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Anzeiger für die Skadk Fulda und den Landkreis Fulda. Amtliches Kreisblatk

Nr. 187

Mittwoch, 17. August 1927

Das Nriegsschäöenschlutzgesetz.

Die französischen Staatsfinanzen

Die Betrachtung der französischen Staatsfinan­zen ist außerordentlich interessant, weil sich daraus

worden.

lieber die Ursachendes Putsche? weiß fiacc

der getöteten britischen Somalis gegeben hat. Der Regent ersuchte auch den britischen Gesandten, dem König zu telegraphieren, rote sehr er den Zwischen»

* Keine Teilnahme Rußlands an der Verkehrs- «nd Transilkonserenz. Die Sowjetregierung hat dem Sekretariat des Völkerbundes mitgeteilt, daß sie sich auf der 3. Allgemeinen Verkehrs- und Transitkonferenz nicht mehr vertreten lasse. In einem Brief vom 26. Juli hatte der russische Au­ßenkommissar berichtet, die russische .Regierung werde auf der Konferenz vertreten sein unter der Voraussetzung, daß Rußland den Mitgliedern der Verkehrs- und Transsitorganisation gleichgestellt werde. Für innere Angelegenheiten der Organi­sation, die nur Mitglieder betreffen, sind jedoch nur diese selbst zuständig. Zwei derartige Fragen stehen unter anderem auch auf der Tagesordnung der Konferenz und aus diesem Grunde hat nun die Sowjetunion auf ihre Teilnahme verzichtet.

batten Offiziere verschiedener Regimenter versucht die Truppen aufzuroiegeln. Sie batten jedoch da' mit keinen Erfolg, da ihnen das Betreten der Ka fernen verwehrt wurde. Die Regierung hat irr Fluglager von Amadora im Einblick auf etwa ein tretende Ereignisse Truvpen konzentriert.

Der Ministerrat beschloß, die in die Aufftonds- bewegung verwickelten Personen nach den Kolo nien zu deportieren. Leutnant Sarmento ist au der Liste des Heeres gestrichen und der Direktor de Nationalbibliothek Rigeiro, ist sein-s Amtes ent­hoben worden. Major Filomeno E a m a r a. do Führer der Aufftandsbewegung, ist verhafte

Erscheint sechsmal wöchentlich. Wochenbeilagen: „Die Welt im Bild" und „Buchenblätter". Rotationsdruck und Verlag der Fuldaer Acliendruckerei in Fulda. Fernsprecher Nr. 9.

Monatlicher Bezugspreis 1,50 Mk. " >•_

* Regelung des englisch-al essinischen Zwischen­falls. (Eig. Funkm.). „Times" berichtet aus Addis Abeba, daß der Regent Ras T a f a r i einer Unter­suchung des im Juni erfolgten Angriffes abeffini- fcherTruppen auf eine britifcheKarawane durch eine gemischte englisch-abessinische Kommission unter unter einem neutralen Vorsitzenden zugestimmt, sein tiefes Bedauern über den Vorfall ausgespro­chen und eine persönliche Spende von 1000 Pfund Sterling für die Verwundeten und die Familien

von der preußischen Massenlotterie.

— Berlin, 16. Aug. (Eig. Funkm.) Im Ge­bäude der Generaldirektion der preußischen Staats­lotterie hat heute vormittag unter starkem Andrang des Publikums die Einschüttung der Losröllchen in das Nummernrad begonnen. Die Kontrolle war außerordentlich verstärkt. Der Präsident der ßotteriebireftion, Geheimer Finanzrat Dr. Huth, sowie die Direktoren Kähler und Dr. Feul- ner beobachteten die Vorgänge aus nächster Nähe. Der technische Leiter der Lotteriedirektion, Richter, leitete die Einschüttung, der die neubestellten Zie­hungsnotare, Präsidialoberinspektor Claassen, Re­gierungsinspektor Roloff und Regierungsobersekre­tär Gehrke beiwohnten. Vom preußischen Finanz­ministerium war Ministerialrat Schönbeck erschie­nen. Die staatlichen Lotterieeinnehmer waren durch die Herren Wüstefeld und Papenbrock vertreten. Da das Publikum von dem ihm zustehenden Kon­trollrecht eifrig Gebrauch machte und sich perfönf; überzeugte, daß fein Los dem Nummernrad ein- verleibt wird, wird der „B. Z." zufolge die Ein- schüttuna der übrigen Nummernröllchen sich bis in den Nachmittag verzögern. Aus der Provinz liegen 250 schriftlich eingegangene Anträge auf Kontrolle von Losnummern vor.

folgendes zu berichten:

General Carmona, der gleichzeitig das Am des Präsidenten der Republik und des MinisterprL deuten bekleidet, wehrte sich in den letzten Taget gegen das Verlangen feiner Parteigänger, auf ei

Kriegsministers erhöht sich um ungefähr eine Mil­liarde und das des Marineministers um 709 Mil­lionen, wovon 633 auf die teilweise Durchführung der Neuerungen im Flottenprogramm und auf die Kriegsversorgung entfallen.

Als Kompensation für die Ausgabenerhöhung hat der Finanzminister zu zwei Auskunftsmitteln gegriffen: Vor allem hat er die Auslagen für die konsolidierte und die befristete Schuld um 1974 | Millionen herabgesetzt. Der Dienst für die aus­ländische Schuld und die garantierte Anleihe wurde nach der Psundpärität von 125 statt 150 Francs be­regnet was eine Ersparnis von 375 Millionen er­gibt. Die 490 Millionen, die im Budget von 1927 eingeschrieben waren um der autonomen Amorti- fationsfaffe die nötigen Mittel für die Zinsen der nationalen Verteidigüngsbons zu garantieren, wur­den gestrichen. Endlich wurde auch die 833 Mil­lionen gestrichen, die 1927 als „Deckung für die Lasten des auswärtigen Schuldendienstes, welche nicht von besonderen Einnahmen gedeckt sind", im Budget eingetragen waren. Dies weist darauf­hin, daß man hofft, eine entsprechende Erhöhung aus den Dawesleistungen zu erhalten. Man kann dem Finanzministerium nicht das Recht bestreiten, den Dienst der auswärtigen Schuld zum Kurse von 125 zu berechnen, vorausgesetzt, daß es sich bewußt ist, wie unsicher eine siche Rechnung in einem Mo­ment ist, da wir von einemTag auf den anderen fürch­ten müssen zu erfahren daß unsere Zahlungsbilanz ein Defizit aufroetft, selbst vorausgesetzt, daß der Ueberschuß an Einnahmen genügend stark ist, um die nötige Grundlage zu bilden. Der Bericht trägt die Spuren dieser Besorgnis, indem er den Satz enthält: „Die Zukunft unserer Währung selbst kann noch unsicher erscheinen. Aber diese Ungewißheit spricht sich nicht in den Ziffern aug. Es ist schwie­rig, die Berechtigung der Streichung von 490 Mil­lionen Garantie für die autonome Schuldentil- gungstaffe zu beurteilen, nachdem die Situation dieser Kasse durch keine Bilanz festgelegt ist.

Dieselbe Unsicherheit wird durch die Erwartung einer Einnahmeerhöhung aus den Dawesleistungen hervorgerufen. Der Finanzgesetzentwurf für 1928 nimmt das verwickelte Problem, das durch die Na­turalleistungen und ihre Verwertung entsteht, als gelöst an, ohne ein Licht auf die Natur dieser L- fung zu werfen.

Dre Pensionen der Uapp-Leute.

Feststellungsklage Ehrhardts gegen den Reichswehr­minister.

Der Reichswehrminister hat einer Korrespondent Zufolge an den Korvettenkapitän Ehrhardt ein Schreiben gerichtet, in welchem er diesem mitteilt, daß durch deuKapp-Putsch, an welchemEhrhardt tn führender Stellung teilgenommen habe, dem Reiche ein sehr erheblicher Vermogensschaden er­wachsen sei. Der Reichsfiskus rechne daher mit seiner Schadenersatzforderung gegen die Ehrhardt zustehenden Pensionsansprüche, soweit sie der Pfändung unterlägen, auf. Der Schaden sei ent­standen dadurch, daß General v. Lüttwitz eigen­mächtig und rechtswidrig die Reichswehrzulage um zwei Mark täglich und den Löhnungszuschuß um 45 Mark monatlich erhöht habe. Durch diese und eine weitere Verordnung sei dem Reich ein Scha­den von 100 Millionen Papiermark oder 6,3 Mil­lionen Goldmark entftanben, für die General v Lüttwitz, Major Bischof und Ehrhardt in gesamt­schuldnerischer Haftung in Anspruch genommen wurden. Korvettenkapitän Ehrhard hat hierauf, wie eine Korrespondenz meldet, seinen Rechtsbei­stand, Rechtsanwalt Bloch, beauftragt, gegen den Reichswehrminister die F est st ellu n g s k l a ge einzureichen. Er bestreitet, daß er in führender Stellung am Kapp-Putsch teilgenommen habe und beabsichtigt, nunmehr auch seine rückständige Pen- fion in Höhe von 12 000 Mk., die er bisher nicht angefordert habe, in Anspruch zu nehmen. In ,dcr Klageschrift wird im übrigen die Tatsache her- vorgehoben, daß der Reichswehrminister erst jetzt, .ebfien Jahre nach dem Kapp-Putsch, mit dieser Maßnahme hervortrete, die auch mit der gegen die Teilnehmer de? Kapp-Putschs erlassenen Reichs­amnestie nicht in Einklang zu bringen fei

China.

Rücktritt Tschiling kai-scheks.

T s ch i a n g Kai - schek hat in einer Bot­schaft erklärt, daß er von seiner Stellung als Ober- befehlshaber der Nankingtruppen z u r ü ck t r e - ten werbe. Man nimmt an, daß nunmehr, Sunt Schun - fana und der Kommandeur von Han- kau um den Besitz von Nanking kämpfen werden, wobei man mit einem Erfolge Sunt Schun-fangs rechnet.

In feinem Rundtelegramm „An das chinesische Volk", indem er feinen Rücktritt vom Posten des Generalissimus der nationalistischen Heere mitteilt, erklärt Diang Kai-schek noch, Infolge der Kritik an seiner Führung der militärischen Operationen und seiner Rückschläge in Schantung, sowie der Anschuldigungen wegen seiner Leitung der Kuomingtang und auch infolge feines physi­schen und geistigen Zusammenbruchs stelle er die Parteieinheit vor persönlichen Ehrgeiz und habe beschlossen, die aktive Verbindung mit der natio­nalistischen Revolution zu lösen. Er trete daher von allen seinen Posten zurück, werde jedoch wei­terhin loyal die Partei als einfaches Mitglied unterstützen. _______________________

Wtb. Mainz, 16. August. (Eig. Funkm.). An bei Eisenbahnbrücke bei Niederolm stürzte ein mit 16 Personen besetzter Lastkraftwagen beim Nehmen einer scharfen Kurve um und überschlug sich. 14 Personen erlitten dabei teils schwere teils leichte Verletzungen.

ttatholische Welt.

— Abschluß der Tagung des Reichsbundes der ka- kholifchen lugend Oesterreichs. Zum Abschluß der Ta­gung des Reichsbundes der katholischen Jugend Oester­reichs in Wien fand am Sonntag ein Festzug statt, der über die Ringstraße zum äußeren Burgtor geführt wurde. Auf dem Heldenplatz zelebrierte Kardinal Piffl eine Feldmesse und weihte das neue Banner des Reichs­bundes. An dem Festzug nahmen ungefähr 25 000 Reichs­bundangehörige teil. Der Feier wohnte auch Legations- jekretär Dr. Steiner von der beuttoen Gesandtschaft bei.

Mißglückter Staatsstreich in Portugal.

Aus Lissabon kommt die Nachricht von einen neuen Putschversuch. Havas meldet darüber fol­gende Einzelheiten: Drei Offiziere drangen in das Konferenzzimmer der Ministerien, das in der Re­sidenz des Staatsoberhauptes liegt und überreich­ten dem Präsidenten der Republik ein Schreiben, in dem der Rücktritt gefordert wurde. Einer der Offiziere, der Leutnant Moraes Sarmento, wollte die Meinung eines Teils der Armee über die politische Lage auseinandersetzen und den Kriegsminister bestimmen, die von einer Offiziersgruppe betreffend die angekündigte Umge­staltung des Ministeriums getroffenen Beschlüsse anzunehmen. Als der Kriegsminister sich weigerte, sich in eine Diskussion einzulassen und den Offizie­ren ihre Verhaftung mitteilte, gab Leutnant Sar­mento in der Richtung der Regierungsmitglieder Revolverschüsse ab und traf den Sekretär des Finanzministers mit einem Schuß, ein anderer streifte den Justizminister am Fuß. Der Präsident der Republik warf sich entschlossen auf die Offiziere, doch gelang es Sarmento, in der allgemeinen Ver­wirrung zu entkommen. Kurz darauf wurde er jedoch verhaftet. Etwas später versuchten mehrere Offiziere in Begleitung des Direktors der National» bibliothek und des Direktors der National- d r u cf e r e i die Veröffentlichung eines Dekrets im Staatsanzeiger zu fordern, durch bas die Regie­rung ihren Rücktritt bekanntgeben und als Diktator und Inhaber sämtlicher Ministervorie- feuilles den Leiter der Aufstandsbewegung Major Fikomeno C a m a r a ernennen sollte. Der Direk­tor der Nationalbibliothek wurde verhaftet. Vorher

* Der Zwischenfall bei der Gießener Berfaffungs- feier. Zu dem Zwischenfall bei der Gießener Verfassungsfeier, bei dem bekanntlich während der Festrede des Prof. Dr. Hüther der Reichswehr­kommandeur Oberstleutnant Fritz mit sämtlichen anwesenden Reichswehrangehörigen demonstrativ den Saal verließ, schreibt die „Frankfurter Ztg.": „Es wäre nichts dagegen einzuwenden, wenn Oberstleutnant Fritz nach der Versammlung den Einberufenen sein Bedauern über die Wahl dieses Redners zum Ausdruck gebracht hätte. Das von ihm gewählte Verhalten fei aber eine Provokation sondergleichen. Der Zwischenfall werfe wiederum das ganze Problem der Reichswehr auf. Es brauche wohl nicht besonders gesagt zu werden, daß sich Oberstleutnant Fritz im Heer der Republik unmöglich gemacht habe. Aber auch der Reichs­wehrminister müsse wiederum Antwort stehen dar­über, was er zur Erziehung seiner Offiziere zur Serfaffungstreue zu tun geben fe.

* Derfaffungsfeicr des Reichsbanners. Das Reichsbanner Schwarz^Rot-Gold hielt am Sams­tag und Sonntag in Leipzig eine Berfaffungs- feier ab, zu der mit einer großen Anzahl von Sonderzügen Zehntausende von Teilnehmern aus allen Teilen des Reiches eingetroffen waren. Den Auftakt am Samstag bildete eine Begrüßungsfeier im neuen Rathause, bei der der Bundesvorsitzende H ö r s i n g - Magdeburg die Eröffnungsrede hielt. Der Begrüßungsfeier im Rathaus folgte auf dem Augustusplatz ein großer Zapfenstreich, an dem etwa 30 000 Reichsbannerangehörige, darunter mehrere Tausend Spielleute, teilnahmen. Anspra­chen hielten der zweite Gauvorsitzende Reichstags- abfleorbneter Lipinski-Leipzig und Reichskanzler a. D. Dr. Wirth._______________

— I Die Ausgaben erhöhen sich im Vergleich zum

* Das neue richterliche Difziplinargefetz. Die Budget von 1927 um 1986 Millionen. In dieser Novelle zum Gesetz über richterliche Dienstvergehen Summe finb aber nicht alle Vermehrungen ein- ist, dem „B. T." zufolge, dem preußischen Land- I begriffen, weil sie zum Teil durch Ersparnisse wett- tag zugeleitet worden. Die Novelle sieht gründ- I gemacht werden. Die Beamtengehälter sind um sätzlich die Oeffentlichkeit bei Disziplinarverhand- 1100 Millionen erhöht worden, die Pensionen der lungen gegen Richter vor und läßt, einen Aus- Kriegsopfer um 664, die Ausgleichung der alten fchluß der Oeffentlichkeit nur in besonderen Fällen und neuen Zivil- und Militärpensionen hat eine zu. Der Ausschluß der Oeffentlichkeit darf aber Erhöhung der Auslagen von 650 Millionen mit nicht gegen den Einspruch der Staatsanwaltschaft Uch gebracht Die bedeutendsten Erhöhungen fin- erfolgen. I den sich bei Armee und Marine. Das Budget des

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Im Reichsfinanzministerium fand am Montag

die in Aussicht genommene weitere Besprechung I fall bedauere, über den Entwurf eines Kriegsschädenschlußgesetzes I mit den Spitzenverbänden der Wirtschaft und den Interessenvertretungen statt. Die Arbeitsgemein­schaft für den Ersatz von Kriegs- und Verdrau- gungsschäben legte in einer formulierten Erklä­rung ihre Siebenten gegen die Bestimmungen bes Entwurfs dar und brachte zum Ausdruck, daß sie

den Entwurf in feiner jetzigen Fassung a b l ebn t. | ergibt, was bei einer zielbewußten Führung in ßme ähnliche Erklärung rourbe von dem Ring- ber Wirtschaftspolitik eines Staates erreicht wer-

Ä X*? geschädigten Ausländsdeutschen und den kann. Zweifellos darf PoincarS für sich die

hP? abgegeben. Die Vertreter bei- Anerkennung in Anspruch nehmenen, daß er es ver-

nahmen nach Abgabe der von ihnen I m0$t hat, den Franken vor dem gänzlichen Ver- ermrIU>L9en u" Besprechung nicht I fall zu bewahren. Nach dem Gesetzentwurf über SScrbanben wurde die Festigung des allgemeinen Verwaltungsbud- -.großen Zug en durchgesprochen. ber DOr kurzem der Kammer oor gelegt wor-

^eichbklnanzmlnlsteriums wurde die bcn ist stellen sich die GefamtzGern des Ent- Auffassung der Regierung zu den einzelnen Be- murf5' roig

fttmmungen des Entwurfs bargelegt. Die Der- I

tieter der Verbände brachten die wiederholt er- I Bei 42160 Millionen Francs Einnahmen und örterten und gegen den Standpunkt der Regierung 43 528 Millionen Francs Ausgaben ergibt sich ein sprechenden Gedankengänge zum Votrag. I Ueberschuß von 632 Millionen Francs.

Außer diesen Reduktionen ber Ausgaben, beren Berechtigung erst die Zukunft erweisen kann, sieht bas Budget von 1928 eine Vermehrung der Ein­nahmen um mehr als zwei Milliarden vor. Ent­sprechend der Regel der oorängegangenen Jahre wurden die fiskalischen Einnahmen nach denen des Jahres 1926 abgeschätzt mit einem Abstrich von 390 Millionen, wie ber Motivenbericht sägt: „in , av„vl. , -.....

Anbetracht ber Rückwirkung, welche die leichte I nes dieser beiden Aernter zu verzichten. Schließ Krise vorn Anfang bes Jahres, auf die Gewin- I sich erklärte er sich bereit, in der Person des Oben nung der Unternehmung haben könnte". Sind 390 I sten Passo-Souza einen Ministerpräsidenten erneu Millionen genug, um die Rückwirkungen auf das | nen zu lassen. Dieser Offizier, der an der Februar Steuerergebnis zu decken? Wir wissen es noch i revolution teilnahm, gilt als verfassungsfreundlich nicht, aber es scheint wohl, daß ber französische | Durch seine Ernennung handelte Carmona den po Z°nbel starker betroffen wurde, als man annimmt, »tischen Ansichten eines Teiles feiner Mitarbeiter

■ü Mr niemanden ein Geheimnis, daß die fran» I direkt zuwider. Infolge der Ernennung des Ober öosische Industrie ihren Schritt verlangsgmt. und sten Passo-Souza bildete sich eine Verschwö bte Börse, die ein ziemlich genaues Barometer für r u n g. Die Aufrührer erzielten nur einen Augen, die ökonomische Situation ist, zeigt dermalen keine I blickserfolg. Sie wurden energisch zurückgewiesen. Besserung. I und zur Zeit herrscht in Lissabon wieder Ordnung

Lowohl die Einnahmezlsfem des Budgets» wie I Die telephonischen Verbindungen mit Porto sind auch ber Voranschlag für die Ausgaben könnten I unterbrochen

in ber Anwendung Modifikationen erfahren, Fast die' aanze Nacht zum Montag hindurck ^e. das budgetäre Gleichgewicht berühren konnten, ^t der Ministerrat getagt, um über die Durch r?, der erroartenten Einnahmen be- I fühntng ber im Hinblick auf die Unruhen in Aus-

ir°Lt 632 Millionen. Eine provisorische Ziffer, sicht genommenen Maßnahmen zu beschließen. Es nachdem^ sie nicht nur die besonderen Gehaltser- herrscht vollkommene Ruhe. Die Truvven, die hf? Funktionäre, sondern auch I um Lissabon zusammengezogen waren, sollen wahr-

®^rausIoflen berfen fall, roefche hie neuen 2ln« | scheinlich am Dienstag zurückgezogen werden, i^ihen an Renten und sechsprozentigen amorttsab- Die Regierung beMoß, die Auflösung bes 5. Sä­len bligationen mit sich bringen. Plan nimmt I aerreaiments xu S?uh allgemein an, daß der veranschlagte Ueberschuß »erregimenis w mm.

200 Millionen, das heßt ein halbes Prozent ter I c

Ausgaben, kaum übersteigen dürste. Schwerks LastKraftwageNUNglUM.

SBenn man alle hier aufgezählten Elemente ber I Ein Lastkraftwagen, auf bem sich 26 Mitglie- Unsicherheit in Rechnung zieht, kann man sagen, I der einer Solinger Gesellschaft befanden, fuhr d°si ber Spielraum klein ist. Das Bubget von 1928 I in einer Kurve in einem Felseinschnitt bei Bey - mußte mit bedeutenden Reserven ausgestattet sein, I e n b u r g an der Wupper infolge Versagens ber ® es a en Ueberraschungen gewachsen sein I Bremse gegen den Berg. Bei dem furchtbaren An-

In diesem Zusammenhang erscheint es notwen- L°Mann^

Fran"reich'einzugehen' ^n^auaensiheinli^m^ h” I öcn fd,roer verletzt und in die Krankenhäuser von die Situation sich klären, wenn PoincarS sich “nb mre»hpnUfnm8h Die übrigen Mit-

schließen könnte, die Währung gesetzmäßig zu sta- 1 en$en tarnen mit leichteren Verletzungen davon, biüfieren. Die Geschäftswelt ist im allgemeinen der Ansicht daß die nötigen Bedingungen, um eine solche Operation ohne Gefahr durchzuführen, er­füllt sind. Andere meinen, daß man nur unter Zwei Bedingungen daran denken könne, den Franckurs gesetzmäßig zu fixieren. Erstens müß­ten die Vorschüsse der Staatsbank, die heute „in ber Luft hängen", konsolidiert oder durch Gold- I UttWCttCr Über (Enolältb oder Devlsenvorräte gedeckt fein. Ebenso müßte - TTÄu I ,"9, ‘

die Frage der interalliierten Schulden geregelt m ®er Amtliche britische Funkdienst meldet am fein. I Montag abend, daß wegen der einlaufenden Un-

Die von Poincar« geftihrten Regierungen woll- Wettermeldungen, in ganz England große Besorg­ten die Abkommen mit England und Amerika der uber das Schicksal des zweiten deutschen Ozean- Kammer zur Genehmigung vorlegen. Poincare führt I siugzeuges „Bremen geherrscht habe. Heber bas zwar bie Konventionen von London und Washina- Unwetter meldet der Amtliche Funkdienst: In bet ton provisorisch durch, aber bisher wollte er sie zur ^ad>L3Um Montag herrschten in vielen Teilen Ratifizierung nicht vorlegen; er könnte allerdings von England heftige Stürme, die größtenteils vor nach allem, was er darüber gesagt hat und sagen wolkenbrucharttgen Regenfällen begleitet waren, ließ, auch schwer die Genehmigung des Paria- I Aas Unwetter hat großen Sachschaden angerichtet mentes für den französisch-amerikanischen Akkord Bersch,ebene Straßenbahn- und Autobuslinien verlangen. Wenn PoincarS sich also nicht der An- wußten ihren Betrieb einstellen. In Cumberland sicht der Geschäftsleute anschließt, die meinen, daß ®ar die Eisenbahnlinie zwischen Carlisle und App- man stabilisieren kann, ohne die Rechnung der ^hy infolge Dammrutsches gesperrt und der Haupt. Vorschüsse des Staates zu bereinigen und ohne Güterverkehr nach Schottland mußte umgeleitet die auswärtigen Schulden zu regeln, kann von werden. Auch an der Südküste wurde durch bie einer endgültigen und legalen Fixierung des schwere See großer Schaden angerichtet. Franckurses nicht die Rede fein Aber es scheint I sicher, daß die Bank von Frankreich jetzt die no- I * Die Regierungskrise in Griechenland. Der Prä tige Stärke hat, um bas bestehende Verhältnis I sident der griechischen Republik, Konduriotis, zwischen dem Pfund, dem Dollar und der fanzösi- I hat Z g i m i s mit der Regierungsbildung beanf. kchen Devise aufrechizueihalten 1 tragt.

f Einreliiuninitt 10 M. (mit Mir. Mage 15 M.)

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