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Anzeiger für die Sladt und den Kreis Fulda. Amkliches Kreisbiakk.
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Mittwoch, 5. Zanuar 1927
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Postscheckkonto Frankfurt a.
Das Dunkel um die Kabinettsbildung
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Deutschtum in Südamerika.
Von Fr. Pauli gBahia Bianca (Argentinien!.
* Einstellung der englischen Missionstätigkeii in Kiangsi. Wie der amtliche englische Funkdienst meldet, hat die englische Regierung den britischen Missionaren in K i a n q s i angesichts der Schwierig» feit während der herrschenden Wirren den Schutz ihres Lebens sicherzustellen, den Rat gegeben, die innere Provinz zu verlassen.
fahren in verschie! in. Die argenHnif
Kriegsmaterial erbeut-t. Bei Perlas sollen 302 Mann verwundet worden sein. 300 Gefangene gemacht. —
♦ Der Senior der Berliner Rechtsanwälte ge-' starben. An den Folgen einer Grippe ist im Alter von fast 90 Jahren der Senior der Berliner Rechtsanwälte, Geheimer Justizrat August v. Simson. geworben. Er war der Sohn Eduard v. Simson», des Präsidenten der Frankfurter Nationalversammlung, des ersten Reichstags des Norddeutschen Bun- des wie des Zollparlaments und des ersten Reichsgerichtspräsidenten. Biele Jahre war der Derstor» i bene Dorsitzender der Berliner Anwaltskammer,
Man schreibt uns:
Seit dem Sturz des Kabinetts Marx, das dem Mutwillen der Sozialdemokratie und der Deutschnationalen zum Opfer gefallen ist, nahm das Rätselraten um die Zusammensetzung der neuen Regierung kein Ende. Sofort am ersten Tage der Krise wurden allerhand mögliche und unmögliche Kandidaten genannt, die gewagtesten Kombinationen tauchten auf Besonders eifrig wurde mit dem § 48 der Reichsverfassung gesvielt, und der Name des Reichspräsidenten, der nicht nur Kralt seines Amtes, sondern auch dank seiner untadeligen Geschäftsführung hoch über den Parteien steht, wurde von verschiedenen Seiten in die Debatte geworfen. In den letzten Tagen des vergangenen Jahres riß der Faden nicht ab. Immer wieder wurden neuen Konstellationen erörtert, ohne daß jedoch irgendjemand mit exakter Bestimmtheit hätte sagen können, die Patentlösung sei gefunden.
Genau wie das alte Jabr zu Ende ging, fing das neue an: die Frage der Reaierunosbildung bildet das Houptthema der politischen Presse. Eine endgültige Antwort kann aber von keiner Seite gegeben werden. Dies ist auch garnicht zu verwundern. Don den maßoebenden Parlamentariern weilen nur wenige in Berlin. Die Fraktionen sind überhaupt nickt v-rsammelt und werden kaum vor b»m 19. Januar Geleaenheit zu Sitzungen finden. R"ichspräsident von Hindenburg, in dessen wänden die michtialte Entscheidung, das heißt die Betrauung einer Persönlichkeit mit der Bildung eines Kabinetts, liegt, hat bisher noch durch keine offizielle Derlautbarung einer sichtbaren Handlung erkennen lassen, in welcher Richtung sich feine Ge» dankenaänqe bewegen. Es ist daher nichts als Sensationshascherei, wenn das Montag-Morgenblatt des überdemokratischen Pazifisten von Gerlach folgend» Weisheit vom Stapel läßt:
„Sicher scheint zu sein, daß zunächst Herr Cur- ti u s , der bisherige volksparteiliche Wirtschaftsminister, den Auftrag erhält, sich um hie Schaffung eines neuen Kabinetts zu bemühen. Vielleicht wird er der Form halber zunächst den Versuch machen, eine Regierung des Büroerblocks auf die Beine zu stellen. Da aber ein Erfolg so gut rote «u»- gefcklosstn ist. hat Herr Curtius, wie es heißt, eine zweite Idee parat, nämlich die eines sogenannten Kabinetts der Persönlichkeiten, in dem Vertreter aller Parteien, non den Deutschnationalen bis zu h»n So'ialdemokaten, zusammensitzen sollen. Die Verwirklichung dieses nicht ganz neuen Gedankens wird nicht nur an der Sozialdemokratie, sondern auch, nachdem diese abgelebnt hat, an Zentrum und Demokraten scheitern. Dann würde der Moment gekommen sein, wieder an die Bildung einer Mit- telregieruna heranzuaehen. Diese Aufgabe wird jedenfalls aber nicht Herrn Marx, sondern Herrn Stegerwald zugewiesen werden."
Ein Blinder fühlt es mit dem Krückstock, daß hinter diesen, nach Wissen aussehenden Behauptungen nichts steckt als völlige Unwissenheit. Es 'st nämlich heute noch nicht soweit, daß der kommende Reichskanzler bereits mit Namen genannt werden könnte. Zunächst muß sich der Reichspräsident für eine bestimmte Persönlichkeit entscheiden, dann erst kann man weiter gehen.
efe allerme! Sprachen 31
1 schreiben.
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• General v. Pawels; fährt nach Paris. General v. P a w e l s z und Legationsrat F 0 r st e r begeben sich, wie die Blätter berichten, Ende der Woche zur Fortführung der Verhandlungen über die Frage der Ostfestunaen, die in G-mi während der Ratstagung de» Völkerbundes offen gelassen worden sind, nach Paris.
* Erholungsreise Briands. Außenminister B r i a n d bat Paris verlassen, um einige Tage Erholung zu suchen. Wie die Abendpresse wissen will, soll es sich um eine lOtägiqe Abwesenheit Driands bandeln. Briand hat sich in einem Auto nach Süd- frankreich begeben, _ _
* Der Beichrmostminister in Dien. Anläßlich der feierlichen Eröffnung des neu»n Fern- svrechkabels Nürnberg - Wien ist Reichsnostwinist-'r S t i n g l mit mehreren B»arn- stn seines Ministeriums nm Montag nnrmiftan in Wien einnetroffen. Mitten? mnr Stingl Gast h»s deutschen Eefcindien. Arn Nackm'ttag w"rde Stingl vorn Biinbestmäsibe"t«n Hainilch empfan- g»n. Darauf mochte der R»ichnnoltminist-r hem Bundeskanzler Seine! einen längeren Besuch. Abends fand nach her Vorstellung in der Siaats- oner, der Stingl und feine Beamten als Gast" der österreichischen Regierung beiwohnten, ein Empfang beim Grafen Lerchenfeld statt.
teren Wolga uni Deutschen bisher Art sich erhastem lichkeit in größe.
Bei dem ganzen schwierigen Problem der Schaf- ftmg eines neuen Kabinetts handelt es sich um eine innerpolitische Angelegenheit des deutschen Volkes. Man sollte der Ansicht sein, daß das nicht besonders betont werden müßte. Denn genau so wenig, wie Deutschland sich in die innerpolitischen Vorgänge anderer Staaten einmischt, können wir außerdeutschen Beeinflussungen ein Recht aus Mit- gestoltung unserer Reichsregierung einräumen. Selbst noch so gut gemeinte Ratschläge müssen wir oblehnen. Und wenn sich ein deutsches Organ zum Sprachrohr von außenpolitischen Stimmen, die in einer ganz bestimmten Richtung auf die Bildung eines neuen Kabinetts einzuwirken versuchen, hergibt, so müssen wir ein solches Unterfangen eben» faNs zurückweisen. Das gilt zum Beispiel für den „Vorwärts", der in feiner Nummer 2 vom 3. Januar 1927 schreibt:
„Deutschland muß sich jetzt bei der Lösung der Reaierunaskrise entscheiden, ob es nach rechts oder nach links gehen will. Gerade Frankreich wartet mit Spannuna auf diese Entscheidung, lieberem- stimmend erklären alle - verständiaunas- und rau» munasbereiten Blätter der französischen Linken, daß von der Löluna der deutschen Reaierunaskrise die weitere Entwicklung der deutsch-französischen Fraoe ahhänat. Daß ein Deutschland, dessen Regierung sich auf die nationalistischen Parteien Hüben und dadurch im stärksten Gegensatz zur Sozialdemokratie befinden würde, kein Entgegenkommen fände. w»il es kein Vertrauen aenieß-n würde, wird in allen Oraanen der französischen Linken ausdrücklich betont." .
Unsere» Erachtens wäre es angebrachter gewesen, wenn dse Blätter der st anzösiscku'n Linken den deutschen Sozialdemokraten recktz-stia ins Gewissen geredet Hätten, sich der Großen Koalition gegenüber etwas entgegenkommender zu verhalten, und wenn sie vor allem ihre warnende Stimme hätten ertönen lassen, bevor di» sozialdemokratische Reichstagsfraktion sich zum Sturz des Kabinetts Marx an- fchickte Es hätte sich dabei nicht um eine Einmischung in deutsche innerpolitische Dinge gehan- beit, sondern nur um einen guten R a t a n di e »etc tf eben Freunde. A„f wohlwollende Er- Mahnungen, die „nach dem Feste" kommen, können mir ver-ichten, und auch der „Vorwärts" sollte > eins-hen. daß mir eine außerdeutiche Bevormundung nicht nötig haben. Die deutsche Revublik Hat in den lebten Jahren gezeigt, daß sie das Gehen gelernt hat. Sie wird auch über den vor uns siegenden 4era, genannt Schaffung eines neuen Kabinetts. Hoffentlich ohne jedweden Schaden hinüber- kommen.
Zcheidemann über die Regierungsbildung.
bet Berliner Stadtballe in her .!tTof!erffrafie, beranftal'cte das Reichsbanner eine Kundgebung ,n der g?eid'8tan§ahneOTbneter Scbeidemonn 'vrach. liebet die Fraoe der Regierungsbildung (a"te Scheidemann: Tie Republikaner gehören in die Regierung, fdbft auf die Gefahr bin, daß die repubsikanifchen Parteien keine Mehrheit haben, müssen sie die Regie- runa i'berne'men.
ungefähr 50—1 den Argenttntei hielt sich jedoch j Heren geschlosst ten Erfahrunaj hing weiter fl Grundlage ni-rt kchlossene Sied» hier wissen diej bieten eingewch Art sich gut ei Niger, wie ml tzdealisten verß Ölfischen Be^
getötet und 1 l Die Liberalen hab» Nach der Schlacht j ischen den Liberalen und den Konservativen mutt kein Versuch gemacht, die Toten zu begraben. Zahlreiche Verwundete blieben in benachbarte« Sümpfen liegen und fanden hort den Tod. Teufende von Geiern kreisen über dem Schlachtfelde, yer Oberkommandierende der konservativen KräfMgibt bekannt, daß es notwendig sein wird, jebettauglrd)en Mann zwischen 12 Md 50 Jahren untz die Fahnen zu rufen.
einer beschränkten Zahl von Stammesgenossen. Hier kann im Ernste nickt von der Möglichkeit oder rar Wahrscheinlichkeit, sich seine Dolksart auf die Dauer innerhalb der fremden Umgebung erhalten zu können, gesprochen werden.
Besser als lange Ausführung/en mögen zwei Beispiele aus Argentinien das erweisen. Die Ortschaft Tornquist wurde von einem Deutsch-Schweizer gleichen Namens als rein deutsche Kolonie vor einigen Jahrzehnten begründet. Heute besteht in dem aufblühenden Orte zwar noch ein deutsches Vereinshaus, man sucht aber vergebens einen deutschen Schulverein oder gar eine deutsche Schule. Die Deutsch-Sprechenden bilden noch immer einen starken Bruchteil der Bevölkerung, jedoch nicht mehr den allein ausschlaggebenden wie bei der Gründung. Ein zweiter Fall: Der Deutsche Karl Wiederhold gründete das malerisch schön an einem großen See am Fuße des hohen Cordilleren-Gebirges gelegene San Carlos de Bariloche, mit Deutschen für Deutsche. Noch heute besteht dort zwar eine deutsche Schule unter einem tüchtigen Lehrer, zu fürchten aber ist. daß auch hier mit der Zeit der ursprünglich ganz deutsche Bau zerbröckelt, bzw. mit fremb-n Elementen in Ueberzahl bevölkert wird, so daß in nicht zu ferner Zeit es auch hier von dem Deusichtum heißen wird: „Es war einmal!"
Die deutsche Art, ganz allein auf sich gestellt, kann sich in Südamerika auf die Dauer nicht halten. Das Deutschtum in der Fremde gleicht einer im Weltmeere gelegenen kleineren Insel, die immerfort Tag und Nacht, Sommer und Winter, von den vom Sturme aufgepeitschten Wellen und Wogen umbrandet wird, bis sie eines Tages deren Opfer wird. Der unter Fremden lebende Durch- schnittsdeutsche hat auch seinen harten Kampf ums Dasein zu führen und daher weder Zeit noch Lust, neben feiner Tagesarbeit sich die Mühen und Sorgen um die Erziehung seiner Kinder nach deutscher Art noch anzupacken. Auch den Kindern wird es zu schwer, in zwei Sprachen zu denken. Außerhalb ihrer Famiste hören sie fast nur die fremde Land»ssnrache. So ziehen sie mit der Zeit im Gebrauche diele der Muttersprache vor und verli'ren durch den ftänbtgen Umgang mit der fremden Außenwelt die Fühlung mit der deutsch'» Kultur.
In Städten mit größeren deutschen Kolonien haben die Deutschen in d»r Regel einen Rückhalt 1 an den dort bestehenden deutschen Dereinrichulen.
wirtschaftliche Nampfbewegungen.
--- Zum Lohnstreit in der Schuhindustrie. Der Hmiptausschuß des DerbandrS der Deutschen Schuh, und Schäftfabrikanten e. V. beschloß in seiner am 3. Januar 1927 in Frankfurt a. M. ftattgefunbenen Sitzung unter Beitritt der anderen am Neichs-Tmifvertrage für die Schuhindustrie beteiligten Arbeitgeberverbände gegen eine starke Minderheit unter Aufrechterhaltung der seither von Arbeitgeberseite geltend gemachten Bedenken dem Schiedssprüche, der am 31. Dezember 1926 von der seitens des ReichSarbeitSmini- steriums eingesetzten Schlichtungskammer gefällt worden ist, im Interesse der Aufrechterhaltung des Arbeitsfriedens in der Schuhindustrie zuzustimmen. — Weiter wurde beschlossen, die Mitglieder darauf hinzuweisen, eine Nachprüfung der Verkaufspreise für Schuhwerk vor- zunehmen und diese unter Berücksichtigung der im Schiedsspruch festgesetzten Loh-erhöhung zu revidieren.
ratter bewahrt 1 ien. Den Haupt wir dafür in der .fchlossenheit, mit l ir ausschließ- ' lieh von Deutsche, siese umfangreiche C.!’..:.
int dieser Geschl sjenheit der
Deutschland und Italien.
Vorgeschichte des deutsch-ttalienischen Vertrages.
Stesani teilt mit: In maßgebenden amtlicher Kreisen Italiens sind gewisse Kommentare der aus wärtigen Presse zu dem Abschluß des deutsch-italienischen Vertrages erschienen, die, was dee amo- lute Unbegründetheit der darin aufgestellten Behauptungen anlangt, in sonderbarem Gegensatz zu der Nüchternheit und Zurückhaltung der italteni- sehen Presse stehen. Es ist demnach angezetgt, den tatsächlichen Sachverhalt und bas wahre Ausmaß der Tatsachen festzusteven, die nicht für Zwecke anti- italienischer Polemik entstellt werben burren. Was bie Initiative zum Abschluß des Vertrage» anlangt, so ging sie von der deutschen Regierung aus. Der erste Vorschlag wurde tatsächli^ in konkreter Form von Stresemann während bet Septembertagung in Gens gegenüber dem Unterstaatssekretär @ranbi gemacht. Stresemann g'aubte sogar, die Verhandlungen noch während der Genfer Tagung abschließen zu können. Mussolini war es, der die Möglichkeit verlangte, Geist und Wortlaut des Vertrages in Ruhe prüfen zu können. Die Behauptung einiger englischer Blätter, wonach Mussolini dem Vertrag habe eine größere politische Tragweite geben wollen, entbehrt lebet Begründung, ebenso die weitere Behauptung, roonacb bie italienische Regierung einen Entwurf, der eine a n t i f r a n 3 ö f i f ehe politische Tendenz enthielt, voroelegt habe. In Wahrheit ist der Vertrag das Ergebnis gus zwei Entwürfen, die in einem gewissen Stadium der Ver- Handlungen verschmolzen wurden und aus denen auf Veranlassung der italienischen und mit Einverständnis der deutschen Regierung alles entfernt wurde was, abgesehen von rein juristischen For» mulierungen, zu weitgreifenden Interpretationen hätte Anlaß geben können. Was die Reise Dr. Stresemanns anlangt, so ist bie Meldung einiger ausländischer Blätter vollständig unbegründet» wonach der deutsche Minister des Aeußern eine Einladung der italienischen Regierung abgelehnt habe. Tatsache ist, daß eine derartige Einladung niemals erging. Es ist aber klar, daß, falls Dr. Stresemann wie beabsichtigt, seine Ferien am Lago Maogiore verbracht hätte und nach Rom gekommen wäre, die italienische Regierung ihm bereitroiilHt aufrichtigste und herzlichste Gastfreundschaft angebo- ten hätte. Andere englische unh lrcmzösiscke Zeitungen ermähnten die Ober-Etsch. Offenbar wurde der Vertrag von dielen Zesti-imen nur einer flüchtigen und oberflächlich Durchsicht unterzogen, da der Vertrag nichts enthält, was lick direkt oder indirekt auf diese Fragen beziehen könnte. Ober- Etsch ist eine Provinz des Königreichs Italien, und daher ist die Behandlung der italienischen Staatsbürger, die es bewohnen, eine rein interne ita- linifche Angelegenheit. Mit diesen genauen endgültigen Erklärungen beabfid)Hnen die offiziellen italienischen Kreise nicht, eine lieber- und Unterschätzung des Vertrages an den Tag zu legen, befielt Bedeutung in anderen Faktoren lieot, wie die D»utsche divlomatiscke Korresnondenz sowie die objektive Presse aller Länder bereits mit Recht feststellte. ___________________________________
200 Jahren nach Südruß'and c
Deutschen, in dem amcils sehr men chen- und verkehrsarmen San die nachfolgenden fl
iegen und festzuh en, so daß diese von Deutschen
-besiedelten und lohnten Teile Süd-Brasiliens noch heute zum , ßen Teile ihren t mischen Cha-
stsein, als an der S
nenig gebildeten Sti nmesgenossen rlernen, zu spreche.
n lebenden Dolkigenossen in centinien haben die von der un-
ch die in Süd-Bra
1 Siedlungen Deutscher gemach-
festhalten, ebenso veutschen Siedln 1 Süd-Chile, In 5
^grenzen zy n Gründen
beginnen einige von ihnen wirklich dessvrache zu erlern 1.
>i diesen ersten Der chen. und ein uderwelsch bildet int)er Folge ihre
I Auf dem Lande jedoch mit seinen unermeßlichen Entfernungen und seiner äußerst gerinnen Bevöl- kerunasdichte liegen bie Verbältnisie für die Erziehung der Kinder in deutschem Sinne viel un- günstiger. Hier können bie auf einsam liegenden (Behoften wohnenden Landsleute besstn Falles ihre Kinder durch einen deutschen Hauslehrer in deutscher Sprache unterrichten lassen. G°wöhnlich er- streckt sich der Unterricht nur auf die allerelementarsten Gegenstände, wie Rechnen, Lesen und Schreiben. Zu einer wirklichen Erziehung in treub-ut« schem Sinne kommt es in den allermeisten Füllen aber auch hier nicht.
So find denn die Folgen meist schon in der zwei- ten Generation erlchreckend. Träger deutscher Namen verstehen nicht mehr deutsch, besonders nicht, wenn der eine Teil der Eltern nicht deutschen Blute» war. Aller nationale Idealismus zerschellt an den aus der fremden Umgebung erwachsenden, für bie Erhaltung deutscher Art ungünstigen Verhält- nisten. Nack dem Krieg Ist der Abbröckelungsprozeß des Auslandsdeutschtums etwas aboehalten wörden dank dem Zuströmen vielen neuen Blutes aus der Heimat. Nicht immer wird dieser Zustrom gleich stark anhaften. Mit feinem Nachlassen aber schwinden auch die Quellen der Widerstandskrost der deutschen Auslands-Kolonien gegen ihre Aufsaugung durch die sie bedrängende fremde Umgebung. Will die Svimat sich die in den deutschen Auslandskolonien Südamerikas für sie wertvollen Stütz- punkte deutscher Kultur und Wirtschaft erhalten, so mag sie ihrem eigensten Interesse für dauernden, angemessenen Nachschub geeigneter deutscher Elemente nach dort vor allem Sorge tragen.
Nene Ausstand?.
Me Ms Pad-ng (TOeftfumafra), gemefbet wird, befindet sich fast der ganze D'stnkt Silveng- lang in hellem Aufruhr. Ein holländischer Stre.- kenoufseher sowie vier eingeborene Lehrer sind von den Kommunisten ermordet »orben. Eine Autoblonne, auf ber sich eine rnllltcirische Abtei- hing nach dem Aufstandsgebiet begab wurde von Somntuniften Überfällen. Die Angreifer wurden unter schweren Derbsten zuruckgeschlagen und hat- teIt etwa 30 Tote. Eine Anzahl von Aufständischen wurde gefangen genommen. Auf holländischer Seite fiel ein Peu&mt; mehrere Soldaten wurden verwundet. Eine pmmunistische Bande hat den Bahnhof von P a li) a n g überfallen, um sich in ben Besitz ber Statimsfaffe zu fetzen. D"s Eisen- bahnpessonal könnt sich burch schnelle Flucht in Sicherest bringens Das Eingeborenenobsrhaupt wuicke von den Hmmunisten gefangen genommen und ermorbeti Die Eisenbahnlinie unb die Ancid) Solok führenfn Telegraphendrähte wurden von dell Kommunion teilweise zerstört.
Del Bürgerjrteg in tUcaraaua.
ihre Sprache uni >amit auch ihre 21 . ... .. -3 ie tzje in größeren
pn» Bessarabien eil leroanberten löd) am besten ihre Sprache und Auch sie siedelten fi > nach Mög- n Gruppen und g schlossen vor
für gewarnt und li ; bie Besieb- hengebiete auf fr nbnalionaler nehr zu, sondern m noch bie ge- g in einzelnen ®em inben. Auch is den fübrussisch-ru eänischm Ge-
iche Kolonien innerhalb ihrer San- begründen, aus wohl zu verstehen- ... bie schwersten fjinfcrnifle in d-m eg. So bfeibt also als Regel für bie nach Süd- lerifa eimgonbernben Deustch-n h?ut- fast stets
erfdjeht sechsmal wöchenllich Wochenbeilage. .Illustrierte Peilcue" unb „Buchenolätter" Rotationsdruck und Verlag der gUldaer Actiendruckerei hi siiulda Fernsprecher Nr. 0. Monatlicher ^ezugspret» 1.50 Mk ---
orößere Gebiete für sich unb folksaenoffen rechtzeitig zu be-
t bie R'aierunaen tf-r fübameri. ier ben Versuchen, Häßere gesch'vsi
- Wie aus Mexikopemekdet wirb, haben bie liberalen Truppen bf Trupven bes Präsibenten D i a z bei T e l i c eine Nieberlage beigebracht unb zahlreict ber Schlacht bei L
ilten. Der Gnmd «für liegt weben Verhältnissen ißcht vertraute
In Deutschland st bie Ansicht weit verbreitet, haß der Deutsche feie Art, Sprache unb Sitte in Südamerika leielste^rhalten könne als in Nord- ofaetiia. Ast Haqtgrunb für Wefe Behauptung wird angeführt, öd der Deutsche die englische Svrache als eine feier eigenen verwandten schneller als die völlig vo der deutschen verschiedene spa- iciiche oder portugiÄche Sprache im Auslande erlerne, so in Nordamiika den Gebrauch der Muttersprache vernachlDigte und im ständigen Umgänge mit dem ft®*= und wesensverwandten An- gelsachsentum schnell die deutsche Sprache, Art und Sitte aufgebe. Beigen halte der Deutsche in dem )hm sprach- und wfensfremben Südamerika mehr Un seiner SpracheGrd, weil er sich nur schwer an bie hier ganz von In deutschen abweichenden Der- |ä(tniife gewöhneHönne, an seiner Art unb Sitte
Ob es wirklich Lutschen in nennenswerter Zahl gelingt, auf bie Dcher und durch Generationen hin- durch ihre Art, SLche und Sitten in Südamerika sich zu halten, erg-int trotzdem uiswahrscheinlich überall da, wo di^Deutfckm nicht in größeren geschlossenen MastenIch ansiedeln, roh zum Beispiel in Süd-Brasilien.lHier ist es deut chen Siedlern