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I

Sonntag, 24. Mai 1925.

Nr. 119

Kernfragen der deutschen Innenpolitik

300

den die

aus

In Paris verdächtigt man in chauvinistischen Kreisen Deutschland, daß es an der gefährlichen Aufstandsbewegung in Nordafrika mit die Schuld trage und mit Ab del Krim in Verbindung stehe.

Wie Havas aus Fez berichtet, haben die fran­zösischen Streitkräfte unter dem direkten Oberbefehl des Generals Chambrun einen heftigen Kampf bestanden. Die ersten Nachrichten deuten auf einen vollen Erfolg der Franzosen hin. Der Kampf hat irt der Gegend von Ain-Aicha sich ab» gespielt.

h ältn isse waren gut. Die Wetterkundigen sagen günstiges Wetter für die Flugexpedition vor­auf. Auf der Hinfahrt zum Pol wird mit leichtem Gegenwind gerechnet, während für die Weiterfahrt nach Alaska günstiger Rückwind erwartet wird. Die Flugzeuge haben Benzin und Oel für eine Strecke, die 300 Kilometer größer ist als die gesamte für den Polarflug vorgesehene Strecke, bei sich. Der Gesamtvorrat an Oel und Benzin wird für 2600 Kilometer berechnet. Troß der schweren Belastung der Flugzeuge ging die Abfahrt mit gerader Rich­tung zum Nordpol glatt vonstatten.

Die Flieger beabsichtigen auf der Hin- und Rück­fahrt keine Zwischenlandung vorzunehmen, es sei denn, daß sie dazu gezwungen werden. DieHobby"

Der bekannte Polarforscher Amundsen hat Nordpol mit dem Flugzeug erreicht, lieber Abfahrt liegen radiotelegraphische Nachrichten Kingsbay vor.

VolschewisiMs in Persien.

Con bon, 23, Mai. (Tel.) LaukDaily Telegraph" sind nach einer Meldung aus Teheran beunruhigende Berichte eingekroffen. In Persisch- Turkmeaiskan sei ditz roke Fahne gehißt worden. Der Aufstand gegen die Regierung nehme einen großen Umfang an. Lr sei von Moskau Uvfgestachelt und von Sowsel-Turkmenen wlkerstüht. Die Aufrührer forderten dieselbe Au to­st o m l e wie fie die russischen Turkmenen von Mos­kau erhietten. Das persische Heer sei schwach und HK lech t ausgerüstet.

der die Kosten für die Zusammenlegung von Grundstücken und der Flußbereinigung von dem steuerflichügen Einkommen abziehen will. Der Aus­schuß stellte ausdrücklich fest, daß zu den Werbunas- foffen auch die Aufwendungen für die Umsatz­steuer gehören. Nach einem weiteren Antrag sollen auch die Zuweisungen und die Wohlfahris- einrichtungen eines Betriebes, die von den Steuer­pflichtigen erhoben werden, als abzugsfähige Son- derleistungen betrachtet werden. Angenommen wird schließlich ein Antrag, der zum Kapitel der beim steuerbaren Betrage des Haushaltungsvorstandes zu berücksichtigender Haushaltsmitglieder wünscht, daß auch uneheliche Kinder dann mit der Mutter zusammen veranlagt werden, wenn sie nicht zu deren Haushalt zählen.

Verantwortlich für die Schriftleitung: Dr. Jabannes Kramer. Anzeigen: 3- D arzeller, Fulda. Notationsbrnck und Verlag der Fuldaer SdittfcTvdfrei in Fulda. FernWreLer Nr. 9.

Monatlicher Beiugsvreis: 1.50 Mk.

Zentrum und Einzelhandel.

Es wird mitgeteilt: Eine Versammlung führen­der Persönlichkeiten des Deutschen EinzelHan­de l s - V e r b a n d e s hat die Bildung eines E i n- zelhandels-Beirats der Deutschen Zentrumspartei beschlossen. Angesichts der Tatsache, daß der Einzelhandel noch immer berech­tigterweise Klage führt, daß ihm im wirtschaftlichen und politischen Leben nicht die seiner Bedeutung entsprechende Stellung eingeräumt wird, ist dieser Schritt innerhalb der Zentrumspartei von beson­derer Bedeutung. Gerade sie umfaßt zahlreiche An­gehörige des Einzelhandels, denen bisher im Rah­men der Partei die starke Interessenvertretung fehlte, über die Industrie und Großhandel, Land­wirtschaft und Arbeiter, Angestellte und Samte schon seit langem verfügen. Der neugebildete Ein­zelhandelsbeirat will hier eine Lücke ausfüllen. In engster Fühlungnahme mit den ordentlichen Parteiinstanzen und in voller Uebereinftimmung mit dem vom Reichs- parteiausfchuß am 14. März ds. Is. aufgeftellten Richtlinien für die Tätigkeit der berufsständifchen Beiräte will er für die alten Idole der Zentrums- Partei in den Kreisen des Einzelhandels werben, die Gleichgültigen zu politischer Mitarbeit und Schulung heranziehen, die vielen, die heute beiseite stehen, zurückgewinnen, anderseits auch die bersch- tigren Interessen des Berufsstandes mehr als bis­her innerhalb der Partei zur Geltung zu bringen versuchen. In seiner Arbeit wird er mit dem Industrie- und Handelsbeiraf sowohl wie mit den Mittelstandsbeiräten überall dort, wo gemeinsame I Interessen es erfordern, zusammengehen.

Zum ersten Vorsitzenden des Einzelhandelsbei­rots wurde Herr Jakob A st o r - Bernkastel ge­wählt, der durch feine umfangreiche Arbeit in den Parteiorganisationen und jahrelang als Mitglied der Zentrumsfraktion des Reichstages sich um die Zentrumsportei große Verdienste erworben hat. Außer namhaften Führern des Einzelhandels wur­den des weiteren die Reichstagsadg. Sinn und Landtagsobg. Lange-Dittersbach in den Vorstand gewählt. Die Geschäftsstelle des Einzelhandelsbei­rats befindet sich in Berlin W. 66, Wilhelm- st r a ß e 50. wohin Zuschriften, vor allen Dingen Beitrittserklärungen der auf dem Boden des Zen­trums kchhenden Einzelhandelsfirmen erbeten werden

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Aufwertung und Aktienmarkt.

Von einem wirtschaftspolitischen Mitarbeiter wird uns geschrieben:

Die Ankündigung der neuen Aufwertungs- bestimmungen allgemeine 25 prozentige Aufwertung für Hypotheken und vor allem oer neuen Behänd- lung der Jndustrieobli gationen, hat eine eigen, artige Wirkung auf dem Effektenmarkt gehabt. Ganz auffallend war die Schwäche, die nach Bekanntwerden dieser Bestimmungen in der Kursbildung der Aktien wie überhaupt der Dividendenwerte an der Börse, sich herausstellte.

Diese Erscheinung ist wohl auf die Befürchtung spekulativer Kreise zurückzuführen, daß durch die Er- Höhung der Verpflichtungen für die Ablösung der Obli. gationen, insbesondere durch dar Erfordernis der Auf. nähme von Genuhscheinen die Dividendenpolitik der industriellen Unternehmungen in Mitleidenschaft! gezogen werden könnten. Man glaubt nämlich, daß, um die für die gesamten Verpflichtungen notwendigen Ablösungsbeträge aufzubringen, die Gesellschaften Mittel in Reserve stellen, die bei Wegfall dieser Ver. bindlichkeite« dem Dividendenfonds zugeführt worden wären. Es wird also eine Vermindnng den Dividendenrenten befürchtet.

Diese Annahme ist nicht so unbegründet. Sie rechtfertigt sich in der Tat durch die vielfach mehr als merkwürdige Gewinnverteilunaspolitik mancher Unter- nehmungen. Wie aber die Dinge bei den Genuß, scheinen liegen, ist keineswegs die Notwendigkeit gege. den, Art und Grad der Dividendenpolitik wegen der Genutzscheinsrage erheblich zu ändern. Die Aus. Wendungen für die Ablösung sind bestimmt nicht von solchem Ausmaß, daß die damit bedingten geldlichen Anforderungen die Dividendenausschüttungen wesent- lich beeinträchtigen könnten. Immerhin ist im Zu» sammenhang mit der beobachteten Zurückhaltung in der geldlichen Disposition auch weiterhin mit einer sehr starken, vielleicht übertrieben ängstlichen Reserve der Gesellschaften zu rechnen. Gerade die jetzigen neuen Aufwertungsbestimmungen dürften ihnen einen er- wünschten Vorwand für die Fortsetzung, ja Verschärfung dieser Taktik bieten.

General Frerich

Der englische Feldmarschall Sir John French ist am 22. Mai gestorben.

Er war am 28. Dezember 1852 in Ripple Dale bei Kent geboren und hat in der englischen Armee eine große Rolle gespielt. Er entstammte einer alten Soldatenfamilie, trat jedoch nach längerem Dienst in der Marine erst im Jahre 1874 in das Heer.

Im B u r e n f r i e g zeichnete er sich besonders aus und wurde bald zum Generalmajor ernannt. Im Jahre 1907 wurde er Generalinspektor der bri­tischen Armee und war dann von 1911 anGene» ralstabschef. Im März 1914 schied er infolge der fogenannten Ulster-Rebellion, bei der Offiziere den Gehorsam zu verweigern drohten, aus dem aktiven Dienst aus. Zu Beginn des Weltkrieges trat er wieder in den Dienst und führte das eng­lische Expeditionskorps nach Frankreich. Er hat damals die Schlacht von Mons und St. Quentin verloren und mußte Antwerpen den Deutschen räumen. Auch bei Ypern, Festubert und Nieuwe- Ehapelle wurde er geschlagen. Infolgedessen wurde er im Dezember 1915 abberufen, durch Haig ersetzt und als Oberstkommandierender der Heimattrup­pen kaltgestellt. Zum Trost erhielt er vom König den Rang eines Viscount of Ypres.

Im Mai 1918 erfolgte dann feine Berufung zum Vizekönig von Irland, wo er auch wenig Glück hatte, da es ihm nicht gelang, trotz des scharfen Vorgehens der englischen Truppen Ruhe und Ord­nung herzustellen. Im März 1921 trat er frei« willig zurück.

Havas berichtet aus Fez, im Westen fei die Lage ruhig. Es hätten feindliche Einbrüche bei Ouled Aulai stattgefunden. Ein Stamm kehre wie­der allmählich in feine Dörfer zurück. Ein weiterer Stamm scheine dies ebenfalls zu tun. Eine Abtei­lung des Generals Chambrun habe den mittleren Frontabschnitt und die ganze Gegend des oberen Ouergha-Gebiets gesäubert. Der rechte Flügel die­ser Abteilung habe Mediuna trotz des verzweifelten Widerstandes der Rifleute, die eine Schützengraben­stellung verteidigten, erreicht. Der linke Flügel sei bis Mulay Ain Dschenane gelangt. Die feind­lichen Verluste seien beträchtlich. Zahl­reiche feindliche Abteilungen hätten sich nach Nor­den geflüchtet. Cs werde sogar gemeldet, daß ein roir Abdelkrim aufgewiegelter Stamm sich unter­worfen habe. Im Osten übe der Feind bei Branes und bei Beri Kiffare einen Druck aus. Aber da die Operationen im mittleren Frontabschnitt die Aufmerksamkeit der im Osten stehenden feindlichen Stämme auf sich gezogen hätten, scheine sich eine leichte Entspannung bemerkbar zu machen. Die Lage sei hier jedoch noch immer ernst.

3n Paris.

In dem unter dem Vorsitze des Präsiden­ten der Republik Doumergue abgehal­tenen Ministerrat ist beschlossen worden, dem Par­lament einen Gesetzentwurf zu unter­breiten, durch den Zusatzkredite für Marokko bewilligt werden.

Nach Beendigung des Ministerrats erklärte Painlevö den Journalisten über die Lage in

Gegen Stresemann.

In der dem rechten Flügel der Deutschnationalen dienendenDeutschen Ztg." wird die Behauptung aufgestellt, der Reichsminister des Auswärtigen habe in seiner Stuttgarter Bankettrede zugegeben, daß Deutschland am Kriege schuldig sei, und daß so­mit das Versailler Diktat nicht auf einer Lüge, son­dern nur aufeinerllebertreibung beruhe.

Demgegenüber wird festgestellt, daß Stresemann in dieser Stuttgarter Rede die Kriegsschuld- frage als solche überhaupt nicht berührt hat. Der Reichsminister hat vielmehr im Gegenteil bei der Erörterung der Stellung der Deutschen im Aus­lande darauf hingewiesen, daß der einzelne Deutsche im Auslands neben den Angehörigen anderer Staa­ten in voller Gleichberechtigung dastehe und sich ihm gegenüber durch keine moralische Schuld be­lastet zu fühlen brauche. Aus den weiteren Aus­führungen des Ministers, in denen er in nachdrück­licher Formulierung darauf hinwies, daß am deut­schen Volke ein moralisches Unrecht begangen wor­den sei, ergibt sich, daß die von derDeutschen Ztg." der Rede des Ministers unterstellte Tendenz vollkommen unrichtig ist. Somit entbehren die von derDeutschen Ztg." angestellten Betrachtungen über die Haltung Strefemanns bzw. des Reichs­kabinetts zur Kriegsschuldfrage jeglicher Grund­lage.

Stresemann wird, wenn er nicht den Phanta­sien der Hurra-Patrioten bedingungslos und be­denkenlos Reverenz erweist, sondern realpolitische Erwägungen im Auge hat, an solchen Ausfällen der Rechtspresse nicht vorbeikommen.

erhielt unmittelbar vor dem Start den Befehl, nordwärts zu gehen, während diegram" einige Stunden später folgte. Die Schiffe werden soweit nordwärts gehen, als es die Eisverhältnisse gestat­ten und nach den Fliegern Ausschau halten.

Aus Newyork liegt folgende Meldung von Euro- papreß vor: Amundsen hat den Nordpol erreicht. Die Blätter veröffentlichen in Riesen­lettern die Nachricht von der glücklichen Landung auf dem Nordpol. Amundsen nahm verschiedene geographische Messungen vor und trat bann den Rückweg nach der Kingsbay an.

Eins letzte Meldung besagt:

wtb Oslo, 23. Mai. (Tel.) (Einem Telegramm zufolge hat diegram die Fühlung mit der Hobby" verloren, die nicht mit drahtloser Tele­graphie ausgerüstet ist. Die Mitglieder der Expe­dition sind überzeugt, daß Amundsen glücklich zurückkehren wird. Die Flugbedin- gungen können als ausgezeichnet enge« sehen werden.

Zur Zeit des Abflugs war die gesamte Köpfe starke Bevölkerung Kingsbays am Startplatz versammelt. Die W e 11 e r v e r -

Ausland.

* Neue belgische Ministerkrise. Den Meldungen aus Brüssel zufolge haben sich nach der Kam­mersitzung die Minister versammelt und ihr Ent­lassungsgesuch an den König gerichtet.

* Wiederwahl der Sowjetregierung. Der Sow­jetkongreß, der seine Schlußsitzung abhielt, wählte in dieser Zeit das Zentralexekutiv­komitee der Sowjetunion, welches sich aus zwei Kammern zusammensetzt: dem Bundes­rat und dem Nationatitätenrat. Unter den ge­wählten Mitgliedern des Zentralexekutivkomitees sind unter anderen zu nennen: Kalinin, Kamenew, Stalin, Rykow, Sinowiew, Molotow, Trotzki, Tomski, Frunse, Kuibyschew. Das neugewählte Zentralexekutivkomitee der Sowjetunion hat den Rat der Volkskommissare in feiner bisherigen Zu­sammensetzung wiedergewählt.

* Die internationale Malariakommission in Li­banon verunglückt. Aus Beirut wird gemeldet: Ein Automobil, in dem die Mitglieder der 'Malaria­kommission des Völkerbundes von einem Besuch des Libanongebiets zurückgekehrten, ist in einen Ab- grunb gestürzt. Dr. Lathian-Großbritannien, Dr. Borling-Amerika und die französische Sekretärin Fräulein Besson wurden getötet. Eine andere französische Dame und Dr. Schwellengrehel aus Holland wurden verwundet.

Die Kämpfe in Französisch-Marokko

Verdächtigungen gegen Deutschland.

Marokko, dieselbe sei unverändert. Er habe die volle Wahrheit gesagt. Man möge sich auf neue Zusammenstöße ge­faßt machen, weil die Regierung den sehr ernsten Wunsch habe, die Lektion zu erteilen, die erforder­lich sei.

Ueber die Reise Malvys nach Madrid be­fragt, erklärte Paileve, Malvy habe sehr interes­sante Unterhaltungen mit dem König von Spanien und mitGeneralPrimode Rivera gehabt. Man werde sicher zu einem Ab­kommen gelangen. Aber man müsse sich hüten, vor­zugreifen. Man bemühe sich, das Beste zu tun. Ver­handlungen seien im Gange. Man werde der Sache nicht dienen, wenn man den Versuch mache, ihr Ergebnis von vornherein zu begründen. Endlich kündigte der Ministerpräsident an, daß er am Montag vor der Kammer diesofortige Diskussion der in der Marokkofrage einge­brachten Interpellationen verlangen werde.

(' Reichswirtschaftsminister Graf Kanitz hatte die Spi tzengewerkschaften zu einer Besprechung 5bet bte vorgeschlagenen Agrarzölle eingelaben. Weitere Besprechungen mit den Gewerkschaften über Einzelne Fragen stellte der Minister in Aussicht.

Die Aufwertungsfrage.

Z Sm Aufwertungsausschuß im Reichstag wurden Zwei Anträge, die den Aufwertungsbetrag auf 50 Prozent bzw. 40 Prozent des Goldmarkbetrages festgesetzt haben wollten, ab gelehnt und der Kompromißantrag, der die Aufwertung auf 2,5 Prozent vorfieht, angenommen.

Neue Steuererleichterungen.

l 5 Am Steuerausschuß des Reichstags wurde bei Beratung derabzugsfähigenSonderlei- stungen, wie der Beiträge für die Sozialver­sicherungen und zu den Sterbekaflen sowie der Ver- sicherungsprämien ufw., die Erhöhung der abzugs- fähigen Jahressumme auf 180 Mark und je 100 Mark für die Ehefrau und minderjährige Kinder festgesetzt. Ferner würde- ein sozialdemokratischer Antrag angenommen, wonach als Werbungskosten auch gelten und also steuerfrei bleiben sollen die Ausgaben der Steuerpflichtigen für W e r k z e u g, Berufskleidung und Fortbildungs- iS wecke. Angenommen wurde auch ein Antrag,

Im Flugzeug am Nordpol

Amundfens kühner Flug.

J Ei pari». 23. Mai. (Tel.) DieChicago Tribüne" meldet aus Teheran, die Persische Regie- rang gehe gegen die Bolschewisten vor. Die Poli­zei habe in der Sowjet-Gesandtschaft eine große Menge Dokumente beschlagnahmt, wogegen bet russische Vertreter scharfen Einspruch Pch^en habe._________

ül* Die Neuregelung der Autosteuern? Wie wir agren, plant die Reichsregierung eine sehr erhebliche Mrhöhung der steuerlichen Abgaben für Kraftfahr­zeuge. Die Regierung ist der Auffassung, daß die von den Kraftwagenbesitzern zu leistenden Steuern nu erster: Linie mit dazu bestimmt find, den Bau von Shraßen zu fördern, die Kosten der Straßen. «nterho.ltung zu bestreiten und auch die Kosten für Pw geplanten Automobilstraßen, die lediglich dem Autoverkehr dienen sollen, zu beschaffen. Man ist ober tzuch der Ansicht, daß der bisherige Maßstab Dr dtze Beurteilung der steuerlichen Leistung, der Maßstab der Pferdekräfte, nicht mehr gerecht W, uod daß deshalb ein anderer Modus für die ^vestMerungsgrundlage gefunden werden muß. Man venkt dabei unter anderem daran, das Gewicht der WagM auch für diese Bercchnungsgrundlage heran» Plziohen.

* Stresemanns Zeitungsorgan, dieZeit" wird ^enmächst ihr Erscheinen e i n st e l l e n und in der ^-Töglichen Rundschau", das Hauptblatt Pes Evangl. Bundes aufgehen, die bann als Organ per Deutschen Volkspartei weitergeführt werben W DerVoss. Ztg." zufolge wirb ber bisherige Ftefrebafteur derZeit", Dr. Spieß, in den ^edaktionsverband derTäglichen Rundschau" ein» FWen. Der bisher bei derTäglichen Rundschau" Micherausgeber fungierende ehemalige Hof- istediger Do eh ring dürfte ausscheiden.

Wirtschaftliche ttampfbervegungen.

L,. Konflikt im rheinisch-westfälischen Baugewerbe.

verlautet, wurde in der letzten Sitzung des rhei- Nch-westfälischen Baugewerbeverbandes in Essen be- kchloffen, am kommenden Mittwoch allen Bauar» feelrtn su kündigen und vom Donnerstag ab die Aussperrung durchzuführen. In Berlin sind Verhand» "flberaumt,n denen versucht werden soll, »Heesen beiden Parteien eine Einigung hrrbeiznführen.

Die Zollstage.

In einer Versammlung der Deutschen Welt­wirtschaftlichen Gesellschaft hielt G e h e i rn r a t Prof. Dr. Sering einen Vortrag, in dem er erklärte, die erste Forderung der Beseitigung der Schädigung der heimischen Landwirtschaft fei der Abbau der industriellen Hochschutz- döll e, die Aushebung der Ausfuhrverbote und die Aufhebung der Umsatzsteuer auf not« jwendige Lebensmittel. Geschehe das nicht, so könn­ten der Landwirtschaft angemessene Ausgleichszolle «icht versagt werden. Von einer dauernden Ein­richtung kömw er sich keinen Vorteil verspre- schen, da diese Gehalts- und Lohnbewe- aungenhervorrufen und auch die Indu- Uriepreife erhöhen würden, die dann die Landwirtschaft nicht tragen könne.

Sering bezeichnete schließlich als eine der Auf­gaben der Landwirtschaft, die Errungenfchaf- t*n der Technik allen bäuerlichen Be- frUfren zugänglich zu machen.

Die Gesellschaften werden aber gut daran tun, die ohnehin schon vorhandenen Schwierigkeiten in der Verwendung des Aktienbesitzes nicht noch weiter zu vermehren. Schon jetzt ist es den Jndustrieunter- nehmungen kaum möglich, sich neues Kapital auf Giund der Ausgabe von neuen Aktien zu beschaffen. Eine noch stärkere Beeinträchtigung der Aktienbesitzer hinsichtlich ihrer Renten würde nur zur Folge haben, datz sich das Kapital anderen, günstigeren Anlage» möglichkeiten zuwendet. Dabei aber würden die Produktionsinteressen gerade von der Aktienipekulation, die mit Sorgfalt gepflegt werden müssen, erheblich

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Anzeiger für die Stadt und den kreis Fulda. Amtliches kreisblakk.