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BEI MIGRÄNE KOPFSCHMERZ NEURALGIE ZAHNSCHMERZ
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KEIN HERZKLOPFEN KEINE MAGENBESCHWERDEN
Für unsere Frauenwelt
Nr. 239 vom 16. (D6t. 1927
Beilage zur Zuldaer Zeitung
gefüllt.
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Ein Lob, wie leicht gegeben, Facht tausend Freudenfunken an, Die sprühen und beleben: Aufwärts geht froh die Bahn.
Ebenso überlegt man was zum Frühstück, was muß, ev. vorher besorgt Küchenzettel so ein, daß den muß.
Ist dies alles besorgt,
zum Vesper gekauft werden werden kann und richtet den möglichst wenig gekocht wer-
kann auch die Hausfrau beim
erfahren Dieser Gedanke sei einsichtigen Frauen un» Mannern Ansporn, dem Hildegardis-Verem “ts ™ ’ qlied beizutreten oder ihm wenigstens eme einmalige (9abe zu spenden. Auskunft geben gern die ^rtsgrup pen-Vorfitzenden ober auch die ^^^^chaftsstelle e Hildegardis-Vereins in Aachen, Wllhelmftrahe 8 .
benlänge beträgt durchschnittlich 5—12 Zentimeter. 3m Preise stellt sich das Neuprodukt, soweit es f"""*™" ■ hergestellt wird, weit unter den Preis der echten Wolle. Augenblicklich beträgt der Preis etwa die Hälfte der echten Wolle, doch hofft man in kurzer Zeit den Preis auf ein Viertel des seitherigen Wollpreises stellen zu
Nähen helfen und braucht ihre Zeit nicht mit Kramen, Hin- und Herlaufen zu vertun. Die Mahlzeiten sind dank ihrer Vorsorge in ganz kurzer Zeit bereitet und wohlschmeckend. Wenn dann die Schneiderin am Abend gegangen ist, wird die Hausfrau mit Genugtuung fett« stellen können, daß die vorgenommene Arbeit fertig- gestellt wurde und daß der Tag der Schneiderei ohne Aerger und Verdruß oorübergegngen ist.
können. .
Auch nach der hygienischen Seite ist die künstliche Wolle zu begrüßen, da sie die ultravioletten Strahlen der Sonne durchläßt, also die Gesundhaltung der menfd;- liehen Haut befördert. ..
Mit der Verstärkung der Fabrikation wird die künstliche Wolle auch in Deutschland wohl in nächster Zeit in größeren Mengen auf den Markt kommen.
Limas von der Küchenwaage.
Ein paar Ratschläge von Johanna Landgraf, Frankfurt a. M.
Zu den unentbehrlichsten Gegenständen in jedem geordneten Haushalt gehört die Küchenwaage. Ohne sie ist ein richtiges Abwägen der einzelnen Zutaten, die beim Kochen und Backen benötigt werden, nicht denkbar. Aber auch die Haushallswaage bedarf wie alle täglichen Gebrauchsgegenstände sorgsamer Pflege und Wartung.
Schon beim Kauf einer Waage ist es völlig verkehrt das Hauptaugenmerk auf die Billigkeit der Waage zu legen, die man übrigens nur in einem soliden Spezialgeschäft erwirbt. Eine Waage von leichter Ausführung ist nur von begrenzter Haltbarkeit, da der Stahl der Schneiden und Pfannen minderwertig ist, die Wiegehebel aber meist zu schwach konstruiert sind. Eme solche Waage muß natürlich schon nach kurzer Zeit fehlerhafte Wiegeergebnisse zeitigen, ohne daß deshalb das ungenaue Gewicht auch gleich bemerkt wird. Verwiegen ist aber bei der Zubereitung von Backwaren und Konfekt, bei der Ausführung von Kochrezepten nur mit Schaden für die Hausfrau verknüpft. Aber auch das schöne Aussehen einer Waage genügt nicht, ihre innere Güte zu beweisen. Ein schöner Anstrich ist hier gerade sehr oft
Künstliche wolle.
Von Wolfgang Greiser- Elbing.
In Amerika hat man den Nutzwert der künstlichen Wolle weit mehr erkannt, wie bei uns in Deutschland, »o sie bekanntlich erfunden wurde. Auch in Italien »erarbeitet man ein deutsches Patent, auch dort hat man die Vorteile der künstlichen Wollgarnerzeugung er- tannt
Künstliche Wolle, im Aussehen und Griff ähnlich der Kunstseide, fühlt sich warm und weich an wie Schafwolle. Sie läßt sich in alle Farbtöne einfärben und verbessert so das Aussehen der echten Wolle, wenn man sie jn Serge oder andere Textilien einwebt. Die Fäden der künstlichen Wolle sind freilich nicht so stark und fest wie die der echten Schafwolle, auch beim Waschen jat man die gleichen Schwierigkeiten wie seither bei der jhinftfeibe. Aber das dürfte nur eine Frage der Zett fein, bis auch diese Schwierigkeiten überwunden sind.
Künstliche Wolle wird wie Kunstseide aus Zellulose fjergeftent, sie ist also eine Art Holzgespinst. Die Fa-
Ieder ist feines Glückes Schmied, Wie jeder weih und jeder steht. Doch man bedenke beim Schmieden auch das: Glück ist Glas!
Du liebst ein leuchtendes Gesicht Und bist besorgt, siehst du es nicht. Die Sonne dir's nicht schlimmer meint, Wenn sie dir auf den Rücken scheint!
5 Pulv.-Pckg. Mk. 1.15, 10 Obl..Pckg. Mk.1.30. Pro« kostenfreie Otto & Co., Frankfurt/Meln Süd.
warten, bis Fehlendes gekauft wurde.
am besten am Tage vorher,
Der Tag der Schneiderei.
Von Irene Brockhausen - Berlin.
Er pflegt sich häufig durch Unbehaglichkeit für sämtliche Hausgenossen auszuzeichnen. Alle Zimmer sind in I Unordnung, überall liegen Flicken, Stoffproben und I Musterblätter, die Mahlzeiten werden unregelmäßig ein- genommen, das Mädchen oder die Kinder sind ständig I unterwegs, um noch schnell etwas vergessenes herbeizu- I holen. Abends, wenn die Kleiderkünstlerin gegangen I ist, räumt die Hausfrau seufzend die nur teilweise fer- I tig gewordenen Gewänder weg, mit der wenig ange- I nehmen Aussicht, sie entweder mühsam allein fertig nä- I hen zu müssen, oder vier Wochen zu warten, bis die I Schneiderin wieder einen freien Tag hat. „Dabei war 1 ich den ganzen Tag nicht eine Minute müßig", hört man I dann wohl sagen, „alles andere blieb liegen und trotz- I dem wurden wir nicht fertig. Meiner Freundin hat sie I in der gleichen Zeit viel mehr genäht!"
So lautet der Stoßseufzer so mancher Hausfrau. I Gewiß es ist nicht viel fertig geworden, aber eine Menge Handreichungen und Arbeiten hätten eben schon vorher gemacht werden können, damit die Zeit aller Beteiligten nicht mit Warten, Suchen und Holen vertan wird.
Ist der Tag der Schneiderei festgesetzt, tut man gut, alles dazu sorglich vorzubereiten. Meist wird man ja | schon ungefähr wissen, was gemacht werden soll. Man , legt Stoff, Besatz und Futter zurecht, hat am besten | schon mit der Schneiderin besprochen, was dazu nötig ist. Vorhandene Knopfe werden herausgesucht oder neue besorgt, ebenso passende Nähseide und (Barn und was außerdem an Zubehör gebraucht wird. Sonst muß die Arbeit unterbrochen werden, weil die Hausfrau sich dunkel erinnert, daß „gewiß noch dunkelgrüne Knopfe und goldfarbene Litze irgendwo sein müssen"! Selbstverständlich werden diese Sachen dann fieberhaft in Schubladen und Schränken gesucht und wahrscheinlich nicht gefunden. Schließlich muß doch noch jemand fort, um das Fehlende zu kaufen und die kostbare Arbeitszeit ist unwiederbringlich verloren.
Die Nähmaschine soll nachgesehen und geölt, Nadeln verschiedener Stärke und Maschinenöl vorhanden sein. In der Nähstube tut man gut, den Teppich zu entfernen, um die Flicken später leicht zusammenfegen zu können. Modeblätier und Schnitte, Scheren, Nadeln, Bandmaß, kurz alles nötige Handwerkzeug wird zurecht gelegt. Die Tischdecke wird fortgenommen und zweckmäßig durch ein Wachstuch ersetzt, Plättbrett und Eisen zur Hand gestellt, wenn die Schneiderin kommt. Soll etwas verändert werden, so zertrennt man vorher schon das Kleidungsstück soweit wie möglich, entfernt etwaige Flecken und plättet das Stück auf. Sollen alte Stoffe verwendet werden, so ist zu überlegen, ob sie nicht vorher gewaschen werden sollen, was sich in den meisten Fällen empfiehlt. Auch sucht man die vielleicht noch vorhandenen passenden Flicken hervor. Woll- und Seidenstoffe wäscht man in Gallseife und plättet sie halbfeucht, dann werden sie wieder frisch und glatt und verarbeiten sich viel besser. Auch sorge man dafür, daß die Familienmitglieder, die anprobieren müssen, zu Haufe sind und nicht erst alles liegen bleibt, bis sie endlich erscheinen oder herbeigeh oll wurden.
Sind diese Vorbereitungen getan, geht auch der Schneiderin die Arbeit leichter von der Hand, die sie nicht fortwährend unterbrechen muß, um zu trennen, aufzuplätten, in Flickenkästen zu kramen oder gar zu
Augenkrankheiten bei Jugendlichen.
Von Dr. meb. Margarete Thyll - Berlin.
Das wichtigste Sinnesorgan, das Auge, bedarf besonders beim jungen Menschen erhöhter Aufmerk, famteit. In der Kindheit wird der Grund gelegt zu vielen Fällen späterer Kurzsichtigkeit. Auch akute Entzündungskrankheiten in diesem Atter müssen besonders sorgfältig beobachtet und behandelt werden. Dem Kinde fällt es schwer, das erkrankte Auge nicht zu berühren oder überhaupt zu schonen.
Nicht oft genug kann wiederholt werden, wie «ehr schädigend das Lesen bei ungenügender Beleuchtung für die Augen ist. Die Anstrengung steigert sich unmerklich, der Kopf wird immer näher an das Buch oder die Arbeit gebraucht und schon nach verhältnismäßig kurzer Zett zeigen sich die schlimmen, niemals wieder gut zu machenden Folgen in einer zunehmenden Kurzsichtigkeit. Wenn nun auch die Brille korrigierend wirkt, und ein weiteres Fortschreiten der Kurzsichtigkeit verhindert, so bleibt das Grundübel doch mehr oder weniger stark bestehen Andererseits ist auch zu grelles Sonnenlicht oder künstliches Licht unbedingt zu vermeiden. Seme Einwirkung stellt ebenfalls eine starke Schädigung des Auges dar. Kindern soll man ferner unbedingt untersagen, in die Sonne zu sehen, selbst wenn sie schon im Untergehen ist.
Heutzutage verordnet meist der Schularzt die notwendigen Maßnahmen bei der Untersuchung, aber auch kleinere Kinder sollen bei geringen Graden nicht normalen Sehens unbedingt dem Arzt zugeführt werden.
Eine häufige, durchaus harmlose Erkrankung der Lidränder ist das sogenannte Gerstenkorn. Es besteht in einer Entzündung einer LLranddriise, bei der das Lid anschwillt und stechend schmerzt. Cs bildet sich in kurzer Zeit ein Bläschen, das zurückgeht, wenn man einige Tage heiße Umschläge auf das Auge legt.
Eine andere, auch bei Kindern sehr häufige Augenerkrankung, die nicht immer die nötige Aufmerksamkeit findet, ist der Bindehautkatarrh. Oft geht ihm ein Schnupfen voran und das Jucken der Augen. Die »erroeint ansfehenden geröteten Lider werden mtt Unrecht auf ihn zurückgeführt. Auch bei Heuschnupfen kann durch denselben Pollenstaub, der diesen verursacht, Bindehautkatarrh entstehen. Leichtere Fälle der Erkrankung machen sich oft nur wenig bemerkbar, geringe Spuren von Ausfluß zeigen sich in den Augenwinkeln, etwas Lichtscheu ist vorhanden, die Augen glänzen feucht. Bindehautkatarrh kann durch Arbeiten in überheizten Räumen, die schlecht ventiliert sind und durch Ueberanftrengung entstehen. Bei allen derartigen Fällen, mögen sie noch so gering sein, ist unbedingt der Arzt zu befragen, damit sie nicht chronisch werden. Auch können allgemeine Störungen im Körper, wie Nasen- leiben und Bleichsucht, die vorhanden sind, damit zusammenhängen. Manchmal gesellt sich zu dem Katarrh die Bildung einzelner, kleiner Bläschen, an der unteren, auch wohl der oberen Uebergangsfalte. Mitunter werden in Schulen die meisten Kinder davon befallen; ein Zeichen, daß der Bindehautkatarrh auch ansteckend fein kann.
Kommt ein Fremdkörper ins Auge, so darf das Kind nicht reiben und mit den Fingern ins Auge fassen. Man bindet daher zweckmäßig ein leichtes Tuch über das verletzte Auge. Falls nach einer kurzen Zeit der eilige- brungene Fremdkörper nicht von selbst durch Tränenfluß 'herausgeschwemmt wirb, muh ber Arzt zugezogen werben. Ebenso, wenn ein Schlag ober Stoß das Auge getroffen hat und starke Schmerzen und Schwellung auftreten.
Jede Vernachlässigung des komplizierten und em- psindlichen Organs, wie es bas Auge ist, rächt sich bitter und kann gerade bei Kindern böse Folgen für bas ganze Leben haben. Das sollten unsere Mütter nie »ergehen! ________________
Sprüche.
Von F. Schrönghammer-Heimbal, Passau- Haidenhof.
Du sollst nicht gleich dein Haupt voll Trauer neigen, Wenn deinem Spiele eine Saite sprang: Ein ganzer Himmel hängt noch voller Geigen Mit wohlgestimmtem Klang.
Die praktische Hausfrau.
Von E. Kemmel-Kaiserslautern. •
kleine Riffe und Löcher im Schirmbezug. Diese sind unsichtbar auszubessern, wenn man sie mit schwarzem Heftpflaster, bas man in jeder Apotheke bekommt, hinterklebt. Zu diesem Zweck wird bas Heftpflaster ii einer Schale mit kaltem Master gut durchnäßt und untei dem Druck eines kalten Bügeleisens auf die schadhaft, Stelle gepreßt.
Schmutzflecken in Parkettfußboden. Diese entfern! man auf folgende einfache Weise: Ein Schwamm wird in heißes Wasser getaucht und nun die betreffende Stelle im Parkett tüchtig gerieben. Mtt einer reinen Bürste wird nachgebürstet, bann läßt man bie Stelle trocknen, ehe man Wachs aufträgt. Gegen Fettflecken hilft weißes Lofchpapier, das man mit Benzin befeuchtet und damit die Stellen solange reibt, bis alles Fett herausgezogen ist, wobei natürlich das Löschpapier öfter durch frisches ersetzt werden muh.___________ _________
Luftspeck, ein klein wenig fein abgeschälte Zitronenschale, 5 entgrätete Sardellen, 3—4 gut geputzte Champignons und 1 Eßlöffel Petersilie fein, mischt dies gut, fügt, wenn es nötig ist, etwa feingeriebene, gefiele Semmel dazu, streicht die Mischung auf das Fleisch, rollt es zusammen, umbinbet es mit gebrühter, weißer Baumwolle und legt ben Braten in 60 Gramm heitzgemachte Butter, um ihn unter fleißigem Degie- ßen auf beiben Seiten zu guter Farbe zu braten Die Soße, zu der man bgim Braten Brühe ober Wasser gefüllt hat, wird durch ein Sieb gegossen, mit einem Eßlöffel Heller Mehlschwitze verkocht, mit etwas Zitronensaft und 10 Tropfen Maggi's Würze im Geschmack gehoben und über ben in Scheiben geschnittenen Bra-
roerben kann. .
Die $rau in der Küche.
s. Erbsbralwürstchen zu Gemüsen. Einen .^azer- brückten Maggisuppenwürfel, Sorte Erbs mit Sch • ten vermengt man mit 4—5 Eßlöffel geriebener, . Butter gerösteter Semmel, 5 Stuck gekochten und g riebenen Kartoffeln, einem Ei und entern Te.elofftl Kartoffelmehl und mischt dies 3« einem derben Roll- teig. Daraus formt man hübsche Würstchen, brat sie in reichlichem Fett ober Butter und reicht sie zu beliebt- gen Gemüsen, wie Sauerkohl, Spinat, Wirsing usw.
f. Pikanter ßalbsnierenbraten. 6 Personen. 4 Stunden Aus 1% Kg. Kalbsnierenbraten lost man Die Knochen, klopft bas Fleisch leicht unb füllt es innen nut folgenber Farce. Man hackt 3 Schalotten, 125 Gramm
meter. 5m i die Fassade für ein Werk, das minderwertig in ber Aus- 1 fabrikmäßig I führung unb in ber Konstruktion ist. ^ur rotr«^ tj , einwanbfrei arbeitende Waagen sind geeicht, b. h.
dem Eichamt nach den bestehenden Bestimmungen ber | Maß- und Gewichtsordnung mit einem Eichstempel versehen, der die Jahreszahl des laufenden Jahres tragt, worauf die Hausfrau beim Ankauf besonders achten muß sofern sie Wert darauf legt, eine genaue unb stets richtig gehende Waage zu besitzen. Am praktischsten tm Haushalt hat sich die Tafelwaage mit ^M-hten bewährt, bie gegenüber der früher gebräuchlichen Feder- tnaage unbedingt ben Vorzug verdient, da die etz schon nach kurzer Benutzung ungenau anzeigt. Bie Aus- wähl in Tafelwaagen ist sehr groß, sodaß jebent ®e. schmack Rechnung getragen werben kann.
Die Behandlung ber Waage erfordert größte Sorgfalt. Nicht selten findet man zwar die Außenteile blitzblank, während die Innenteile bei ber Säuberung vernachlässigt werden. Aber gerade diese sind für bie Genauigkeit ber Waage von größtem Wert, denn hier setzt sich leicht Staub unb Rost an, wodurch die Empfindlichkeit der Waage stark leidet. Es ist daher ratsam bie Küchenwaage wöchentlich mit einem trockenen Tuche abzuwischen, ober sie mit einem feinen Haarpinsel, ber es besonders ermöglicht an die inneren Teile, wie Gehänge usw. zu gelangen, auszustauben. Vor Feuchtigkeit ist bie Waage ebenfalls zu bewahren, damit Achsen unb Pfannen nicht rosten, ebenso ist es nicht angebracht, bie Gewichte ständig auf der Waagenplatte stehen zu lassen, da auch dadurch die Waage ungenau wird. Deshalb lege man auch keine Gegenstände tn bie
vom Märchen-Erzählen.
Von Käthe von Hartmann- Dresden.
Einen eigenen Zauber übt das Märchenerzählen selbst noch in unserer nüchternen Zeit aus, gießt es doch Glanz und Schimmer in das Einerlei des kindlichen Alltags. Eine junge Mutter, eine „große Schwester die es" recht versteht, die unendlich feine Poesie des Märchens den kleinen Zuhörern verständlich zu machen, gehen dadurch wertvolle Anregungen für das gange ßeben.
Aber abgesehen von der Förderung des Gemütes, bieten bie meisten Märchen, mögen sie nun von Gramm, Bechstein ober Andersen sein, zugleich wichtige Erzie- bungsmomente. Ihre Erziehungswinke sollten nie ungenutzt bleiben. Der Ungehorsam beim Rotkäppchen wirb bestraft, der Fleiß unb die Bescheidenheit des Aschenbrödels belohnt. Und solch« Beispiele wirken nachhaltiger, als alle guten Lehren.
Denke niemand, daß bie Kinder ber Gegenwart nicht mehr naiv genug sind, zu klug, ja selbst zu raffiniert, um am Geschehen ber Märchen ihre Freude zu haben; man mache nur einmal den Versuch, u. man wird merken, daß bas alte Dichterwort seine Geltung behalt: „Was sich nie und nirgenbs hat begeben, bas allem veraltet nie!"
(Ein Wort zum Zrauenstudium.
Ende 1926 erschien eine Zusammenstellung über die immatrikulierten Studierenden an deutschen Hochschulen, in ber gesagt war, bah bie Zahl ber weiblichen Studierenden 3368 betrüge. Diese Zahl wag manchem den Stoßseufzer entlocken: Wohin mit den Vielen! Wer aber Einsicht in ben Bedarf namentlich an katholischen Philologinnen hat, der weiß, daß em solcher Seufzer ganz unberechtigt ist. Es mag merkwürdig erscheinen, wenn man in einer Zeit, da so viel über bie UeberfüIIung der Berufe geklagt wird von einem TO angel an Philologinnen spricht. Unb boch besteht bieser Mangel tatsächlich. Die Grunde hegen einerseits auf dem Gebiete des Mädchenschulwesens selbst: es wurden infolge der Reformen in ben legten Jahren viele neue Philologinnen-Stellen geschaffen. Ein anberer Grunb aber liegt auf finanziellem Gebiet, unb davon soll hier bie Rebe sein. Wieviel Kapual ift durch bie Inflation dahingeschwunden! So kommt es, daß eine große Anzahl von Eltern nicht mehr imstande ist den Töchtern das Universitätsstudium zu ermöglichen. Diesen gilt es zu helfen, damit nicht so manche Begabung brach liegen bleibt, damit nicht wieder der Fall eintritt, daß, wie augenblicklich, die Behörden PH-' loloqinnen suchen und keine finden. .
Die Aufgabe. Geld zu beschaffen für finanziell unver. mögende, aber wissenschaftlich begabte Frauen, hat sich ber Hildegarbis-Verein gestellt. 5m letzten Jahresbericht heißt es, daß für bas Wmterfemester 1926-27 104 Stubentinnen um eine Stubienhulfe baten Davon konnte aber aus Mangel an Mitteln nur em Teil berücksichtigt werden, und die Hohe des einzelnen Darlehens war im Verhältnis zu dem, mas eme «tu- bentin auch bei bescheidenen Ansprüchen auf der Um- versität gebraucht, viel zu gering.
Gewiß haben nmnche Gönner großmütig gehofie , aewiß haben von den 86 Ortsgruppen des Vereins viele mit erfreulichem Eifer gearbeitet, so daß im letzte» Jahre etwa 16 000 Mark an Darlehen gegeben werden konnten. Und boch: es w°r wie ern Zöpfen au den heißen Stein! Mochte verständnisvolle Hilfe wieder aus diesem Tropfen bald ein Bächlein, ,a einen Fluß * taS Milte8«rM=.«-ln '-»-sm-- b 5Sk beultoen Ak-demik-rinnrn werden es durch ihre «-»«-" d-n-eu. te W»»- mus in Deutschland wird neue Starke und Forderung
Waagschale.
Ferner überlaste man bie Waage nicht über bie angegebene Tragfähigkeit, b. h. wenn eine Waage 10 Kg. Tragfähigkeit hat. wiege man nicht 15 ober 20 Kg. darauf, auch bas schabet der Empfindlichkeit in höchstem Maße, da durch Ueberlaftung die Schneiden abgenutzt werden, was zu Fehlerquellen führen muß.
Sofern es nötig ist, eine lange in Gebrauch befindliche Waage wieder instandzusetzen, überweise man dieselbe einer Spezialreparaturwerkstätte, welche über gelernte Waagenbauer verfügt. Eine solche Reparatur sahnt sich in den meisten Fällen, zumal bann, wenn man ursprünglich eine gute Waage gekauft hatte.
Zusammenfasfenb kann man noch einmal sagen: Prüfe sorgfältig, ob die Waage, die dir angeboten wird, dem Verwendungszweck entspricht. Kaufe nur bet Firmen, bie anerkannt gute Arbeit leisten.
Heizperiode und Gesundheit.
Der Reichsausschuh für hygienische Volksbelehrung teilt mit: .
Au dem Beginn ber kalten Jahreszeit erscheint es notwendig, auf gewisse Gefahren Hinzuweisen die der Gesundheit burch unzulängliche unb unzweckm 6 8 Heizung drohen in Wohnräumen ine »WW 3«» tralbenung sondern durch Ofenheizung erwärmt werden 1. Vor Beginn des Heizens ist jeder Ofen innen unb außen einer gründlichen Reinigung SU unttrz.e- hen. Die innere Reinigung (Entfernung von Asche, Schlacken usw.) ist notwendig, bamiit bet ®5 J wird und die der Gesundheit schädlichen Derbre nungsgafe des Heizmaterials nicht ms 3-mmer dr gen können. Die gleiche Reinigung muß rn Abständen von wenigen Tagen stets wiederholt werdem Außenwände sollen täglich durch »affes 2lbtm Jen vom Staube befreit werden. Verbrannte Staubteilchen tta gen wesentlich zur Verschlechterung der Quft tm 3 mim er bei. 2. Der Ofen darf erst dann geschlossen werden, wenn bas Heizmaterial völlig in Glut steht- ?» Schließen kann zu schweren Gesundhettsschadig g führen. 3. Da bie erwärmte leichte Lust /m Zimmer steigt unb die kältere Herabgebruckt wird, so ^rbsich I in einem geheizten Raum, der über einem unguten liegt, leicht Fußkälte bemerkbar machen und bamn Gegebenheit zur Erkältung gegeben sein. 3n bte et Falle empfiehlt sich bas Legen von Teppichen »nb Fußmatten. 4. Die Zimmerwärme fott fur em Kinde, zimmer ungefähr siebzehn bis zwanzig ^ad Celsius, für einen Wohnraum siebzehn bis achtzehn Grab Cel fius und für ben Schlafraum von gefunben erwachse neu Personen zehn bis vierzehn Grad delfms betragen. Am gesündesten ist das Schlafen in gänzlich un- geheizten Räumen. Die Wärme in Arbeitsraumen mutz ber jeweiligen Beschäftigung angepaßt werden. Wichtig ift ausreichende Lüftung jedes Raumes, w°fur am I besten Moraens und Abends durch Oeffnen ber Fen- | ft er für die'Dauer von fünf bis zehn Minuten gesorgt
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