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Fuldaer Zeitung

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schlöqe In der dem Vorträge folgenden ^ussprachi

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Kein 6aus ohne Suldaer Zefluna

zerstören.

Medizinal-Rat Dr. Nobel.

gezeichneten Vortrag über die Aufgaben des Wirtes in eben verkoppelten Gemarkungen bielt Di sichen, beratenden Ausfübrungen des Redners erste,

sich auf Bodenbearbeitung und Bodenbebnu und pnf l- ten zahlreiche beherzigenswerte Fingerzeige und ^-t-

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Radio-Yroaramm.

Donnerstag den 12. Mai 1927.

Erledigung des Finanzausgleichs wiedererscheinen ' ii Hauszin-steuer belaste besonders das Beberbera,-" v und Saalgewerbe, ebenso das Sasionnefitizfi -

stunde Eine kurze Erörterung der 7"anzfrage bildete den Schluß der Rede.

und die in ihrer Menge, wenn wirklich davon noch gesprochen werden kann, doch die Bedingung bil­den für die wundervolle Farbensymphcmie. Darum schütze man die Knabenkräuter, den Frauenschuh und all die übrigen Orchideen, die Akelei, die Arnika, die Trollblume, den Türkenbund, und wie sie alle heißen, damit unsere Kinder und Kindeskin­der auch noch ihre Freude daran haben. Erst dann ist man ein wahrer Naturfreund. Jedes Blümchen spricht zu uns in seiner Schönheit von der Allmacht Gottes. Und was Gott geschaffen sollen wird nicht

Schankstätteaesetz wird in Bälde die Gastwirtskreu schäftigen Verlangt wird u a eine Ermeiteruv Konzessianspflirbt auch auf den siandei mit Bic­

£ran&furfer Myer.

Mittwoch den 11. Mai, 7 Uhr: Turandot.

Donnerstag den 12 Mai, 6% Uhr: Tannhäuser.

Freitag den 13 Mai, 7 Uhr: Dan Juan

Samstag den 14 Mai, 6% Uhr: Der Rosenkaoalier.

der sich eine Reihe Landwirte aus dem Orte beteilig' i, wandte man sich im Besonderen den Möal'äi'eitenur Hebung des einheimischen Obstbaues und der Rotmeni- q- keit der Obstoerwertung zu' auch hier wurde manrh'-g Wertvolle erörtert und die Gründung einer entsvrechen- den Berwertungsgenossenschaft erwogen Röte und Miß­stände aus dem Berufsleben wurden norgebracht und, soweit die Möglichkeit hierzu vorlag, geklärt und erläu­tert: es war ein richtiger Beratungsnackm'ttag der dem Einzelnen viel Gutes brachte und auch durch die ichlicbte Ansprache des Bauernvorsitzenden Schmidt der den Wert und Nutzen des bäuerlichen Zusammenschlusses in klares Licht rückte eine besondere Note erhielt Der Vorsitzende des örtlichen Vereins, Landwirt K Weckmann lnrech den beiden Referenten den Dank der Versammelten aus. Die Ortsgruppe Somborn umfaßt gegen 110 Mitglieder.

wie wird das IDetter?

Während über Nordwesteuropa sich ein kräftiges Hochdruckgebiet befindet, liegt tiefer Luftdruck über West- rußland. Unser Gebiet befindet sich daher im Bereich einer Nordströmung, die kalte Luft auf das Festland führt. Die Temperaturen werden im südlichen Deutsch­land noch weiter zurückgehen ,im nördlichen Deutschland sich nicht mehr wesentlich ändern.

Aussichten für Donnerstag: Keine wesentliche Aen- derung. ____________________

Ztille Gedanken.

Wahrhaftig leben heißt nach Erlösung vom Le, den ringen.

Schont die Pflanzen!

Dank der wundervollen Witterung, mit der der Wonnemonat Mai seinen Einzug gehalten hat, überstürzt sich die Natur in der Erfüllung ihrer Schönheit. Mit einem Schlage ist alles grün und bunt geworden, nur vereinzelte Baumkronen auf den höchsten Erhebungen unserer heimatlichen Berge warten noch auf den Schmuck des Laubes. Die Wanderlust ist erwacht, und gar mancher will ftd) ein Stück der schönen Natur mit in sein Zimmer ^hmen. Es sei jedem die Freude gegönnt, und die Natur gestaltet im Ueberfluß und ersetzt schnell, was $ie Hände des Wanderers ihr geraubt. So ist es wenigstens bei der Mehrzahl ihrer Blumenschöpfun­gen. Aber einige Pflanzenarten stehen doch nur in spärlichen Mengen in den heimatlichen Fluren, wie­der andere sind auf wenige Plätze beschränkt, und wägen sie vielleicht hier in größerer Menge noch Dtffommen, sie gehören so organisch zum Bilde der Aadschaft, daß die Eigenart der Landschaft zerstört Md, wenn hier eine Wiese ihrer schönsten Blumen Mubt wird. Darum achte man darauf, und strebe $an nicht danach, grade die seltensten Pflanzen mit jad) Hause zu entführen. Oft sind es auch gerade ; )ie schönsten Pflanzen, die uns draußen die große - Krevde bereiten, die aber abgevtlückt sogleich dahin- velken und sich selbst in der kostbarsten Blumenvase Fnidjt mehr erholen. Für den wirklichen Natur- freund ist es ein betrübendes Bild, wenn man, wie es im vergangenen Jahre oft genug zu sehen war, in der Eisenbahn Menschen beobachtet, i ie einen ganzen Arm gefüllt haben mit dem Türkenbund, Menschen, die den Nomen dieser Pftanze gar nicht kennen und nicht wißen, daß es sich biet um t in Naturdenkmal handelt, das als seltener Schatz cmi- i ger weniger Waldeshöhen auf kalkigem Fiftsi-n un­bedingt geschützt werden muß. Oder wenn au? dem Fuldaer Markt Körbe voll Trollblumen 'm Fr.!da i mit dem wenig poetischen Namen Klonäftime be- l zeichnet) zum Kauf angeboten werden. ohTr'il die I ses wundervolle Hahnensußgewächs zu den selte­nen Pflanzen in Deutschland gehört, man auch her Reichtum einiger bevorzugter Wiesen an dieser schö­nen Pflanze den falschen Glauben erwecken, als sei sie überall im Uebermaß vorhanden. Sie war auch in anderen Gegenden einst so zahlreich vertreten, aber sie ist meist durch die nichts Böses ahnende Sammelwut bereits an vielen Orten ausgerottet worden. Wer in Kleinsassen an dem v. Kreyfeldschen Anwesen aus den Fußweg zur Milseburg hinan­steigt, sieht die Wiesen, an die der Pfad vorüber­geht, geschmückt mit einem hohen blutigroten Kna­benkraut, einer jener Orchideen, die in ihrer rätsel­haften Schönheit an die Blumen der Tropenregio­nen erinnern. Man lasse sie unberührt, sie ist nicht \ häufig und gehört als Charakterblume unserer Rhön auf unsere Bergwiesen und nicht in ein Zim­mer. Auch der Wanderer, der später des Weoes kommt, will sich noch daran erfreuen. Das gleiche i gilt von der Arnikapflanze. Wer nur die Rhön kennt, wird meinen, sie sei häufig. Aber in anderen i Gebirgen wird man sie vergebens suchen. Und sie ' ist auch anderwärts einmal so häufig gewesen, nur

Menschen grausame Hand hat sie ausqetilgt. Such )ier steht ihr dieses Schicksal bevor, wenn die Keuschen sich nicht ihres Schutzes annehmen. Und man soll nicht vergessen, daß die kulturelle Aus­nutzung des Landes, auch die Berkoppelungen, Ent- - Wässerungen vielen schönen Pflanzen die Lebensbe­dingungen immer mehr einengen. Gar viele Blu­men sind aus der Rhön schon verschwunden. Nur wenige werden den Fingerhut in der Rhön getrof­fen haben, von dem Vorkommen des Eisenhutes er­fährt man nur noch aus alten Büchern. In der Rhön sucht man ihn jetzt vergebens. Die fonder- , barste Blütenbildung, die man sich denken kann, der Frauenschuh, ist in der preußischen und bayerischen Rhön ausgestorben und gar bald werden die weni­gen Exemplare, die in der Thüringischen Rhön noch stehen, auch der Vergangenheit angehören.

Darum beschränke sich der Blumenfreund auf jene Blumen, deren Namen er kennt und von der er sicher weiß, daß ihre Mitnahme den Bestand nicht gefährdet, darum lasse man unseren heimatlichen Wiesen jene Blumen, die zu ihrer Eigenart gehören,

JV6 109.

Donnerstag, 12. Mai 1927.

2. Blatt.

Druck der Fuldaer AcNendruckerei, Fulda

zeitweise den Abbruch der diplomatischen Bezie­hungen herbeizuführen. Außer diesem ärgerlidxn Landgesetz (das auf keinen Fall schlechter ist als das California Anti-Alien Land Law) ist es vor allem die Frage des mexikanischen Einflusses in der kürzlich erfolgten Nicaragua-Revolution, den das amerikanische Staatsdepartement übel genom­men hat.

Mit der zunehmenden Bevormundung der Zen­tralamerikanischen Staaten durch die Vereinigten Staaten wächst die Spannung zwischen Amerika und Mexiko, auch haben andere Ereignisse wie das Fehlschlagen des Plebiszits in der Tacnn- Arica-Frage bei den lateinmerikanischen Völkern eine heftige Abneigung wider die Politik der Vereinigten Staaten erzeugt: gleichwohl unterstütz- ten amerikanische Staatsmänner und Finanzleute die südamerikanifche Kundschaft mit großen Sum­men zur Erschließung der natürlichen Hilfsquellen dieser Länder.

In Asien sind Amerikas Interessen ständig im Wachsen begriffen. Die amerikanische Politik wechselt dort nicht selten. Die englische Regierung hielt es für geraten, während der Washingtoner Abrüstungskonferenz das anglo-japanische Bündnis aufzugeben, um Amerikas Wünsche zu befriedigen und sich Amerikas Mitarbeit im Pazifik zu sichern Mit der Aufhebung des anglo-japanifchen Bünd­nisses ist Amerikas Haltung gegen Japan ziemlich anmaßend geworden. Der beste Ausdruck hierfür ist die plötzliche Beendiaung des japanisch-ameri­kanischenGentlemen's Agreement" und die V°r- fügung über dieJapanese Exclusion Act". Die amerikanische Regiernna wird in ihrer japanfeind­lichen Politik von Großbritannien, Kanada. Au­stralien und andere britische Dominien lebhaft un­terstützt. Umgekehrt unterstützt die amerikanische Regierung GioßbritanNien im Orient, besonder« in der Frage der Sianapore-Ftottenbasis, deren Ver­wendung gegen Japan Rußland, Frankreich und China nur zu offensichtlich ist.

Seit dem Abbruch des englisch-javanischen Bvnd- nisies sträubt sich Großbritannien aufs entschiedenste gegen eine Aufaabe der amerifamftben Kontrolle über tie Philippinen und merkwürdig aenug die Haltung Amerikas ist der indischen Frei­heitsbewegung aegenüber weniaer freundlich ge­worden Hinsichtlich Siam ist die Haltung der amerikanischen Regierung eine freundliche. Diese Freundschaft ist doppelt ve'-f'chert durch die Wirk­samkeit britischer Berater in der siamesischer: Au­ßenpolitik. In Persien besteht ein bl Nächt­licher amerikanischer Elnftuß, und die -inaln-a nert- kanjlche Politik richtet sich natürlich geaen jede Zu- nahwp der russischen Interessen in diesem Land Im Nahen Osten, insbesondere in der Türkei, ist die englisch- amerikanische 3ufamm»narbeif eben­falls gegeben. Das amerikanische Staarsdeyar'e- ment sowie das Foreign Office begünstigen den Lausai: er Vertrag und m h'-ilHaen jede Zunahme des russischen Einflusies in der Türkei.

l'it amerikanischen Interessen in Afrika sind unbedeutend. Obgleich sich die ew'liichen Pläne zu, Anlage ausgedehnter Baumwollkusturen in Afrika unmittelbar gegen die amerikanischen Baumwoll­pflanzer richten, sind die amerikanischen Staats­männer dagegen. Amerika mit der britischen Welr- ""sitik verflochten zu sehen und sich dadurch die Abneigung anderer Nationen, besonders der Völ­ker des Orient und Rußlands, zuzuziehen.

Frankfurt (423 6 in), Kassel (272.7 m). 1302 30; Mittagskonzert. 4.305.45: Overettenmusik. 5 456 05: Lesestunde. 6.156 45:Der Schwimmsport im Dienste am Volk" 6 457: Haus und Garten 77 30: fsta- lienifcher Unterricht. 7.308: Stunde derFrankfurt Zeitung":Makart-Bukett", gewidmet der näheren und ferneren Umgehung. Von Gaston, Sprecher: E C. 89 30: Deutscher Opern-Abend 9 30: Dialekt Aus­tausch-Abend der Sender Frankfurt a. M und Stuttgart.

Tüllunoen.

Tagung des Drovinzial-ctzaslwicle-verbandes für fjeRcn-Jtaffau. Der siebente Verbandstag des Gaftwirte- verbandcs für Hesfen-Naffau und Waldeck, der in die­sem Jahre in Oberursel stattfindet, wurde am Montag nachmittag bei sehr starker Beteiligung aus allen Teilen der Provinz durch eine Sitzung des er­weiterten Ausschusses, an der Abgeordnete aller Der- bandsvereine teilnahmen, eröffnet. An Stelle des lang­jährigen Präsidenten Hartleb-Kassel, der wegen lieber« arbeitung der Tagung fernbleiben mußte, leitete Hans Grcnzebach-Kassel die Verhandlungen. Dem Tätig'eits- und Geschäftsbericht zufolge hat der Verband trotz der

Jotzqrund und Freigericht.

u. Somborn. Der letzte Sonntag vereinigte ins Bauernschaft von Somborn in großer Zahl im K. Gutmannschen Saale, wo Direktor Hel - g von der Landwirtschaftl Schule Gelnhausen »iner «-

Wein in Flaschen und auf die Speilewirtlchastei Gastwirte fordern gänzliche Beseitiaung der Poo '

nn Präsident Coolidges Rede in Cansas City am Waffenstillstandstage (11. 11. 1926) mag als die markanteste Ansprache des Leiters der amerikanl- fchen Exekutive betrachtet werden. Bekanntlich hatte diese Rede des Präsidenten bei den europäischen Machten einioes Mißbehagen zur Folge, und eine allgemein-abfällige Kritik ergoß sich aus London, Pans und anderen europäischen Hauptstädten dar­über. Amerikas Weigerung, in den Weltge- r'chtshof einzutreten scheint nunmehr endgültig zu sein. In Washington besteht jedenfalls die all- gemeine Ansicht, daß Amerika die Teilnahme am Weitgerichtshof höflich ablehnen, jedoch die Ardi- trage-Politik unter der Führung des alten Haager Gerichtshofes unterstützen wird.

Sir Austen Chamberlains Anstrengungen, Groß­britannien, Frankreich, Deutschland und Italien zu einer Verständigung zu bringen, werden in gewis­sen amerikanischen Kreisen mit Argwohn verfolgt Trotzdem ist die Mehrzahl der amerikyn'sch-m Poli­tiker zuversichtlich des Glai'bens. daß Großbritan­nien keine anfi-amerikanftche Volitik betreiben will und betreiben kann, da Kanada. Australien Neu- Seeland und ein großer Teil des britischen Volkes keine Politik unterstützen würden, welche die an- wachsende Sympathie für ein analo- amerikanische« Zusammenarbeiten über die ganze Welt beson­ders im Fernen Osten zerstören könnte. Auch britische Staatsmänner sind der Ansicht, die eng­lisch-amerikanische Zusammenarbeit sei das wesent­lichste Erfordernis für die Erhaltung des britischen Weltreichs.

Die Vereinigten Staaten weigern sich, die S o w- jet-Negieruna in Rußland anzuerkennen und werden in dieser Politik durch die Hattnng des englischen Auswärtigen Amtes -.interstützt. Der Hauptgrund der amerikanischen Weigerung her An­erkennung Sowj-trußlands Heat in der ' rührigen bolschewistischen Provaaanda in China die mchi zum Vorteil Amerikas gewesen ist. Zur selben Zeit haben die Somjets auch her britischen Eln- sinß in China. Afghanistan. Persien und in der Türkei beträchtlich untergraben.

Offenbar wünscht die amerikanische Regierung in keiner W.eisx an Vereinbarungen gebunden zu werden, die sie in europäisch-« Angeleaenheften ver­wickeln könnten. Die stärksten Interessen Ameri­kas liegen naturgemäß auf dem amerikanischen Festlande. Freundschaftliches Zusammenarbeiten mit Kanada in politischer und wirtschaftlicher Hin­sicht ist hort nor allem eine der wichtigsten Richt­linien Amerikas, wie sie ia auch kürzlich in der Errichtung eines G^andschaftsicistens der Verei­nigten Staaten in Kanada zutage trat.

Tatsächlich liebäugelt ein großer Teil des ameri­kanischen Volkes mit dem Gedanken, die Sterne und Streifen mnrbtm da« vorherrschende Kenn­zeichen der Herrschaft zwischen den Vereinigten Staaten und dm Panama-Kanal flattern. Die Merikaner sind natürlich oeaen solch- ameri­kanischen Bestrebungen mit Argwohn erfüllt, und die merikanisch-awerikanischen Beziehungen, die schon fumftae Trübungen erfuhren, versprechen künftig sich nicht so freundlich iu gestalten mie jene 'wischen Kanada und den Vereinigten Staa^n. Da« m-rikanilche La"daesetz. in«besondere her Ar­tikel 27 der merifanifchen Verfassung, welcher der Au-ibr-ituna der fremden Kontrolle über die Bo­denschätze her Revublik eine Schraftke setzt, war jüngst der Gegenstand eines Notenwechsels zwischen den Vereinigten Staaten und Mexiko und drohre

Iie gegenwärtige Meu$ her Wellpolitik Amerikas

Von Dr. Tarakhnat Das.

schweren wirtschaftlichen Krisen ein Jahr erfreulicher Entwicklung zurückaelegt. Er umfaßt jetzt 50 Vereine mit nahezu 3600 Mitgliedern. Neu traten die Saft« wirtevrganifatianen van Diez, Braubach und Carlshasen dem Verband bei Seine besondere Aufmerksamkeit w"n- dete der Verband wirtschaftliche Fragen zu Im Mittelpunkt der Derhondlungen am Dienstag stand "in Vortrag des Präsidenten de« Deutschen Gastwirtever- bandes K ö st e r - Berlin überDas deutsche Gastrmfz. gewerbe im Rahmen der Gesamtwirtschaft - Ein Rück­blick und ein Ausblick" Er wies auf die wirtschaft'»!)« und kulturelle Bedeutung des Gastwirtsgemerbcs (« n, das in Deutschland im Rahmen keiner heutigen Grenzen vor dem Kriege 297 000 Betriebe zählte gegen 255 090 im Jahre 1925; 42 000 Betriebe sind also Infolge der schlechten Wirtschaftslage einqeaanaen Der Deusich« Gastwirteverband zählt 60 000 Mitglieder mit 1 V> Mill. Arbeitnehmern Dann unterzog der Redner die ftcer- liche Belastung des Gastwirtsgewerbes einer Betrnch- . tung. Die Gctrünkefteuer werde mnhrfrheinlich n-ch

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Der Fremde.

Von Theodor P r ö p p e r.

E Er kam von der Landstraße. Emer von den vie­len, die die Rot durch die Welt jagt Er sprach nicht kiel. In fein jugendhaftes Gesicht hatte das Leid sein Siegel gedruckt. Man kannte weder Weg noch Ziel von ihm. Man wußte nur, daß er von der Landstraße kam.

- Und das mar genug. Vorsichtig schloß man die Türen zu vor chm.--

L ®e9cn 'Übend war er ins Dorf gekommen. Hungrig schlief er die erste Nacht im Spritzenhaus Zu essen

: hotte er den ganzen Tag nicht gehabt. Auf einem rei­chen Gutshof hatte man morgens den Hofhund hinter ihn gehegt. Da war er davongeflohen voll Scham und

1 Bitterkeit. Bettelbrot essen ist hart. Da ist das Hungern manchmal noch leichter

°nbern Tag ging er durchs Dorf. Arbeit suchte ar- r ur mnn iraute ihm nicht. Endlich nahm ihn der Wlesenbauer an. Es war zur Zeit der Ernte. Da hatte Man viel schaffende Hände nötig. Und man konnte es Mu dem «zremden doch wenigstens einmal versuchen Er |®ar ja ane billige Arbeitskraft Der Bursche aber war ?cch, ein Dach über dem Kopfe zu haben. Im Stroh auf l Oem Speicher fand er sein Nachtlager.

Und nun kamen schwere Tage der Arbeit. Von früh spät mußten die Hände sich regen Aber der Fremde p, It Schritt mit den übrigen Knechten und Arbeitsleu- gn, obschon seine Hände vor Jahren nicht solch schwere M^Mge umfaßt hätten wie Sense und Pflug. Er raffte Wh zusammen, wenn in der Sonnenglut die Stirn ; gönnte und der Schweiß triefte. Der Bauer sollte zu- W«den fein mit ihnz. Er mußte es, denn sonst winkten 1

Schanhe trieb der Wiesenbauer den Fremden wie einen

Trotzen. Aber dann war es wie Heimweh nach etwas Verlorenen. Es war brennend Verlangen nach Sonne und Licht, ein dringlich Betteln um Liebe. Der Mond spielte im Gesicht des Fremden, das bald wie im Fieber glühte, bald wie bleicher Marmor schien. Dann ein jäher Aufschrei wie ein geängstigter Ruf aus Todes­not. Da brach das Spiel ab. Der Fremde gab die Geige zurück. Schnell, ohne ein Wort schwand er im Dunkel.

Die jungen Burschen standen vor einem Rätsel. Vor den Türen hatten sich die Dorfteute angesammelt. Man staunte und riet hin und her. Was konnte das nur sein

mit dem Hergelaufenen. War er ein Abenteurer, ein vom Unglück Verfolgter? Man wußte es nicht. Aber i

Das Feld stand voller Garben, rannte in heller Aufregung durch Räume feines Hofes Unerhört, in

her hin.

Weit weg, irgendwo, da irrte ein Mensch durch du Nacht.

Fremde wankte mit bleiernem Schritt die Dorsstraße hinab. Es war Abend.

Ein paar Tage später. Eben kehrte der Bauer vom Felde heim. Da legte ihm die Bäuerin die verlorene Geldsumme auf den Tisch. Unter dem Schrank in der Küche war sie gefunden. Der Bauer schaute verwun­dert. Dann lachte er voller Zufriedenheit hell auf und rieb sich vergnügt die Hände Vor lauter Freude gönnt» er sich an diesem Abend eine Kanne Bier.--

Vor dem Nachbarhause lachten und sangen die Dors burschen. Und die Geige kreischte wieder. In der Ferm

Der Wiesenbauer alle Winkel und seinem Hause war

gestohlen. Eine beträchtliche Geldsumme war spurlos verschwunden. Wer konnte das getan haben? Niemand als der Fremde. Der Bauer stellte ihn zur Rede. Der Fremde leugnete. Aber was gilt das Wort eines von der Landstraße Hergelaufenen? Mit Schimpf und

. ein einsamer Peitschenknall. Die Landstraße lag ver lajfen und öde. Nur der Wind jammerte ruhelos darb

sich und wortkarg war. Das frostige Wesen der Men­schen hatte ihm den Mund verschlossen. Da war er scheu und stille geworden.

Am Feierabend lehnte der Fremde müde am alten Birnbaum vor dem Hause. Er schaute in die Dämme­rung hinein und träumte. Auf einmal hob er den Kopf. Von der Bank vor dem Nachbarhause wanderte ein Geigenton zu ihm herüber. Das Spiel war unbe­holfen und kreischend. Aber der Ton ließ seine Augen hell aufleuchten.

Einmal nur da herüber dürfen! Einmal nur spie­len dürfen! Aber er traute sichs nicht. Müde schlich er auf fein Lager und wischte sich die Augen aus. Und wenn die Dorfburschen singend und spielend den Hügel zum Walde hinaufzogen, schlich er ihnen von weitem noch, wie man suchend etwas Liebgewordenem nachgeht, von dem man nicht lassen kann

Aber an einem Abend hielt es ihn nicht mehr. Im Nu stand er be> den Dorfburschen und bettelte man solle ihm doch auch einmal nur die Geige lassen. Die Jungen sahen einander verwundert an. Hier und da kicherte es verstohlen:Der Fremde will spielen kön­nen?!" Aber dann gab man sie ihm und wartete neu» gierig. Die Finger des Fremden glitten bebend, wie siebkosend, über die Saiten . Dann setzte er den Bogen

Dieb vom Hofe. Die Nachbarn steckten die Köpfe zur I sten Temperaturen, die bis setzt dfc Tür hinaus:Haben wir's nicht immer gejagt?" Der * bewegen sich um 3000 Grad W ä

an zum Spiel. Aus einer fernen Tiefe stieg es auf ganz leise wie ein Kmderlied. Aber es wuchs, wurde lauter lebendiger Eine blühende Weit lag da. Alles war Licht und Farbe und Freude. Ein bunter Wirbel von tausend Einfällen. Wie das fang und jubelte Ein rauschender Strom, Ein leuchtendes Land. Wes Hoff-

ja wieder Landstraße und Bettelbrot. Darum schaffte nung. Alles Leben. Aber dann ein weher Schrei, er bis an die Grenze feines Könnens. Das Spiel war wie eine Flamme, war wie Blut, wie

Die Knechte mieden ihn, weil er ein wenig sonder- ' bittere Not. Dann war es eine Klage voll erschüttern­der Inbrunst. Nun wieder sprang es auf wie ein hartes

ein Künstler war er sicher. Früher als sonst wurde es an diesem Abend im Dorfe still.

Die folgenden Tage waren Arbeitstage wie die an­deren. Aber von nun kamen die Burschen öfter und holten den Fremden, daß er spielen solle.

; Die Temperatur der Fixsterne Da die Tempera

tur, die eine Lichtquelle besitzt, das Spektrum, das fu abgibt, beeinflußt, ist es möglich, die Temperatur bei Fixsterne zu messen. Die Temperatur der Sonne ist längst bekannt: sie beträgt 5900 Grad Die Fixstern­haben meist eine wesentlich höhere Temperatur, unk zwar schwankt sie von 10 000 bis 20 000 Grad Letzter, Temperatur dürfte wohl die höchste fein, die auf den uti ferer Forschung zugänglichen Weitkörpern vorkommt Natürlich ist es nur die Temperatur der 'Mrsläche. Du Temperaturen des Innern der Fixster' -'--hev^sich jeder Feststellung wie auch Schätzuna Fixsterne, die kälter sind als

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