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Anzeiger für die Stabt Fulda und den Landkreis Fulda. Amtliches Kreisblatt.

Nr. 182.

Erscheint sechsmal wöchentlich. Wochenbeilagen: Die Welt im Bild" undBuchenblätter". Rotationsdruck und Berlaa der Fuldaer Actiendruckerei in Fulda. Fernsprecher Nr 9

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Mittwoch, 10. August 1927

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54.Zahrg.

Die kommenden Kabinettsberatungen

Aus Berlin wird uns mltgeteilt:

Zur Wirtschaftslage Zowjetrutzlands

Minister

waren, in diesem Jahre den Wg. Hoetzsch und zwar als offiziellen Vertreter der deutschnationa­len Reichstagsfraktion nach Genf delegieren.

In der Kabinettssitzung wird vor allen Dingen das Problem der kommenden Dölkerbundstagung in Genf und die Stellungnahme der deutschen De­legation dazu beraten werden. In den letzten Ta­gen haben in verschiedenen Blätter Erörterungen darüber stattgefunden, ob eine Aenderung der Au­ßenpolitik fier Reichsregierung, insbesondere im Hinblick auf die Locarnoabmachungen erfolgen werde. Demgegenüber kann nur auf das bestimm­teste ausgesprochen werden, daß eine Aenderung der Außenpolitik der Reichsregierung keineswegs in Frage kommt. Die Reichsregierung ist nach wie vor der Ueberzeugung, daß der mit der Locarno- Politik eingeschlagene Weg trotz aller unverkenn­baren Schwierigkeiten, die zwstchenzeitlich aufge­treten sind, die auch neuerdings sich wieder er­geben haben, innegehalten werden muß. Selbst­verständlich wird auf der diesmaligen DAker- kmndstagung die Frage der Räumung der besetzten Gebiete mehr als bisher im Vor­dergrund stehen und in diesem Punkte wird aller­dings Deutschland gerade unter Hinweis auf Lo­carno und Thoiry stärkere und vor allem sicht­barere Garantien verlangen müssen von der Ge­genseite. Aus Anlaß neuerlicher Erörterungen, die von französischer Seite veranlaßt wurden da­hingehend, daß Deutschland noch weitere Verpflich­tungen zu erfüllen habe, muß auf das bestimmteste hingewiesen werden, daß die deutsche Reichsregie­rung jede Art einer militärischen Kontrolle nach Aufhebung der Militärkontrollkommission ableh- nen wurde. Soweit es sich noch um offene Fragen handelt, müssen und können diese durchaus im gegenseitigen Einvernehmen geordnet werden

wtb. hoquiam (Washington), 8. Aug. (Eig. Funkm.) Das Kongreßmitglied Albert John- i o n, der den Vorsitz im Einwanderungsausschuß des Repräsentantenhauses führt, erklärte, die De­monstrationen in anderen Ländern machten auf die Vereinigten Staaten k e i n en Eindruck. Sacco und Vanzetti seien Banditen, Mörder und Anar­chisten, die niemals in den Vereinigten Staaten zugelassen werden sollen und die auch unter dem gegenwärtig geltenden Einwanderungsgesetz nich zugelassen werden könnten. Johnson sprach weiter die Hoffnung aus. daß der Kongreß demnächst ein Gesetz annehmen werde, das naturolifierten Bür­gern, die Schwarzhemden trügen und ihrem Dik­tator die Treue schwören, die Bürgerrecht« wieder entziehe.

ner besten Kräfte berauben, wenn.es vergäße, aus welchen Gründen es geschaffen worden ist.

Mögen auch in ihm die Sozialisten überwie­gend fein, niemals darf vergessen werden, daß das Reichsbanner sich selbst um feine ganze Re­putation bringen würde, wenn es sich dieses mora­lischen Momentes entschlagen wollte. Dieses erfen nen, heißt praktisch danach handeln im Interest- der von uns allen erstrebten Ziele.

Wir lehnen die Wehrverbände als Phrase ab' Aus guten Gründen! Organisatorisch sind sie dar Gegenspiel des Reichsbanners, hinzukommt aber noch, daß ihre Tendenz dem heutigen Staate feind lich stt, und darum lehnen wir sie ab. Am besten wäre es, alle diese Bewegungen begnügten sich, eine geistige Bewegung zu sein! Diese Austra gung gedanklicher Gegensätze mit den Mitteln des Faustrechts ist eine unmögliche Sache.

Also: Der Jubel der Rechtspresse über bk Schwierigkeiten zwischen Zentrum und Reichsban­ner ist verfrüht. Wenn die Leitung des Reichsban­ners klug aus dem Vergangenen ihre Lehren zieht, so kann das alles nur dazu beitragen, die Bezie­hungen korrekter zu gestalten! Wir müssen iw Reichsbanner selbständig unsere Politik zur Gel­tung bringen. Aber nur dann, wenn man uns eine bestimmende Mitarbeit ermöglicht, so daß wir als gleichberechtigter Faktor ini Interesse der von uns verfochtenen Staatsideale mitwirken kön­nen, werden wir die Aufrechterhaltung dieser Be­ziehungen rechtfertigen können.

Um Sacco und vanzeiti.

wtb. Dedham, 9. August. (Eig. Funkm.) Nach einer halbstündigen Verhandlung mit dem Staats­anwalt und der Verteidigung gab der Richter Tha­yer bekannt, daß er über die Anträge bett. Aus­hebung des Urteils gegen Sacco und Vanzetti und Aufschiebung der.Vollstreckung des Urteils morgen vormittag entscheiden werde.

profefftunbgebungen.

wtb. Paris, 9. August. (Eig. Funkm.) Die Blätter berichten über eine große Anzahl weiterer Kundgebungen für Sacco und Vancetti in Paris und in der Provinz. Die InternationaleRote Hilfe" veranstaltete gestern abend in der Nähe des Pantheon eine von etwa 10 000 Personen be­suchte Protestversammlung. An verschiedenen Siel- kn der Stadt ist es anläßlich des kommunistischen Proteststreiks gestern zu Schlägereien und Sachbeschädigungen gekommen. Auf der amerifaniftf^n Botschaft erhob gestern nachmittag eine Abordnung der italienisch-demokratischen Union Vorstellung, um die Auffassung des anti­faschistischen Italiens eingehend darzulegen. Die Mutter des verschollenen französischen Fliegers Nungesser hat an den Gouverneur von Mas­sachusetts ein Bittelegramm für die beiden Verur­teilten gerichtet. DieEre Nouvelle" richtet heute einen offenen Brief an Lindhberg, in dem sie er­klärt, daß Frankreich im Namen der Menschen­rechte gegen eine blinde Gewalttat protestiere. Für heute abend ist eine Protestversammlung der hier weilenden Amerikaner von einem Komitee, dem eine Reihe amerikanischer Universitätsprofessoren angehören, einberufen worden.

In Casablanca wurde, wie die Blätter be­richten, vor dem Konsulat der Vereinigten Staa­ten eine amerikanische Flagge von De­monstranten verbrannt.

In der Rekchskabinettsfitzung werden auch die Mitglieder der deutschen Delegation befttmmt wer- den. Es dürfte sich aber gegenüber der Zusammen» sctzung im vorigen Jahre nickst ändern. Demgemäß wm-de die Delegation bestehen aus dem Reichs­außenminister Dr. ©trefemann, dem Staatssekretär Schubert und dem Ministerialdirektor Gaus, dem Rechtsberater des Auswärtigen Amtes. Auch dies- mal werden die Parteien durch besondere Vertre- ter an dm Verhandlungen in Genf beteiligt sein und zwar werden vom Zentrum teilnehmen der Abg. Prälat Dr. Kaas, von der Deutschm Volks­partei Freiherr von Rheinhaben, von den Demo­kraten Graf Dernstorff und von den Sozialdemo. fmten Dr. Breitscheid. Auch die Deutschnationalen werden durch den Wg. Hoejssch vertreten fein. Diese Parteivertreter werden der deutschen Dele­gation als offizielle Mitglieder angehören. Es -st dabei bemerkenswert, daß die Deutschnationa- len, die hn vorigen Jahre noch nicht vertreten

Film und Reichswehr.

DerMontag Morgen" berichtet von Sub­ventionen, die das Reichswehrmini st e- rium in den Jahren 1924 bis 1926 mehreren deutschen Filmunternehmungen, vor allem der Phoebus Film-A.-G." gegeben haben soll. Die yeutigeA.-G. Lignose" in Berlin, 1919Ober* schlesische Sprengstofs-A.-G." genannt, habe no-' aus der Kriegszeit langfristige Heer es liefe- rungsoerträge gehabt. Als Entschädigung sollen der Firma, die heute Rohfilme fabriziert, mehrere Millionen Mark mehr zugestanden wor­den sein, als ursprünglich beabsichtigt worden war, unter der Bedingung, daß sie für diesen Mehr­betrag Aktien derPhöbus A.-G." übernehme, was auch geschehen fet. Außerdem sollen auch direkte Kredite des Reichswehrministeriums an die Phö- bus gegeben worden fein, ferner soll die Filmgesell­schaft vom Reichswirtschaftsministerium die Er- laubuis erhalten haben, ihre Einfuhrkontin- g e n t e nicht selbst zu verwerten, sondern an eine amerikanische Gesellschaft zu verkaufen.

Vom Reichswehrministerium wird hierzu eine längere Erklärung veröffentlicht, und das W. T. B. erfährt dazu an zuständiger Stelle:

Wie bekannt, drohte feiner Zeit einem Teil der deutschen Filmgesellschaften, darunter auch der Phoebus-A.-G. eine Ueberfretnburtg durch amerikanisches Kapital. In der Erkenntnis der außerordentlichen Propagandamacht, die der Film besitzt und in Rücksicht auf die antideutschen Tendenzen vieler amerikanischer Filme widmete das Reichswehrministerium genau wie andere Stel­len der drohenden Ueberfrembung pfstkhtgemäß eingehenbes Interesse. Da bie Prüfung ber Lage I eine Verwenbung fiskalischer Mittel als gänzlich ausgeschlossen ergab, so würbe nach anberen Aus­wegen gesucht. So fanb sich bie Lignose-A.-G., bie an sich als Lieferantin für Rohfilme an bie Phoe- bus-A.-G. Interesse hatte, bereit, eine Ueberfrem« bung dieser Gesellschaft zu verhüten. Es handelte sich also um eine rein privatwirtschastliche Aktion, bet ber bas Reichswehrministerium nur bera - I t c n b unb vermiitelnb mitgeroirft hat. Ausdrück- lich wirb somit erneut festgestellt, daß bie Phoebus- I A.-G. weber birett noch indirekt mit Mitteln des I Reichswehrministeriums subventioniert wurde. Da- I mit entfällt auch bie Behauptung, das die Ma - | r Ineiei tung durch Hergabe von Geldern die I Produktion der Phoebus-A.-G. national um- I gestalten wollte.

Reichsbanner und Wehrverbände.

Aus parlamentarischen Kreisen schreibt man uns: I Die Mitglieder des Zentrums innerhalb des I Reichsbanners haben eine Verlautbarung erlassen, I bie sehr klug ist unb bas ganze Problem Zentrum I unb Reichsbanner klar umreißt. Sie haben da- I mit natürlich den Zorn ber Rechtspresse erregt, I die sich damit herauszureden versucht, daß sie er- I klärt, es seien bie Linksten ber Linken im Zen- I trum gewesen, bie an ber Versammlung teilgenom- I men hätten. Wie schlecht biefe Leute uns doch I kennen! Ganz abgesehen von ber bequemen Ma- I nier, alles, was ber Rechten nicht paßt, demlin- I ren" Flügel zuzuschieben, müssen wir doch feststel- I len, daß über bie Beziehungen zwischen Zentrum I unb Reichsbanner eingehend genug seiner,zeit in I ber Partei selbst gesprochen worben ist unb daß I $raber eineopinio communis", also eine feste I Ansicht besteht. So wird in den Verlautbarungen I ber Zentrumsmitglieder gut zum Ausdruck ge­bracht, und es kann keinem Zweifel unterliegen, daß audj em aus Mitgliedern ber Partei aus allen i

Zum Rrichsschslgtsctz.

Neuerbings wirb ein Artikel in ber Presse be­sprochen, den Dr. Wirth imBerliner Tage­blatt dieser Tage veröffentlicht Hai. Es ist dabei nicht so sehr die bekannte Kritik, bie Dr. Wirth an der Tätigkeit gewisser Rechskreife und zwar mit sicherlich guten Gründen übt, als vielmehr die Tatsache, daß Dr. Wirth in diesem Artikel sich gegen das Reichsschulgesetz ausspricht unb er­klärt, baß er dieses Gesetz ablehnen werbe.

Diese Erklärung Dr. Wirth's bildet naturgemäß setzt den Ausgangspunkt zu peinlichen Erörterun- gen innerhalb der zentrumsgegnerischen Presse. Das Reichsschulgefetz ist, wie wir an dieser Stelle immer wieder ausgesprochen haben, zu einer par­lamentarischen Entscheidung für bie Zentrumspar­tei als solche und für bie Zentrumsmitglieder im einzelnen noch nicht reif. Der Entwurf bes Schulgesetzes, wie er gegenwärtig vorliegt, ist in­dessen im Zentrum durchweg als eine geeignete Grundlage zu weiteren Verhandlungen an­erkannt worben. Daß das Zentrum bezüglich ber Ausgestaltung bestimmter Merkmale ber'Konfes­sionsschule noch befonbere Wünsche hat, haben wir ebenfalls immer roieber an biefer Stelle gesagt, unb es ist beutlich zum Ausbruck gebracht worben durch den wohl besten Sachkenner ber Reichstags­fraktion in dieser Frage, durch den Abgeordneten Rheinländer, der sich in dem gleichen Sinne ausgesprochen hat. Das Zentrum wirb zum Reichs­schulgesetz noch eine ganze Reihe bestimmter An- ttage vorbereiten. Aber im jetzigen Augenblick ist es uoch Nicht möglich, zu sagen, ob bas Reichsschul- llesetz, wie es sich enbgültig gestaltet, von ber Par­tei unb von ben einzelnen Abgeordneten ange­nommen werden kann ober abgelehnt werden muß. Eine verfrühte Fefllegung nach der einen ober anderen Seite könnte den Zweck, den gerade das Zentrum mit diesem Gesetzentwurf zugunsten der konfessionellen Schule erreichen wlll, n i cht fördern.

Strömungen zusammengesetztes Gremium nicht anders geurteilt haben würde.

Niemand unter uns ist sich im Unklaren dar­über, daß wir am liebsten bas Reichsbanner nicht sähen. Aber es ist gegenüber den Wehrverbänden ein kleineres Hebel. Sind wir also organisatorisch nicht mit ihm einer Meinung, so teilen wir voll­kommen feine Tendenz, was bie Verteidigung des Staates und ber Verfassung anlangt, wobei wir allerdings uns noch längst nicht mit allem einverstanden verklären, was hier immer geschehen ist. Aber solange bas Reichsbanner überparteilich bleibt, stützen wir es, wenn es in dem oben ge­kennzeichneten Sinne seine Aufgabe löst.

Daran kann auch der Austritt des Kanzlers nichts ändern, unb bem Reichskanzler hat, daran kann kein Zweifel sein, auch nichts ferner gelegen, als mit feinem Austritt etwa bie Meinung ber Partei zu präokkupieren. Daß er nicht anders konnte, ift doch klar, schon als Chef ber Regie­rung. . Es ist lächerlich, darüber überhaupt sich zu streiten. Aber damit ist auch, soweit der Reichs­kanzler in Frage kommt, ber Fall erledigt. Etwas ganz anders ist bie Gesamthaltung ber Partei bem Reichsbanner gegenüber.

Wir bebauern bieKrise" im Reichsbanner nicht einmal. Sie kann sehr gesunde Wirkungen haben. Es kommt nur darauf an, wie man sich Zu ihr stellt. Es ist ganz gut, baß bie Sozialdemo­kratie einmal gesehen hat, baß sie zum mindesten moralisch das Zenttum und die Demokraten nicht entbehren kann. Das Reick^banner würde sich fei»

Em Telegramm gleichen Inhalts ging an ben Minister für öffentliche Arbeiten in Paris. Nach der Versammlung bewegte sich ein Demon-

var Fazit von Wien.

wtb. Wien, 9. Aug. (Eig. Funkm.) Wie die Blätter melden, sind im Zusammenhang mit den Juli-Ereignissen rund 6 00Personensestge- n o m m e n und ca. 250 dem Landgericht eingelie» fert worden.

Das Präsidium des Detaillistenverbandes in Oesterreich erschien beim Bundeskanzler, um einerseis der Bundesregierung für bie rasche Bei­legung ber Unruhen am 15. unb 16. Juli ben Dank ber Kaufmannschaft auszusprechen unb anbererfeits em Verzeichnis ber Firmen zu überreichen, bie durch Plünberungen gefdjäbigt würben. Das Prä­sidium wieberholte zugleich bringenb feine schon 1921 erhobene Forberung nach Schaffung eines T u m u l t s ch ä b e n g e f e tz es, um nach bem Vor- bilde des Deutschen Reiches unb ber Tschechoslo­wakei der Geschäftswelt eine Entschädigung zu sichern. Der Bundeskanzler nahm diese Kund­gebung zur Kenntnis und teilte mit, daß der vor­gelegte Entwurf des Tumultschädengesetzes bereits Gegenstand eingehender Beratungen der mftänbi* gen Stellen bildet.

Die wöllersdorfer Angelegenheit.

-e m ®ic? 9- 2lug. (Eig. Funkm.) DieNer »reie Presse schreibt im Zusammenhang mit bi. fett Jahren sich hinziehenben Wöllersborfer Angs- legenheit, baß das Strafverfahren gegen Lev Skwrz ganz und gegen Siegfried Neuhofer zum Teil eingestellt wurde. Der am 12. Juni 1925 ge- Sklarz erlassene Steckbrief wurde zurückgezo­gen. 0

Aus Anlaß des Verfasiungstages werden die sämtlichen Minister des Reichskabinetts wieder tn Berlin anwesend sein. Diese Gelegenheit wird vom st- ... I Reichskanzler wahrgenommen, um in einer befon»

meburgfpent*. Deutsche i deren Sitzung des Reichskabinetts die laufenden

100 000 1 rtr!a m H."?°"b.urgspende Fragen zu besprechen. Nachdem die innerpoliti-

100 000 Reichsmark als Beitrag überwiesen. | lchen Probleme zur Zeit nicht im Vordergrund der Erörterungen stehen, wird sich die Kabinetts» fchung in der Hauptsache mit der Auß enpoli- 11 k der Reichsregierung beschäftigen. Dazu bie­tet Veranlassung bie kommende Dölkerbundsta- aung und bie Stellungnahme, die die deutschen Vertreter dort einehmen werden. Diese wichtige Reickskabinettssitzung wird am 10. August, also am Tage vor der Verfassungsfeier stattfinden.

...,^?n bem Rat für Arbeit und Verteidigung, der I * Die preußische Flaggemrotversrdmmg Wie höchsten Wirtschaftsorganlsatlon der Sowjetunion, I der Amtliche Preußische Pressedienst meldet hat Aorde festgestellt, daß der Voranschlag für die die Flaggennotverordnung der prmß. Regiertma Ailssuhr 1920-27 valutansch mit 98,3 Prozent den I mit ihrer Annahme im ständigen Ausschuß des Erwartun^n entsprochen hat, während die Aus- preußischen Landtages Gesetze skraft erhalten fuhr der Getteibeerzeugnisse m quantitativer Be- Das Staatsministerium hat nunmehr für den Ber- z-ehung gegenüber dem Voranschlag etwas mehr fassungstag folgende Anordnung erlassen- Neben zurückgeblieben ist. Die tarlfokononnsche Konferenz sämtlichen staatlichen Dienstgebäuden haben auch des zenttalen Berufsverbandes schlug vor, die die Gebäude ber Selbstverwaltunas Lohne m den Konzesstonsbetrieben um rund 10 bis körper ach 11. August in den Reichs- und Lan- ] d,. Prozent der durchschnittlichen Lohne m den I desfarben zu flaggen. Den Gemeinden (Gemeinde- entstrechenden mdusttiellen Staatäbettieben zu er- verbänden) ist es unbenommen/ neben der Reichs­ten Dadurch wurde der Arbeiterzustrom nach flagge die Stadt- und Kommunalfarben zu ziehen den Konzefslonsbettieben sich stärken auf Kosten Diejenigen Schulen, die <mtVersaMn§taae wegen »ei Sertmenrng u»t«rnchm-n. Es ift d-h« Kr'gerlm @Wn find, ÄST W.Ä ?V15a?eV* b'< bk-g'-rung bie Der. | ,u ftaggm, an dem die $«f«ffungSfeiern in ben failage des Verbandes annimmt. Schulen veraitstaltet werden."

Aus dem Saargebiet

Protestkundgebung der Bergarbeiter

Unter der ParoleGegen Feierschichten, Lohn abbau und Arbeiterentlassungen".veranstaltetendie beiden Bergarbeiterverbände am Montag in Saar» brüten auf dem Sportplatz im Ludwigspark eine ißroteftaftion. Vertreter der freien und christ» uGen Gewerkschaften sprachen zu zirka 25000 bis 3U 000 Bergleuten, die aus dem gesamten Saar gebiet herbeigekommen waren. Sie wandten sich 9?9en die in den Gruben herrschenden Arbeitsver- haltmsse, gegen die Maßnahmen der Bergverwal- tung, gegen bie Einlegung weiterer Feierschichten und gegen Massenentlassungen. Sie sprachen für den Schutz der Opfer der Arbeit, der Invaliden und der tnt Dienste der Allgemeinheit krank ge- wordenen Bergleute. Folgende Resolutton gelangt zur Annahme:

30000 in Saarbrücken versammelte Bergar­beiter protestieren gegen die Dauerfeierschichten und die rücksichtslosen Massenentlassungen durch die ftaiHösische Grubenverwaltung. Sie ersuchen den Vökkerbundsrat, Not und Elend im Saargebiet ab» zuwenden."

Italienisch-schweizerisch. Zwischenfall I Dawes über die Seeabrüstung. schweizer^sch^t?liensichm^ Eienze^oberhalb der^Orb I sala^ipc/s^luweihung der Aiedensbrücke in Buf» schast Eandria durch faszistische Milizen sechs ! der amerckanisthe Vizepräsident General

LLfLÄL mÄhÄX ».rtaftrimtbm a» röl.b« fr«i«Ä dil «uf,b-m Inn-I-mm Fm, chr.it-«-

ln'Ä S1.2, bei KÄS«!?.**!» St «inten^mi, bad bien®e?SmotaK4«ilmA I ÜLS?®"'' *fl ®r6britann?en unb bie' «f I4»U4 B-d« W. NAiÄ Ä,l? ti??

Behö?^^urden mzwischenvond«t italienischen unter dem «ßrimip der Gleichhett aufgestellten Flot- y T Treten Fuß gesetzt. I tenProgramm große Kreuzer verlangen, die

* wtiittjutujj- « , _ I Großbritannien nicht brauchen kann unb wenn

T« ^S=6W)dm.B I Großbrttannien leichte Kreuzer verlangt, die die

6fe Polizei habe in | vereinigten Staaten nicht braunen können so gibt

Whgn*«, u «. mm- « Mn. EntfckmIbtmm^w^ dTÄrilE ,UTt. Armeepistolen sowie Mauser-DeschingS, I ins Leben ruft, bei dem Schiffe gebaut werden die n^Die^Ä s^""??ran6ten und Patro- keiner von beiden braucht. Das Ergebnis der Kon-

"hJn Ewern Gutsbesitzer, ferenz wird nur sein, daß die Welt umso nachdrück-

^§2.?^t>elm angehört, aufgeftm- sicher vettangt, bie Bemühungen um bie Auslegung ben. Das Sttafversahren ist gegen die Waffen- bes Prinzips der Gleichheit ht ben Flottenpro- besitzer emgeleitet worden. | grammen beider Länder solange fortzusetzen

bis ein den Grundsätzen der Billigkett entsprechen­des Abkommen erreicht ist.