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M 224.

Donnerstag, 29. September 1927.

Aus -em Fuldaer Land.

= Bad Soden-Salmünster. Im Solbad Soden-Sal- lünster bereitet man eine Tiefbohrung im iuellenfeld des Salzatales vor, die nach den eologischen und guellentechnischen Gutachten ein äußerst ünstiges Resultat erwarten läßt. Die Stadtgemeinde «zweckt mit der Bohrung, dem aufstrebenden Bad ein eues Bild der Entfaltung zu bieten, das mit dem Reich­em der Heilquellen die Reize feiner landschaftlichen Schönheit vereinigt, und der gedeihlichen Entwicklung es Kurorts keine Grenzen setzt. Das großzügige Unter­ehmen, zu dem die städtischen Behörden sich erfreu- icherweise entschlossen haben, findet seine Hauptstütze in em planmäßigen Bestreben des Herrn Bürgermeisters i a d k e, der zielbewußt und gewandt vorgehend, mit er Förderung der Interessen des Solbades gleichzeitig ie wirtschaftliche Zukunft seiner Gemeinde zu stärken -estvebt ist Die Firma Johannes Brechtel in Mann- eim-Ludwigshafen ist im Begriffe, den Bohrturm zu rrichten, um aus einer Tiefe von etwa 350 Meter die >eikspendende Sole an das Licht des Tages zu ziehen. Zlück auf!

— tzersfeld. Die hiesige Schneiderinnung ieging ihr 25iähriges Bestehen. In der Jn- lungsoersammlung wurde Obermeister Hild zum Ehren- ibcrmeifter ernannt. Der Feier wohnte auch der Bür- lermeister bei. k.

— Bebra. Die Gemeindevertretung setzte die B i e r- teuer auf eine Mark je Hektoliter herab. Die Er­hebung soll entgegen einem früheren Beschlüsse erst vom :. Oktober ab erfolgen. k.

= Gerstungen. Der neue prächtige Realschulneubau st fertiggestellt. Die Einweihung soll am 11. Oktober irfolgen. k.

— Mainz. Eine acht Jahre alte Schülerin aus der iessingstraße stürzte vor einigen Tagen b e i m S p i e l e n mf der Straße zu Boden. Infolge des Falles trat später ine Gehirnentzündung ein, woran das Kind jetzt m Krankenhause starb.

Neues aus Frankfurt.

— Spielplätze des Jugendamtes in Frankfurt. Das Zugendamt hat vor zwei Jahren erstmalig einen Spiel- Katz an der Obermainbrücke eingerichtet, der sich sehr tuten Zuspruchs erfreut. Die Kleinkinder finden sich vor- niiiags gegen 9 Uhr auf dem Spielplatz ein. Bon 12 >is 14 Uhr wird eine Mittagspause gemacht, dann kom- tten die Schulkinder, die bis gegen 19 Uhr auf dem Platz bleiben. Mit Spielen, Turnen und Luftbpden un- :er kundiger Aufsicht verbringt man die Zeit. Zwifchen- )urch wird ein kleiner Imbiß eingenommen, den die Schulspeisung in Gestalt von Kakao und Brötchen kosten­los liefert. Auch sonst ist die Benutzung des Spielplatzes lastenfrei. Zutritt haben nur die Kinder und die Auf- lichtsversonen. Eine Verpflichtung zum regelmäßigen Besuch besteht für die Kinder nicht. Zu Beginn der Herbstferien wird ein weiterer Spielplatz am Allerheili- zentor eröffnet, auf dem vorzugsweise Kleinkinder spie- en sollen. Die Spielstunden sind die gleichen wie auf dem inberen Spielplatz. Für das Bahnhofsviertel besteht ein Spielplatz im Sommerhoffpark. Die Kinder, die diesen Spielplatz besuchen, sammeln sich vormittags 9 Uhr an )er Gutleutschule in der Schönstraße 20 und werden von -iner Kindergärtnerin dann an Ort und Stelle gebracht.

von den Hochschulen.

— Das neue preußische Sludenlenrechl. Wie die Tel- unton erfährt, wird die neue Verordnung des preußischen Staatsministeriums über das Studentenrecht alsbald ver­öffentlicht werden. Die Verordnung ersetzt die bisherige Siaatsministerialverordnung vom 18. September 1920 und enthält gegenüber dem bisherigen Zustand einige Aenderungen, die auf die Beschlüsse des preußischen Landtages vom Mai 1926 und die zwischen dem preußi­schen Kultusminister und den preußischen Siudentenschaf-

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ten am 15. Februar d. I. getroffenen Vereinbarungen zurückgehen. Auf Grund der neuen Verordnung wird eine Koalition der preußischen mit den österrei­chischen Studentenschaften im Rahmen der Deutschen Studentenschaft nur möglich sein, wenn die österreichi­schen Studentenschaften ihre organisatorische Zusammen­setzung ändern, oder die preußischen ihre staatliche Aner­kennung aufgeben. Die preußischen Studentenschaften werden hierüber in einer Gesamtabstimmung int Lause des Novembers zu entscheiden haben.

Theater und Musik.

= Mainzer Musikhochschule. Die Städtische Musik­hochschule und das Konservatorium der Stadt Mainz bereitet zu Beginn des Wintersemesters (10. Oktobers eine Neuorganisation des Instituts vor. Die Hochschul- abteilung wird von den eigentlichen Vorschulklassen ge­trennt und durch neue Abteilungen erweitert. Es sind bereits neue Prospekte in Arbeit, die in den nächsten Tagen veröffentlicht werden und dann durch das Sekre­tariat zu beziehen sind.

FUN KEN

Fuldaer Zeitung

27. September

Briet

(Selb

Berliner Devilenkurle

Die „Beko" (Deamten-Korrespondenz) veröffent­licht jetzt auch d°n endgültigen, dem Reichsrat unter dem 22. September zugegangenen Entwurf des Reichsbesoldungsgesetzes, soweit er die fiir die Beamten in den einzelnen Gruppen vorgesehenen Gehaltssätze enthält. Der Reichsbe- soldunqsentwurf unterscheidet sich von dem ver­öffentlichten preußischen Entwurf lediglich dadurch, daß er die in dem preußischen Entwurf eingeschal» tenen Zwischenstufen für im Reich nicht vorhande­nen Deamtenkategorien nicht enthält.

Radio-Proqramm.

Donnerstag, den 29. September.

Frankfurt (428.6 m). Kastel (272.7 m). 11-55—12 Uebertragung des Glockenspiels aus dem Darmstädter Schloß. 13.30—14.30: Uebertragung von Kastel: Mittags­konzert der Kasseler Hauskapelle. 16.—17.45: Ueber­tragung aus der Ausstellung „Die Blume im Heim : Bunter Nachmittag. 17.45—18.05: Die Lesestunde. 18.15 bis 18.30: Vereinsnachrichten und andere Mitteilungen. 18.30—18.45: Uebertragung von Kastel: „Stunde Haus und Garten". 18.45—19.15: Uebertragung von Ko'stl: „Theater in China, Annam und Korea II". Vor!.ag. 19.15—1945: Uebertragung aus dem Mannheimer Be- sprechungsraum: „Kommende Baukunst: Eine Ausein­andersetzung". 19.45—20.15: Stunde der „Franks. Ztg. Aus dem neuen Roman von Joseph Roth „Das fünfte Rad". Spr.: B. R. 20.15-21-45: Klavier-Konzert. 12.15 22.30: Uebertragung von Kassel: Eine chinesische Stunde. Anschl. bis 0.30: Uebertragung von Kassel: Spätkonzert.

Kein ßaus ohne Fuldaer Zeitung

। — 1 —

2. Blatt.

Druck bet Fuldaer Actiendruckerei, Fulda

Frankfurter Over.

Mittwoch, 28. Sept., 7 Uhr: Othello.

Donnerstag, 29. Sept., 17, Uhr: Hoffmanns Erzah-. lungen. „ _

Freitag, 30. Sept, 7M Uhr: La Tramata.

2» September Geld Briet

Gruppe XII (1500 bis 2100 <40, Gestütwärter, Gar­tenaufseher mit einem Wohnungsgeld von 336 bezw. 528 <44.

Die von uns genannten Wohnungsgeldzuschüsse erhöhen sich ab 1. Oktober um 20 Prozent; bis- her wurden bereits 10 Prozent Zuschlag gezahlt. Verheiratete weibliche Beamte erhalten nur dis Hälfte des Wohnungsgeldzuschusses, ledige Be­amte an Stelle des ihnen nach der Besoldungs- crdnung zustehenden Wohnungsgeldzuschusses den der nächst niedrigen Tarifklasse. Die Kinder­beihilfen, die bisher nach dem Alter gestaf­felt waren, betragen künftig einheitlich 240 Mar! jährlich-, die Frauenzulagen sind in Fortfall ge­kommen.

Die nichtplanmäßigen Beamten erhalten feste Vergütungen, die in Gruppe II in fünf yai)ren von'3800 bis 4400 Mark (Diätare), in Gruppe IN von 2800 bis 3200 Mark, in den Gruppen V und VI von 2200 bis 2600 Mark steigen. Die Ver­gütungen in Gruppe vH betragen 1700 bis 2100 bezw. 1600 bis 1900 Mark, sie liegen in den Grup- pen VIII bis XIII etwas unter diesen Sätzen. Polizeianwärter erhalten Diäten in Höhe von 1260 Mark.

Die Beamten der Schutzpolizei und Landjägerei sind besonders in 10 Gruppen eingestuft. Die Kommandeure erhalten 16 000, die Polizeiobersten 12 600, die Polizeioberstleuntnants 9600 Mark Gehalt. Die Polizeimajore steigen von 7700 bis . 8400 Mark, dis Polizeihauptleute von 4800 bis 6900 Mark, die Leutnants und Oberleutnants von 2400 bis 4000 Mark. Die Besoldung der entspre­chenden Landjägeroffiziere bewegt sich in derselben Höhe. Polizeihauptwachtmeister (kündbar) erhal- ten ein Gehalt von 2400 Mark, Polizeioberwacht­meister von 2040 bis 2220 Mark, Polizeiwachtmei- ster steigen von 1410 bis 1860 Mark. Dazu tre­ten die "bisherigen Wohnungsgelder.

Besonders umstritten war bekanntlich die Frage derBehandlungderRuhegehalts-und Wartegeldempfänger. Entgegen den Wün- schen dieser Beamtenkategorien sieht die Regie­rungsvorlage ihre Neueinstufung nicht vor; viel­mehr ist lediglich eine prozentuale Erhöhung der bisherigen Bezüge dieser Beamten vorgesehen. Es ist anzunebmen, daß diese Absicht der Regierung schon lebhafte Erörterungen in den Parlamenten -ur Folge haben wird. Don manchen Parteien wird jedenfalls betont, daß die Durchführung der Pläne für Pensionäre und Wartestandsbeamte eine gewisse Härte bedeuten würde, die grundsätzlich auch für die hn Dienst befindlichen Beamten nickt ohne Bedeutung ist. In den Kreisen der inaktiven Beamten wird es auch beklagt werden, daß die Gelegenheit zur Beseitigung der Härten in der Be­messung des Wohnungsgeldes nicht ergriffen wor- den ist.

Die DAZ. schließt ihre Veröffentlichungen wie folgt:

Das Bekanntwerden der Vorlagen dürfte u. E. dazu beitragen, manche übertriebenen Gerüchte und ungerechtfertigte Befürchtungen im In- und Aus- land auf ihr richtiges Maß zurückzuschrauben. Nichts hat dem Beamten in der letzten Zeit w sehr geschadet wie die dunklen Gerüchte und Kom­binationen, die beinahe einen Gegensatz zwischen zwei auf einander angewiesenen Dolksschichten ge­schaffen haben. Ob die bisherige Behandlung durch alle amtlichen Stellen sehr wesentlich dazu beigetragen hat, diese Gefahr von vornherein zu beseitigen, wollen wir an dieser Stelle nicht unter­suchen.

Wir betonten bereits, daß noch einige nicht rest­los geklärte Fragen bestehen wie ft. B. in der Psnsionärbshandlung. Ferner besteht in preußl- i sehen Regierungskreisen die Absicht, die sogen. I „politischen Beamten" wegen einer gewis­sen Unsicherheit ihrer Stellung finanziell heraus­zuheben. Ob das Reich, das sich zunächst gegen diesen Plan gesträubt bat diesem Wunsche schließ­lich nachgeben wird, bleibt abzuwarten.

Zur bevorstehenden Besoldungsresorm

Die preußischen Gehaltssätze.

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Die „Deutsche Allgemeine Zeitung schreibt. Trotz mancher ursprünglich vorhandener Differen­zen "haben sich bekanntlich die Regierungen von Reich und Preußen über den Inhalt der neuen Besoldungsordnung geeinigt Wir sind nun- mehr in der Lage, über die Vorlagen, die lange genug in geheimnisvolles Dunkel gehüllt morten waren, endlich Einzelheiten mttzuteüen. Natur­gemäß sind noch, manche Aenderungen tn den bevorstehenden Beratungen des Reichstages und des Reicksrates möglich und wohl auch wun sckenswert. Wir geben tn folgendem die Belob dungsgruppen und Einordnungen auszugsweise wieder, wobei wir bemerken, daß Preußen lediglich für im Reich nicht vorhandene Veamenkatego- rien mehrere Zwischenstufen geschaffen hat.

Die Besoldungsordnung unterscheidet wie bis­her aufsteigende und feste lb'sher Emzel-) Geha - ter. Bei den aufsteigenden Gehaltern ist die Rer henfolge gegenüber dem fetzigen Zustand umge kehrt, d. h. die höchsten Beamten befinden sich tn ^^olbunasqruppe I: 8400 <44 bis 12 600 M In ihr befinden sich u. a. Ministerialräte, Senats- präfibenten beim Oberlandesgericht, Gerichtspräsidenten Oberverwaltungsgerichtsräte, Landforstmeister. 4.a;)U treten in Preußen als Gruppe I b die Polizeipräsidenten KX °<m sVS. Mjll 500 Aal, G----- I c Regierungsdirektoren Mit 6200 bis 10600 M und schließlich I d Oberschulrate mit 6200 bis 1.0000 oie formt aus ihrer bisherigen Verbindung mit Oberstudien, raten und Direktoren ^ausgenommen fink Die Wohnungsgeldzufchüfse werden in den ersten vier Dienstjahren in diesen Gruppen in §°he ?°n,1320 <44 (Sonderklasse) gezahlt, während vorn 5. Dienstiahre an eine Erhöhung von 1680 emtntt (ju Men Sähen tritt ab 1. Oktober ein Zuschlag von 20 Proz-n).

Gruppe II (4800 <44 bis 8000 <44) stellt tm wesentli­chen die Gruppe der R e g i e r u n g s r at e dar. jn ihr befinden sich Bergräte, Finanzrat^ Studienrate und .Amtsgerichtsräte sowie die entsprechenden Oberrate, diese mit einer ruhegehaltsfähigen Stellenzulage von 1200 <44 versehen, zum Teil auch, wie die Oberstudien rate, mit einer Stellenzulage von 600 <44. Eine Unter abteilung (II c) dieser Gruppe in Preußen enthalt mit einem Gehalt von 4800 bis 7600 <44 die Amtsrate. Der Wohnungsgeldzuschuß beträgt bet ihnen wie bei den 9tegierunasräten in der ersten bis dritten Oimstalter stufe in Berlin 960 <44, von der vierten Dienstalters­stufe an 1320 <44. „ .

Gruppe Illa erhält im Reich 4500 bis 7800 <44, tn Preußen 3600 bis 7200 <44. In dieser Gruppe befinden sich Katasterdirektoren und Regierungslandmesier. Gruppe III b 4800 bis 7000 <44 Kriminaldirektoren. Gruvpe III c 3600 bis 6600 <44 Polizeiräte.

Gruppe IV a (3000 bis 7500 <44) z. B. Gewerbe- und Handelslehrer. Gruppe IV b 2800 bis 5000 M, Regierungsobersekretäre, Regierungsinspektoren, Bolks- schutlehrer, Reaierungsamtmänner, Justizamtmanner. Für gehobene Stellen dieser Laufbahn sind ruhegehalts­fähige Zulagen von 300 bezw. 700 <44 vorgesehen. In Preußen Gruppe IV c 2800 bis 4600, Minist-rialregi- ftratoren. Im Reich Gruppe IV c, in Preußen Gruppe IV d (2800 bis 4200 J4) enthält die sondergepruffen Obersekretäre. Der Wohnungsgeldzuschuß beträgt tn den ersten Dienstaltersstufen 720 <44, später 960 <44.

Gruppe V (2300 bis 4200 <44) Ministerialkanzket- sekretäre, Oberaerichtsvoklzieher. Kreis- und Polizeisekre­täre. In Preußen Gruvpe V b 2100 bis 4200 <44, For­ster; Revierförster erhalten 500 <44 Zulage. Wohnungs­geldzuschuß in den ersten Dienstaltersstufen 720 <44, spa­ter 960 <44.

Gruppe VI enthält im Reich die Oberwerkmeister mit einem Gehalt von 2400 bis 3500 <44, in Preußen die Assistent -- neuer Laufbahn, sowie die Kanzleisekretare alter A> mit einem Gehalt von 1900 bis 3400 <44, wu- zu ein Wohnungsgeldzuschuß von 720 <44 tritt.

Gruppe VII (2400 bis 3200 -44) enthält die Ersten Maschinenmeister bei den Strafanstalten und der Do- mänenoerwaltung sowie bei den technischen Hochschulen. Der Wohnungsgeldzuschuß beträgt ebenfalls 720 <44.

Gruppe VIII (im Reiche VITT a) mit einem Ge­halt von 2000 bis 2700 -44 enthält die Kriminalasfisten- ten, Oberlandjäger, ferner unkündbare Polizeihaupt- wachtmeister. Der Wohnungsgeldzuschuß für diese Gruppe beträgt 720 <44; Gruppe VIII b (1700 bis 2700 <44) enthält die Postassistentinnen.

Gruppe IX (1700 bis 2600 <44) Kanzlisten, Kapitäne. Oberpffeaer, Büroalststenten. Wohnungsgeldzuschuß anfänglich 528 <44, später 720 <44.

Gruppe X a (1600 bis 2400 <44) befinden sich die Ministerialarntsgehilfen. wobei die mit Wahrnehmung der Bofenmeiftergeschäfte beauftragten Beamten mit der Amtsbezeichnung „Verwaltungsafsiftent" eine jähr» lickie Zulage von 300 <44 erhalten. Wohnungsgeld be­trägt 528 b-zw. 720 <44. Preußen führt außerdem eine besondere Gruvpe X d (1600 bis 2300 -44). die Justiz­wachtmeister, Hausinspektoren und Hausmeister enthält.

Gruppe XI (1500 bis 2200 -44) enthält die Amts- gehilfen, die einen Wohnungsgeldzuschuß wie in Gruppe X erhielten.

Weltspartag 1927.

Auch in diesem Jahre werden die deutschen Sparkassen den Weltspartag, der auf das Datum des 31. Oktober fällt, zum Anlaß einer intensiven Sparwerbung in der Oeffentlichkeit nehmen. Be­kanntlich geht der Weltspartag auf den Beschluß des ersten internationalen Sparkassenkongresses m Mailand (Oktober 1924) zurück, die Sparkassen- Vertreter aller Länder einstimmig für den Schluß- tag dieses Kongresses (31. Oktober) eine alffahr» lich wisderkehrende gemeinsame Werbeaktion für den Spargedanken festlegten. So ist auch bereits der Weltspartag mit gutem Erfolg m den Jahren 1925 und 1926 veranstaltet worden. Reben den Sparkassen betelligen sich in Deutschland au» bie Kreditgenossenschaften an dieser Aktion.

(Es lebe die Technik!

Bekannt ist die Geschichte von einem reicher» Manne, der an den üblichen Folgen eines zu gu­ten und bequemen Lebens krankte und der Arzt daraufhin mehr Bewegung verschrieb. Was tat - der Verwöhnte? Er ging hin, kaufte sich einen — Rasierapparat und leistete als einzige Arbeit das Selbstrasieren. — Was soll dieser arbeitsfreudtge Mensch nun anfangen, wenn demnächst die Ma­schine zum selbsttätigen Rasieren erfunden wird? Don dieser Neuerung sind wir nämlich nicht mehr weit entfernt. Es soll sich um eine Vorrich­tung handeln, die ähnlich wie der selbsttätige Schei­benwischer beim Auto arbeitet. Man wird sich also bald rasieren können, während man noch im Bette liegt. Der Erfinder will dasselbe Verfahren auch anwenden, um der Damenwelt eine selbsttätige Pudervorrichtung zu bescheren. Natürlich muß diese entsprechend solider gebaut werden; denn der Rasierapparat wird nur alle 24 Stunden einmal gebraucht, während die Dame von Welt ihre „Pu- dermasckine" alle halbe Stunde in Bewegung set­zen muß. ___________________

Wie wird das Wetter?

Von Westen her breitet sich zunächst hoher Luftdruck aus, unter dessen Einfluß auch unsere Witterung gelan­gen' wird. Bei Island entwickelt sich jedoch ein neuer Wirbel.

Witterungsaussichten für Donnerstag: Teilweise Mor­gennebel, sonst vielfach aufheiternb, trocken, tagsüber weitere Erwärmung, westliche Winde.

Htm-Uort

4,19

4,20

4,19

4,20

BrniTet

58,89

58,51

58,40

58,52

f)ol’onh

168,08

168,42

168,22

168,56

London

20,40

20,44

f0,4t

20,45

16,45

16,49

16,45

16,49

s<hwtlt

R0,R8

80,99

80,90

81,06

Spanien

71,83

78,97

73,12

78,26

3tnf1en

S2.86

22,90

22,88

22,92

Dänemark

111,31

112,68

112,35

112,57

Norweytn

110,69

110,91

110,73

110,95

Schweben

112,79

113,01

112,84

118/6

Droa

12,42

12,44

12,43

12,40

Wien

59,10

69.27

69,17

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