung d°s Glockenspiels aus dem Darmstädter Schloß. 13.30-—14.30 (1.30 2.30).

tragung von Kassel: Mittagsständchen .Musttab Lei­tung: Arthur Wisotzky. 15.30—16 (3~’c ® *lnl der Jugend (unter Leitung von Mittelschulrettor: K. Wehrhan): Aus den Kindheitstagen großer Erfindun­gen, vorgetragen von Mittelschullehrer Ad. Hering:

Das Fahrrad". — Für Kinder vom 12. Jahre ab. 16.30 bis 17145 (4.30—5.45): Konzert des Hausorchesters. 17.45—18.05 (5.45—6.05): Die Lesestunde — Aus dem Roman „Der tolle Bömberg" von Joseph Wmkl^ — Sprecher: O. W. Studtmann. 18.15—18.20 (6.15—6.20). Vereinsnachrichten und andere Mitteilungen. 18.20 bis 18 50 (6 20—6.50): Stunde katholischer Weltanschauung: ,.Bom Sinne katholischer Frömmigkeit", Vortrag von Pater Walther Mariaux, S. I. 18 50—19.20 (650 bis 7.20): Stunde der Frankfurter Zeitung. 1920—19.30 (7.20—7.30): Inhaltsangabe der Operette „Der Opern­ball". 19 30 (7.30): Uebertragung aus dem Frankfur­ter Opernhaus: Der Opernball. Operette tn drei Jlteiz von Richard Heuberger.

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.... Washington, 21. Dez. (Eig. Funkm.) Das Wet­terbüro sagt voraus, daß der starke Wind und die schwere See, die die Einstellung der Rettungsarbeiten gesunkenen amerikanischen U-Boot S 6 erzwun­gen haben, morgen anhalten werden. — Das Marine­amt erhielt am Dienstag abend die Nachricht, daß das neben der Unterseeboot S 6 getauchte Unterseeboot Le­benszeichen in dem gesunkenen Schiff gehört habe.

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