Beilage zur Fuldaer Zeitung
Für unsere Frauenwelt, n,.ZM
Herdfeuer. *
Die dürren Blätter tropfen von den Zweigen, Kastanien glänzen goldig braun im Gras, Der Waldweg spinnt sich ein in Dunst und Schweigen, Blaß glimmt die Sonne wie ein Goldtopas.
Die Luft trägt einen Ruch von Gruft und Sterben, Don Hagebutten brennt der Rosenstrauch, Im welken Laube gehst du wie auf Scherben, Mariengarn zerreißt im Windeshauch.
In unsers Hauses Herd glühn hell die Flammen, Wir fühlen tief, wie warm die Liebe hält. Wir rücken eng im goldnen Kreis zusammen, In unsrer Glut zerschmilzt die kalte Welt . . .
_________________Ilse Franke.
Das Haushciltungsbuch.
Don Castagnola.
Es ist schon ost die Frage erörtert worden, ob die Hausfrau eigentlich ein Haushaltungsbuch führen soll, d. h. also, ob sie ihre Ausgaben genau auszeichnen und allwöchentlich oder monatlich abrcchnen und abstimmen soll? Ich gehe von der Voraussetzung aus, daß eine solche Buchführung im Haushalt pünktlich und gewissenhaft besorgt wird wie alle übrigen Funktionen des komplizierten Haushaltungsapparates. Und dann, aber auch nur dann ist diese Buchführung eine gute Kontrolle vor sich selber und dem Hausherrn oder Geldgeber: Nicht nur, daß man sich jederzeit ausweisen kann Über Verbrauch von Geld und Waren und daß man dem Anderen Rechenschaft abzulegen vermag über Art und Weise der Haushaltsführung: obendrein kann man die einzelnen Posten der zwölf Monate miteinander und gegeneinander abwägen und dadurch die Probe machen, wo man z u- viel gebraucht hat und wo man Ersparnisse erzielen kann.
Ich führe seit zwanzig Jahren meine Haushaltungsbücher: Sie sind inzwischen schon beinahe zu statistischem Material geworden! — Und es packt mich zuweilen ein betrübliches Gefühl, wenn ich sehe, wie enorm sich die Kosten der Lebenshaltung gesteigert haben ohne die Steigerung der Gehälter mit sich zu bringen! Aber man lernt doch allerlei aus diesen Büchern, und die kleine tägliche Mühe wird hinlänglich ausgewogen durch das Empfinden, gem'ssenhaft und redlich verwaltet zu haben, was uns das Schicksal als Aufgabe zuerteilt hat.
Zur 5lnge'elltenver^chenwgs-wabl.
Die Angestelltenversicherung ist für den Angestellten ungefähr das. was für den Arbeiter die Alters- und Invalidenversicherung bedeutet. Bei vollendetem 65. Lebensjahr ober bei vorzeitiger Berufsunfähigkeit gewährt sie dem Angestellten ein R u h e g e l d, das heut im Durchschnitt monatlich zwischen 50 und 60 Mark liegt, sie beugt durch Heilverfahren einem zu frühen Verbrauch der Kräfte vor, sie trägt Sorge für die Hinterbliebenen Witwen und Waisen des Versicherten. Diese Angaben (offen erkennen, von welch ungeheurer Bedeutung die Rentenversicherungseinrichtung für die Angestelltenschaft überhaupt ist. Es kann dieser Angestelltenschaft darum nicht gleichgültig fein, wie der Ausgang der Wahlen ist, die gegen Mitte November zur Besetzung der Organe des Selbstverwaltungskörpers stattfinden. Die Ausübung des Wahlrechts zur Erlangung eines Ausbaues der Versicherungsleistungen im Rahmen einer auch in der Zukunft gesicherten Leistungsfähigkeit der Einrichtung ist daher ein Gebot der Selbsterhaltung.
Vor allem aber sollten sich die versicherung-pflichtigen Frauen nicht die Gelegenheit entgehen lassen, durch Ausübung ihres Wahlrechts dafür zuforgen, daß die Frau einen angemessenen Einfluß in der Ängestell- tenverstcherung bekommt. Rund zwei Fünftel der Versicherten sind weibliche Arbeitnehmer. Für diese muß eine ausreichende weibliche Vertretung in den Organen der Versicherung fein. Vor allem ist es wichtig, daß eine große Zahl weiblicher Dertrauenspersonen vorhanden ist, da die weibliche D°rsi»°rte i. B. in Hei'- Verfahrensangelegenheiten lieber einer Frau ihre gesundheitlichen und sozialen Nöte klorlegen wird als einem Manne. Diese Erweiterung des Fraueneinftuises in der Angestelltenoersichernng errei+en die Frauen ober nickt dadurch, dstb sie ihr- s-timm-m M d°r Wahi zersplittern, d. h. daß sie möglichst je als Einzelverband eine eigene Kandidatinnenliste aufstellen oder daß si- für die Liste gemilchter V-'-b^-'^e ftiwm^n <gj?r, mehr sollten die Frauen geschlossen zusammenstehen und einmütig ihre Slimme mö"lick>st einer einziaen Frauenliste schenken. Zu einer solch einheitlichen Sirte
der Frauenberufsverbände haben sich folgende Frauenoerbände zusammengesr! ossen:
Allgemeiner Deutscher Lehrerinnenoerein, Berufs- organilation der Kindergärtnerinnen, Hortnerinnen und Iugendleiterinnen, Berufsorganisation der Krankenpflegerinnen Deustchlands, Deutscher Verband der Sozialbeamtinnen. Katholischer Verband der w c ib>. kaufm. Angestellten und Beamtinnen Deutschlands, Reichsverband der Beamtinnen und Fachlehrerinnen in Hm:s. Garten und Landwirtschaft, Reichsverband der deutschen Musiklehrerinnen, Reichsverband evangelischer Kindergärtnerinnen. Hortnerinnen und Iuaendleiterinnen, Reichsverband der katholischen Kindergärtnerinnen u. Hort- nerinnen. Süddeutscher Verband der Vereine kathol. Gehilfinnen und Beamtinnen, Verband der evangelischen Wahlsahrtspfte- gerinnen Deutschlands, Verband der kathol. kaufm. Gehilfinnen und Beamtinnen Deutschlands (Sitz Köln), Verband der weiblichen Handels- und Büroangestellten, Verein deutscher evan- gelischer Lehrerinnen, Verein kathol. deutscher Lehrerinnen, Verein kathol. Sozialbe- amtinnen, Verein katholischer weltlicher Krankenschwestern u. Pflegerinnen.
Nicht nur der Angestellten- sondern auch der Frauen- soche wird ein Dienst erwiesen, wenn diese Liste von weiblichen Versilberten aller Berufe und aller Richtungen unterstützt wird.
Zum „Mädchenhaften Turnen". .
In diesen Tagen erging an die Katholiken Deutschlands froh bejahend und mahnend das Wort von der „Körperkultur der Gotteskinder", das Generalpräses W o l k e r auf der Katholikenversammlung in Dortmund im Sept. 1927 geprägt hat. Es ist nicht nur erlaubtes Gut, den Leib zu pflegen, sondern ernste Christenpflicht. Fällt doch gerade im Christentum auf die Wertung des Leibes ein Helles Licht, der verklärende Schimmer des Auferstehungsglaubens. Beides, Leib und Seele, im Geist der Kindfchaft aus Schöpferhand empfangen, soll der Mensch einer möglichst hohen Vervollkommnung entgegenführen. Art und Maß der gegenfettigen Durchformung von Leib und Seele zu einer harmonisch geschlossenen Einheit läßt sich nicht als absolute Größe bemessen und bestimmen. Die Individualität der Veranlagung bildet den Ausgangspunkt; von hier aus steigt der Bildungswille auf zum absoluten Ziel, bestes Menschentum zu entfalten immer im Gedanken der Verpflichtung gegenüber den Schöpferplänen Gottes. So sehen wir Körperkultur als eine wesentliche Seite in der Men- ichenbildung untrennbar verbunden mit Seele und Geist. Natur und Uebernatur, Lebensgestaltung und Lebenseinstellung.
Weibliche Korperbildung steht daher in engstem Zusammenhang mit Frauennatur, Frauenwesen, Frauenbildung. Sie muß eine eigenartige fein. Wo sie ihrer Eigenart noch nicht bewußt geworden ist, steht sie wohl nicht auf der Basis der natürlichsten Entfaltung und Auswertung der Individualität. Da und dort tauchen Ansätze auf, der weiblichen Körperpflege. die Note des Natürlich-Weiblichen zu geben. Für solche unendlich wichtige Bestrebungen muß in der katholischen grauen« und Mädchenwelt Aufnahmebereitschaft geschaffen werden. Das gute Gelingen eines der ersten positiven Versuche auf dem Gebiet der Körperschulung dankt die Tugend des. Katholischen Frauenbundes einer jungen Turnlehrerin, Frl. Johanna Rosenberger aus Würzburg, der die fachliche Leitung einer vom 24. bis 31. August in München veranstalteten Werkwoche „Unser Turnen" übertragen war. Die Einführung in das System der Körperschulung geschah mit einer solchen Naturgemäßheit und war von einer Lebensverbundenheit getragen, daß sich in Hebung und Bewegung ein urgefunbes frauliches Empfinden auslöste und zu freierer Entfaltungsmöglichkeit geweckt fühlte. Kernige, kräftige Durcharbeitung der gesamten Muskulatur wechselte mit Lo- ckerungs- und Entspannungsübungen. Dem täglichen Leben entnommene Beroegusgsformen, wie Blurnen- nflücken. Säen, Lastentragen, tokfen auf die natürlichste Ausdrucksfunktion der Körperhaltung bin. Eine selbstverständliche innere Zucht beherrschte die kleine Arbeits- tchar, der sicherste Beweis für die vertiefte Erfassung des Turnens in seiner geistigen Bedeutung. Auf die rechte Haltung, auf gesunde Lebenspflege aus einheit- "rfjem Geist heraus, zielte die Gestaltung der Werkwoche der Bundesiugend ab. Die Lebensgemeinschaft, die ^'irch die Aufnahme im Heim des Frauenbundes dem jugendlichen Kreis geboten war, erleichterte die einheitliche Gestaltung. Vom morgendlichen Gottesdienst bis zum A^endsegen wurden die Stunden der 2Meit und Muße, stiller Besinnung und herzlichen Frohsinns geteilt. Aussprachen und Vorträge erweiterten die Werk
woche zu jener umfassenden und für das Frauenleben bedeutungsvollen Einheit der Menschenbildung, in die wir die Körperkultur eingeordnet sehen. Es war, als ob unausgesprochen das Wort über die Frau aus dem Hohenlied, das der weiblichen Körperpflege viel zu sagen hat, katholischen Frauenwillen geleitet hätte: „Kraft und Anmut ist ihr Kleid." Dr. Dora Huber.
Die Frau und die Wissenschaft.
f Die erste Privatdozentin an einer deutschen Universität ist die Literatur-Historikerin Fräulein Dr. Melitta Gerhard.Tochter der Dichterin Adele Gerhard. Sie pro- monierte in ihrer Vaterstadt Berlin mit einer Arbeit über „Sch'ller und die griechische Tragödie". Ihre Habilitationsschrift behandelt den „Deutschen Entwicklungsroman bis zu Goethes Wilhelm Meister", ihre Antrittsvorlesung in der Universität Kiel, wo sie künftig tätig sein wird, „Die Wandlung des Schillerbildes in unserer Zeit".
5tus der Frauenwelt.
f Line Ausstellung „Rund um die Arbeit der Haus- frau“ veranstaltet die .Zentrale der Hausfrauen-Vereine von Groß-Berlin" vom 22 .bis 25. November in sämtlichen Räumen des Zoologischen Gartens. Zweck der Ausstellung ist, den Hausfrauen „die Hauswirtschaft von heute" theoretisch und praktisch vorzuführen. So z. B. soll ein Einblick in die Warenkunde durch Vorlegung von zweckentsprechenden Waren neben unbrauchbaren gewährt werden. Im Mittelpunkt der Ausstellung wird eine Wohnung für eine Familie des Mittelstandes mit mehreren Kindern stehen, die alle Errungenfchaf- tenderNeuzeit aufroeift. An einem weiteren Beispiel wird gezeigt, wie eine Altwohnung modernisiert werden und in allen Teilen hygienisch eingerichtet werden kann. Eine besondere Abteilung ist der Küche, dem Einkauf von Lebensmitteln und diesen selbst gewidmet. Endlich soll eine Abteilung auch der Ausgestaltung von Festen mit Hilfe von „Heimattischen" gewidmet sein. Jedenfalls dürfte die Ausstellung in ihrer ganzen Aufmachung sehr viel Interessantes und Neues bieten.
f Line Filmschauspielerin von 66 Jahren. Eine Frau Alexandra Schmitt in Berlin erkannte erst jetzt, in ihrem 66. Lebensjahre, ihre eigentliche Bestimmung zur „Filmdiva" und errang in dem Film „Pique Dame" einen starken Erfolg.
Die Frau c s Erzieherin.
f Zuviel Rücksichtnahme wird oft falsch ausgelegt. Man soll sie den Kindern nicht anerziehen. Eine gewisse Grenze muß alles haben. Es ist ganz falsch und zeugt von Mangel an Menschenkenntnis, wenn man in allzu- großer Bescheidenheit anderen niemals die Freude geftat» ten will, uns einen Dienst zu erweisen. Wer immer rücksichtsvoll zurückweicht, macht jede Hilfeleistung zur Unmöglichkeit und verdrießt jeden, der einen guten Willen und ein uns liebevoll aufgetanes Herz besitzt. Es ist freilich auch eine Kunst, dankbar und froh anzunehmen, was uns geboten wird. Das sollen die Eltern schon den Kindern durch ihr Beispiel und mit gutem Rat beibringen. Beständige Rücksichtnahme, immerwährendes Ausweichen wird dagegen oft nur als Hochmut oder als Mißtrauen ausgelegt. Und dem setzt sich kein Mensch gerne aus. _____________
Die Frau als Hausarzt.
f Fleischspeisen für kranke dürfen nur mit frischer und guter Butter bereitet werden. Aber auch mit der Butter sollte man möglichst sparen. Die Erfahrung hat uns gelehrt, daß sehr fett zubereitete Speisen den (Blagen bisweilen belästigen und die Kranken leicht einen Ekel vor solchen Gerichten empfinden.
Die Frau in der ttüche.
f Selleriegemüse auf Schweizer Art. 6 Personen. 2 Stunden. Eine schöne Sellerieknolle wird geschält und in Scheiben geschnitten, die man in schwach gesalzenem, mit 1 Teelöffel Essig versetztem Wasser weich kocht und auf einem Sieb abtropfen läßt. Gleichzeitig hat man 3 Pfund Kartoffeln in der Schale fast weich gekocht, abgeschält und in Scheiben geschnitten, unter die man nun die Selleriescheiben mengt. Eine Zwiebel und ein Bündchen Petersilie hackt man fein, dünstet dies durch, schmeckt ab, fügt etwas Fleischbrühe dazu und verbessert das Gemüse beim Anrichten mit % Teelöffel Maggi's Würze.
f Kalbshirncroquellen. Zubereitung 1 Stunde. 6 Personen. 3 Kalbshirne werden gewässert und, nachdem die feinen Häutchen davon abgezogen wurden, recht fein
gewiegt. In einer irdenen Schale rührt man 50 Gramm Butter schaumig, gibt das gehackte Hirn hinein und vermischt es mit 2 Eiern, Salz, Pfeffer, 2 Eßlöffeln saurer Sahne und soviel Weißbrotkrumen, daß man einen festen leig erhält. Aus dieser Masse formt man kleine Cro- quetten, wendet sie in geriebenem Käse, geschlagenem Ei und geriebenem Weißbrot und brät sie in Butter auf beiden Seiten braun, worauf man sie herausnimmt und mit feingewiegter gebackener Petersilie bestreut, an- richtet. Zur Soße wird die Bratbutter mit etwas Wasser und Mehl sämig gekocht, nach Salz und Pfeffer ab- geschmeckt, mit 5—6 Tropfen Maggi's Würze verbessert und durchgeseiht. ________
praktische winke.
f Zur Ausfüllung der Fugen in den Fußböden, in denen sich obendrein auch oft schädliche Krankheitskeime festsetzen und weiter ausbilden, bereitet man einen dünnen Teig aus Schlämmkreide, Sägespänen und sog. Wasserglas aus der Drogerie, sowie einer Erdfarbe, die dem Anstrich der Fußböden entspricht. Die Masse muß sogleich nach der Bereitung in die Fugen fest eingestrichen werden. Das Ueberstehende reibt man alsbald mit einem feuchten Tuche ab.
Zeitschriften für Frau-n.
Lonnenland. Ein Mädchenblatt. Erscheint am 1. und 15. jeden Monats. Leitung: Maria Domanig, Innsbruck. Bezugspreis vierteljährlich 2.15 RM. Verlagsanstalt Tyrolia, Innsbruck-Wien-München. Die Novembernummer bringt folgende Beiträge: Wanderung am H-rbstabend. Gedicht von Marianne Spitzler. — ?ruf= geschloffene Herzen. Von Maria Domanig. — Alfred Bethel. Von Johanna Arntzen. — Fahrendes Volk. Gedicht von Elfe Budnowski. — Das zweite Gesicht bet Freifrau. Erzählt von Hans Bucker. — Hansels Sonnenlied — Sonne. Gedicht von Maria Bauer. — Belm Vetter Christian. Von Theodor Storm. — Theodor Storm. Von Hans Bäcker. — Geknickte Blüte. Gedicht von Elfe Budnowski. — Heimat des Herzens. Von M. Schenk. — Zu Spiel und Zeitvertreib. — Sonnenland- post. ___
feb w kl, Bnb?sKonf!
Die Pariser Frsseure haben auf ihrer letzten Tagung beschlossen, baß wieder längere Haare getragen werden. Man denke! Leb wohl, Bubi-Kopf!
Alles. Gute sich zu gönnen, Ist dem Braven schon erlaubt; Warten, warten muß er können Auf bas Glück — unb überhaupt. Eines Tags mit leisem Worte Steht, — man weih nicht, wie's geschah — Das Erhoffte vor der Pforte: „Schau' nur her — ba bin ich ja!"
Ach, vergeblich war mein Bitten Unb ich mußt' es fcheltenb lchaun, Wie ritfch-ratfch bie Haare schnitten Sich vom Kopf bie hübschen Fraun; Wie bie Locken und bie Zöpfe \
Bieberfielen einst im Mai--
Unb bie Männer, biefe Tröpfe, Standen bloß verdutzt dabei.
Ach, dahin — der Grlechen-Knoten Unb die Defregger-Frssur — Unb von schwarzen unb von roten Haaren knappste Proben nur!
Unter höchst verwegnen Kappen;
Ach, wer kommt benn ba, ei-ei?
Lauter „Bubis", „Pagen", „Knappen" — O, welch' holde Neckerei! ....
Mode, Kinder, alles Mode.
Schwatzt nicht viel von „Nützlichkeit"!
Sowas hetzt sich auch zu Tode Mit den Jahren, mit der Zeit. Aus gespielt die Bubifaxen Aus der Zeit des nackten Knies; Unb die Haare seh' ich wachsen Nach dem Vorbild von Paris.
Ninons, Helenas unb Evas Neugeboren, neuverschönt — Unb ber Haarschmuck Genovevas Wird bemnätfrftens preisgekrönt! Und bie Neider follen platzen, (Bleib ist immer jämmerlich), Die allmählich blanke Glatzen, Glatzen kriegen--so wie ich.
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