Mtiwr TO M. (mit MM. Anim 15 M.)
Dienstag, 12. April 1927
Nr. 85
ein«
uchten auf alle Fillle, General Dschiang Kar-Schek eines Amtes zu entheben. Dfchiang K<tt»schek sei
die Ausgrabun
römische Gesell«
n i s e e liegen. Das
Hus der Zenlrumspartei.
ft en die Sowjetunion zum Kriege provozieren wolle, und daß das Kabinett von Peking als ihr Werkzeug benutzt werde. Die Sowjetregierung werde im Interesse der chinesischen wie der Arbeiterklasse aller Länder mit allen Mitteln die Sache i)es Völkers rieb ens verfechten.
die Häfen Dalona und Dura; di Medua und Dulcigno von ? wie einst im Altertum. Die Adria----------- ,
Binnenmeer — das „mare noftro" — das ist nach wi« vor der tiefe Sinn der Kämpfe in und um, Albanien und der Zweck der verschiedenen Aktionen und Derträge um den Besitz und die Macht
treten sollte, den Sohn Tschang Tso-lins, d-r moderne Tendenzen vertrete, für sich zu gewinnen, um alsdann mit den ausländischen Mächten verhandeln zu können. Doch scheine auf Grund der außerordentlich reichlichen Gelder mid technischen Hilfsmittel der materielle Erfolg der Kontonregierung gesichert zu sein.
Erscheint sechsmal wöchentlich. Wochenbeilage: „Die Welt im Bild" und „BuchenblStter". Rotationsdruck und Verlag der Fuldaer Actiendruckerei in Fulda. Fernsprecher Nr. 9. Monatlicher Bezugspreis 1,50 Mk.
* Die Jahreshauptversammlung des Verbandes Deutscher Gebirgs- und wandervereine findet vom 1. bis 5. September in Herborn statt.
nach Nanking abgereist. Er bemühe sich, auf der ___ ' „ ■. ' * m •>. . -f. ____-1. - • f!X
Der Sonderberichterstatter der Havasagentur in Schanghai meldet, General Tschang Tschung« tschang suche nördlich von Nanking seine Stellung zu halten und dem Dormarsch der Schangtungtruppen Widerstand zu leisten. Die Kantontruppen befestigen ihre Stellung am Pangtse. Die innere Spaltung der Kuomingtang« Partei stelle sich als ernster heraus, als man an« änglich angenommen hatte. Die Extremisten ver-
»6lanö5 Isiiigriii iit heu rtjinciiirfjen Wttaiej?
Die rusiische Protestnote an Nortz-China. — Die gbberusnng der russischen Eefchaftr- trägers aus Peking. — schwere russische Vorwürfe gegen die „Imperialisten".
- Die diesjährige Reichstagung der deutschen windt- horskbuude findet in der Psingstwoche vom 10. bis zum 12. Juni in Landau i. d. Psalz statt. Der erste r.ag gilt Fragen der Bundesorganisation und der prakincyen Bundesarbeit, an den beiden anderen Tagen soll die . deutsche Außenpolitik behandelt werden, sowie ine politu 1 scheu Strömungen unter den deutschen Katholiken.
lichen Verhältnissen nicht in Einklang stehenden Weise in Belgrad protestierte.
Die nüchterne Rede und die besondere Haltung des jugoslawischen Ministers des Aeußeren, Dr. Perics, in der Skuptschina rettete dann die Lage, und die Darlegungen des verantwortlichen Leiters der südslawischen Außenpolitik wurden später durch den Bericht des englischen Konsuls in Mona- ftir vollkommen bestätigt: von juaoslawiichen Trup- penkonzentrationen an der albanischen Grenze keine Svur, von angeblich bevorstehenden jugoslawischen Einfällen auf albanisches Gebiet weit und breit nichts zu bemerken.
Nun bleibt die Frage offen, was geht hinter den Kulissen vor, welches waren die eigentlichen Triebfedern der letzten Demarche der römischen Regierung? Die italienischen Blätter sind still geworden, und die wenigen einheitlich abgefaßten amtlichen Darstelungen verraten nicht viel. Umso redseliger sind die jugoslawischen Zeitungen, und so läßt sich nur von dieser Seite aus ein Bild der Lage rekonstruieren:
Der Vertrag von Tirana soll Italien das Recht geben, im Falle von Unruhen in Albanien einzumarschieren und die Ruhe und Ordnung roicter« herzuftellen. Ruhe und Unruhe sind relative Begriffe, in Albanien relativer denn anderswo, und so soll nun, wie Belgrad behauptet, nach dem Muster der mazedonischen Unruhen in der alten Türkei zuerst in Albanien ein Aufstand geschürt und Dann niedergeworfen werden. Ist eg Achmed Zugu, der Italien dabei behilflich ist, einen Aufstand 3» entfesseln, um dann als Lohn für seine Niederlage König von Albanien von Mussolinis Gnaden zu werden? Es wäre dies nicht dir erste politische Wendung im Leben des neuen albanischen Heros, begann er doch feinen Kamps! vls Freund der Serben und als Förderer ihrer Bestrebungen, um dann ein Freund der Italiener zu werden. Diel« leicht haben die jugoslawischen Blätter recht, vielleicht wurde die diplomatisch Befriedung Albaniens aenannte italienische Durchdringung des Landes schon in Tirana besprochen, vielleicht haben erst die Ereignisse der letzten Wochen die neueste Wendung geschaffen. Die Eingeweihten dürften es selbst nicht genau wissen, die Ereignisse überstürzten sich zu'sehr, die Akteure wechselten zu rasch L ihre Rollen.
Neu sind die italienischen Pläne auf Albanien j sicherlich nicht. Früher galt es den Kampf gegen i- die österreichischen Gelüste aufzunehmen, und schon t her flüchtige Tourist konnte in jedem der albani- scheu Häfen den wirtschaftlichen Einfluß der Jta- i liener an den zahlreichen italienischen Waren und Reklamen erkennen. Heute ist es nicht Oesterreich, sondern Jugoslawien, die italienischen Absichten sind jedoch die gleichen geblieben. Italienisch soll auch die östliche' Küste der Adria fein, das ist der Traum der Italiener und, wenn es nicht leicht wird, Dalmatien zu erobern und italienisch zu ma« chen, so ioll meniaüens die albanische Küste, sollen
Das englische Budget.
wtb. London, 11. April. (Eig. Funkm.) Die Presse tritt dem 3. Budget, das Churchill heute nachmittag im Unterhaus einbrmgen wird mit größtem Interesse entgegen. Die Blatter betonen, daß die Deckung des Budgets mehr Steuern erfordere, erklären jedoch uberemstimmrnd, daß keine Erhöhung der Einkommensteuer erfolgen wird. ———
» Die franzöfifchen Sozialisten für eine Verbin- dunq mit den Radikalen bei den Wahlen. Der stärkste Bezirksverband der sozialistischen Parte, des Nord-Departement, der in Lille tagte, bat-eine Tagesordnung angenommen, die die vollständige Unabhängigkeit der sozialistischen Parte, gegenüber den Radikalen feststem, ,edoch eine lose Ver bin- dung und eine Verständigung mit ihnen bei den Wahlen zuläßt. Das Rhone-Departement hat sich auf einen ähnlichen Standpunkt peinigt, ebenio das Departement De la Vienne, sodaß die Annahme berechtigt ist, daß diese Stellungkiahme au dem Parteikongreß in Lyon eine starke Mehrheit erhält.
Holländisch-belgischer Zwischenfall?
Die Belgische Telegraphenagentur gibt unter Vorbehalt eine Meldung der „Dermere Nouvelle wieder, die besagt, in der Gegend von Maastricht hätten Belgier, die auf holländisches Gebiet hm- übergegangen seien, Propagandazettel angeschla gen, auf denen die Vereinigung von Limburg mit Belgien gefordert werde, um diese Provinz vor Schäden infolge der Ablehnung des Holland,^- belgischen Vertrages zu bewahren. Dieser Zwi schenfall habe lebhaste Erregung hervorgerufen.
Reuter meldet aus Schanghai: Nach einer Funkmeldung aus Tschinkiang Haden Truppen Sunt- schuanfang eine kantonesische Brigade auf dem Norduser des Yangtse geschlagen. • Ein General und 400 Mann haben sich über den Fluß nach Tschingkiang gerettet. Am Samstag haben drei Generäle und 4—5000 Soldaten sich auf das Nordufer des Yangtse begeben, wo sie zu den Nordtruppen übergingen.
Nach einer Reutermeldung aus Hankau soll der Außenminister der Kantonregierung, T s ch e n , ben javanischen Generalkonsul Takao ersucht haben, seiner Regierung sofort folgendes Anerbieten zu überreichen: Die nationalistische Regierung ist bereit, sich nicht mit der japanischen Konzession m Hankau zu befassen. Sie wird nicht 'b" Rückgabe fordern und alle japanfemdliche Agitation in China unterdrücken, vorausgesetzt, daß Japan davon Abstand nimmt, sich Großbritannten und den Vereinigten Staaten bet der Absendung eines Ultimatums an die nationalistische Regierung anzuschließen.
Die NanLmg-Snyelegenheit.
In den verantwortlichen Kreisen Londons bat die Tatsache beträchtliche Zufriedenheit ausgelost, I daß es gelungen ist, über die gleichlautenden No- I ten, die Der Kantonregierung wegen der Ausschreitungen in Nanking überreicht werden sollen, zwischen den diplomatischen Vertretern Großbritanniens, Frankreichs, der Vereinigten Staaten und Japans eine vorbehaltlose Uebereinst im m u n g zu erzielen. Die zu überreichenden Noten werden Schadenersatz verlangen, werden aber kein Ultimatum darstellen. Die Frage der Bürgschaften ist offen geblieben und wird erst später in Betracht gezogen werden. In den Noten wird auch keine Frist für Die Erfüllung Der I Forderungen angegeben. Man glaubt, daß Die Solidarität der Mächte auf die Chinesen von gro- I her Wirkung sein wird.
wtb. Washington, 11. April. (Eia. Funkm.) I In Regierunqskreisen liegt keine Bestätigung der Pekinger Meldung vor, daß der Protest der fünf Möchte heute in Hankau überreicht werden sollte. Man habe keine Kenntnis davon, ob der I Protest gemeinsam oder von jeder Macht emzeln I überreicht werden solle.
Paris und Moskau.
$atlJan‘ beachte: Der «rief ist 1927 geschrieben, nicht etwa 1880.
Albaniens.
Weisungen für den jugoslawischen Gesandten in Rom.
Das jogoslawische Ministerium Des Auswärtigen teilt mit, daß die Regierung dem jogoslawi- schen Gesandten in Rom Weisungen für die bevorstehenden Verhandlung en mit Stalicn erteilt habe.
* Das Befinden König Ferdinands. Aus B u« karest wird gemeldet: Nach dem ärztlichen Bericht erlaubt die im Allgemeinbefinden des Königs wie im lokalen Befund eingetretene Besserung die Feststellung, daß das Stadium der Rekonvaleszenz eingetreten ist.
* Ein „Rechtsstehender". Ein Leser der „Germania", ein Oberingenieur in einem saarländischen Jndustrieort,. suchte Ende Februar durch Vermittlung der Landwirtschaftskammer in Münster i. W. eine Elevenstelle für feinen Sohn. Die Landwirt« schaftskammer gab die Anfrage, wie das so üblich ist, an die Gutsbesitzer ihres Bezirkes weiter, die eine offene Lehrstelle gemeldet hatten. Der Ober- Ingenieur erhielt daraus Angebote der betreffenden Gutsbesitzer. Unter diesen Angeboten war ein» in Ton und Tendenz so ungeheuerlich, daß er der Allgemeinheit nicht vorenthalten werden soll. Der Verfasser heißt Franz vo n Harlessem, er
Das diplomatische Korps in Peking hat Tschang- olin zur Kenntnis gebracht, man erwarte, daß )ie während der Durchsuchung auf dem Gebiet der Sowjetgefandtschast verhafteten Personen einem ordentlichen Gerichtsverfahren unterworfen werden.
Das Echo.
wtb. London, 11. April. (Eig. Funkm.) Laut „Preß Association" ist in Londoner diplomatischen Kreisen unter Bezugnahme auf die Note der Sow- etregierung zu den Zwischenfällen in Peking gestern abend erklärt worden, wenn der russische Geschäftsträger aus Peking abberufen würde, so würde dies als offene Teilnahme Rußlands an dem chinesischen Bürgerkrieg aufgefaßt werden.
Die Lage im Bürgerkrieg.
Stillsland in den Erfolgen der bolschewistischen Südarmee?
Wie aus Moskau gemeldet wird, ist am Sams- i i™», --
tag dem chinesischen Geschäftsträger in Moskau Eisenbahnstrecke Nanking-Schanghai sich festzusetz
eine Note der Sowjetregierung überreicht worden, und würde, falls eme Spaltung w der Parte, e
in der die Vorfälle auf dem Gebiet der russischen Botschaft in Peking als eine unerhörteVer- letzung der grundlegenden Bestimmungen des Völkerrechts bezeichnet wer- j Den, die ohne Beispiel daftänden. Die Auffindung von Waffen und Dokumenten, welche die Vorbereitung eines Aufstandes erwiesen hätten, wird als vollkommen unglaubhaft und unwahrscheinlich bezeichnet. Wenn die Pekinger Regierung den Verdacht gehegt habe, daß auf dem Gebiet der Sowjetbotschaft befindliche chinesische Bürger gegen die Interessen der Pekinger Regierung arbeiteten, so hätte sie sich an den sowjetrussischen Geschäftsträger, nicht aber an das diplomatische Korps wenden müssen. Die Note deutet bann an, daß das Vorgehen der Pekinger Regierung auf a u s ländische Einflüsse zurückzuführen sei, und verlangt unter entschiedenem Protest gegen die vorgefallenen Gewalttaten und Rechtsverletzungen die unverzügliche Räumung der besetzten Gebäude, die unverzügliche Freilassung der verhafteten Angestellten von sowjetrussischen Institutionen und die unverzügliche Rückgabe sämtlicher beschlagnahmter Gegenstände und Dokumente.
Bis zur Erfüllung dieser Forderungen be - ruft Die Sowjetregierung zum Zeichen des Protestes ihren Geschäftsträger mit Der gangen GesanDtschaft aus Peking a b, wo nur das Personal für den Konsulardienst zurückgelassen wird.
Dazu führt die Note noch aus, daß die Sowjetregierung, obwohl sie über die Mittel zu schärfsten Repressalien verfüge, dennoch auf Derartige Maßnahmen verzichte. Da Die Sage klar sei, daß verantwortungslose auslänDische Imperiali-
„Ruhe" um Manien.
Von Dr. Alexander Szana-BratiSlawa.
Das Kriegsbeil ist zunächst begraben, aber die Friedenspfeife ist noch nicht geraucht. Wieder einmal herrscht vorläufig Ruhe in Albanien und um Albanien, und Die wilden Bewohner des Landes der weißen Berge konnten diesmal keinen Brand im Südosten Europas entfachen. Kommt es zu einer militärischen Enquete, zu einer Bereisung der albgnisch-jugoslawischen Grenze durch eine gemischte Sachverständigen-KomMission oder nicht, die Arbeit Der Kommission wird jedenfalls von keiner allzu großen und vor allem von keiner allzu praktischen Bedeutung fein. Denn der Kampf um Albanien liegt tiefer, liegt im geheimen verborgen, wird von Kräften getrieben, Die unterirdis h arbeiten unD unterirdisch wühlen, deren Beben man nur verspürt, Deren Herd man aber nicht fest- fteilen kann.
Der Konsul Englands in Monastir, Parcel!, a>ar Der erste Der europäischen diplomatischen Vertreter, Der an Ort und Stelle feftftellen wollte, wieviel an Den ©rünDen, Die zur letzten scharfen Spannung, zur Explosion, zur Entfachung eines scharfen Pressskampfes zwischen den Regierungen von Rom und Belgrad geführt haben, wahr ist ober nicht. UnD wenn man Den nüchternen Be- richt des Engländers lieft, bann sieht man erst recht, Daß es sich bei Der letzten internationalen AuseinanDerfetzung um Albanien nicht um tatsächliche Verfehlungen auf Der eine Seite, nicht um wirkliches Verschulden auf Der anDeren Seite handelte, fonDern daß die albanische Frage wieder nur sols Vorwand dienen mußte, um ganz andere politische Probleme zu lösen, die mit den Umtrieben Fan Nolis ober Achmed Zogus unb den angeblich umstürzlerischen Plänen der in Italien lebenden albanischen Emigranten in gar keinem Zusammenhang stehen.
Die unerwartete und in ihren Folgen heute noch unabsehbare Anerkennung des Bessarabienabkommens durch Italien, die sich schon seit dem Jahre 1920 hinzieht, war der Auftakt zu einer Reihe italienischer Aktionen, Deren wirkliches Ziel sich heute noch nicht sehen läßt. Wenn Italien durch Die Anerkennung der staatlichen Zugehörigkeit zu Rumänien gerade in Dem gegenwärtigen Augenblick Die sicher nicht minder wichtigen Interessen gegenüber Sowjetrußland zumindest gefährdet, so mußten schwere Gründe maßgebend fein. Es ist dies eine offene Bekennung zur Freundschaft m i t R u m ä n i en. Die amtlichen und halbamtlichen jugoslawischen Blätter haben ganz gut her- ausaefühlt, Daß es sich auch in Dieser Frage für Die Regierung von Rom Darum handelt, Jugoslawien indirekt für die bisher nicht erfolgte Ratifizierung Der Abkommen zu Rapollo zu maßregeln. Die Anerkennung des Besfarabienabkommens hatte die jugoslawische Oeffentlichkeit bereits in eine ner- vöfs gereizte Stimmung versetzt, die Dann noch gesteigert wurde, als Italien wegen Der angeblichen Rüstungen an Der albanischen Grenze in einer überaus scharfen und durchaus mit den tatsäch-
Sen rSmifcher Altertümer. Die --------
haft für Vaterländisch« Geschichte hielt eine feier« liche Sitzung ab, um Mussolini eine Urtunbe uocr seine Ernennung zum MitgliebberGesellfchciftzu überreichen. Mussolini hielt bei dieser Gelegen- heit eine Rebe, in der er von Au^rabungen MN teilung machte, die südlich von Resim beginnen, um das verschüttete Herkulaneum frei zu legen. Em anderes großes archäologisches Unternehmen fei ebenfalls befchloffen, nämlich d-e Hebung derSerben von Tiberius erbauten großen Schifte, die ,m M e n i f e e liegen. Das Komitee hat Den Vorschlag gemacht. Den See teilweise trocken zu legen, um Nachforschungen auf bem Grund des Sees durchzuführen, wo möglicherweise auch zahlreiche Gegenstände aus Landhäusern verborgen hegen, bie ,* einstmalig am Ufer erhoben. Die Schiffe sollen an Land gebracht und in einem Museum am Ufer des Sees ausgestellt werden.
Der Dank Hindenburgs.
Aus Anlaß Der Beendigung Der Dritten L( funq des Reichshaushaltes für 1927 und Der Le abfchiedung des Gesetzes über den vorläufigen Finanzausgleich sowie Der Damit in Verbindung fte- henDen Gesetze hat Der ReichspräsiDent in einem persönlichen Schreiben bem Reichsfinanzminister Dr Köhler, sowie Dem Staatssekretär Popitz unD Den ÜRinifterialDirettoren Serben und Som feinen Dank und feine Anerkennung für die hier geleistete mühevolle Arbeit ausgesprochen.
Der Reichskanzler Marx hat an den Reichsminister a. D. Dr. David, Darmstadt, das folgende Schreiben gerichtet: Sehr verehrter Herr Minister! Nachdem Sie zum 1. April d. 3. auf Ihren Antrag aus Ihrem Amt als bevollmächtigter Vertreter bes' Auswärtigen Amtes unb «Der Reichsregierung in Darmstabt in ben bauernben Ruhestand versetzt worben sinb, ist es mir ein herzliches Bebürfnis, Ihnen für Ihre eifrige erfolgreiche Arbeit in biefem Amt auch namens ber Reichsregierung aufrichtigen Dank zu sagen. In- bem ich Ihnen für bis Zukunft von Herzen alles Gute wünsche, bin ich mit dem Ausdruck meiner besonderen Wertschätzung Ihr sehr ergebener gez. Marx.
* lieberfall auf Den russischen Konsul in Königsberg. Aus Königsberg wirb gemelbet: In der Nacht zum Sonntag würbe, wahrscheinlich von Nationalsozialisten, auf Den Konsul Der Sowietrepu- bliten, Kantor, ein Ueberfall verübt. Der Konsul würbe in ber Krugstraße von einer Anzahl mit Winbjacken betleibeter Männer angerempelt und erhielt Stockschläge über ben Kopf, Die ihn zu »oben streckten. Der Hauslehrer Boris Sedjel, beutscher Staatsangehöriger, ber in A ch a ba t in Turkestan geboren ist, würbe als Tater verhaftet. Lechs! will nicht gewußt haben, daß es sich um Den russischen Konsul hanDelte. Der Konsul hat sich bei Dem Fall eine Verletzung am Fuß unb an Der Hanb zugezogen, bie jeboch nicht ernster Natur find. — Im Laufe Des Montagvormittags begab sich nach einer MelDung ber „D- 3 " ein Nertreier Des Auswärtigen Amtes auf bie Sowfet-Botschaft in Berlin, um namens ber Reichsregierung bas Bebauern über Den Königsberger Zwischenfall auszudrücken.
Rakowski über Die Pariser Schuldenregulierung.
Sowjetbotschafter Rakowsski erklärt- einem Vertreter Des „Oevre", daß in Den Verhandlungen mit Frankreich über Die Schuldenreg e - lung eine gunblegenbe Einigung erzielt morden sei, und Daß nur noch über die Modalität der Jahreszahlung eine Einigung herdeigefuhrt werden müßte, ba Frankreich eine gleichbleibenDe Durchschnittsannuität verlang?, wahrend Rußland für eine allmählich zunehmende Staffelung eintrete. Es feien etwa 62 Iahreszahlungen m Der Durchfchntttshöhe von 60 Millionen Goldfranken geplant, womit etwa 25 Prozent Der Schulden getilgt werden würden. __________________
♦ Lommunisienverhaftungen in Paris. Havas bestätigt die von der kommunistifchen „Humantte verbreitete Meldung über Die erfolgten Verhaftungen dreier kommunistischer Gewerkschaftler. Als Grund gibt Havas an, Die Betreffenden hätten sich der Spionage in Arsenalen verdächtig gemacht. Aus Anordnung des Untersuchungsrichters habe Die Sicherheitspolizei Drei weitere Verhaftungen vorgenommen. Die Sicherheitspolizei habe es abge- h-hnt, näheres über die Beschuldigten mitzuteilen.
« Selloggs Rücktrittsabfichten. Meldungen aus Newyork zufolge berichtet „Newyork-Evening- Post" aus Washington, Staatssekretär Kellogg habe Präsident Coolidge seine Rücktrittsabsichten mitgeteilt. Als sein Nachfolger werde Mac S e a g h, der augenblicklich Botschafter in Tokio ist genannt. — Wegen Der im Zusammen« hang mit Der Verurteilung Saccos unbjßan» cetti's betriebenen Agitation ift dem Staatssekretär Kellogg ein befonberer Polizei- schütz zugeteilt worben.
Fuldaer Zeitung
Anzeiger für die Stabt Fulda und den Landkreis Fulda. Amtliches Kreisblatt.
azzo, San Giovanni । bewirtschaftet ein Saatgut in Kattenvenne in West- Roms Gnaden leben falen Das Schoben lautet:
ftsr &*££ grfÄÄp; Vaterland« eingenommen, bie mir als rech teste Henri e r Mann nicht zusagt. Hochachtungsvoll! Franz van
91 meinen-Greife: Kleinzeile (Colonel) lokal 0,15 JU, auswärts 0,20 5UC. Reklamezeile: lokal 0 60 ^- ^ahra.54 auStoärtS 0,80 JU. Bei Wiederholungen Rabatt,
x Postscheckkonto Frankfurt a. M. Nr. 4051. ,