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Anzeiger für die Sfabf und den kreis Fulda. Amkliches kreisblakk.

Nr. 298. |

c' 52. Zahrg.

Sreitag, 25. Dezember 1925

Monatlicher BemsSdreiß: 1.50 Mk.

Volker

Er mul

arteien verpflichten sich ge-

Das offiziöse Blatt 8er türkischen Angora- Regie­rung veröffentlichte den Wortlaut des zwischen Rußland und der Türkei am 17. Dezember in Paris unterzeichneten Vertrages. Der Ver­trag enthält 3 Artikel und 3 Protokolle, die die Neutralität beider Parteien garantie­

re englische Furcht vor Rußland — aufgegriffen und sich mit ihrer Hilfe wieder an den großen Tisch gesetzt. Es nahm da Platz, wo man jemand brau­chen konnte. Warme Tischreden des Willkommens, voll schöner Komplimente, wurden gehalten und in der ganzen Welt gedruckt. Die Filme zeigen die wiederhergestellte Einigkeit Europas, und alle Welt freut sich. Deutschlans künftige Stellung wird an der Seite Englands und Frank­reichs fein. Als Schicksalsgenosse, als Partner, ja als Allierter unserer Feinde aus dem Weltkrieg treten wir über die Schwelle der Weltpolitik.

Line LnzyMa pim' XI.

Aus Rom meldet das Wolff-Büro:

In einer Enzyklika verkündet der Papst die Ein­setzung eines Festes, das unter dem Namen „Christus König" jedes Jahr am letzten Sonn­tag des Oktober gefeiert werden soll. Das »König­reich Christi", so heißt es u. a. in dem päpstlichen Rundschreiben, obwohl geistiger Art, erstreckt sich auch auf die bürgerlichen Geschäfte und die Ge- meinschaften .sind ebensogut wie die einzelnen Menschen die Untertanen Christi.

Die Enzyklika legt die Notwendigkeit des neuen Festes dar, brandmarkt den sogenannten „Laiengeist*, der das Reich Christi verneine und drückt die Hoff­nung aus, daß daS Fest die menschliche Gesellschaft noch mehr als früher zum Heiland führen wird.

Am Schluffe seiner Enzyklika über das Fest „Christus König" sagt der Papst, daß er gelegentlich dieser Ehrenbezeichnung für das Königreich und die .Herrschaft Christi über die Menschheit daran erinnern müsse, daß die Kirche als Gründung Christi volle Freiheit und Unabhängigkeit vom welt­lichen Staate besitzen müsse.

in türkischen politischen Kreisen eine Enquete dar­über angestellt, wie man den türkisch-russischen Vertrag auffaßt. Er glaubt darüber folgendes mit­teilen zu können: Nach dem Geisteszustand in Au­

ren im Falle einer gegen eine der beiden vertrags­schließenden Parteien gerichteten militärischen Be­

wegung. Die beiden fßi

gegen Locarno. Angesichts dieser Verträge habe die westeuropäisch Diplomatie keine leichte Aufgabe. Sie müsse durch die Tatsachen beweisen, daß Locarno eine Geste des euwpäischen Friedens und daß der Sicherheitspakt gegen niemand gerichtet sei, und daß der englisch-türkische Konflikt von Mossul durch direkte Verhandlungen auf freundschaftliche Wesse geregelt werden könne.

Das „Journal des Debats fragt: Wie sind die freundschaftlichen Besprechungen, die Tschitscherin und Ruchdy Bey einander gegeben haben, zu roer-- ten? Die Türkei und Rußland seien hauptsächlich rivalisierende Mächte, doch würden sich beide unter ihrem gegenwärtigen Regime dem Teufel verschreiben, um den Westmächten Schaden zuzu- fügen. ,

Der Korrespondent des „Setups" in Angora hat

zu dienen und der erklärte Ge g n e r des Orients zu fein. Unter diesem Gesichtswinkel könnte der türkisch-russische Vertrag sogar als ein Veffuch an­gesehen werden, einen neuen asiatischen Völkerbund zu bilden, der sich gegen den Genfer Völkerbund wendet, und um dessen Fahne sich nach und nach

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Ein russisch-türkischer Neutralitats-Vertrag.

Das Echo der Genfer Mossul-Entscherdung. — Grient-Völkerbund gegen Genfer Völkerbund?

genseitig, kein politisches oder wirtschaftliches Bünd­nis, das gegen die andere Partei gerichtet ist, ab­zuschließen, oder sich einer gegen die militärische und maritime Sicherheit der anderen Partei ge­richteten feindlichen Handlung anzuschlie­ßen. Beiden Parteien ist vollständige Freiheit in ihren Beziehungen zu dritten gelassen, wobei jedoch die Bestimmungen des vorliegenden Vertrages zu beachten find.

Das Regierungsorgan spricht als seine Ansicht aus, ■ daß die Bedeutung dieses Abkommens un­mittelbar nachder Entscheidung des Völker­bundsrates im Mossulstreit nicht der Aufmerk­samkeit entgehen könne, daß aber dieser Vertrag trotzdem nickt als eine Drohung gegen

ist der entscheidende Gewinn von Locarno, ißte früher oder später kommen, weil die Menschheit Deutschland nicht entbehren kann und

* Konferenz der Internationalen 2*/«, Am 27 >2. wird in dem Pariser Vorort St. Quen die Konferenz der der Internationale 21/« angehörenden sozialistischen Parteien, auf der die deutschen Unab­hängigen vertreten sein werden, eröffnet werden.

* Schließung der französischen Darlamenkssession. Srianb hat die Absicht, die außerordentliche Parla- msntssession am 2 6. Dezember zu schlie- ß e n. Vorher werden jedoch Kammer und Senat noch ein Budgetzwölftel für Januar 1926 bewilligen müssen.

' Ein belgisches Dementi. Die Belgische Tele- praphenagentur veröffentlicht folgende Mitteilung: Die durch eine französische Zeitung vorbereitete Nachricht, angesichts der Entwertung desjranzösischen Franken habe die bel­gisch» Regierung der französischen Regierung die Kündigung der bestehenden französisch-belgischen Handelsabkommen angefagt w,ährend die französi­sche Regierung ihrerseits die eventuelle Kündigung der militärischen Abmachungen in Aussicht gestellt hat, wird amtlich für unrichtig erklärt.

* Der Alkoholschmuggel nach Amerika. Engli- lische und amerikanische Zeitungen meldeten, daß der Schmuggel von Alkohol nach den Vereinigten Staaten hauptsächlich von Deutschland und zwar von Hamburger Firmen betrieben werde, und daß zu diesem Zwecke große Whisky-Mengen im Hamburger Freihafen auf Lager gehalten würden. Die „Vossische Zeitung" teilt mit, daß nach allen Umfragen, die in Hamburg bei den Behörden und bei den in Frage kommenden Firmen sowie im Hasen gehalten wurden, sich übereinstimmend das Bild ergeben habe, daß von deutscher Seite ein Al­koholschmuggel nach den Bereinigten Staaten aus- «e schlossen sei. Im Gegensatz zu der engli­schen Auffassung stehe die Hamburger Handelskam­mer auf dem Standpunkt, daß der Handel mit Schmuggelern oder an Firmen, die an Schmuggler weiter liefern, als unehrenhaft anzusehen sei. Auch die deutschen Schiffahrtsgerichte hätten sich WM. Auffassung angefchioffen. v -.

alle Völker auf die Bauer untrennbar aufeinander angewiesen sind. Daß er schon heute kommt, der Initiative bei deutschen Politik zuzuschreb die vom Lebenswillen eines jugendlichen Volkes ge­trieben wird. Das Reich konnte nicht warten, bis die Kosaken, Drusen und Chinesen ihm seine Frei­heit als Geschenk des Himmels in die Hände ge­spielt hätten, sondern mußte da ansetzen, wo etwas zu machen war. Das ist aber heute nur im Westen der Fall. Darum hat Deutschland die Verlegenheit des europäischen Westens — den Frankensturz und

Die Initiative unseres AuswärtigenAm- tes, welche vor % Jahren den Gedanken eines Sicherheitspaktes in die Geister warf, hat in Lo- carno und London zum beabsichtigten Erfolg ge­führt. Mit rücksichtsloser Energie und in kluger Würdigung der aus unserer Niederlage restieren- den Realitäten wurde das einmal gesteckte Ziel ner­folgt und gewonnen.

Aller Fortschritt vollzieht sich Schritt für Schritt, von Etappe zu Etappe, und er ist umso gesunder und dauerhafter je maßvoller er ist und je mehr er zur zähen Anspannung aller Kräfte zwingt. In diesem Sinne war unser Kriegsschicksal ein Lehr­meister: wir sahen, daß die Treibhausblüte des Vorkriegs-Deutfchlands nicht von solider Bauart war, und darum folgte von stolzer Höhe ein tiefer Fall. Aber wie die wirkliche Macht des alten Deutschland gar nicht eine so große war, als sie uns der Glanz der Waffen und die Zahlen der Statistik vortäuschten, so sind wir auch mit dem verlorenen Krieg keineswegs ohnmächttg gewor­den. Denn was ein Volk auf die Dauer mächtig macht, das ist nicht die Anzahl feiner Kanonen und Maschinengewehre, nicht die Menge feiner Waren- ausfuhr, die blendenden Läden der großen Städte und die möglichst vielen Fabriken, sondern es ist der sittliche Wille der Menschen, aus denen sich das Volk ■ fammensetzt. Gebt einem Volk den ungeheuersten Reichtum der Natur, die gläzendste geographische Lage und die ungestörteste Möglich­keit des Aufschwungs, und der Menschenschlag selbst taugt nichts, so wird dies Volk niemals eine poli­tische Rolle spielen, Vorkämpfer universaler JBütec und Träger einer nationalen Sendung fein können. Uns Deutsche hat die Vorsehung nicht mit den Gliicksgülern einer reichen Natur gesegnet und ebensowenig von eigenwilligen Nachbarn verschont. Darum kommen wir von selbst nicht in die Lage, einzuschlafsn. Sehen wir also in diesen Dingen nicht eine Ursache zur Betrübnis, wie es gewöhn­lich geschieht, sondern eine Quelle bes Segens. Erkennen wir, daß die Schwierigkeit unserer natio­nalen Existenz uns vor Verweichlichung schützt und daß sie ein Stachel zum Wachsein, zur Arbeit und zum Vorwärtsdrängen ist. Machen mir also aus der Not eine Tugend und schlagen wir unsere R.- Daten durch die größere Aisspannung unserer Kräfte und die größere Energie unseres Willens.

Unter dieser Betrachtungsweise ist es kein Zu­fall, daß die geistige Jnittative zu dem eben ge­schlossenen Sicherheitspakt von Deutschland ausging. Die geistige Hochspannung, die sich im Ringen un­serer Parteien und politischen Bewegungen kuud- gibt, hat in den Siegerstaaten kaum ihresgleichen. Nirgends werden die großen Lebensfragen mit solch schneidender Konsequenz bis «auf den Grund durch­gekämpft. Das geschah auch bei den Problemen der Weltpolitik. Nachdem die Stabilisierung der Mark und die deutsche Wirtschaft wieder einge-enkt und so zum Ausgangspunkt des Dawes-Planes ge­dient hatte, warf Deutschland die Idee für die Ein­renkung der euwpäischen Politik in die Welt. Diese Idee barg im Verzicht auf eine elsaß-lothrin­gische Jrredenta dir freiwillige Anerkennung eines Schicksals in sich, das gewaltsam zu ändern uns in eine Sackgasse führen würde. Auf diese Opfer aber baut sich der Gewinn auf: die Aner­kennung unteres Lebensrechtes, die Wiederherstel­lung des deutschen Namens und der moralische Wiedereintritt Deutschlands in die Reihe der West-

Kus dem besetzten Gebiet.

Langwerth v. Simmern bei Tirard.

! Aus Koblenz wird gemeldet: Am Mittwoch machte Reichskommissar Frhr. Lang- werth v. Simmern seinen offiziellen Antritts­besuch bei dem Vorsitzenden der Rhein­landkommission Tirard, um fein Be- ;gimtbigungsfd)reiben zu überreichen. Zugegen wa­ren ailch die beiden anderen Oberkommissare sowie Ihre Stellvertreter und Hauptmitarbsiter. Der Reichskommissar war von seinem Stellvertreter iEraf Adelmann und zwei anderen Herren des Reichskommissariats begleitet. Tirard und dis «e-ben anderen Oberkommissare widmeten dem Reichskommissar herzliche Begrüßungs­worte, auf die der Reichskommissar erwiderte - d seinen aufrichtigen Dank für die freundlichen Willkommsworte aussprach. Er führte dann wei­ter aus: Der in Locarno geschlossene und in Lon­don unterzeichnete Pakt soll zu einem Markstein im Leben unserer Völker werden. Sie wissen, daß meine Berufung auf den hiesigen Posten im eng- if’en Zusammenhang mit den genannten Abma­chungen steht, und ich bitte Sie, versichert zu sein, daß ich meine ganze Persönlichkeit für die Durch­führung der neuen Ausgaben einsetzen werde. Ich weiß, und Ihre soeben gehörten Worte haben es bestätigt, daß ich auf Ihre volle Mitwirkung rech- siisn kann. Möge es uns dem Geist von Locarno entsprechend gelingen, in vertrauensvoller Zusam- rr.enarbeit die mit der Besetzung verbundenen m o- >" a l i sch e n und materiellen Lasten der rheinischen Bevölkerung zu erleichtern. Die in Angriff genommenen und weiter zu erwartenden Milde- Hngen des Besatzungsregimes gehören in diesen Nahmen. Der Neichskommissar schloß mit dem ^Ausdruck der Hoffnung, daß die hier am Rhein zu Leistende Arbeit der Befriedung und dem Wieder- ' auf bau Europas förderlich werden möge.

* lBeihnachlsfeier bei Hindenburg. Reichspräsi­dent von Hindenburg veranstaltete am Mittwoch -nachmittag in den Festräumen des Reichspräsiden- 'tenhauses für das Personal seines ü r o s und seines Hauses eine Weihnachtsfeier. Der Reichspräsident begrüßte die Festteilnehmer, die unter dem brennenden Weihnachtsbaum an >:ner Tafel Platz genommen hatten, mit herzlichen Worten. Staatssekretär Dr. Meißner dankte na­mens aller Angehörigen des Büros und des Hauses dem Reichspräsidenten für feine freundlichen Worte -mit der Versicherung, daß jeder von ihnen es als eine Ehre betrachte, unter dem Reichspräsidenten arbeiten zu dürfen. . _

Der neuen Weltpolitik muß im Augenblick, da wir die Vergangenheit überwinden wollen, un­sere Aufmerksamkeit gelten. In den Strömungen, die sie beherrschen, muß Deutschland geschickt la­vieren und in allen Fragen seine geographische Mittellage, seine wi^chaftliche Unentbehrlichkeit und . zu urteilen, werde die Türkei von nun; an den werfen" Da Istes^selbstverständlich, daß die v o l l e Völkerbund als einen wirklichen Feind betrachten. Befreiung des Rheinlandes unser näch- Der neue Vertrag sei deshalb deutlich gegen den stes Ziel ift Gemäß der geschaffenen Wendung I Völkerbund gerichtet, den man anklage, allein den dürfen wir hoffen, daß Mainz keine 10 Jahre mehr I europäischen Interessen und hauptsächlich England besetzt bleibt Die Räumung Kölns und die Herab­setzung der rheinischen Garnisonen sind der greif­bare Erfolg der neuen Politik, und mit ihm wird in zwei Monaten die Reichsregierung eine respek­table Stärkung ihrer Autorität erfahren. Sie wird darauf Hinweisen können, daß die bloßen Paragra­phen, die unser geschriebenes Recht enthalten, ein , _ . - • .. . ,

Jahr lang keine englische Maus aus Köln gelockt I sämtliche Volker des Orients scharen wurden. Diese hatten, daß aber ihre Initiative von Erfolg gekrönt I Idee liege auf jeden Fall in der Luft und dro.^e wurde. Wes die berühmten „verschiedenen Aus- I wahr zu werden.

legungen des Locarno-Paktes anlangt, so wird die I ---------—

Zukunft entscheiden, welche Auslegung die maß- I MaffsnttiMand IN SMleN? gebende ist. Es ist infolgedessen nicht notwendig, IVaTfCniHUffunv m sich, wie es die Vertreter der parlamentarischen I wtb Paris, 24. Dez. iEig. Runds Meldgss Opposition taten, zum Interpretator von Meinun- I Chicago Tribuns" berichtet aus Beirut gen des Auslandes über Locarno zu machen ^ach Meldungen aus offiziöser französischer Ouelb und alle möglichen und unmöglichen Gefahren ge- I f1*”9 •' .... _u:iru„i

wisser textlicher Wendungen an die Wand zu malen, »ft mit den Drusen ein Waffenstillstand Die verantwortliche Reichspolitik wird die de u t f (he I unterzeichnet worden. Emer nach Swewa em- Auffasiung von Locarno zur Geltung bringen und I sandten Mission sei es gelungen, Sultan Atteasch die Aktion in dem Geiste, wie sie begonnen wurde, I eon 6et Nutzlosigkeit des weiteren Kampfe? writerzuführen haben Bald wird der hie Franzosen zu überzeugen. Oberkom- -ooifdbuno uns eine ornt crojjioo . I _ » »» iuhSah«

der aus wir den Druckereien und Filmen der Welt missar De Jouvenel habe alle politt chen Gesa«. eine neue Beschäftigung geben können. Dort wird I genen und in erster L:me die Vertreter der bas Selbstbestimmungsrecht und die Freiheit und I syrischen Bolkspartei freigelajsen. Gleichberechtigung aller Völker verkündet und die I ----------—----------

ZeutWM Wiedereintritt unter W WeltoölKer.'

J Von Dr. Hermann Port.

feit uns bei den geringsten Verwicklungen zum I

Schlachtfeld Europas machen würde, können wir I Tirt« 'ttfllißYt

nicht jubeln. Unsere Haltung ist diejenige zuver- . J *

sichtlicher Entschlossenheit. Sie kommt aus I Aus diplomatischen Kreisen wird uns geschrieben:

dem optimistischen Glauben an den gefunden Gang I Die Anmaßungen und Uebertreibungen des fa­

der Dinge, der noch immer die menschlichen Ränke I fchistischen Regimes in Italien haben dieses Land über den Haufen warf, die Stolzen demütigte und I nachgerade in eine völlige Isolierung gebracht. Es der Weisheit der Menschen spottete. Ohne Ressen- I ist jetzt soweit gekommen, daß selbst die eifrigsten timents, mit dem festen Willen zum Aufstieg und I Verteidiger des faschistischen Systems von ihm und zur Weiterführung seiner historischen Sendung in I seinen Methoden abzurücken beginnen. Ja, die der Menschheit tritt Deutschland wieder in den I Dinge stehen bereits so, daß maßgebende deutsche Kreis der Großmächte ein. I Kreise, die bislang sehr mit Mussolini und sei-

____________________________________________________ I ner Politik liebäugelten, nunmehr die Frage auf« werfen, ob angesichts des brutalen Vorgehens der italienischen Regierung gerade auch in Tirol ef nicht an der Zeit wäre, dem deutschen Fremden» ström nach Italien einen Riegel vorzusetzen. Aus mehr als 700 Millionen Lire wird die Einnahme Italiens durch den Besuch der Deutschen in diesem Jahre, namentlich infolge der Ereignisse des Heil.

... , , . . . . , । Jahres geschätzt. Nun ergeht sich aber das fas-

trgenb icmanb beabsichtigt sei, sondern als eine Es-hx Regime in Anmaßungen auch gegenüber Antwort auf den kürzlich abgeschlossenen Sicher- I öen Deutschen, daß mit schärfstem Nachdruck gegen heitspakt angesehen werden könne. Das Ab- I bie italienische Regierung — nicht gegen bas italie- kommen sichere in Wirklichkeit Aktionsfreiheit gegen I mische Volk! — vorgegangen werben muß. Neuer- orientalische Staaten. I bings haben faschistische Blätter sogar bie Kühnheit,

I den deutschen Anspruch auf Wiedererhaltung von

Dem am 17. 12. in Paris abgeschlossenen tür- I Kolonien zu bekämpfen mit dem Hinweis darauf, kisch-russischen Neutralitätsvertrag wird von der I baß Deutschland solche Kolonien nur ausnutzte, französischen Presse eine große Bedeutung bet- I während Italien diese Kolonien zukämen, die es für gelegt. Der „Ternps" schreibt: Man hat sich ge- I Siebelungen verwenben wolle. Gegen ein solches fragt, welche Antwort bie Regierung von Angora I Verhalten der Faschisten unb ihrer Presse, bie jetzt auf den Beschluß bes Völkerbundes in der Mossul- I ganz bas Land beherrscht, werben wir mit allem frage erteilen werde. Jetzt ist man hierüber aufge- I Nachdruck auftreten. Im übrigen wirb künftig mit klärt. Die Unterzeichnung bes Vertrages ist ein I der größten Vorsicht, ja mit dem stärksten Miß- «reignis, dessen Bedeutung man nicht verkennen I trauen an alle Nachrichten aus Italien berange- darf, denn er wird im ganzen Orient starken Wider- I Metern werden müssen, da ja eine andere Meinung hall finden. Die Türkei hat dem Völkerbund in als bie faschistische nicht geduldet wirb. In diesem der Mr ffulfrage eine Antwort erteilt und Rußland I Punkte ist Mussolini noch u berdieMethoden eine solche auf den Vertrag von Locarno. Beide I der Bolschewisten hmausgegangen. Verträge richten sich jedoch direkt gegen England. | ' *

Auch das Wirtschaftsblatt, die „Information", I Die Nachricht des „Jrnpore" über die geplante legt den Vertrag in gleicher Weife aus und be- I Bildung einer Provinz Bozen wird in zeichnet ihn für die Türkej als eine Garantie gegen I sonst gut unterrichteten politischen Kreisen Roms England, und für Sowjetrußland als eine Garantie 1 als unbegründet angesehen. -

ÖÄSVnÄs wML DiefranzösischenverlustemMarokko smcwÄ .zas sä» 20 Millionen Deutscher in der Tschechoslowakei Veranlassung des Kommunisten

Polen und Italien unterdrückt werden und daß 800 I $ 1„ ' ^„tarier geführt wurde, verlas bie Re- Millionen Menschen in Europa, Asien unb Afrika Gierung btt Verlustliste von Marokko. Sie auch einen gedeckten Platz am Tisch der feinen I ^gt- Getötet wurden 140 Offiziere und 2500 Leute haben wollen. Dies wird den Hauptstoss I Mann darunter 780 Franzosen, verwundet wurden für die Beratungen bes Völkerbundes geben, und I 952 Offiziere und 7300 Mann, darunter 1800 ffran« die Probleme werden groß genug sein, um an bie I ,oren Vermißt werden 20 Offiziere unb 1200 Mann, Wahrheit unb Uneigennützigkeit Derer, welche bas I darunter 225 Franzosen.

Heft in der Hand haben, die höchsten Anforderun- I ______________________

gen zu stellen. Die demokratische Idee,! . M

welche vier Jahre im Weltkrieg dem Banner un> j Das Schicksal von Tientsins,

ferer Feinde voronging, wird ihre Mission mit I „ .

deutscher Besatzuna fortsetzen und zum Sieg schrei- wtt London, 24 Dez. (Bifl. Runds. MeWg.) ten I Laut „Morning Poft" ist in London noch Keine

In diesen Jahren, da unsere Westmark noch be- I amtliche Bestätigung »on Der Meldung fetzt ist, bas arme Volk in ben Verirrungen bes I »der die Einnahme Tientsins durch Fengyuhfiang Kommunismus umherfällt und unsere Wehrlostg- I eingetrosseu.