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Beilage zur Fuldaer Zeitung Süi unsere Frauenwelt. Nr. 143 vom 24. Juni 1927.

äsen & ^isen^dYonueder Art.

TandvirlXhaft. darinf Cererd"

und «- Träger t ßaumaioriah&t, l M -___» GMBH

noch niemals ge.

sollen die

nachstehen-

Weg, den Verfall der Sehkraft

zu verhüten.

hm. hm, — sag' mal, was

eiiiiiiffliiiiiiiiiimiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiim

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Fuldaer flctlenflrucKerel, Fulda

M. W. F.

sangener Anregung.

Erziehungsdingen vorbehalten, den Strenge am rech-

Jedes Trägt Einen

Ar. be»

besteht jede Art

ist hier nur an» lediglich

daß nie­

der geistigen Entwicklung und Vermittler jeglicher beitsfähigkeit wie Arbeitsmöglichkeit unbedingt eine vorzugte Stellung einnehmen.

Verfasser hat es in seiner Schulzeit noch erlebt,

zu vermissen ist. Diesem Zwecke den Zeilen dienen.

Ein weit verbreiteter Irrtum Brille als Allheilmittel gegen

sollte.

Bei der Kompliziertheit des Sehorgans nicht der Ort, älle Augenerkrankungen auch deutungsweise zu streifen, es sollen daher

Es ergibt sich nun aus dem Gesagten, daß einmal jeder einzelne gut auf seine Augen achten soll; in ganz besonderem Maße sind aber ferner neben den Ange­hörigen die Lehrer, Pfleger und Erzieher, denen °die körperliche und geistige Ausbildung der Heranwachsen­den Jugend anvertraut ist, dazu berufen und auch in der Lage, sich um die Sehorgane ihrer Schutzbefohlenen zu kümmern und nötigenfalls rechtzeitige Hilfe zu veran­lassen.

Eine wirtschaftlich so schwere, aber in hygienischer Beziehung so fortgeschrittene Zeit wie die heutige, er­fordert in erster Linie Pflege der Gesundheit von klein auf, und in dieser Hinsicht muß das Auge als Träger

hin zu ihr?" — Sie über dich schimpfen."

einige wichtige Kennzeichen angeführt werden, die oft schon vor einer bemerkbaren Abnahme der Sehkraft vorhanden sind, eine Erkrankung also ankündigen bezw. darauf aufmerksam machen So deuten z. B. Licht­scheu und Tränenneigung auf eine beginnende Entzün­dung der Hornhaut hin, Flimmern und Lichterscheinun­gen (Blitze auf einen gleichen Prozeß der inneren Seh­häute. Dunkle Punkte oder Flecke, die beweglich sind, werden verursacht durch Trübung des Glaskörpers, un­bewegliche durch Netzhaut- oder Sehnervenerkrankung,

Sehens zu betrachten. Ein schwaches Sehvermögen kann aber durch äußerst vielseitige Entstehungsursachen bedingt sein, die sich im allgemeinen wie folgt einteilen lassen:

Unregelmäßiger anatomischer Bau des Auges bei sonst gesundem Zustande, fachmännisch „Brechungsfeh­ler" genannt, läßt Korrektur mit Brillengläsern zu, macht sie sogar zur Erzielung einer besseren Sehschärfe notwendig. Hierher gehören Kurzsichtigkeit, Uebersich- tigkeit und Stabsichtigkeit. Es müssen nicht nur die getra­genen Gläser objektiv richtig sein, es muß auch auf rich­tige Größe und guten Sitz der Fassung achtgegeben werden; andernfalls entstehen leicht allerlei Beschwer­den wie Kops- und Augenschmerzen, Tränen, Brennen u. a. m Stellen sich solche Zustände bei Benutzung einer Brille ein, so denke man nicht gleich an Nervosität, Mi­gräne oder ähnliches, sondern lasse zunächst die Brille nachkontrollieren bezw. ändern. Ueberhaupt soll man die Auswahl eines Glases niemals selbst vornehmen, sondern grundsätzlich dem Fachmann Überlassen.

Bei dieser Gelegenheit sei noch daran erinnert, daß auch sonst normalsichtige Leute bei einem Lebensalter von etwa 45 bis 50 Jahren anfangen müssen, für feinere Nahbeschäfligung ein entsprechendes Glas zu gebrau­chen, weil von diesem Zeitpunkt an die Einstellungs­fähigkeit des Auges auf Scfeentfernung — also 25 bis 30 Zentimeter — normalerweise nachzulassen beginnt.

Endlich ist noch zu erwähnen, daß auch gewisse Funk­tionsstörungen der äußeren Augenmuskulatur, die durch das Unvermögen längerer symmetrischer Einstellung beider Augen auf einen bestimmten Gegenstand gekenn­zeichnet sind, auf Grund von Ermüdung gleiche Be- schwerden wie oben genannt Hervorrufen können, die sich ebenfalls, allerdings mit besonderen Gläserarten, wenigstens sehr häufig, beseitigen lassen.

Ganz anders liegen nun die Verhältnisse, wenn bei einem sonst normal gebauten ober mit Gläsern richtig ausgeglichenen Auge die Sehkraft abzunehmen beginnt. Es leuchtet ohne weiteres ein, daß bann irgenb ein Krankheitsprozeß im Augeninnern vorhanben fein muß, dessen Feststellung nur mit Hilfe besonderer optischer Instrumente erfolgen kann und im Interesse einer sach­gemäßen Behandlung so schnell als möglich stattfinden

Und mein Herz ahnt voll Entzücken, Daß sich nun die Welt erneue, Auf den golbnen Sonnenbrücken Tanzt es wie ein Kinb ins Freie.

Sonnige Zeit.

Don Jutta Wilsing.

Ding in meinem Zimmer ein lichtgewob'nes Häubchen,

Dem Geschick unb Instinkt der in meistens gutbegabten Frau bleibt es rechten Weg zu finden, ob Güte ober ten Platz.

in Schwarzdruck und einfarbigem Buntdruck, sowie in Mehrfarbendruck liefert schnell und billig'

gen, ftattgefunben haben. Bestenfalls würbe ein schlecht sehender Schüler auf bie vorderste Dank gesetzt, ohne daß von feiten der Schule irgend etwas zur Fest­stellung der Ursache usw. geschehen wäre

Es ist daher als eine Selbstverständlichkeit zu bezeich­nen, daß besonders an Schulen, Erziehungsinstituten ober ähnlichen Einrichtungen, wo etwa heute noch rück- ftänbige Gepflogenheiten bezw. Unterlassungen in dieser Beziehung üblich sein sollten, schleunigst moderne Grund­sätze einer vernünftigen Gesundheitsüberwachung der Zöglinge zur Einführung kommen, bet der auch bas Auge bie unbedingt notwendige Berücksichtigung er­fahren muß. ______________

wobei auch Gesichtsfeldausfälle auftreten können, bie manchmal durch eine Unsicherheit räumlicher Fort­bewegung zum Ausdruck kommen. Abendliches Auf­treten regenbogenfarbiger Ringe um eine Lichtquelle herum ober plötzliches, periodisches Nebelsehen sind Vor- boten des „grünen Stars". Unsicherheit räumlicher Lokalisierung von Gegenständen, Vorbeigreifen, schließ­lich Doppeltsehen kennzeichnen eine bevorstehende Augenmuskellähmung. Kopfschmerzen, die vom Auge besonders nach der Schläfe hin ausstrahlen, sind oft Be­gleiterscheinungen ernster, entzündlicher Prozeße des Auges oder feiner Umgebung. Veränderungen der Weite oder Beweglichkeit der Pupillen deuten oft Erkrankun­gen im Zentralnervensystem an. Ausfällig weite Lld- spalten mit seltenem Lidschlag (starrer Blick) dienen zur Feststellung der Basedowschen Krankheit, wie Über­haupt manche Allgemeinkrankheiten erst durch bestimmte Veränderungen im Auge mit Sicherheit festgestellt werden.

Gegenüber solchen entstandenen Sehstörungen läßt sich eine bestehende Sehschwäche gelegentlich auf ange­borene Augenfehler oder Mißbildungen verschiedener Art zurückführen, wobei ab und zu auf operativem Wege Hilfe gebracht werden kann, wie z. B. bei Ober­lidlähmung, Linsentrübung u. a. m.

An dieser Stelle sei noch eine Unregelmäßigkeit der Augenstellung erwähnt, die vielfach irrtümlich als an­geboren bezeichnet wird, sich aber wohl regelmäßig erst in den ersten Lebensjahren entwickelt, nämlich das Schielen, insbesondere das dauernde, einseitige Schie. len. Die Erfahrung hat gelehrt, daß einseitig schielende Augen am Sehakt überhaupt nicht teilnehmen und des­wegen mit der Zeit qualitativ verkümmern, so daß sich nach jahrelangem Bestehen dieses Zustandes oft eine fast völlige Sehunfähigkeit entwickelt, bie durch kein Heilver­fahren wieder zu beseitigen ist. Möglichst frühzeitige Geradestellung des Schielauges ist daher der sicherste

Leute nur in norgeffijriebener Stellung, die oft sehr gezwungen war. Wir schnitten nämlich bann die ähn­lichsten Figuren aus Modezeitungen aus und malten die Kleider entsprechend an. Welch gezierte Haltung wir dg verlangen mußten, kann man sich vorsteNenl

Lange, haben wir nun auch nicht Photographen ge- spielt. Wieder irgend etwas anderes kam an die Reihe. Die kleinste Anregung konnte schon genügen.

Doch, warum ich dies nun eigentlich alles erzählt habe? Ich möchte zeigen, wie anspruchslos unb glücklich die Kinder sind. Und doch klagen oft viele Eltern, daß ihre Kleinen fo viele unb teure Spielsachen brauchen unb zerstören. Sie begehen selbst ben Fehler! Ihr Kinb könnte auch mit ben unscheinbarsten Dingen herr­lich spielen. Es will selbst und frei gestalten. Gibt mar. ihm fertige, teure Spiele, so erlebt man, daß es sie bald müde wird und sie nach seinem Kindergeschmack ändert, im Auge der Eltern zerstört. Sie werden mit ihm zanken und so den kleinen Erfindungsgeist einschüchtern, bis er sich nicht mehr zu regen wagt. Das Kind hat bann etwas sehr Wertvolles verloren. Und wenn es überladen wird mit immer neuen Spielsachen, so lernt feine Phan­tasie nie selbständig arbeiten, sondern bleibt trüge und unfruchtbar.

Man darf aber auch nicht zu große Stücke auf bas kindliche Spielen bauen. Stellt nicht zu hohe Erwar­tungen! Ein Junge, der nette Flieger ober Schiffe baut, braucht kein großes technisches Talent zu sein Ein Mäbchen, das niedlich malt, wird noch nicht zur Künstlerin. Es ist dies nur die Aeußerung des nigenb« lichen Schaffenstriebes, die sich oft ändert, je nach einp-

Klötzer, armselige Ueberrefte aus einem alten Baukasten, waren bie Wachttürme, von Nährollen mit Fähnchen darin gekrönt. Wie ein ganz richtiger Berg sah aber der Fußschemel aus! Wüste Felsen, nämlich Schlacken, umgaben ihn Unb da hinauf mußte nun die tapfere Armee stürmen! Vorläufig stand sie noch im Sand. An der Spitze war ein bunt angemalter Holzsoldat, der größte und schönste mit einer goldenen Trompete. Das war natürlich der Vater, der tapferste von allen! Da­hinter kamen Kaiser und Hindenburg, aus einer Ansichts- karte ausgeschnitten unb bann bas gewöhnliche Heer, Blei- unb Papiersoldaten. Ein Regiment mußte über einen gefährlichen Wassergraben. Er schien aber nicht tief, denn die Schiffe, halbe Nußschalen unb einige große, selbstgeschnitzte, aus Baumrinbe, suyren gar still auf dem blauen Papier. Das alles fah aber so wenig Nktch Krieg, viel zu srieblich aus! Die Soldaten waren nicht wild genug unb darum halsen wir ihnen. Mit Klickern beschossen wir die Burg, bis die Türme wankten und fielen. Am liebsten hätten wir sie richtig angesteckt oder kurz und klein getreten, so waren wir in Wut geraten über die Franzosenburg. Wir steckten nun gelbes unb rotes Papier unb zerzupfte Watte in ben Burghof unb freaten uns, daß diese Flammen und der Rauch allen den Sieg der Deutschen verkündeten. — Am nächsten Tag war die Burg schon wieder aufgebaut, nur andere Fähnchen steckten auf ben Türmen. Heute war sie die deutsche Festung und hielt alle Angriffe aus! (Doch will ich eingestehen, baß wir diesmal keine Klik» ker, sondern nur Erbsen als Bomben nahmen.)

Mit Leid unb Seele spielten wir Krieg unb boch genügte ein Musterheft von Lampen, Möbeln unb ber- gleichen, um unser Interesse auf ganz andere Lahn zu

Mehr Sorgfalt für bas Kuge!

Don Dr. Reichert, Augenarzt in Berlin.

Es ist eine bekannte Tatsache, baß viele Menschen, die sich schon bei ben harmlosesten Störungen ihres kör­perlichen Wohlbefindens ober kleinen kosmetischen Feh­lern ärztlichen Rat in Anspruch nehmen, gegenüber ihrem wertvollsten Organ, dem Auge, von dessen Unver­sehrtheit jegliche Arbeitsfähigkeit unb Lebensfreude ab- hängig sind, eine geradezu erstaunliche Gleichgültigkeit an den Tag legen. Der Grund hierfür ist wohl darin zu suchen, daß eine sachgemäße, populäre Aufklärung, wie sie z. B. über andere gesundheitliche Fragen oder moderne Erfindungen durch Unterricht, öffentliche Ver­träge ober Tage^presse in weite Volkskreise getragen wird, auf bem genannten Gebiet so gut wie gänzlich

Die $rau als Erzieherin.

f. Nervöse Kinder, deren es leider nur zu viele gibt, müssen besonders vorsichtig ernährt werden. Jedes Zuviel ist zu vermeiden, wenn auch ihre Ernährung eine kräftige fein muß. Alle anreizenden Nahrungs- mittel unb alkoholischen Getränke sink, streng zu vermei- den. Alle Aufregungen, besonders der Besuch von öffentlichen Schaustellungen wirken schädlich. Körper­liche Bewegung ist nur gestattet, soweit sie keine lieber- mübung heroorruft. Es ist aber angebracht, nach und nach biese Leistungen zu steigern, boch barf nie Mißbe­hagen entstehen. Deshalb ist auch ber Turnunterricht besonbers streng zu kontrollieren. Eine leichte Ermü- bung, bie das Wohlbehagen nicht stört, ist nervösen Kindern förderlich. Eine große Müdigkeit, verbunden mit Erschöpfungsgefühl ist sehr schädlich.

z. T. zweimal im Jahre Zahnuntersuchungen, aber mals Gesundheits- geschweige denn Augenuntersuchuw

lenken. Nun sammelten wir alle möglichen Reklame- Hefte. Wir waren nun Kaufleute, hatten große Fabri­ken. Mutter durfte nicht müde werden mit ausfudjen unb bestellen. Wir konnten ja alles sosort liefern. Nur ausfchneiden mußten wir die Lampen, Möbel, Wäsche, Teppiche und auf Wunsch bunt malen. Wie ging bas schön! Aber bie Ballen unb Möbel mußten versanbt werben! Unb ehe wir uns versahen, waren bie „Fabriken" in ben Hintergrund getreten, Post und Bahn spielten die Hauptrolle. Wir machten uns Schal­ter, saßen auf kleinen Stühlchen unb hatten vor uns große Stühle als Tische Wir hängten Decken über uns, nur bie Stuhllehne ließen wir frei, beim hier war bie Schalteröffnung. So verkauften wir benn selbstgemachte Postkarten unb Briefmarken unb nahmen bie Pakete an. Die Stempel waren viel Arbeit unb mußten sorgfältig mit Tinte gemalt werden. Paar Tage lang waren wir eifrige Poft- und Bahnschasfner. Aber wie alle Spiele, fo war auch dieses nur eine kurze Periode, die schnell durch eine andere abgelöft wurde.

Wir wurden photographiert. — Nun stand der ge­heimnisvolle schwarze Kasten im Mittelpunkt allen Den- kens. Weir machten uns eigene Apparate. Schuhschach- teln wurden beklebt oder schwarzangemalt. Vorne wurde ein rundes Loch ausgeschnitten, und ein Hauch­bildchen, ober ein „Fensterglas" aus einem Geschäfts- kuvert bahinter geklebt Alle möglichen Schrauben brachten wir an, daß der Apparat auch „wichtig" genug aussähe. Die größte Schwierigkeit unb ein Rätsel für uns waren nun die Bilder, bie entstehen sollten. Als Zeichner waren wir nicht geübt und geschickt genug, sonst hätten wir uns ja Helsen können. Aber wir fanden trotzdem einen Ausweg. Wir photographierten bfr

Vie Frau als Hausarzt.

f. Vas Kalkwerden der Hände beruht meist auf Stö­rungen der Blutbildung und des Nervensystems. Es verlangt dementsprechend eine allgemeine Behandlung, wie kräftige Ernährung unb öftere Badekuren. Daneben gehen als lokale Behandlung lauwarme Salzbäder ber Hände, vier Wochen lang täglich mindestens 10 bis 12 Minuten dauernd, und öfteres starkes Frottieren mü einem groben Handtuch.

und in dieser Beziehung gerade stellt die Kosmetik ihre Bedingungen, die man nicht unterschätzen darf, wenn die Reinigung zugleich der Schönheitspflege bienen soll Em Gelehrter, Professor Paschkis in Wien, behauptet von seinem wissenschaftlichen Standpunkt aus, daß wir unsere Haut auf dreierlei Weife behandeln müßten: erstens die Haut des Körpers durch tägliche Korperwafchungen mit kaltem Wasser von 15 bis 20 Grad Celsius unb nach- folgenbem Frottieren, zweitens bie Hände durch Wa­schungen mit stets lauwarmem Wasser, unb drittens das Gesicht durch Waschungen mit stets möglichst heißem Wasser und folgenden kalten Abspülungen. Als Seife gestattet er lediglich eine milde, sehr schaumige Seife, boch empfiehlt er für Gesichtswaschungen statt deren Borax, ber aber auch nur ganz rein fein barf. _ Er ge­stattet auch bie Zugabe von einem Eßlöffel Kölnischen Wassers ober einem knappen Teelöffel Essig für bas Ge- sicht, hält aber die Nachbehandlung der Gesichtshaut für sehr wichtig, insofern sie der Eigentümlichkeit ber betref- fenben Haut angepaßt werben muß. Diese Nachbehand­lung kann bestehen im Einsalben oder Einreiben von Schönheitswässern oder einer Kombination dieser zwei. Hier das Richtige zu treffen, muß nun jedermann selbst sich bemühen. Wichtig ist aber noch, daß man bie Reinigung ber Hänbe unb bes Gesichtes auch abends vor dem Schlafengehen vornimmt.

strahl, solch ein gutes Wort oft größere Wunder wirkt als die längste Gardinenpredigt?

Wenn aber die Güte nicht am Platze fein sollte, bann fest zugepackt, ben Stolz unb bie Würde gewahrt unb schließlich auch einmal mit Energie restlos durchgefahren! Es gibt ja leider Männer, Kronen der Schöpfung, die schwierig zu behandeln sind, und bei denen, wie bei großen und kleinen Kindern, die Erziehung niemals auf. hören darf. Gut Worte, Lächeln und Freundlichkeit lö- ftn bei ihnen nur oas Gegenteil der ersehnten Wirkung aus: Man wird für schwach, für gutmütig, sogar für dumm eingeschätzt, und das gespendete Vertrauen schlecht belohnt. Mit einem Achselzucken geht der arme Sünder über die gewährte Verzeihung zur Tagesordnung über, um das nächste Mal — im Hinblick auf ewig vorhanden« Güte — abermals und mit noch größerem Mut zu fün- bigen! — In solchen Fällen nutzt einzig bie unnachsich­tige Strenge, in bes armen Sünbers eigenem Interesse.

Jos. Brähler

Stuckateur

Leipzigerstr. 5 Fulda Telephon 523

Faeaadenverputz, Innenstuck, Rabitzarbeiten Kostenanschläge bereitwilligst Reparaturen

Steg aus Goldgeflimmer Bauen sich die Sonnenstäubchen.

Weiteres.

Der große Mund. Junge (zur Dame, die beim Gäh- nen bie Hanb vor ben Mund hält): „Es reicht nicht, Fräulein! Darf ich Ihnen meinen Schirm anbieten?" („Meggendorfer Blätter").

darin, die schlechten

Scheltende Frauen.

Don Emmy Ficus.

Den Hausfrauen, Gattinnen und Müttern wird häufig in Scherz und Ernst der Vorwurf der Zanksucht, des Scheltens und Seifens zur Last gelegt. Zugegeben, baß vereinzelte Frauen in besonbers ausgeprägtem Maße zur lantippe neigen mögen, ber Hausfrau bes griechischen Weisen Sokrates vergleichbar, beren Launen unb Zänkereien sprichwörtlich wurden rm Laufe der Jahrhunderte. Jedoch zur Ehrenrettung der Weib- roefen fei anerkannt, daß im Allgemeinen die Männer ebensogut zum Nörgeln, zur Launenhaftigkeit, zum Schelten und Brummen neigen, häufiger sogar cholerisch veranlagt sind als die zumeist sanguinisch abgestimmten Frauen.

Früher rechnete man dem Manne als Haushaltungs­vorstand seinen Existenzkampf als Entschuldigungsgrund hoch an: „Der Mann muß Geld verdienen, von früh bis spät arbeiten, er hat ein Recht auf Nerven", hieß es immer wieder. Heutzutage steht auch die Frau im Erwerbsleben unb nimmt Teil an Arbeit, Sorgen unb Kampf des Familienvaters um Wohnung, Nahrung und Kleidung. Oder sie trägt wenigstens ohne jeden Bei­stand die Lasten der Hauswirtschaft auf ihren oft recht zarten Schultern, sie sorgt für Kinder, Mann und Haus­halt, ohne je an ihre eigene Erholung denken zu können. Wer wollte da der Frau unserer heutigen Epoche das Recht auf — Nerven absprechen? Wer wollte ihr nicht zugestehen, einmal die Geduld zu verlieren unb ihrem Mißmut die Zügel schießen zu lasten, wo selbstverständ- lich Güte, Sanftmut und Milde die geeigneteren unb edleren Waffen im Kamps mit dem Alltag sein würden?

Dieser Kampf mit dem Alltag ist meistens ein Kamps um und mit Kleinigkeiten, und bekanntlich verwunden hundert Nadelstiche ebenso schmerzhaft wie ein einziger Schwerthieb, und viele Mückenstiche kosten das gleiche Blut, das aus einer tiefen Wunde fließen kann Warum sollten da die Frauen, die im Ertragen körperlicher Sel­ben, Im Opferbringen unb Stanbljalten fast Immer größere Helden sind als der Mann, nicht auch einmal das Gleichgewicht verlieren und chre Schmerzen leiboolt fühlen?

Ich will weber ber Launenhaftigkeit noch dem Schel­ten das Wort reden. Es gibt nichts Schlimmeres als eine hysterische Frau, nichts Häßlicheres als häuslichen Unfrieden, nichts Zweckloseres als ein alltäglich gewor­denes Seifen, wogegen jedermann schließlich abgestumpft fein wird. Aber ohne Schellen ist keine Erziehung mag. lich, ohne Energie keine Haushalts- ober Geschäftsfüh­rung, ohne zielbewußles Vorgehen auch kein erfolg­reiches, zweckbienliches Miteinanderleben von Eheleuten, die es ernst meinen mit ihren Aufgaben.

Hand aufs Herz, liebe Mitstreiterinnen des Lebens: Möchtet Ihr nicht viel, viel lieber vergnügt und sorglos Eure Erdenwallfahrt abfolvleren, anstatt stetig erziehen, kritisieren, nörgeln und keifen zu wüsten? Versucht es einmal, mit Lachen und Freundlichkeit die Steine und Nesseln aus dem Weg zu räumen, die Immer wieder die Alltagsstraße mit Schutt, Scherben und Untraut be­decken wollen. Versucht es, die Sonne scheinen zu lassen, wenn draußen ber Himmel dicht von Wolkengrau unb Sturmfetzen verhangen ist! Ob nicht solch ein Sonnen-

Rls wir noch Hinter waren . . .

Da waren wir noch bescheiden und konnten uns über >le kleinen Dinge recht von Herzen freuen. Nichtigkeiten waren es oft in den Augen der Erwachsenen unb wan­derten achtlos in den Papierkorb Wir sanden sie und waren selig, denn sie dünkten uns Herrlichkeiten aus einer anderen Welt Was konnte so ein buntes Fetz» chen Papier, ein Reklamebuch mit vielen Bildern, ein altes Kursbuch mit all ben Zahlen, Ansichtskarten ober gar Geschäftsumschläge mit einem „Fensterglas" durch bas bie Aufschrift schien, nicht alles in unserer Phantasie bedeuten? O, all das wurde begierig gesammelt! Alles, alles konnten wir gebrauchen! Unsere Fächer sahen schlimmer aus als Rumpelkammer ober Trödlerlaben Unb wir kamen uns boch garnicht wie schmierige Lum- penfammler vor! Es waren ja Schätze, bie wir häuften!

Da läßt sich unsere Wut verstehen, wenn bas ge­wissenhafte Mädchen mal gründlich „aufräumte", aut Deutsch gesagt, den Plunder verbrannte. Heute würden wir es selbst nicht anders machen, aber damals mären wir empört. Es war ja Diebstahl an unserem kost- baren Eigentum und wir schimpften und begannen von neuem zu sammeln unb zu verarbeiten.

Krieg führten damals die Großen, Krieg spielten wir Kleinen unb es war uns bitter ernst dabei. Aus dem Durcheinander in unseren Fächern fand sich reichlich Material für den Kriegsschauplatz. Auf 'Mutters Fuß- schemelchen erhob sich stolz die feindliche Burg, unb sie trotzte bem heranstürmenden Heer. Zigarrenkasten, .kreuz untz quer gestellt, waren der mächtige Hauptbau.

Die Kunft, sich richtig zu waschen.

Von Beate Kleinpaul.

Seitdem die Kosmetik, die Kunst der Schönhsits- pslege, aus hygienischen Gründen sich zu einer Pflicht zur Schönheitspflege entwickelt hat unb Allgemein» bebürfnis ber Menschheit geworden ist, hat sich auch die Wissenschaft mit ihr beschäftigt. Nicht wenige Aerzte betreiben bie Kosmetik als ihr Spezialfach, schon aus dem Gesichtspunkt heraus, bah nur ein gefunber Mensch äußerlich schön sein kann, unb daß viele Schönheits­mängel mit Funktionsstörungen innerer Organe in Zu­sammenhang stehen.

Wie ganz anders als heute pflegte man doch ehedem feine Schönheit, feinen Teint, feine Haare! Heute weiß man, daß Reinlichkeit das Grundgesetz aller Kos­metik ist, aber wie nun die Reinlichkeit durchgeführt wer­den muß, das ist ein Kapitel für sich Zwar wendet man immer noch Master und Seife als Hautreinigungs- mittel an, jedoch ist Wasser ebenso verschieden wie Seife,

Ein Maßhalten hat jedenfalls schadet, weder im Guten noch im Bösen. Unb wer mit rechter, inniger Siebe schelten kann, — der sei ob diese. Scheltens gewißlich nicht gescholten! —

Ein zartes Band. Er: „Es ist mir sehr peinlich baß du gerabe mit biefer Dame so intime Beziehunger unterhältst, bu weißt boch, daß ich früher mit ihr — < was zieht dich benn eigentlich ,Ach, Otto, sie kann so reizend

Praktische winke.

f. Um gedrückten Sammet aufzufrischen, lege mar ihn mit der Vorderseite aus die Borsten einer Kleider­bürste, befeuchte die nun oben liegende Rückseite mit etwas Spiritus und plätte bie gedrückten Stellen mit einem mäßig heißen Eisen. Der Stoff muß dabei mit Hilfe einer zweiten Person über die Borgen gespannt werden, damit der Sammet locker aufliegt.

f. Zigarrenasche und auch die Asche von Rauch­tabak ist vorteilhaft als Blumendünger für Zimmer- pflanzen, da sie viel Kali enthält. Auch bas Putzpulver für alle Metallgegenstänbe ist solche Asche sehr gut zu verwenben.

f. Um eiserne Bratpfannen zu reinigen, verwendet man ein paar Eßlöffel voll Essig, die mit Scheuerrohr und Sand auf die Pfannen verrieben werden. Die Pfannen werden mit heißem Wasser abgespült, gut ab- getrocknet unb umgekehrt auf bie heiße Herdplatte ge­stellt. Dadurch bleiben sie sauber und glänzend.

Kaffee!

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