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Nichts anderes... /

Nurtyafmin, das reine Cocos-Speisefett

Fuldaer Zeitung

•MSS KommunistischeWühlarbcitinderSchule

werden.

Wenn wir uns die tragische Arbeit ins Ge­dächtnis rufen, welche die Sowjet-Regierung wäh­rend der letzten Jahre in Rußland vollführt hat, verweilen unsere Gedanken vor allen Dingen bei

des Außenhandels n eu e Zölle und Steuern eingeführt werden müßen. Die Zahl der Arbeits­losen ist gestiegen, und um die englische Zahlungs­bilanz steht es auch wenig günstig. Die Abrü­stungspolitik ist in keiner Weise vorangekommen, und der Gegensaß zwischen Arm und Reick in den letzten Jahren merklich krasser geworden. Bei den Gemeinderatswahlen, Ende vorigen Jahres, hat die Arbeiterpartei eine Reihe von eindrucksvollen Siegen über die Konservativen davon getragen. Aber es scheint doch so, daß inzwischen die Zug­kraft dieser Arbeiterpartei gelitten hat. Es fehlt ihr an einheitlicher Führung, weil von Moskau aus in ibr zu starker Einfluß genommen wird. Das hat sich jeßt wieder deutlich in der Frage der Revision der Gewerksschaftsgeseßgebung gezeigt, wo es den gemäßigten Führern Mac Donald und Snowden nicht gelungen ist, einen Kompromiß mit der Regierung im Generalrat der Gewerkschaften durchzusetzen, obwohl jetzt die Gewerkschaften wahr­scheinlich erheblich ungünstiger gestellt werden. Diese Vorgänge rechts und links im englischen Par-

dem wirtschaftlichen Ruin, welchen jenes Land er­litten hat. Sehr selten erfaßt unser Verstand das Programm von religiöser, sittlicher und sozialer . Erniedrigung in seiner vollen Verwicklung, welches I Bezug auf Pestalozzi

Radio-Programm

Freitag den 1. April.

M 76.

Freitag, 1. April 1927.

2. Blatt-

Druck der Fuldaer Acliendcuckerel, g-ulda

Blitzschlag in eine Kirche.

Wie der „Beobachter am Main" meldet schlul . c <.....— Xaci iihor nPtl .Hfl.nl.'

tnrn(4.,n «„rden, daß nämlich die liberale Par­tei äi den nächsten Wahlen einen Einfluß zurück-

werden. ------

Akademiker und Arbeiterschaft.

Ministerpräsident a. D. Stegerwald wird am Donnerstag abend in einer großen, tm ehemali- qcn Herrenhaus stattfindenden Versammlung aller akademischen Verbände Berlins über die Frage: Akademiker und Arbeiterschaft sprechen. Die Zen trumsabgeordneten des Reichstags werden an d Versammlung zum großen Teil, soweit abkomml ch, teilnehmen.

Ferngas Frankfurt—Offenbach.

Die Verhandlungen zwischen Frankfurt und Offenbach über eine gemeinsame Versorgung mi Gas sind zum Abschluß gekommen. Spater soll auch eine gemeinsame Versorgung mtt Elektrtztta erfolgen. Mit diesem Vertragsabschluß tstdte Frage der Gasfernversorgung zum ersten Mal prakttjch in Erscheinung getreten. Auf Grund besonderer Vorlagen, die Offenbach und Frankfurt zugeganger sind, wird nunmehr die wichtige Angelegenheit den Körperschaften beiden Städte einer gründlicher Behandlung und Beratung unterzogen. Mit der jetzt abgeschlossenen Gasfernversorgungsvertragev durften die Bestrebungen einer Groß - Gasversov gung von ganz Hessen als gescheitert angesehen

die Zahl ihrer politischen Parteien auf ein Mindest­maß zu beschränken. Rach dem englischen Wahl- verfahren gilt der Kandidat als gewählt, der im ' ersten Wahlgange die relativ meisten Stimmen | aus fick vereinigt. Das heißt also, es gibt nur i einen Wahlgang, es gibt keine Stichwahlen, höch­stens Nachwahlen. Die Folge dieses Wahlverfah- rrns ist, daß Kandidaten in das Unterhaus ein­ziehen können, die nicht die absolute Mehrheit der abgegebenen Stimmen besitzen, falls nämlich mehr als 2 Mandatsbewerber auftreten und ziemlich gleiche Wählermassen zu erobern vermögen. Dxr I Porgang trägt also nicht den Charakter zahlen­mäßiger Gerechtigkeit in sich, aber wenn die Dinge I im Ganzen des Landes angesehen werden, zeigt I sich eine gewisse Ausgleichung. Das Verfahren hat jedenfalls den Vorzug, daß bei den Wahlkämpfen I die Person des Kandidaten selbst außerordentlich I viel bedeutet. Da seit dem Jahre 1867 auch der verfassungsrechtliche Grundsatz besteht, jede wich- I tige politische Entscheidung dem Volke durch Reu- I wählen zu einer direkten Beschlußfassung vorzu- I legen, wirkt dieses System politisch außerordentlich erzieherisch, es konzentriert das öffentliche Urteil I auf die lebenswichtigen Tagesfragen und hält Mo- I mente außerpolit.scher Art von der politischen Ent- I scheidung fern. Der Umstand aber, daß in den I einzelnen Wahlkreisen, die erheblich kleiner sind als I in Deutschland, gleich die relative Mehrheit em- I scheidet, zwingt die Parteien, vorhandene Schwie- I rigkeiten im eigenen Schoße zum Austrag zu brin- I gen, läßt Parteineugründungen nur unter außer- I gewöhnlichen Umständen möglich erscheinen. Vom I politischen Standpunkte aus gesehen, hat die- I ses Wahlverfahren außerordentliche Vorzüge, und I es sind auch nur unpolitfche Gerechtigkeitsfana- I tiker, die sich jetzt in England bemühen, es durch I Einführung des Proporzsystrms in seiner politi- I schen Brauchbarkeit zu erschüttern. Es besteht gar kein Zweifel, daß die Einführung des Verhältnis­wahlverfahrens in England sehr bald die Wirkung haben würde, daß man auch dort, in dem Staate der ältesten parlamentarischen Demokratie, von einer Krisis des demokratischen Systems sprechen würde.

Besonderes Interesse hatte seit einem Jahre die Liberale Partei gefunden, da sie in einer sehr tiefen Krisis steckte. Es ist sogar vor einigen Iah- ] ren einmal zu einer Spaltung gekommen, die man aber schleunigst wieder rückgängig machte, als es zu Wahlen kam. Das relative Wahlverfahren hätte die Partei alsdann vollkommen von der Bild­fläche verschwinden lassen. Man hat in den letz­ten Jahren geglaubt, daß die Liberale Partei der allmählichen Auflösung entgegengehe, daß ihr lin­ker Flügel zur Arbeiterpartei obschwenken, ihr rechter aber die konservative Partei verstärken werde. Die inneren Zwistigkeiten hatten nämlich nach der Wiedervereinigung während des vorletz­ten Wahlkampfes nicht aufgehört, sondern sogar schärfere Formen angenommen, ohne daß man wie­der hätte auseinander gehen können. Run haben ober in der letzten Woche Zwei Nachwahlen für das englische Unterhaus stattgefunden, in denen die Liberale Partei den Sieg davon trug. Ja, sie hat dabei sogar ein Mandat gewonnen. Das ist eine Ueberraschung, für die es die Gründe fest­zustellen gilt. Sie sind wohl darin zu suchen, daß zunächst einmal das Regiment der jetzt am Ruder befindlichen konservativen Partei nicht befriedigt. Nicht nur wegen seiner Außenpolitik, in Rußland, in China, sondern vor allem wegen seines innen­politischen Verhaltens. Der Generalstreik und der Bergarbeiterstreik haben der Staatskasse gewaltige Kosten verursacht, ja, schon allein der Umstand, daß sie nicht vermieden werden konnte, nachdem d.e Regierung den Bergwerksbesitzern vor 2 Jahren mit starken Subventionen unter die Arme gegrif­fen hatte, war eine mächtige Schlappe der Konser­vativen. Im Budget sind jetzt solche Lücken, daß statt des versprochenen Steuerabbaues, der Ver- Minderung der Arbeitslosigkeit und der Hebung

Frankfurt (428.6 m), Kassel (272.7 m). 1—2: Ne, Schallplatten. 3.30—4: Die Stunde der Jugend. 4.3 bis 5.45: Haussraucn-Nachmittag. 5.45 bis 6.05 Die Lesestunde. 6.15—6.45: Theodor Fontaw Vortrag. 6.45—7.15: Stenographie. 7.15—7.35: Fort schritte in Wissenschaft und Technik. 7.35—7.45: Filv Wochenschau. 7.45—8.15: Der Himmel im April, Voi trag. 8.15—10.15: Drei Jahre Frankfurter Rundfunt Anschl. bis 12.30: Uebertr. von Kassel: Tanzmusik.

zu essen habt. Damit Ihr aber nicht darüber nachdenkt wird Euch etwas von der „Liebe des Nächsten «»aMt. Wollt Ihr nicht mehr von den Lehrern und Vfasfen verkohlt werden, dann müßt Ihr Euch vorn Rellgwns- unterricht admelden. Laßt Euch von Euren Eltern einen Zettel mit in die Schule geben, wo daraufsteht, daß Ihr ab Ostern nicht mehr am Religionsunterricht teilney. men wollt". An einer anderen Stelle heißt es mit Bezug auf $qiuiuMi „ . . • Bis in den Himmel geho- so unbarmherzig vollzogen wird. In der Tat, es I ben wird er, der Vater^der Armen, und dochwurde^er ist schwer, sich den teuflischen Plan vorzustellen, g Se « P^lhewÄ sind die meisten,

welchen dieses Programm vorschreibt und es 'ü Jg'g(n£fJ angeblich im Sinne Pestalozzi- In fast unmöglich ihn zu begreifen. Und doch sollte wichen die Kinder nicht durch Prügelstrafen

man darüber nicht im Unklaren bleiben, denn die I er “ en gßenn dort ein Lehrer prügelt, so kommt er

Gefahr, welche uns bedroht, ist sehr groß. I ms Gefängnis. Dort arbeiten die Lehrer mit den Kin-

Es genüat den Nachbetern und unentwegten I tcrn zusammen. Auch in Deutschland werden wir die-

Anhöngern Moskaus in Deutschland nicht, nur die I ses Ziel erreichen. Kämpft mit uns! Tretet em in Erwachsenen und unreifen jungen Menschen mit I den Jung-Spartakus-Bund."

sowjetistischen Ideen zu erfüllen, man sucht mit I @5 fefy[en selbstverständlich auch nicht „Jllustra- aller Kraft auch sckon bei der Schuljugend Boden I tionen« über Kapitalisten, „Pfaffen" und Lehrer zu gewinnen. Daß es sich bei dieseni Bestreben I mjt. entsprechenden Unterschriften. Bemerkt sei nicht um eine vorübergehende oder lokale Tätigkeit I nok regelmäßige Sitzungen dieser Jugend besonders tüchtiger Organisationsführer handelt, - • • - "

daß vielmehr nach einem ausgearbeiteten weitver­zweigten Plane gearbeitet wird, das lehrt die Er­fahrung der letzten Monate in den verschiedenen Städten Deutschlands. Auch in Kassel arbeitet man mit teuflischen Mitteln, um die Kinder in maß­loser Weise gegen die Lehrerschaft, gegen jede Autorität aufzuhrtzen und der Religion abwendig zu machen. Vor diesem Treiben ist keine Schule, sie mag katholisch oder evangelisch sein, sicher. Ganz planmäßig geht man auf die Bildung von „Schulzellen" aus, die ipi Jung-Spartakus-Bund zusammengefaßt werden und im „Kämpfer" sogar ein Organ für Kinder haben. Die ganze Geschichte wird so aufgezogen, daß jeder Schule eine beson­dere „Zeitung" zvoestellt wird, die angeblich von Schülern versaßt ist und zu d-ren Mitarbeit die Schüler aufgefordert werden. Die Bespitzelung der Lehrer wird zur Pflicht gemacht. Die zur Ver­teilung gelangende „Zeitung" wendet sich an die „Schulkameraden und Arbeiterkinder", verspricht den Kampf „Gegen die Prügelstrafe und Ver­dummung" und fordert zum Austritt aus dem Rs-

I ligionsunterricht ufw. auf. Hier einige Proben: ‘ „Heraus aus dem Religionsunterricht!! Wenn em Mensch viel getrunken bat. weiß er nicht mehr, was er

I tut. Aehnlich ist es mit der Religion. Es klingt alles I so schön von der Liebe der Menschen zueinander und I von Christus, der die Welt erlösen will/ In Wirklichkeit I will man Euch Sckmlkinder so betrunken machen, daß I Ihr geduldige Schäflein werdet. Man will Euch zu I Sklaven erziehen, denn wenn Ihr aus der Schule, sollt I Ihr es Euch gefallen lassen, daß Ihr von den Kavitali- I sten ausgebeutet werdet nach dem Grundsatz, daß es I immer Reiche und Arme geben muß. Die Kinder der I Reichen können jedes Jahr zur Erholung ins Bad fah- I ren, Ihr aber müßt Zeitungen targen, müßt mit den I Eltern aufs Land gehen, damit Ihr im Winter etwas

stattfinden, in denen über die „geleistete Arbeit berichtet wird und Mittel zur weiteren Arbeit auf- gezeiat werden. Vorerst hat man die Polizei out diese auberen Machenschaften aufmerksam gemacht, aber der Gesellschaft ist bei ihrer Raffiniertheit, mit der sie arbeitet, nur schlecht beizukommen. Die­sen Volksverderbern schwebt als Ziel vor, die Schule nach russischem Muster als eine Agentur für kommunistische Erziehung und kommunistische Propaganda zu benutzen. Heißt es doch m dem Schulplan der Bolschewisten: „Die Aufgabe der neuen Schule wird sein, die Kinder der Bourgoiste und der oberen Klassen, in proletarischem Geiste i , 'über ben Kahl

erziehen." Das Schlimmste bei der Sache ist, I bei einem schweren cvemuter, ous ™ 1 >

daß wohl kaum eine Schule von dem Hauch „die- I gründ zog, r Schade,

ses Geistes" verschont bleibt. Unter welch erschwe- h o f en -m, wodurch für cht^v ar er renden Verhältnissen die Lehrerschaft heute in den angertchtet wurde. Der Turm st W Irisch! ffirn^ftflhtcn arbeitet ift nad) bem (Befaßten wobt I ein unb benwlierte oa > r #rri ötr’htm kerständl ch Man wird aber bei der Entwicklung, wie die nach dem Kriege neu angeschafsten Kir^.

} die sich auf dem politischen Leben vollzogen hat, glocken, Außerdem> wurdendas W' dte v.-ge einseh en, warum, neben anderen Gründen der und Ge kostbaren Altäre stark ^swadtgU ^a^ kath Volksteil und seine politische Vertretung, das I lrche Fenster sind Serbrrnhem Die F mchmkei Zentrum, damit einverstanden sind, daß in dem sofort zur Stelle brauchte abe n cht n Tat gkei zu schaffenden Reichsschulgesetz, das man nach den zu treten, da der Blitz glücklicherweise nicyi s neuesten Berichten wieder auf die lange Bank zu I zündet hatte.

schieben gedenkt, auch die Bildung von weltlichen I ---———

Schulen zugestanden wird, wenn es auch bedauer- I . k kqs mcttCT?

lich bleibt, daß die Entchristlichung eines großen I UHC WITO uus>

Volksteils zu solchen Abwehrmaßnahmen fuhren I Don Westen ziehen fortgesetzt, Tlesdruckstorungen per mußte Aber '„Ein fauler Apfel steckt hundert an- an, die vorläufig bei uns noch keine beständige trocken I dere an " Mögen die Anhänger der weltlichen I Witterung auskommen lassen. ...

Sckule ihr-M Ideal zustreben wir wollen uns das Aussichten für Freitag: Unbeständig mit e.n3elne> mfterige nicht verkümmern lassen - die Bekennt- Niederschlägen, Temperaturen wenig geändert.

1 nisschule — die allein in der Lage ist, gute Bür- I

ger im Volksstaat und für den Himmel zu er- | @OttC$6Uttftorö ttUltg.

1 ziehen. a I Ratholischer Gotterdienft.

■ei*i**^"***"i"^*e^*^^*** I Freitag, 1.April.(Herz-Jesu-FreitagJzrauenberf teileben müssen der Mitte, dem Liberalismus zu- I Aussetzung des Allerheiligsten von st-6 Uhr moruen gute kommen, wenn er es versteht, die Verbindung bis 5 Uhr abends zur Anbetung des göttlichen Herzen mi der Masse des Volkes wieder lebendig zu ma- Jesu. 9 Uhr Levitenamt. Nachm. 4 Uhr Schlußandack

I mit Umgang.

Und das scheint der Fall zu sein. Im Januar I Israelitischer Gottesdienst. i

hat die latante Krisis im englischen Liberalismus I Samstag. 2. April. Vorabends 6.30, morgens zu einer gewissen Entscheidung geführt, indem fast I nachmittags 4, Sabbatausgang 7.45 Uhr.

zwei Drittel des Parteivorstande's sich für die Füh- I Wochengottesdienst: Morgen? 6.35, nachmittags rung Lloyd Georges aussprachen. Das üb- j abends 7.45 Uhr.

rige Drittel unter der Führung von Asquith und Grey hat sich in den Schmollwinkel zurückgezogen und versucht, anscheinend ziemlich hoffnungslos, sich besonders zu organisieren. Lloyd George aber bat mit seinen wirtschaftlichen Reformideen neue Aufmerksamkeit gefunden. Neue suggestive Kraft strömt wieder von ihm aus, die liberale Partei zeigt unter ihm wieder einen geschlosseneren Charakter und damit sind allerdings die Grundlagen für einen neuen Auftrag des englischen Liberalismus gefunden. Die beiden letzten Nachwahlen mit dem liberalen Wahlsieg scheinen die Erwartungen zu bestätigen, die schon Ende vorigen Jahres ausge-

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