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Für unsere Frauenwelt

«wt.

Nr. 267 vom 20. ttoD. 1927

Silage zur Zuldaer Zeitung

Deutsche Mode.

tel empfiehlt

Kragen und

I Mflt Spstese

Die älteste Sparkasse des Regierungsbezirks

Fernruf 263, 264, 265

Kadstraße 1/3.

Mündelsicher =

nur dann einen Wert haben, wenn em parier -umrs- wille hinter ihnen steht, so rufen wir alle noch gesund fühlenden Volksgenossen in allen Standen und Lagern auf zur Schaffung einer starken öffentlichen Meinung, die der Verschlammung wehrt. Jeder hat Macht m Hän­den, denn entschlossener Wille ist noch immer eine Macht!

Nichts beweist deutlicher den Wert der Arbeit, die bisher um die Schaffung einer deutschen Mode geleistet worden ist, als der Umstand ,daß alle die gesundheits­widrigen und lächerlichen Auswüchse, die den Anzug der eleganten Dame früherauszeichneten", eben nur infolge der so gern bespöttelten deutschen Reformbestrebungen verschwanden. Die so überaus beliebtenNeuheiten" von heute, wie Kasak, Jumper, Pullover oder wie die Be­zeichnungen lauten mögen, sie entstammen keinen ameri­kanischen ober englischen Vorbildenr, sondern Anregungen und Modellen, die, teilweise schon vor dem Kriege, aus den Kreisen des genannten Verbandes alsDeutsche Mode" vorgeschlagen wurden. Allen Nörgeleien und Ein­wendungen zum Trotz sei immer wieder gesagt: Wenn die deutsche Frau nur will, nur endlich den Mut hat, sie selbst zu sein, so braucht sie keine ausländischen Modelle und Vorbilder mehr. Der eigene Formenreichtum und die eigene Phantasie sind groß genug, lassen Spielraum für jede Individualität.

Pfarrer Heumann-Buch 272Seiten. 150Abb. Sie erhalten 1 ExpL umsonst and portofrei durch

L Heumann « Co., Mnurarg M 184

Deutscher Frauenkampsbund, Zentrale: Eisenach, Reulandhaus.

Das Dosenwunder.

Legende von Emmy Fleur.

Herbstglanz rötete der Wartburg Wipfel, Als Elisabeth im Lichtgewande Niederstieg vom rauhen Felsengipfel, «in zur Armut an des Städtchens Rande. qn des Rockes weichgeschürzten Falten Trug des Landgrafs Weib die reiche Spende, Brot und Wein, daß Kranken sie und Alten Freudig fülle leidgekrümmte Hände.

Herbstglanz goldete die jungen Wangen, Schneller schritt sie auf geheimen Wegen, Als der Landgraf streng und stolzbefangen Herrisch trat der zarten Frau entgegen. Zürnend warf er ihr mit rauhen Mienen Solche Frage zu:Wohledle Frauen, Steigt zu Tal Ihr, um dem Leid zu dienen, Wie ich nimmer wünschte Euch zu schauen?

Zeigt mir her, was im Gewand Ihr traget, Daß ich Eure Gabe reich' den Hunden!" Herr erlaubt!" entgegnet sie und zaget:

ÜHabt Ihr mich nicht allzeit treu erfunden?" jgNun, so gebt!" spricht leise er und linde, Will den Hochmut bergen unter Kosen:

IZeigt den Rock, daß ich das Scherflein finde!" rRosen trag ich!" ruft sie:Nichts als Rosen!" | Hält Elisabeth in bangem Hoffen, Betend, daß ihr Gott sie nicht verlasse, Hält ihm still Gewand und Hände offen, Zitternd, ob er ihren Frevel fasse! Doch da lächelt ihm die Glut entgegen Hplder Rosen, die wie Purpur prangen, Rot und rosig, wie ein Frühlingssegen, Golden wie der Sonne Leuchtverlangen!

Rot und weich, wie Kinderlippen glühen. Duften Rosen aus der Herrin Kleide, Zeigen noch im letzten Sommerblühen, Wie in Glück sich wandelt Gram und Leide. Senkt der Landgraf ritterlich den Degen, Wagt des Weibes Rochfaum kaum zu streifen: Gott gab Eurer Reinheit hohen Segen, Lehrte Güt' und Liebe mich begreifen!

Geht von nun an ruhig Eure Pfade, Helft der Armut aus des Lebens Sorgen! Daß kein böser Blick Euch trotzt noch schade. Will ich hüten Euch in Nacht und Morgen, Will in Rosen Eure Schritte hüllen, Rosen um der Liebe Tempel ranken, Und Euch heilig nennen mir im Stillen, Herrin Ihr von Taten und Gedanken!"

Schritt Elisabeth in sanfter Güte Nun den Weg zu Tal, den sie begonnen: Herbstglanz rötete der Rosenblüte Frühlingswunder, bas sie ba gewonnen! Aus bes Lebens herben, kargen Broten Schuf ihr Gott ein halbes Frühlingswunber! Unb vor feinen heiligen Geboten Tauchen Raum unb Schicksal zeitlos unter . . .

Deutscher Frauenorden (Hochsitz Darmstadt 1921), Zen­trale: Darmstadt. Deutscher Frauenbund, Zentrale: Berlin. Denlschbund, Zentrale: Weimar. Deuts-*-- Verein für ländliche Wohlfahrts- und h^matpslege, träte Berlin. Deutscher Frauen- und TNadchenbund für sittliche Reinheit, Zentrale: Berlin. Allgemeiner Deut- scher hansbeamtinnenverein. Zentrale: München. Rei- enffeiner Verband für wirtschaftliche Frauenschulen aus dem Lande, Zentrale: Berlin. Verein deutscher evange­lischer Lehrerinnen, Zentrale: Barmen. Reichsausschuß ländlicher Franenverbände (Zentrale der deutschen Land- sranen), Zentrale: Berlin. Reichsvereinigung deutscher Hausfrauen, Zentrale: Schwartau. Westdeutscher Sift- lichkeitsverein, Zentrale: Hagen. Reichsverband der Baltikumkämpfer, Zentrale: Berlin. Reuland, Jenirale: Eisenach, Renlandhaus.

ohne ihn zu blenden, und die leicht von ihm ausge­löscht werden kann. Auch ein Tischchen, auf dem bas Buch abgelegt werden kann, stelle man neben das Bett. In der kalten Jahreszeit muß das Zimmer möglichst gleichmäßig erwärmt werden unb häufig gelüftet. Ueberhaupt ist frische Luft das erste Erfordernis für ein Krankenzimmer. Liegt bas Krankenzimmer an der Hintertreppe, wo viel Geklingel unb Türenschlagen zu hären ist ober in der Nähe der WirtschastsrSume mit ihren Küchengerüchen unb Geschirrgeklapper ober nach her Straße mit Auto unb Straßenbahnlärm, so wirb man, wenn irgend möglich, einen anderen Raum als Krankenzimmer einrichten, der mit einiger UebErle­gung und Mühe ruhig, hygienisch unb bequem gestal­tet werden kann.

flus der Frauenwelt.

f Eine Dame als Konsul. Zum Konsul der Ver­einigten Staaten in Amsterdam wurde eine Dame, Miß Pattie Field ernannt.

f Eine Inderin al, Rechlsanwali. In Ealcutta wurde jüngst eine junge Dame, die übrigens als präch­tige Rasseschönheit gilt, als Rechtsanwalt am Gerichtshof zugelassen. Die Dame studierte in England und bestand alle Prüfungen mit Auszeichnung.

f. Eine Tochter des früheren Kaisers von Anam hat sich unter dem Namen Nhu May als Studentin an der Landwirtschaftlichen Hochschule in Paris einschreiben las­sen. Als ihr Vater in jungen Jahren von der franzö­sischen Regierung abgesetzt wurde, ließ er sich in Algier als Kolonist nieder und heiratete hier die Tochter eines französischen Beamten. Dieser Ehe entstammt Frl. May, die sich eifrig vorbereitet, um später die Leitung der großen väterlichen Farm zu übernehmen.

1825 FUMa 1825

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Pfarrer Heumann's Heilmittel

stets auch vorrätig bl den Nieaerlagen Hob und scnwanan-Apotheke Fulda Hirsch-Aootheko OelsalRhOn.

Die Kochkiste.

Der Wert dieses Küchenbehelfs besteht darin, daß alle jene Speisen, die lange Zeit zum Weichkochen be­nötigen, Hülsensrüchte, rote Rüben, Fleisch nach kurzem Ankochen ohne weitere Feuerung, im Dampf bes fest verschlossenen Topfes weich werden. Man erspart nicht nur Heizmaterial, sondern auch Beaufsichtigung, da ein Anbrennen nicht ftattfinben kann. Wohl aber kann man, wenn der Siedeprozeß nicht stark genug war, baß er anhält, ober eine Abkühlung eintritt, burch schlechte Hüllen ober burch zu viel Lust im Kochtopf (wenn er groß und nicht genügend voll ist), die unliebsame Ueber- raschung erleben, daß bas erwartete Mittagessen lau­warm und hart geblieben aus der Kiste kommt. Ein wenig Hebung wird dies jedoch bald vermeiden. Ein Behelf" bleibt die Kiste immerhin, weil dasFertig­kochen" mit (Einbrennen, Abbraten unb Backen nur am richtigen Feuer geschehen kann, wenn man nicht etwa einen Kochapparat mit einlegbaren Heizplatten anschafft.

Was bie Herstellung anbelangt, so ist sie sehr einfach. Ich zitiere ausWas koche ich?": Die Kistemuß mit gut schließenbem, übergreifenbem Deckel dem hineinbe­stimmten Topfe angepaht, nicht zu groß, aber doch so weit sein, daß zwischen ihren unb den Topswanben sich eine gute Schichte von schlechten Wärmeleitern, wie Heu, Sägespänen, Zeitungspapier ober Stofflecken einstopfen läßt. Diese werben mit einem Stosfleisfen so sauber Überspannt unb auch ber Boden ebenso gefüttert, daß man den Topf rasch unb leicht hineinstellen kann. Ein Polster in ber genauen Größe unb aus gleichem Ma­terial wird darauf gelegt und der Deckel zugeklappt. Man kann bie Polster unb ffiänbe zum Herausnehmen ein- richten ... Auf biefelbee Weise lassen sich auch mehrere Töpfe neben- ober übereinander stellen. Die Töpfe sol­len nicht zu groß für ihren Inhalt unb möglichst gefüllt fein unb, wenn mehrere Töpfe in bie Kiste gehen, keiner leer, fonbern wenigstens mit kochenbem Wasser einge­stellt werben. Auch in ber Lehrmeister-Bibliothek, Nr. 346, die durch jede Buchhandlung bezogen werden kann,

5. Verschärfte Verfolgung bes Vertriebes von Mor- phium, Kokain und allen andern verbotenen Rauschgif­ten. Verbot ber Verabfolgung alkoholischer Getränke an Jugendliche unb bes Rauchens ber Jugenblichen.

Weiter verlangen unb erstreben wir:

1. Erhaltung bes Bewahrungsinstinktes burch eine anftänbige Bekleibung, auch bei Turnen, Baben und

Dos Krankenzimmer.

Von Irene Brockhausen-Berlin.

Wird ein Familienmitglied krank und ist zu befürch­ten, daß es längere Zeit das Bett hüten muß, so nrnh dem Krankenzimmer besondere Sorgfalt zugewendet werden. Nichts ist störender für einen Kranken, als vieles Hin- unb H erlauf en in seiner Nähe, Schranke auf- unb zuschließen unb Aufräumen in unmittelbarer Nachbarschaft bes Bettes. Deshalb sorge man bafür, daß Gegenstände, die anderweit im Haushalt gebraucht werden, Kleidungsstticke, bie anderen Familienmitglie­dern gehören ufw. aus dem Krankenzimmer entfernt werden, was bei Ansteckungsgefahr überhaupt notwen­dig ist. Dann wird der Teppich fortgenommen, Damit ber Fußboden leichter aufgewischt werden kann, wenn nötig mit einem Desinfektionsmittel. Schwere Polster- möbel, Portieren, alle ftoubfangenben Stoffe sind tun­lichst zu entfernen, ober es ist dafür Sorge zu tragen, daß bas Zimmer auch bei Tage verdunkelt werden kann. Nstipesfiguren, Vafen mit künstlichen Blumen, Drape­rien, Photogrvphierahmen, kurz allen unnötigen Grims- grants lege man fort, damit das Aufräumen des Zim­mers in kurzer Zeit mit wenigen Handgriffen vorge­nommen werden kann.

Kann das Bett so gestellt werden, daß es von drei Setten frei ist, umso besser; wenn nicht, muß es jeden­falls bequem zugänglich für Arzt unb Pflegerin fein unb die hinbernden Möbel müssen fortgefchafft werben. Das Zimmer soll einen ordentlichen und aufgeräumten Eindruck machen, nichts ist quälender für einen Kran­ken als in einem Zimmer liegen zu müssen, in dem Kleidungsstücke Herumliegen, gebrauchtes Geschirr und benutztes Waschwasser herumsteht. Auf dem Waschtisch ist alles zum Einnehmen, für notige Umschläge, zum Inhalieren etc., bereitzustellen. Fieberthermometer, Rezepte und Fieberkurve sind so aufzuheben, daß man sie jederzeit zur Hand hat. Einen Krug mit frischem Wasser unb einen Eimer, in dem em wenig Wasser mit Lysol ober einem anderen Desinfektionsmittel ist. stellt man neben den Waschtisch, damit jedes aufgeregte Hin- unb Herlaufen, befonbers nachts, oermieben wirb. In der Nähe bes Bettes muß ein Nachttisch, oder em Krankentischchen stehen, (das in den meisten Samlats- gefchäften zu lechen ist); letzteres ist besonders bei den Mahlzeiten für den Kranken bequemer. Ist ferne eiet trifche Klingel am Bett, so stellt man eine Tischglocke in erreichbare Nähe, ebenso eine Schnabeltasse ober ein Glas mit Himbeerwasser, ober einem anderen küh­lenden Getränk. Falls eine Nachtbeleuchtung notwen­dig ist, stellt man sie zweckmäßig so, daß das Licht den Kranken nicht stört, und chm auch nicht erreichbar ist. Hat eine Chaiselongue im Zimmer Platz, so kann ber 1 Kranke während des Umbettens darauf liegen, auch später in ber Rekonvaleszenz. Wenn ein Bettschirm vorhanden ist, wttd er so um das Bett gestellt, daß er beim Lüsten des Zimmers den Kranken vor Zug und kalter Lust schützt.

Alle Arzneien und Medikamente stelle man, sofern ße auf dem Waschtisch keinen Platz finden, auf ein gro­ßes Tablett mit Einnehmegläschen und Löffel möglichst vom Bett entfernt. Dies ist zweckmäßiger, als wenn die Medikamente auf dem Nachttisch stehen, da ihr Ge­ruch dem Kranken oft unangenehm ist. Schlafpulver und schmerzstillende Mittel sollen dem Kranken allein überhaupt nicht zugänglich sein.

Darf der Kranke, wenn aud) nur für kurze Zeit das Bett verlassen, muß er einen Morgenrock bequem zur Hand haben, darf er lesen, muß für eine passende Beleuchtung gesorgt werden, die auf das Buch fällt,

P 2. Erziehung ber Jugend zum Familienleben. Bil­dung ber Mäbchen für ihren wesentlichen Beruf als Frau unb Mutter.

Da aber bie geforberten Gesetze unb Verordnungen nur bann einen Wert haben, wenn ein starker Volks-

finb Anleitungen unb Illustrationen für eine Kochkiste Se9(Eine Schwierigkeit sah ich darin, daß man Töpfe verschiedener Gröhe einstellen möchte, einmal 2, 3 Wer fassend, bann roieber nur für % bis 1 Liter. Ms Ful lung wäre daher am praktischsten, wenn man sich un. gewaschene Wolle von Schafen verschaffen kann. Dis Kiste wird mit einem passend großen Tuch ausgefutterl und ein gleich großer, ebenso geschmttenerSoffeckgel richtet ber am obeern Rande ber Kiste befestigt wir so daß zwischen diese beiden Stosfbehaltu reichlich viel Schafwolle eingefüllt werden kann, aber

schiebbar bleibt. In den zweiten äußeren: Stoffsack druckt man den Kochtopf ein und legt em gefülltes, der Kisten grüße angepaßtes Kiffen daraus. Ist es einmal em gro- Z Topft ber Dineintommen soll, so wird die Wolle dadurch nur etwas mehr zusammengedruckt. Er schlupft aber ebenso leicht ein, während ein solcher Wechsel m tcftaeftorften Stoffwänden nicht möglich ist.

Es kann auch nur Wolle in bie Kiste gefüllt werden, ohne Verkleidung; appetitlicher scheint sie mirmitdei Stofsütterung, weil diese herausgenommen und gewa- scheu werden kann. Anzuraten ist auch, einmal -mJahr | bie Wolle zum Lüften herauszunehmen unb m ber Sonne auszubreiten. .

Emvfehlen möchte ich nach meinen e'genen Ersahrun gen die Kochkiste jebenfalls, wenn Halbwegs möglich, m M.» d.- fl-rte, » ft-»--. d-mftd--

balt in ben Topf rafch tjmemlangen kann. Ich bereite st^s bas häufig vorgeekochie Esten für ben Abend auf K D- fiMe Ich Mr Ich--

aroßen Kochtopf mit fiebenbem Wasser aus bem Schift des Sparherbes an, stelle ihn in bie Kochkiste unb habe 7--<L»ch -'-Ich 6-16«»®* H

Monat eine ganz nette Ersparnis bebeutet. 6. Z-

(Die Deutsche Familie", Tyrolia, Innsbruck.)

f warmer Brotpubbing. 200 Gr. Brot wird in kleine Stücke geschnitten unb mit kochender Milch über- aosten zugedeckt unb 30 Minuten stehen gelassen Uw S'en räbe man 125 Gr. Mandeln, verrühre sie mtt 100 Gr. Zucker, Zitronengelb unb 8 Eigelb, würze bte Masse mit 2 Prisen Zimt unb einer Prise Nelkenpulver, qebe noch 60 Gr. erlesene unb ausgekochte Rosinen hm- zu, nach Belieben etwas Rum ober Kirschwasser, dann bas aut verrührte Brot unb zuletzt ben Schnee ber 8 Eiweiß unb 100 Gr. leichtgeschmolzene Butter. Man füllt bie Maste in bie Form, backt 50 Minuten unb gibt eine Rumsauce dazu.

f Reissuppe mit Tomaten auf schnelle Art. Für ? Teller Suppe zerbrückt man 1 Maggi's Suppenwurfe Reis mit Tomaten unb streut bie Maste m gut / Liter kochendes Wasser. Kein Salz, keine Fle>schbruhedazu nehmen. Nach dem Wiederaufkochen laßt man 20 Ml nuten bei kleinem Feuer kochen. Vor dem Anrichten kann vorteilhaft etwas frische Butter beigefugt werden.

f Stockflecke entfernt man aus der Wäsche, indem man die stockig gewordenen Stellen in Essig legt. Wenn die Flecke verschwunden sind, wascht man mit klarem Wasser nach, um die Essigspuren zu entfernen. Das Mit­tel empfiehlt sich, weil es nicht allzu scharf ist unb bie Wäsche nicht angreift, befonbers für feine Taschentücher, ' Garnituren.

Die gut eingerichtete Küche gehört zum behaglichen Keim

Vollständige Küchenausstattungen hauswirtschaftliche Maschinen, Nickel-, Tafel* und Kochgeschirre, Bestecke, Messingwaren, Flur- und Wandgarderoben.

c. A. flrnd G. m. b. H. Fulda.

Die $rau als Erzieherin.

f AÄffiAc Kinder, d. h. solche, die aus einer ihnen innewohnenden Herzensgüte gefällig undentgegenkom- mend sind, können leichter erzogen werden als। trage und maulige Kinder, die immer erst angetrieben werden wenn es sich um eine Bestellung ober um trgenb eine Handleistung handelt. Man kann u-chtbester au, solche unleidliche Kinder einwirken, als wenn man sie beschämt. Hilft auch bas nicht, so muß man sie ein» Zeitlang vollkommen mit Verachtung strafen.

Die Zrau als Hausarzt.

f Knoblauch gegen Arterienverkalkung und Ruhr. Von ärztlicher Seite ist die H^lkraft des Knob auchs bet n-ri-bi ebenen Erkrankungen anerkannt. So wiro er oc übermäßigem Blutandrang infolge von Artenosklerose als sehr wirksames Mittel empfohlen. Man nimmt em Gewichtsteil geschälten Knoblauch und laßt ihn mm er Gewichtsteilen Reinsprit drei Wochen: lang Der Auszug wirb filtriert unb täglich m 30 Xropfen bem Patienten eingegeben. Schon nach kurze Z eine merkliche Besserung un Befinden to Starrten Auch bei Ruhr unb ruhrartiger Diarrhoe wirkt roh Knoblauch als schnellheilenbe Mebizm. Um ben stark- riechenden unb scharfschmeckenden Knoblauch angenehmet ehmmebmen empfiehlt sich bas Einpacken ber kleingehack- ten3 Zwiebel in Oblaten. Weniger Empsmdliche könnet ihn auch auf Butterbrot genießen. Die Wirkung ist em. überraschend schnelle und gute.

Die $rau in der Küche.

(Ein Hufruf an die Frauen.

In gleichem Sinne wie es von katholischer Seite schon seit langem immer wieder gefordert wirb, un­geachtet bes Spottes und Hohns, ber von gewissen Kreisen barüber einsetzt, erlassen jetzt nichtkatholische Ver­bände folgenben Aufruf:

Deutsche Zukunft in Gefährt

Aufgabe der Frau ist es, in Treue unb Mütterlichkeit Hüterin ber Gesittung zu fein. Auf ihren Schultern ruht zum wesentlichen Teil die Verantwortung für bie cmfwachsenbe Jugend. Ein starkes unb tapferes Ge­schlecht kann sie aber nur aus ihren Händen entlassen, wenn die unser Volkstum bedrohendeerottsche Revo- lutton" als wesensfremd abgetan wird.

Statt wahre Rechte aus ben ewigen, ihr innewoh­nenden Kräften zu gestalten, drängt bie sog.moberne" Frau, von gleichgesinnten Männern übel beraten, nach schlechten Männerfreiheiten. Die Vermännlichung in Kleibung unb Haartracht ist typisch für bie gegenwärtige Ablehnung der mütterlichen Verantwortung. Kultus ber Nacktheit, Nacktbild - Zeitschriften, bie Schamhaftigkeit, verletzende kurze Kleibung ertöten bas Schamgefühl; Un- terbrütfung neuen Lebens verbreitet sich immer mehr. Materialismus und Mammonismus bewirken eine un­erhörte, zum Gelbmachen ausgenutzte Genußgier, führen zur Verflachung unb zur Gewöhnung an niebere In­stinkte. Kaschemmenlieber preist man als deutsche Dich­tung an. Millionen von Schundheften verschulden ben Hauptteil aller Straftaten Jugendlicher. Immer neu sind bie Reizmittel, bie uns in geschickter Form bei­gebracht werben unb die uns in bauernber Sinnenver­wirrung entkräften wollen.

Negertänze, Jazzbandlärm, Apachenmaskenbälle, so­gar am Totensonntag vorgeführte Cntkleibungsrevuen, Rauschgifte, kurz sinnenverwirrenbes, erschlaffendes Amüsement" unbSensationen" aller Art sinb bie Kenn­zeichen unb Stationen biefer Entwicklung. Ihr Ende unb Ziel aber heißt:

Anuatürtichkeift Enlnervung, Krankheit, Entmütier- Nchnng, Geburtenrückgang unb Volkstod!

Deutsche Frauen unb Mädchen!

Wehrt Euch gegen die falschen Schlagworte, mit denen man die echte Stimme Eures Innern übertäubt!

Wißt, daß Eure Pflicht zum Edlen und Schonen Alles, daß aber Mode, Zeitgeist und Tagesgefchwatz Nichts bedeuten! Unterstützt durch Tat und Beispiel un­sere Forderungen!

Deutsche Männer, helft uns in unserem Kampf!

Wir wollen eine fröhliche, lebenskräftige Jugend her- anwachsen sehen, welche bie Grenzen bes Genusses, ben Sinn und Wert einer einheitlichen, zielbewußten Lebens­führung kennt. Wir fordern:

1 Eine praktisch-wirksame Durchführung ber Gesetze gegen Schmutz unb Schund in ber Literatur unb zur Be­wahrung ber Jugenb vor Schmutz und Schund.

2 Scharfe Anwendung bes § 184 bes Strafgesetzbuchs zur Unterdrückung der sittlich zersetzenden Presse-Erzeim- Me in Wort unb Bild, damit er nicht weiterhin durch Ungeeignete Sachverständige unwirksam gemacht werben

3 Ein Theatergesetz, das uns von ber gegenwärtigen Besubelung burch Gemeinheiten, vomNubitätenzirkus" der Bühne unb von dem Schmutz der Revuen befreit.

4. Ein Verbot von Saxophon unb Negertanzen; Schließung aller Nachtbielen.__

praktische winke.

f. Gegen die Wanzen werben viele Mittel empfohlen. Eines ber bewährtesten ist eine bicke Lösung von Salz unb Petroleum. Diese streicht man mittels eines Pm- {eis ober einer Vogelseber in alle Fugen unb Ritzen ber Mauern unb Möbel. Daburch werben bie Wanzen un- weigerlich baraus vertrieben unb müssen getötet werben, damit sie sich nicht anbermeit festsetzen. Sobald bie Brut auskriecht, mutz man das Verfahren wiederholen.

f. Schmutzige Strohmatten werden mit warmem Salzwasser gereinigt, das man mit Hilfe einer Bürste aufträgt.

das gute Unionbräu

aus der

Unionbrauerei Fulda, G. m. b. H. Fulda

Einzige Brauerei des Kreises Fulda.

Flaschenbier-Vertriebs Georg Ruppel, Flaschenbierhandlung, Kanalstr. 8 telephonisch " erreichen unter Nr.22. Aug. Ullrich, Flaschenblerhandlung. Nikolausstraße 14 und die durch unsere Plakate bezeichneten Verkaufsstellen.

I Heber den Zusammenhang der Mode unb bes Kleider- ftils ber deutschen Frau mit bem allgemeinen Deutsch- »cher I tum, bem Nationalgefühl ist schon unenblich viel geschrte- I Zen- I ben unb gerebet worben. Aber immer noch nicht genug.

Denn ttotz Krieg unb jahrelanger Abgeschlossenheit vom Auslanbe, trotz ber oft versuchten Einstellung auf eine Deutsche Mobe" sinb viele unserer Frauen unb jungen Mäbchen schon roieber aus bem besten Wege, ber vor bem Kriege so viel bespöttelten unb belächelten Auslan- berci anheimzufallen. Nur mit bem einen Unterschiebe, baß an Stelle ber französischen Erzeugnisse solche nach englischem und amerikanischem Vorbilbe getreten sind. Die Hälfte dessen, was deutsche Frauen unb Mädchen tra­gen, ist so unbeutsch wie nur möglich, klammert sich skla­visch an auslänbische Vorbilder an, immer in ber ewigen, lächerlichen Angst, unmobern zu erscheinen. Aber trotz Moberevuen unb Girlkultur, trotz ber vielen, bis zum Ueberbruß veranstalteten, geschmacklosenSchönheits­wettbewerbe" nach amerikanischem Muster schaffen unb wirken doch Tausende von Frauen, endlich derDeut­schen Mobe" zu ihrem Recht zu verhelfen; arbeiten an ber Wieberaufrichtung eines beutschen, weiblich-sittlichen Lebensibeals, bas allein geeignet ist, einen Damm zu bilben gegen die drohende Veramerikanisierung,Vermänn­lichung und damit Entsittlichung der deutschen Frau. Die

I Ausstellung desVerbandes für Deutsche Frauenkleidung und Frauenkultur" z. B. auf der vorjährigenGesolei" in Düsseldorf gab einen anschaulichen Ueberblick über die gewaltige Pionierarbeit ,bie in den letzten Jahrzehnten von deutschen Frauen geleistet wurde. Welch ein Unter­schied zwischen dem sogenannten, so überaus verpönten Resormkleid von damals und ben aus ben Werkstätten des genannten Verbandes heute hervorgehenden Erzeug­nissen. Freilich verlangt ein solches Kleid, wie Dr. Ma-

I non Lobero in ihrem im Oktoberheft der Familienzeit­schriftDie Bergstadt" erschienenen reich illustrierten Auf­satz überZweck und Ziel der Deutschen Mode" betont, Frauenwürde, seelische Anmut und veredelte Geistigkeit von seiner Trägerin: Ansprüche, denen dieManne­quins" in Stöckelschuhen, Herrenfrisur unb ähnlichen mo­dernen Attributen in den wenigsten Fällen genügen dürs­ten. Auch der so oft gehörte Einwand, bas typisch deut- sche Kleib entbehre jeher Eleganz unb Gepflegtheit sei also unmöglich international-gesellschaftlichen Ver­pflichtungen gegenüber wirb angesichts ber heutigen Erzeugnisse ber beutschen Mobe ohne weiteres hinfällig.