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Verlage zur Fuldaer Zeitung

Für unsere Frauenwelt.

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tieft die praktischen Anregungen dieses Heftes

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fernt den Rost selbst aus den feinsten Ziselierungen, wenn man die Gegenstände mit Petroleum einreibt und nach einigen Stunden mit einer alten Zahnbürste und Seifenwusser kräftig ausbürstet. Hiernach werden sie mit einem Läppchen getrocknet, im warmen, nicht heißen Ofen nachgetrocknet und mit Leder blankpoliert.

f. Gummiringe von Einmachegläsern, Schläuche ufro. lasse man bei Nichtgebrauch nicht erst hart werden. Legt man sie öfter eine halbe Stunde lang in eine Mischung von 1 Teil Salmiakgeist und 2 Teilen Master, so bleiben sie hübsch weich und haltbar.

erwies. Auch die alten Deutschen schützten die Zwiebe allgemein. In Südeuropa werden Zwiebeln noch heur roh als einzige Beigabe zum trockenen Brot jeder am deren oorgezogen. In Mittel und Nordeuropa ist des Genuß der rohen Zwiebel heute nur noch selten zu fin­den. Die Zwiebel, wie die übrigen Lauchgewüchse galtef den Alten als gesunde Speise und heilsam, weil sie w« Plinius berichtetbie Verdauung befördern". Dieser Autor kennt die Zwiebel ausschließlich als Kulturgs wächs, denn er sagt in seiner Naturgeschichteroi(fr Zwiebeln gibt es nicht"! Wie in Assyrien und in Baby, Ionien und ganz Vorderasien wurden die Zwiebeln ü verschiedenen Kulturrassen seit den ältesten Zeiten auch V Aegypten kultiviert und vom Volke roh und gekocht Mengen gegessen. Die ägyptischen Zwiebeln, die heut» noch wie vor Jahrtausenden im Niltal wie im ganzen Morgenland meist roh als Zukost zum Brote genossen werden, halten keinen Vergleich mit den unsrigen, viel schärfer beißenden, aus. Sie sind schneeweiß und be­sitzen, namentlich jung, äußerst zarte Häute. Das Hohe Alter der Zwiebel als Würzmittel bei den Völkern am Mittelmeer wird auch durch Homer bezeugt. Nament­lich in Griechenland, wie später in Italien waren di« Zwiebeln eine sehr beliebte Nolksnahrung. Aber mii der steigenden Bildung schlug in den höheren Ständen der Bevölkerung die Vorliebe dafür in ihr Gegenteil um und Zwiebelgeruch verriet den Mann aus dem nie- deren Volke. Die Zwiebel und ihr Genuß in rohem Zustande hat sich für. unsere feiner organisierten Ner­ven gar zu unbeliebt gemacht durch ihre schlechten Eigen, schäften, dem Schweiß und dem Atem bei reichlichem Genuß ihren charakteristischen Geruch mitzuteilen. Sie sind uns heute nur noch Würzmittel und werden al» solche nur von Magenschwachen verschmäht.

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Plockwurst

Holst, ganze Würste, Pfd. ausgewogen V«

Sic kommt, die k!ic ? ? ? ? M

Die Frau als Hausarzt.

f. Gesichlsschmerz wird in vielen Fällen dadurch ge­heilt, daß man anhaltend eiskalte Umschläge auf dar Gesicht macht und dasselbe dann wiederholt einem Strahl kalten Wassers aussetzt. Zuweilen erweist sich aber die Wärme, wenn sie dem leidenden Teile in sehr hohe» Grade übermittelt wird, noch wirksamer.

Die Frau in der ttüche.

f. Hammelnieren mit Champignons. Die Nieren werden wie üblich bereitet, ebenso die Sauce, nur nimm! man am besten leichten Weißwein dazu. Kleine Cham­pignons werden in Butter gedünstet, in die Sauce ge­geben, die Nieren dazu und alles zusammen In einer tiefen Schüssel angerichtet.

f. Rehragout. Brust, Hals, Schulter und Kopf wer­den mit einer Beize rote bei Sauerbraten übergossen und einige Tage stehen gelassen. Dann kocht man da« Fleisch in dieser Beize, fügt Pfeffer, Salz, einige Pilze und etwas Suppenwürze hinzu, verdickt die Sauce mit brauner Einbrenne, gibt noch etwas Zucker u. Zitronen­schale daran und läßt nochmal auskochen.

Bus dem Frauenleben.

f. (Eine Mädchen - Jugend - Herberge am Rhein. Der Katholische Deutsche Frauenbund hat die zu sei­nem Heim, dem Hedroig-Dransseld-Haus in Bensdorf am Rhein, gehörende Jugendherberge umgebaut. Arn 28. Mai war die Einweihung derselben. Zu dem festlichen Akt der Einweihung hatten verschiedene Be­hörden Vertreter gesandt und zahlreiche Glückwünsche waren eingegangen. Er hat mit roeitschauendem Blick und echter Fauensorge der Kette des großen Herbergs­werkes ein neues Glied eingefügt zum Wohle der deut­schen Jugend. Echte deutsche Frauenart, christliche Sitte soll Heimstatt haben in der Jugendherberge des Kathol. Deutschen Frauenbundes. 8t. V.

Feine Toilette-Seife erstklassiges Fabrikat . . . .

Zwangsversteigerung.

Freitag, den 1. Juli ds. 3s., vormittags 10 Uhr weid» ich in Neuhof in der Gastwirtschaft Schultheis

1 Nähmaschine und 1 Sofa und um 11 Uhr vormittags in der Sastwirtschast Nuppel, Ellers

1 Schreibtisch, 1 Sofa, 1 Chaiselongue, Herren- flösse u. bergt, m.

öffentlich meistbietend gegen Barzahlung versteigern. Fulda, den 30. Juni 1927.

Schreiner, Obergerichtsvollzieher.

prahlt nicht mit eitern Kinöern!

Von Herbert Manz- Regensburg.

Es ist eine vielleicht menschlich begreifliche Eitelkeit der Mütter, wenn sie mit den Fähigkeiten ihrer Kinder ein wenig prahlen. Aber seien wir einmal ehrlich, wer hat etwas davon, wenn klein Lieschen nach zwei drei Klavierstunden ihre Umwelt mit dem fehlerhaften Vor­trag des guten Mondes, der so stille durch die Abend­wolken geht, quälen muß, während die Frau Mama ganz stolz daneben steht und sich freut, was ihr Kind schon kann. Das wird nicht nur einmal, son­dern oftmals in einer Woche wiederholt und die Folge der steten Uebung ist das eingebildete Kind, das wunder glaubt, was es ist und was es leistet. Es scha­det durchaus nichts, wenn Eltern ihren Kindern, je frü­her desto besser, klar machen, daß sie kleine Nichtskönner sind, daß sie lernen und immer wieder lernen müssen, um im Leben ooranzukommen. Erst wenn ein gewisser Abschluß erreicht ist, wenn bas Kind im Urteil der Um­welt; und nicht nur im egoistischen Eigenurteil der El­tern etwas tarnt, mag man ihm bann und wann ge­statten, seine Fähigkeiten einem weiteren Kreis von 33er- wandten und Freunden zu produzieren, zumal mit dem zunehmenden Alter auch im Kinde die Urteilskraft über die eigenen Leistungen wächst. Es kann dann eher un- terfcheiden, was es sich aus eigener Kraft zu leisten ver­mag und was es seinen Eltern und seinen Lehrern ver­dankt. Wunderkinder, künstlich gezüchtete, ihrer Ju­gend unfrohe Wesen, die Tag für Tag für eine bestimmte Kunst, für rein mechanische Leistungen gedrillt werden, gleichen Treibhauspflanzen, die beim ersten Windhauch des Lebens, der sie etwas schärfer anfaßt, zugrunde gehen. Da sollten alle Eltern wohl bedenken und ihre Kinder vor jeder Frühreife und der damit verbundenen egoistischen Selbstsucht bewahren. Das ist nicht gut für die Kinder selbst, sondern auch für die Eltern, denen sonst leicht der rechte Maßstab für richtige erarbeitete Leistungen und für angelernte Bravourstückchen ver­loren geht.

Frauenlob.

Durchsüßet und geblümet sind die reinen Frauen;

Es gab so Wonnigliches niemals anzuschauen

Im Himmel, noch auf Erden, noch in allen grünen Auen.

Lilien und Rosenblumen, wo die leuchten,

Im Maientaue durch das Gras, und kleiner Vögel Sang Sind gegen solche Wonne ohne Färb' und Klang, Wenn man nicht stehet schöne Frauen.

Walter v. d. Vogelweide.

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Berufskleidung.

Eine der schwierigen Fragen des Alltages im Leben der schaffenden Frau ist die Berufskleidung. Gerade die­ser Zweig der Modeindustrie ist noch sehr wenig ent­wickelt und eine Reihe von Berufsschwierigkeiten ent- stanmien einer heute vielfach berufsfremden Kleidung der Frau.

Es ist darum sehr erfreulich, daß in diesen Tagen ein HeftBerufskleidung" im Verlag Kühlen in München- Gladbach als Sonderheft der Blätter für Kleid und Heimkultur erschienen ist. Es zeigt ein zielbewuhtes Ringen der Schriftleitung IM. M. Kretschmer, Breslau, Tafchenstraße 19), um eine vertiefte Berufsauffassung, die in praktischer, sachlicher Kleidung zum Ausdruck kommt. Auch der ganze Stil der Zeichnungen und Bil­der verrät einen wesentlichen Fortschritt auf dem Gebiet der Modezeichnungen nach der oerstttlichenden Seite hin.

DasDienstkleid Amtskleid" auf der zweiten Seite des Heftes scheint in seiner Schlichtheit und guten Linienführung schon als eine Lösung dieser in sich schwie­rigen Kleiderfrage. Wie anmutig eine Uniform wirken kann, zeigt einJnstitutskleid", das sowohl den An- forberungen moderner Verhältnisse wie dem jugendlichen Charakter und dem Arbeitszweck des Kleides angepatzt ist.Gesundes und gefälliges Schuhwerk" ist in dem Heft fast im Gegensatz zu den meisten heutigen Aus­lagen zu finden. Der beiliegende Schnittmusterbogen ist reichhaltig u. bringt außer einem Hauskleid, einer Wirt­schaftsschürze, einer Kleiderschürze, einem Schulkleid, auch den Schnitt eines Schwesternmantels und einer Schwesternhaube.

von der Zwiebel.

Don Alfred E r l b a ch - Leipzig-Oetzsch.

Die Zwiebel (niederdeutsch Bolle) ist dem Botaniker nicht etwa eine Wurzel wie viele Laien meinen sondern eine Knospe, welche auf einem scheibenförmigen, nach unten Wurzeln treibenden Stamme (Zwiebelscheibe- kuchen-stock) steht, der von fleischigen Niederblättern (Zwiebelschuppen oder schalen) umgeben ist. Alle sind sie reich an Schwefel. Leider wird den verschiedenen Ar. ten unserer Zwiebelgewächse als menschliche Nahrungs­mittel nicht immer die erforderliche Wertschätzung zu­teil, die diese vom gesundheitlichen und küchenwirtschaft­lichen Standpunkt aus verdienen. Unsere gemeine Zwie­bel ist ein Gewächs, das bei fast allen Völkern der alten Welt feit grauer Vorzeit eine überaus beliebte Würze und Zukost zu jeder Brotnahrung barftellte. Sehr früh sind die meist im Innern Astens heimischen Zwiebel­gewächse als geschätzte Zugemüse in die alten Kulturlän­der Dorderasiens eingeführt worden. Soweit wir es zu- rückverfolgen können, waren die Zwiebeln Bestandteile der allgemeinen Volksnahrung in Aegypten und wurden demzufolge im Niltal in Menge kultiviert. Die Hebräer waren bekanntlich leidenschaftliche Zwiebelesser, und in Aegypten erreichte die Schwärmerei für die Zwiebel einen solchen Grad, daß man der Pflanze göttliche Ehren

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Verdingung.

Die Ausführung der Erd-, Drain-Uohrverlegungs- und Wegebefestigungs-Arbeiten zur Erweiterung der Schlammtrockenanlage im Mllnsterfeld wird hiermit öffentlich ausgeschrieben.

Die Vordrucke für die Verdingungsanschläge können zum Preise von 1.50 Mk., solange vorrätig, vom Stobt- bauamt bezogen werden, woselbst auch die Zeichnungen und Bedingungen zur Einsicht aufliegen.

Bei den Arbeiten dürfen außer dem Aufsichtspersonal und den zugelassenen Facharbeitern nur hiesige, von öffentlichen Arbeitsnachweis überwiesenen Erwerbslos» beschäfttgt werden.

Die Angebote sind verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen bis Mittwoch, den 6. Juli d. 3s., norm. 10 Uhr bei der unterzeichneten Dienststelle einzu- reichen, zu welcher Zeit in Gegenwart der etwa erschienenen Bewerber die Eröffnung der Angebote stattfindet.

Zuschlagsfrist 2 Wochen.

Fulda, den 28. Juni 1927.

Das Skadkbauamt.

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Bimse Täte

am Donnerstag, Freitag u. Samstag dieser Woche.

befindet sich ab 1. Juli 1927 Königstraße g im Hause des Herrn Bernhard Heil.

W- 21. Wert,

Schneidermeister,

Naschhaftigkeit.

Don Dr. Verhöven -Paderborn.

Liebe Mutter!

Dein Kind nascht, klagst du, so schlimm ist das nicht. Mr dürfen-nicht klagen, wenn mir bessern können, lllerdings roär's ein schlechter Trost, wollte ich Dir jagen, daß nicht Dein Kind allein diesen Fehler hat, unter hundert Kindern kaum eines ist, das nicht naschhaft wäre. Gib's nur zu: Ein bissel Naschhaftig- eit steckt sogar in unsGroßen" und manchmal sogar tn bissel viel. Wie oft haben wir nicht Appetitauf jrgenb etwas"! Liebe Mutter, sollte es beim Kinde an­ders sein? Nur richtet sich der Appettt bei ihm meist luf irgend etwas Süßes; und so sind wir nur allzuleicht geneigt, Naschhaftigkeit mit Bezug auf Süßigkeiten zu iejialifieren. Davon allerdings sind wirGroßen" »elleicht frei.

Also wie gesagt, Naschhaftigkeit ist die schlimmste Untugend nicht. Aber worüber klagst du letzlich, liebe Kutter? Nichts kannst Du stehen lassen, schon macht Weierle sich darüber her. Mit dem Finger, der nicht immer von Sauberkeit strahlt, geht's in den Sirup und In die Marmelade, geht's in die Zuckerdose und in die Hofinenbüte. Das ist unappetitlich, meinst Du. Sicher- äch! Aber weißt Du, liebe Mutter, was schlimmer ist? das sind die Folgen, die die Naschhaftigkeit häufig zei­tigt.Warst Du an der Marmelade?" Und Peterle wischt sich heimlich den bekleckerten Finger am Höschen »b und behauptetnein*. Dein Kind lügt. Das ist Ichlimmer. Dein Kind verjagt sich nichts, kriegt ein wei­ches Rückgrat, eben weil es sich nichts versagt und Väter nichts versagen kann. Das ist schlimmer. r Darum hast Du "anz recht. liebe Mutter, wenn Du )er Naschhaftigkeit Einhalt tust. Doch Du hast es ver­sehrt angefangen.Schlage nützen nichts" schreibst Du. vas glaube ich gerne. Was aus Angst unterbleibt, bas geschieht ja doch, sobald ein Entdecken nicht gefürchtet Vird. Nein, liebe Mutter, da mußt Du anders vor- zehen, ganz anders. Du weiht" doch, daß man mit einem tropfen Honig mehr Fliegen fängt, als mit einem gan­zen Faß voll Essig. Zunächst einmal:

Ein Gefühl sagt dem Kinde, daß Naschen etwas ist, pas es nicht darf. Vielleicht haben Schläge zu dieser rrkenninis beigetragen, vielleicht tat's ein mahnendes Bort. Darum schämt es sich vor anderen und nascht heimlich, versteckt. Das Heimliche muß nun zuerst -erschwinden. Wie das?

Zum Naschen treibt das Kind ein Trieb zum Süßen, laß sich dieser Trieb nicht versteckt auswirkt, dafür, siebe Mutter, mußt Du sorgen und kannst Du sorgen. Hast Du Appetit auf etwas, was Du ohne weiteres »lle Tage haben kannst? Nein sagst Du. Wenn Du nun Deinem Kinde alle Tage Süßigkeiten gibst, wird es bann naschen? Gewiß nicht. Damit wird ja der Trieb zum Süßen befriedigt; er wird sich also nicht mehr ver­steckt ausroirken. Damit ist der kleinen Betrügerei die Spitze abgebrochen, und das ist schon ein Schritt vor­wärts. Ja, zweifelst Du, haben wir da nicht mit Beelze­bub den Teufel ausgetrieben? Beinahe könnte es so scheinen. Aber ich schrieb ja: Zunächst müssen wir dafür sorgen, daß sich der Trieb offen auswirken kann. Und das haben wir erreicht. Es ist eine Tatsache, daß ein Drang, der stets leicht Befriedigung findet, allmäh­lich abklingt und schließlich ganz abstirbt. Was wir

I leicht haben können, reizt uns nicht. Es gibt wohl kei- i neu, der weniger Kuchen ißt, als der Kuchenbäcker.

Wir können aber ein weiteres tun, nämlich an die Stelle des Triebes zum Süßen etwas anderes, edleres fetzen: wir können den Stolz, das Ehrgefühl im Äinbe wecken.Sieh einmal, mein Junge, zum Naschen bist du doch zu groß und stolz. So heimlich, roenn's nie­mand sieht, an den Zucker gehen! Nein, mein Peterle ist immer ehrlich und will allen ins Gesicht sehen kön­nen. Will sich nicht schämen müssen, weil er wie ein ganz kleines Kind genascht hat! Was mein Junge tut, das dürfen alle Leute sehen!"

So oder ähnlich wirst Du sprechen, liebe Mutter. Es liegt eine gewisse suggestive Kraft in solchen Wor­ten, die dem Kinde einreden zu grcH, zu stolz für der­artige Dinge zu sein.

Eins aber vor allem darfst Du nicht vergessen: Das gute Beispiel: Du wirst Deinem Kinde niemals die Naschhaftigkeit abgewöhnen können, wenn Du selbst naschhaft bist. Kinder beobachten scharf, schärfer als man glaubt. Und nichts wirkt verderblicher auf eine Kinderseele, als bas schlechte Beispiel. Grund jeglicher Erziehung zum Guten ist eben, baß ber Erziehende selbst gut ist, ober wenigstens sich bemüht, gut zu fein. Auch ber Pharisäer Lehren waren gut. Aber weil sie selbst schlecht waren, darum sagte ber Heiland dem Volke: Tuet nach ihren Worten, aber nach ihren Werken tuet nicht! Darum nannte er sie übertünchte Gräber, außen schön anzusehen, innen aber voller Fäulnis. Also nicht mit Worten allein erziehen, sondern auch mit Werken!

Liebe Mutter, wirst Du nun noch lange zu klagen haben über Naschhaftigkeit Deines Kindes? Sorge da­für, daß der Trieb zum Süßen sich nicht versteckt aus­wirken braucht, setz an die Stelle des Triebes etwas an­deres, Gutes und laß nicht zuletzt das gute Beispiel auf Dein Kind einwirken. Du sollst sehen: .Bald ist Dein Kind gerade so wenig naschhaft wie Du ich ich!

Der Leitartikel über Arbeitskleid Berufskleid ver- M. B.

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