Nr. 184
Jreifag, 12. August 1927
Iie Versaffungsseier in -er ReichShauptW-l
Eindrucksvolle vaterländische ttundgebung im Reichstag
Zie himchlMg Sllccos u«-
daß die Bauernsöhne das Bestreben haben, f-’-h im Reiten auszubilden. Weder die Reichswehr noch irgend eine andere deutsche Behörde hat mit dieser Bewegung auch nur das gering st e zu t u n.
zwischen den Vorstandsmitgliedern begegneten sich die Redner aus allen Parteien.
lieber die Notwendigkeit, das Reichsbanner als überparteiliche Organisation aller deutschen Repu. bllkaner zu erhalten, werden in aller Oeffentlich- keit gelegentlich der Leipziger Bundes-Verfassungs-
sing' Dr. Krone, Dr. Wirth und Anton Erkelenz sprechen."
Die Untersuchung in w'en.
wtb Dien, 11. August. (Eig. Funkm.) In der gestern abgehaltenen mehrstündigen Sitzung des vom Gemeinderat zur Untersuchung der Juli- Ereignisse eingesetzten Ausschusses stellten die christlich-sozia'en Mitglieder den Antrag auf sofortige Einstell ung der Tätigkeit des Ausschusses, die aller Wahrscheinlichkeit nach erfolg- l os und unfruchtbar ausgehen werde. Der Antrag wurde von der sozialdemokratischen Mehr» heit ab gelehnt.
* Seine Sandidakur Schönaichs. Die Deutsche Friedensgesellschaft teilt mit, daß sie nie beabsichtigt hat, noch beabsichtigt, sich als Partei zu betätigen und zu den Parlamentswahlen Kandidaten aufzustellen. Sie sei eine überparteiliche Organisation.
„Das deutsche Volk, einig in seinen Stämmen und von dem Willen beseelt, das Reich in Freiheit und Gerechtigkeit zu erneuern und zu festigen, dem inneren und dem äußeren Frieden zu dienen und den gesellschaftlichen Fortschritt zu fördern, hat sich diese Verfassung gegeben."
Der Tisch des Präsidenten und der Schriftführer waren mit einer großen Reichsflagge bedeckt, auch die Redner-Tribüne und die Regierungs- Esftade war in den Farben der Republik geschmückt.
Um 11.55 Uhr fuhr
der Herr'Reichspräsident von Hindenburg wm seinem Palais in der Wichelmstraße zum Reichstagsgebäude. In dem ersten Kraftwagen nahm mit dem Herrn Reichspräsidenten nur der Reichskanzler Dr. Marr Platz; im zweiten Auto folgten die Staatssekretäre Dr. Meißner und Dr. Pünder sowie Major von Hindenburg. Am Portal 4 des Reichstagsgebäudes erwarteten Reichsminister von Keudell, der Chef der Heeresleitung, General Heye, der preußische Ministerpräsident Dr. Braun und Reichstagspräsident Lobe den Herrn Reichspräsidenten, der sich nach kurzer Begrüßung mit den Herren von Keudell, Heye und Löbe in die Diplomaten-Loge des großen Sitzungssaales, in der außerdem noch Staatssekretär Dr. Meißner und Major von Hinburg Platz genommen hatten, begab.
Der Reichskanzler, der Reichspräsident, der preußische Ministerpräsident und Staatssekretär Dr. Runder nahmen auf der Regierungs-Estrade Platz. In dem Augenblick, in dem der Herr Reichspräsident, von der großen Versammlung durch Er-
wtb. Berlin, 11. August. (Eig. Funkm.) Begünstigt von dem hellen, warmen Sommerwetter hat die Verfassungsfeier im Reichstag und vor dem Reichstag einen glänzenden und eindrucksvollen Verlauf genommen. In Berlin wehten von sehr zahlreichen Prioathäusern und von allen amtlichen Gebäuden die Schwarz-rot-goldenen Fahnen. Auch Straßenbahnen. Äutoomnibusse und Untergrund-Bahnhöfe trugen Fähnchen in den Reichsfarben. Vor der großen Freitreppe nach der Siegesäule zu waren zwei hohe Flaggenmaste aufgestellt worden, von denen die schwarz-rot-goldene Fahne der Republik und die Handelsflagge des Reiches lSchwarz-weiß-rot mit der schwarz-rot-goldenen Gösch) wehten. Der große Sitzungssaal des Reichstages war in ähnlicher Weise wie bei früheren Anlässen festlich mit Tannengrün und mit den Wappen der Länder geschmückt. An dem Platze des Präsidenten war der Reichsadler angebracht mit dem Vorspruch der Weimarer Verfassung:
Die Sitzung des ReichskrabinettZ.
.^n. der am Mittwoch unter dem Vorsitz des Rerchskanzlers abgehaltenen Sitzung nahm das Relchskabmett den Vortrag des Reichs- außenmrnisters über die auswärtige Lage entgegen. An die Ausführungen des Reichsauhen- numsters schloß sich eine Aussprache, welche Uebe rem stimm ung über die in Frage stehenden außenpolitischen Probleme ergab.
Die „Tägl. Rundschau" bemerkt zu diesem of- fizellen Kommuniquee über die Sitzung des Reichs- kabmetts: Das Ergebnis ist also,'daß der Reichsaußenminister für feine Außenpolitik das Kabinett rL ?1 n *11 ü fistelt und Geschlossenheit hinter sich hat. Die Zusammensetzung der Ministerbespre- chung, tn der die vier deutschnationalen Minister das Uebergewicht hatten, konnte die Befürchtung rechtfertigen, daß der deutschen Völkerbundsdelegation gewisse Bindungen auferlegt würden. Davon wird jetzt nicht mehr die Rede sein. Der Relchsaußenminister geht mit f r e i en Händen nach Genf. Der nächste außenpolitische Kurs ist in keiner Weise sestgelegt, sondern wird sich dann der Situation anpassen, die Dr. Stresemann in Gens vorfindet.
. Dem „Lob Anz." zufolge wird Reichsaußen- MlNlster Dr. Stresemann Berlin wahrscheinlich am Donnerstag abend oder Freitag verlassen und sich nach Norderney begeben. Reichskanzler Dr. Marr setzt feinen Urlaub in Garmisch voraussichtlich Ende der Woche fort. Das Blatt rechnet übrigens mit der Möglichkeit, daß die Mitglieder der Reichsregierung diese Woche noch einmal zu einer Besprechung zusammenkommen, die als . Gegenstand die deutsch-französischen Handelsvertrags- Verhandlungen haben werden.
Verdächtigungen.
Der französische General Guillaumat hat über die Abrüstung Deutschlands seiner Regierung einen dienstlichen Bericht erstattet, der von deutscher Seite aufs nachdrücklichste zurückgewiesen wird.
Der General behauptet nichts weniger, als daß die deutsche Regierung seit ungefähr einem Iah» systematisch den Plan durchzuführen suche, im b e • setzten Gebiet eine Streitmacht zu bilden, die gegebenenfalls schnell gegen die Franzosen vorgehen könnte. Zunächst behauptet General Guillaumat, daß die deutsche Regierung das Ziel verfolge, die Rekrutierung und Instruktion der Jugend des besetzten Gebietes zu sichern, um sie unmittelbar für militärische Zwecke verwenden zu können; vor allem erstrebe Deutschland die Ausbildung künftiger Infanteristen. Der General weist hierbei auf die Gründung von zahlreichen sportlichen Vereinen hin. Es genügt, hierzu zu sagen, daß die sich über die ganze Welt verbreitende sportliche Bewegung natürlich auch an Deutschland und am besetzten Gebiet nicht spur-
bdien von den Sitzen ehrerbietig begrüßt, mit den >hn begleitenden Herren in der Loge Platz nahm, begann die Feier mit einem künstlerischen Musik- vortrag. Es folgte die F e st r e d e des volkspar- teillchen Reichstagsabgeordneten von Kardorff Rach ihm ergriff
Reichskanzler Dr. Marx
das Wort zu folgender Ansprache:
Herr Reichspräsident! Sehr verehrte Damen und Herren!
Als ich heute vor einem Jahre an dieser Stelle zur Feier des Verfafsungstages zu Ihnen sprach, gab ich der Hoffnung und dem Wunsche Ausdruck, daß das deutsche Volk auf dem Boden der Verfassung sich im gemeinsamen Dienst am Vaterlande zusammenfinden möge. Ein Jahr, reich an Arbeit, ist seither vergangen. Es blieben auch manche Enttäuschungen nicht aus, manche Hoffnungen unerfüllt, eines dürfen wir heute mit Befriedigung feststellen: Das Verständnis für das Verfassungswerk von Weimar beginnt auch in den Kreisen unseres Volkes zu wachsen, die ihm bisher innerlich gleichgültig, wenn nicht gar ablehnend gegenüber- ftanöcn, und die Erkenntnis, daß nur auf dem Boden dieser Verfassung Deutschlands Wiederaufstieg erreicht werden könnte, ist heute Allgemeingutdesdeut- sch en Volkes geworden. Der Reichsregierung, als der berufenen Hüterin dieser Verfassung, obliegt nicht nur die Pflicht, die Verfassung gegen jeden ungesetzlichen Angriff zu verteidigen; sie hat auch dafür zu sorgen, daß das Grundgesetz des neuen Volksstaates im Volke selbst die gebührendste Achtung und Anerkennung ge- nreßt. Wir wollen in dieser festlichen Stunde dem Der- fassungswerk von Weimar aufs neue die Treue g e- l o b e n und in diesem Sinne darf ich Sie, Herr Reichspräsident, und Sie, meine Damen und Herren, bitten, mit mir einzustimmen in den Ruf: Unser geliebtes Vaterland und das in der Republik geeinigte deutsche Volk — sie leben hoch!
Bereits am Mittwoch abend, der eigentlich die Hinrichtung der wegen eines angeblichen Raubmordes zum Tode verurteilten Anarchisten bringen sollte, wurde aus Boston gemeldet, es bestehe die Möglichkeit, daß die Hinrichtung von Sacco und Vanzetti aufgeschoben werde.
Abends 7 Uhr berieten Gouverneur Fuller und fein Exekutivrat noch immer das Gesuch um Aufschub der Hinrichtung von Sacco und Vanzetti.
Die Aufschiebung ist dann tatsächlich erfolgt:
wtb. Boston, 11. August. (Eig Funkm.) Die Beratung im Staatshaus endete mit dem Beschluß, bie Hinrichtung von Sacco und Vanzettt aufzuschieben.
wtb. Charleston, 11. August. (Eig. Funkm.) Die Nachricht von dem Strafaufschub für Sacco und Vanzetti verbreitete sich mit großer Schnellig- fe-it. In weniger als einer halben Stunde nach Bekanntgabe begann die Zurückziehung der schwerbewaffneten Polizei vom Gefängnis-Gebäude.
wtb. Charleston, 11. August. (Eig. Funkm.) Die Gefangenen nahmen die Nachricht von dem Strafaufschub ohne ZeichenvonErreg ung entgegen. Nur Vanzettt erklärte, er freue sich.
rofb/ ton» York, 11. August. (Eig. Funkm.) Die endgültige Bestätigung des Aufschubes der Hinrichtung ist dem Gefängnisvorsteher kaum 40 Minuten vor dem festgesetzten Termin der Vollstreckung ^gegangen.
Terror.
Mordversuch auf dem Sowsekkonsulak in Paris.
Eine Russin, die auf dem Sowjetkonsulat in 45arts erschienen war, um ein Paßvisum nach mrer Heimat zu verlangen, zog nach kurzer Dis- ruyion einen Revolver und gab auf den Portier I . 5 $on™ats einen Schuß ab. Der Portier mußte m schwer v er letztem Zustande nach dem ।
Erscheint sechsmal wöchentlich. Wochenbeilagen: .Die Welt F*. Cn$,ät!C-“ Rotationsdruck und Verlag
der Fuldaer Act,endruckerei m Fulda. Fernsprecher Nc. 9. ■«: Monatlicher Bezugspreis 1,50 Mk. >:
Die vundesvorstandrsitzung des Reichsbanners.
, Aber die am Dienstag abend, den 9. August tn Maqd^urg abgehaltene Bundesvorstandssitzung . Schwarz-Rot-Eold" wird vom
Bundesvorstand mitgetellt:
Bi.^sn^^^^andssitzung nahmen alle Bundesvorstandsmitgsteder aus den verschiedenen Parteien teil. Der Bundesvorsitzende Hörsing gab. emleftend einen Ueberblick Über die jüngsten Ereigmsse, legte noch einmal die Gründe dar/die chn bewogen haben, sein Amt als Oberpräsident Niede^ulegen,. schilderte die Lage, aus der heraus 0 s'ch ju fernem sogenannten Wiener Aufruf berechtigt und verpflichtet fühlte, würdigte die gegen den Ausruf vorgebrachten B e d e n k e n uno VZ-cherte er habe sich überzeugt, daß der Aus- ftltt des.Reichskanzlers Marx aus dem Reichsbanner em Schrift des Reichskan rlers und E z Hw.
fing erklärte, er werde an der überpartei-
"bl°a9L des Reichsbanners nicht t b2§ Reichsbanner dürfe nicht zum Anhängsel der in ihm verftetenen Parteien herabgedruckt werden. Er werde von sich aus alles hm um auch bei dringenden Anlässen, vor Erlaß wichtiger Kundgebungen, das Einverständnis aller Bundesvorstandsmitglieder einzuholen.
Als Worftührer der Kameraden aus der fl en- trumspartei sprachen die Reichstagsabgeordneten Joos und Dr. Krone, für die Demokraten Landtagsabgeordneter Dr. Bohner und Major a. D. Hauff, für die Sozialdemokraten H öl - t ermann und Krüger. Die eingehende, in kameradschaftlicher Form gefühfte Aussprache er- ?ab, daß es keine unüberbrückbaren Mei- Ui^ullsverschiebenheiten im Reichsbanner „ .^^..Derfteter wünschten enge Fühlungnahme uno ständige Verbundenheit mit allen fflSl’ahDncn .be§ Bundes, um das Handeln des Sleichsbanners jederzeit in Uebereinstimmung mit
• Japan auf der „Presse". Der Ausstellungsleitung ist die amtliche Mitteilung zugegangen, daß die führenden japanischen Zeitungen einen Ausschuß gebildet haben, der die Vorbereitungen für die Beteiligung Japans an der Internationalen Presseausstellung Köln 1928 trifft.
Preußen und Schulgesetz.
^Irn Preußischen Kultusministerium wird gegenwärtig eine Denkschrift ausgearbeitet, in der die Bedenken der preußischen Regierung gegen den "^^Ä^ulgesetzentwurf zum Ausdruck kommen sollen. Mit der Fertigstellung der Denkschrift ist der sozialdemokratische Ministerialrat Lande beauftragt worden.
Dom Völkerbund.
Havas veröffentlicht den Wortlaut eines Demissionsschreibers des Senators de Jouvenel als Mitglied der ftanzösischen Völkerbundabordnung.
Darin führt Jouvenel aus, seine Anwesenheit inner- halb des politischen Ausschusses des Völkerbundes als französischer Delegierter habe eine beinahe völlige Uebereinstimmung zwischen seiner Auffassung und der clutzenpoutik der französischen Regierung, besonders gegenüber dem Völkerbund, erheischt und würde eine solche noch weiter erheischen. Er habe aber im Verlauf die- ses Jahres in ziemlich zahlreichen Artikeln fein Bedauern darüber ausgesprochen, daß Frankreich dem Völkerbund nicht internationale Streitigkeiten unterbreite öle nach seiner Ansicht nur durch den Völkerbund geregelt werden könnten, und daß außerdem sich Frank- reich zu einer Politik des Aufschiebens her- gebe. ’
Gleichzeitig veröffentlicht Havas das Antwortschreiben Brr and s, der den Enffchluß de Jou- venels bedauert und dann u. a. erklärt:
Welches feien die ernsten Konflikte, die nur durch °en Völkerbund gelöst werden könnten, die aber durch bie politische Aktion Frankreichs zum Schaden des Friedens und der Rechtsprechung dem Völkerbund entzogen worden seien Er, Briand, kenne solche Fälle nicht. Er glaube seine Anhänglichkeit gegenüber dem Völkerbund genügend gezeigt zu haben, halte es aber für vorteil- hast, außerhalb des Völkerbundes jede internationale Schwierigkeit zu behandeln, die normal durch die Di-
geregelt werden könne. Seine Auffassung über Otefen Punkt habe niemals gewechselt.
seiner überparteilichen Grundlage zu bringen. Von Kreisen, die dem Reichsbanner feindlich und fremd gegenüberstehen, ist behauptet worden, die organisatorische Struktur des Bundes bedinge ein Uebergewicht der Sozialdemokraten in der Führung. An Hand einer Aufftellung über die Zusammensetzung der Gauvorstände wurde nachgewiesen, daß Gaue, deren Mitgliedschaft weit überwie- gend aus Sozialdemokraten besteht, von Eauvor- ständen geführt werden, in denen Demokraten und Z entrum die Mehrheit besitzen. Es wurde festgestellt, daß grundlegende organisatorische Veränderungen nicht notwendig sind, um die Ueber- parteilichkeit der Führung zu sichern. In dem Vorschlag über die Herstellung engerer Verbindung
FuldaerZertung
feiger für die Skadl Fulda und den Landkreis Fulda. Amtliches Kreisblatt.
Krankenhaus verbracht werden. Die Rusiin er- I Besonders befremdend sind die Berichtsausfüh- klarte dem Polizeikommissar, sie sei aufs Konsulat I rungen über die Entwicklung der deutschen L u f t» gekommen, um die erste beste Person, die sich ihr I schiffahrt im besetzten Gebiet. Deutsch- rcX«?.: ÄU '"ken. Rach dieser Aussage war keine | land hat das Recht zur Anlage von vier Erklärung aus ihr herauszubekommen. I Flugplätzen im besetzten Gebiet und der
Baf,L ÄS. S ÄWÄ ■ m kl <Lani? °uf dem Marktplatz in hohe Zahl der Flugplätze im besetzten Gebiet und Säern« mh yÄk-cI^stkundgebung zugunsten in der entmilltarisierten Zone erklärt sich dadurch, £ bem Sf?n6«nhnhnLrtt‘ wurde daß das Rheinland bekanntlich die stärkste 2In=
p"ah ^ff°rnfnfMnUbihmJ?arfh&eL: sammlung von Großstädten in ganz Deutschland
welche f ü n f z e k> i« Acht's burd) umfaßt. Noch in den letzten Tagen hat die Inter- zum Teil schwer verlebI alljjerte Rheinlandkommission die Anlage von Verletzten dürfte kaum mit Yem Leben davonkom- Flugplätzen in Erbenheim, in Kaiserslautern und men. Der Wartesaal und die TelevhonkaRne 7n in Koblenz genehmigt. General Guillaumat macht der die Bombe gelegt worden war wurden voll- aber ous unserem Anträge, zu dessen Stellung wir ständig .zerstört. Von dem Täter fehlt bis zum I nai> bem -Pariser Luftfahrtabkommen ein Recht Augenblick noch jede Spur. Die Mannschaften I haben, einen Angriffsplan der deutschen Regie- der Sanitätsstation wurden für die Nacht in I run9- Können solche Behauptungen aus dem hohen Alarmbereitschaft gehalten. I Munde eines hohen Militärs noch ernst genom-
Der von dem Baseler I wen werden? Besonders Sorgen bereitet ihm
schlossene einstünbi ge Pr o teststr/ik als I °uch die Ausübung des Segelf lugsp or ts im Kundgebung gegen die Hinrichtung von sJrn .,nh I besetzten Gebiet, obgleich jedermann weiß, daß eine
ÄS s Ä'Ä, W Et-«. Setwenbung b» Segelfluge. -b... £ur<b&n’runa- Es fand eine Demonstration auf | Haupt nicht tn Frage kommt.
öem Marktplatz statt, an welcher 7000 Arbeiter I Einen weiteren Beschwerdepunkt bildet der von kEabmen. Nach der Versammlung zog eine An- I deutscher Seite in Aussicht genommene Ausbau ^ihl Demonstranten vor das amerikanische I des bestehenden Eisenbahn- und Straßennetzes im Konsulat, dessen Zugänge durch ein starkes Polizei- | besetzten Gebiet. Daß die Eisenbahn im Rhein-
x- bewacht, waren. Mehrere Polizisten, die I land nicht ewig auf dem Stand bleiben kann, der gegen öte verdrängenden Demonstranten vorgin- I zur Zeit des Beginnes der Besatzung bestand, dürfte Bisher wurden fünf Demon- sich von selbst verstehen. Im übrigen bietet die Uranien verhaftet. , Reichsbahn mit ihrem auf Grund des Dawesgut-
Nitb -RflUi n $>r rx , I achten stark internationalisierten Verwaltungsrat
amtttcke Un!erfi.A„nA X^' ^unkm.) Die I die Gewähr dafür, daß sie sich nicht zu heimlichen ÄXft' ftÜ“ I E,-«.N Wen ml6b.«ud,.n W.
hak brsher noch keinen sicheren Anhaltspunkt über ote Urheber und den Charakter der Höllen- mafchme ergeben. Einer der Schwerverletzten, etn Straßenbahnschaffner, ist gestorben.
los vorübergegangen ist. Der deutsche Sport hat nichts zu verheimlichen. Es ist einfach unwahr, daß sich unter den führenden Persönlichkeiten im Sport auch nur ein erheblicher Prozentsatz von ehemaligen Offizieren oder gar Unteroffizieren befände. Nach den Behauptungen des Generals Guillaumat würde die Jugend auch, um sie zu Infanteristen heranzubilden, im Scharfschießen unterrichtet. Vor allem ist darauf hinzuweisen, daß es sich bei diesen Gesellschaften um alte, historische Vereine handelt, deren Ursprünge bis in das Mittelalter zurückreichen. Den General beunruhigt ferner die Tatsache, daß die Gendarmen, Zollbeamten und Schutzleute, im ganzen mehrere Tausend Mann, von der Interalliierten Rheinlandkommission die Erlaubnis zur Waffentragung erhalten haben. Er kann aber in dieser Hinsicht der deutschen Regierung nicht den geringsten Vorwurf machen, da es im besetzten Gebiet keinen mif Der gemeinsame Gesang der ersten und der letz- I Revolver oder Karabiner ausgerüsteten Zollbeam- ten Strophe des Deutschlandliedes bildete den er- fen oder ßanbiager gibt, der hierzzu nicht die aus- hebenden Schluß der Frier im Saal. Nun begab drückliche Erlaubnis der Rheinlandoberkommission | sich der Reichspräsident, begleitet von den Herren I erhalten hatte.
die mit ihm in der Loge gesessen hatten durch das %ber ber .-weitschauende Plan" der deutschen große Hauptportal des Reichstagsgebäudes über I Regierung umfaßt nach Ansicht des Generals Guil- die Freitreppe zum PlatzderRepublik Die! l6umat auch die Kavalleristenausbil- Minister des Reichs und Preußens, die Vertreter | düng. Hierzu soll das Bestehen von Reiter- der Länder, die Staatssekretäre, der Reichspresse- | vereinen dienen. Daß sich im besetzten Gebiet chef, Dr. Zechlin, und andere Herren von der Re- | wie im übrigen Deutschland ländliche Reitervereine gierungs-Estrade schlossen sich an. Es folgte Pa- | aebildet haben, ist nicht zu bestreiten. Irgend ein radeausstellung der Ehrenkompanie und Vorbei- | Geheimnis besteht dabei nicht. Bekanntlich ist der marsch. Dann kehrte der Reichspräsident in sein I Niederrhein ein Gebiet, in dem die Pferdezucht Palais zurück. I heimisch ist, und es ist daher nicht verwunderlich,
Anzeigen-Preise: Kleinzeile (Colonel) lokal 0,15 MC, auswärts 0,20 MC. Reklamezeile: lokal 0,60 MC, K/f Tnhrrt auswärts 0,80 MC. Bei Wiederholungen Rabatt.
>: Postscheckkonto Frankfurt a. M. Nr. 4051.