Einzelbild herunterladen
 

Für unsere Frauenwelt

Nr. 245 vom 23. GK1. 1927.

Verlage zur Zuldaer Zeitung

MMelstrotze 42.

glattev bei mir

Mutter- daß die

Der Zerstörun strieb der Rinder Don Dr. W. Hardt-Creuzburg (Ostpreußen).

die meisten Menschen unverdaulich und können leicht einen schädlichen Einfluß ausüben. Kerngehäuse Kerne, Steine, die oft aus Unachtsamkeit verschluckt werden, ton- nen lebensgefährliche Entzündungen im Dann hervor- rufen. Gar manchesmal hört man von einer Blinddarm- entzündung ,die auf solche Weise entstanden tft.

Heiterer.

Da« Mütterchen im Auto. Ein altes Mütterchen saß zum erstenmal in ihrem Leben in einer Autodroschke und war beunruhigt, wenn der Chauffeur seine Hand seit wärts herausstreckte, um die Richtung seines Weges an zugeben. Schließlich nahm sie sich ein Herz und sagt zu ihm: „Junger Mann! Sehen Sie nach Ihrem Steue' und passen auf, wohin Sie fahren. Ich werde Ihne, schon sagen, wenn es regnet" (»Daily News .)

Das Grammophon. Kleines Mädchen zum Nachbar Würden Sie vielleicht Mutter Ihr Grammophon fu- heute nachmittag leihen?" — Nachbar: „Mit Vergnügen Ihr habt wohl eine Gesellschaft?" — Kleines Mädchen Meine Mutter möchte heute nachmittag schlafen, und weiß, daß sie Ruhe hat, wenn das Grammophon da ist.

, („Daily News".)

Volants und Fran,en seidener Lampen ch.rme entfernt man leicht dadurch, daß man die betr. Stellen mit einem in lauwarmes Efsigwasser getauchten Läppchen voci'ch- tia abreibt. Der anhaftende Schmutz ist sofort ver­schwunden und die Farbe der Seide wird nicht ange. griffen. .

praktische Winke.

f. Das Reinigen der Tapeten geschieht 5** durch Abre.ben mit altem Brot. Besser bewahr: hat sich folgendes Verfahren: Man kehrt die Tapeten mit einem sauberen Besen ab und reibt sie dann sinch- weise mit einem wollenen Lappen nach, den man m breite, flache Töpfe verwenden, da dann die Hitze seh. viel bester ausgenutzt wird. das Kochen also sthnett vor sich geht und wmit auch billiger ist als bei G brauch schmaler und hoher Töpfe.

f )utti Aufkleben von Linoleum verwendet man am besten^Roggenmehl-Kleister. dem auf 500 Gramm Terpentinöl Zugeruhrt wurde^ Die Mischung muß aeschehen. wenn der Kleister noch heiß ist. Nach dem Aufkleben sind Ränder und Ecken bis Zum völligen Trocknen mit Büchern. Plätteifen usw. zu be chwe. n.

Entfernung von Aliegenschmuh aus seidenen La.n- penschirmen. Den ,° lästigen Fliegenschmutz aus den

Ja, es gibt selttame Ortsnamen auf der Welt und ich meine, die Seltsamkeiten in dieser Hinsicht häuten sich da drunten in Schlesien. Aber es sind liebe Leute, die da unten wohnen. Sie lassen einen Handwerks­burschen nicht verhungern, sondern teilen gern mit ihm ihr Stücklein Brot. —

Am folgenden Tage wanderte ich über Kamenz. Frankenstein und Reichenbach bis Waldenburg. Es war wieder ein recht starker Tagesmarsch, denn die Straßen, die die einzelnen Städte verbinden, sind nichts weniger als geradlinig. Ich hielt sorgfältig die wenigen Pfen- nige zusammen, die ich bei den Meistern als Geschenk erhielt, um am Abend das Schlafgeld für ein Nacht­lager in der „Herberge zur Heimat" zu haben. Da­durch ersparte ich es mir. die „Derpflegungsstatwnen in Anspruch nehmen zu müssen und ersparte mir auch die stundenlange Arbeitsleistung für diese Verpflegung, die mich am Dorwärtskommen gehindert hätte.

Auch in Waldenburg übernachtete ich in der ..Heimat". Diese Herbergen zur Heimat sind meines Wissens eine spezifisch evangelische Einrichtung. Sie stehen woh. überall unter der Oberaufsicht des evangelischen Orts- pfarrers. der zuweilen den „Kunden" abends eine kleine Andacht mit Ansprache hält und zum Schluß das Abend- gebet oorbetet. Die Herbergswirte sind wohl überall evangelischer Konfession. Sie müssen für Zucht und Ordnung sorgen und tun dies auch mit mehr oder weniger Geschick Es herrscht eine strenge Hausordnung 3ur bestimmten Stunde muß am Abend alles anwesend sein. Branntweingenuh ist auf der „Heimat" verboten. Jeden Abend hält der Hausvater eine Abendandmyt, an der alle Schlafgäste teilnehmen müssen, weichen Glaubensbekenntnisses sie auch sein mögen. Mancher­orts wird dazu auch ein religiöses Lied unter ttrar- moniumbegleitung gesungen. Zuweilen spielt auch O.e Herbergsmutter oder ihre Tochter das Harmonium. Cm» mal in jenen Tagen im Schlesierland hielt sogar die Herbergsmutter diese Andacht der versammelten Mann- schatt und sie machte ihre Sache recht gut. Meistens fünen sich alle geduldig in die strenge Hausordnung, denn alle sind wegemüde und keiner ist „Überernährt" Alte Stromer und Fechtbrüder, die dem Branntwein huldigen, scheuen die Heimat, wie der Teufel die Kirche. Verirrt sich aber einmal ein rebellischer Walzbruder in die „Heimat" und zeigt sich unartig, dann ist nach wenigen Minuten die Polizei zur Stelle und führt ibn ab. —

(Fortsetzung folgt)

15] ---------

In den deutschen Städten dagegen, besonders im Norden und Osten, findet der „Kunde eine Derpue gungsstation. Da kann er des Nachts gratis auf em-r Streu schlafen und bekommt ebenso gratis und totsicher jeden Abend Pellkartoffeln und Hering. Letzteres tragt in der Kundensprache den Namen „Schwimmiing . v»r diese Gratisgaben hat der Kunde am anderen Morgen für zwei oder mehr Stunden Arbeitsdienst zu leisten, natürlich ebenfalls gratis. Er sögt Holz für den Ma- gistrat. bringt in einem Garten die Wege in Ordnung oder muß in einzelnen Fällen sogar Straßenkehrer spielen. Das alles wäre nicht gar so schlimm, wenn sich die Arbeitszeit nicht so lange hinauszöge Lnoer wird der Kunde durch zu lange Arbeit in seinem Wei- terkommen behindert und er ist auch schon wieder hung­rig und zum Fechten oerurteUt, wenn man ihn ziehen to^@tn Mitglied des Gesellenvereins ist freilich bester dran Es findet, besonders in den größeren Stödten, ein Heim und wird mit Rat und Tat unterstützt Leider war vor 40 Jahren der Gefellenverein noch nicht so aus- gebaut wie heute. In meinem Lehrstädtchen gab es überhaupt keinen. Dann in den Städten der Provinz Brandenburg, in denen ich nach meiner Lehrzeit und „or meiner Wanderung ins Ausland für längere Zett arbeitete gab es erst recht keinen Gesellenverein. Und niemand war da. der dem jungen Gesellen mit Rat und Tat zur Seite stand. So entgingen mir auch tue Vor­teile, die der Gefellenverein seinen Mitgliedern bierl.

Bon Troppau ging es im Eilmarsch weiter nach Ia- gernborf. Diese österreichische Grenzstadt mar mir in besonders guter Erinnerung vom vorigen Jahre her als ich ostwärts zog. Damals wurde :ch beim um- schauen im Städtchen von einem Meister ermahnt doch ja auch den alten Meister X. zu besuchen. Das tat ich denn auch. Meister I, - seinen Namen habe h* »er- »essen, — war ein alter, kleiner Herr, der sein Ge chatt nicht mehr betrieb. Vor seinem hübschen Häuschen auf dem kleinen Platz stand eine alte Linde. 2m Mumen- gärtchen standen Bienenstöcke und vor den Fenstern blühten Blumen. Im unteren Stock war em kleiner Derkaufsladen von Papierwaren, oben wohnte ner Meister. Das war ein überaus lieber Herr. Ich mußte

Die Stau in der KüM

s. Rindfleisch-Ragout mit Meerrettichtunke. 500 <91 mageres Rindfleisch werden in kleinere Stucke geicnmt "n und in ein wenig Dosier mit Salz und Suppen. . trautem weich gekocht. Indessen laßt man em «> uci Butter zergehen, bräunt dann vier Stückchen Wurfe -

'"»« S ".iw SÄ

Krankenkaffenwahlen wird zum großen Teil d.e ml scheidung der Wahlen abhangen.

^Tm Nitten Tage referierte Frl. Zillken ^Dortmund) < über „Die Durchführung des Gefetzes zur Bekämpfung 1 । der Geschlechtskrankheiten". Auch hier wurde in nach- ' folgender Aussprache noch manches gcflärt

Zum Schluß sprach Frau Helene Weber zur Winterarbeit der Frauenbeir8te der I deutschen Zentrumspartei und stellte als Ziel I die geistige Schulung der Frau auf. Möglichkeiten dazu I müssen geschaffen werden durch Gründung von Orts- I frauenbeiräten durch Studienkommissionen, deren er« 1 «ebnis und Arbeiten in öffentlichen Versammlungen Niederschlag finden muß. Beschlofsen wurde, noch im I Verlaufe dieses Winters einen Rednerinnenkur- I § us zu veranstalten und eine Zusammenkunft der wem- lichen Stadtverordneten, der Mitglieder städtischer Korn- I Missionen, Deputationen usw. Ferner wurde die Zu- I fammenarbeit mit und innerhalb der Parte' betont iand der Wunsch ausgesprochen, daß diese politische Arbeit. I die stark fundiert durch die geistige Schulung, eine der Arbeiten sein möge, die das deutsche Volk inner- I lich wieder mehr verbindet. Gerade in den kultur- I politischen Fragen, da. wo es um den Schutz der Lugend geht, da. wo es gilt Reinheit und Sitte im offenh.djen Leben wiederherzustellen, auch bei sozial-politi chcn I Fragen, ob es sich um den Schutz der Mutter, der “ein- I rentnerin oder dergleichen handelt, da spürt man, trag I über alle Gegensätze hinweg ein christlicher Frauenwille I sieghaft sein kann.

Der Verlauf des Kursus zeigte, daß dieses Ziel zu erreichen ist. Die Teilnehmerinnen des Kursus setzten sich aus Frauen aller Kreise und Bevölkerungipchich- ten zusammen. Die regen Aussprachen bewiesen, daß ein Wille und auch ein Weg zu diesem Ziele vorhan- den ist! —«aw—

grauen und Urankenkassemvahlen.

Aweck des gesamten Versicherungswesens ist, den Kranken und Genesenden Pflege und Heilung ange« Leiden zu lassen.

Me Frauen sind als Hüterinnen des Lebens die ge­borenen Pflegerinnen in der Familie. Sie sind beruf- lich als Krankenpflegerinnen ein Hauptfaktor im Ge- biete der Krankenpflege und des Heiko ersah- rens Darum müssen sie, nicht nur als Versicherter, ein Interesse an der ganzen Gestaltung unseres Dersiche- rungswesens haben, woraus sie als Wählerinnen einen Einfluß ausüben können.

Es ist »um Beispiel dem Vorstand und Ausschuß der Krankenkassen in die Hände g^gt. die Versicherungs- leistungen weit über das gesetzliche Mindestmaß hinaus auszubauen. Man braucht hier nur an d e Gewährung der Krankenhauspflege, größerer Heilmittest^Zuschufst

Mein weq nach 'hinkelshagen.

Eine wandergeschichle von Fr. Donatus pfannmüller.

sämrnen eine Minute rösten. Dazu g'-eßt man eimae Brühe aus Würfeln zu und legt das gedampfte Fleuch zum Durchziehen in Ne Tunke. Die «Tunke macht man nach Belieben mit Essig pikanter.

Die $rau a’s Erzieherin.

f.Allzu nachgiebig! Diele Mütter sind aus blinder Liebe allzu nachgiebig. Sie wollen ihre Lieblinge nie unzufrieden sehen und nehmen an daß Tränen mcy' fliehen dürfen, wenn eine Jugend glücklich sem^sott^ letzten Tagen gut 80 Kilometer zurückgelegt, denn ich wollte ja möglichst rasch nach H>nkelshagen im Thu- ringerlanti, wo ich erwartet wurde. Bald h'nter Jagern- dorf erblickte ich an einem Wegweiser die Aufschrift. Nach Hatzen pl otz. Ich stand und staunte. Also gab es wirklich einen Ort dieses Namens? O ich hatte diesen Namen schon aus meiner Mutter Mund £crn^'"en- Schon seit frühen Kindertagen hingen Ne Namen Hotzenplotz und Buxtehude in irgend einem Wmkel me.- ner Erinnerung. In irgend einem Versehen waren beide Namen miteinander verbunden gewesen. Aber ich glaubte nicht an die Existenz dieser Orte und hielt sie nur für ein Wortspiel. Dann aber, als ich vor anderthalb Jahren von Bremerhaven nach Hamburg markierte, lag rechts meiner Straße Buxtehude als leibhaftiges Städtchen auf einem Hügel ausgebreitet und heute 3og ich, als es bereits zu dämmern begann, in die andere Stadt mit dem komischen Namen, in Hohen, plotz ein.

Es mar schon zu spät zum Umschauen bei den Mei- stern und ich war auch zu müde dazu. Ein Ma-ich von 40 Kilometern ist schon eine recht ansehnliche Ta- gesleiftung Aber ich blickte mit ganz blonderem In- teresie über den weiten, quadratischen Marktplatz, be­vor ich die Herberge aufluchte denn für mich war Hotzenplotz eine aus einem halboergessenen Märchen auferstandene Wirklichkett.

Das Umschauen bei den Meistern unterblieb auch am folgenden Morgen, da mir die Zeit dazu fehlte. In der Herberge hatte ich einen jungen Kameraden gesunden, der gleich mir nach Neisse wollte. Wir brachen früh- zeitig auf und erreichten unser Ziel schon vor. Mittag. Schon nach kurzem Aufenthalt in Reiste drängte es mich weiter; mein Gefährte hatte weniger Eile und war in d-r Stadt zurückgeblieben. Ueber Dttmamau er­reichte ich am Abend Paflchkau, wo ich in der „Herberge zur Heimat" blieb. Wieder hatte ich an diesem Tage eine große Strecke zurückgelegt.

Ms wir am Dormittag unsere Straße nach Neisse zogen, lag links am Fuße der Berge ein langgestreckter Ort. der sich nach unserer Karte als Ziegenhals ent­puppte. Mein Gefährte deklamierte:

Don Hotzenplotz nach Ziegenhals Zwei luft'ge Brüder auf der Wal,. Don Ziegenhals nach Hotzenplotz, Ein grober Ke» auf barten «od —

Aber ebensoviel sind aus Bequemlichkeit nachgiebig. Si.

'uj’aaen ist sehr bequem, man hat dann fe m SW inb kl«"> gr'Sen. U«b «od> «»re lagen --> ÄnSlgtot nur i«. 6» t«mmt » Mn«. * Wnber Ne allen Willen haben, nach und nach immer ^iv^chsvol,er werden. Und die bequeme, die gebauten, lost ünd die aus Affenliebe schwache Mutter erziehen 2 ihrer Art das gl ühe unleidliche, für das Leben um LL-Lnb. M- ■»"'„“"S

Eltern zurückdenkt. Das Leben sagt ehr oft ,

vernünftige Eltern gewöhnen ihre Kinder an diese fache.

Die Srau als Hausarzt.

f.Tfatienfett, Ne an einer akuten, fieberhaften Krank heit leiden und besonders in der Nacht hohes Fie I haben, wird der Schlaf nur wenig nützen. Es empfteh sich daher, solche Patienten ruhig zu wecken, um ihnen die verordnete Arznei zu verabfolgen. Bel den medtm anderen Kranken aber ist dies Derfahren mcht mflam. I Ein ruhiger und erquickender Schlaf ift den Patte - in der Regel dienlicher als ein Löffel Arznei. Niemals dürfen Rekonvaleszenten im Schlafe gef or: »er , man verzichtet dann gegebenen Falles auf die p"nk, liche Verabreichung der MeNzin.

Eßt fiepfel!

Obsternte ist vorüber. Ueberafl gibt es fetzt h wohlfeiles Obst, vor allem auch billige und $ rfhX Aevfel Das ollte man sich in allen Volks- fonbers unmittelbar vor dem Schlafengehen .st ein be-

gehen, wirkt vorteilhaft auf das Gehirn, .«gt d'e Leber an fördert einen ruhigen Schlaf, des.nf.ziert d,e Mund- höhle, bindet die überfchüfsigen Sauren des Magens, fördert die Tätigkeit der Nieren, hindert also Ne Stein bilbung, schützt gegen Derdauungsbeschwerden und schließlich auch gegen Halskrankheiten.

Das sind keine Einbildungen und willkürliche De j Hauptungen, sondern durch die praktische Erprobung be. wiesene Tatsachen. Die Folgerung daraus ergibt sich von selbst.

Soroenbe L'ebe.

Don Albert Träger.

Wollt Ihr die Kinder treu behüten,

Laßt Eure Sorge Liebe fein, Gedeihen doch die zarten Blüten Nur in der Liede Sonnenschein.

Heilt auch das Leden manche Wunden Die erste schließt sich nimmermehr. Und ganz wird nie das Herz gefunden, War seine Kindheit Ftebeleer. I

politische Zchulungsarbe'tber Zrauen

In Essen fand zu Beginn des Herbstes ein staats- | bürgerlich-politifcher Schulungskurfu^ statt, der sich eines sehr regen ®<iud)es eirfreute un& einen äußerst anregenden Verlaus nahm. An Stelle der am ersten Tage verhinderten Vorsitzenden des Reichs- frauenbeirates, Frau Ministerialrat Helene D e o e r, M d. R„ übernahm Herr Dr. Ranft von der kathol. Schulorganifation in DÜsieldorf Ne Ausführungen uoer „Die Stellung der politischen Parteien zum Reichsschui- ® An Hand des vorliegenden Entwurfes zeigte er Ne Stellung der politischen Parteien und die Forderungen. Ne der'katholische Volksteil an den Entwurf zu stellen hat. Eine ausgiebige und gute Aussprache Harte noch manche Fragen.

Der Zweite Tag brachte ein ausführliches Referat der Frau Abgeordneten T e u f ch zur Frage des Aroens- losenverstcherungsgesetzes und der Kleinrentnerinnen- fursorqe. Auch diesen Ausführungen wurde nut groß- ter Aufmerksamkeit gefolgt und eine längere Ausiplache hielt die Teilnehmerinnen noch bis in die Abendstunden

Eine Reinigung des Obstes wird leider viel zu oft unterlasten. Man kann immer wieder und gerade jetzt im Herbst, wo so verlockend das schöne Obst zum Verkauf gestellt ist, beobachten, wie die Scute von der Straße weg Obst kaufen, um es unbedenklich und ge- dankenlos sofort zu verzehren. Es ist aber unästhetisch, staubiges Obst, wie es vom Markt oder vom Geschäft oder von einem Wagen kommt, zu verzehren, es ist unhygienisch, solch ungereinigtes Obst ohne weiteres zu qenttßen. Die Keime der verschiedensten Infekttons, krankheiten, die Verunreinigungen durch unsaubere Hände beim Pflücken, durch Transportgefaße »1» ZU- weilen aber, wie bei den Trauben, auch durch Ne übliche Behandlung des Obstes lasten den Obstgenuß aus der Tüte heraus als recht unvorsichtig erscheinen.

Trauben sollte man vor dem Genuß durch Eintau- chen in lauwarmes Wasser und Nachschwenken in kaltem Master reinigen, Aepfel und Dirnen sind am besten nur geschält zu genießen, den die Schalen sind Überdies f.

zu Zahnersatz, Einführung der Familienversicherung, Herabsetzung der Beiträge zu denken. Ttä,

Die Krankenkasse ist auch IcitJMuguft b. «• '

gerin des neuen Mutterschutzes. Das Gesetz 7. Juki über die Beschäftigung vor und nach der binduna gibt jeder hoffenden Versicherten, f beiterin oder Angestellte, bas bat> die

Entbindung, auch wenn sie keine Beschwerde Y U Arbeit niederzulegen. Sie erhalt m dieiem^Fatte^e^ Wochengeld in der Höhe des ba!b ®0.

Auch nach der Entbindung kann der CJhJi tt gnn. chen ausgedehnt werden, so daß die "... m.ui? ,ft. 7„n 1R TOniben betraaen kann. Das wesenll'ch Reue HL

mich zu ihm setzen und ihm erzählen. Seme Tochter mußte unterdessen für uns einen Kaffee kochen. „Ja . sagte der alte Herr mit fröhlichen Augen, „ich freue mich immer, wenn fo ein junger Gehilfe bei mir vorspncht. Arbeit kann ich ihm ja keine geben, weil ich das Gr- schäft aufgegeben habe, aber ein gutes Wort und em kleines Rersegefchenk gebe ich jedem gern mit auf den Weg. — Also aus dem Thüringer Land kommen Sie her, und nach Wien und Budapest wollen Sie? Das ist recht. Es ist ja traurig, daß wir Buchbinder im Sam­mer so wenig Arbeit und VerNenst haben. Aber bester eine Gurkenzeit im Sommer, als eine im Winter. Sie müssen nicht mutlos werden, wenn Sie für lange Zeit keine Arbeit haben. Reifen Sie draus los in Gottes Namen. Reifen weitet den Blick. Nur darf man die Lust an der Arbeit nicht verlieren. Die Sehnsucht nach ehrlicher Arbeit muß immer in uns wach bleiben, dann verbummeln mir nichts." — So und ähnlich redete der alte Herr zu mir und schaute mich dabei fo liebreich an, haß ich im Stillen bei mir dachte: So müssen die Heiligen ausgeschaut und geredet haben. — Als ntirju- lammen Kaffee getrunken und er mir ein „Zehner!" in Ne Hand gedrückt hatte, schied ich von ihm mit herz­lichem Dankgefühl.

Jetzt, wo mich mein Weg wiederum durch Jagern- darf führte, mußte ich doch auch den alten Meister wie­her besuchen. Er lebte noch und erinnerte sich meiner, nie ich ihm ein wenig auf Ne Spur verhalfen hatte. Wieder mußte ich von meinen Fahrten in Ungarn, Serbien und Siebenbürgen erzählen, und besonders in­teressierten ihn die hölzernen Buchdeckel, wie wir sie in Smanras fabriziert hatten. „Ja — ja", meinte er, „so haben u"’cre alten Meister in früheren Jahrhunderten auch gearbeitet. Und sie überzogen ihre Holzdeckel mit Leinsleder. Auch seitdem die Mensckthett '» ner- ,essen ift auf die Wurst, muffen Ne Metzger das Sckiweinsleder in die Wurst verarbeiten und für uns Buchbinder bleibt nur Schafleder, Leinwand und Pa- F'emi»ber erhielt ich meine 10 Kreuzer und verließ danken Herzens den guten Alten. Auch der Ober- meister von Wrnborf gab mir 20 Kreuzer, und fo war ich wieder einmal reich. Am Abend erreichte ich dos Städtchen Hotzenplotz. Es ist mir heute nickst m h in Erinnerung, wo ich die erste Nacht nach jenem Quartier bei den beiden jüdischen Geschwistern mi Dor^ Wirtshaus zubrachte: aber desto sicherer erinnere ich m-ch des Quartiers in Hotzenplotz. Ich hatte tn den betN

"'"Xs die Hausfrauen anbelangt, so haben sie als

SÄÄ Ä'

Anmettdun? als Arbeitgeberin mit ihrem Namen unt

«en 18 Wochen betragen kann. - ..

daß unter dielen Schutz auch die Kündigung daß eine Mutter, während sie den ge ctz ich schütz genießt, vor Kündigung sicher W .

Krankheitszeiten sind un'er zwange-

Not in die Familie e.nz.eht- Jnschern

weises Dersicherungswe en «m nun ^eg en

große Wandliing Katt. $ Heilmittel von Licht-, man die von der Natur gegme ° einm

IW"' “> SiWd'

. “ f„r nc TOu von besonderer Bedeutung stt

der gerade für*Ne Wahlen ein doppeltes

I -z t^-esie^'daß unter Kastenwesen in christliche Hande Ä U sw* SfS” “Sn W”. »«' 6l,|,u6 ’’

Fast bei allen Kindern, ohne Ausnahme, findet man einen gevifsen ZerstörungStrieb, «ne Sucht und eine Lust, Spielsachen und andere Gegenstände zu demo lieren. Allerdings ist diese Eigenschaft den Kindern, nach gemachten Beobachtungen nur ungefähr b'S zum vierten Jahre eigen, bann verschwindet sie, wasaber auch eine Folge der weiter vorgeschrittenen Erziehung sein kann Alle Eltern machen tue Erfahrung, vag elbst anscheinend unverwüstliche SpicIMen, Ne man den Kindern in die Hände gegeben hat, bald^lem

gemacht werden", wie man in der Sprache des HcntseS zu sagen Pflegt. Ader die fortschreitende AusioiMg ist nicht bloß eine Folge des intensiven Gebrw ches sondern ott kann beobachtet werden, tote Ne Kinder elbst die Gegenstände zu zerreißen und zu zerorechm suchen. 3a, manche haben gar k-me «cht- Fr«Le an ihren Spielsachen, wenn diese durchaus ganz N ben erst wenn dieselben angeschlagen oder ha^ entzwei sind, zieht m die Herzen bet fernen em behagliche Cöevühl Es ist dies leicht erklärlich. Wenn z. B. eine

dieses ewige Angstgefühl weg, dann braucht man sich nicht mehr so in Acht zu nehmen.

Der Zerstörungstrieb unserer Kinder hat seme natur- I sichen Ursachen, man braucht deshalb nicht sogleich auf I eine verderbte Kindernatur, auf schlechte Jninnkte und j ^gi zu schließen. Auch wollen die Kinder durchaus nicht durch ihre Zerstörungen, die Eltern ärgernW^ das Zerstörte Wert besaß, nem, die Wertschätzung deS Geldes geht den Kleinen noch vollständig ab. HauttS genug sind die Eltern selbst, fteüich meistens unbewußt, die Ursachen deS ZerstömngstriebeS ihrer Kmder, indem sie ihren Kleinen ungeeignete Spielsachen Ne Hande geben. Beim Einkauf von Spielsachen beamtet man I „icht den geistigen Standpunkt beS zu beschenkenden

dem ober bem Spielzeug reif an Geyteskraft fet.netn man kauft in ber Regel ohne Uebenegung, oljne an das geistige Vermögen bes Kinbes zu denken, das, was selbst gefällt ober was ber Verkäufer gern los fern möchte und nun in allen Tonarten anpreist. Nun bekommt ein solches Kind em völlig zeug in die Hand, es kann bannt nichts anfangen, unb I bald ist der Zerstörungstrieb da. Erne andere Ur­sache dieses Triebes ist auch die, daß die Kinder zuviel Spielsachen bekommen. WaS man m reichlicher Aus-

“«sSw. -----------

SMwid-MM W*: M Beuernleill- Wenn ein Kind sein Spielzeug zerbrochen hat, dann taufe man nicht sofort Ersatz, sondern lasse eS ruh.g mit dem Zerbrochenen toeiteifptelen. Im Zerst°rungs- trieb äußert sich in der Regel der Kleinen. Diesen können sie nur durch lauteS Geschrei 1 unb durch Demolieren ihrer Spielsachen äußern. Sie zerschlagen lieber, al3 daß sie aufbauen; entern Ämbe

I bereitet es unstreitig ein größeres Vergnügen, em au5 seinem Baukasten aufgeführtes Werk umzustürz«t, aI5 es aufzubauen. ES rührt dies von dem E^sutden h«, auf einmal viel wirken zu können und von d«c Lust, Bestehendes zu änbem. Auch kann bte Wißbegierde des Kindes Ursache zur Zerstörung des Spielzeugs werden. ES hat den Trieb zu untersuchen, was sich innerhalb des zum Spielen dienenden Gegenstandes befindet. So bietet der ZerstörungStrieb der Kinder im allgemeinen kein Besorgnis erergenbes Moment in der Erziehung; es soll aber nicht geleugnet werben, daß sich daraus ein böser Trieb entwickeln kann, dem bann energisch entgegengetreten werden mußte.