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Für unsere Frauenwelt

vMZ,

Nr. 132 vom 10. 3unt 1927.

Beilage zur Sulöaer Zeitung

genießen sie selber.

Peter Hebbel.

Eltern es nicht verstehen, den Willen in gesunde Bah»

durchzudrücken, und bleiben es

Kinder sind ausgesprochene Egoisten für die Dauer ihres Lebens, wenn dis

Ursprung der Dinge zu kümmern. Aschenbecher, Tassen mit unmöglichen bizarren Verzierungen, Vasen, in die starker Blumenstiel hineingeht, werden allen Erfahrungen zum Trotz, lustig und gekauft. Solange die Frau

dann selbst Man

fange daher beizeiten bei sich selbst an und beherzige den Ausspruch eines anerkannten Pädagogen:Konse­quenz ist zur Erziehung notwendig, wie das Brot rum täglichen Leben."

Blumenumrankte Schnörkeln und kaum ein etwas auch heute noch, weiter fabriziert als bestimmende

Ersatz für einen Eisschrank.

Wie manche unserer Hausfrauen klagen in der war­men Jahreszeit über denMangel eines Eisschrankes. Das Geld für eine tägliche Eisration würden sie schon vom Wirtschaftsgeld erübrigen können, da ja die ge­ringe Ausgabe durch den Nutzen der harten Butter, des kalten Bieres, des Erhaltens der Fleischreste gedeckt wird. Aber die erste Anschaffung des Eisschrankes über­steigt oft die Mittel, also eine Luxusausgabe ist. Be-

berücksichtigt worden. Aber vonseiten der Hausfrauen- vereine und Berufsorganisationen wird alles getan, die so notwendige wirtschaftliche Aufklärung und Waren- tenntnis zu vermitteln. Wege sind schon genug da, die zur Besserung und zum Ziele führen; es fehlen nur die Millionen Frauen, die ihn beschreiten. Sollte das nun wirklich so schwer sein? Die Möglichkeit, maschinelle Ein­richtungen und Haushaltungsgegenstände aus ihre Zweck­mäßigkeit hin zu prüfen, fehlen allerdings der einzelnen Frau. Die Tatsache jedoch, daß eine solche Prüfung und Sichtung nirgendwo so notwendig ist wie gerade auf die­sem Teil des Marktes, hat zur Gründung derPraktisch- Wissenschaftlichen Versuchsstelle für Hauswirtschaft, Leip­zig (G. D. H.)", und desSonderausschusses zur Prü- fung hauswirtschaftlicher Maschinen und Geräte bei der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft" (D. L. ©) ge­führt DasWann" undWie" des Einkaufs verdient ebenfalls ein wenig mehr Beachtung, als es gemeiniglich geschieht. Wäre nicht schon unendlich viel Merger, Ver­druß und Nervosität vermieden worden, geschähe alles ein klein wenig planvoller? Hier soll kein Schema auf- gestellt werden, durch Ueberlegung jedoch und systema- tisches Handeln würde gewiß mancher unnötige und dop- pelte Weg erspart. Wie die Hausfrau eintauft, ob in großen oder kleinen Mengen, für den Wochen- oder Ta- gesbedarf berechnet, das hängt wohl im wesentlichen

I von den jeweils vorhandenen Geldmitteln ab. Zweck- I mäßiger und zeitsparender ist naturgemäß der Sammel- I einkauf. Zahllos und schier unerschöpflich ist die Fülle I der um den hausfraulichen Einkauf kreisenden Probleme.

Ihrer Lösung aber müssen die Arbeit und Tatkraft jeder I einzelnen Frau gelten, geht es hier doch nicht nur um I wirtschaftliche Dinge, sondern ebenso um Lösung und Re- I gelung der Frauenfrage überhaupt.

6u§ dem Zrauenleben.

f Ein 70jähriges Brautkleid. Auf der Insel Tristan da Eunha existiert ein merkwürdiger Brauch. Dort gibt es vonAmtswegen" ein Brautkleid, das zu jeder statt­findenden Trauung der betreffenben Braut ins Haus ge­sandt wird und das sie anzuziehen hat. Das z. Z. in Gebrauch befindliche Kleid besteht schon seit dem Jahre 1855. Das Gesetz schreibt weiter vor, daß Beschädigun­gen des Stückes mit Freiheitsstrafen bis zu 2 Jahren ge- ahndet werden sollen. Indes ist ein solcher Fall zehn Tage Einsperrung erst einmal vorgekommen. Das ist eine schlechte Gegend für die Industrie der Damen- Moden.

Standhaftigkeit in der Erziehung.

Bitter not tut allen Eltern eine absolute Standhaf­tigkeit, ein Sichgleichbleiben im Tun und Handeln in der Kindererziehung. Wer seine Bestimmungen fort­während ändert, wie es die Laune gerade mit sich bringt, wird auch in der Kindererziehung niemals Standhaftig­keit beweisen können und mithin nie ein befriedigendes Resultat erzielen.

Solche Wankelmütigkeit der Eltern kann die schlimm- sten Folgen zeitigen; die Kinder sind es gewohnt, drß die Verbote der Eltern nicht so streng gemeint sind und werden, auch wenn sie größer sind diese, nicht so genau nehmen. Was wundern sich bann später die Eltern, wenn ihnen die Kinder ganz über den Kopf wach­sen.

Wie angenehm wirkt dagegen der absolute Gehor­sam der kleinen wie der großen Kinder, die da wissen, daß jedes übertretene Gebot der Eltern bestraft wird. Oft geschieht es ja leider, daß man in der Aufregung und der schlechten Laune, die zwar nicht in die Kinder­stube gehören, etwas befiehlt ober verbietet, was man in ruhiger Stimmung selbst als ganz falsch erkennen muß. Auch in solchen Fällen wiberrufe man seinen Befehl niemals; er mag ruhig einmal so ausgeführt werben.

Unzählige Male kann man beobachten, wie es bis Kinder versuchen an einer Bestimmung der Eltern zu rütteln. Sie wissen es ganz genau, bei wem sie es wa­gen dürfen, sich eine kleinere ober größere Unbequem- lichkeit abzuschütteln unb den eigenen trotzigen Willen

nen zu lenken.

Eltern und Erzieher werden aber immer nur standhaft Kinder zu erziehen vermögen, wenn sie fertig erzogene und standhafte Menschen sind.

Magenverstimmungen im Sommer.

Don Dr. meb. Friedrich Bauer- Berlin.

Im Sommer pflegen Magenverstimmungen weit häufiger einzutreten wie im Winter, nicht weil der I Magen als Organ etwa im Sommer empfindlicher ist, I wie in der kalten Jahreszeit, sondern weil die sommer­liche Ernährung weit mehr zu kleineren Erkrankungen I des Magens Anlaß gibt, wie die stabilere Kost des Win- ters. Ein großer Teil der sommerlichen Magener­krankungen ist auf den Obstgenuß zurückzuführen, da I viele ' Menschen die einfachsten gesundheitlichen Forde­rungen außer acht lassen. Obst sollte stets vor dem Ge­nuß gründlich gewaschen werden. Daß Dreck den Magen egt, ist eine alte, aber trotzdem grundfalsche Ammen- weisheit, die schon viel Schaden anqerichtet hat. Auf dem Obst hastet eine dicke Schicht Staub unb Schmutz, erner Abfallstoffe von Insekten, Reste von Baumspritz- nntteln, bie in verstärktem Maße leichte Vergiftungen Hervorrufen können. Weiter gibt es Menschen, die be­stimmte Obstsorten nicht vertragen können. Bekannt ist ja das Auftreten der sog. Nesselsucht nach dem Ge­nuß von Erdbeeren, während Sauerkirschen bei ande­ren Personen Magenkrämpfe veranlassen fönnenn. Diese Idiosynkrasien lassen sich im Allgemeinen nicht bekäm­pfen, wer es weiß, daß er bestimmte Früchte nicht ver­trägt, der versage sich den Genuß. Auch die Milch ist ein zweiter wesentlicher Faktor für sommerliche Magen- leiden, noch mehr aber für alle akuten Erkrankungen des Darmkanals. Roh sollte man Milch weder im Sommer noch im Winter trinken, es fei denn daß die Milch sorg­fältig pasteurisiert wird. Aber auch gekochte Milch hat an heiß. Tagen ihre Gefahren. Sie wirkt mitunter schon auf Magen- und Darmfanal stark abführend, wenn ihr im Geschmack noch keinerlei Veränderung anzumerken ist. Deshalb sollte Milch stets auf Cis, mindestens je­doch im kühlen Keller aufbewahrt werden. Sind Ma­genverstimmungen eiflgetreten, so versuche man es mit den allbekannten Heilmitteln, die jedem Haus eigen sein sollten, Kamillen- und Pfeffermiztee. Sie nutzen stets und schaden nie. Außerdem wird der Erkrankte zweckmäßigerweise bas Bett aufsuchen unb strenge Diät halten, namentlich dann, wenn Durchfall eintritt. Warmhalten des Leibes kann ebenfalls von Nutzen fein. Tritt in einigen Stunden keine wesentliche Besierung ein, halten die Schmerzen an, so ist unbedingt ein Arzt zu Rat zu ziehen, da dann der Verdacht einer ernst­lichen Erkrankung besteht. Ueberhaupt sollte man bei Erkrankungen der Verdauungsorgane möglichst rasch einen Arzt hinzuziehen.

kcmntlich hält sich Eis, wenn es so auf einem Flanell- stück liegt, daß das Wasser des geschmolzenen Eises frei abtropfen kann ganz vorzüglich. Diese Art des Ausbe- wahrens ist auch für Krankenzimmer nicht genug zu empfehlen. Man nehme einen gewöhnlichen Wasser­eimer, binde ein großes Stück Flanell fest über die Deffnung, ziehe es etwas herab, daß das Eis etwas vertieft darin liegt; vorher stelle man bas abzukühlende Bier ober die geschlossene Wasserflasche in den Eimer, damit das ablaufenbe Eiswasser daraus fallen kann, bann stelle man bi» Butter, das Fleisch und vielleicht noch eine Masche Bier, bie recht schnell erkalten soll aus bas Eis, bedecke das Ganze mit einem dicken mehrfach jufammengetegten Leinentuch, stelle den Eimer an den möglichst kühlsten Ort der Wohnung unb fertig ist un­ter einfacher Eisschrank, ber uns eine ganz willkommene Aushilfe bietet. Auf diese Weise kann man Eis oft an 24 Stunden halten, besonders wenn man statt des Lei­nentuches ein Flanellstück darüber breitet, um das Eis gegen alle Luft abzuschließen. Quandt.

Der eigene Herd.

Mögen die Götter dir schenken, soviel dein Herz nur begehret,

Einen Mann und ein Haus, unb auch mit sel'ger Einttacht

Segnen! Denn nichts ist besser unb wünschens­werter auf Erden,

Als wenn Mann unb Weib in herzlicher Liebe vereinigt

Ruhig ihr Haus verwalten, den Feinden ein kränkender Anblick,

Aber Wonne den Freunden, und mehr noch

Praktische winke.

f. Küchentücher lasse man im Gebrauch nie allzu schmutzig werden. Erstens ist das äußerst unappetit» lich, zweitens bleibt an dem Tuch verschiedenes haften, was bann auf die gewaschenen Teller und Bestecke über­tragen wirb. Ueberbies müssen stark gebrauchte Küchen- tücher in der Wäsche sehr mißhandelt werden, was ihre Haltbarkett stark beeinträchtigt.

s. Schiefertafeln werben nach und nach, wenn sie nut mit Wasser behandelt werden, fettig. Dadurch erschwe- ren sie das Schreiben ungemein. Gründliches Abseifen hilft dem liebel ab; nur muß es öfter wiederholt werden.

f. Schwarzer Allas wird wieder glänzend, wenn man bie Rückseite des Stoffes mit einem in Olivenöl ge« tränkten Schwämmchen überstreicht unb bann ben Stoff sofort mit nur warmem Bügeleisen auf glatter unb weicher Unterlage bügelt.

Die Zrau in der Mche.

f Gefüllter Spinal. Möglichst große Spinatblätter werben von ben Stielen befreit, sauber gewaschen unb bann abgewellt. Indessen bereitet man eine gute Kalb- sleischfarce, mit der die Spinatblätter bestrichen werden. Diese rollt man dann zusammen, umwickelt sie mit einem Faden unb läßt sie in einer kräftigen Fleischbrühe unter häufigem Befüllen gar bämpfen. Vor dem Anrichten werben die Fäden beseitigt.

f Biersuppe mit Gries. Man kocht gutes Weißbier mit etwas Zitronenschale, Zimt unb einem Stückchen Ingwer, läßt mittelstarken Gries einlaufen und gar ko­chen, gibt ein Stückchen Butter an die Suppe und fügt Zucker nach Geschmack hinzu. Eier sind nicht nötig.

Die Zrau als Käuferin.

5m Juniheft der illustrierten MonatsschriftD ie S e r g ft a b t" finden wir einen ebenso interessanten rote bedeutsamen Aussatz von M. LoberoDie Frau als Käuferin", den mir nachstehend im 21us3ug roiebetgeben

Keimzelle unb erster Träger aller Wirtschaftlichkeit ist der Haushalt! Die Frauen müssen sich bewußt werden, daß sie als Haupitrager des Konsums in der Umge­staltung ihrer Käufersitten unb als Seilerinnen ber Hauswirtschaft am Wiederaufbau unseres wirt- schasllichen und damit kulturellen Lebens mitarbeiten müssen Da heißt es zu allererst mit der Gleichgültigkeit und Geringschätzung aufräumen, die sie bisher allem Wirtschaftlichen" gegenüber an den Tag legte; sich der bewußt werden, die sie als Hausleiterin in Hän- ben hat, und vor allen Dingen lernen, diese Macht im produktiven und schöpferischen Sinnen anzuwenden. Die Durchfchnittsfrau von heute ist zumeist noch ohne jede Sachkenntnis und Warenkunde; kauft vielmehr das, was diese oder jene Reklame geschickt anpreist, ober aber ver­läßt sich zum mindesten auf dieSachkenntnis" des Ver­kaufspersonals. Da wird so viel geklagt über bas Durch- unb Nebeneinander ber Erzeugnisse auf dem Markte. Die eine Firma preist dieses und die andere jenes Modell. Alles Mögliche wird ausprobiert, und überall sind Män­gel. Die Hausfrau seufzt und stöhnt:Schon wieder etwas Neues", kauft aber schließlich doch, und die In­dustrien blühen und gedeihen. Vereinigungen wie Werk­bund, Dürerbund, Bauhaus, Gildenhall u. a. leisten seit Jahren mühevolle Aufklärungsarbeit, ohne die Masse der Frauen bis jetzt erfaßt unb dahin gebracht zu haben, sich ein wenig mehr um den eigentlichen Sinn und den

Käuferin aber selbst noch auf den tausendfach fabrizier­ten unb täglich auf ben Markt geworfenen Unsinn her­einfällt, wird er nicht verschwinden. Solange wird es ewig fünfzig Scheuerpulver geben, eins wertloser und teurer als das andere, infolge der in immer stärkerem Maße notwendigen Reklame.

Ich spreche hier vornehmlich von der Haus- und Ge- räteeindustrie, in der heute in einer Weise wild neben- und gegeneinander produziert wird, die dem primitiv­sten, volkswirtschaftlichen Denken Hohn spricht. Die Hausfrau allein vermag durch planvollen Zusammen­schluß, gründliche SBafentenntnts und wohlüberlegtes Wählen die Industrie zu zwingen, sich endlich all ber wirklich guten, modernen Errungenschaften unb Prak­tiken zu bebienen. Um nun aber in dieser Beziehung vollends sicher zu gehen und vor allem Gewähr für die richtige Wahl zu haben, ist erst einmal notwendig, daß sich jede Hausfrau eingehend mit der Warenkunde, der Materialherstellung und -Verarbeitung befaßt. Dann wird sie bald lernen, das wirklich Gute auf den ersten Blick vom Wertlosen und nur durch kostspielige Reklame schmackhaft Gemachten zu unterscheiden, Brauchbarkeit undelegantes Aussehen" als zwei vollkommen verschie­dene Begriffe zu werten.

Warenkenntnis, woher hole ich mir die?" wird manche Leserin fragen;der Kaufmann wird sich hüten, mich in die Geheimnisse ber Herstellung, Fabrikation und Preisgestaltung einzuweihen." Gewiß, das wird er, aber deswegen braucht die ernsthaft strebende Frau noch nicht zu verzweifeln. In der einschlägigen Literatur sind allerdings bis jetzt alle die Probleme noch viel zu wenig

Vie Zrau als Erzieherin.

f Unredliche Kinder. Der allergrößte Kummer sur Eltern und Enieher wird immer der (ein, wenn allzu-

^Besonders in den Entwicklungsjahren tre-

nLoll? Beachtung zu unterstellen sind. Durchaus un­richtig würde es fein, solchen Kindern leden Wunsch und jeden Genuß zu versagen. Wohl aber mußte ißnen be- wtesen werden, wie die wirklichen Freuden des Leben- beschaffen sind, und wie sie erworben werden können, nickst durch widerrechtliches Anfichretßen, sondern durch Arbeit und Fleiß.

Die $tau als Hausarzt.

f Ueberladener Magen. Es bekommt jedem Men­schen besonders aber einem Kinde sehr gut, wenn es von ycit 'm Zeit, vielleicht einmal in der Woche, einen Fast- 5aa einschiebt. Das heißt, ein Kind hat sich dann nut leichter Milchspeise und Obst zu begnügen. Em olcßes Fasten ober geringes Essen reguliert bei regelmäßiger

I Wieberholung am besten einen überladenen Magen.

f Urinverhaltung ist oft eine Folge von Erka tung der Unterleibsorgane. Wird durch Trmken von warmem Ka­millentee sowie durch Anwendung feuchtwarmer Um-

I schlüge ober sehr warmer Sitzbäder eine Besserung ich alsbald'erzielt, so frage man unverzüglich einen Arzt

I um Rat.

Die Srau im Berus.

I f -Trauen als Erfinderinnen. Welch regen Anteil I die Frauen in Amerika am praktischen Leben nehmen, I» erweist eine Statistik des Patentamtes der Vereinigten Staaten, nach welcher jede 92. Erfindung von e.ner Frau gemacht wurde. In den letzten M Jahren b s Ende 1925 wurden 40320 Patente an Frauen erteilt.

Die Stau im öffentlichen Leben.

f Zn Mitgliedern des candesgesundh-ilsrats für Preußen wurden fünf Frauen ernannt; es sind dies: . Dr. Ilse Szagnun (Berlin), Dr. Wegscheider (Berlin), Stabträtin Weyl (Berlin), Dr. Amalie Lauer (Köln) unb Frau Ege (Frankfurt a. M.).

Man kocht pro Person 1 starken Eßlöffel voll Knorr Haferflocken Vt Stunde in Milch oder Wasser und salzt oder zuckert je nach Geschmack. Das Gericht wird durch etwas braune Butter verfeinert

Knorritsch" das Rohkost-Frühstück.

Für jede Person werden abends 2-3 gehäufte Eßlöffel Knorr Haferflocken, 1 schwacher Eßlöffel Zucker mit 3 Eßlöffel Milch zusammengerührt, damit das Ganze Uber Nacht ziehen kann. Am anderen Morgen reibt man < Apfel samt der Schale und dem Gehäuse hinein, gibt den Saft einer viertel Zitrone und nach Belieben 1-2 Kaffeelöffel geriebene Haselnüsse, Mandeln oder beides hinzu. Das Ganze rührt man gut durch. Der Ap­fel kann auch durch Apfelsinen, Erdbeeren, Himbeeren, Kirschen usw., je nach Jahreszeit ersetzt werden.

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Fulda, den 9. Juni 1927.

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