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Samstag, 1. Januar 1927.
Fuldaer Zeitung
2. Blalt.
Druck der Fuldaer Acklendruckerel, Fulda
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Zum Iastresweckisel!
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BrotcÜÄ • Kod>bud> 25 Pfg.
Wenn die 60 MlMonen wüßten.
Wir sieben an der Schwelle eines neuen Jahres. Wir wollen aus den üblen Erfahrungen des alten lernen für das neue Jahr. Zuerst für unsere Kinderl Dann für uns selbst! Wir wollen Im neuen Jahre der Gesundheit unserer Kinder leben, mehr als bisher und wir wollen durch Besserung unserer Verdauung auch in uns die Ursache unserer geschwächten Gesundheit und verlorenen Lebenskraft beseitigen. Wir wollen uns merken«
L Wir haben seit unserer Jugend in Un* wissenbeit alles getan, um den feinsinnigen Apparat unserer Verdauungsorgane «u verderben.
X Unsere Kulturkost mit vielen viel Fleisch, Wurst, Eiern, Käse, Kuchen usw, mit viel- zuviel Verfeinertem und Verkünsteltem ist Unnatur. Die Folge: Magen- und Darm- Schwäche und Stuhlverstopfung.
3. Es ist leicht, billig und dankbar, die tägliche Ernährung mit Brotella zu korrigieren, Magen und Darm duph Brotella zu verjüngen und dem fillerweltsübel Siuhlverstopfung den Boden zu entziehen.
Eine ideal durehgeführle Verdauung Ist der Schlüssel za dem Erfolg, den Menschen bis Ins hohe Alter gesund, frisch, Jugendlich, widerstandsfähig, schön und Intelligent zu erhalten.
Die Verhütung von Verdauungsstörungen als Ursach«- der meisten Krankheiten ist eine der wichtigsten Fragen zur Entwicklung und Hebung der Menschen körperlich und geistig. Die Verdauungsstörungen schädigen Wohlfahrt und Wohlstand des Einzelnen, der Familie und des ganzen Staates.
dieser zukünftige Präsident des deutschen t^eic/jes
isst jeden /Sorgen - einen Seiler /^rotellcn
weshalb 6 Millionen Deutsche täglich Brotella gebrauchen: wenn jedermann wüßte, weich’ inniger Zusammenhang besteht zwischen normaler Verdauung - Gesundheit - Lebensdauer- Jugendlichkeit - Schönheit unseres Körpers und des unserer Kinder; wenn alle wüßten, daß unser Darm jener Krankheitsherd ist, von dem aus schädliche Keime und Bakterien massenhaft durch die Pfort- und Lymphgefäße sich bis ins Gehirn ergießen---, dann glauben wir auch an den
Zusammenhang von Verdauung und Krankheit, von Brotella und Gesundheit, von Körperreinbeit und Intelligenz.
nach Frofesa,
macht den Darm, macht den ganzen Menschen gesund.
Brotella ist eine Gesund beite-und Magen-Darm-Dllt aus Vollkorn, Früchten, Nüssen. Samen, Kolloiden.Fruchtsäften, Pflanzenscbleim-, Quell- u. Faser-Stoffen, aus Basen, Vitaminen, und ersetzt (für 10-20 Pfg. je Teller) eine ganze Mahlzeit
Brotella beseitigt die Ursache der habituellen Stuf* Verstopfung. Brotella ist die Erlösung vom schädlichen Abführmittel. Brotella hilft langsam, allmählich, naturgemäß.
Wir ant«ri<b*ld«ni
L Broten a-mt1d (Migm-Supp.) für «Ile Falle von Magen- D.rinitör ungen, VerdauiinflMrhwScb«, leicht« Verstopfung und für Kinder über 4 Jahren . • Pfd- M*
Z Brotena-alark (Dirm-Suppe) bei <t>ronl»d>er (habitueller) 8luhlver»topfung ........... •
S. Bro teile tllr Korpulente, W StuhlverttopMn« wd ....................... •
4, Brotella Idr DlebeUkee, bei Stabtweotophmfl ead Zudeerknenhbeit . ......... e •
4 Broten* IOr ber.a.e. bet StebteetMopteas ead
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WILHELM HILLER, Chemische und Nahrungsmittel-Fabrik, HANNOVER.
Aechermzev jührender toiniinoiiwlitilitr
Adenauer,
Köln.
Was ich für das Jahr 1927 für unsere Städte । erwarte, möchte ich kurz bah in zusammenfassen: I
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Oberbürgermeister der Stadt Köln, Präsident des Preußischen StaatSrats.
Oberbürgermeister Dr. Adenauer (Köln) — rat Leasing (Dortmund) — Landeshauptmann Dr. (Oppeln) — Regierungspräsident Dr. Amelunxen Kraftvolles Eigenleben der Gememden bildet di« Grundlage der staatlichen Prosperität und erheischt darum Erhaltung und Ausbau, nicht Schmälerung der Selbstverwaltungsrechte, worauf die zentralisierende Staatskunst der letzten Jahre zielte. Wiederherstellung der Steuerl)oheit der Gemeinden bei der Neuregelung des Finanzausgleichs, befriedigende Lösung der Verwalrungsrefvrm und Stabte- ordnung sind die Kernprobleme, um die sich unsere Wünsche und Erwartungen auf dem Gebiete der in Aussicht Gebenden kommunalen Gesetzgebung siir das Jahr 1927 bewegen.
wie wird das Wetter?
Die WeMrömunn über Wett- und Mitteleuropa und damit auch die milde Witleruni bleibt weder er» halten. Gleichzeitiq ist im Bereiche der westlichen ©trömimn mit dem Auftreten einzelner Niederschläge meist in Ne-ensorm zu rechnen.
Aussichten fiirSamrtag: Keine wesentliche Aenderung
Gottesdienstordnnnq.
rriedhsfrkapelle am SranzosenwSld»en Neujahr und Sonntag, 2. Jan., 67* Uhr hl. Messe mit Komm, doanatl. landerbirchl. flkmetniil’aft Hulda. Buttlorltr. 17.
SamStaa fSReuinbr) abends 8 Uhr Evan->elisatianS. bortrag. ftrcitaa oben» 8 Uhr Bibel- und Gebetstund«, Jedermann ist herzlichst eingeladen.
zurückaeben. . , ,
Geschieht di«S nicht, so fürchte ich. daß das Jahr 1927 den Zusammenbruch zahlreiche. Gemeinden sehen wird.
Neiße/O.S. Dr. Franke,
Oberbürgermeister der Stadt Vieche.
Die Gemeinde ist die Urzelle des staatlichen Seins. Ihre Selbständigkeit, ihre Verantwortlich, kett zu pflegen müh das Bestreben aller Kommunalpolitiker des Zentrums fein._ Wir seufzen in der Gemeinde unter dem Verhängnis, daß die Parlamente die Belange der Gemeinden nicht richtig einschätzen. Teils Unkenntnis, teils das viele Neben- und Durcheinander-Reqreren smd schuld barem. Der Weimarer Staatsbau hat Lücken, die alsbald durch ruhige und sachverständige Arbeit ausaefüllt werden müssen. _ ., ,
Unser Parteiwesen mit den dem Reichstag znge- wiesenen Rechten ist ein Unglück für unser Volk, besonders auch für die Selbstverwaltung in den Gemeinden. Den Gemeinden dürfen keine neuen Aufgaben zugewiesm werden, ohne daß gleichzeitig die Deckungsfrage erledigt ist.
Für 1927 keine Katastrophenpolitik mehr, wie sie Ende 1926 in die Erscheinung getreten ist.
Dortmund. Dr. h. c. Lensing,
-V- Mitglied des Reichsrats
Mit banger Sorge sehen die Gemeinden und Gemeindeverbände dem neuen Jahre entgegen. Es soll ihnen den endgültigen Finanzausgleich bringen. Dieser Finanzausgleich wird auf längere Dauer entscheidend sein für die künftige Entwickelung der gemeindlichen Selbstverwaltung. Die letzten Jahre haben leider gezeigt, daß die Gesetzgebung dem Wesen und den Aufgaben der Selbstverwaltung mit zu geringem Verständnis gegenuberst^t. Die fortgesetzte Belastung der Gemeinden und Ee- meindeverbände mit neuen Verpflichtungen, ohne
Oberbürgermeister Dr. Sranle (Neiße) — Reichs- j Dieckmann (M W'.er) — Oberpräsident Dr. Proste (Münster). . v.. Ä.- *;':
genügende Deckung bereit zu steflen, h ä die Grenze des Möglichen und Erträglichen erreicht. Nean lasse ab von der to stark hervortretenden Tendenz, möglichst viele Befugnisse in den Berliner Zentral- instanzcn zu vereinigen. Es muß der Arden der Selbstverwaltung wieder mehr Vertrauen entgegengebracht und ibr die finanzielle Ellenüvgenireihe.t wiedergegeben werden. Sie hat es durch em jahrhundertelanges überaus segensreiches Wirken für bas Staats- und Volksganze redlich verdient. Daß ihre Bäume nicht in dm Himmel wachsen, dafür sind genügend Gegengewichte vorhanden.
Jett muß erwartet werden, daß gerade die Vertreter der Zentrumspariei in den Ministerien und Parlamenten bei der künftigm Gesetzgebung der schwer gefährdeten Lage der Selbstverwa'tung das richtige Verständnis entgegenbringen und die Lebens- I Notwendigkeiten ihr nicht versagen werden. Gemens den und Eemeindeverbände werden es ihnen durch treue und gewissenhafte Arbeit im Dienste von Volk und Staat zu danken wissen.
Glückauf zum neuen Jahre!
Münsteri.W. Dr. h. c. Dieckmann, Landeshauptmann der Provinz Westfalen.
Die'deutschen Städte muffen, wenn sie ihren so wichtigen Aufgaben im Rahmen des Staatsganzen gerecht werden wollm, erwarten, daß jeder weitere Eingriff in ihre Selb st Verwaltung unterbleibt. Sie muffen ferner verlangen, daß das Reich für jede neue Aufgabe, die es ihnen auferleat, die Mitt el bereit stellt. Und sie müssen endlich fordern, daß cm gerechter Finanzausgleich sie aus der jetzigen Defizitwirtschaft befreit, und daß Regierung und Parlamente jede weitere Derschlechteruna ihrer Einnahmen durch Ver- fügungm und Beschlüsse unterlassen. Das Zu- schlagsrecht zur Einkommmstener muß ben Gemeinden das Recht selbständiger Finanzgebahrung
Grau in Grau — das war die Stimmung, nut der Landgemeinden, Städte, Landkreise und Pro- I Dingen das Jahr 1926 bei seinem Kommen begrüßten. Als einziger Silberstreifen leuchtete in dem dunflen Gewölk die Hoffnung, daß es den Selbst- Verwaltungskörpern für «ine lange Zukunft feste Rechtsgrundlagen ihrer Einnahmen bringen werde. Der so sehnsüchtig erwartete endgültige Finanz- I ausgleich ist nicht gekommen.
Und doch braucht man an der schwelle des 1 neuen Jahres 1927 nicht mehr so grau zu sehen: Tie Besserung der außenpolitischen und wirtscyast- lichen Lage des Deutschen Reiches, die uns das Jahr 1926 gebracht hat, läßt mit Sicherheit erwar- ten, daß der endgültige Finanzausgleich Mischen I Reich, Ländern, Gemeindeverbänden und Gemein- den, den das neue Jahr bringen muß, alle Beteiligten in die Lage versetzen wird, die ihnen obliegenden Aufgaben zu erfüllen. Die große Gefahr, daß die ständige Unsicherheit in den weMtlMten Grundlagen der Selbstverwaltung lähmend aus das Verantwortungsgefühl wirken müßte, hat keine ernsteren Folgen gehabt. Die Selbstverwaltungs- körper haben trotz aller Schwierigkeiten ihren Haiis- halt ins Gleichgewicht gebracht, sie haben alle Hin- dernisse zu überwinden verstanden, die sich ihnen ost unerwartet mitten im Rechnungsjahre entgegen gestellt haben. , ,
Möge ihr treues Ausbarren belohnt werden, möchten alle Selbstverwaltungskörper, insbesondere die Stadt- und Landgemeinden, diese Urzellen jeder staatlichen Ordnung, die feste Grundlage erhalten, auf der sie alle ihre großen Aufgaben in sozialer, kultureller und wirtschaftlicher Hinficht fo vorbildlich wie in der Vorkriegszeit erfüllen können, möchten aber auch die gewählten Volksvertreter im Bewußtsein ihrer großen Verantwortung alles ver- meiden, was geeignet ist, die Erfüllung solchen Strebens auch nur zu verzögern.
jtzosfmingsfroh begrüße ich das neue Jahr mit diesem Wunsche, den ich als Vertreter der Staats- regierimg in des Deutschen Reiches schwer ringender S ü d o st v r o v i n z mit herzlichstem Tank für das bisher Gewährte noch dahin erweitern darf, daß es Reich und Staat vergönnt sein möge, die übergroßen Aufgaben der Selbstverwaltungskörper
dieses Erenzlandes auch in Zukunft unterstützen und sördern zu können. I
Oppeln. Dr. Profke,
Oberpräsident der Pwvinz Oberschlesien.
Keine kommunale Selbstverwaltung ohne selbständige kommunale Aufgabenpolitik! Daher muß auch im neuen Jahre das Streben der Gemeinden gerichtet fein auf die Sicherstellung der Mittel. Nicht nur zur Deckung zwangsläufig sich ergebender Fehl- betrage, sondern auch zur Erfüllung eigener, schöpfe- rischer Aufgaben. Ein Kamps gerade um diese Mittel wird den Kommunen ihre alte Ehrenstellung als bedeutsame Träger kulturellen und sozialen Fortschritts zurückerobern!
Cs bedeutet eine Verleimung unserer Finanzlage, die Steigerung der finanziellen Kräfte $ur Entfaltung gemeindlichen Schaffens nur von den Maßnahmen der Gesetzgebung zu erwarten. Im Wege der D e r e i n f a ch u ng und R a t i o n a l i s i e r u ng ihrer Verwaltung haben zwar die meisten Eemem- den bereits erhebliche Sparmaßnahmen durchgesuhrt. Der Gedanke des Zusammenschlusses, der in der Wirtschaft des letzten Jahres so große Fortschritt« gemacht hat, wird bei brr gespannten Finanzlage auch von den Kommnnm zur Erfüllung mancher Einzelausgaben mit möglichst geringen Kosten nachdrücklicher noch als bisher aufzunehmen sein! Ich denke auf kulturellem Gebiet insonderheit an das höhere und mittlere Schulwesen, dessen zwischengemeindliche Lösung namentlich im Industriegebiet schultechnisch wie finanziell sich meist auf das Günstigste auswirken würde. Auf sozialem Gebiet werden noch gewisse planwirt- schastliche Grundsätze Platz greisen können, ohne daß die Sorge und die .Hilfe für die zu betreu enben Dolkskreise im Endeffekt geringer zu fern brauchen.
Die Fortschritte der modernen Technik, insbesondre auf dem Gebiete des sich ständig erweiternden Verkehrs, des Elektrizstätswesens und der EaS- Versorgung, stellen die Gemeinden immer wieder vor neue organisatorische Aufgaben! Einigkeit der Kommunen bei künftiger Gemeinschaftsarbeit mit der Privatwirtschaft wird den Selbstverwaltungs- körpern hier eine starke Stellung und finanzielle Vorteile sichern. Auch nach dem neuen Finanzaus- gleich muß sorgfältigste Abwägung aller Aufgaben hinsichtlich Notwendigkeit und Zweckmäßigkeit der Kommunen oberstes Gesetz fein.
3n diesem Sinne ist kommunale Selbstverwaltung auch im Jahre 1927 ein Programm von Rechten ebenso wie von Pflichten!
Münster i. W.
Dr. Amelunxen, Regierungspräfidem.
Aus dem zuldaer Land.
' = Giesel. Ein außergewöhnlich glücklicher W i l v s ch w e t n f a n g ist in der Oberförsterei Giesel zu verzeichnen. Hier stand vor einigen Tagen nicht weniger als 10 Wildschweine in die im Walde aufgestellte Falle gegangen. Der Förster erlegte sofort zwei Stück und holte dann in seiner Heimat Istergiesel neue Munition, mit der er die übrigen acht zur Strecke brachte. Die zehn Tiere hatten ins. gesamt ein Schlachtgewicht von sieben Zentner. Im Schutzbezirk Siewertz sind noch zwei weitere Stück gefangen worden.
= Hülsa. In der hiesigen staatlichen Försterei geriet ein Waldarbeiter unter einen schweren Fichtenstamm. Er erf.tt einen schweren Beinbruch. Da das Auto deS zu Hilfe gerufenen Arztes im Schnee stecken blieb und erst frei geschaufelt werden mußte, konnte dem Der- letzten erst nach längerer Zeit ärztliche Hilfe gebracht werden.
— Witzenbansen. Im benachbarten Wickenrode macht eS sich im Sommer dieses Jahres bei der Felda-beit der Müller Wal «her bequem, zog Rock und Weste au8 und band die Kuh währens der Arbeit an einen Baurn. Dem Tiere wurde aber anscheinend zu langweilia und es unterfncfite die Taschen der Kleidungsstücke, die in seiner Räbe lagen. Dabei war die goldene Uhr verscdwuritz en. Wochenlang betrachtete der betrübte Müller die Kehrseite seiner Kuh, ohne das Ziel seiner Sehn- fuckit zu finden. Jetzt endlich winde die Kuh zum Schlachitobe verurteilt und dabei entdeckte der Metzoer im ersten Teil de« KuhmagenS, fogenannfen Panzen, die Ubr, die scheinbar bis auf da« beim Kauen zerbrochene GlaS unverletzt war. Die Freude des Müllers war nun groß.
-- Alsfeld. Der von der Bevölkerung im be- [ nachbarten Eifa in Szene gesetzte Sch ul streik, bet ein Protest gegen die Versetzung des bisherigen Lehrers und die Ernennung eines neuen Schulleiters sein sollte, ist nach dreiwöchiger Dauer । erfolglos abgebrochen worden. Die Behörde hat ihre Maßnahme auftecht erhalten. Die Väter der P streikenden Kinder wurden mit erheblichen Geld- strafen bedacht.
-- Mainz. Am Dienstag abenb ereignete sich auf der Straße von E rbenheim nach Mainz- Kastel infolge des Glatteises ein schwererlln- fall. Ein Automobil, in dem sich ein Bildhauer- meister und ein Redakteur der „Mainzer Volks- Zeitung" befanden, rannte gegen einen Saum. Die beiden Insassen wurden herausgeschleudert und ^hwer verletzt.
politische vriketts.
Unter dieser Ueberschrifi bringt der „Iung- veutsche", das Organ des junqbeutfd)en Ordens, eine merkwürdige Nachricht aus Naumb urg. 3n dieser wird u. a. folgendes mitgeteilt:
„Im vergangenen Jahr hatte gelegentlich unserer Kohlen- und Geldsammlung für die Bedürftigen der C . vt Naumburg Herr Karl Richter, Inhaber der gleichlautenden Firma, außerdem Stahlhelm- Mitglied," uiw 350 Zentner Briketts zum Ausnahme- preis vost 250 Mark besorgt in seiner Eigenschaft als Aufsichtsratsmitgliede der Ribeck-Montanwerko In diesem Jahre verweigerte er dieselbe Ditte mit der Deg'ündung „daß er für ben Iungdeut chen Ortien keinen Federstrich mehr tue, folange Herr Mahraun an der Spitze stände".
Mahraun setzt sich bekanntlich für eine Verstau- tziqung mit Frankreich ein und ist deshalb bei ver- i totebenen Persönlichkeiten in Ungnade gefallen. Darum muffen die Briketts teuerer verkauft 1 werden! Es gibt doch merkwürdige Polütker!
Ki! teifl grossen Geschäft.