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Fuld aerZertung

Anzeiger für die Skadk und den Kreis Fulda. Amkliches Kreisblakk.

Ur. (53

Dienstag, 7. Zuli 1925.

Der französische und englische Einfluß in Nordafrika ist gefährdet, a

Streikterror in China.

Wtb £o n b 0 n, 6. Juli. (Tel.) Der »Daily Te­legraph" berichket aus Schanghai, das, die ch i u e- sische Handelskammer den Streikenden in Schanghai 500 000 Dollars zur Verfügung gesteht habe. Die chinesischen Fabriken seien vollauf be fchästigt und erzielten riesige Gewinne, während die auswärtigen Geschäfte ihren Betrieb eingestellt hätten.

wtb London, 6. Juli. (Tel.) Die »Daily News" berichtet aus Schanghai, daß die Skreikfüh- reir fehl von ihrer Politik des Terrorismus zu Torturen übergingen. Als Warnung für an­dere wurden sechs arbeitswillige Straßenbahn­fahrer am Samstag abend entführt und nach dem Vorort Schappey gebracht, wo sie an den Händen aufgehängk, durchgepeitschk und dann wieder frel- gelassen wurden.

zugreifen. Sie nehmen gegenwärtig die feste Stel­lung, um den Feind mit Erfolg zurückwersen zu könyen. Es ist wichtig, daß die öffentliche Mei­nung sich nicht durch diese Episode des Kolonial­kampfes beunruhigen läßt, wo teilweise Verluste sich zeitweilig aus den militärischen Ereignissen ergeben. Man darf nicht vergessen, daß die gegen­wärtigen Operationen in Marokko auf beträcht­lichen Widerstand stoßen, durch den sie sich von den früheren Operationen sowohl in Marokko als auch von den Operationen des europäischen Krieges unterscheiden. Andererseits sind unsere Gegner besser bewaffnet als vor zehn Jahren; ihre Angriffe sind zahlreicher und besser organisiert und finden auf einer viel besseren Basis stakt. Sie verstehen geschickt das Terrain, den Schuh von Laufgräben usw. auszunnhen. Man darf sich also nicht beun­ruhigen lassen, wenn auf einer so ausdehnken Front Schwierigkeiten lokalerArt Rückzug oder Einkreisung unserer Streitkräfte nach sich ziehen. Das sind not­wendige Konzentrationen, die heftige Gegenstöße vorbereiten.

Verantwortlich für die Schriftleitung: Dr- JobanneS Kramer- Anreisen: I. $ arreller, Fulda. Rotationsdruck und Verlag der Fuldaer 9 ctieudrvckerei in Fulda. Fernivrecher Nr- 9.

Monatlicher BemgSvreiS: 1.BO Mk.

* Eine schwedische Floklenabteilung ist in K i e l und Swinemünde zu Besuch gekommen. Die j schwedischen Schiffe (Linienschiffe, Torpedoboote, . Unterseeboote, Flugzeuge) wurden von den deut- 1 schen Marinebehörden herzlich bewillkommnet.

Neue Todesurteile.

Das Kriegsgericht von Dobritsch verurteilte 23 Mitglieder einer kommunistischen Bande zum Tode und zehn andere Kommunisten zu ins­gesamt 112 Jahren Kerker. 118 Kommunisten wurden freigesprochen. Der Kommunistenführer Rechtsanwalt Popoff, der Leiter des kommunisti­schen Aufstandes von Wratka, und der Kommunist Blagoew wurden beim Ueberschreiten der jugo- slawischen Grenze auf bulgarischem Boden er­schossen. Nach den vorgefundenen Schriftstücken bezweckte ihre Rückkehr nach Bulgarien die O r g a- nisation eines neuen Aufstandes.

vom 16. Juni gegenüber der Zählung vom 8. Ok­tober 1919 eins Zunahme der Bevölkerung um rund 3,3 Millionen oder 5,6 v. H. ergeben. Im vorhergehenden Zählungszeitraum 1910 bis 1919 betrug infolge der Kriegsverluste die Zunahme der Bevölkerung im heutigen Reichsgebiet lediglich 1,4 Millionen oder 2 v. H. Gegenüber der letzten Bor- kriegszählung am 1. Dezember 1910 hat sonach die Zahlung vom 16. Juni 1925 eine Zunahme von rund 4.7 Millionen oder um 8,1 v. H.

Auf dem heutigen Reichsgebiet, jedoch ohne Saargebiet, wurden gezählt insgesamt: am 16. Juni 1925 : 62 468 762 Einwohner, davon 30168033 männliche und 32 300 729 weibliche; am 8. Okt. 1919 59178185 Einwohner, davon 28171980 männliche und 31 006 205 weibliche; am 1. Dezem­ber 1910: 57 798 369 Einwohner, davon 28 489 817 männliche und 29 308 552 weibliche.

wtb. London, 6. Juli. (Tel.). Die gesamte Presse veröffentlicht eingehende Bericht über den Stand der Dinge in Marokko. DieDaily Mail"

2. Aus einer Kundgebung der sächsischen Deutschnatio- nalen nach einem Vortrag des Abg. Dr. Q u atz: Die Ver­sammlung spricht einmütig die bestimmteste Erwartung aus, daß die Partei alle Mittel daran setzt, durch ihren Einfluß in der Reichsregierung oder nötigenfalls durch Uebergang zur Opposition einen Abschluß des Stresemannschen Sicherheitspaktes zu ver­hüten. Die gleiche Forderung gilt bezüglich des Ein­tritts in den Völkerbund und der Beantwortung der feindlichen Entwaffnungsnote.

3. Die nationalen Interessen müssen gewahrt bleiben. Dazu ist es notwendig, daß die Deutschnationalen in der Regierung bleiben, was ihnen dadurch er­leichtert werden dürfte, daß sich die bekanntgegebe­nen Richtlinien der Deutschen Volks- ipartei, wenn sie auch etwas verschwommen sind, in vielen Punkten den deutschnationalen Auf­jassungen nähern.

Zuerst werden die Bedenken betont, dann wird gesagt, daß die Deutsche Volkspartei es der stärksten Regierungspartei erleichtert habe, weiterzuregieren, und das Ganze bekommt dann seinen Hintergrund durch ein« gewichtige Stimme aus dem Lande, daß eine Mitarbeit mit Stresemann die Nationalinteressen verrate. In diesem Wirbel von Gegensätzen verläuft die deutschnationale Politik, und auf diesem morschen Boden soll nun anscheinend die Antwort­note konstruiert werden, die unsere Regierung an Driand zu schicken gedenkt.

Dem Reichskanzler Luther ist es als dem führenden Mann des in sich alles andere wie ein­heitlichen Kabinetts offenbar sehr schwer gemacht, den Wagen der Regierung von der gefährlichen Klippe wegzuhalten. Das Gezänke zwischen seinen hervorragendsten Mitarbeitern Stresemann und I Schiele und ihren beiderseitigen Anhängern geht I weiter. Es werden langatmige Erklärungen ver- I öffentlicht. Die völkischen Kreise setzen alles daran, I fcen rechten Flügel der Deutschnationalen gegen I Stresemann mobil zu machen. Im Parlament ge­lingt es ihnen (mit Rücksicht auf die Zollpläne der agraischen Rechtskreise) nur unvollkommen, aber im Lande, bei den Wählern, wird die Propaganda schließlich ihre Wirkungen zeitigen. Während des letzten Wahlkampfes war es sehr schön und man

konnte damit sehr nette Erfolge erzielen, daß man den Gefühlen des Volkes mit dem NamenHin­denburg" imponierte. Es wurde alles so hingestellt, als ob acht Tage nach der Wahl dieses Mannes bereits einUmschwung" in den Verhältnissen ein­treten werde, als ob alles plötzlich besser ging. Und

Konferenz über die Ächerheitsfrage. Die innenpolitische Kehrseite der Luther - Stresemannschen Außenpolitik.

An zeig en-Preise ÄleiiueUe (Solonel) lokal 0,16 »olbntari

D-s Ringen um den Sicherheitspart. | Französische BedriinMffe in Marokko.

Zuversichtliche Auffassung in England. Vorbereitung der internationalen

Wie sehr in den radikalen Rechtskreisen der Haß gegen Stresemann ins Kraut geschossen ist, geht daraus hervor, daß der völkische Abgeordnete Graf I A e ventlow sogar den Grundsatz verteidigt, daß F r a n k r e i ch gar n i ch t v e r p f l i ch t e t sei, ms zum 16. August die Ruhr zu räumen. Die Regierung laßt durch das amtliche Büro diese Auffassung" des Grafen zurückweisen, die nur dem I H'rn eines Parteifanatikers entsprungen sein kann der Stresemann nicht den Erfolg der Ruhrräu- I mung gönnt.

Durch die Uneinigkeit in der Regierung und der Regierungsparteien ergeben sich fortgesetzt Schmie- rigkeiten. Es ist zum Beispiel noch nicht klar, I ob die Note an Briand nun a b g e h t, ehe mit dem Reichstag verhandelt worden ist (eine solche Absicht hak der Reichskanzler in der Samstagsitzung dem Reichstag mitteilen lassen) oder ob der Reichs- I tag erst gefragt wird (wie es der Reichsarbeits- minister Dr. Brauns in Aussicht gestellt hat). In der Z e n t r v m s f r a k t i o n herrscht jedenfalls I &er Lage, die für das Schicksal unseres

Volkes, namentlich auch der Rheinländer, wieder

I schwerste Befürchtung erwarten läßt, erhöhte Alarmbereitschaft. Von den Streitigkeiten zwischen den Rechtsgruppen nimmt das Zentrum nur (unangenehm berührt) Kenntnis. Daß die m i e. Aolkspartei überraschend mit

'.ch Hinten zum Sicherheitspakt an die Oeffent- lichkeit trat, hat aber im Zentrum das Gefühl wachgerufen, als ob man in jenem Lager vergessen patte, wie w ichtig dasZentrum für die' Wei­terarbeit des Kabinetts Luther ist. An einer Re- gierunf!5friie ift uns wahrhaftig. nichts gelegen.

, "Der die Deutschnationalen müssen sich klar werden, daß es letzt vorbei ist mit der Devise: halb und halb. Sie können nicht nach außen hin ihre De- magogie fortsetzen, während sie im Reichstag eine gona anöere Haltung einnehmen und während ihre Minister im Kabinett diese ganze Politik verant- wortlich mitniachen und vertreten. Darum ist nun auch nach Meinung derjenigen Kreise, die bisher eine außenpolitische Debatte nicht für nötig hielten, es unbedingt notwendig, daß in voller Oef-

I worden. Auch der Völkerbund werde nicht darauf I verzichten, der verzweifelten finanzi.el- I len Lage Bulgariens feine Mithilfe angc- I deihen zu lassen. Die Anleihe werde hauptsächlich I für die Landwirtschaft und die Industrie sowie für die Durchführung von Eisenbahnprojekten verwen- I bet werden.

Während man im Hinblick auf den heftigen Kampf, der im deutschen Rechtslager über die Politik Stresemanns hinsichtlich der Sicherheits­frage entbrannt ist, denken könnte, die Aussichten einer Lösung der europäischen Probleme seien sehr schlecht, hält in englischen Regierungskreisen der Optimismus an. Wie aus London gemeldet wird, erklärte Neville Chamberlain in einer Rede in Birmingham: Ich kann namen des Staats­sekretärs des Aeußern mitteilen, daß die Verhand­lungen, die Austen Chamberlain fürden Frie­den und die Sicherheit Europas führt, günstig fortschreiten, und daß jetzt nach Chamber- lams Ansicht angemessene Aussicht auf A b s ch l u ß eines Uebereinkoommens besteht, das für bie Zukunft des Friedens in Europa mehr Be­deutung haben wird als alles, was feit dem Kriege vollbracht wurde.

. skeptischer klingt schon das, was Garvin nnObserver" schreibt unter Hinweis auf int Schwierigkeiten bei den Verhandlungen über den Sicherheitspakt:Luther und Stresemann leiteten eine große Politik ein. Vielleicht ist diese aber ip klug und zu weitblickend für die Mehrheit des .deutschen Reichstages. Die deutschen Natio­nalisten sind immer noch das Entzücken ??^_sranzösischen Nationalisten und °ie, Hoffnung des Quai d'Orsay", x Garvin hofft, daß die Alliierten im nächsten Monat endgültig das Ruhrgebiet, Köln und die gesamte erste Rhein­zone räumen werden.

. Nach einer Meldung derVoss. Ztg." soll der deutsche Gesandte im Haag im holländischen Außenministerium eine Demarche unternommen haben ,um zu erfahren, ob die holländische Regie­rung bereit ist. als Gastgeber der interna­tionalen Konferenz über die Sicher- b e 115 f r a g e im Herbst zu fungieren, sobald die Vorverhandlungen zwischen Deutschland und den Alliierten erfolgreich geschlossen seien.

. amtlichen deutschen Telegraphenbüro wird diese Meldung als vollkommen unzutreffend be­zeichnet.

Die Schwierigkeiten des Neichs- kakinetts.

Für die verantwortlichen deutfchnationa- i e n Führer ist jetzt der Augenblick gekommen, wo I es. mit Halbheiten nicht mehr weiter geht. Sie ha­ben gerade :n den letzten Tagen in ganz staunens- I wertem Umfang die Devise: halb und halb in An­wendung gebracht. Die Germania entnimmt einer Öer letzten Morgenausgaben derKreuzzeitung" fol­gende Erklärung zur Außenpolitik, die in drei verschiedenen Richtungen a u s e i n a n - I derlaufen. Es heißt da:

1. Die Deutschnationale Volkspartei ist I an außenpolitischen Richtlinien der Deutschen Volk sp art ei nicht beteiligt, sie ist mit einzelnen Teilen derselben einverstanden, während sie gegen manche Fassungen doch auch ernste Beden­ken hat.

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i in der Tat glaubte eine bestimmte Masse daran, I berichtet, baß in Paris ernsteste Ansichten über bie man konnte das ja in jenen Tagen häufig bei allen I Lage in Marokko vertreten werben. Es werbe möglichen Gelegenheiten hören. Die Bezeichnung jetzt bekannt, baß ber französische unb englische Ein- Der Retter" verlangte natürlich ganz bestimmte fluß in Norbafrika auf dem Spiele stehe, unb bie L ÄS5& S raei** s*rilte m«°°.

ner und Sparer mit vollem Ausgleich ihrer An- I Painlems Beschwichtigungsversuch.

sprüche,' herrliches Leben wie in Friedenszeiten, wtb. Paris, 6. Juli (Tel) Slnaefidife b»r als wäre überhaupt kein 4'/- Jahre langer Welt- caae :n TRaroffo haf

krieg gewesen. Und dann noch die gewaltigenna- f8' 1ÄJZ S ?**?raflbenf pa;.n' tionalen" Reden gegen 9t» Sicherheitsnot: der , ~2r I0,?cnbe Erklärungen zugehen

I jetzigen Regierung Luther-Siresemann. I lassen: Gewisse Nachrichten stellen bie militärischen

Und was wurde aus all den Versprechungen? ®r^9niffc> ^je im Osten bet Marokkofront auf ber I Nichts, aber auch rein gar nichts. Es geht I Cle. 00n ^aca ereignet haben, pessimistisch bar. I alles so wie früher. Alles genau so wie in I Nachdem verschiedene freu gebliebene Stämme den I jener Zeit, als Marx am Steuer des Ruches heftigsten Angriffen des Feindes tapferen Wider­stand. Wenn die Praxis anfängt, bann ver- stand geleistet haben, sind sie znrn Teil abgefallen sagen alle Theorien. So ist Die Entrüstung im I in dem sie in der vorderen französischen Linie eine Pn $ernnUUnÖn 65 Dresche eröffneten, durch die die Hilfstruppen ein- - ÄÄ toljen "" -*»»W

schicken, um die Rebellen zu besänftigen oder mit I __

ätBSä 03,3 Millionen Reichsdeutsche, innerhalb der deutschnationalen Abgeordneten selbst I Das vorläufige «Ergebnis der Volkszählung im Deutschen Reich. 3u> SÄKft nahm- um 3,3 Millionen gegen 1919.

b e n Weg gehen können, den das Reichskabinett I Nach den Zusammenstellungen des Statistischen bisher gegangen ist, versuchten es die anderen, I Richsamtes über die von den Gemeinden und stati-

1 Radikaleren, damit, durch allerlei Manöver ihre I ststchen Landesämtern ermittelten vorläufigen Er- a l t e Haltung zu bewahren. Weil aber nun die I aebniffe der Volkszählung vom 16. Juni beträgt die Deutschnationalen in der Regierung Luther ver- I Bevölkerung des Deutschen Reiches ohne'das treten sind, diese Manöver der Radikalen (bie ge- ® a a r g e b i e t 62% Millionen. Rechnet man auch mäßigten Deutfchnationalen haben leider noch nicht I no$ das Soorgebiet, in dem wegen feiner vorüber­den Mut gefunden, diesen Elementen energisch em- Sehenden Lostrennung von der deutschen Vermal- gegenzutreten) aber gegen die Pläne ber Regierung I ^"hlt werden konnte, mit feinen rund

gerichtet sind, so mußte sich notwendigerweise auch I ^SY>000 Einwohnern hinzu, so beziffert sich die ein Konflikt mit der Deutschen Volkspartei heraus- ^efamtbevolkerung des Deutschen Reiches auf 63% bilden, die ja auch Regierungspartei ist. I 1 v.?enen Einwohner. Das ist etwa die gleiche

Um diese Verhältnisse nicht noch offenkundiger ??r°eKh« ffnu' fr

werden zu lassen, hat der Reichskanzler Dr. Lutherffen Ke 9 6 * ® b 1908 auf'

'etzt eine offene Aussprache im Reichstag über die 3 B-i Ausdruck, he« s

Außenpolitik wieder für ein paar Tage hinaus- Deutsche Reick bereüs das

geschoben. Er ließ am Samstag den Reichstags- S S« S Umwohner,

abgeordneten erklären, daß er im Äelteftenrat I mnerhalb seiner heutigen Grenzen, I

Mitteilungen machen werde, warum jetzt eine De- I Od) °^ne Saargebiet, hat sich nach der Zählung I batte nickt am Platze sei. Der R e i ch s t a g wird "l"'r infolgebeffen am Montag und Dienstag wegen fentlichkeit Klarheit geschaffen wird Die k

Mangels an Beratungs st off nicht tagen. I Zentrumsfraktion hat zu den fragen der Außen-

Inzwischen gehen die Umtriebe gegen Dr. Sfrese- I Politik überhaupt noch nicht offiziell Stellung ge-

mann weiter. Die Völkische Fraktion hat im nommen. Das wird voraussichllich in dieser I

Reichstag folgenden Mißtrauensantrag I Woche geschehen, gegen den Reichsminister Stresemann ein- | sebracht: Per 5lll-euffcke verband

Der Reichstag wolle beschließen: In Anbetracht der . VCrOUHO

^Mache, daß der Reichsminister des Aeußern das das An- I wendet sich in folgender Entschließung gegen gebot des Sicherheitspaktes enthaltene Memoran- I Stresemann: I

fas «m-ÄTnüÄffffs natelang das KMnNund den^e1chswa°?bne KennMis ReichSaußenmin.ster Dr. Stresemann das sogenannte des Wortlauts und^genauen^Jnhalts^r^/Memorandums PreL°abe°deusicher L LttoVnSanbM seemann das Vertrauen." Auswärtigen Dr. Stre- gehenden Zumutungen auch sind - stellt nun den I folgerichtigen Ausbau der Stresemannschen Angebote I i

I Angesichts dieser das deutsche Volk und Reich I , I tödlich bedrohenden Wirkung des Memorandums fordert I '

I der geschäftsführende Ausschuß des Alldeutschen Per- I

I bandes den sofortigen Rücktritt des Ministers Strese- I * Der preußische Landtag hat am Samstag fein« I bertangt von der Reichsregierung, daß sie I Verhandlungen bis zum 22. September vertagt uni

I K?!J8^an^Iun8 über die Note vom 16. Juni I ist in die Ferien gegangen.

I ebenso verweigert tote über die beiden ergänzenden I »99

| Noten: die am 14. Jun, überreichte sogenannte Ent- I -----

waffnungsnote und die Note über die deutsche Luftfahrt I

I vom 26. Ium. Der geschäftsführende Ausschuß ruft I UlC LÜgL 11t vUtgariLN. alle VolkSgenoffen, insbesondere die vaterländischen I w- «nonr«,

Verbände und die nationalen Parteien auf, ihn in I Vle J,nan$cn-

bicfen Forderungen zu unterstützen und alles daran zu I Aus Sofia wirb gemeldet: MinifterprSfibent setzen, daß das deutsche Volks und Reich auf keinen I Zankoff betonte in einer Versammlung der Re- Qmt deutschen^Volksbodens verzichtet und keinen I gierungspartei, daß jetzt, nach Erledigung der Volksgenossen fremder Knechtschaft preisgibt." , I kommunistischen Umtriebe, seine Regierung bestrebt olurlich ist die Darstellung, als ob Schiele und I fein werde, den wirtschaftlichen Aufbau des Landes "Trigen Kabinettsmitglieder nicht im toefent» I in verstärktem Maße fortzusetzen. Die erste Sorge lichen über den Inhalt des Stresemann-Memorandums I der Regierung werde die Aufbringung einer inter» untenicbtet geroefen feien, auf politische Kinder nationalen Anleihe sein. Bedingung hierfür sei berechnet. Selbst von deutschnationaler Seite wird I ein fester Kurs, bulgarische Währung und ein M.Juc Angelegenheit Schiele-Stresemann den Staatshaushalt ohne Fehlbetrag. Bisher seien Blattern mitgeteilt, daß Schiele den Inhalt der I sechs ernsthafte Vorschläge, drei amerikanische und SS °"s en ^°.^ntlrchung über die Stellung drei englische, für die bulgarische Anleihe gemacht Schieles zu den Schritten des Auswärtigen Amtes 1 - - ' - ------ - J

Zwecks Herbeiführung eines Sicherheitspökles fern- stehe (also nicht behauptet, daß er nichts gewußt habe) und die öffentlichen Auseinandersetzungen be­bau re. Die Mitteilung stellt weiter fest, daß Schiele und die deutschnalionale Reickstagsfraktion bereits am 20. März ernste schwere Bedenken, wie sie sich für sie aus ihnen bis dahin gewordenen Kenntnis des Inhaltes des deutschen Memorandums ergaben, mündlich unb in einem Schreiben an Stresemann zum Ausdruck brachten, sie hätten dabei insbesondere für Beröffentlichung des Memorandums erbeten. Dieser Bitte sei damals nicht entsprochen worden.