JV» 155.
Samstag, 9. Juli 1927.
Der Kreis Zulda 1926.
IV.Iörderr g von Landwirtschaft und Gewerbe.
1. Landwirtschaftliche Unfallversicherung.
Bei der Sektion Fulda der Hessen-Nassauischen landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft kamen im Berichtsjahre 319 Unfälle — gegen 185 im Vorjahre — darunter 2 tödliche — zur Anmeldung. In 132 Fällen wurden Renten, sowie die notwendigen Hilfsmittel an Kunstbeinen, Kunstarmen, künstliche Augen, orthopädische Schuhe usw. bewilligt; in den übrigen Fällen mußten die Ansprüche obgelehnt werden, weil zum Teil landwirtschaftliche Betriebsunfälle nicht Vorlagen, zum Tell durch ärztliche Gutachten festgestellt war, daß nach Ablauf der Wartezeit erwerbsboschränkte Folgen nicht mehr vorhanden waren.
Die HauptzaU. der Unfälle entfällt auf kleinere Betriebsunternehi.rer, deren Ehefrauen und Kinder.
Die neuen Bestimmungen über die foforttge Einweisung von Schwerverletzten in das Landeskrankenhaus hier oder in eine andere Heilanstalt — es waren durchschnittlich 10 Unfallverletzte in dem Landeskrankenhaus bzw. Herz-Iefu-Heim hier un- »ergebracht — erforderten große Ausgaben. Diese Maßnahmen gaben aber die Gewähr für eine möglichst rasche Wiederherstellung der Verletzten.
Durch das mit dem Verbände der Deutschen Be- rufsgenostenschafssen und den Krankenkassen unter dem 12. März 1926 geschlossene Abkommen wird ein geordnetes Heilverfahren der Versicherten erzielt. Die entstandenen Kosten werden anteilmäßig getragen.
In der Sektion Fulda werden zurzeit an 692 Verletzte, an 16 Witwen und an 12 Waifen Renten gezahlt. Die Verletzten mit einer Erwerbs- befchränkung von 50 Prozent und mehr erhalten neben den Renten noch die gesetzlichen Kinderzulagen. Von den Betriebsunternehmern des Kreises Fulda mußten an Umlagen 124 000 Mark aufgebracht werden.
=> 2. Landwirtschaftliche Schule.
Der Besuch der Schule hat im Berichtsjahr et» was nachgelassen, wohl infolge der noch immer ungünstigen Bahnverbindungen und die allgemeine Geldknappheit. Es besuchten die Schule im Jahre 1926 — 66 Schüler gegen 80 im Vorjahre. Der Schulbesuch hat übrigens in anderen Kreisen des Regierungsbezirk ebenfalls nachgelassen. Gegen- 2ber den Vorkriegsjahren ist immerhin ein Fort- ßchriü zu verzeichnen. Im Durchschnitt der Jahre 1890—1896 besuchten die Schule 22 Schüler 1896—1913 „ „ „ 48
1919—1926 „ „ „ 78 „
Im Jahre 1926 wurden vom Direktor 24 und vom zweiten Landwirtschastslehrer 26 Vorträge gehalten. Die Mrtschastsberatung wurde ausgeführt vom Direktor in 69 und vom zweiten Landwirtschastslehrer an 90 Tagen. Sodann wurde ein 6tättger Obftbaukursiis vom Direktor und Kunstgärtner Ries abgehalten, ferner 3 Kurse zur Ausbildung von Milch-Kontrollbeamten, die je 4 Wochen in Anspruch nahmen. Den Unterricht in knesen erteilten Direktor Tremmel, Konttollbeam- ter Eickhof und Molkereibeamter Müller.
3. Tierzucht.
Von anzeigepflichtigen Seuchen sind im Jahre 1926 im Kreise Fulda aufgetreten: Rauschbrand, Maul- und Klauenseuche, Bläschenausschlag, Schweinerotlauf und Rindertuberkulose. Besondere Bedeutung hat nur die Maul- und Klauenseuche gewonnen, die zweimal im Laufe des Jahres durch Händlervieh aus Ostpreußen bzw. Hannover in den Kreis eingcschleppt wurde. Von der Seuche betroffen wurden 24 Gemeinden und 69 Gehöfte. An der Seuche fielen 21 Stück Vieh, meist Kälber und Jungvieh. Der Schweinerotlauf ist im Berichtsjahr gegenüber den Vorjahren weiter zurück- gegcmgen. Es waren aber immer noch 91 Gemeinden mit 124 Gehöften mit Rotlauf verseucht.
Die Viehbestände von 28 Einzelbesitzern, die sich auf 24 Gemeinden verteilen, wurden im Wege des freiwilligen Tuberkulosetilgungsverfahrens untersucht und hierbei 39 tuberkulöse Tiere bzw. tuberkuloseverdächtige Tiere ermittelt. Bei der Ab- fchlachtung bestätigte sich, daß sämtliche Tiere bis auf eines tatsächlich mit Tuberkulose behaftet wa- ten. Das Tuberkulosetilgungsverfahren hat sich im Berichtsjahr dadurch weiter ausgebreitet, daß die Fleckviehzuchtgenossenschaft im Kreise Fulda dem Verfahren mit ihren Viehbeständen beigetreten ist. Der Kreis gibt hierzu einen Zuschuß in Höhe der f)o£ben_ Kosten. Die Rindertuberkulose ist unter dem Höhenfleckvieh so stark verbreitet, daß der Bei
sind oft der Weg zu einem grossen Geschäft.
tat Innig«
Fuldaer Zeitung
2. Blatt.
Druck der Fuldaer AkNeudruckerel. Fulda
tritt zum Tilgungsverfahren unbedingt notwendig erschien.
Richt anzeigepflichtige Pferdeseuchen haben im Berichtsjahre in größerem Umfange geherrscht, nämlich die ansteckende Blutarmut und die sogenannte Bona'sche Krankheit. Die ansteckende Blutarmut wurde in 11 Gemeinden und 17 Gehöften festgestellt. Erkrankt waren 19 Pferde, von denen 13 verendet oder getötet sind. Die Borna'sche Krankheit ist in 13 Gemeinden und 15 Gehöften aufgetreten. Die 15 an der Seuche erkrankten Pferde sind sämtlich gefallen bezw. getötet worden. Beide Pferdeseuchen bedrohen auch ferner noch unsere Pferdstände in erheblichem Maße.
Der Kreiskorungskommission sind am 13., 14., 15. und 16. September 1926 = 158 Dullen, 66 Ziegenbocke und 74 Eber vorgeführt worden. Hiervon wurden 75 Bullen erstmalig, 77 Bullen nach- und 6 Bullen abgckört. Die Bullen gehörten bis
auf einen zur Rasse des Hessen-Nassauischen Fleckviehs, Simmentaler Charakters, die Ziegenbocke der Saanen-Rasse an. An Ziegenbocken sind 62 an- und 4 abgefört worden.
In das Herdbuch der Fleckvieh-Zuchtgenossen- schaft Fulda wurden bei der Korreise 46 Rinder neu ausgenommen.
Zu erstenmal im Berichtsiahr wurden die Zuchteber durch die Körungskommission besichtigt. Es wurden 62 Eber vorgestellt, meist der veredelten Landschweinrasse angehörig, von denen 1 Eber ab- gekört wurde. Es steht zu erwarten, daß die Schweinezucht, die bisher schon im Kreise Fulda eine große Rolle spielte, durch die Eberkorung eine bedeutende Verbesserung erfährt.
Nicht den gleichen Einfluß durfte die Schafbockkörung auf die Schafzucht haben. Am 1. T>e* zember 1026 sind nur noch 1R73 Schafe im Kreise Fulda gezählt worden. Da einheimische Schafe
Zer WimllieW in -en MichMmllungen.
Dem Reichstage sind durch den Reichsfinanzminister Uebersichten über den Personalbestand nach dem Stande vom 1. April 1927 übermittelt worden. Die Kopfzahlen betrugen am 1. Oktober 1926
a) bei den Hoheitsvewalttrngen: 96 175 Beamte, 20 916 Angestellte, 49 632 Arbeiter,__
b) bei der Deutschen Reichspost einschließlich Reichsdruckerei: 252 093 Beamte, 1353 Angestellte, 39 903 Arbeiter.
Werden dem die Kopfzahlen vom 1. April 1927 gegenübergestellt, nämlich a) bei den Hoheitsverwaltungen: 95127 Beamte, 26 624 Angestellte, 45 303 ^Arbeiter, b) bei der Deutschen Reichspost einschließlich Reichsdruckerei: 250 685 Beamte, 2175 Angestellte, 42 570 Arbeiter, so sind in der Zeit vom 1. Oktober 1927 bis 31. März 1927 folgende Aenderungen eingetreten:
a) bei den Hoheitsverwaltungen: 1048 Beamte Personalverminderung, 5708 Angestellte Personalvermehrung, 4 329 Arbeiter Personalverminderung,
b) bei der Deutschen Reichspost einschließlich Reichsdruckerei:
1048 Beamte Personalverminderung, 822 Angestellte und 2667 Arbeiter Personalvermehrung.
In der Begründung der Personalvermehrungen für die Hoheitsverwaltungen wird insbesondere zur Begründung der Erhöhung der Angestelltenzahl im Reichsfinanzministerium um 5166 folgendes ausgeführt:
Die Durchführung des Reichs bewert» ngs- g e f e tz e s brachte den Finanzämtern eine außerordentlich große Menge von mechanischen Arbeiten,
unter denen insbesondere die Anlegung von 6S Millionen Einheitswertakten und die entsprechende Ausfüllung von Einheitswertbogen zu erwähnen find. Ferner waren in den ersten Monaten des Jahres 1927 Lohnsteuererstattungen vorzunehmen, die bei der besonders großen Zahl von Arbeitslosen in diesem Jahre ebenfalls eine erhebliche Mehrarbeit verursachten. Endlich entstand eine Fülle von mechanischer Arbeit durch die Bearbeitung der Lohnsteuerüberweifungsblätter, deren Einforderung zu Zwecken der Lohnsteuerstatistik nnb einer individualisierten, nicht pauschmäßigen Kirchensteuerveranlagung erforderlich war. Um diese mechanische Arbeiten rechtzeitig bewältigen zu können, mußten zum Teil sogar andere Aroei- ten zurückgestellt werden, zu deren Aufarbeitung ebenfalls vorübergehend Aushilfskräfte angefetzt werden mußten.
Bei der Reichspost ist die Erhöhung der Zahl der Angestellten in der vorübergehenden Verwendung von nichtbeamteten Hilfskräften auf frei gewordene Beamtendienstposten begründet. Die Mehreinstellung von Arbeitern war infolge der Verkehrsverhältnisse erforderlich.
Hinsichtlich der bei den Hoheftsverwaltungen und bei der Deutschen Reichspost beschäftigten Wartegeldempfänger und kommissarisch tätigen Landes- und Gemeindebeamten ergibt sich folgen«
Bild:
Stand am 1. Oktober 1923 2360 Kopse,
„ „ 1. Oktober 1924 1252 „
„ „ 1. Oktober 1925 2782 „
„ „ 1. Oktober 1926 2150 „
„ „1. April 1927 1956 „
Gottesdimstordnuna.
Sonntag, den 10. Juli. $ul6a. Dom. Jugend, sonntag. 1. Beichtgelegenheiten: Samstag morgens von Vs6 lkhr ab; nachmittags von 2—3 für Kinder; von */i5—7 und von *A8 Uhr ab für Erwachsene; Sonntag morgens von */i6 Uhr ab. 2. Sonntagsgottes, dienste: V>6, 6, */i7 und 7 Uhr hl. Messen mit Gelegen,
beit zum Empfang der 61. Kommunion. >/«7 in der Bon ifatiu Sgruf t hl. Messe und Komm, des Juqd.. und Jungmännervereins. 8 Uhr Pfarramt mit Predigt und hl. Kommunion des 7. Schuljahres. Um VilO Uhr Kathedralamt mit Predigt, ‘/dl Christen!, der Jung, lirrge. */<12 Uhr letzte hl. Messe mit Pred. ft,2 And. mit Segen. 2 Vesper. 4 Pred. mit Andacht u. Segen. 7 Uhr Herz-Mariä-Bruderschaft in der Marienkapelle.
3. Werktagsgottesdienste: Jeden Morgen von V«6—7Uhr halbstündlich hl. Messen mit Austeilung der HI. Kam-
munion. V«8 Uhr Pfarrgottesdienst mit hl. Kommunion.
9 Uhr letzte hl. Messe. Danach HI. Kommunion. Mon.
tag abd. »/,8 Andacht zu E. der Mutter Gottes u. Segen. — Stadtpfarrkirche. Gelegenheit zum Beichten: Samstag nachmittags 3—7, 7Vi—8Vi Uhr; Sonntag früh 5Vi—7 Uhr. Sonntagsgottesdlenste: !5’/i hl. Messe und Kommunion für die Dienstmädchen. 63 * * * 7 * 8/< Uhr HI. Messe und Kommunion für die Jünglinge. Vormittags um 8 erster Schulgottesdienst, Predigt und Kommunion des
7. Schuljahres. 9Vi Pfarramt und Predigt. 11 zweiter Schulgottesdienst u. Predigt. 9V« Christen!, der Jüng- linge in derSeverikirche. Nachmittags IV, Uhr Christen!, der Jungfr. 2V, Bruderschaft von der Todesangst d. Herrn. Die hl. Kommunion wird von 5*/,—7V, Uhr, jede halbe Stunde gespendet, außerdem um 8*/, und 91 *.'* Uhr. Werktagsgottesdienste: 6, 6V,, 71 /* und 8 Uhr. Mittwoch, Freitag und Samstag morgens 6 Uhr Beicbtgelegcnheit. — Pfarrkirche zum heiligen Geist. 7 Uhr Frühmesse. 8 Uhr Hochamt und Predigt. »All Uhr Kinderaottes- dienst und Ansprache. V-12 Uhr Christenlehre für die Jungfrauen. V,8 Uhr abends Andacht. Beichtgelegenheit: An allen Wochentagen eine halbe Stunde vor dem Gottesdienst, an den Tagen vor Sonn, und Feiertagen von Vi4—6 Uhr abends. Kommunion-ÄusteUung: Än den Wochentagen vor und nach dem Gottesdienst, an Sonn, und Feiertagen auch im Hochamt. — Sobalität. Vormittags VslO Uhr Gottesdienst. — $f. Sturmius«
»farret Morgens 7 und »AS Uhr Austeilung der hl. Kommunion. 8 Uhr Amt und Predigt. Nachmtttaas i/,2 Uhr Segensandacht. — klbttikirche 6er BewebiR- thteriwnew. Sonntags 6 Uhr stille Messe, V,9 Konvent, amt, 3 Uhr Vesper; wochentags 6 stille Messe, um '/,9 Konventamt, 8 Vesper. —Herz-Jesu-Heim. 6 61. Messe. 8 Amt mit Predigt. Werktags 6 Uhr hl. Messe. Mitt- woch abends 8V« Uhr Segensandacht. — Frauenberg. Ablatztag wegen des Festes der hl. Veronika Juliani, Jungfr. vom 2. Orden. HI. Messen von 5—7 Uhr.
8 Uhr Bruderschaftsmesse mit Predigt und liturg. Gebeten, 9 Uhr Hochamt mit Predigt. Nachmittags 2 Uhr Predigt und Andacht für die Terziaren. Erteilung des päpstlichen Segens.
Montag, 11. Juli. Frauenberg. Vierteljährige Gedächtnisfeier für die verstorb. Mitglieder, Verwandten und Wohltäter des Franzisranerordens. 7 Uhr feiert. Requiem. — Abteitirche der Benediktinerinnen. Ewige Anbetung. 6 Aussetzung des Allerheiligsten und hl. Messe V,7, 7, V-8, 8 HI. Messen, 9 feierliches Leviten- amt, 10 hl. Messe, 11—12 1. u. 2. Fronl.-And., 12-1 stille Anbetuna, 1—2 3. u. 4. Fronl.-And., 2—3 Uhr 5 Fronl.-And., 3—4 feier!. Vesper, 4—5 stille Anbetung, 5—6 Krone Christi, 6—7 Schlutzandacht mit Te Deum.
Evangelischer Gottesdienst.
Sonntag, 10. Juli. Znlda. Vorm. 8 Uhr Pfarrer Habicht-Hettenhausen; vorm. 9*/i Uhr Pfarrer Habicht- Hettenhausen. Amtswoche Sup. Ruhl. Bad §alzschlirs. Vorm. 9V, Uhr Sup. Ruhl.
Evangelische, landeskirchl. Gemeinschaft Duttlarstr. 17.
Sonntag, 10. Juli: abends 8 Uhr: Evangelisationsvortrag. f
Freitag, abends 8 Uhr: Bibel- und Gebetftunde. Jedermann ist herzlich eingeladen.
JSraelititüi-'r Gottesdienst.
Samstag, den 9. Juli. Vorabends 7.30, morgens 8, nachmittags 5, Sabbatausgang 9.35 Uhr.
W ochengoiiesdienst.
Morgens 6.15, nachmittags 7.30, abends 9.30 Uhr.
für die Gewinnung der Wolle, — wie während der Kriegsjahre — nicht mehr benötigt werden und durch die zahlreichen Zusammenlegungsoerfahren den Schafhaltern die Hüten entzogen werden, tft ein weiteres Zurückgehen der Schafzucht nicht zu verhindern. , . s.
Auch die Pferdezucht hat abgenommen, da die Preise für Fohlen derartig niedrig sind, daß die Zucht sich zur Zeit nicht lohnt. ......
Für wertvolles Zuchtmaterial, sowie für te* sonders gute Wartung und Pflege tonnten -4 Preise an Bullenhalter, 13 Preise an Rmdmeh- Kchter und 26 Preise an Bockhalter zuerkannt
Von der Landwirtschaftskammer sind an 12 Bullenhalter und 8 Ziegenbockhalter lobende An- ertennungen für besonders gute Zuchtleistungen zur Verteilung gekommen. .
Sowohl in der Bullen- wie auch tn der Rindvieh- und Ziegenbockhaltung konnten weitere Fortschritte festgestellt werden. - ,,
Am 28 Oktober 1926 wurden auf dem Zuchtviehmarkt in Meßkirch in Oberbaden 3 Kreisbullen anaefauft, die zur Hebung und Blutauffnfchung der Zucht in 3 Zuchtzentren des Kreises: Langen^ bieber, Döllbach und Dietershausen aufgestellt wur- den. Für Bullenversteigerungen wurden Preis« gestiftet und für Neuanschaffungen von guten Gemeinde-Zuchtbullen Beihilfen gewährt.
4. Ackerbau und Gewerbe.
Deispielwirtschoften wurden eingerichtet unb ne. leitet durch den Direktor der landwirtschaftlichen ^a) bei dem Bürgermeister Reinhardt in Lehnerz b) bei dem Landwirt Medler in Neuenberg.
Der Pflanzen- und Ackerbau wurde durch ftlur. begehung und Teilnahme an den SaatenAner- tennungen im Kreise Fulda gefördert.
Das Gewerbe wurde seitens des Kreises durch verschiedene Prämien und Zuwendungen verschis» dener Art gefordert.
Tagungen.
= Konferenz der israelitischen Lehrer Hessens. Unter Vorsitz des Lehrers S. Schaurnberg-Neuklrchen hielt die Israelitische Lehrerkonferenz Hessens in Kassel ihre 55. Jahresversammlung ab, die von 50 Teilnehmern be sucht war. Als Vertreter des Kasseler Vorsteheramtes begrüßte Justizrat Dr. Rothfeld und Kommerzienrat Gottschalk, für den Hess. Dolksschullehrervere.n und den Bezirksschulrat sprach Lehrer E. Liesecke, für das Dor- steheramt Marburg Rabbiner Dr. N. Cohn. Nachdem diese auf die Begrüßungen errviedert hatten, hielt Stu- dienrat Dr. Blach-Berlin einen Dortrag über die indischen Lehrer und die Dolkskinder Die Ausführungen des Redners waren hochinteressant und belehrend. Der Vorsitzende erstattete den mterefsanten Jahresbericht. Eine rege Aussprache erzielte der Antrag des Ausschusses, die Jsr. Lehrerkonferenz dem Der- band der Jiid. Lehrervereine im deutschen Reich anzugliedern. Der Antrag wurde angenommen. Neuhaus- Fritzlar referierte über feine Teilnahme an den Verhandlungen der Reform des kurhesstfchen Judengesetze,
wirtschaftliche ttampfbewegungen.
---> Zweinndzwanziglausend Arbeiter aurgesperrt. In der Kölner Metallindusttie ist am Mittwoch ge- maß der Ankündigung der Arbeitgeber die Belegschaft ausgesperrt worden. Von den 178 Betrieben der Metallindusttie mit einer Belegschaft von mehr als 10 Mann sind 123 im Arbeitgeberverband organisiert. Diefe haben restlos ausgesperrt, während von den übrigen sich nur einige diesem Vorgehen angeschlossen haben. Don der Aussperrung werden insgesamt etw« 22 000 Man betroffen.
Reife und Wanderung.
= Iugendlag des Jung-Odenwaldklub. Am 16. unb 17. Juli findet in Reinheim i. O. der Iugendtag des Jung-Odenwaldklubs statt, zu dem sich über 30 Iu- genbgruppen und auch eine Anzahl Ortsgruppen des Odenwaldklubs einsinden werden. Die Tagung erhält noch insofern eine besondere Bedeutung, als am 16. Juli das seit Kriegsende geschlossene Reinheimer Ortsmuseum in seiner alten gediegenen Ausstattung wieder eröffnet und dem öffentlichen Besuch freigegeben wird.
Wie wird das Wetter?
Nach dem Zurückweichen des Hochdruckgebietes nach Nordosten sind kleine Tiefdruckstörungen nach Deutschland gelangt, die Abkühlung und Regen, z. T. auch unter Gewittern, gebracht haben. Der Hauptwirbel hat sich weiter ostwärts verlagert und dort abgeschwächt. Infolge der wieder zunehmenden Erwärmung werden sich in den folgenden Tagen noch kleine Tiefdruckstörungen herausbilden, die uns stärkere Bewölkung, z. T. auch mit Regen und Gewittern bringen werden.
Witterungsaussichten bis Samstag: Bewölkt, späterhin aufklärend, nach Gewtttern etwas kühler, trotten, südwestliche Winde.
21. jähriges Gtlstungs - Fest
des Krieger-Vereins Lahrbach
verbunden mit dem
KreiSkrieger-DerbanSSsest
am Sonnfag, den 10. 3uli, in Lahrbach.
Festordnung: 5 Ufor Werften, flb 8.30 Uhr empfang der auswärtigen Vereine. 9 Uhr Zestgottesdienst, anschließend Kranzniederlegung am Kriegerbenkmal. 10.30 Uhr flbgeorönefenoerfammlung im »halben Blond" an der auch die Vereinsmitglieder teilnehmen können. 2 Uhr Zestzug zum Zesiplah. Legrüßungslied, Zestrede v. Se. €xz. General der 3nf. v. Hülsen. Konzert, Tanz.
kille Kameraden und Zreunde unseres Krieger-Vereinswesens sind herrlichst eingeladen.
Der SreMriMverbaiid 8tr$ftlö Ztr Ktiegtr-Hetein Lahrbach
Roeder, Vorsitzender Kremer, Vorsitzender.
ZMWSdkfM-MWliite v haben in der Fuüöaer SIctienörucferef.
Verdingung.
Die für die
EMileriW des Menverks ö. HeuiMeWenzell
nötigen Arbeiten und Lieferungen sollen öffentlich vergeben werden unb zwar:
Los I: Lieferung der Rohre u. Formstücke (0.60 Mt.)
Los II: Verlegen von rd. 1220.— m Muffenrohren von 80 mm l. W. einschl. Liefern und Versetzen der Schieber re. (1.50 Mk.).
Die Verdingsunterlagen tönnen gegen Einsendung der in den Losen angegebenen Beträgen vom Ingenieurbüro Röl)l, Fulda, bezogen werden, von wo auch jede ge wünschte Auskunft erteilt wird.
Die Angebote sind verschlossen und mit entsvrechender Ausschrift versehen, bis zum Freitag, den 15. Full, nachmittags 6 Uhr dem unterzeichneten Gemeindevorstand etnzureichen.
Die Zuschlagsfrist beträgt 3 Wochen und behält sich die Gemeinde freie Wahl unter den Anbietern vor.
Eichenzell, im Juli 1927.
Der Gemeindevorstand.
Memilch für Trinkkuren, erfrischend und gesundheitsfördernd, täglich frisch. Molkerei Zulda.
Brßtfßr Muster
■ WP 1b W Ä liefert Bahnhofstrasse 25.
Leinsaat kann von uns bezogen werden.
aa- i-einsaat kann von uns bezogen werden.
Zur weiteren Auskunft sind wir gerne bereit. jÄE
I Flachsfabrik Fulda [g
■saa.'-y JfthAnn RKninff SL CXhnn_ St®
Johann Döring & Söhne,
Wir kaufen jedes Quantum gerösteten, gebrechten, geschwungenen Flachs sowie Werg, zu den höchsten Preisen gegen sofortige Kasse oder gegen Umtausch von Bettuchleinen, Halbleinen, Hemdentuch, Handtuchstoff, Hemdenflanell, Bettbarchent usw. Die Web waren werden zu ganz billigen Preisen berechnet. Da die Preise für Flachs und Leinsamen seit einigen Monaten gestiegen sind, ist der Anbau von Flachs wieder sehr rentabel und den Landwirten zu empfehlen. Bücher zur Anleitung über Flachsbau stehen den Anbauern gratis von uns zur Verfügung.
| Msonknuf! I