Einzelbild herunterladen
 

du im Laufe der nächsten Stunde dich aber von der Stelle rührst oder den Muitb öffnest, so werde ich wie­derkommen und dir den Kopf abschlagen. Hast du mich verstanden?"

Er nickte ganz willenlos. Der Schreck saß ihm so in den Miedern, daß ich davon überzeugt war, er würde meinem Befehl wörtlich nachkommen und wären nicht im Hofe die Leute von Deo gewesen, so hätte ich mir ein herzhaftes Lachen gestattet, denn der Anblick des Korh^^ slechters war zu komisch.

Ich nahm nun, da sich die Wiedererlangung unserer Waffen wider Erwarten leicht gestaltet hatte, auf unseren schleunigen Rückzug Bedacht. Wir durchliefen die Ge­mächer und stiegen in den Keller hinab. Die Falltüre ließ ich herunter. Schade war nur, daß ich oben nicht die Spuren verwischen konnte, die das Oefsnen der Falltüre in der Erdkruste hinterlassen hatte. Es wäre für mich eine königliche Freude gewesen, die erstaunten Gesichter der Leute von Beo zu sehen, wenn sie uns suchten und sich nicht zu erklären wußten, auf welche Weise wir ver­schwunden waren.

Den Gang hatten wir rasch durchschritten. Durch ihn war der Keller des Hauses ehemals mit den Wirtschafts­gebäuden und den Wohnräumen der Dienerschaft ver­bunden gewesen. Ich lobte mir im stillen diese weffe Einrichtung, die der ehemalige Bewohner des Hauses getroffen hatte, denn sie ermöglichte uns die Flucht, ohne mit unseren Feinden überhaupt in nochmalige Berüh­rung zu kommen.

In den Büschen warteten unser Herr Riedel und Awayo mit den Pferden. Und nun ging es dahin, weiter gen Süden, dem Gebiete von Beo zu. Ich sah auf meine Uhr. Es war Mittag. Mr hatten also durch unseren erzwungenen Aufenthalt in der Ruine kostbare Zeit verloren. War diese noch einzubringen? Das mußte sich nun erst zeigen. Eine Hofsnung hatte ich allerdings: der Radja hatte wohl in der Doraussicht, daß seinen Leuten die Gefangennahme von uns in der Ruine glü­cken würde, seinen Ritt, schon um die Frauen nicht zu überanstrengen, nicht besonders beschleunigt. Vielleicht war dadurch noch die Möglichkeit geboten, ihn einzuholen, ehe er sein eigenes Gebiet betrat.

^Fortsetzung folgt.)

Für unsere Frauenwelt

Ur. 116 vom 20. Mar 1927

Beilage zur Fuldaer Zeitung

Ru$ den Kreisen der Landfrau

:sei

blick seit statt mit srauen.

„Durchaus nicht! Aber sollen wir vielleicht unser« Dasfen hier lassen?"

„Ja so! An die habe ich im Moment gar nicht ge­dacht. Wir werden sie wohl brauchen."

„Sogar sehr nötig. Ohne meine Büchse tue ich kei­nen Schritt aus der Ruine."

„Aber wo werden wir sie finden?"

„Das muß sich erst zeigen. Seien sic wo sie wollen, ich werde sie mir holen."

Damit war es mir völlig ernst. Nicht nur, daß wir ohne Waffen unser Unternehmen natürlich hätten auf- gebcn müssen, hatte ich auch wirklich nicht vor, meine treue Büchse, die meine Begleiterin auf allen Reisen ist, im Stiche zu lassen. Um mich dazu zu entschließen, hätte die Situation noch viel ernster aussehen müssen, als sie es tatsächlich war. ।

Doch wie sollte ich die Sache anstellen? Herrn Rie­del, Liefken und Awayo mit in das Abenteuer zu ver­wickeln, schien untunlich. Ich war meiner Begleiter doch nicht so sicher, daß ich das wagen wollte. Darum ent­schied ich, daß Herr Riedel einstweilen mit Awayo zu den Pferden fliehen möge, während ich mit Ziesten nach den Waffen Umschau halten wollte. Ich merkte es dem Gesichte des Residenten an, daß ihm dieser Bescheid nicht willkommen war. Er fühlte, daß ich ihn durch diesen gewissermaßen aus dem Wege räumen wollte. Aber die Lehre die ich ihm vorhin gegeben hatte trug nun ihre Früchte. Er entgegnete auf meine Anordnung keine Silbe, sondern verschwand mit Awayo in den Keller.

Nun konnte ich an die Ausführung der mir vorgc- nommenen Aufgabe schreiten. Als wir von den Malaien in das Gemach, in dem wir gefangen gehalten werden sollte, verbracht wurden, hatte ich die Räume gezählt, durch die wir transportiert wurden. Es waren ihrer bis zum Ausgange aus der Ruine im ganzen fünf. Diese Kenntnis kam mir jetzt zustatten. Wir schlichen uns leise von einem Raum zum anderen. Bier Räume hatten wir schon passiert, in keinem von ihnen aber Menschen ongc- troffen. Nun kam der fünfte, der einer malaiischen Fa­milie als Wohnraum diente. In ihm hielt sich voraus­sichtlich jemand auf. Wir blieben deshalb zunächst stehen und lauschten angestrengt, vernahmen aber nichts als das befriedigende Grunzen der Schweine. Ich wußte also nicht, ob Leute, die diesen Raum als Wohnung bezogen hatten, ihn zurzeit verlassen hatten oder ob sie bloß schlie­fen. Das letztere war so gut möglich wie das erstere, denn Arbeit haben ja diese glücklichen Kinder der Tro­pen, in denen Mutter Natur stets ein Tischlein-deck-dich bereit hält, so gut wie keine, und die mittägliche Hitze

Frauenberuf und Frauenberufung.

Generalversammlung des kalh. Deutschen Frauen­bundes.

Die nächste Generaloersammlung des Kath. Deutschen Frauenbundes findet vom 27. bis30. JuniinEssen statt. Ihr Thema heißt: „Frauenberuf und Frauem berufung." Damit ist ihr eine sehr schwere Ausgabe ge­stellt. Nach einer grundsätzlichen Darlegung des Sinnes der Arbeit und des Berufes, wird es sich darum handeln, die Dielgestaltigkeit des heutigen weiblic' t Erwerbs­und Berufslebens zu überschauen, zu sehen, wie die Ent­wicklung der letzten Jahre war, welche Veränderungen eingetreten sind und wie die Lage voraussichtlich in der nächsten Zukunft sein wird. Dieser Teil der Aufgabe befaßt sich vorwiegend mit den äußeren Verhältnissen. Wichtiger und drängender ist die Frage nach beer inne­ren Situation und der geistig-seelischen Lage in den heutigen Frauenberufen. Und wenn in etwa dies Bild gezeichnet ist, dann wird die schwere Frage gestellt teer« k den müssen: Wie kann die äußere und innere Berufs- i laga für die Frau leichter gestaltet werden? Was muß geschehen, um im weiten Bereich der Oesfentlichkeit, des 8 Wirtschaftslebens und des geistigen Tuns der Frau den I ihr entsprechenden Raum zu geben und die notwendige Freiheit, damit sie ihrer eigenen Art entsprechend sich entfalten kann und so wirklich ein Mitschaffen an der Gesamtkultur erreicht wird. Ein ganz wesentliches Mo­ment für diese Möglichkeit ist natürlich: die Selbsterzie­hung der Frau, die Weckung ihres persönlichen Seins, die Gestaltung ihres Lebens aus reicher innerer Kraft. Daher wird die Generalversammlung ganz besonders von der Lebensgestaltung der berufstätigen Frau und den ihren Beruf tragenden und schaffenden Kräften sprechen. Damit ist der Leitgedanke der Generalversammlung an- gegeben. Er wird besonderes Leben, Vielseitigkeit und den Ernst realer Wirklichkeit dadurch gewinnen, daß in einer Reihe von Aussprachekreisen drängende Probleme, die einer Reihe von Berufen gemeinsam sind, besprochen werden, und der Versuch gemacht werden soll, sowohl zur inneren Klärung zu gelangen, wie auch Wege zur «Befferung und glücklicheren Gestaltung der Frauenarbeit zu suchen. Ein besonderer Ton wird auch auf der häus- 9 liehen Berufsarbeit, also der Arbeit der Hausfrau in r Stadt und Land, wie auch der Haustochter liegen, da nach unserer Auffassung hier, also in der Familie, der wichtigste Ansatzpunkt aller Gesundung und Stärkung liegen muß.

Der Kath. Frauenbund ist sich der Schwere dieser Aufgabe durchaus bewußt. Es ist sicher, daß auf man»

chem Gebiet nur tastend oorangegangen werden kann. Aber die überaus schwierige Lage der Gegenwart sor- bert ein mutiges Beginnen. Die Verantwortung sm Tausende in schwieriger Berufslage, die Erkenntnis, wie bedeutungsvoll es ist, daß die Arbeit der Frau sich in der rechten Weise gestaltet, so daß ihre beste Art erstarkt und aus ihr in das Gesamtschaffen lebendige Kraft ein­strömt; die Verantwortung also auch für die Zukunft unseres Volkes drängt dazu.

Mit der Generalversammlung wird eine Ausstellung verbunden werden, die dem Thema der Tage angepaht ist Der Saalbau in Essen wirb die Tagung vom 27.—30. Juni aufnehmen, und es erscheint in vieler Be­ziehung günstig, daß die Tagung tm Mittelpunkt des rheinisch-westfälischen Jndustriebezirks stattfindet. Hier wird vieles von der drängenden Not unserer Zeit spin- bar, hier fühlt man auch das Werben einer neuen Zeit, und es wird vielen Frauen möglich sein, an den Bera­tungen teilzunehmen. Das genaue Programm wird dem­nächst veröffentlicht. Dw Geria Krabbel.

Die Frau im Beruf.

f. Der erste weibliche Lektor an der Universität Leip­zig. Das sächsische Ministerium für Volksbildung hat das Lektorat für englische Sprache an der Universität Leipzig vvm 1. Mai d. I. ab der englischen Sprach­lehrerin Isabel Kennelly übertragen.

praktische winke.

f. Bürsten mit angeleimten Borsten sind zwar billi­ger, aber dadurch, daß sie viel weniger haltbar sind, be­deutend teurer als die mit eingebundenen Borsten. Das sollte man besonders bei solchen Bürsten beachten, welche viel gebraucht werden, zum Beispiel Scheuerbürsten. Leim- und Kleiderbürsten, Zahnbürsten usw.

f. Entfernung van Fettflecken aus Papier- Man legt über und unter den Fettfleck mehrere Blätter trocke­nes Fließpapier und fährt bann mit einem heißen Bügel, eisen mehrere Male darüber hin. Dadurch wird das Fett flüssig und zieht sich in das Fließpapier

f. Angeschnittene Zitronen halten sich lehr gut, schim- mein also auch nicht, wenn man sie mit der Schnittfläche über ein kleines Weinglas, einen Eierbecher ober -dgl. legt, und dieses Gefäß mit etwa ein Drittel Wasser füllt.

Frau und Recht.

f. Um die Staatsangehörigkeit der Ehefrau. In der Frage der Staatsangehörigkeit der Ehefrau hat die Sach­verständigenkommission des Völkerrechtes, dessen Mit­glied Pros. Schücking ist, mit großer Mehrheit beschlossen, den Staaten eine Konvention vorzuschlagen, wonach we­nigstens die schlimmsten Fälle der Staatenlosigkeit besei­tigt werden sollen, darunter auch der, baß nach dem heutigen verschiedenen Recht großer Staaten vielfach die Frau durch ihre Heirat ihre bisherige Staatsange­hörigkeit verliert, ohne eine andere dafür einzutauschen. Zur Prüfung der Frage beim Völkerbund ist die Ein­berufung einer allgemeinen Staatenkonferenz beantragt worden.

Der Kris des Radja.

Roman aus der Tropenwelt der ostindifchen Jnjelflur. Don Olaf Elfen».

271 ---------

Meine erste Frage galt dem Keller.

► „Wie kommst du da hinunter?"

„Durch einen Gang," erwiderte er. „Als ich sah, daß ' Ihr, Turoan, und Eure Freunde gefangen wurdet, eilte ich davon und versteckte mich zwischen alten Mauern, um Euch später zu Hilfe kommen zu können. Zwischen den s Mauern, in die ich geflüchtet war, fand ich eine Treppe, die nach abwärts führte. Ich ging sie hinunter und war damit in einem Gang angelangt, den ich weiter , verfolgte. Der Gang endigte in einem Keller. In die­sem angekommen, lauschte ich, denn ich glaubte Stirn- L men zu vernehmen, und richtig, ich erkannte die Stirn- * me des Turoan Residenten, der mit den Leuten von Beo zankte."

„Also ist mein Protestieren doch für etwas gut ge­wesen," meinte lächelnd Herr Riedel.

„Ich folgerte, daß man Euch und Eure Freunde in das Gemach oberhalb des Kellers verbracht hätte und überlegte, wie ich Euch helfen könnte . Die Falltüre sah ich wohl, konnte sie aber allein nicht öffnen. Darum verließ ich den-Keller wieder und fing unsere Pferde ein, die von den Leuten aus Beo in den Wald gejagt wor­den waren. Ich dachte mir, daß das am besten wäre, denn die Pferde brauchen wir doch zur Flucht."

„Der Gedanke war sehr gut."

„Hernach kam ich wieder in den Keller und klopfte an die Falltüre."

„Das haben wir gehört und unsere Konsequenzen daraus gezogen. Du hast dich recht wacker gehalten, Awayo, ich muß dich loben."

Das Gesicht des braven Burschen strahlte vor Freude über dieses Lob.

Der Residenz drängte nun zur Flucht.

„Jetzt nur fort!" meinte er und wollte auch schon durch die Falltüre verschwinden.

„Hall, wohin denn so eilig, Herr Riedel?" fragte ich.

„Fort, zu den Pferden! Wollen Sie denn hier blei­ben?"

Die Frau in der Küche.

f. Klops mit Sarbellentuntc. Aus 70 Gramm Pflan- zenfett und einem Eßlöffel Mehl macht man eine hell­braune Einbrenne und verkocht sie mit Fleischbrühe und 90 Gramm ausgegräteten Sardellen. Inzwischen wirb aus 250 Gramm Rinb- und 250 Gramm Schweine- steisch, einem Ei und einem Eigelb nebst ein wenig Salz und Pfeffer eine gut durchgearbeitete Masse bereitet, aus der längliche Klößchen geformt werden; diese legt man in die Tunte, läßt sie ziehen und langsam gar dämpfen. Zuletzt wird noch ein Eßlöffel Kapern hinzu- gefügt.

Zwiebelfleisch. Für 6 Personen. Zubereitungszeit 3 Stunden. Das Rindfleisch (Schwanzstück) wird gut ge- klopft, mit Speckstreifen durchzogen und mäßig mit Salz und Pfeffer eingerieben. Dann belegt man den Boden der Bratpfanne mit Speckscheiben und etwa 6 in Schei­ben geschnittenen Zwiebeln, gibt das Fleisch hinein, gießt eine Taste Wasser zu, deckt die Pfanne gut zu und läßt bas Fleisch langsam 2H Stunden schmoren. Dann nimmt man bas Fleisch heraus, schmeckt die Soße ab, vollendet sie mit 10 Tropfen Maggi's Würze und richtet sie über bas in Scheiben geschnittene Fleisch au.

Des Hauses Segen.

Von Hedwig Gräfin R i 11 b e r g.

Sage mir, ob hier ein Zauber waltet, üer so freunblid) alles umgestaltet. Der die Schotten unbemerkt vertrieben, Daß nur lichter Sonnenschein geblieben?

„Ja, du hast's gesunden: Zauberhände Bergen diese traulichen vier Wände, — Einen Schelm mit holden Rosenroangen; Geh' und frag' ihn, was er angefangen."

Er bekennt fein Lächeln unverhohlen: „Stile Herzen hab ich mir gestohlen!

Daß ich Wahrheit rede, will ich zeigen, —

Sag' doch selbst. — ist deins denn noch dein eigen?"

„Mit den winz'gen zarten Kinderhänden Weiß ich Sorg' und Grübeln abzuwenden; Tu' wie ich, und mach dir keine Sorgen, Und vertrau' dem lieben Gott das morgen".

Sonnenschein auf unfern Lebenswegen, Schütz' dich Gott, du unfers Hauses Segen!

[ Lehr' mich, deine holden Lehren fasten, i Deiner Unschuld Zauber walten lassen!

W- und Silbef.u, Waren

Fugenlose Trauringe

Bestecke

in großer Auswahl kaufen Sie preiswert bei

FercL Muller, Fulda

Markistraße 21.

Gravierungen und Reparaturen Jeder Art.

gezogen, vervollständigt den Anzug für die Straße und Kirche, am kühlen Abend.

Ob man aber in die Berge, an die See, aufs Land reift, ist richtunggebend für die weitere Wahl der Klei­dung, vielmehr für das geschickte Kombinieren der vor- handenen Sachen. ..

Für die Berge nimmt man bas Sportkostüm. Kräf­tiger Rock, kurze, hochzuschließende Jacke mit großen Taschen, die Pattenverschluß haben müssen, damit bei Regen die Nässe nicht eindringen kann. Auch eine Patte am unteren Aermelrand zum festen Zuziehen des der- mels. Zum Rock eine Waschblufe (Rohseide) ober den Wolljumper, je nach Witterung zu tragen. Wollene Strümpfe, derbe Halbschuhe ober hohe Nagelschuhe. Sehr praktisch ist bie leichte Windjacke, aber nur die aus gutem, imprägnierten Gabardine.

Für Wasser und Strand: Das weiße Kleid — nicht roic früher aus Seinen, das knittert, sondern in leichtem Wollstoff, Tritot ober Krepp. Die Luft ist staubfrei, to hält es sich lange sauber. Seine Form gleichfalls zwF- teilig; läßt sich doch zum gleichen Rock wechselnd Wcflch- bluse, Woll- ober Seibenjumper unb -pullover tragen, auch in leudjtenben Farben. Dunkeleblaue Blendenzier am Kleid junger Mädchen unb Frauen klingen an den Anzug der Matrosen an.

Für Land unb Garten ist hübsch paffenb das Dirndl- kleid, etwa in Gmünder Sinnen, das Iradjtentleib aus Beiderwand, das Buntdruckkleid. (Muster dafür u. a. in der Mainummer der „Blätter für Kleid- unb Heim­kultur", zu beziehen burch bas Sekretariat des KDF., Breslau I, Taschenstr. 19/1.)

Wäsche, aus Seide gefertigt, hat auf Reisen den Ver­teil, daß sie, gegensätzlich zum Batist, undurchsichtig und zugleich leicht ist und sich mühelos in lauem Wasser waschen läßt. Die gute, unverwüstliche, aber sehr teure Milanaise kann auch ungebügelt getragen werden. Chinakrepp ist in leichter Dualität für Seibwäsche nicht haltbar, auch'durchscheinend, in teurer zu schwer. Bei kühlen Tagen trägt man, wer leicht friert, am besten Ridana-Wäsche.

Die Frau a s Erzieherin.

f. Das Verhältnis zwischen Mutter unb Kind ist von größter Wichtigkeit für die Eiz.ehung. Es ist säst noch wichtiger als das zwischen Vater unb Kind, weil die Mutter naturgemäß die ganze Jugendzeit über viel mehr mit den Kindern in Berührung kommt. So muh es denn ein Hauptaugenmerk der Mutter sein, sich bas Ver­trauen ihres Kinde- erhalten ober zu erringen. Bei offenen Kindercharakteren ist dies sehr lucht. Verschlos­sene Kinder wollen oft geradezu umworben fein, und es gehört viel Taft und Klugheit dazu, ein solches Kin­

Bubi- und Pagenkopf fiaarsdmille

werden der Mode entsprechend aufs Beste ausgeführt

Die letzten Monate zeigten in Boden deutlich, welch großes Interesse unter den Landfrauen besteht, eine Stlärung über Fragen zu bekommen, die sowohl chr häus­liches, wie ihr wirffchoftliches Leben betreffen.

Die Landfrauenkommission des Kath. Frauenbundes in Baden, die sich die Ausgabe der Schulung und der Vertretung der Landfrauen gesetzt hat, hielt vor kurzem in Freiburg eine geschlossene Arbeitssitzung ab. Die Vorsitzende, Frau Haas, gab einen kurzen Arbeitsrück- Januar. Es sanden 14 Landsrauentage seither einer Besucherinnenzahl von über 8000 Sand»

Damen-Frisier-Salon

Anna Wickenhauser

L’ndenstrasse Ecke Franzosenwäldchen.

zu Reklamepreisen hei Edmand Halter, Min. PeJMeteitfUh Telephon 552. Ecke Karra-se-Kanalstra se.

lud zum Schlafen ein. Wir konnten aber nicht in alle Ewigkeit unschlüssig stehen bleiben, weshalb ich mich ent- schloß, einen Blick tn den Wohnraum zu wagen, mochten die Dinge dort nun gelagert sein wie sie wollten. Vor­sichtig bog ich meinen Kopf um die Ecke und gewann dadurch sowohl einen Ausblick durch die ehemalige Türe der Ruine in den Hoftaum, wie auch einen Einblick in die Wohnstätte. Sowohl der Ausblick wie der Einblick stellten mich sehr zufrieden. Auf dem Hofe sah ich die Seute von Beo. Sie hatten sich mitten in dem Sonnen­brand auf den Boden gelegt und ruhten auf ihren Sor- beeren aus, das heißt, sie schliefen den Schlaf des Gerech- tn. Die Seute waren also nicht zu fürchten.

i Fast noch besser gestaltete sich der Einblick. Zunächst gewahrte ich einmal unsere Waffen. Sie lagen, ganz friedlich zerstreut, zwischen der Schweine- und Ferkel­herde umher. Nur noch eine unangenehme Zugabe kam jetzt. Inmitten dieser nützlichen Säugetiere saß auch ein Malaie, und zwar der scheinheilige Burjche der uns mit so übergroßer Freundlichkeit empfangen hatte. Er hatte mich bislang nicht bemerkt, was dem Umstande zuzu- schreiben war, daß er mit großem Eifer damit beschäftigt war, ein Bastseil gleich denen, mit welchen wir gefesselt worden waren, zu flechten.

Was tun? Der Mann flocht an feinem Seil vielleicht noch lange, und konnten wir nicht darauf warten, bis er sich einmal entfernte. Im Gegenteil, es war sogar sehr ungewiß, ob nicht bei längerem Zuwarten sich die Si­tuation für uns verschlechterte, indem auch noch andere Leute in den Wohnraum kamen. Ich machte also der Sache ein schnelles Ende, indem ich mit einem herzhaften Schritt in das Wohngemach inklusive Schweinestall trat.

Wäre dem Bastflechter ein Geist erschienen, er hätte nicht stärker erschrecken können als bei meinem und Sief­fens Anblick.

„Turoan," wollte er ausstoßen, aber nur ein „Tu—" kam aus feinem Munde. Ich zog die Stirne in krause galten und sah ihn an, als ob ich ihn in der nächsten Minute mit Haut unb Haar veschlingen wollte. Das ließ die zweite Silbe des „Turoan* auf feinen Sippen er­sterben

„Sammeln Sie die Waffen zusammen!" forderte ich Liefken auf.

In einigen Augenblicken war es geschehen. Ich steckte Revolver und Messer ein und hängte die Büchse über die Schulter.

„Ich gehe", sagte ich nun leise zu dem Malaien; „wenn

fr1 st V

Reparaturen-Heubeiuje

dergemüt sich geneigt zu machen. Selbstverständlich darf niemals die Autorität erschüttert werden. Die Eltern sollen ihre Kinder genau beobachten, dann finden sie sicherlich den Schlüssel zum Herzen auch des oerstock- testen Kindes.

Die Frau als Hausarzt.

f. Für Schnupfeninfektion find die meisten Kinder außerordentlich empfänglich. Daher empfiehlt es sich, den Kleinen die Nase zweimal wöchentlich mit einer ein» prozentigen Borsäurelösung unter Benutzung eines Wattebausches auszuwischen. Damit lassen sich Nasen­katarrhe in der Regel verhüten.

f. Bei besonders zarkhSniigen unb empfindlichen Kin­dern ist es vorteilhaft, alle Partien des Körpers mit ein­ander berührenden Hautfalten nach beenbigtem Abtrock­nen und vor dem Einpubern etwas einzufetten. Das jedoch nur in ganz dünner Schicht.

Praktisch und gut angezogen.

lieberlegungen für bie Serienreife.

Gut angezogen zu sein ist in der Hauptsache nicht eine Geldfrage, sondern eine Frage des Geschmackes unb des Taktes. Es ist so mannigfaltig, was heuer die Mode zu tragen bietet und zuläßt, was sie an Formen, Mu­sterung unb Zier ber Eigen- unb Stilkleidung entlehnt, baß jebe Frau leicht bas für ihre persönliche Art und Erscheinung Geeignete finden kann. Es bedarf wirklich nicht vielen Geldes, nicht der Anschaffung vieler Dinge, man muh nur etwas nachdenken: mit einigen wenigen sorgfältig gewählten Stücken ist man für längere Zeit durchaus wohlbestellt. Unb bie Frau, bie reifen will, wirb bei ihren Reisevorbereitungen erst recht nicht mit einem Zuviel belasten den Geldbeutel und auch nicht ihren Koffer.

Man braucht eine Allwetterkleidung, einen Anzug, der jedem Wetter standhält, ohne zu leiden, der sich also nicht drückt, nicht leicht schmutzt, wasserdicht ist. Obwohl von ber Mode nicht ganz unberührt, darf er ihr doch nicht unterworfen fein, denn er soll viele Jahre seine Dienste tun. Da ist praktisch der Regenmantel, den man über jedes Kleid schützend ziehen kann. Sein Ma­terial am besten imprägnierter Gabardine, dann auch Taft, mobefarbig ober in bunflen schottischen Mustern. Gummi ober Gummilegierungen sind nicht zu empfehlen, sperren die Luft ab; solche Mäntel sink» bei heißer Tem­peratur unerträglich heiß, bei kühler empfindlich kalt. — Ein rechtes Strapazierkleid ist auch das sportliche Ko­stüm. Material: Loden, Beiderwand ober einer der da­für bestimmten prächtigen Wollstoffe, die unsere In­dustrie erfreulicherweise heute in großer Auswahl unb in den besten Dualitäten schaffen. Loden saugt Was­ser, trocknet lange, ist aber leicht und warm; die spröde Beiderwand stiebt Wasser ab, ist jedoch etwas schwer im Gewicht unb für starke Menschen zu derb unb steif.

Das Trikot-Jumperkleid gilt jetzt nicht mehr allein für den leichten Sport, sondern auch für gesell­schaftliche Zwecke, ist sowohl bas Laufkleid für die Straße, als auch ein praktisches Reisekleid unb ein schlichter An­zug für ben außerhäuslichen Beruf. Je nach ber Auf­gabe, bie es zu erfüllen hat, richtet sich die Verarbeitung von Woll- ober Seidengewebe. Billige Ware hält nicht Form, weitet sich, gipfelt. Gerade und einfach in der Linie, streng geschlossen, dicht unb unverdrückbar im Material, hat es längst alte Vorurteile, die seine männ- liche Note rügten, besiegt, gehört — will es mir scheinen — als Ausdruck unbedingter Sachlichkeit zu einer Stil­bildung unserer Zeit, ohne in Material, Farbe unb in« bioibueller Zier weiblicher Eigenart zu verleugnen.

Das bustige Sommerkleid, weiß, farbig ober ge­mustert aus Krepp, Rohseibe, Seibentrcpp, wirb man nicht gerne missen. Einen Hellen Kaschamantel darüber­