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Mittwoch, 23. November 1927.

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ReichUWer R. Strejlllllm über Neuwahlen

Um hie HeeresWrke her europSilchen Nationen

Englands Geste.

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Amerikas Antwort.

Eine

Erscheint sechsmal wöchentlich. Wochenbeilagen:Die Welt im Bild" undBuchenblätter". Rotationsdruck und Verlag der Fuldaer Actiendruckerei in Fulda. Fernsprecher Nr. 9. Monatlicher Bezugspreis 1,80 Mk.

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Die Lage in Rumänien.

wtb. Rom, 22. Nov. Eig. Funkm.). Der ehe­malige Unterstaatssekretär Maniolesco ist gestern nach Frankreich abgereist. Er erklärte vor seiner Abreise einem Vertreter der Zeitung,,Ambro­siano" von Mailand, es wäre em schwerer Irr­tum, wenn man behaupten wurde, daß seine Frei- sprechung ein Beweis dasür sei, daß das Heer für den Prinzen oder gegen dessen Gegner fei. Es sei bedauerlich, daß Bratianu einen star­ken Einfluß auf die französische Presse ausgeubt habe und dadurch ihn, Maniolesco, als einen ge­fährlichen Verschwörer für die öffentliche Ordnung in Rumänien hingestellt habe. Er habe lediglich den Briefträger gespielt und Briefe des Prinzen Carol an verschiedene Persönlichkeit«» mttiacnoui»

hätten. Ferner weist Lord Rothermere darauf hm, daß heute, neun Jahre nach dem Waffenstillstand, das britische Kriegsamt über einen so großen Stab verfüge, wie er in feinem Verhältnis zu den wirk­lichen Bedürfnissen des Heeres stehe.

men. Was die Beziehungen des Prinzen zu rumä­nischen Persönlichkeiten betreffe, so hätten auch Liberale immer Beziehungen zu ihm gehabt. Zum Schluß macht Maniolesco darauf aufmerksam, daß das jetzige Regime in Rumänien eine Dik­tatur sei, nur mit dem Unterschied, daß es Bra- tianu an Mut fehle. Diese Diktatur werde sich nicht mehr lange gegen die anstürmende rumänische

greß vorzulegende Flottenbauprogramm von dem Beschluß Großbritanniens dm Bau zweier Kreuzer aufzuschieben, nicht berührt werdm wird. Präsident Coolidge und die Marinebehörden sind der Ansicht, daß die Stärke der amerikanischm Kriegsflotte weit unter der normalen Höhe ist.

Neue belgische Befestigungen.

Nach einer Meldung der ZeitungSott" hat der vom Kriegsminister eingesetzte Sonderausschuß den Teil seiner Arbeiten über die Verteidigungs­anlagen der belgischen Grenze beendet, der Lüttich und Umgebung betrifft. Das Blatt glaubt zu wis- sm. daß der Ausschuß sich mit dem Limburger

* Reichskanzler Dr. Marx hat an Reichsmini­ster a D., Erzellenz Groener, zur Vollendung seines 60. Lebensjahres ein Glückwunsch­telegramm gerichtet, in dem er der großen Verdienste, die Groener dem alten Deutschland und dem neuen Reiche geleistet habe, gedenkt.

verlust des deutschen Volkes, der schlimmer wiege als verlorene Provinzen und vieles andere. Eine olche Schicht wieder zu schaffen, damit unsere Wirtschaft wieder vom Kapital der sparsamen Men- chen des Deutschland gespeist werden könne und nttfü wie jetzt auf die ausländischen Geldmärkte an­gewiesen sei, müsse unser Bestreben sein. Inbezug auf die landwirtschaftlichen Fragen verwies Dr. Stresemann auf seine Ausführungen in Halle und betonte, daß die Situation der Landwirts!

telladung die ruhige Fahrt des Staatsschiffes gewährleistet hatten, feien vroletarifiert. Das fei auch ein Kriegs-

Auf der Tagung des Zentralvorstandes der putschen Volkspartei machte, lautTägl. Rund- ujau", der Parteivorsitzende. Reichsaußenminister W. Stresemann, vertrauliche Ausführungen über Ht finanzielle und wirtschaftliche Lage, an deren ßchluß er auch auf die Frage etwaiger Neuwahlen in sprechen kam und unter stärkstem Beifall den imbedingten Willen zu Erhaltung der a b s o l u 1 en Selbständigkeit der Deutschen Volks» gartet gegenüber anderen Parteien und Verbän. den betonte. In der öffenüichen Versammlung soll Dr. Stresemann in seiner Rede, demVorwärts infolge, noch folgendes gesagt haben: Vier Jahre bin ich Außenminister, drei Jahre lang hatten wir Weihnachten eine Krise. Ob diese Koalition bis an das Ende des Reichstages bestehen bleibt, ver- mag niemand zu sagen. Gewöhnlich. kommt 3 u Weihnachten die Krise. Die Ehe nut den Deutschnationalen ist keine Liebesehe, sondern eine Vernunftehe und 25 Jahre lang wird sie sicher nicht Hauern. Dr. Stresemann führte in Braunschweig noch fügendes aus:

Wenn sich der Landesverband Braunschweig im Stahlhelm" in seinen Forderungen an die politi­schen Parteien gegen die Fortsetzung einer Außen- politik ausspricht, die von Demütigung zu Demüti­gung geführt habe, so muß ich das ganz entschieden Ätrüdmeifen, wie es auch die Volkspartei Braun­schweig bereits getan hat. Sollte es richtig fein, daß die deutfchnationalen Braunschweiger dieser Forderung" nachgegeben haben, so stellen sie sich damit in schroffsten Widerspruch gegen die deuts chnationale Reichsparteilei­tung und die deutschnationalen Kabinettsmstgli^ der.

Mt großer Entschiedenheit erklärte Dr. Strese- mann, daß die Außenpolitik, die von der Londoner Konferenz über die Befreiung der Ruhr- und der Sanktionsstädte sowie der ersten Zone nach Lo­carno und Genf geführt habe, unbedingt fort, gesetzt werde, auch wenn es dem oder jenem nicht gefalle. Dr. Stresemann gab seinem lebhaften Bedauern darüber Ausdruck, daß die nationalen Verbände das Beste von sich abwerfen, wenn sie in den Parteikampf eintreten. Es ist keine Mißach- tung, sondern hohe Achtung vor den hohen Auf­gaben der nationalen Verbände, wenn ich sie warne, in die Parteipolitik einzugreifen. Der Reichsminister wandte sich alsdann mit besonderer Schärfe gegen den offenen Brief der Ortsgruppe Braunschweig der Deutschen Friedensgesellschaft und erklärte, daß die Kreise um Förster und Mer­tens, die ihr eigenes Vaterland angreifen und Frankreich davor warnen, Deutschland. zu trauen, die größten Verräter einer Verständigung und Befreiung und somit die veichängnisvollsten Geg­ner der Verständigungspolitik seien. Gerade in den verständigungsbereiten Kreisen Frankreichs be­klage man das Wirken dieser Kreise, die in Frank­reich die Verbindung hielten mit den Nati na- listischen Kreisen und von denen die wahren Friedensfreunde Frankreichs sich zu unterscheiden wünschen.

Dr. Stresemann wies im weiteren Verlauf sei- ner Ausführungen darauf hin, daß Deutschland und Europa noch lange nicht vor einer abgeschlossenen Entwicklung stünden, daß weitere Kämpfe um Ideen uns bevorstünden. Wir stehen in einem Entwicklungsprozeß, dessen Ende nicht abzusehen ist, und man muß sich fragen, ob die Ordnung von heute ein Dauerzustand ist. Wobm man sehe: U n- fertigfeit und ungelöste Probleme, und mir erleben zur Zeit die Z u ck u n 9 en e in es reolutionären Zeitalters. Nicht durch Schlagworte und berauschende Reden, sondern durch nüchterne Arbeit führe der Weg durch diese Wirrnisse hindurch.

Auf die finanzielle 'Sage eingehend, toarf Dr. Stresemann die Frage auf, inwieweit die Kritik des Reparationsagenten an unserer Finanz­politik berechtigt fei. Er erhob seine warnende Stimme gegen zahlreiche Erscheinungen in unserem Wirtschaftsleben, die bei Tausenden den Eindruck erwecken, als wären wir ein reiches Volk, wah­rend wir in Wirklichkeit arm sind. Diejenigen Schichten des deutschen Volkes, die früher als M i t.

Der Lprachenkampf im westen.

Elsässischer Protest gegen ftanzösische Regierungs­maßnahmen.

wtb. Paris, 22. Nov. (Eig. Funkm.). Dem Matin" wird aus Straßburg gemeldet, daß die Leitung der national-republikanischen elsässischen Volksvereinigung eine Entschließung angenommen hat, in der sie gegen das Verbot von in deutscher Sprache im Elsaß erscheinenden Zei­tungen Stellung nimmt. In der Entschließung heißt es, die Parteileitung weise den Gedanken, die Tendenz und die Methoden der autonomistl- fchen Presse zu verteidigen, von sich, lehne aber andererseits auch den Standpunkt der Regierung ab, wonach die in Elsaß-Lothringen erscheinenden Zeitungen deutscher Sprache als in einer frem­den Sprache im Sinne des Fremdengesetzes ab­gefaßt, angesehen werden müßten. Die deutsche Sprache sei die Schriftsprache der großen Mehr­heit der elsässischen und lothringischen Bevölkerung und werde obligatorisch in den Vorschulen gelehrt. Die Parteileitung lehne daher jedes Aus - N a h m e a e j e tz für Elsaß-Lothringen a b unb bib

Die Reifeprüfung Indiens.

Bon Dr. Alphons Nobel.

Vritifch-Indien, in feiner ungeheuren Ausdeh­nung eher einem Erdteile als einem etn3e(nen Lande vergleichbar, besteht aus einer Anzahl E t n- »e Ifta jäten. Bombay, Bengalen, Madras, Pandschab, Nepal, Hyderabad, Mysore, Assam das sind einige der wichtigsten Bestandteile der Riesenhalbinsel. Diese Länder sind so groß rote europäische Staaten; Bengalen entspräche unge­fähr Frankreich; Nepal der Tschechoslowakei, Birma so groß wie Belgien, Frankreich und Holland zu­sammen, Bombay so groß wie Italien. Elmge dieser Länder sind Monarchien, andere Repuwi- ken. Letztere stehen unmittelbar unter britischer Herrschaft, d. h. der oberste Beamte in diesen Re­publiken ist der britische Gouverneur. Jn.d->n Monarchien dagegen behielten die einheimisch n Fürsten ihre Souveränität, auch hat der Vermal- tnngsapparat dieser Monarchien wenig englische Mitglieder, Alle Monarchien zusammen haben 70 Millionen Untertanen, während die Gesam Be­völkerung Indiens an 320 Millionen beträgt Die Bedeutung der Monarchien ist aber auch insofern geringer als die der Republiken, als sie wenige wichtige Städte und gar keine bedeutenden Hafen umfassen. Kalkutta ist die bengalische Hauptstadt, Bombay und Madras sind die Metropolen der gleichnamigen Länder und Karatschi, der wertere Großhafen des modernen Indien, liegt im Pand­schab.

In Debil laufen alle Fäden zusammen. Hier residiert der Vizekönig, der nominelle Vertre­ter des Kaisers (König von England), hier hat das Zentralparlament seinen Sitz, ebens alle zentrale Behörden. Das Parlament wiederum besteht aus drei Teilen: einem Senat, einem Abgeordneten- haus und einer Fürstenkammer. Das allincmcbe Kabinett hat keinen Premier, dieser ist vielmehr der Vizekönig selbst, also etwa so, wie in den ger­einigten Staaten von Amerika der Präsident, der ja auch die Funktionen eines Kabinettchefs mit der Stellung des Staatsoberhauptes vereinigt.

Wenn von der indischen Verfassung die Rede ist, wie gerade jetzt, so ist damit nun die Verfas­sung Britisch-Indiens im engeren Sinne gemeint. Britisch-Jndien im engeren Sinne nennen die Engländer nun die Gesamtheit aller Republiken (die sie auch Provinzen oder teil- weise Präsidentschaften nennen.) Man muß diese Unterscheidung genau beachten, denn viele Irrtü­mer sind dadurch entstauben, weil z. B. r statisti­sche Angaben über Britisch-Jndien nur dieses Brr- tisch-Indien im engeren Sinne umfassen.

So ist es also auch mit der Verfassung der mit Chelmsford-Montagu-Reformen, in denen diese Verfassung festgelegt ist. Sie gilt nur für 250 Mill. Inder, nicht für die restlichen 70 Millionen die unter Maharadschahs, unter dem Nizarn, ober un­ter anberen Majestäten leben. Natürlich auch nicht für C e y l o n, bas gar nicht mit ber indischen Ver­waltung verbunden, sondern selbständige Kron kolonie ist. _ ,

Die Verfassung Indiens ist ein Geschenk Eng­lands an feine wertvollste Kolonie. Sie ist im

Wjelmmmr 10 M (itl Wr. Mage 15 Psg.)

uldaerZertung

Anzeiger für die Stabt Fulda und den Landkreis Fulda. Amtliches kreisblatt.

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Demokratie halten können.

* Die Verkragtiver Handlungen mW polen. Den Blättern zufolge ist im Auswärtigen Amt, durch den polnischen Sonder gesandten Jackowski die Ant­wort der Warschauer Regierung auf das deutsche Memorandum über Wiederaufnahme der deutsch- uuö uu. _________Haft ge- I polnischen Handelsvertragsverhandlungen über»

genwärtig außerordentlich ungünstig fei und daß I reicht

es eine ber entfcheibenbsten Probleme unserer beut- I . .

chen Wirtschaft bebeute, bie Existenz sowie die Pro- I Die politische Rnse Itl Belgien, buftions- unb Konjunktionskraft. der deutschen $obhtctt zurückgetreten. - Die Neubildung, nicht um §e Interessenvertretung^ bes° Eroßgrund- I Dn Minister für N«tiionatt VerttidiWW letzte ÄnÄ ff «uTn h».Ä

diese Fragen seien nicht vorn Stanbpunfte der Par. rn dem besonders die Bewaffnung der Emheifen, teipolitik anzusehen, sondern Fragen des prakti- daS System der Befestigungen und die Hewb- scheu, gesunden Menschenverstandes. In diesem sttzungber ©lenfljett Wnbeft

Zusammenhang betonte Dr. Stresemann die Not- mfter kam zu dem Schluß, daß es chm unmog- wendigkeit der günstigeren Gestaltung unserer lich gewesen sei, gegenwärtig enmi Gesetzenttourf. Handelsbilanz. Ein Ueberfteigen des Imports über über die Herabsetzung der Dlenftzeit vorzu- ben Export, wie wir es bisher haben, sei in Zu- I legen, der biejöinigung aller Müglleder des Mi- knnst unmöalicb I msterrates finden konnte. Er schlug daher vor.

Der Wiederaufbau unseres Vaterlandes, so die ganze Mstitarfrage einem gemischten Ausschuß schloß Dr. Stresemann, sei nicht Sache einer einzel- zu unterbreiten, der entsprechend dem mt Jahre neu Partei, sondern der Zusammenarbeit aller ver- I 1920 gebildeten Ausschuß zusammengesetzt sei. Da nünftigen Elemente des deutschen Vlkes. (Lebhafter I die Mitglieder des Ministerrates sich über diesm Veifalli I Vorschlag nicht einigen konnten, beschlossen sie, die

Zum Schulgesetz I Gesamtde missivn dem König zu überreichen.

längs der Linie Lixhe-Neerhaeren dewnierte Unter­stände für Maschinengewehre auszubauen. Die Forts am rechten Maasufer und einige am linken sollen unter Beachtung der Lehren des letzten Krieges wiederhergestellt werden, insbesondere sol­len die Verteidiger gegen die Wirkung der Gift­gase geschützt werden. Die Hauptverteidigungs­linie soll durch mittels Betonunterstände unter- einander verbundene Stützpunkte gebildet werden. Sie würden mit zwei Posten besetzt werden, die einen brüskierten Angriff zu vereiteln hätten. Zur baldigen Verwirklichung dieses Planes solle der Kriegsminister nächstens von bem Parlament Kre­dite von 10 Millionen Mark verlangen, die erlau­ben wurden, di« Arbeiten am 1. Januar 1928 zu beginnen.

Frankreichs Marine.

Die französische Kammer setzte die Beratung des Marinebudgets fort, in deren Verlauf bie Korn- muniften mit ber Forderung auf eine Untersuchung unb Abstellung ber oerfdiiebenen Mißstände n den Ttarinegefängniffen unb ber chlechten Ernährung unb Behandlung auf Kriegs- chiffen eine Obstruktion begannen. Sechs- mal wurden von ihnen gestellte unb von ben So­zialisten unterstützte Slbänberungsanträge abge­lebt. Es gelang ihnen jedoch, die Verabschiedung des Marinebudgets zu verschleppen, sodaß bie Wei- terberatung vertagt werben mußte. Der der so- zialrepublikanischen Fraktion nahestehende Abg. Candace hat, um dieser Obstruktion entgegenjutre­ten, einen Antrag eingebracht, ber im wesentlichen eine Verkürzung ber Rebezeit bei Begründung von Abänderungsanträgen vorsieht.

Zwischenfall in Japan.

wtb Tokio, 22. Nov. (Eig. Funkm.) Als der Kaiser nach ben großen Manövern am Samstag Truppen inspizierte, trat ein Solbat, ber ber Klasse ber Parias angehört, aus Reih unb Glied uni sank auf bie Knie, um eine Bittschrift zu überreichen, in ber ber Kaiser aufgeforbert wurde, sich für eine Verbesserung ber Lage ber Paria- einzusetzen. Der Mann würbe s o f o r t v e r h a s- t e t. Der Kaiser soll ben Zwischenfall nicht be- merkt haben. Alle Offiziere bes Regimentes reich­ten Abfchiebsgefuche ein, bte tnbeffen abgelehnt mürben. Der Soldat wirb vermutlich e i n I a h r Gefängnis erhalten.

Das sieht nicht nachAbrüstung" aus.

wtb. London, 22. Novbr. (Eig. Funkm.) Exchange-Mekdung aus Washington besagt: Amt­lich wird erklärt, daß das dem gegenwärtigen Kon-

lige in diesem Sinne den von elsässisch-demokratischen Abgeordneten eingebradyten Gesetzentwurf als ent­sprechende Abänderung bes französischen Presse- fiC'Die Entschließung wird Poincar 6 schrift­lich mitgetettt werden.

* Verlängerung des Saarabkommens. Havas teilt mit, daß die deutsch-französische Delegation für bie Neuregelung bes Saarab kommens eine Ver­längerung bes Ende dieses Monats ablaufenden gegenwärtigen Abkommen dis zum 31. Dezember ins Auge gefaßt habe.

Zentrum und vaqerische voikspartei . £mbmii 22 Ä snte.,

Wie ber Landesbienst bes Sübb. Korrespon- I Streit über die Heeresstärke ber europäischen denzbüros erfährt, haben am 19. unb 20. Novern- I Nationm hat Kriegsminister Worthington-Evans ber streng geheime, abschließenbe Bespre- I wieder das Wort ergriffen und einen Brief an chungen der Verständigungskommissionen des Zen- I bieDaily Mail" gesandt, in dem er ausführt, trums und der Bayerischen Volkspartei stattge- I wenn Lloyd George und Lord Rothermere nicht funden. Das Ergebnis der Besprechung ist der I nur die Stärke der aktiven Heere, sondern auch von ben obersten Instanzen ber beiden Parteien l der Reserven ber siegreichen Nationen in Rech- noch zu biCigenbe Entwurf für eine Vereinba- I nung stellten, mußten sie auch die deutschen, öfter» r u n g zwischen Zentrum unb Bayerischer Volks- I reichischen usw. Reservisten mitzählen. Lord Ro- partei. Dieser Entwurf nimmt eine engere Zu- I thermere veröffentlicht in derDaily Mail" eine fammenarbeit ber parlamentarischen Vertreter ber I Antwort auf diesen Brief unb sagt, der Vergleich beiden Parteien für große Fragen in Aussicht unb I paffe nicht im geringsten, denn für die in DMtsch- will die Möglichkeit einer gegenseitigen Be- I land vorhandenen mWärisch ausgebildeten Marmer kämpfung ber beiden Parteien bei den Landtag- | gebe es keine Waffe, während die siegreichen unb Reichstagwahlen ausschließen. Mt ber Stel­lungnahme ber obersten Organe der beiden Par­teien ist innerhalb kurzer Zeit zu rechnen.

wtb. London, 22. Novbr. (Eig. Funkm.) Der politische Korrespondent berDaily Mail" schrei Ich höre, daß die Einstelkung des Bau zweier Kreuzer als eine Geste an bte amerikanischen Staaten gemeint ist und daß sehr wahrscheinlich im nächsten Jahre der Dau eines weiteren Kreuzers ausgeschoben wird.

hat bie Deutsche Volkspartei auf ihrer Tagung in Braun- I« poiMst^ ^er^n giauor

schweig folgende Entschließung gefaßt: I d« spar wiederum nut ber ^ilbun^

Nach einer grundlegenden Darlegung des Reichs- I des. ÄabmettS beauftragen fönte, das ume Mmr tagsabgeordneten Geheimrat Dr. Runkel über das Reichs- I steriUM ziemlich schnell werden formte,

schulqesetz und eingehender Aussprache darüber billigt I Es würden bann zu ben Mitgliedern der Katho- der Zentralvorstand der Deutschen Dolkspartei die Hal- I lifchen Partei und ber Liberalen der brshengen tung der volksparteilichen Reichsminister, der Reichstags- I Regierung zwei Mitglieder der Liberalen und zwei sraktion und ihrer Vertreter im Bildungsausschuß bet I Mitglieder der demokratisch-christlichen Gruppe tre- den bisherigen Verhandlungen über Me Fassung eines I diesem Falle würde das Kabinett noch

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mungen bte gesetzgebenden Faktoren gebunden sind. Die I zialisten scheiden aus. Deutsche Volkspartei hat die Ausgabe, auf der gegebenen I n

Grundiage für eine liberal« Ausgestaltung des Schul- I » jj t- Hirtsiefer. Der preußische wesens ernzutreten. In Ausführung ihrer auf dem Leip- I Wghifahrtsmittister Hirtsief er ist von ziger Parteitag im Jahre 1919 programmatisch festgeleg- I . mehiAinifrfien Fakultät Bonn zum öubnM ®br*enVoHör ernannt roorbem* Hirtsiefer" ber

Sicherung 9ber konfessionellen Bekenntnisschule in ihrer I feit vielen Jahren, gestützt .^r

geschichtlich gewordenen Art dauernde Erhaltung der I Zetttrumsfraktion bas preußische Wohlfahrtsmitti- christlichen Simultanschule. 2. Angleichung der in der | fterium leitet, ist Rheinländer unb aus bem Arbei- Reichsverfassung bevorzugten Gemeinschaftsschule an bie I terftanbe hervorgegangen. Er hat als Minister christliche Simultanschule. 3. Sicherung der Lehrfreiheit i immer sachliche unb gute Arbeit geleistet, ob» gegen jeden Versuch einer konfessionellen Verengung des I rooi{ $,erat)e er Don den extremen Inter esfenten- gesamten Unterrichts in Bekenntnisschule. 4 I flruppen häufig in ber hemmungslosesten Art an-

fystem/ eines Schulverbandes. 5. Volle Aufrechterhal- I gegriffen mürbe. 2>ie tljni: W jui Deü geroorbene tunq der Schulhoheit des Staates, auch für den Red- I atabemtfdye E h r u n g zeigt, daß s e l b st l o s e aionsunterricht. Die Deutsche Dolkspartei, die sich nach I Arbeit im Dienste bes Gemeinwohles schließlich auch den Erklärungen ihrer Minister und der Frattion die I da Anerkennung ftnbet, wo zunächst Vorurteile be- Freiheit der Entschließung vorbehalten hat, ist nach wie I stehen.

vor bereit, an dem Zustandekommen des Gesetzes mtt- zuarbeiten; sie erwartet aber, daß bie Retchstagsfraktion nur einem Gesetz zustimmt, das den Forderungen ihres nationalen unb liberalen Bilbungsideals entspricht.