Fuldaer Zeitung
begriffen haben. Schon geht ein Zittern durch
DerMann im Monde.
Menschen abermals nur betäubt und verwirrt und vergiftet werden kann. I» den Kreisen dieser führenden Männer hat man auch begriffen, wie dringend notwen- big die Herbeiführung eines besseren, vertrauensvolleren
schon Abgeordnete spazieren gehen, sie auch zweifellos dazu auf philosophische Gedanken kommen werden. Das Ergebnis habe ich mit Luxaugen in den letzten Berichten über politische Tagungen gesucht. Da war zum Beispiel der republikanische Reichsbund beisammen . . . Finster, finster! Die gute Frankfurter selbst ist untröstlich. Sie sagt: „Man hat oft davon gesprochen, daß unsere Zeit dem späten Rom in mancher Beziehung gleiche Auch jene Zeit hatte plötzlich aufbrechende starke metaphysische Bedürfnisse, die dem Christentum die Welt eroberten. Es' hat den Anschein, als ob es den Völkern unseres Kulturkreises mehr auf die
Derhättniffes zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern heute geworden ist Aber diese Ansichten müssen, wenn
Kardinal Schulte an die katholischen Arbeiter.
Die Kirche itnb daS Wirtschaftsleben.
Aus Anlaß des Heiligen Jahres veranstalteten die katholischen Arbeitervereine für ihre Mitglieder, di« nicht nach Rom reisen können, verschiedene Wallfahrten! Die katholischen Arbeitervereine der Diözesen Köln und M ü n st e r pilgerten am 5. Juli nach Ä e o e I a e rj Kardinal Schulte, der cs bedauerte, die Wallfahrer in Kevelaer nicht persönlich begrüßen zu können, hat einj längeres Begrüßungsschreiben an sie gerichtet, in dem ei» sich in bemerkenswerter Weise mit der Stellung detz Kirche zu den Fragen des Wirtschaftslebens beschäftigt^ Wir geben b:e wichtigsten Stellen dieser beachtenswerte» Oberhirtlichen Kundgebung: '
„. . . Auch möchte ich diese Gelegenheit benutzen, um allen Mitgliedern der katholischen Arbeitervereine Westdeutschlands wieder einmal meine Anerkennung zu be>' künden für die erfreuliche Haltung und Gesinnung, die sie inmitten des heillosen Wirrwarrs der letzten Jahre in allen entscheidenden Situationen bewiesen haben." ;
„Ich weiß, daß vielerorts die Lage des wirtschaftlichen Lebens recht ungünstig ist. Die Löhne reichen vielfach für den Lebensunterhalt einer Familie nicht mehr aus. Dazu kommt die Unsicherheit des Verdien, stes infolge vieler Feierschichten oder gar langer Arbeit».^
sie sich zum Segen der Allgemeinheit durchsetzen sollen, in noch viel weitere Kreise dringen, wie es auch an der höchsten Zeit tst, daß eine besonnene Arbeiterschaft sich noch immer mehr frei macht von dem Einfluß jener An. ichauung, die einem seelenlosen Materialismus ent- stammt und den beständigen Haß und Kampf zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern als eine naturgemäß« Sache ansieht.
Ich weiß wohl, daß solche Ermahnungen zu Verständigung und Frieden euch, die ihr als Mitglieder der katholischen Arbeitervereine längst auf dem rechten Wege seid, viel weniger gelten als solchen Führern der In- dustrie, die das wirtschaftliche Leben jedweder religiösen und moralischen Beeinflussung entzogen wissen wollen, und als jenen gewaltigen Massen irregeleiteter Arbei- ter, die kein übermaterielles Ideal mehr anerkennen, und deren höchste Sehnsucht in einem genußreichen, von Pflicht und Arbeit nicht allzusehr beschwerten Daseins- leben gipfelt. Wenn ich trotzdem vor euch, meine lieben Mitglieder der katholischen Arbeitervereine, derartige Gedanken ausgesprochen habe, so tat ich es mit dem Wunsche, ihr möchtet aufs neue eurer Zugehörigkeit zu euren Vereinen euch froh bewußt werden. Cure Vereine werden dank ihres innigen Zusammenhangs mit unserer heiligen Kirche euch niemals einem seelenlosenMaterialis. 1 mus anheimfallen lassen, sondern euch immer wieder ein. prägen, daß nur dort wahres Lebensglück erblüht, wo die Arbeit in und an dieser Zeitlichkeit sich beständig oer- bindet mit der Arbeit in und an der unsterblichen Seele. Bleibet also euren katholischen Arbeitervereinen treu und seid ihnen eifrige, wertvolle Mitglieder! Dann wird sich schon zeigen, daß die Zeit der katholischen Arbeitervereine noch lange nicht vorbei ist, sondern jetzt die Zeit gekommen ist, wo sie ihre segensvollste Aufgab» zu erfüllen haben."
losigkeit. Nicht zuletzt wird die Arbeiterfamilie am1 . meisten von den Gefahren für Gesundheit und Sittlichkeit betroffen, die die heutige Wohnungsnot mit sich' gebracht hat. Anderseits darf man nicht verkennen, daß' die wirtschaftlichen Unternehmungen mit großen Schwierigkeiten, wie Kredit- und Absatznot, schlimm zu kämpfen haben, und daß die Gewährung allseits befriedigender Arbeitsbedingungen, falls die frühere Höhe der Produktion und ihrer Erträge erreicht werden soll, noch nicht überall möglich ist." /
„Es kann nicht bischöfliche Aufgabe sein, sich mit bet Untersuchung und Lösung wirtschaftlicher Einzelfragen zu befassen, wohl aber ist es bischöfliche Pflicht, bei schwierig gen wirtschaftlichen Krisen zugunsten des am meisten Leidenden tätig zu sein, dem Frieden und der Verständigung zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern das Mort zu reden und mit Nachdruck auf die für das wirtschaftliche Leben und fein Gedeihen unentbehrlichen sitt- lichen Grundsätze des Christentums alle Beteiligten hinzuweisen. Diese bischöfliche Pflicht ist umso ernster, als allem Anscheine nach unser heutiges wirtschaftliches Leben gegenwärtig zum zweiten Male sein Heil auf dem Wege sucht, der sich im Zusammenbruch der letzten Jahre als trügerisch und für die Seele des deutschen Volker als höchst verderblich erwiesen hat. Oder ist unsere Zeil nicht wieder viclzuviel geneigt, einseitig auf die ständig« Steigerung der äußeren Lebensgüter und ihres Genusier Bedacht zu nehmen und über solchem Streben bloß nach äußerer Leistungsfähigkeit die Seele des Volkes aber, mals verarmen und verwahrlosen zu lasten? Und redet man heute nicht schon wieder offen davon, es könne das wirtschaftliche Leben mit feinen Notwendigkeiten nicht ethischen Grundsätzen oder gar der Moral des Ehrt- stentums unterworfen werden: es müßten die vom Chri- stentum geforderten sittlich-religiösen Ziele zurückstehen tior den lltotwendigkeiten, die sich aus der größtmöglichen Steigerung der wirtschaftlichen Produktion ergeben? Wo immer solche Anschauungen wieder maßgebend werden und sich abermals als deren Folge die unausbleiblichen Verwüstungen im Seelenleben des Volkes vorbereiten, da darf und wird unsere heilige Kirche niemals neutral abseits stehen, da muß vor allem der Bischof feine mahnende und warnende Stimme beizeiten erheben.
Erfreulich ist immerhin, daß so manche der besten und gewissenhaftesten Führer unseres wirtschaftlichen Le. bens, da sie aus der Vergangenheit gelernt haben, heute offener und lauter denn je zuvor, auch ihrerseits wa» nen vor der trügerischen Höhe einer scheinglänzenden Ueberkultur, in deren Hast und Unruhe die Seele der
I !!" großen und ganzen durchgeführt werden, die Cin- i"^rustg der „Westdeutschen Arbeiterzeitung" jedoch noch nicht überall erfolgt ist. Es wurde darum aufgefordert, das Verbandsorgan überall einzuführen, damit jedes JJittgheb des Vereins aus dem Fachorgan sich die notwendige Aufklärung holen könne. Ein weiterer Punkt der Versammlung war die Vorstandswahl. Die drei aus- scheidenden Mitglieder wurden durch Zuruf wieder ge- yrahlt. Weiter wurde der Beitritt zur Leokaste empfohlen, damit dem Arbeiter in den Tagen der Krankheit und der Arbeitsunfähigkeit geholfen werde. Bei dem Punkte „Verschiedenes" wurde zur Erwähnung gebracht, daß die Arbeitervereine des Bezirkes auch nach außen hin als katbol Arbeiter auftreten möchten, z. V einmal eine Prozession von der Stadt Fulda zum Frauenberg zu halten. Da die Zeit drängte, schloß der Diözesan- prases die sehr anregende Versammlung. Cr dankte allen Erschienenen für das rege Interesse und forderte alle auf, für die Arbeitersache zu arbeiten und zu werben.
— Gelnhausen. In der Sitzung der Stadt- verordneten vom 7. Juli wurde der Bericht über den Etat für 1925 entgegengenommen. Der , InnLÄ?1 in Einnahmen und Ausgaben mit 620000 Mk. gegen 426980 Mk. in 1924 ab, also mit einem Mehr gegen das Vorjahr von 193 020 Mk. ober rund 45 Prozent. Dieses Mehr verteilt sich gleichmäßig pioentual auf alle Titel. Nach lebhafter Debatte nahm die Versammlung den Antrag auf Vertagung an, bis die angeregten Steuer» und Schulgeldfragen anderweit als im Etat geschehen, erledigt werden. — DaS Ausschreiben der Bürger- meisterstelle hat etwa 150 Bewerbungen um dieselbe zur Folge aehabt.
^ Aschaffenburg. In der Nacht von Dienstag zu Mittwoch wurden aus einem Anwesen durch Einbruch drei photographische Apparate gestohlen.
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Sonntag, 12. Juli 1925.
„Bonzentum". Dem politischen Routiniers ist Politik ein Billard mit grüner Fläche und weißen Kugeln — und nebenenan die Kreide. Aber es ist nicht das Grün der frischen Wiese und es sind nicht die lebendigen Mächte des Lebens. Davon hat er keine Ahnung! Weder kennen ihn die Wähler — bic ja nicht ihn gewählt, sondern eine Liste — noch kennt er die Wähler. Er tut seine Arbeit wie jemand, der ein Grammophon zu bedienen hat. für jede Situation hat er die entsprechende Platte. Selbst das Seelenvollste wird seelenlos, wenn man immer das Gcschnarr der Platten dabei hört.
So habe ich alle die Zeitungen beiseite gelegt und wieder zu meiner katholischen Presse gegriffen. Da müssen doch die Ideen sein, denn diese Partei schöpft aus dem deutschen und europäischen Schatze katholischer Ueberlieferungen. Wahrhaftig, ich habe ein paar herrliche Worte von Adam Röder gefunden, die ungefähr das Gleiche sagen, was auch Dr. Friedrich Dessauer ausführt: „Nichts Einseitiges, kein irdischer Interessenkampf, keine Unordnung zwischen dem Parteiinteresse und dem Dienst am Vaterland kann Ueberhand gewinnen, solange sich die Zentrumsmenschen ihrer Quelle bewußt bleiben. Vergessen sie diese Quelle, dann ist das Zentrum zu Ende; das bedeutet, in dem Augenblick, wo es aufhört, religiös zu fein." . . . Aber o Schrecken! Kaum hab ich's gelesen, da fällt mir der Schluß der Rede des Professors Dr. Wolf in die Hände, der auf der Rheinlandtagung der Völkischen in Elberfeld seinem Geistesverwandten, dem Hofprediger Doehring, den wir soeben in Königsberg vernommen, tapfer sekundiert „Deutsche Männer und Frauen! Der alte Blücher soll in den Tagen unserer größten Not vor mehr als 100 Jahren von Napoleon gesagt haben: „Und er ist doch ein bummer Kerl!" Ja, das waren und sind letzten Endes alles dumme Kerle, die nie genug haben können und der Weltherrschaft nachjagen: Innozenz HI. und Bonifaz VIII., Karl V. und Philipp II., Ludwig XjV. und Napoleon I., und ebenso heute die welschen und angel« sächsischen Staatsmänner. — Es gibt eine Ironie der Geschichte: für diese Leute, welche die Maske Jesu auffetzen, aber im Grund Nachfolger des Kaisers Augustus sind, bestecht Gottes Weltgericht darin, daß sie mit Aufbietung aller Kräfte Zielen nachjagen, die sie selbst ins Verderben führen Folgt dann noch: Es lebe der „völkische Gedanke", es möge „zerschellen die äußere und die innere Entente . . ." „das walte Gott!" Bitte genau lesen, wer da alles als „bummer Kerl" bezeichnet mirb, und bitte sich genau sagen, baß bie „innere Entente" bie deutschen Katholiken und die römisch- katholische Religion diesem wackeren Völkischen auf gleicher Stufe stehen wie Deutschlands Todfeinde im Westen ...
Nun also: denn man los? Prügelt euch gegen» fettig, während schon der Himmel wetterleuchtet. Und fahren wir im Uebrigen fort, den Ernst der Zeit durch lustige Anekdoten zu persiflieren: es war einmal ein deutscher Dichter, der obendrein noch lebt, und abgesehen davon, daß er Dramen geschrieben und noch schreibt, silberne Löffel ge- stöhlen bat. Welch eine Bagatelle! Der große Jta- hener, Gabriele d'Annunzio, hat jüngst einer jam- mernben Witwe eine ganze Villa am Gardasee nebff Inventar geflehten . . . Cs geht durch alle Blätter. Als europäischer Skandal? Ach nein! 5<ur als eine weitere Interessantheit eines so mtereffarJen Dichters wie Gabriele d'Annunzio! Das sind die Europäischen Größen von heute! . . . Hörst Du's, wie der Donner grollt?
2. »latt.
Druck bet Fuldaer Mcfienbtudetei, Fulda,
Stuttgarter Tagung des K. K. v.
In Stuttgart ist am 8. Juli der Verband Kath. Kaulm Vereine (K K. V.) zum 45. Verbandstag zusammen- 8-Bischof Keppler ruft in dem stattlichen peftbud), das den Teilnehmern gewidmet ist, „dem musterhaft organisierten und geleiteten, von katholischem Geiste beseelten Verbände, der in stillfriedlicher Grobe- rungsarbeit alle Länder Deutschlands in den Bereich ferner edlen Bestrebungen und seines gesegneten Wirkens einbezog, seinen Willkommensgruß als Protektor
K°^reffes zu. Die Begrüßung der Gäste im katho- l'fZeigte bereits, wie man in Stuttgart uturbiflen roetfj Ernste Beratungen f "°..k?- d'e den Kongreß beschäftigen werden und die zunächst die Spltzenorgamsationen — Vorstand und Der- bandsansschuß — vereinigten.
Der beschlagnahmte Speisewagen. Eine un angenehme Ueberraschung erlebten neulich bie Rei- senden des v-Zuges Straßburg—Köln. Al» sie gerade beim Mittagessen im Speisewagen saßen, erschienen mit einem Male deutsche Zollbeamte und — revidierten den Speisewagen auf geschmuggelte -ufore hin. Und das Resultat war derartig, daß die Reisenden nach dem Mittagessen aufgefordert wur- den, den Speisewagen zu verlassen, da er beschlag, nahmt sei! Er wurde in Trier tatsächlich abgehängt, und der Zug mußte ohne Speisewagen weiter- fchren. Der Speisewagen verbleibt bis auf weiteres in der Hand der Zollbehörde als Pfand für die Strafgelder, die die Besitzerin des Wagens, bie Internationale Bahngesellfchaft, zu zahlen haben iDtro, “ —
willkommnete namens der Staatsregierung die Ver- ""kwärmste. Besonders innige Worte der Begrüßung sprach Prälat Domdekan -hr lRottenburg) als Vertreter T™ "'’
Stahk^?l^^"b-°nspr--chen hielten ein Vertreter der
Verbandspräsidenten Bankdirektor Dr K Snhrin„ L,»« Ä
Zukunft vorbereiten. Es sind nicht mehr die großen Kanonengießer; Krupp ist so weit, daß men ihn staatlich subventionieren muß. Es sind in allen Ländern die Laboratorien der Chemre. O weh, wie bin ich erschrocken, als ich vor einiger Zeit einen Artikel fand mit der fürch- terhdjen Ueberschrift: „Die Waffen von morgen" Sie heißen: (zerbrich dir die Zunge nicht') „Ehlorazctophenol, Diphenylaminchlorasin und Dichloräthylsulfit . . Von einem dieser Gase gegen das keine Gasmaske schützt, wird bann aus« geführt: „Senfgas frißt das Fleisch und führt da, wo es nicht unmittelbar tödlich wirkt, Derbren» nungen herbei, deren Heilung drei Monate beansprucht . . In den Regionen, die unter einem ^^""griff lemals gelegen haben, kann noch nach Monaten jeder Schritt auf dem Erdboden jebe Türklinke unb jebes Brotmesser ben Tob bringen. Senfgas macht wie viele anbere giftige
Lebensmittel ungenießbar und vergiftet das Wasser. Schone Aussichten!
Wir sahen längst das Gewitter kommen: Nun rst es da, und es steht gerade über Deutschland. D'e gonge Welt weiß es, nur unsere Spießbürger haben es nach nicht begriffen. Kommunistische Organe verkünden auch bei uns bie stolze Botschaft S-nowiems: „Die chinesischen Ereignisse sinb bas ^"erleuchten ber We'ltrevolution, bte Einleitung zu gewaltigen Ereignissen, bie unsere • Ley,at'^n "'"erleben unb an benen sie mitkämpfen mirb. Rachbem wir schon früher Tschitscherins Stimme gehört, spricht auch ber französische Sena- tor Henri de Jouvenel über bie kommunistische Gefahr. Es kommt auf bas Gleiche heraus:
Tagung wurde durch einen feierlichen Eröff- rmngsgottesdienst in der St. Cberhardskirche eingelei- wt. Dprauf fand em Orgeloortrag statt. Zu der Er- N^-??fe'er war eine große Zahl von Ehrengästen, von Vertretern kirchlicher, staatlicher und städtischer Behörden h?^ro6»r" Bah?" •be" ”ieren, Begrüßungsschreiben, die hint re 2 b eingegangen sind, wurde das des ®ar= fZu Bertram und folgender Satz des Briefes des Bi- ffir Osburg verlesen: „Der Verband KKV. ist niüWiZ- Aufbau unseres armen Vaterlandes wichtiger als Dutzende anderer Verbände." Die Cröst- uie@ ber et'ffe Berbandsvorsitzende, Fa- Kraus (Wüten). Darauf wurde Pro- «2?* Stadtverordneter Scheidt (Stolberg, Rhld.) '^enbe» ernannt, ferner Kaufmann VerfS .ms m6rUl9L3um ersten stellvertretenden Vorsitzenden »ertreÄ5^refrkr Tr,f ^Konstanz) zum zweiten stell- arnt mübTin$°rf,^nbln' £err Scheidt übernahm fein äne- w>ri* n,Paifr1nmn Ansprache. Die Betrauung ^es fchl-chten Angestellten mit der ersten Würde, die „erband verleihen kann, empfinde er als eine An- ,,rrennung dafür, wie sich die vielen äußerst schwierigen ln^KKN^ ^fbandsideale hochbegeisterten Angestelffen Worte- Redner erläuterte dann die Leit-
worte. „Gut katholych und treu deutsch allewege!" Auch die Vizepräsidenten Verse und Merck dankten für das chnen übertragene Amt. IustiMinister Beyerle be"
ßus öem UachbargelM.
I fnfrÜfr Anläßlich des silbernen Jubiläums des
kathol Arbeitervereins Welkers fand hier die Delegier t e nv e r f a m m lu n g der kathol Arbei- I tervereine des Bezirks Fulda statt Eröffn i I mf,röC b^urch den hochw. Herrn Diözesanpräses Herrn K rrer Ruez von Künzell, der die zahlreich erschiene nen Delegierten herzlich willkommen hieß und zur reaen Teilnahme an den Verhandlungen aufforderte Herr S-kretar Stahl-Fulda sprach sodann über den Ver ?- Udstag ,n Bamberg, der die Richtlinien der kathost
I klargelegt habe und forderte auf diele
I ^"m-en einzuhalten. Der 1. Vorsitzende des Bezirks I V ch-Bachrain, erstattete den GZ s-
rndffen m?r J,°onntl "Wellen, daß das Interesse ber rnegten Vereine am Verbände ein arofies fei (Fr t
ber einzelnen Delegierten feftadteltt gerben, daß diele
65 wirb nicht auf Gase ankommen unb ntebt auf Gasmasken, fonbern immer nur auf bte 3bee unb ben inneren Geist. Erneuert Deutfch- lanb feine Seele? Vor einiger Zeit hat ein Witz- bolb bie Kunstrichtungen des letzten Jahrzehnts zusammengestellt. Es sinb: Kubismus, Futurismus, Expressionismus, Suprematismus, Simul- tamsmus, Dabaismus, Purismus unb Verismus. (Fehlt nur noch Rheumatismus). Damit man sich boch irgendetwas babei vorstellen kann, so merke Kurt Schwitters Wort: „Alles, was ein Kunfller spuckt, ist Kunst". Verismus z. B. wirb von Groß bahin erklärt: „Der Verist hält feinem Zeitgenossen ben Spiegel vor die Fratze." Was es immer auch auf sich haben mag mit all diesen JJtoben, ich weiß nur eines: Der Kölner Dom ift nut etwas anderem gebaut worden als solchen „Ismen" . .. Philosophie? - -
m..®QSJa9en.^3u, wenn schon bie Künstler und Philosophen nichts wissen, was sagen dazu die Parteien. Die haben andere Sorgen! Wie es eine i Wohnungsnot im deutschen Volke gibt, so eine Sitzungsnot im Deutschen Reichstag. Ist das nicht trireilenm baß wir hundert Abgeordnete zu viel haben? Verzeihung, ich meine nicht zuviel, denn P31® ’onnte man zuviel Abgeordnete haben, die doch ihrer Idee nach die idealen Vertreter des I deutschen Volles find unb schon ihrer Bestimmung I gemäß bas Musterbilb aller deuffchen Tugenden, I ° l'"b: Redlichkeit, Unbestechlichkeit, Fröm-
nugkeit Ritterlichkeit, Charakter ... Ich hätte I beffer gesagt: Wir haben 100 Abgeordneten- (M wenig. Ein hilfsreicher Mann hat bereits I r?'CfUbaU>.-1,O^9efd)Ia9en- Qätte er nicht lieber die Kommunisten oder die Völkischen konnten io bet wichtigen Sitzungen zu Hause blei- I ' • -Ib®r wozu eigentlich? Es haben schon nach dem bewahrten Spruch „Der Klügste gibt nach fttf) aus der Not die Lehre gezogen, I baß man überhaupt besser zu Hause sitzt als im P rlamentz Nur so ist es zu erklären, daß bei entscheidenden Sitzungen recht entscheidende Abgeordnete vielfach nicht da sind. Nach der mildesten KrtoJ-n"9 bandeltes sich bei dieser befrembenben I on&7nr9 p.h'losophifcke Gelüste. Denn nichts anbers haben sie ,n ihrem Urlaub getan, als philo- I tzpb'eren ober bie Zukunfl des Parlamentarismus, är 'eder Philosophie gehört Muße. Unb schon von h-L6t ten Platonischen Akabemie wirb uns berichtet, baß man beim Philosophieren auf unb ab- I fpaäterte. So bars man benn wohl uralter philv- sophischer Trabition gemäß erwarten, baß, wenn 1
.Der gedruckt vorliegende Geschäftsbericht für 1924-25 zeigt den A ufschwun,g der KKV.-Bewegung seit, der Tagung 1924 in Kassel. Hier wurde ein grvß- ')ag!ger Ausbau der inneren und äußeren Organisation Vchchivssen, der den Vereinen einen Sonderbeitrag für m?--?E'"^baus, eine KKV.-Gedächtniskirche für die im Weltkriege gefallenen ,Verbandsbrüder und für Errich- tunfl von Jugendheimen in Höhe von 100 Prozent des - ?beitrages auferlegte. Trotz der schweren Krisis Lm ^5, f,^?fksleben hat diese Belastung eine Erhöhung der Mitgliedsziffern nicht verhindert. In 319 Stamm« vereinen (23 Neugründungen) und 52 Jungmänner- £15 aeue) zählte der Verband am 31. März d. I.
000 Mitglieder (und 1500). Dazu kommen 6000 Mit- glieder der 149 Jugendabteilungen und kaufmännischen Jugendgruppen, die eine hervorragende Tätigkeit entwickeln und das schnelle Anwachsen des Verbandes durch nur der kaufmännischen Jugend garantieren. Alle Abteilungen des Tätigkeitsberichtes zeugen für die Lebenskraft des Verbandes. Das religiöse Leben war überaus rege: religiöse Kaufmannswochen, in vielen §:,ken durchgeführt, fanden starke Beteiligung. Drei Pilgerfahrten nach Rom wurden unternommen, die vierte tst in Vorbereitung. Das Unterftutzungswefen weist be- richtenswerte Ziffern auf. 53 000 M konnten für Stel- bereitgestellt werden. Eine Darlehnskasse ist in bfr Bildung und die Durchführung der Kreditbeschaffung Mr selbständige Verbandsmitglieder durch eine auf dem ooden der Solidarität begründete Selbsthilfeorganisation »eplant. Die Ziffern der Stellenvermittlung sind gün- Mer als in anderen kaufmännischen Verbänden. 20 Prozent der eingegangenen Bewerbungen und 54 Pro- «nt der gemeldeten offenen Stellen konnten besetzt werden. Der wachsende Umfang der Rubrik Stellenmarkt tm Anzeigenteils des Verbandsorgans „Merkuria" ist auch ein deutliches Zeichen für erzielte Erfolge. Das «chrtfttmn des KKV. hat eine überraschende Ausdeh- mmg genommen. Zu der an Umfang und Inhaltsreich- mm mit leder Nummer wachsenden „Merkuria" — die SMtausgabe ist 40 Seiten stark — sind die „Wirtschafts, wissenschaftlichen Vierteljahreshefte" getreten, für die füh- rm°e katholische Gelehrte auf dem Gebiete der Wirt- schaftswiflenschaft schon bedeutsame Beiträge lieferten.
Der Bssluß des letzten Kongresses, die Verbandsein- nchMngen auszubauen, führte zu der für die Verhand- lungen mtt den Parlamentariern und der Regierung sehr wicht^en t^richtzung eines Steuerdezernates in Berlin, dessen Leitung Ministerialdirektor z. D. Dr. Beufch übernahm. Ein anderes Dezernat wurde der Verbandsleitung angegliedert. Es bearbeitet ausschließ, lich Angestelltenfragen und untersteht dem bisherigen 2. Borfitzenden des mittelrheinischen Gauverbantxs, Peter Voro (Köln-Mülheim). Der durch den Tod freigewor- bene Posten des Geistlichen Beirates des Verbandes wurde dem bisherigen Generalsekretär des Jugendbun- ~5.' B: H.Kroppenberg, hauptamtlich übertragen. ®e'" Bachsolger als Generalsekretär des Jugendbundes wurde Kaplan Schumacher (Düsseldorf).
Geschäftsbericht läßt km übrigen erkennen, mit meftber Energie der Verband sein Programm verfolgt Wwtschaftsleben dahin zu beeinflussen, daß es thnHf*» bsmi^lr*n,c,/ber bas Naturrecht und damit die ka- ?f^I52noraI 3ur Geltung kommen läßt.
" istlchtung vor zwei Jahren in Münster ro-xlfr e?tcn. avd auf dem Kasseler Kongreß erneuerten ^ler" a" »s^erbanbes bezeichnete vor kurzem Reichskanzler a. D. Marx als eine Großtat des Der.
aFenv Berbandsvereinen und in allen Schriften Verbandes begegnet man den ernsten Bemühungen, mcht nur die Gefetzgebuna Richtlinien zu bearbeiten, sondern auch d7hin m
bie katholische Gesinnung des Verbandes mit den Taten der einzelnen Mitglieder übereinstinnnt. Die -?est. mnmner der „Merkuria" zum Stuttgarter Konareb" wn» von diesen Gedanken beherrscht.' Der SerbanbL x°r^^Knb® Fabrikant Krau s-Witten proklamiert für sbie Ehristliche Sozialpolitik als das Leitmotiv und erinnert an das 1848 prophetisch ae- fproibene Wort des Bischofs von Ketteler, daß alle Staatsformen nicht imstande sind, die Wohlfahrt der ^gründen und daß es dazu einer anderen mülTm fthib.ebr rfi" r2B°ncn wir die Zeit erkennen, fo mulKn wir die soziale Frage zu ergründen suchen" JL ^"ibt hier: „Seelische Verbiindenheit
des Arbeitenden zu feiner Arbeit müssen wir schaffen" ber in?ic Tat umzusetzen, das ist
des 45. Verbandstages, der wehende Geist von Und in einem Artikel „Gedanken zur Sozial- fhnfuL ®KetL2)r‘r^' .Lechtape (Münster), daß die ka- <mber Sozialpolitik die Seele 2^ _en soll, die aus ber Weltanschauung ihre nähren he Kraft bekommt. Ohne bies bleibe die aame Smialvolitik ®*eibt^tStbntmX\^ ^er ^Angestellten im KKV., toOFtbt (Stolwerg). Er verpflichtet insbesondere da^ zu, die verlassenen Wege ber Sozialpolitik zu betret-n
bcr Perbandstag in Stuttgart Wegweiser sein " I W fY Z-it schlimmer Geschäfts, staue der Verband die sozialen Fragen in den Voi-h-,- I grunö stellt, begründet das Mitglied des^Derbanb-n^ Landes Fü l le s (Köln) „Aus feiner christlichen Grund' I und seiner taktvollen Veranlagung beraus hat der Verband KKV. ungemein viel zu sagen ^ anck bann wenn die Zeitoerhältnisse so widrig finTmiP n» flenmSrtig Mit wertvollen Aussätzen sind bann nnA W ®r. Götz-Briefs, Freiburg, Dr Vilz KraÄ furt, Dr. Sohling, Essen, und von P. Nell-Brennina 8. j. I b?l fo3*Qlen Frage wird der Stuttgarter Kon-' I e an.b/Ie Probleme des Wirtschaftslebens I b e weitestes Interesse finden werden. In I kerbpre^en9 °m Sam3tafl roirb °»ch Bischof Kepp. I
Rund um die Woche.
Der ^»eitnenöe Osten. — Die Waffen von morgen. — Zu viel Abgeordnete. — Innere Kämpfe und ihr Echo.
®eiitfrhrnnh niÄt . r oen Boltern unteres Äuiturtrei es mehr auf bte
!Äen Curovn und Gebiet zwi- Gestaltung bcs „Diesseits" anfomme. Möge bas
Rußland ue^ckreilit ^mirh m'u .$8e"n l5 Republikanertum bie Gesetze ber historischen Asiens merben^ A^ irbn^ r^e,nr i Stunde begreifen!" Also auch bort Jbeenschwinb-
bear^fpn hZn K^?^^rlain soll bte Lage sucht! Kurz vorher steht bas Wort von „ber Ge- bie9 äiheJm?n StättP?f„nh9e^ A'"ern burch bärbe be« politischen Routiniers". Das ist roieber
Zukunft vorb?reiten' tx/n»" s'ch die Kriege ber so etwas, wenn auch etwas ganz anberes als bas