Verlage zur Fuldaer Zeitung Für unsere Frauenwest. Nr. 154 vom 8. Juli 1927.
Mitten im Leben.
Son F. Schrönghammer-Heimdal, T ;nt= Heidenhof.
Zwischen Seufzern und Gesängen Bringen wir die Stunden hin. Jahre gehen, Jahre drängen — Was ist doch ihr letzter Sinn?
Vorwärts? — Doch zu welchem Ziele?
Zukunft, warum so vermummt? In der Stille fragen viele, Die im Drang des Tags verstummt.
Rastlos nimmt im nebelfeuchten
Grund die Welle ihren Lauf, Und in hohen Nächten leuchten Rätselvolle Sterne auf.
Schwefelschwüle Weiher zucken Unbestimmt am Horizont, Aengstlich scheues Niederducken, Wenn ein Blitz die Nacht entthront.
Hämisch lachend — über Leichen Hetzt der Haß die Liebe wund. Und ein großes Fragezeichen Geistert fahl im Hintergrund.
Frauenberuf und Frauenberufung.
von der 10. Generalversammlung des katholischen deutschen Frauenbundes in Essen.
Der katholische deutsche Frauenbund hatte in diesem Jahre Essen als Tagungsort für seine 10. Generalversammlung gewählt. Es sind gerade 10 Jahre, daß in Fulda trotz Kriegsnot eine große Generalversammlung des Frauenbundes stattfand. In der Zwischenzeit trat nur zweimal eine solche zusammen und zwar im September 1921 in Würzburg und Oktober 1924 in Hildesheim.
Von den fast 200 000 Mitgliedern des Bundes haben sich ungefähr 2000 an der Tagung beteiligt, eine Zahl, die wohl noch keine der früheren Generalversammlungen gesehen hat. Als Leitgedanke wurde das Thema: „Frauenberuf und Frauenberufen g" gewählt, sicher ein zeitgemäßer Gedanke, der rs verdient, daß wir katholische Frauen uns mit ihm beschäftigen.
Am Vorabend der Eröffnung wurden die vielen auswärtigen Gäste, die von allen Teilen Deutschlands nach Essen geeilt sind, von den Mitgliedern des Essener Zweigvereins aufs herzlichste begrüßt und unterhalten. Frau Geheimrat Heßberger, ein Mitglied des Zentralvorstandes, benutzte schon den Begrüßungsabend, um uns über die Sammlung für die Frauenfriedenskirche zu berichten. Mit sichtlicher Freude wurde die Nachricht ausgenommen, daß noch in diesem Jahre mit deren Bau begonnen wird. Das Modell für die neue Kirche fand auch Beifall, besonders, nachdem die Beweggründe dargelegt wurden, die die Wahl bestimmten. Der katholische Frauenbund glaubt, daß dieser ernste, moderne Bau ein würdiger Ausdruck der Gesinnung ist, die uns veranlaßte, ein solches Denkmal zu errichten. Hedwig Dransfeld verdanken wir die Idee, unsere im Krieg gefallenen Helden in dieser Weise zu ehren. Auf der Fuldaer Generalversammlung sprach sie sie zum erstenmal öffentlich aus, und dort wurden die ersten Gaben für den Bau gesammelt. Verhältnismäßig schnell waren die Mittel aufgebracht, die aber infolge der allgemeinen Geldentwertung fast ganz verloren gingen. Die Sammlung wurde sMer wieder von neuem begonnen, und es müssen auch noch manche Gaben zusammenfließen, wenn der Bau so fertig werden soll, wie er gedacht ist. Frau Heßberger erreichte, was sie gewollt. Die kath. Frauen sind bereit, noch weiter an dem begonnenen Werk zu arbeiten. Dieser Entschluß war der Auftakt zur Generalversammlung.
Am Morgen des 28. Juni war die feierliche Eröffnung. Der größte Saal der Stadt Essen war bis auf den letzten Platz besetzt, als Frl. Dr. Krabbel, die seit eineinhalb Jahren Vorsitzende des Gesamtbunde» ist, mit dem katholischen Gruß „Gelobt sei Jesus Christus" die 10. Generalversammlung des kath. deutschen Frauenbundes eröffnete. Die zahlreichen Begrüßungen durch die verschiedenen Behörden und Vereine zeigten, welche Beachtung die Versammlung findet. Schon in der Eröffnungssitzung fesselte Frl. Helene Weber die außerordentlich zahlreiche Zuhörerschaft mit ihrem Vortrag, der das Thema: „Der Sinn des Berufes und seine Stellung im Leben der Frau" behandelte. Sie zeigte deutlich, welchen Sinn die Arbeit und der Beruf hat. So notwendig die Arbeit ist, so sehr sie unserer Natur entspricht, so ist sie nicht das höchste. Der Mensch steht über der Sache, die menschliche Gesellschaft, das Volk höher als die Wirtschaft, die wir zwar voll bejahen, die aber der Gesellschaft zu dienen hat. In der Arbeit als solcher findet der Mensch nicht sein höchstes Glück und innerste Beftiedigung, erst wenn er die Arbeit, welcher Art sie auch sein mag, als Dienst Gottes, was sie tatsächlich ist, auffaßt, hat er das richtige Verhältnis
zu ihr. Die letzten Jahrzehnte haben eine ungeheure inere Umwandlung im Frauenleben gebracht. Als die größte Revolution bezeichnete Helene Weber den Mas- eintritt der Frau ins Erwerbsleben. Und doch steht e» fest, daß das Zentrum des Frauenberufs und der Frauen- arbeit die Familie ist im engeren und im weiteren Sinne. Dienst an der Familie und an den Menschen entspricht ihrer Wesensart. Und um diese zu betätigen, fehlt es nicht an Gelegenheit und Möglichkeit. Und darum konnte Helene Weber stolz feststellen: Ts gibt keinen Frauenüberschuß, wenn auch nackte Statistiken das behaupten. Im Gegenteil, Volk und Familie oer- langen nach dem Wirken und dem Einfluß dieser Frauen und bieten allen reichlich Gelegenheit zur Auswirkung ihrer Kräfte. Den katholischen Frauen hatte Helene Weber aus der Seele gesprochen, das bewies die gespannte Aufmerksamkeit und der große Beifall.--
Die Reden der ersten Versammlung wurden durch den Rundfunk verbreitet und sicher haben viele, die nicht anwesend sein konnten, durch diese Errungenschaft der Neuzeit an der Tagung Anteil genommen.
In den nächsten öffentlichen Versammlungen wurde das Hauptthema noch von den verschiedensten Seiten beleuchtet. Die Generalsekretärin de« Bundes, Frl. Hopmann, sprach über die heutige Lage der Frauen- berufsarbeit und brachte die neuesten Ergebnisse der statistischen Forschung. Später fesselten in hohem Maße die Ausführungen über das Wesen des Hausfrauenberufes von Frau Luise Kist. Und über den Beruf der Landfrau sprach Frl. Dr. Kramer. Neben den öffentlichen Versammlungen wurde in geschlossenen Delegierten- und Ausschußfltzungen ernste Arbeit für den Bund geleistet. Der Geschäfts- und Kassenbericht legten Zeugnis ab von der regen Tätigkeit seit der letzten General- Versammlung, von dem Wachsen und dem Ausbau der Arbeit. — In verschiedenen getrennten Arbeitsgemeinschaften werden Fragen der Haus- und Sanbfrauenar« beit, der menschenbildenden- und pflegenden sowie der werkschaffenden Berufe behandelt und Erfahrungen ausgetauscht. Daneben laufen Verhandlungen der Bundes- fugend. Kurz, es wird mit viel gutem Willen und Ernst und Einsatz aller Kräfte gearbeitet.
Ganz selbstverständlich war es, daß der langjährigen Vorsitzenden des Frauenbundes in dankbarer Liebe gedacht wurde. Ein für sie im Münster abgehaltenes Requiem vereinigte die große Mitgliedschar im Gebet für ihre Führerin Hedwig Dransfeld.
Verschiedene Ausstellungen wurden mit der Generalversammlung verbunden. Wir finden die vom kachol. deutschen Frauenbund herausgegebenen Schriften. Dann sehen wir die Handarbeiten, die die Mittelstandshilfe des Bundes als Heimarbeit anfertigen ließ. Sie werden verkauft und verlost. Eine andere Abteilung bringt Kleidung, die nach eigenen Entwürfen hergestellt ist und die den Anforderungen des Geschmacks und unserer sittlichen Grundsätze entspricht. Weiter interessieren uns Küchen- und Wohnungseinrichtungen, die in besonderem Maße den Raummangel berücksichtigen. Sie sind einfach, aber äußerst zweckentsprechend.
Besonders glänzend verlief die öffentliche Schlußversammlung, in welcher die Vorsitzende, Frl. Dr. Krabbel, über die tragenden und schaffenden Kräfte im Berufsleben der Frau sprach. Ihre Ausführungen gipfelten in der Behauptung, daß die Welt nur durch die Kraft der Güte und Siebe umgestaltet werden kann. Voll und ganz enffprach es der Gesinnung und Stimmung der Versammlung, daß nun ein gemischter Chor das Credo in unutn Deum in vollendeter Weise vortrug.
F. Schmitt.
Trotz.
Bon Dr. A. V e r h o e v e n-Paderborn. Liebe Mutter!
Weißt Du, was das heißt: Kranksein aus Mangel an Liebe? Denke nicht gar so weit und bau Dir keinen Roman aus den paar Worten. Ich las jüngst ein wunder- feines Geschichtchen, das dieses „Kranksein aus Liebe" verdeutlichte. War ein Geschichtchen von einer Kinderseele, die bitterlich weinte, weil sie der Mutter zwiefach Handeln nicht begriff. Da war die Kusine zu Besuch gekommen. Und nach Kinderart wurden Blumen gepflückt. „Für die Tante" meint die Kusine. „Nein, Mutti mag keine Blumen." Zu oft hatte die Kleine da« erfahren. Aber Kusinchen setzt es durch. Und — „O, welch schöner Strauß!", lacht die Mutter, „den wollen wir aber schnell ins Wasser stellen". Da steht nun der unbeholfene liebe Strauß, in der „guten Stube" sogar. Kusinchen freut sich. „Siehst du, ich hatte recht. Muttis freuen sich immer über Blumen"! — Muttis freuen sich immer über Blumen? — Töchterlein wundert sich, daß Mutti Blumen mag. Früher — Aber nein, nächstens geht's auch mal wieder allein auf die Wiese, und bann wird's der Mutter einen wunderwunderschönen Strauß mitbringen, viel schöner al« der, den Kusinchen pflückte. Damit Mutter sich wieder freut. Ja. — „Schmeiß das Grünzeug weg! Was soll ich damit?" — Traurig drückt sich das Mädel zur Tür hinaus, und Tränen riefeln über fein Kinderfeelchen, blutige Tränen. Warum mag Mutti Blumen und warum nicht? Das große Fra
gen bleibt stehen in den Kinderaugen, wandelt sich in Bitterkeit. Krank aus Mangel an Liebe!
Siebe Mutter, glaubst Du, daß aus solcher — unbedachter — Sieblosigkeit leicht Trotz entsteht. Trotz, den wir beim Kinde so sehr hassen? Dürfen wir mit Steinen werfen, wenn wir selbst schuldig sind? Wir glauben immer, ein Kind empfände nicht tief, weil es schnell vergißt und schnell verzeiht. Unserer eigenen Kindheit erinnern wir uns kaum. Und doch: Was ist haften geblieben? Empfinden wir nicht heute noch mit einem stechenden Schmerz ungewollte Sieblosigkeit, die um Jahre zurückliegt? Könnten wir uns doch in die Kinderseele hineinversetzen. Gewiß, wir meinen’s nie „so schlimm". Aber ein Kind nimmt’s schwerer, als wir ahnen. Es versteht ja nicht, warum wir lieblos sind. Es fühlt nur, wie ihm Unrecht geschieht. Da wird es trotzig. Und wir, die wir den Trotz verschulden, jammern darüber. Mutter, liebe Mutter, forsche nach der Ursache de« Trotzigfein« deine« Kindes! Aus sich selbst ist es nie trotzig. Was ist denn überhaupt Trotz? Eine angeborene oder anerzogene Eigenschaft? Eine Opposition gegen — vermeintlich — erlittene Unbill, die wir dem Sttnbe zufügen. Wir haben kein Recht, lieblos zu sein. „Wer eins von diesen Kleinen ärgert, dem wäre es besser, wenn ihm ein Mühlstein um den Hals gehängt und er in die Tiefe des Meeres versenkt würde". Nichts trägt ein Kind schwerer als Sieblosigkeit. Die Pflanze braucht Licht, braucht Sonne, soll sie leben und nicht verkümmern. Um wieviel mehr braucht die Kinderseele Licht und Sonne, Liebe, die sie umhegt, die sie versteht, die mit ihr fühlt. Der Lebensspenderin wendet sich die Blume zu, als sei geheimes, liebevolles Verstehen zwischen ihnen, das mit allen Kräften zueinander drängt. De« Kindes Herz schlägt den Eltern entgegen, deren Liebe es fühlt, wie einen schützenden Mantel, in dem es geborgen ist. Meinst Du, liebe Mutter, ein liebeerfüll- tes Kinderherz habe Raum für Trotz? Nie und nimmer. Wo Liebe herrscht, wird über Trotz gewiß keine Klage laut werden.
Hast Du, Mutter, vielleicht gut zu machen? Ist Dein Kind trotzig? — Dann hast Du gut zu machen. Denn Du hast Deinem Kinde die Siebe nicht gezeigt, sodaß es meinen konnte, die Mutter sei lieblos. Sieh, der Grieche hat ein tiefes Sprichwort: „Siebe erzeugt Gegenliebe", sagt er. Des hl. Paulus Wort: Das größte aber ist die Liebel, gilt allerorts, allezeit, gilt insbesondere von Eltern und Kindern. Trotz ist einzig und allein durch Liebe zu hellen. Schläge? Schläge machen erst recht verstockt, machen erst recht trotzig. Und haben einen „Erfolg", der in feiner Tragweite gar nicht abzusehen ist. Sicher, Dein Kind wird durch Schlüge fügsam gemacht. So fügsam, daß es knirschend gehorcht. So fügsam, daß e« hinter Deinem Rücken doch tut, was es will und ge- rabe, weil Du es nicht willst. So fügsam, daß es froh ist, wenn es dem Elternhaus entfliehen kann. So fügsam, daß es zum Rebellen wird, der sich auflehnt gegen jegliche Autorität, weil Autorität in seiner armen, geschundenen Seele gleichbedeutend ist mit „Schlägen", d. h. mit verhaßtem Zwang. Der arme Mensch, der nie die Autorität der Liebe kannte! Und wir Pharisäer urteilen, verurteilen! Mutter, bedenke: Nur Liebe bindet. Bindet Dein Kind mit unzerreißbaren Ketten an Dich, ans Elternhaus, an Heimat und Vaterland.
lieber den Trotz wollte ich Dir schreiben, liebe Mutter. Und ist doch, was ich schrieb, ein Lied der Liebe geworden. Warum? Trotz wird nie gebrochen durch Gewalt. Trotz wandelt sich zur Siebe durch Liebe. Heuchelei züchtest Du, brichst Du den Trotz. Entweder wird Dein Kind sich als Rebell durchs Leben schlagen, oder aber als verlorener Feigling feine Straße schleichen. Möchtest Du das? Oder möchtest Du es stark sehen und frei, froh und gut in der Freiheit der Gotteskinder?
Die Frau als Erzieherin.
f Vergeßlichkeit ist eine Untugend, die sehr häufig in den Entwicklungsjahren auftritt, Im kindlichen Organismus gehen Veränderungen vor, die das seelische Gleichgewicht in Unordnung bringen. Sehr oft ist zu dieser Zeit die Phantasie etwas lebhaft angeregt. Es erfordert Geduld und weise Nachsicht, ein Kind in dieser Zeit nicht noch mehr zu verwirren. Lieber übersetze man einzelne Fälle, als daß man zu heftig werde, ohne die Vergeß- lichkett einreißen zu lassen.
praktische winke.
f Wäsche wird weiß, wenn man dem Spülwasser etwas Borax zufügt.
f Da« Geräusch arbeitender Nähmaschinen läßt sich bedeutend abschwächen, wenn man starke Filz- ober zu» sammengenähte Tuchstücke unter die Füße der Maschine legt.
f waschen bunter Stickerei geschieht, indem man 30 Gramm Borax in einem Liter mäßig erwärmten Was- fers auflöst. In dieser Flüssigkeit wird die Stickerei solange leicht gewaschen, bis sie gereinigt ist. Darauf spüle man sie mit kaltem Wasser, dem etwas Kochsalz beigemengt wird. Auf diese Art bleiben die Farben frisch uni gehen nicht durcheinander.
Die Frau als Hausarzt.
f Zimmergymnastik muß in gut gelüfteten Räumen möglichst sogar im Freien, ausgeübt werden. Besonderer Wert ist auf die Staubfreiheit der Luft zu legen, da ja bei den Hebungen die Atmung beschleunigt und ausgiebiger wird. Der Zweck der Hausgymnastik ist, die Mus- kein in Tätigkeit zu setzen, den Stoffwechsel anzurege" und die Herz- und Atmungsfunktionen lebhafter zu entfalten. Einseitige gymnastische Hebungen vorzunehmey, ist falsch und unzweckmäßig.
Die Frau in der Mche.
f Rhabarberreis. Die benötigte Menge Reis mir« in Magermilch weichgekocht. Eine Stunde vor dem An- richten gibt man weichgekochte Rhabarberstückchen hinzu, mengt gut durch, süßt nach Geschmack und läßt nochmal« hochkochen. Wer es liebt, kann den Rhabarber auch wi« Apfelmus zubereiten und dann Reis und Kompott, lagenweise miteinander vermengt, zu Tisch geben.
f Um die frische Farbe der Gemüse zu erhalten, stellt man sie mit kochendem Wasser aufs Feuer und läßt fi# ungedeckt fertigkochen.
Die Zitrone.
Die Zitrone sollte wegen ihrer heilsamen Wirkung in feinem Haushalte fehlen. Sie ist ein gutes Hausmittel gegen Nasen- und Halsverschleimung. Während de« Stockschnupfens soll reiner, frischer Zitronensaft gute Dienste leisten, wenn man ihn rnehreremale am Tage in die Nase einzieht. Verdünnter Zitronensaft wird auch als Mundspülwasser gern verwendet, da der Zitronensaft eine reinigende Wirkung hat.
--- Ferienkurs in TexMkunde. Das Institut füi Warenkunde an der Handelshochsch« 1 e Maan- heim veranstaltet vorn 26. September bis 8. Dftober in den neu hergerichteten Räumen des Gebäudes 21 4. l einen Ferienkurs der textilen Warenkunde. Der Kurs hat den Zweck, die Tellnehmer mit den warenkundlichen Grundlagen der Textilwirtschaft vertraut zu machen. — Man verlange Prospekte und Anmeldungssor- mulare an der Handels-Hochschule Mannheim A. 4. i
Kunst und Literatur.
= Eine wertvolle Waffensammlung ist in London versteigert worden. Ein amerikanischer Sammler zahlte 75 000 Francs für ein Schwert aus dem Anfang des 17. Jahrhunderts, das Meisterwerk eines Waffenschmieds von Brescia. Eine mit Jagdszeven geschmückte Arle- buse, die im Jahre 1583, für Franz II. von Sachsen- Lauenburg hergestellt worden war, brachte 25 000 Frs
Nadio-programm.
Freitag den 8. Juli 1927.
Frankfurt (428.6 m), Kassel (272.7 m). 12: Hebet traaunq des Glockenspiels aus dem Darmstadter Schloß. 13—14: Neue Schallplatten. 16.30—17.45: Hausfrauen. Nachmittag. 17.45—18.05: Die Lesestunde. 18.15—18.45: Die Schädlinge unserer Kulturpflanzen und deren Bekämpfung." Vortrag. 18.45—19.15: „Schopenhauers Leben und Charakter." Vortrag. 19.15—19.45: Italienischer Sprachunterricht. 19.45—20.05: Biologie und Strafrecht. 20.15—20.30: Aufruf an die Rundfunkhörer. 20.30—22.15: Heiter« Abend. Anschl.: Spätkonzert: Joh, Seb. Bach. ,
Wie wird das Wetter?
Das mitteleuropäische Hochdruckgebiet hat sich langsam ostwärts verlagert. An der Vorderseite des westlichen Tiefdruckwirbels haben sich kleine Störungen aus- gebildet, die zu dem Auftreten von Gewittern und Niederschlägen geführt haben. Auch in den folgenden Tagen ist mit dem Auftreten von Randstörungen zu rechnen. Trotz der Gewittertätigkeit wird die Temperatur zu- nächst nur wenig zurückgehen.
Witterungsaussichten bis Freitag abend: Heller bis bewölkt, nach Gewittern etwas kühler, südwestiuhe Winde. ___________
Geschäftliches.
Chevrolet Karawane. — (Eine fahrende Alusterkollei Hon. Die Gewohnheit, an Hand von mitgesührten Mustern zu verkaufen oder zum KaiM anzureizen, ist gewiß nicht neu, denn jeder Reisende Hal heute eine mehr ober weniger große Musterkollektion bei sich. Neu ist diese Idee aber für die Automobilbranche. Für diese jetzt gewaltig aufstrebende Branche in dieser Hinsicht bahnbrechend zu wirken, war der General Motors G. m. b. H. vorbehalten, die auch in diesem Jahre wieder eine fahrende Musterkollektion, eine Automobil-Karawane auf eine dreieinhalbmonatliche Propagandareise durch Deutschland schickt. Der Chevrolet, der „Eleganteste der kleinen Wagen", ist es, der diesmal propagiert wird. Am 8. Juli wird die Karawane, die aus 11 Fahrzeugen besteht, in Fulda eintreffen und die Straßen der Stadt durchfahren. Von nachmittags 2—7 Uhr können dann alle Modelle des Elegantesten der Kleinen Wagen am Viehmarktplatz besichtigt werden. Die Werke in Ber- lin-Borfigwalde sind noch im Entstehen begriffen, doch beginnt die Leitung bereits, Teile in Deutschland selbst herzustellen, wodurch einer großen Anzahl deutscher Arbeiter Arbeitsmöglichkeit gegeben wird.
Rillig L gründlich Ihre Wäsche rein
ö itgch,
die weiße Kernseife öer denkenden Hausfrau
Kreisturnfest in 7. Wen Mellen flöenoelet am 8. bis 11. Zull 1927. Eintritts-Preise:
Einkriltskarke, gültig zum einmaligen Eintritt auf den Festplatz während der Dauer de« Festes Mk. 0.50 Tageskarke für Sonntag gültig zum beliebigen Eintritt an diesem Tage für Mitglieder der m twirkenden auswärtigen Turnvereine Mk. LOO
Dauetfetfen, gültig zum beliebigen Eintritt während der ganzen Dauer de« Festes für Mitglieder und deren Angehörige der hiesigen Turnvereine Mk. 2.00 Festkarten, gültig für die Dauer des Festes einschließlich Festbuch und Festabzeichen Mk. 4.00 Sinder unter 14 Iahen in Begleitung von Angehörigen haben freien Eintritt.
$a<lel für den Fackelzug Freitag abend gratis Für 6ew Fest ball: Sonntag abend Herren Mk. 1.50
SBettumer u. Damen Mk. 1.00 Montag abend
Damen und Herren Mk. 1.00 Vorverkauf sämtlicher Eintrittskarten
Heller S CEo., Inh. Holzheimer, Marktstratze;
Lohmüller & Sommer, vorgiasstratze.
Ab Freitag, den 8. Zuti, nachm. im Empfang s- bureau Bürgerverein.
Der Finanz-Ausschuß:
Karl (Emmerltnir
SM Stollen. Lallen ml IM#
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