&$en & ^iSQnv><a.YQtuedßrJlrt.
Iromsme^^^ses^^ ^QeverbQ und ^ändvirtechäft. •rx SaumaiürialieM, Dytksrhof'- Cemstd. vrei«l ÄÄaldhB ferrtruf - 266 -264 -265
Fuldaer Zeitung
Samstag, 2. April 1927.
Tarifwesen
An der
men ist.
Gottesdienstordnung
im
MniiiiiiiiiiiiiininnoiHiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiHiiiiiiiiiiiiiiiiiiiir
Das Cafä
Die Conditorei
Täglich Künstler-Konzerte
Die älteste Sparkasse des Regierungsbezirks
Besitzer: Gustav Hesse, Bahnhofstrasse II, Tel. 222.
Mündelsicher =
■iiiiiiiiiiiiiiiiinNniniHiiiiiniHiiiiiiiiiHiiHiiiiiHiiiiiiiiiiiiiiiiHiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiie
sunden hakte und etwas langsam von Begriff war. Wir die bekannten Gebrüder Grimm, nahmen an, das April-
Mk. 2.50 mt 3.50
schriebene Bürgermeisterstelle haben sich ganzen 340 Personen beworben.
schicken sei erst in den letzten Jahrhunderten von Frankreich nach Deutschland eingesührt worden. Dem steht aber die Tatsache entgegen, daß auch die Dänen, Schweden und Engländer gleich uns Deutschen ihre Aprils- narren haben. Die Sitte scheint ursprünglich bei allen indogermanischen Völkern verbreitet gewesen zu sein und bis in die uralte heidnische Vorzeit zurückzureichen.
Salomon haben die Kosten des Verfahrens zu tragen. Die Kosten im Falle Heinz wurden der Staatskasse aufgelegt.
Aus der Urteilsbegründung.
In der Urteilsbegründung im Femewrozeß gegen Schwing und Genossen heißt es u. a.: Nach der Ueberzeugung des Gerichts hotte der Mittäter Kern v.on vornherein die Absicht, Wagner zu beseitigen, d. h. zu töten. Die Reise Salomons nach Bad Nauheim vor der Tat diente zur Vorbereitung der strafbaren Handlung. Salomon konnte nicht darüber im Zweifel fein, daß bei Kern die Absicht bestand, den Wagner zu töten. In Kenntnis dieser Tatsache hat er bewußt und gewollt mit Kern zusammenaewirkt und hierbei mit Ueberle- gung gehandelt. Es ist weiter der Ansicht, daß Salomon dem Kern den Revolver abgenommen hat und dadurch von dem Versuch der Tötung freiwillig zurückgetreten ist. Wohl aber hat er sich dadurch, daß er vorher gemeinsam mit Kern auf Wagner einschlug, einer Körperverletzung im Sinne des § 223 S G. B. schuldig gemacht. Auch dem Angeklagten Schwing konnte nicht zweifelhaft fein, was beabsichtigt war. Er hat die Handlung der anderen Täter unterstützt, aber ohne Ueberlegung. Schwing ist deshalb wegen Beihilfe zum versuchten Todschlag zu verurteilen.
Damensohlen und Lederabsähe Herrensohlen und Lederabsähe
Reichstag vorlegt, daß dessen Verabschiedung noch von den Sommerferien gesichert ,st.
Insbesondere erwartet der Renhstag Vorschläge, die-die Bezüge dersenigen Dersorgungsberechtlgten, die seither vernachlässigt wurden, in angemessener Weise hebt, daß die H e t lbehandlun g . der nicht krankenversicherungspflichttgen Hinterbliebenen gesichert wird, und daß Mittel bereitgestellt werden für die Förderung der B e r u f s aus b i l- dung der Krieger warfen. Der Reichstag ist ferner der Meinung, daß die Bestimmungen über die Gewährung von Elternrenten einer Racy- prüfung zugunsten der Kriegseltern unterzogen werden müssen. ______
Auch in Indien herrscht heute noch am letzten. Tage des Hvlisestes, eines Frühlingsfestes, welches Ende März bis Anfang April stattfindet, feit altersher der Brauch, Leute auf alle mögliche Weife zu foppen und zu Hulinarren zu machen. Das gilt als Ausdruck besonderer Freundschaft. Man versendet Einladungskarten im Namen solcher Personen, die nicht zu Hause sind, erteilt scherzhafte Aufträge, unausführbare Unternehmungen usw. Die Aehnlichkeit mit unserer Volkssitte am 1. April ist unverkennbar. Auch das Narrenfest der Römer, wel. chee in der Zeit der Quirinalien fiel, die am 17. Februar, dem Komvlus zu Ehren gefeiert wurden, weist manche Uebeveinstimmung mit dem scherzhaften Treiben an unserem 1. April auf.
Wahrscheinlich liegen dem „in den April schicken" alte heidnische Vorstellungen zu gründe, die mit dem Ringen des Frühlings mit dem Winter in Verbindung stehen. — Es wird bei uns wohl wenige geben, die noch nicht auf den April hineingesallen sind. Das Leben selbst schickt uns gar manchmal in den April und bereitet uns Enttäuschungen, Ueberraschugen. Das wird wohl immer so bleiben. Wenn man nun bedenkt, daß es auch ferner zu allen Zeiten solche geben wird, die nicht alle werden, so kann man verstehen: der scherzhafte Ruf „Aprils- narr" ist manchmal am Platze, nicht nur am 1. April, ehw.
eine halbe Stunde vor dem Gottesdienst, an den Lagen vor Sonn» und Feiertagen von 4—6'/, Uhr abends. Kommunion-Austeilung: An den Wochentagen vor und nach dem Gottesdienst, an Sonn» und Feiertagen auch im Hochamt. — Sobalität. Vormittags 1/,1O Uhr Gottesdienst. — St. Sturmius-Pfarrei. Morgen? 7 und s/<8 Uhr Austeilung der hl. Kommunion. 8 Uhr Amt und Predigt. */,2 Uhr Andacht. — Severikircke. Vormitt. 8 Uhr Oberrealschulgottesdienst. — Hrledhofs- kapelle am s-ranzosenwäldchen 6V< Uhr hl. Meße nut Ansprache und Kommunion-Austeilung. Montag, Dienstag u. Mittwoch 7 Uhr hl. Meße mit Kommnnion-AuSt. — UbteiNrche der Benediktinerinnen. Sonntags um 6 Uhr Konventamt, wochentags *f<6 stille Messe, l/,9 Konvent» nmt, täglich nachmittags um 3 Uhr Vesper. —Mchaelrtlrche Nachmittaas 2 Ubr Bruderschaft von den sieben Schmerzen Mariä.- Herz.Jesu.Heim. 11,7Ubr Frühmesse, ’/,9 Uhr Predigt und Amt, nachmittags 2 Uhr Segensandacht. Mittwoch abends 78/« Uhr Segensandacht. An Werktagen bis auf Weiteres '/,7 und 7'/, Uhr hl. Messe. (Von Freitag, den 1. April ab ist die hl. Messe an Werktagen um 6 Uhr; das Amt am Sonntag [3. Aprils um 8 Uhr. Mittwoch abends 8'/« Uhr Segensandacht.) — Frauenberg. Hl. Messen von 5 bis 7 Uhr. 8 Uhr Bruder- schaftsmeffe mit Predigt, liturg. Gebeten und Josephs. Andacht. 9 Uhr Levitenamt mit Predigt. Nachmittags 2 Uhr Kreuzwegandacht mit satramentalem Segen.
In den fipril schicken.
„Am ersten April
Schickt man den Narren, wohin man will," so sagt ein altes Sprichwort, das in ganz Deutschland verbreitet ist. Sei es nun aber, daß in der heutigen Zeit die Narren seltener geworden sind, sei es, daß der Sinn für Humor und Scherz mehr und mehr abnimmt, kurz und gut: Auch das „Aprilschicken" stirbt anscheinend allmählich aus, wie die alten Volksgebräuche überhaupt. Es hat schon recht viel von seiner alten Ursprünglichkeit verloren. Meist wird der leider nicht immer ganz unschuldige Spatz des Aprilschickens nur noch von der Jugend gepflegt.
Das Wetter des ersten Frühlingsmonates schickt uns alle wohl manchmal gehörig in den April. Eben lacht die Sonne, sie lockt uns heraus ins Freie. Und eine Stunde später hagelt und schneit es, daß man kaum aus den Augen sehen kann. Dem wetterwendischen ®e- feilen ist eben nicht zu trauen, ihm darf man solche Streiche nicht übel nehmen, ebensowenig wie einem neckischen Freunde, dem man in der Apotheke für einen Dreier „Buckelblau" holen soll. Der Landmann ist wahrscheinlich der einzige, der an dem launischen Treiben des Aprils seine Freude hat, denn:
„Wenn der April Spektakel macht, Gibt's Korn und Heu in voller Pracht."
Der erste Apriltag erinnert an die schöne Jugendzeit, wo man selbst den Spatz des Aprilschickens mitmachte und alles Mögliche erfand, um ihn recht ulkig zu gestalten. Anscheinend harmlos und ohne Falsche und Hinterlist traf man sich auf dem Schulwege mit dem Kameraden. „Da ist eben dein Schwamm hingefallen", so ober ähnlich unterbrach man plötzlich das Geplauder. „April, Aprilsnarr", hietz es dann mit fröhlichem Lachen, wenn der Gefoppte hereingefallen war, bestürzt nach der Tafel gegriffen und den Schwamm auf dem Boden gesucht hatte. Der so Hereingefallene wände den ganzen Morgen über allen Scharfsinn und seine ganze Verschlagenheit auf, um mit gleicher Münze heimzuzahlen.
War das geschehen, so sahen wir uns um nach einem gemeinsamen Opfer für die Aprilneckerei. Es wurde ein Schulkamerad ausgesucht, der das Pulver nicht er-
2. Blatt.
*-♦-* Drurf »et Fuldaer Acttendruckerei. Fulda
Der Sternhimmel im HpriL
Der April, wie überhaupt das ganze Frühjahr, bringt dem Sternfreund eine große Freude. Venus als Äbendstern erstrahlt in sich immer mehr steigernder Pracht; bis nach 10 Uhr ist sie am Schluß des Monats sichtbar, und wenn sich jeder an ihrem Hellen Glanz erfreuen kann, jo wird es der Sternfreund besonders begrüßen, daß sie nun durch die höchsten und auch
=rDet Vuchdruckerlarif angenommen.
Abstimmung für ober gegen die Annahme des Buchdruckertarifs haben sich' dem „Vorwärts" zufolge von den fast 80 000 Mitgliedern des Verbandes deutscher Buchdrucker, 64 000 Mitglieder beteiligt. Davon stimm- ten 43 000 für und 20 000 gegen die Annahme des Tarifs. In Hundertsätzen ausgedrückt, haben sich 81 Prozent der Stimmberechtigten an der Abstimmung beteiligt, wovon 67,4 Prozent sich für und 32,6 Pro- zent gegen den Tarif erklärten, der damit angenom-
mische Spmtose
1825 FUMa 1825
Bahnhofstrasse 5
waren ihm in der Schule gefällig und behilflich nach jeder Richtung hin, bis er uns endlich reif schien für unser Vorhaben. Dann aber Heller Jubel, wenn es mit viel Ueberrebung und selbst mit kleinen finanziellen Opfern gelungen war — ein ober zwei Pfennig Botenlohn ließ man es sich schon kosten — den armen Tropf Nicht.linE ebnsiSU lck 'ApJafbemGxp ckHk m m bm zum Kaufmann ober Apotheker zu schicken, um Jackenfett, Buckelblau, Stakettensamen, Krebsblut, Mücketifett, Kieselsteinöl, gesponnenen Sanb, gebörrten Schnee ober ähnliche Unmöglichkeiten holen zu lassen. Hatte ber einfältige Aprilsnarr vielleicht bas Jackenfett gratis und in natura erhalten, so war bie Verulkung zum Höhepunkt gekommen.
Die Flamen in Belgien stecken bem Aprilsnarren heimlich einen Zopf, einen Zettel mit Inschrift und ähnliche Dinge an. Solche Anhängsel nennt man dort Aprilsische, der erste April wird Versendungstag genannt. Auch im westlichen Deutschland kennt man den 1. April als Versendungstag. Vielerorts schickt man zum Ulk einen Brief, von einer Adresse an die andere. In dem Briefe steht weiter nichts als folgender Spruch:
„An des Aprillen ersten Tage Den Geck' ne Weile weiter jage?
Für die Besorgung des Aprilbriefes muß man freilich, eine ungewöhnlich arglose Seele finden, die nicht nach zwei bis drei vergeblichen Bestellgängen den Schalk herausfindet. Dem ahnungslosen Boten werden bei jeder neuen Bestellung weitere Zettel auf den Rücken geklebt, die Taschen mit Steinen gefüllt und dergleichen Unsinn mehr, bis ihm endlich ein Licht ausgeht.
Der Ulk regiert in den meisten europäischen Ländern am 1. April. Die Dänen weisen in den April (wise en April) oder „laufen April" (löbe April). In Schleswig- Holstein läßt man den Betreffenden „een April tiefen .* In England pflegt man am 1. April „den Geck zu hetzen" und nennt den 1. April „aller Narren Tag". Wie in Belgien, so spricht auch der Franzose vom „Aprilfisch" (poisson d' avril).
lieber den Ursprung der Dolkssitte gehen die Ansichten der volkskundlichen Gelehrten auseinander. Manche Erforscher der volkstümlichen Gebräuche und Sitten, so
Es lohnt der Weg Ähre Gchnhreparoturen bei uns in erstklassiger Ausführung und Qualität Herstellen zu lassen.
bekanntesten Teile der Tierkreise dahinstreicht, wo man an den bekannten Sterngruppen des Stiers ihre Bo roegung nach links leicht verfolgen kann. Etwa um bei 20. erreicht sie die Verbindungslinie des rötlicher Aldebaran im Stier zu der Sterngruppe der Plejaden. Links von ihr, ihren Glanz bei weitem nicht erreichend steht der rötliche Mars, ber noch einige Stunben länger sichtbar bleibt. Auch ber sonnenfernste ber mit bloßem Auge sichtbaren Planeten, nämlich Saturn, verschiebt sich nun vom Morgen- auf ben Abendhimmel, wo er am Anfang des Monats freilich erst kurz vor Mitternacht, gegen Schluß jedoch schon etwa um 10 Uhr sichtbar wird. Der vierte der bei uns leicht sichtbaren großen Planeten, nämlich Jupiter, ist schwieriger zu sehen, da er nur gegen Schluß des Monats am Osthimmel in der Morgendämmerung wahrgenommen werden kann. — Für den Fixsternhimmel bringt der April von allen Monaten des Jahres die größte Verän- berung. Der Anfang bes Monats zeigt beim Dunkel- werden den fast noch unveränderten Wintersternhimmel; denn die prächtigen Sternbilder des Stiers, des Orion mit feinen beiden Hunden, und der Zwillinge sind noch voll sichtbar, wenn auch nur noch im Westen. Aber sie halten dem Vordringen der Sonne, das am Sternhimmel in östlicher Richtung geschieht, nicht stand, umso weniger als nun auch die Tage immer länger werden, so daß wir täglich erst zu späterer Stunde des Anblicks des Fixsternhimmels teilhaft werden. Bald sehen wir nur noch die obere Hälfte des Orion, und wenn es gegen Ende des Monats gegen 9 Uhr dunkel wird, find auch Stier und die untere Hälfte des Orion nebst Sirius untergegangen. Nur die Zwillinge und ber Kleine Hund Prokyon erweisen sich als standhafter. Dafür aber rücken im Osten die eigentlichen Sommersternbilder in immer größerer Zahl heran. Nicht nur Arktur in der Verlängerung der Deichsel bes Großen Wagens, son- bern auch Spica in der weiteren Verlängerung dieses Bogens haben in den Abendstunden schon eine beträgt- liche Höhe erreicht, desgleichen Wega im Nordosten, und hinter ihr taucht ziemlich spat, gegen Ende des Monats um 9 Uhr ausgehend, das große Kreuz des Schwans empor. So zeigt sich die uns vom Wetter her bekannte und sprichwörtlich gewordene zweispältige Natur des Monats auch am Sternenhimmel, freilich mit wesentlich stärkerer Betonung des nun herausziehenden Sommers.
Reife und Wanderung.
— Auswanderung nach den Vereinigten Staate». Durch die Verschiebung der Inkraftsetzung der neuen Quoten des amerikanischen Einwanderungsgesetzes um ein Jahr werden auch im amerikanischen Fiskaljahr vom 1. Juli 1927 bis 30. Juni 1928 wiederum etroo 51000 Deutsche zur Einwanderung in die Bereinigten Staaten zugelassen. Gegenwärtig nehmen die amerikanischen Konsulate in Deutschland Anträge auf Erter- hing des amerikanischen Einwanderungs-Sichtvermerkes im allgemeinen nur von Angehörigen der bevorzugten Kategorien, also Blutsverwandten von amerikanischen Arbeitern, entgegen, während für alle übrigen Personen die Entgegennahme von Anträgen auf Erteilung des amerikanischen Einwanderungs-Sichtvermerkes zur Zeit gesperrt ist. Bei der großen Nachfrage "ft jedoch damit zu rechnen, daß nach Wiederbeginn der Entgegennahme von solchen Anträgen von nicht zu der bevorzugten Kategorien gehörenden Personen die Zahl der sich Meldenden so groß ist, daß die Vorwerks listen in kurzer Zeit wieder geschlossen werden müssen Es ist daher allen Interessenten sehr zu empfehlen, sich bereits jetzt mit ber Fuldaer Vertretung ber Hamburo- Amerika Linie, Bahnhofstraße 19, in Verbindung zu setzen bie jederzeit kostenlos etwa gewünschte Auskunft erteilt und alle Interessenten sofort verständigt, sobald wieder Anträge auf Erteilung von Sichtvermerken von nicht bevorzugten Personen seitens ber amerikanischen Konsulate entgegengenommen werden.
Rahmenschuhe werden genäht; Mk. 0.50 mehr.
Schnh-Znftandfetzungrsabrik
Schuhhaus Buden,.
— Alsfeld. Bei den Kanalisationsarbeiten auf dem hiesigen Marktplatz fand man in 2,5 Meter Tiefe die Reste eines alten Bauwerks, bestehend aus starken Fundamentmauern, Platzen Eichenholz usw. Man vermutet, daß der Fund die Reste bes alten Rathauses barstellt, bas etwa 1510 samt allem Inhalt, barunter auch die Akten, vollständig nieberbranme. Nach urkunb- lichen Belegen soll das alte, Rathaus an bieser Stelle gestanben haben. Um näheren Ausschluß zu erhalten, beabsichtigt man, bas Mauerwerk noch weiter sreizu- legen.
— Hanau. Der Hanauer Kreisobstbauverein wird die bereits für bas Vorjahr vorgesehene Obst- u n b Gartenbauausstellung in den Tagen vom 8. bis 10. Oktober in Hanau abhalten.
— Offenbad) a. 211. In ber Schule an ber Mathil- benstratze entstaub in einem Klassenraum ein Brand, ber in wenigen Augenblicken den Schrank, bie Wanbtäfelung unb die Bänke in Brand setzte, von der Feuerwehr aber nach kurzer Zeit gelöscht werden konnte. Als Brand- ftifterin wurde eine 12jährige Schülerin ermittelt. Dem Mädchen hatte der Lehrer vormittags ein Briefchen abgenommen unb in ben Klassenschrank geschlossen unb babei erklärt, er werbe das Schreiben dem Vater übergeben. Um ben Brief zu vernichten, steckte das Mädchen den Klassenschrank in Brand.
— Gonzenheim bei Hornburg. Für die kürzlich ausge-
Zeme-Siihne in Gießen.
— Gießen. Donnerstag vormittag 11 Uhr verkündete der Vorsitzende des oderhessischen Schwurgerichts Landgerichtsdirektor Cramer das Urteil im Gießener Femeprozeß. Der Angeklagte von Salomon wurde wegen Körperverletzung unter Einbeziehung feiner Zuchthausstrafe von fünf Jahren wegen Beteiligung an der Ermordung Rathenaus zu einer' Gesamtzucht- hausstrafe von sechs Jahren drei Mona- ten verurteilt. Der Angeklagte Schwing erhielt wegen Beihilfe zum versuchten Totschlag eine Oefäng- nisftrafe von einem Jahr sechs Monaten, worauf acht Monate Unter,udjungsbaft angerechnet werden. Der Angeklagte Heinz wurde wegen Mangels an Beweisen freigesprochen. Schwing und von
Sonntag, 3. April, fiulba. vom. Kommunion ber Männer. 1 Beichtgelegenheiten: Donnerstag nachmittags von 'A5 Uhr ab; Freitag morgens (Herz-Jesu- Freitag) von '/,6 Uhr ab; Samstag morgens von '/,6 Uhr ab, nachmitt, von 2—3 für Kinder, von '/,5 Uhr ab für Erwachsene; Sonntag morgens von '/,6 Uhr ab. 2. Sonntags-Gottesdienste: */i6, 6, '/,? und 7 Uhr hl. Messen mit hl. Kommunion. 8 Uhr Pfarramt mit Predigt und hl. Kommunion (Männeraposiolat). ’/»10 Uhr Kathedralamt mit Predigt. 3/«ll Uhr Christenlehre für bie Jünglinge. >/«12 Uhr letzte hl. Messe mit Predigt. >/»2 Uhr Herz-Jesu-Andacht mit Segen. 2 Uhr Christen- lehre für die Jungfrauen. 4 Uhr Fastenpredigt mit Seaen. Um 7 Uhr Andacht in der Marienkapelle. 3. Werktags-Gottesdienste: Bon 'i,6 bis 7 Uhr halb, stündlich hl. Messen und Gelegenheit zurhl. Kpmrnunion, v<8 Uhr Schulmesse; während derselben hl. Kommunion. Die letzte Messe ist um 9 Uhr, danach ist nochmals Austeilung der hl. Kommunion. Montag nachmittags um 5 Uhr Fastenandacht mit Segen. Donnerstag abends um 8 Uhr Fastenpredigt mit Segen. Freitag nachmittags 5 Ubr Andacht mit Segen zu Ehren der sieben Schmerzen Mariä.— Stadtpforrkirche. (Kollekte für dieSt. SturmiuSkirche.) Gelegenheit zur hl. Beichte: Samstag nachmittags 3—7, 7'/,—8'/,, Sonntag früh 5V»— 7 Uhr. SonntagS-Gottesdienste: 5’/< hl. Messe. 6'/« hl. Messe und Oster-Kommunion für die Männer. 8 erster Schulgott«ödienst, Predigt und Kommunion be? 7. Schuljahres. 9'/, Pfarramt und Predigt. 11 zweiter Schulgottesdienst und Predigt. 9'/« Christenlehre für die Jünglinge in der Severikirche. 1*/» Christenlehre für die Jungfrauen. Nachm. 2*/i Bruderschaft vom hl. Rosenkranz. Die hl. Kommunion wird von 5'/,—7'/> Uhr jede halbe Stunde gespendet, zuletzt um 8'/, Uhr vormittags. Werktagsgottesdienste: 6, 6'/,, 7V« u. 8 Uhr. Mittwoch nachmittags 5 Uhr Kreuzwegandacht. Freitag abends 8 Fastenpredigt. Mittwoch, Freitag und SamStag morgens 6 Beichtgelegenheit.—Pfarrkirche zum heiligen Geist. 7 Uhr Frühmesse und Ansprache. 8 Uhr Hoch- I amt unb Predigt. ’/»5 Uvr Christenlehre. 5 Uhr • Andacht. Beichtgelegenheiten: An allen Wochentagen
Evangelischer Gottesdienst.
Sa m s ta g, 2. April. Znlda Nachm. 3 Uhr Beichte.
Sonntag, 3. April. Äulba. Vormitt. 9'/, Uhr Konfirmation (hl. Abendmahl). Nachm. 2 Uhr Pfarrer Dr. Fritsch.
Lvangel. landerkirchl. Gemeinschaft, fiitlba, vnttlarftr. 17.
Sonntag, 3. April, abends 8 Uhr Evangelisatior.S. portrag. Prediger: Beiderwieden. Freitag abends 8Ubr: Bibel- und Gebetstunde. Jedermann ist herzlich ein» geladen. _________________
aus dem $uldaer Land.
— Margretenhaun. In dem neuen demokratischen Staate, in dem jeder einzelne Bürger neben ernsten Pflichten auch besondere Rechte hat, bedarf unser Volk einer sorgfältigen politischen Schulung, sollen seine in der Verfassung verankerten Rechte nicht totes Kapital bleiben und die Geschicke des Landes einen ganz anderen Gang nehmen als es feinem Wunsche und Interesse entspricht. Darum ist es zu begrüßen, wenn auch In ruhiger Zeit bie Adgeorbneten ber Parlamente ab unb zu vor ihre Wähler hintreten unb sie über bi# Geschehnisse bes politischen Lebens informieren. So fanb am vergangenen Sonntag in ber Gastwirtschaft Vogel bahier eine Zentrums Versammlung statt, in ber Hirr ßanbtagsabgeorbneter Schmitt aus Fittba sich ü'J»r bie Politik feiner Partei verbreitete, angefangen ron ihrer Stellungnahme gegenüber bem Wirrwarr ber Verhältnisse, wie wir sie in ben Nachkriegs- unb Jnfla- tionsjahren hatten, bis auf bie Gegenwart. Ein erfreulicher Aufstieg ist auf allen Gebieten gemacht worben, nicht zuletzt bank ber ausgleichenben Politik ber Partei der Mitte. Noch gibt es Härten zu beseitigen. Inte- ressen zu verteidigen, heilige Rechte wie das der konfessionellen Schule sicher zu stellen. Aber auch hier werden wir zum Ziele kommen, wenn bie Zentrumswähler ihrer Partei treu bleiben unb jene Gesinnungsgenossen, bie ehebem ihr angehörten, roieber zu ihr zurückkehren. Der Begleiter bes Herrn Abgeorbneten, ein echter, tief überzeugter Zentrumsmann, erklärte, nur eine kleine Äehren- lefe aus bem Gesagten halten zu wollen. In Wirklichkeit aber wußte er Struktur, Tradition unb Programm der Zentrumspartei so lichtvoll darzulegen, daß die zahlreich Erschienenen sich mit Stolz als Zentrumsanhänger fühlten und durch ihren spontanen Beifall das Gelöbnis erneuerten: „Wir wollen Zentrumsleute bleiben für unb für!"
$ür die Kriegsbeschädigten.
Im 17. Ausschuß des Reichstages, der bie Kriegsbefchädigtenfragen behandelt, ist eine Aende- rung des Reichsversorgungsgesetzes beschlossen worden. Danach wird dieses Reichsversorgungsgefetz vom 12. Mai 1920 und der Fassung vom 31. Juli 1925 und 8. Juli 1926, das die Versorgung der Militärpersonen und ihrer Hinterbliebenen bei Dienstbeschädigung regelt, folgendermaßen geändert:
1. Im § 14 Abs. 1 und 2 wird die Jahreszahl 1927 regelmäßig ersetzt durch die Jahreszahl 1928.
2. Im 8 45 erhält Abs. 1 folgende Fassung: Die Elternrente wird gewährt für die Dauer der Bedürftigkeit, wenn der Verstorbene die Eltern so wesentlich unterstützt hat, oder nach der voraussichtlichen Entwicklung seiner Lebensverhältnisse nach dem Ausscheiden aus dem Heere unterstützt haben würde, daß der Fortfall der Unterstützung eine erhebliche Verschärfung der Bedürftigkeit zur Folge hätte.
Ferner wird als Abs. 3 neu eingefügt: Anspruch auf Elternrente haben unbeschadet der Bestimmungen des Abs. 1 und 2 solche Eltern, die mehrere Söhne verloren haben und deren Jahreseinkommen die Freibeträge der Reichseinkommensteuer nicht erreicht.
Dieses Gesetz tritt mit dem Tage der Verkun- düng in Kraft.
Außerdem hat der Ausschuß dem Reichstag vorgeschlagen, folgende Entschließung anzunehmen:
Der Reichstag erwartet, daß die Reichsregierung den angekündigten Entwurf eines Gesetzes zur Verbesserung der Versorgung der Kriegsbeschädig-
I ten und Kriegshinterbliebenen so rechtzeitig dem
Seilbrud) auf einer Seilbahn.
Ein wagen in die Tiefe gestürzt. — Zwei Tote.
Am Mittwoch abend riß das Kabel der für die Durchführung der Bauten zum Elektrizitätswerk am Avanoon zwischen B e x und G r y on (Schweizs errichteten Seilbahn. Ein beladener Wagen, aus dem sich vier Mann befanden, fuhr mit außerordentlicher Geschwindigkeit zu Tal und stürzte in eine Schliicht. Zwei Arbeiter, welche unterwegs abgesprungen waren, erlitten schwere Verletzungen, wahrend die beiden anderen auf der Stelle toi waren. ,
♦ Mordversuch unb Selbstmord eines Siebzig jährigen. In Rittershausen schoß der übei 70 Jahre alte Schlosser Karle, der bet seinen Sohn, dem Bürgermeister, wohnt, auf sein. Schwiegertochter und deren Schwester. Die Schww gertochter wurde schwer und ihre Schwester leicht verletzt. Der Täter erschoß sich bann selbst.
Tagungen.
— Der diesjährige Aerztetag findet vom 7. bis, 10 September in Würzburg statt. Hauptgegenstande ber Verhandlungen werben fein: bie Not ber lungert Aerzte; das internationale Arbeitsamt in Genf unb feine Bedeutung für bie deutsche Sozialversicherung; die Bedeutung der Fürsvrgebewegung; bie gesundheitlichen Gefahren ber Wohnungsnot unb ihre Bekämpfung.
wie wird das Wetter?
Aussichten bis Samstag abend: Wechselnde Bewöl- kung, einzelne Niederschläge, Regenschauer, etwas kuh- (er, westliche Winde.