Einzelbild herunterladen
 

aittjeiger für die Skadk Fulda und den Landkreis Fulda. Amtliches Kreisblatt.

Nr. 180

Sonntag, 7. August 1927

54.Zahrg.

Die Lage Europas

Ration"

sm»r wollte reimnpn m , oerarnge irrnahrungs chwiengkeiten ausgesetzt. und

für den &ÄTÄJS H! Deutschland daraufhin den JÄ fugen daß sie akut sei ^ch machen wurde, seinerseits durch 1t-Boote den

mSLn rmd Destrebunge?7ortanden mttÄ auf die Knie zu zwingen! Und es ist Mahren Friedensfreunde achttn mMen m-nn fi» I eÄ, fd,roer’ 3U prophezeien: auch die kommenden nicht überrascht werden sollten L ^^^.werten^nicht entfernt das Elend,

dre Not, die Verwüstungen ausrechnrn können, die ein neuer Krieg brächte, er würde eben an Grau­samkeit alles überbieten, was es bisher gegeben hat, die Wirklichkeit würde schrecklicher werden, als es nur irgend eine dichterische Phantasie aus­malen kann.

Diese Probe dürfte genügen, um den Sinn des be­treffenden Artikels zu kennzeichnen. Die sozialen Scharf­macher geben sich aber einer gewaltigen Täuschung hin, wenn sie glauben, mit ihrer Maulwurfsarbeit etwas ausrichten zu können. Die sozial eingestellte Front im Reichstag ist allen Angriffen gewachsen und nicht zuletzt das Zentrum ist es, an dessen Haltung alle dunklen Pläne scheitern werden.

Oeffentlichkeit sollte die wichtigste Aufgabe der Sozial­politik sein. Unternehmer und Arbeitnehmer empfänden ihren Anteil am Sozialetat als Belastung. Und hier liege der wirtschaftliche Kern des Problems: soziale Ueberla- stung führe zur Steigerung der Produktionskosten, die wettbewerbshemmend wirken müssen, sie führen weiter zu einem Druck auf das Budget des Arbeitnehmers, da­mit zu neuen Lohnwellen und wiederum zur Belastung des Produktes. Im übrigen wüßte die Arbeiter- und Angestelltenschaft heute nicht, ob sie jemals in den Genuß der Renten komme, die durch die hohen Beiträge ge­sichert werden sollen.

Auch bei uns! Wer sich heute zum Beispiel in den Wehr verbanden umfieht, her entdeckt alsbald die Tatsache, daß in ihnen Jugendli^-- immer stärker vorhanden sind, auf die all das zu- was wir oben von dem Frontkämvfertaa mitteilten. Das ist natürlich auch bei den ande­ren Völkern der Fall und dort ist es zweifellos bedenklicher, weil sie die Mittel zur Kriegsführung besitzen, wir aber nickt. Man veraißt au fsbr.

* König Fuad Ehrendoktor der Universiläl Rom. Die Universität hat dem zum Besuch in Rom weilen­de» König Fuad von Aegypten die Würde eines Ehren­doktors der Reckte verliehen

In einem Aufsatz in der Londoner über die Lage in Europa heißt es:

Dar giasfto von Genf.

Die Seeabrüstungskonferenz in Genf hat mit einem Fiasko geendet. Eins versöhnt mit dem un­günstigen Ende, das diese Seeabrüstungskonferenz genommen hat, nämlich der Umstand, daß man hier, wohl in der Nachkriegszeit zum ersten Male den Mut gefunden hat, den negativen Aus­gang einer Konferenz auch unverblümt zu­zugestehen. Aber das ist auch vielleicht das einzige, was keine Besorgnis aufkommen läßt Denn im übrigen scheinen die Aussichten auf eine wirkliche Abrüstung und damit die Aussichten auf eine möglichste Befriedung der Welt so ungünstig wie nur je. Amerika hat sein Ziel, das es mit die­ser Konferrenz erreichen wollte, nicht erreicht. Damit sind die Amerikaner die Unterlegenen bei dieser Konferenz geworden. Die Engländer ha­ben sich der amerikanischen Forderung auf Macht­gleichheit in der Seerüftung entzogen. Und sie haben dies immer mit einer Begründung getan, hinter der nicht nur das englische Mutterland, son­dern auch die Dominions und Kronländer stehen. Ausdrücklich hat der englische Minister Bridge­man eine diesbezügliche Erklärung abgegeben. Der brüte direkte Beteiligte an der Konferenz, Japan, hat sich im Wesentlichen darauf beschränkt, zu schweigen und zuzuschauen, wie weit sich Ameri­kaner und Engländer gegenseitig mit ihren For­derungen das Konzept verdarben.

. Es kann heute noch nicht gesagt werden, welche großen weltpolitischen Ereignisse einstmals auf das Fiasko von Genf als ihre Ursache zurück- blicken werden. Es erhebt sich jetzt aber doch die eine Frage, ob man den negativen Ausgang der Konferenz dazu benutzen wird, mit möglichster Forsche zur See weiter zu rüsten. Daß solche Nei­gungen unbedingt vorhanden sind, ist wohl kaum von der Hand zu weisen. Jedoch ist das Pflänzlein der Hoffnung, es könne doch noch vielleicht zu einer gewissen Seeabrüstung kommen, noch nick ganz zerknickt. Coolidge, auf dessen Initiative diese Konferenz in Genf zustande gekommen ist, hat wenn die Meldungen zutreffen, durchaus nicht die Absicht, die Flinte endgültig ins Korn zu werfen, sondern, wie es heißt, ist an eine Weiterführung der Debatte ernsthaft gedacht. Nur wird sie si-'- nicht am grünen Verhandlungstisch mit marinetech­nischen Sachverständigen abspielen, sondern die Ka­binette werden verhandeln. Es heißt, daß Coo­lidge noch vor Ablauf feiner Amtszeit im Jahne 1929 eine vergrößerte und auf breiterer Bast« stehende Konferenz nach Washington einberufen werde, die die Genfer Arbeiten wieder aufnehmen soll. Diese Konferenz vorzubereiten, sollen eben die Verhandlungen von Kabinett zu Kabinett dienen.

Man kann durchaus der Meinung fein, daß es für ein immer noch erstrebtes Gelingen der Ab­rüstung zur See durchaus nicht als nachteilig zu erachten ist, wenn sich die Kabinette, wo politische Sachverständige die Dinge in der Hauptsache unter dem politischen Gesichtspunkte betrachten, beraten, und nicht militärische Sachverständige, deren poli­tische Weitsicht im allgemeinen nicht sehr groß zu sein pflegt. Es war ja eben der Nachteil der Kon­ferenz, daß sie viel zu sehr mit technischen Formeln gearbeitet hat und dem politischen Kern der Frage nicht die Beachtung zu schenken vermochte, die er unbedingt hätte finden müssen.

Ein weiterer Nachteil wurde schon nach den er- I ften Verhandlungstagen festgestellt, der nämlich, I daß die Abrüstungskonferenz in Genf in Aube- I -rächt der schwierigen Materie, die zur Verhand- I jung stand, viel zu wenig vorbereitet war. I Wenn man diese beiden Fehler nunmehr wirklick I auszugleichen sich bemühen wird, so könnte vielleicht I das Genfer Fiasko noch eine Wendung ins Bessere erfahren.

Bon Abgeordneten Dr. Schwering-Köln.

Vor kurzem hat in Luxemburg ein Frontkämpfer­tag ftattgefunben. Er war von allen Nationen, die am Kriege teilgenommen haben, beschickt, und es wurde ausdrücklich hervorgehoben, daß man die heikelsten Dinge auf diesem Kongreß ruhig habe erörtern können, weil alles mit Freimut und Klar- beit gesagt worden sei. Man meinte, daß der Krieg sicher verhindert worden wäre, wenn das ebenfalls von den Staatsmännern beachtet würde. Der Kongreß brachte zum Ausdruck, daß er es als feine Hauptaufgabe für die ehemaligen Front­kämpfer betrachte, daß die Völker über die Schr ek- r e n des Krieges aufgeklärt würden, damit man ihn künftig mit allen verfügbaren Mitteln ver- hindere: und ferner forderte der Kongreß die ehe- maligen Kriegsteilnehmer auf, die Jugend da- hm zu belehren, daß jeder, der fein Vaterland liebt nch bemühen muß, an der Erhaltung des Weltfrie- dens unter Wahrung der Würde aller mitzuarbei- ten.

Man wird zugeben müssen, daß die ehemali- gen Frontkämpfer wie niemand anders das Recht haben sich zu dieser Frage zu äußern. Sie, die praktisch unter Einsatz ihres Lebens haben die Liebe zum Vaterland beweisen müssen, sind die Kronzeugen des Krieges, und da fällt an ihrer Kundgebung zweierlei besonders auf. Einmal die besondere Betonung der furchtbaren Schrecknisse des Krieges und dann die Mahnuno an die kom­mende Generation, die den Krieg noch nicht ge­sehen: und diese Mahnung der ehemaligen Front- 'amvfer ist eine Warnung vor dem Kriege!

Wie merkwürdig fallen diese Worte ab von den zwei anderen Aeußerungen über den Gegenstand bte wir vor kurzem gehört haben. Foch und Mussolini haben sich ebenfalls ausgesprochen und man wird beiden nicht das Recht' bestreiten können, es zu tun, beide Haden ebenfalls als Frontkämpfer das Recht,, gehört zu werden. Und I Me beiden Leiter von riefenhasten Kriegsmaschi­nen stellen mit einem gewissen Fatalismus fest, in jo und so vielen Jahren werde es wieder einen | Krieg geben, und es sei zweckmäßig, sich darauf I vorzubereiten! I

Das alles gilt es immer wieder zu sagen. Mit dem Fatalismus, der Krieg ist nicht zu verhindern, ist es nicht getan. Die Frontkämpfer geben uns ein warnendes Beispiel, und die Klugheit und die Sorge um unsere nationale und völkische Existenz gebieten uns dasselbe. Wir dürfen den Krieg nickt oeraeffent-

nicht überrascht werden sollten. Die sickersick "in vieler Hinsicht beglückende Eigenschaft ^s Men­schen, sich von den Trostlosigkeiten der Vergangen­heit loszulösen und vorwärts zu schauen birat oera&e auf politischem Gebiete nicht unerhebliche Gefahren in sich.

Erscheint sechsmal wöchentlich. Wochenbeilagen: „Die Welt im Bild" und Buchenblätter". Rotationsdruck und Verlag der Fuldaer Actiendrucke^i in Fulda. Fernsprecher Nr. 9

Monatlicher Bezugspreis 1,50 Mk. :=:

Coolidge und die Kbrüstungsfrage.

wtb. London, 6. August. (Eig. Funkm.) Nach einer Exchange-Meldung aus Rapid-City von 5 Uhr morgens erklärte Präsident Coolidge Journa­listen gegenüber, es sei nicht richtig, daß er im ^ahre 1929 eine Abrüstungskonferenz einzuberufen plane. Er habe die Absicht, am 4. März des ge­nannten Jahres zurückzutreten. Hierdurch ist die Bedeutung seiner Erklärung, daß er sich zur Wiederwahl nicht zu stellen wünsche, die ver­schieden ausgelegt worden war, geklärt. Der Prä­sident fügte noch hinzu, vor seinem Rücktritt könnte sich vielleicht eine günstige Gelegenheit für eine neue Abrüstu ngskonferenz ergeben, aber gegenwärtig habe er keine auf einen solchen Schritt abzielenden Pläne.

Englands Stellungnahme.

wtb. Rewyork, 6. August. (Eig. Funkm.) In einer Rede vor dem Institut für Politik in Wil­liamstown (Massachusetts) sagte der Leiter der Presseabteilung des Londoner Foreign Office Sir Willert, über den.Abschluß der Genfer Konferenz: Großbritannien wird fortfahren, feinen Bedürs-

Wenn man auch wie gesagt die außenpolitische Tragweite dieses Ausganges der Abrüstungskonfe­renz heute noch nicht ermessen kann, so sind doch immerhin weltpolitische Hintergründe sichtbar, die eine gewisse Prognose gestatten. Marinepolitik der Weltmächte ist immer Weltpolitik schlechthin. Btslang war es nun so, daß die Beziehungen zwi­schen den beiden großen angelsächsischen Staaten, «Denn auch nicht gerade glänzende, doch immerhin solche waren, daß man sie unter Umständen als einen einf»««^6" Machtkomplex in der Welt- polttik betrachten konnte. Zur Zeit ist aber ein H f 4 r o f f e r Gegensatz zwischen John Bull und Uncle Sam kaum zu verkennen. Der Wink Amerikas mit dem englischen Schuldschein spick' eine deutliche Sprache, und die Möglichkeit, daß England zu einer andern Gruppierung feiner Freundschaftsverhältnisse infolge des Genfer Aus- klangs kommt, erscheint gar nicht so unwahrschein- lich. So sondieren die Engländer bereits die Er­neuerung des englisch- japanischen Bünd- niffes. Viel Aussicht auf Gelingen kann man ihnen kaum zugestehen. Aber selbst, wenn die Ja­vaner eine nähere Angleichung an England aus« lcklagen, so heißt das doch nicht, daß sie sich in die goldenen Fesseln Amerikas schlagen lassen wer­den. Als in der letzten Zeit Gerüchte von einem amerikanisch-japanischen Bündnis laut wurden, war einmütig in der ganzen japanischen Presse die Ansicht zu finden, daß ein derartiger Plan schon deshalb zum Scheitern verurteilt sein würde, weil der amerikanische Senat kaum feinen Widerstand Jagegen aufzugeben geneigt fein werde. Aber, da Japan weiß, daß man um es wirbt, weiß es auch, ;Qö sein diplomatischer Wert gestiegen ist, u. daß es leinen Grund zu voreiligen Entschlüssen hat. Im ganzen hat man aus oem Genfer Fiasko den Ge- «mteindruck, daß sich die weltpolitische Situation lher kompliziert denn entwirrt hat.

Anzergen-Preife: Kleinzeile (Colonel) lokal 0,15 SLH. auswärts 0,20 JUL. Reklamezeile: lokal 0,60 .1U. auswärts 0,80 .TU. Bei Wiederbolungen Rabatt.

Postscheckkonto Frankfurt a. M. Nr/ 4051 >•

I mssen entsprechend zu bauen. Die Amerikaner können tun, was ihnen gut dünkt. Es wird keinen Unterschied für uns bedeuten. Wir wissen, was . wir unbedingt brauchen. Wir müssen eine gewisse i Anzahl schnelle r leichter Kreuzer haben, ; um unsere Handelswege und Verbindungen zwischen I .. Der Beweis der Wirksamkeit der Locarnover. ■ den weit auseinandergerisfenen Teilen des Reiches I träge liegt nicht so sehr in der positiven Annähe-

zu schützen und einen Schutz gegen U-Boote zu I vung zwischen Frankreich und Deutschland, als in haben. Wenn die amerikanische Regierung wünscht, I ber Freiheit der Rede, die sich beide Länder jetzt einen Rüstung s Wettbewerb zu beginnen und °$ne Sorge leisten können. Die Poincarö- die amerikanische Einkommensteuer entspre- I Rede in Luneville war engherzig und chend zu erhöhen, dann ist das eine amerikanische I ungeschliffen, aber sie hat ebensoviel Gutes Angelegenheit. Jeder Schuljunge in England weiß, I wie Schädliches getan, indem sie den neuen Geist daß uns vor 10 Jahren unsere Lebens mittel- I Zeigte, der in Westeuropa herrscht. Der ftanzösi- bel je ferung beinahe abgeschnitten wurde, I W Premier verfällt wieder in die Gemütsverfas- unb in diese Gefahr wollen wir nichtnochein - I sung und Sprache der Ruhrbesetzung, undDeutsch- m a I kommen. I land, das weiß, daß etwas wie die Ruhrbesetzung

* I nie wieder geschehen wird, begnügt sich damit, in

Reuter meldet aus Genf: In Völkerbundskrei- | würdiger Weise anstatt mit Zom zu erwidern. Das sen roird befürchtet, daß infolge des negativen Er- | bedeutet einen ungeheuren Fortschritt, der in gebniffes der Seeabrüstungskonferenz der vorbe- I den anderthalb Jahren seit der Unterzeichnung der reitende Ausschuß für die allgemeine Abrü- ßocamotierträge zu verzeichnen ist. Am Schlüsse

ft u n g s f o n f e r e n 3, der im November wieder be§ Aufsatzes heißt es:

zusammentreten wird, möglicherweise bis Früh- I Man kann vernünftigerweise glauben, daß, so- jahr vertagt wird. lange die drei größeren Locarnomächte in Genf

zusammenarbeiten, der Pöllerbund genügend Au-

z* . f. . _ z • c ♦ w», _ I torität haben wird, irgendwelche Ruhestörungen

Haven Wir den Serien vergessen? t»

-- »JU | einzige andere europäische Großmacht, die An-

i daß heute das Geschlecht, das den Krieg denkend Zur Besorgnis gibt, ist Italien. Wenn die- nicht miterleben konnte, in seinen Spitzen vom I Land neue Abenteuer auf dem Balkan unter« 30. Lebensjahre nicht mehr weit entfernt ist. Das I nimmt, wird von der Haltung des Völkerbundes ist wichtig. Wäre überhaupt sonst in manchen Or- I möglicherweise der Frieden von halb Europa ab« ganifationen jene Kriegsromantik möglich, die mit I hängen.

der Wirklichkeit überhaupt nichts zu tun hat und I „ *

die Jugend lehrt, sich den Krieg so ungefähr im Die „D. A. Z" schreibt über den Abdruck der Stile des geradezu romantischen 70er Krie« Genfer Verhandlungen: Das Scheitern der Kou- ges oorzustellen, der schon mit dem Welkkriege I ferenz in Genf wird in deutschen Kreisen leb- nichts mehr zu tun hatte, und vor dem Material- haft bedauert. Das Interesse über die Frage der kriege der Zukunft einfach ins sagenhaft Primitwe I Abrüstung ist in Deutschland naturgemäß besonders versinkt. I gro§ und Rückschläge, die der Lösung dieser Frage

Wir sind gewiß nicht für die Schaffung einer werben mit besonderem Interesse

verweichlichten Gesinnung und denken nicht daran I bco^te|‘ ®5 t®are o“ P^^n, baß auf der Sep» | die deutsche Jugend um ihre Begeisterung und temberfagung des Völkerbundes tn Genf die Jni- ihren Idealismus zu bringen, aber was not tüt ist: Dative ergriffen werde, um den Gefahren, die durch dafür zu sorgen, daß nüchterne B e t r a ch - I ba5 Scheitern der Konferenz entstehen können, recht- tung des Krieges die Oberhand bekommt, es ist I 8eiti9 entgegenzutreten.

das beste Mittel, die Jugend mit dem vollen Ernst I *

der Verantwortung zu durchdringen. Natürlich I Dem „Vorwärts" zufolge ist anzunehmen, daß kann es sich hier nicht n u r um eine deutsche Ar« I die d e u t s ch e Delegation für die Völker­beit handeln, wir sind ja waffenlos, aber u. E. I bunbstagung im September, ähnlich wie das letzte» ist eine Welpropaganda, die rücksichtslos die wahre I mal zusammengesetzt sein wird.

Natur des heutigen Krieges enthält, allmählich I .

IIÄS? HSJM M. mm. in großer Aich

J, t? E internationale Presse zu I machung ein vom 22. Juli datiertes Schreiben werfen, um das 3U begreifen. Wie viel Romantik SBrianbs in feiner Eigenschaft als Vorsitzender der gl hier immer noch vorhanden und läuft immer I Botschafterkonferenz an den Völkerbund, die Vollmachten wieder mit unter! Begreifen das die europäischen I der Botschafterkonferenz, soweit sie die Kontrolle der Volker nicht, erklären sie weiter fatalistisch die Un- I deutschen Abrüstung betreffen, dem Völkerbund zu Über­entbehrlichkeit des Krieges, so bedeutet das für Eu- I tragen. Briand überreichte gleichzeitig dem General- rova die Vernichtung. Natürlich hofft jeder auf Sekretariat, um den Völkerbundsrat in die Lage zu ver. den bekannten „S i e g" und auf feine aer eckte" setzen gegebenenfalls sein nach Artikel 213 zuerkanntes Sache, aber es wird dabei veraessen daß h», snLrt Jnvestigationsrecht auszuüben, einen Bericht über den

ren wieder die reinste Romantik ift- hi» mnh»™» I Die Veröffentlichung wird von einer Reihe von Zei- Technik ist in nichts so Ls in der Mmsch^w L^iSte^"^ anf4ei"enb ^^iöse Bemer- zehn' Jahren gebracht'bat™'6 ** I „ "Die neue von Deutschland eröffnete Kampagne,

0 v“ | durch die es vermeiden will, daß die Alliierten oder der

Der Krieg ist und bleibt das Bitterste was es Völkerbund zu einer Nachprüfung der Enttwaffnung gibt, und er ist und bleibt unter allen llmffönheü I Deutschen Reiches schreiten, insbesondere, soweit sie ein schlechtes Gescköfi! 'N!-- .7 u I bie Küstenbefestigungen Deutschlands betrifft, erscheint ffir bie hafbüniGfierten 'ä ls'lt Acm unangebracht. Die kürzlichen Enthüllungen über den

I arrr i hJrnrtfinnen ^riG ler*i» ?el7 ^l* I Umweo. auf dem Deutschland seine Armee zu vermehren

.^sso ist es: wo die Staatsräson spricht, unge« I daß ste I beabsichtige, beweisen, daß eine Kontrolle durch-

mildert durch das Menschliche, da stellt man die I Selbstvernichtung betreiben, toenn sie bas nicht I aus notwendig ist. Selbstverständlich ist es der Unvermeidlichkeit des Krieges fest, und wo die Zusehen. Völkerbund, dem jetzt diese Kontrolle zufällt".

Nienlchen, die Leiber, die aeopfert werden sollen I Leider hnt h?» ® , I An Berliner zuständiger Stelle vertritt man gegen»

3U Worte kommen, da heißt es- HZet euck vor fämrrfen hi» LieLiÄr»K»»b»n U?e’ ü6er °biger Aeußerung die Ansicht, daß es sich bei dem dem Kriege, er ist entsetzlich! $ MG»Ä ^^rebungen vielfach diskre- Schreiben Briands nicht um eine politische Aktion in

Aber vielleicht ist es das be^ei ßn-nhst» I $ Ier* 11 cs ’V, notwenMg, bei jeber Fnebens- I der Frage der Kontrolle der deutschen Abrüstungen han-

mir noch nickt nebn 'fahre nack I Pe> P“ranl>a 3U versichern, baß man mit dem I beit, sondern um einen rein geschäftsmäßigen Vorgang

x " ***"*±2äaSÄ*- ** *

unb OTuÄtber JMeo gTnTa «"teMben"’bie®*ter 3^.’ I Nntlfozlale MaUiwUrfsaibeit.

Aber seien wir einmal aanr nnerMWI* »krt- I retoeV: . eins der Mtttel dazu ist, von Zeit I Gedanken der sozialen Untermauerung unseres Wirt- gegen uns selbst^ Ist e-f,T/ I ?-U ^eit m ungeschminkter Form an Hand der Er« I schaftsgebäudes hindernd in den Weg zu treten. Zur

menschliche Eiaenscknst I ftnbungen und der tatsächlich vorhandenen Kriegs- I Seit muß der Sozialetat, der für 1926 noch nicht vor,

rasch von vielen Ungluck nnd Elend I mittel der europäischen Staaten zu schildern wie I gelegt ist, als Angriffsprojett herhalten. Unter der harm-

®Äe*t^tÄeÄn! Schon wächst ungefähr ein solcher Krieg «usfien S S losen Frage, wann kommt der Sozialetat, findet sich in

fi örensa aen »' Krieg nur noch vom welche Wirkungen er auf jedes Land ausüben der Freitagmorgenausgabe der „Täglichen Rundschau"

kennt und wir müssen damit muß. Wir Haden vor dem & ZZ S em Artikel, der auf den ersten Blick nur diese Frage zu

rechnen, daß sirr dieses die Mahnung der Front- I tattische Weltkrieasromnn» n»hahF ,,„s I beantworten scheint, in Wirklichkeit aber ein Kampfruf

kampfer be anders beachtlich ist. Sie haben wobl fie nH mit OhÄ 9Uttb m?n ?at ist gegen die Sozialgesetzgebung.

nicht ohne blonderen Grund diese Warnung aus« I lich sind werten wir zuaeben müffe^bnfi I k Es heißt nämlich in den Ausführungen unter cn=

Limende.GenLation ÄÄ «ÄÄÄnS J die Aufstellung eines Sozialetats für Me.breite fie rnaZ fie nur Tu hrPm ?enn f,e ben Gedanken gekommen wäre, baß Grogbritan-

cken würte! 3 ,f,rem eiflenen Sätzen ma- men mit dem Hunger kämpfen, baß Deutschlanb — — - 1 derartige Ernahrungsschwierigkeiten ausgesetzt, unb