resse Aeutzerung,
* Die Vcrlrekung der Bereinigten Staaten iw der Reparationskommission. Der „Newyork Gerald" kündigt an. daß der Beobachter der Vereinigten Staaten in der Reparationskommission, Ralph, W. 5)tU, zurückgetreten sei. Er werde ersetzt werden durch den ersten Botschaftssekretär bei der amerikanischen Botschaft in Paris, Edwin Wilson
. . - 3 ^"m Au-druck gebracht,
ww sie Pch aus der afeirfpeiti<ien Ernennung der Herren $S»rat unb Graef eraeben hatten. Da' ist b^iefbe 'imft. d-n and-re Monw in der tvroae der Zufa^meniebung des Kabinett? aehabt haben und dem Rechnun" getragen worden ist.
Zu Doehrings Brief bemerkt die . Germania : Der langen Rede kurzer Sin» wäre also, daß selbst
Zwisten B ri a nd und dem belgischen Außenminister Dandervelde hat in Paris eine Unterredung stattgefunden. Es wurden alle großen Probleme der europäischen und der Weltpolitik an denen Frankreich und Belgien betieligt sind, be- fprodjen.
• Sieben Jahre Zuchthaus für einen Landesverräter. Wie uns aus Lep.igb rittet wird, ver> intrlie der Strafsenat der Reichsgerichts den Bäck r und Tolmet eher Emst Drü cker aus MieS- baden rornen Sp onaae jtt sieben Fah>cn Zuckt» 'tauS und 10 Iaiuen Eh Verlust. Der Angetlogte alte in den Jahren 1925 und 1926 Srftiitfn'ide und Nochiichten, die tm Jntensse der LandeSver- 'eidi.iunq geheimzuhotten waren, einer fremd-n Macht attSieltesert. De Verhandlung fand unter Ausfluß der Oeffe"tlickkeit statt.
* Aushebung einer Falschmiiinerwerkskatt. (Eig. Funkm.) Nachdem vor einigen Wochen in A l - ton a und in Hamburg falsche Zweimarkstücke aufgetaucht waren, gelang es der Kriminalpolizei, nunmehr in Altona die Falschmünzerwerk- statt auszuheben. Zwei Händler hatten in einem Lumpenkeller eine Falschmünzerwerkstatt mit allen erforderlichen Werkzeugen eingerichtet. Einige 100 fertige und halbfertige falsche Geldstücke wurden vorgefunden und beschlagnahmt, ebenso die Werkzeuge und das Material. Gegen die beiden Händler sowie gegen eine weitere Anzahl Personen wurde eingerichtliches Verfahren eingeleitet.
Tor der Reichrtaqsdeballe.
Schon am Donnerstag wird das neue Kabinett vor den Reichstag treten. Die Verhandlungen werden an Lebhaftigkeit nichts zu wünschen übrig lassen Zurzeit wird die Erklärung beraten, die Reicliskanzler.Dr. Marx über das Programm der Regierung abgeben wird. Zu Beginn der Donnerstagssitzung des Reich'tages wird die Sitzung für zwei Stunden unterbrochen werden, um den Parteien Gelegenheit zu geben, zu dem Re- gierungsprogramm Stellung zu nehmen. Mehreren Blättern zufolge werden die Regierungsparteien voraussichtlich zunächst eine ge m e i n f a tn e Erklärung abgeben lasten und weitere Redner erst vorschicken, wenn der Verlauf der Verhandlungen dies erforderlich macht. Laut „Tägl. Rundschau" wird der Zentrumsabgeordnete Dr. Wirth seine von der Zentrumsfraktion abweichende Meinung zum Ausdruck bringen. Die A b st i m m u n g über die von den Sozialdemokraten und den Kommunisten zu erwartenden Mißtrauensvoten wird nach dem gleichen Blatt erst am Samstag nachmittag erfolgen.
Am Montag soll die erste Lesung des Reichshaushaltsplanes für 1927 beginnen. Der Aeltesten- rat, der für Donnerstag mittag einberufen worden ist wird die genauen Bestimmungen über die Verhandlungen treffen.
Die Ausmerzung des Abg. Graef-Dbüringen aus der Ministerliste beschäftigt namentlich die hinter der Deutschnationalen Volk Partei stehenden Kreise noch sebr. Der Herr Reichspräsident hat an Graef einen Brief gerichtet, worin er ihm dankt, daß er zurückgetreten ist Er selbst habe gegen Graef nichts gehabt. Strelemanns Organ, die „Tägl Rundschau" schreibt: Wenn der ..Lokalanz " davon spricht, daß der Außenminister es abgelehnt hätte, mit den H-rren Hergt oder G--aef zusammen- zuarbeiten, so ist das in dieser Form eine den Tatsachen nickt entspreck»nbe Austafsung. Der Au- ßenrninsst-e hat h»m R-!ckskanzler seine außenpolitischen Bedenken a->o»n eine Zusammen i 'Kuno de-s
i D e chinesische Kriegsgefahr.
Tschangtsolins Staatsführer sollen erklärt haben, wenn auch nur ein einziger Chinese in Schanghai getötet werden sollte, würden sie Tschangasolin zwingen, sich mit dem kantonesischen Oberbefehlshaber gegen die Engländer zusammenzuschließen.
Jas Mmme» Mer Die WWWgen
Einigungen.
Aufhebung des Sichtvermerks.
Nach einer m?'Ptnni deS Demokrati chen Z-tz tuitaSdienites (in1 d e Verhandlungen deS Attswär« tigen Amts mit England über die Aufhebung '■‘e« SichlvermerktwanoeS rowit fortgeschritten, daß mit einem aussichtsreichen Ab cklnß zu rechnen ist. Weite'hin sind in der lekien Z-it mit Luxemburg und Port» al Dettiäge über die Aushebung de» ichtveimeik wanaeS zum Abschluß gebracht Worden. Auch ist daS Auswärtige Amt bei fein m Be« mühen zum völl'gen Abbau der Paßmauern netter« dtngS mit weiteren Staaten tn Fü llung getreten.
Unter Ausfällen auf Professor Rade und Professor Baumgarten erwähnt Doehring dann den Aust-itt H a r n a ck s aus dem Evangelischen Bund, der „Nicht ohne Eindruck" geblieben sei, obw-'hl diese „seelische Inflation" „aus demokratischen Quellen floß". Mit besonderem Ingrimm gedenkt Doehting des Bundesdirektors Fahrenhorst. „Aus An'aß einer mißverstandenen Presse Aeußerung, die ich getan hatte," kam es zu einer etwa neunstündigen Debatte, bei der sich die Unvereinbarteit seiner Austastung mit der des Bundesdirektors, „der allen Strömungen gerecht werden wolle", ergeben Aber auch der Zentralvorstand wird von Doehnnq gewogen und zu leicht befunden. Er schließt seine Abschiedserklärung mit der Mitteilung, „daß der Evangelische Bund in seiner obersten Instanz nicht dasjenige Instrument besitzt, das in diesen stürmisch bewegten Zeitläuften in den Händen eines entschlossenen Führers einen Gen-« ralftab barfteUt der, im Tiefsten einig und geschlos- jen träfe, was er will."
Dührings Abschiedsbrief.
Der Rücktritt des „Hofpredigers" Doehring von der Leitung des Evangelischen Bundes ist nach heftigen Kämpfen erfolgt. Eine subjektive Darstellung dtejer Kämpfe gibt der Abschiedsbrief, den Doehring an das Präsidium richtet und den er selbst der Oeffentlichkeit beganntgibt.
„Ohne mich," so heißt es da. „eitlen Rühmens schuldig zu machen, vermag ich darauf hinzuweisen, daß tch manches Wort habe sprechen dürfen, bei dem die vestentlichkeit bis jenseits unserer Grenzen aufhorchte und die Feinde des reinen Evangeliums nichtzuletztRom, begannen, mich grimmig zu hoffen."
Herr Doehring überschätzt sich gewaltig, wenn er annimmt, daß er der Gegenstand des Hasses einer Institution sein könne, die die Feindschaft von Männern größten Ausmaßes (wir nennen nur einen Napoleon I.), unerschüttert ertragen hat.
Er habe, so schreibt Doehring, seinen Führer- l>eruf ernst genommen und es für gut gehalten, »lieber den Ereignissen, als dem Programm gerecht zu werden".
„Da nun aber," so fährt Doehring wörtlich fort, „im Zentralvorstand des Evangelischen Bundes eine Anzahl solcher Mentalitäten sitzen, die ihre programmatischen Ge- splnste nie weit genug ausdehnen können, war der Konflikt unvermeidlich. Und da ich außerdem Freimut genug besaß, trotz durchaus sichtbaren Stirnrunzelns und immer vernehmlicher hörbarer grollender Worte einem Generalangriff des evangelischen Lebensbewußtseins auf alles Unevangelische, unbekümmert um bas Geschrei von dieser Seite her, und gelegentliche Parlamentsäußerun- g-n, die von Hetze und Störung des konfessionellen Fristens lauteten, unmißverständlich das Wort zu reden, ver- uchte man mir, wie Sie wissen, verehrte Herren, von eiten gewisser Kreise des Zentralvorstandes einen, ent- chuldigen Sie den Ausdruck, Maulkorb anzulegen."
Die Botschafterkonferenz hat den zwischen der deutschen Negierung und der Militärkontrollkom- mission getroffenen Vereinbarungen über die Ausfuhr und die L a g e r u n g von Kriegsmaterial zugestimmt. "Auch in der Frage der Ostbefestigungen ist eine Einigung mit der Botschafterkonferenz erzielt worden. Das deutscherseits von dem General v. Pawelsz und seitens des Militärkomitees durch General Baradier, dem Chef des Generalstabes des Marschalls Fach, unterzeichnete Abkommen über die östlichen Befestigungen bestimmt im wesentlichen:
Entsprechend Art. 180 des Versailler Vertrages bleibt das Festungssystem an der Ost- und Süd- grenze Deutschlands erhalten. Auch die Meinungsverschiedenheiten über die Auslegung dieses Artikels find geklärt. Es wurden Richtlinien aufgestellt, nach denen bestimmt wurde, welcher Raum an der deutschen Ost- und Südgrenze ein Befesti- gungssystem im Sinne des Art. 180 umfaßt. Die- ,enigen Festungen und Festungswerke, die beim Abschluß des Versailler Vertrages vorhanden waren, also insbesondere die Festungen Königsberg, Lötzen, Küstrin und Glogau bleiben vollkommen erhalten. Ferner ist ausdrücklich vereinbart, daß die deutsche Regierung das Recht hat, die nötigen Jnstandsetzungsarbeiten an diesen Befestigungswerken vorzunehmen, insbesondere auch jedes verderbliche Material durch Mauerwerke oder Beton zu ersetzen. Von den nach 1920 neuerdings angelegten vorgeschobenen Unterständen bleibt der größere Teil, nämlich 54 von 88 Unterständen, ebenfalls bestehen. Die Auswahl der zu befeitigen- den 34 Unterstände bleibt im wesentlichen der deutschen Regierung überlassen: sie wird also unter dem Gesichtspunkt der militärischen Bedeutung erfolgen. Deutschland wird 5 solche Unterstände bei Küstrin, 7 bei Glogau und 22 östlich Königsberg aufgeben. Die neuerrichteten Anlagen bei Lötzen bleiben vollkommen erhalten.
Die zwischen der deutschen Regierung und der interalliierten Militärkontrollkommission getroffenen Vereinbarungen über die Ausfuhr uno die Lagerung von Kriegsgerät gliedern sich, wie wir erfahren, etwa wie folgt:
Im § 1 wird die Ein- und Ausfuhr von Kriegsgerät jeder Art (Masten, Munition und sonstiges Gerät), sowie seine Herstellung für die Ausfuhr verboten.
Nach § 2 des Entwurfes darf Kriegsgerät für inländische Verwendung weder hergestellt, noch aufbewahrt oder gehandelt werden.
Im § 3 ist in 45 Ziffern zusammengestellt, welche Waffen und sonstiges Gerät im Sinne des
Das Flugzeugmutterschiff „Argus", das tn Shantam für 275 000 Pfund umgebaut Morden war, ist von Portsmouth n"ck China mit Flugzeugen, Flugzeugteilen und Vorräten in See gegangen. Nach feinem Eintreffen in China werden die englischen Streitkräfte dort über 80 Flugzeuge verfügen.
Ein weiteres Kontingent britischer und indilchei Truppen ist von Bombay aus nach China abgegangen.
*
. Die Note der chinesischen Nordreaierung, die gegen die Entsendung der britischen Kriegsschiffe und Truppen nach China Protest erhebt, ist bei bet britischen Regierung eingegangen.
Friedensbereilschafk der Sankonregierung.
wtb. Rewvork. 2. Fehr. (Eig. Funkm.) Wie „Associated Preß" aus Hongkong meldet, hat die Kantonregierung amtlich ihre Bereitwilligkeit erklärt, einen neuen Vertrag mit Großbritannien zu unterzeichnen, sobald die britischen Truppen aus Schanghai zurückgezogen wordep find.
Die Rolle der russischen Jnstrnkkoren in China
wtb. London, 2. Febr. (Eig. Funkm.). In einem Interview mit dem Arbeiterblatt „Daily Herald" bestreitet der russische Geschäfteträger Rosengolz, daß der Berater der Kantonreaierung, Boodin. ein diplomatischer Agent der Sowjetreaie- runa fei. Die russischen Instruktoren in der nationalistischen Armee seien lediglich Freiwillige.
der Forsthochschule Eberswalde der Ehren-Doklor der Forstwissenschaft verliehen. 1924 wurde er als deutschnationaler Abgeordneter für den Wahlkreis Frankfurt a. Oder in den Reichstag gewählt.
Die völkischen
sind über kos neue Kabinett furchtbar erbost und über die Teutschnalionalen voller Ent üslung, weil nach tzindinhiira letz' auch sie umnefaHen seien. So sch'ribt das völst.che ,Teulsche Tageblatt':
„Jammer o'ne Ende, taf? in biefem römischen Triun p'igeloni alles auf Wahi Heck beruht woS von "en Teutichnotional'n ge agt wirb. Tie ,Kreut- ’euung' aber fühlt sich rebokt onell berufen, am 27. Januar dem Kaiser nach Toorn die Gtüße derer ,u senden, bie treu dl-eben. Tie G-üße derer, die «reu blieben. Man nntß es zweimal sagen und troeimal leien. Als Javas den Herrn bettaien hatte, kam er zu keiner Freude am silbernen Lohn, anbei n ging hin und erhängte sich. Tie Tat, die bereichern jollie, lochte ihn in W rklichkett auS, und diese Logrk deS Verrats werden auch be deutschnationalen an sich erfahren wüsten. Auch sie werden erkennen, daß sie sich nicht bereich rten, sondern baß sie sich büret, ihre sckwarze Tat selber aus- löschten. Der Jud höhnt. Rom triumphiert. Die Deutschnationalen sind nicht mehr."
Auslandsreise Dr. ätresemanns.
Die „Tägl. Rundschau" teilt die Verschiebung der Feier zur Erinnerung an den 60. Geburtstag der Gründung der Nationalliberalen Partei vom 27. 2. auf den Monat März mit und bringt diese Verlegung mit einer längeren Auslands- r e i fe in Zusammenhang, die der Reichsauß en- minister Dr. S t r e (e m a nn nach Abschluß der politischen Aussprache im Reichstag zu unternehmen gedenkt. Der „Lokalanz." will wissen, daß Dr. Stresemann feinen Erholungsurlaub voraussichtlich an der Riviera verbringen werde.
Die „B. Z." berichtet, daß Reichsaußenminister Dr. Stresemann Anfangs März zu der Rats- tagungnachGenf gehen und erst im Anschluß daran einen mehrwöchigen Erholungsurlaub nach der Riviera antreten werde.
Empfänge beim veichspräsidenlen.
Berlin, 2. Febr. (Eig. Funkm.) Der Herr ^etchsprasident empfing heute den Herrn Reichs- L® nJ f." sowie die neu ernannten Reichsminister r'. Dr. Koch und Dr. Schätzel, fer- und Dr bjt üTf611 Ae'chsminister Dr. Haslinde
* Mehrere elsaß-lokhringlsche Abgeordnete 'order- I en vom stanzo uchen iViiniftciptäubenien bie Ztvet- fpracbtgfett tn Schule, Rechts piechtttw und Ber- woltung. Pomcrte >oll geneigt sein, den Fotd-lunaen evtl. Rechnung zu trage».
Gesetzes als Kriegsgerät anzusehen sind und damit unter die Bestimmungen der §§ 1 und 2 fallen. Die Liste enthält Kriegswaffen jeder Art und deren Geschosse, Minen, Bomben, Mimitionskästen, Unterseeboote, M'tnitionszuge und maschinelle Einrichtungen für Marineartillerie, Unterwasternetzfchutz, Panzerplatten, Panzertürme, Kampfwagen, Pan- zerkraftwagen, Lanzen und aufpflanzbare Bajonette, Kriegsschiffe und deren Kessel und Hauptmaschinen, soweit sie offenkundig für die Verwendung auf Kriegsschiffen oder Unterwasserfahrzeugen besonders eingerichtet sind usw. Ferner sind als Kriegsmaterial anz'isehen die fertigen Hauptteile von Waffen und Munition, sowie Haupttteile sonstigen Kriegsgeräts, wenn sie nicht in der gleichen Form für wirtschaftliche Zwecke Verwendung finden können. Borgearbeitete Hauptteile sind nur für einen beschränkten Teil der in der Liste aufgeführten Gegenstände als Striegsmt’tena, anzulehen, jedoch auch nur dann, wenn sie offenkundig für die Herstellung von Waffen und Munition bestimmt sind oder bereits soweit vorgearbeitet sind, daß sie üblicherweise nur noch für Kriegszwecke Verwendung finden können.
Nach § 4 des Gesetzentwurfes ist für eine Reihe weiterer Erzeugnisse die Aufbewahrung und Lagerung im Inlands, nicht jedoch die Ausfuhr verboten. Hierunter fallen auch Kriegsspezialmaschinen.
Die Bestimmungen des Gesetzes finden keine Anwendung auf die von amtlichen deutschen Stellen erteilten Inlandsaufträge. Zuwiderhandlungen werden mit Gefänanis bis zu 6 Monaten oder mit Haft oder mit Geldstrafe bestraft. Neben der Strafe kann auf Einziehung und Unbrauchbarmachung der Gegenstände, auf die sich die strafbare Handlung bezieht, erkannt werden.
Für eine Frist von 6 Monaten nach dem Inkrafttreten des Gesetzes sollen seine Vorschriften keine Anwendung finden auf Verträge die sich auf die Ausfuhr von Erzeugnissen beziehen, deren Aus- fuh, durch das Gesetz vom ’6 I«nt 1921 betret'= send die Ein- und Ausfuhr von Kriegsgerät nicht verboten war. Dies gilt jedoch nur für solche Verträge, die vor dem Tage der Veröffentlichung des Gesetzes abgeschlossen und deren Ausführung cor diesem Tage in Angriff genommen worden ist.
* Verurteilung wegen Defchimpftmg der republikanischen Slaaksform. Unter der Anklage her Beschimpfung der republikanischen ©taatsforn hatte sich der Chefredakteur der „Berl. Börsenzig." Dr. Paul D e ft r e i cf), vor dem Schöffengericht Berlin Mitte wegen eines Leitartikels vom 11. August 1926, „Die parteipolitische Provokations- feier" zu verantworten. Das Schöffengericht ver urteilte ihn anstelle einer an sich verwirkten Straft von zehn Tagen Gefängnis zu 500 Mark Geldstrafe. Gegen das Urteil hat Oestreich sofort Be- rufung eingelegt.
einem Teil des Präsidiums des Evangelischen Bundes die Hetzreden seines Präsidenten auf die Nerven gingen und daß Herrn Doehring nahegelegt wurde, sich zu mäßigen. Herr Doehring hat durchaus recht, daß er manches Wort gesprochen hak, bei dem die Oeffentlichkeit aufhorchte. Allerdings aufhorchte in einem anderen Sinne, als Herr Doehring das zu glauben scheint. Die Oeffentlichkeit ist entsetzt gewesen über die dauernden Störun - gen des konfessionellen Friedens, und nicht nur von „ultramontaner" Seite, sondern aus den eigenen Reihen heraus ist Herrn Doehring da» Verderbliche feiner wilden Agitation mehr al, einmal vorgehalten worden. Daß Herr Doehring in Zukunft sich ändern oder schweigen werde, ist nicht anzunehmen. Aber seine zukünftigen Haßgesäng« werden Solovorträge sein, denen das Echi einer mächtigen Organisation kehlt. Und damit tö* nen wir wohl Herrn Doehring abschreibe«.
. Dm Deutkchkonservotive Partei .als deren pcH= hiebe Nachfolgerin die Deutschnationa'- Volkspartei von heute anm-feh-m wird, hat eine Vorstands- taauna einberufen die sich mit der S'ellung- nabme befassen soll, die die Deutschnationale R^ichs- tagssrakt'on nunmehr eingenommen hat. Äußerem wird ein Aufruf vorbereitet, der förmlich gegen die Politik der Deutschnationalen protestiert ein formelles DekenntniszurMonar- 0)1-« ableaen will. Gleichzeitig wird in unterrichteten Kreisen davon gesprochen, daß innerhalb der deutschnationalen Reichstag-fraktion sich eine S v a l 11, n g vorbereitet, so zwar, daß her völ- nfche Flügel, gnmaf nack dem Fall Graef, fick abzusondern beabfirhtigt und als konservative F^ak- tion fick im Reichstag etablieren will. I-d^nsalls zeioen die jetziaen Ersch-initnaen. hast die Deutirfu natwnalen nahe daran sind, ihren Eintritt in die -n-giening d->r sick allerhin"s unter vollständiger Schwenkung ihrer bisherigen Haltung vollzieht, auch noch m,t einer Spaltung in ihren eigenen Reihen Zu erkaufen.
*
Der Vorstand der Deutschen Demo- e n Partei ist zum Samstag, den 12.c. mru.ar i,ur Erörterung der politischen Lage nach Berlin zusammenberufen worden.
♦
frrt^Qd)-ber Ztg." haben die Sozialdemo. ftehrHnr,nc5n Antrag eingebracht, wonach vom 1. pe n b i e rbi5 30- 3uni der Roggenzoll s u s- auf die rfl hÄn Sur Begründung wird gen?rÄe Steigerung der Rog- st 1 e in den letzten Monaten hingewiefen.
Innern^Dr^K^.^^denden Reichsministers des H7e7Ef?lan?de^n°L°fL"k° ber ^srat "" liche stimmführende Bevollmäun “"s *ailLt' I Reihe der übrigen Mitglieder Ke« emte 0ro^e nahmen. Der Vertreter Preußens Eli
tär Weißmann, betonte tn einer 2lni'nr^A° 5 D scheidenden Minister im besonderen^ öen
ragende Art, wie der Ministe? seines rsLn Beziehungen zum Reichsrat zum Nutzen der gemeiu- samen Arbeit zu gestalten wußte. U. a. erwiderte hierauf Dr. Külz in bewegten Dankesworten.
*
Der neue Reichsinnenminister, Land- !et o. D. und Rittergutsbesitzer Walter v. K e u- “eU, entstammt dem preußifchen Zweig der 5a- tp ’e. Es gibt bekanntlich auch in Kurheffen ein ^Hchlecht o. Keudell. Er wurde am 17. Juli 1884 id-, tc^an?cre Stabia geboren. Nach prakti- ^stdwirtschaftlicher Betätigung studierte er la,m ^^^nschait und trat in die Derwaltungs- “füahn. Nachdem er den Krieg 1914-15 als Ritt- haft»r 'n der 1. Kavallerie-Division mitgemacht Söhi».l?ar er D0n 1016—1920 Landrat des Kreises der e „ (Neumark). Er betätigte sich bann in -r: K^hftDerroaltung dieses Kreises, wurde Mit- ii3nrf. Brandenburgischen Provtnziallandtages, du» "^Mitglied des Brandenduraischen L a n d- n ^?^Olied des Stänbiaen Ausschusses ces «lchsforstwirtschaftsrates. 1923 wurde ihm von
uldaerZertung
Anzeiger für die Stabt unb den kreis Fufda. Amfliches firelsbtafL
Donuerskag, 3. Jebruar 1927.
Zahrg.84.
Ar. 27
Erscheint sechsmal wöchentlich Wnchenbeilage: .Illustriert» Peilaq»' und „Puchendlüller" Rotationsdruck und Verlag der Fuldaer Rrtiendriickerei In ftalda Fernsprecher 91t 9 v. Monatlicher Bezugspreis 1,50 Ml *
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