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Fuldaer Zeitung

JVo 89.

Tonntag, 17. April 1927.

2. Blatt.

Druck der Fuldaer Acllendrucksrel, Fulda

Jugoslawiens Bevölkerung.

Iugoflavien, dessen Name erst kürzlich im Brennpunkt polirischen Interesses stand, führt be­kanntlich die offizielle BezeichnungKönigreich der Serben, Kroaten und Slovenen". In der Tat bil­den diese drei südslaoischen Stämme den Haupt­anteil seiner Bevölkerung. Bor Ausbruch des Weltkrieges, besaß das damalige Serbien kaum > Millionen Einwohner, heute beläuft sich die Dcvölkerunaszahl auf 1213 Millionen. Davon sind 5>5 Millionen Serben, 3% Millionen Kroa­ten, 1 Million Slovenen, 1300 000 Türken, je 500 000 Deutsche und Ungarn, während sich der Rest aus Rumänen, Juden und sonstigen Min- derheitsgruppen zusammensetzt. Die konfessionelle Gliederung des Landes ist folgende:

Griechisch-Katholische (Orthodoxe) . 5 650 000 Römisch-Katholische ..... 4 900 000

Protestanten........ 220 000

Mohammedaner ...... 1 400 000

Juden ......... 65 000

Das größte Kontingent der Orthodoxen stellen die Serben, während die Kroaten und Slowenen überwiegend römisch-katholisch sind. Die Protestan- ten endlich zerfallen in 170 000 Lutheraner und 50 000 Reformierte.

* Ein Prozeß um2llf - Heidelberg". Bor einem Berliner Gericht fand ein Termin in dem Prozeß Meyer-Först er contra Uf a statt. Dec Termin wurde vertagt, da das Gericht neue De- weisanträge forderte. Herr Meyer - Förster, der Verfasser des SchauspielsAlt-Heidelberg" wirft der Ufa vor, sie habe ohne seine Einwilligung dir Verfilmungsrechte vonAlt-Heidelberg" an die Me­tro weitergegeben. Die Ufa behauptet jedoch, die Metro verpflichtet zu haben, sich mit Herrn Meyer- Förster in Verbindung zu setzen, bevor der Film gedreht wurde. Auf den Ausgang des Film-Pro­zesses kann man gespannt sein.

* Durch Spielerei erschossen. Auf dem Gehöft eines Landwirtes in Bruckhausen (Rheinland) hatte der Eleve nach seiner Rückkehr von der Krähen­jagd das geladene Gewehr für einen Augenblick in der Küche unbeaufsichtigt stehen gelassen. Ein 15 Jahre alter Knabe nahm das Gewehr in die Hand, spielte damit, ein Schuß krachte und traf eine Dienstmagd in den Kops, wodurch der Tod des Mädchens in einigen Minuten eintrat. Der unglückliche Schütze wurde verhaftet.

* Tödlicher Sturz beim Fenfierpuhen. In einem Hause in der Emilstraße in Köln stürzte eine etwa 65 Jahre alte Frau beim Fensterputzen zu einem Parterrefenster hinaus und erlitt so schwere Verletzungen, daß sie nach einiaen Stunden starb.

* Seim Glockenaufhängen tödlich verunglückt. In dem Dorf Keldendich bei Brühl, Bez. Köln, löste sich beim Aufhängen von Kirchenntocken vlößlich von dem hier zu errichtenden Gerüst ein Balken. Dieser fiel einem verheirateten Monteur auf den Kopf und verletzte den Mann so schwer, daß ec seinen schweren Verletzungen erlag.

* Großfeuer in einer rumänischen Stadt. In der Stadt Wuhusi an der Moldau brach ein Brand aus, der infolae des starken Windes rasch um sich griff, so daß 200 Häuser in Flammen standen.

Neues aus Frankfurt.

Neubesetzung eines Rabbinat». In einer Ver­sammlung der Israelitischen Religionsgesellschaft nahm man zur Wahl eines Gemeinderabbiners Stellung, da das Amt seit dem Tode des Rabbiners Dr. Breuer noch unbesetzt ist. Aus der Aussprache ergab sich, daß nur zwei Bewerber ernsllich in Frage kommen, von denen der ungarische Rabbiner Klein die größten Aus­sichten haben dürste.

--- Der Nachlaß eine«armen" Mannes. Dieser Tage starb in hohem Alter ein bekannter Kursmakler. Der Mann lebte in den bescheidensten Verhältnissen. Seine Abendmahlzeit bestand meist aus trockenem Brot. Er erklärte immer, daß er für sein Alter sparen müsse. Er hatte bis zum vorletzten Lebenstage gearbeitet und starb an einem Herzschlag. In seinem Nachlaß sand man zahlreiche Gold- und Silbersachen und im Kassen- schrank mehr als 100 Flaschen Wein von hohem Alter. Er hatte sie sich für dasAlter" aufgehoben . Dabei ist er 77 Jahre alt geworden.

ÄQSing m hpn wifmuies wiws Ma. Sferbefätte vom 8. bis 15. April 1927.

7. April. Privativ Kathirna Elisabeth Grebe, 79 I, I M, 6 T. 8. Ehefrau Katharina Hoffmann geb. Blum aus Schlitz, 68 I, 10 M, 7 T. 10. Invalide Karl Friedrich Wiederhold. 67 3, 11 M, 18 T. 9. Pflegling Hubert Singe, 5 I, 4 T. 9. Eisenbahnassistent Heinrich Kaufmann aus Hünfeld 45 I, 14 T. 10. Ehefrau Maria Hamm geb. Vey aus Schafsteinhof, 38 I, 7 M, 1 T. 10. Invalide Richard Scheel aus Johannesberg, 67 I, 8 M, 12 .T 11. Maschinenmeister a. D. Konrad Bit- ger, 67 I, 10 M, 3 T. 11. Schülerin Agnes Käthe Schö- nig, 6 I. 10 M, 4 T. 12. Lehrerin a. D. Minna Lech- keitner, 72 I, 1 M, 17 T. 13. Hauptlehrer a. D. Witwer Alois Ehrysanth Dorst, 82 I, 6 M, 18 T. 13. Ehefrau Helene Sauer geb. Will aus Uttrichshausen, 41 I, 4 M, 6 T.

Rund um die Woche.

Grohmütlerchens Osterfrende. Chinesen, Zündhölzer und Phosphor, (Eine alte Rechnung. Das essen wir zu Ostern? Friede sei mit ench Alleluja.

Er stammt aus heißer Gegend her. Dem Land der Hottentotten, Drum sind die Eier, die er legt. Von vornherein gesotten . . .

Dies Liedlein, das ein Dutzend Strophen hatte, sangen wir wohl zu Ostern. Gemeint ist natürlich der Osterhase, der mitsamt dem Osterlämmlein nun einmal dazngehört. Liebe Großmutter, daß du es gleich weißt, diese Osterplauderei ist für dich ganz allein bestimmt. Du hast mir so gütig 20 Mark geschickt für gute Zwecke, und es hak 10 Mark davon ein schwindsüchtiger Russe bekommen, der mutterseelenallein in Europa herumirrt und nun irgendwo liegen muß, wartend, daß ihm Gott ei­nen Raben schicke, der ihm ein Laiblein Brot bringt. Wenn nämlich der Rabe nicht tom'mt, muß er verhungern, hat er doch keinen roten Pfennig abgesehen von den 10 Mark, die ihn on diesem Ostertag erquicken. Der Rabe, das bist nur du! Die andern 10 Mark hat eine kranke Witwe erhalten, die ein goldiges Kind hat, aber weder Stellung noch Geld. Das Kind kann Mär­chen. erzählen, wie es wohl nur Gottes Englein können, wenn sie einmal in Gestalt eines Locken­köpfchens über diese Welt wandern. Meist kehren diese Kinder jung wieder heim auf die Hrmmels- wiese, von der sie gekommen sind. Ach, mein Märchenkind ist krank geworden und muß operiert werden, und dazu sollen also die 10 Mark helfen.

schewismus. Ist das am Ende auch schon zu ge­scheit?

Etwas Anderes. Es besteht jetzt eine direkte Kabelverbindung, von England nach Australien. Man kann jedes Wort verstehen, und es ist wieder ein Triumph der Technik. Welche Fortschritte seit jenen Tagen, wo man in Europa nicht einmal ein Zündholz anstecken konnte. Verzeih, Mütter- eben, wenn ich schon etwas vom Hölzchen aufs Stöckchen komme, und nun aufs Zündholz gerate, hat sich doch auch die Volksvertretung in Berlin weitläufig genug darüber unterhalten. Mich geht das Geschäft nichts an, aber wohl interessiert es mich, daß der Mann, der hier zwar nicht das Pul­ver aber das Phosphor erfunden hat, nicht ein Schwede, sondern ein Deutscher war, nämlich der Frankfurter Chemiker Boettcher. Vor ihm gab es freilich schon eine Pariser Art, mit Schwefel, Harz und Kaliumchlorat Hölzchen herzustellen, die man ohne Gefahr in kleinen Schachteln verschicken konnte. Es sind genau jetzt 100 Jahre, als das erste Streichholz auf der Welt aufleuchtete. Und wie müssen wir nicht den Prometheus feiern, der das Feuer nicht nur vom Himmel brachte, sondern der lehrte, wie man es verpackt und sogar in der Tasche mit sich trägt. Das ist doch nicht zu ge­scheit, was ich da erzähle? Gelt, Großmütterchen?

Da wir aber einmal mit dem Zündholz nach Schweden oekommen sind, so will ich hier, weil es eben Ostern ist, eine kleine drollige Geschichte

Ak NmmW He? fientWii WWsnM.

Karsteitagsstimmung drückt immer noch auf des deutschen Volkes Seele; Trauer um des Reiches einstige Gröhe, um des Volkes geschwun­denen Wohlstand..

Aber Karfreitagstrauer bedeutet nicht stumpfe Verzweiflung; in das Dunkel des Karfreitags leuchtet schwach zwar noch, aber doch ver- beißungsvoll schon das Licht der Osterkerze hinein. Auch das deutsche Volk darf die Gewißheit haben, daß dem deutschen Karfreitag ein deutscher Ostermorgen folgt!

Das Schwerste haben wir ja bereits überwunden. Wir haben uns aus dem physischen und moralischen Zusammenbruch des Jahres 1918 wieder aufgerafft, Ordnung geschaffen im Innern, in der Währung, in der Wirtschaft, und sind allen unvorhergesehenen Schwierigkeiten zum Trotz auch daran, dem deutschen Volke außenpolitisch wieder die ihm gebührende Stellung zu sichern.

Der Weg zu diesem Ziel ist schwer, aber wir werden ihn weiter be­schreiten in der festen Ueberzeugung, daß er der richtige ist, um dem deutschen Volke Brot und Arbeit, dem Deutschen Reiche Freiheit und Europa und der Welt den Frieden zu sichern.

Das ist meine Osterhoffnung, mein Ostenvunsch!

Marx, Vorsitzender der Deutschen Zentrumspartei.

Dann wird ss wieder weiterhungern und Märchen erzählen. . %

Also liebes Großmütterchen, nun will ich dir dafür eine besondere Osterfrende machen. Ich weiß zwar nicht recht, was ich dir nun vorplaudern soll. Es heißt in deinem Briefe:Sie schreiben manch­mal etwas zu gelehrt. Sie haben viele unstudierte Leser, müssen Sie wissen, die nicht alle so gescheit sind als Sie. Beleidigen Sie sich bitte nicht über meine Freiheit." Nein, liebes Großmütterchen, das tue ich auch gewiß nicht. Aber ich weiß nun wirk­lich nicht, wie ich es anfangen soll. Es find eben die Menschen in der jüngsten Zeit gescheiter gewor­den. Sie erwarten von mir, daß ich damit rechne. So wünschen sie bestimmt etwas von China zu hören, was denn nun werden fofl. Wie kann ich es wiffen? Es scheint mir aber, daß dort bald mit den Bolschewisten Schluß ist. Aber darum wird es den Engländern nicht besser gehen. Diese chinesischen Generale waren schlauer, als alle Eu­ropäer zusammen. Erst haben sie mit russischem Geld den Engländer bekämpft, dann mit eng­lischem Geld den Russen, haben auf diese Weise Armeen gebildet und werden sich wohl vereinen, um nun die fremden allesamt hinauszuwerfen. Es kann noch lange dauern und endet vielleicht doch noch mit neuenKolonien". Es wird dich üb­rigens interessieren, daß es nirgends in der Welt die Großmütter so gut haben, wie in China. Denn dort hat man Sinn für Pietät und für das vierte Gebot. Schon darum ist das kein Boden für Bol­

einfügen, die der deutschen Presse aus Stockholm ist berichtet worden. Es hat nämlich dort ein Maler­meister die Rechnung eines schwedischen Kirchen- malers entdeckt, die selbiger im Jahre 1808 der Kir- chenbehörde überreicht hat. Es heißt darin:Die zehn Gebote geändert, sowie das siebente verklei­nert, 10 Kr. Dem Räuber am Kreuz eine neue Nase gemacht, sowie die Finger verlängert, macht 1,30 Kr. Dem Engel Gabriel Finger auf­gesetzt, sowie Pontius Pilatus aufgeputzt und ihn Dom und hinten neu bemalt, macht 3,35 Kr. Die Magd des Hohenpriesters dreimal übergestrichen, sowie Petrus einen neuen Zahn eingesetzt, 1,30 Kr. Die Tore des Himmels erweitert und mehrere neue Sterne aufgesetzt, 2,15 Kr. Die heilige Mag­dalena aufevarbeitet, die vollständig zerstört war, 3,45 Kr." Soweit die Rechnung, wobei dich, liebes Großmütterchen, die Sache mit den erwei­terten Himmelstoren besonders erquicken wird, schreibst hu doch so wunderschön:Bald werde ich zum Himmel fliegen."

Ach ja, das ist ein schöner Ostergedanke. An diesem Taae hat nämlich die Menschheit erst die verklärten Schmetlerlinasflügel erhalten, mit denen man solch einen Flug wagen darf. Hab nur keine Angst, Mütterchen, denn das schöne Osterwort: Der Friede sei mit euch, das gilt vor allem für die guten frommen Seelen. Wirst schon dein Kreuz im Leben getragen haben, hat doch jede Mutter ihr Kreuz, um wieviel mehr also die Großmütter. Schau auch heute in den Spiegel ober tun das

nur die kleinen Mädchen und die Großmütter nicht mehr? also schau in den Spiegel und besieh dir ruhig alle die Runzeln und Falten. Sie werden doch alle da oben verschwinden. Dann nimm das Bild vorn Hochzeitstag und sprich:So schön werde ich wieder, ja noch viel schöner!" Meine Groß­mutter sprach manchmal davon und dann schaukelte sie die Wiege des Enkels und fang dazu:

War einst ein Riese Goliath, Ein gar gefährlich Mann, Er hatte Tressen an dem Hut Und einen Klumpen dran.

Irgendeine Dame hat vor einiger Zeit einen Artikel geschrieben und darüber in mächtigen Buch­staben:Was essen wir zu Ostern?" Sie sagt bann:Wo bliebe denn ein Fest, woher käme denn die behagliche Feiertagsstimmung, wenn es dabei nichts Gutes zu essen gäbe. . . Würden wir über­haupt das Gefühl dafür haben, heute ist Ostern, wenn auf unserem Frühstückstisch am Ostersonntag nicht zwischen den Frühlingsblumen, Himmels­schlüsselchen und Veilchen der Osterkuchen duftete?" Das ist ja nun alles ganz schön, wenn es nur nicht so viele Haushalte gäbe, wo es mit dem Duft des Osterkuchens so seine Schwierigkeiten hat. Und es ist doch traurig, wenn der Osterkuchen sozusagen wichtiger wird als die Osterbotschast selber. Ach, liebes Mütterchen, ich möchte dir am Schluß nun mein ganzes Leid klagen. Es wird auch diese Ostern in hundert und tausend Zeitungen über Ostern geschrieben werden, und das eigentliche Osterlamm wird dabei nicht einmal erwähnt. Und dann wundern sich die Menschen, daß sie nicht zu dem Frieden kommen, der in diesen Tagen immer wieder verkündigt wird. Der Friede des Evan­geliums ist natürlich nicht gleich dasselbe wie der Friede unter den Völkern, aber eines hängt doch mit dem andern zusammen. Hat man diesen Frie­den des Auferstand-nen nicht in sich, wie wird man in China, in Albanien, in Genf und wo es immer sei, zum Frieden kommen? So lehr hat es mich erschüttert, als der belgische Minister, Herr Brouckers kurz vor Ende der Abrüstungsverhand­lungen den versammelten Delegierten des Völker­bundes mit bewegter Stimme sagte, es bleibe ihm nach dem Scheitern aller Bemühungen nichts üb­rig, als sich auf feinen Stuhl niederzusetzen. So wird mir das Alleluja heute wirklich schwer. Und dennoch: Christi ist erstanden. Er wird auch 'm der Menschheit wieder erstehen. Er wird sprechen: Der Friede fei mit euch, und mir antworten, liebes Mütterchen, alle zusammen Alleluja!

Herzlichen Ostergruß Dein

Mann im Monde.

Technik und verkehr.

Die Folgen der Rationalisierung in der 3nbuffrt für die Ausschaltung der menschlichen Arbeitskraft wer­den durch die folgenden Zahlen klar beleuchtet: Für die Herstellung eines bestimmten Motors waren,_ wie der Direktor einer großen Gasmotoren-Fabrik kürzlich in einem Vorträge mitteilte, im Jahre 1924 7.5 Arbeiter notwendig, 1926 aber nur 3. Ein Arbeiter erzeugt heute 62 Prozent mehr an P. S. als 1924. In der Lackiererei einer Räbmaschinenfabrik sielen infolge der Maschinisierung 70 Prozent der Arbeiter aus. in der Montage 65 Prozent, in der Kontrolle 60 Prozent und in der Packerei ebenfalls 60 Prozent.

Technik und verkehr.

Der amerikanische Dauersluqrekord. Aus Wa hington wird gemeldet: Flieger Acosta und Chamberlaii sind nach einer Flugdauer von 51 Stunden 12 Minute» auf eine Balanca-Eindecker gelandet. Sie haben dami einen neuen Dauerflugrekord ausgestellt.

Frankfurter Over.

Samstag den 16. April, 7 Uhr: Wiener Blut.

Sonntag den 17. April, 7 Uhr: Zum 1. Mal Turando

Montag den 18. April, 5V4 Uhr: Parsisal.

Dienstag, 19. April, 7J4 Uhr: Cavalleria rustican Hierauf: Der Bajazzo.

wie wird das Wetter?

Das Tiefdruckgebiet über Nordeuropa hat durch feine Ausläufer die Witterung von fast ganz Deutschland mit ziemlich anhaltendem Regen beeinflußt. Da der Luft­druck im Westen ziemlich stark ansteigt, ist zu erwar­ten, daß wir allmählich an die Rückseite des ostwärts abziehenden Tiefdruckgebietes kommen. Es werden allerdings immer noch einzelne Stiebcrfdjtags- schauer eintreten. Die Temperaturen gehen später zurück.

Witerungsaussichten für Sonntag: Wolkig, meist trocken, nordwestliche Winde.

Schriftleiter: Dr. phil. Johannes Kramer. Verantwortlich für Politik und Heimatliches Dr Kramer, für den Roman und d?e .Buchenblätter" Union Weßler. für den übrigen Tert und die Unterhaltungs- beilege Dr. rer. pol. Karl Au st ermann, alle in Fulda. Verantwortlich für die Anzeigen: Direktor der Fuldaer Actiendruckerei I. Darzeller.

A. Liebstadter. Bettenlwm

I

M6

Wegen Verlegung meines Geschäftes

nach FuMa

Mitleistrasse 23 (vorm. Simon Eschwege)

findet von Dienstag, den 19. April, an ein

grosser Ausverkauf

meines bedeutenden Lagers in Manufaktur-, Weiss- und Wollwaren statt.