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Verfassungsänderung in Bayern.
Die bayrische Staatsregierung hat, wie aus München gemeldet wird, im Landtag einen Gesetz- ptftoutf zur Abänderung einzelner Paragraphen der Verfassung ringebracht. Die wicbtig- ften Bestimmungen der Vorlage sind, daß auf Verlust der Mitgliedschaft des Landtages zu erkennen ist, wenn Abgeordnete dieselbe mißbrauchen, wenn Abgeordnete vorsätzlich geheime ob et bet» trauliche Mitteilungen aus den Plenar» oder Ausschußsitzungen unter 'Verletzung der Schweige» pflicht zur Kenntnis eines anderen bringen, wenn Abgeordnete wegen Hock» ober Landesverrats oder Verrate militärischer Geheimnisse rechtskräftig verurteilt wurden oder wenn sie zu gewaltsamer Aenderung der Verfassung des Deutschen Reiches oder des Freistaats Bayern auffordern.
In t>et Begründung des Gesetzentwurfes wird ferner ausgeführt, daß die Regierung ein Verbot bet Uebetnahme von Aufsichtsratsstellen Lurch Abgeordnete praktisch für undurchführbar hält. Dagegen soll der Mißbrauch solcher Verbindungen durch den Gesetzentwurf verhindert werden.
bernen Sittlichkeitsfragen Stellung genommen t)ntte. Und nun kam ein erhebender Augenblick als die in großer Zahl anwesenden Männer auf Ersuchen von Direktor Dr. Schramm sich erhoben unö mit erhobener Schwurhand sich einverstanden erftärten mit den Entschließungen ihrer Frauen unb Tochter. — Wahrscheinlich, ein großer Ruhm
für Frankfurts katholische Frauen, daß sie diesen mutigen Schritt in die Öffentlichkeit gewagt haben. Möge das Beispiel zünden und alte Gutgesinnten auf den Plan rufen zürn Kampf! Dann wird für das deutsche Frauentum das Morgenrot einer besseren Zeit anbrechen, in der die deutsche ftrau wirklich ist „die Hüterin des heiligen Feuers!"
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Näheres Sonntag, den 17. Mai norm. 10—2 Uhr
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Sonntag, 17. Mai 1925
Kunft und Literatur.
— Riesen-Diebsfahl kostbarer Slassikerausgaben. Bei einer Revision des Archivs der berühmten Cotta'schen Verlagsbuchhandlung in Stuttgart wurde das Fehlen einer bedeutenden Anzahl wertvoller Erstausgaben Nascher Werke festgestellt. Die Diebstähle reichen anschei- nend bis Anfang 1923 zurück und können kaum anders als durch groben Bertrauensbruch erklärt werden. Insbesondere fehlen Werke von Goethe, Schiller, Kleist und Theodor Körner.
— Rekordpreis für ein amerikanisches Buch. Die britische Kgl. Gesellschaft versteigerte kürzlich eine Anzahl alter Bücher, darunter das einzige bekannte Exemplar der ersten Ausgabe einer indianischen Uebersetzung von Baxter-; „Aufruf an die Unbekehrten". Das Buch hat nur 64 Seiten und wurde 1664 in Cambridge gedruckt. Käufer war der amerikanische Antiquar Dr. Ro- enbach. der bis auf die Riesensumme von 132000 M hinaufging. Das ist der höchste Preis, den jemals ein amerikanisches Buch erzielte.
der zu bestrafen, bann ist es aus mit der bürgerlichen Sicherheit. Verkennung des Rechts, bas ist Revolution unb Geist der Revolution, mag sich ein solcher Geist nun links ober rechts finden.
Da ist ein wahres Gebiet, das bes Wirt- schriftlichen. Was hat die ganze Wirtschaft überhaupt für einen Sinn, wenn nicht den einen, nämlich dem Menschen zu bienen. Wer sie mißbraucht, nur um sich zu bereichern, der fyat feine Seele an sie verkauft und zu feinem Gott ben Mammon gemacht. Einem solchen Menschen sind die anbern alle nur Werkzeug unb Mittel, unb das ist, wie Kant es so treffend ausgedrückt, eben Unmoral. Man soll einen Menschen, der immer in sich einen hohen Selbstzweck hat, nicht zum bloßen Mittel herabwürdigen. Daß dies heute geschieht, sagen uns viele Zeugnisse. Noch eben hat es ein Handarbeiter ausgesprochen in einem ergreifenden Artikel der Rhein-Mainischen, der die Ueberschrift trägt „Maschine Mensch". Es heißt dort: „Wir glauben, man fürchtet die geistige Erweckung der Arbeiter, unb darum suchte man diese mit allen Mitteln zu verhindern. Zarte Keime wagten sich irotzdem an das Licht. Wenn auch nur spärlich im Verborgenen, sie lebten unb entwickelten sich. Und bann kam es dem Manne harter Handarbeit zum Bewußtsein: Mensch sein, Vater fein, eine Familie haben, für die man wirken unb streben bars. Aber es waren nur Keime, bie balb erstickt wurden, unb heute? Die große Masse der Arbeiterschaft ist nur noch ein meistens sich selbst unbewußter Haufen Werkzeuge und nur als Werkzeug zur Herstellung materieller Dinge werden sie gebraucht und weggeworfen." (Vergleiche auch die Gedankengänge zu diesem Thema in der Sammlung „Lichtträger im Chaos", herausgegeben von Dr. Karl Müller, Fredebeul unb Koenen, Esten (Ruhr), in deren zweiter Nummer Friedrich Muckermann S. I., Goetz-Briefs, I. Joos, A. Retz- bad), Friedrich Dessauer, Josef Clausing einmütig ähnliche Wahrheiten aussprechen.)
Wahrlich, es ist ein auf den Menschen lastender Fluch, daß er fortgesetzt das weniger Wichtige an die Stelle des Wichtigsten und gar des Einen Notwendigen setzt. Statt den Geist über den Körper zu stellen, wo ihn doch der Geist über die gesamte Welt der Pflanzen und Tiere erhebt und ihn Zum Herrscher auf Erden macht, gibt er sich so leicht einem Kultus des Leibes hin. Und damit begnügt er sich noch nicht. Er verliert sich sogar in eine • götzendienerische Verehrung von allerlei Modeletzen, die men um den Leib herumhängt und bringt sein Leben damit zu. So ist der Mensch, und darum muß er immer wieder daran erinnert werden, alles Aeußerliche zu verlassen und die Perle im Acker zu suchen,
Wir wollen nicht verzweifeln und auf den deutschen Menschen der Zukunft hoffen. Es gibt doch auch Lichtblicke. Zu gleicher Zeit wurde in München das Deutsche Museum und bie Deutsche 2ttabemie eröffnet. Beibe gehören in ber Tat zusammen: bas Reich ber Technik und das Reich des Geistes. Das ist unser Vorzug, daß mir beides haben, ben Leib unb bie Seele. War deutsche Technik in der Welt führend, so nicht zuletzt darum, daß wir zugleich das Volk der Dichter unb Denker waren, unb umgekehrt, soll ber Geist sich sticht ins Utopische verirren, wie es auch bei uns in ben Zeiten mancherlei Mystik unb bes philosophischen Idealismus geschehen ist, so muß er in einem gesunden Körper fein, in einem Menschen, ber weiß, daß die schöne Welt ein natürliches Arbeitsfeld ist Alles zur größeren Ehre Gottes, cs ist ber gewaltige Choral, der durch alle Reiche der Schöpfung braust, durch die des Geistes und durch bie ber Technik .... Zur größeren Ehre Gottes, in ber wir bie beste Garantie erblicken müssen auch für bie Ehre unb Würde des Menschen.
Der Mann im Monde.
Rund um die Woche.
Unpolitisches über Hindenburg, Dr. höfle, wirtschaftliches, Deutsches Museum und Deutsche Kkademie.
In allem Politischen, Wirtschaftlichen, Juristischen und was es immer fei, ist im Grunde doch die Hauptsache das Unpolitische, das Nichtwirtschaftliche, das Nichtjuristifche, um es mit einem gemeinsamen Ausdruck zu sagen: Das Menschliche. Bildet die schönste Partei mit dem besten Programm, baut das wunderbarste Warenhaus, versaßt das tiefsinnigste bürgerliche Gesetzbuch: wenn Abgeordnete auf ihren eigenen Vorteil sehen oder wenn alle Angestellten eines Warenhauses zu lange Finger haben ober wenn bie Richter bestechlich sind, dann hilft das alles nicht. So ist in allen menschlichen Einrichtungen immer wieder der Mensch das Entscheidende.
Man empfindet immer einen Ekel, wenn man hört, daß irgendwo ein Menfch „gekauf t" worden. Heute gibt es ganze Institutionen, die scheinbar darauf ausgehen, Menschen zu kaufen. Parteien haben ihre bestimmten Programme. Es wirb immer Gelegenheit geben, wo sich eine Spannung bilbet zwischen Parceivorteil unb Volkswohl. Die Parteien, die in solchen Augenblicken nicht das Wohl voranstellen, haben schon den Menschen „gekauft", sie haben sein besseres Gewissen vergewaltigt mit dem Parteiköder. Nehmen mir ein praktisches Beispiel. Es gab eine Zeit, in ber die Parteien das Recht und die Pflicht' hatten, sich mit ber Wahl eines Reichspräsidenten zu beschäftigen. Nachdem aber die Wahl getätigt worben, hört biete Angelegenheit auf, eine Parteffache zu fein. In dem Augenblicke aber verlangt das Vvlkswvhl, daß alle Parteien sich grundsätzlich auf den Standpunkt stellen, der die von Gott gesetzte Autorität achtet. Db diese Autorität Ebert heißt, Marx oder Hindenburg, das ändert nichts daran, daß es eben Die Autorität ist. Welch traurige Erfahrungen muß hier jeder machen, ber fick) auf diese Grundsätze hin das deutsche Volk betrachtet. Schon das ist eine Begriffsverirrung, daß man in Hindenburg mehr ben Generalfeldmarfchall sieht ober gar einen Vertreter bestimmter politischer Richtungen, statt ben Repräsentanten der staatlichen Gemalt, wie es auch eine Begriffsverwirrung war, wenn man Ebert darum die Achtung versagte, weil er aus Handwerker- kreisen emporgekommen. Der große menschliche Wert ist hier die Staatsgewalt, die letz- iich von Gott kommt. Gottes wegen erweisen wir dem Inhaber dieser Gewalt unsere Ehrfurcht, und das ist schon ein hohes, heiliges Gefühl, weil es im Religiösen verankert ist. Das ist auch bie einzige Art, bie Ordnungen des Staates zu schützen. Niemals wird sich doch ein Mensch einem Menschen unterwerfen, wenn es denn nur Menschen sind, wohl aber ziemt es dem Menschen, sich vor @ott zu beugen und vor allem, was in feinem Auftrag handelt.
Ein anders Beispiel aus dem juristischen Leben. Wir haben allerlei Prozesse erlebt. Wir machten bte Erfahrung, daß bei diesen Prozessen nicht nur richterliche Beamte in Tätigkeit traten, sondern gewisse andere. Daß politische Ausschüsse bei solchen Angelegenheiten ihren Sinn haben können, ja gelegentlich notwendig fein mögen, das soll hie nicht bestritten werden. Aber wahr bleibt doch, daß r «• ^ch^sge Justitia blind ist. Am allerwenigsten feil die Augen haben, um die politische Farbe eines Angeklagten zu sehen. Armer Dr. Höfle! Jeder wahre Deutsche wirb nun mit unaussprechlicher -trauer die Berichte lesen, die allerschlimmste Kator- gaDorffe(tungen in uns wecken. Sind wir denn in Sibirien ober in ben Folterkammern einer vergangenen Zeit ober in Deutschlanb und im zwan- 31g,ten Jahrhundert! Es ist nicht nur die mehr «er- simiiche Teilnahme an einem tragischen Geschick, nein, es ist mehr das Entsetzen darüber, daß in die beihgen Bezirke der Gerechtigkeit menschliche Leidenschaft Zutritt gefunden. Das Recht ist nach alter erprobter Römerweisheit das Fundament der Staaten. Hort man einmal auf, bie Diebe unb bie Mär- |
Landesbibliothek.
Verzeichnis von Neu-Erwerbungen
im Jahre 1924.
IX. PhilosophienndPädagogik. Buchner: Von den übersinnl. Dingen. — Burger: Arbeitspädagogik. — Handbiblioihek, Philos, 7—8. — Handbuch der Leibesübungen. 1—6. — Hankamer: Jak. Böhme. — Herget: Die wichtigsten Strömungen im pädagog. Leben der Gegenwart 2. — Klages: Ausdrucksbewegung und Gestaltungskraft. — Köhler: Die phys. Gestalten m Ruhe. — Lehmen: Lehrbuch der Philosophie. 2 u. 4. — Messer: 1) Kommentar zu Kants Kritik der reinen Vernunft 2) Philos. Grundlegung d. Pädagogik. 8) Philoi sophie v. Beginn d. 19. Jhs. 4) Kants Leben u. Philosophie. — Müller: Hemmungen des Lebens. — Neuordnung, Die, des preuss. höh. Schulwesens. — Pfennigs- dorf: Wie lehren wir Evangelium ? — Spranger: Psychologie d. Jugendalters. — üeberweg: Grundr. d. Gesch. der Philosophie. 3—4, —Vorländer: Imman. Kant 1—3.
X. Mathematik. Medizin. Naturwiss-en Schaft. Technologie. Landwirtschaft Brinkmeier: Der Seidenbau. — Bronn: Klassen and Ord» nungen des Tierreichs. VI, 1: Fische 1. — Brun: Dai Leben der Ameisen. — Drews: Der Sternhimmel. —i Eisenlobr: Der motorlose Flug. — Freundlich: Kolloid-1 lehre. — Haas: 1) Das Naturbild der neuen Physik.' 2) Theoretische Physik. 1—2. — Haffner: Handb. für Flugzeug-Konstrukteure. — v. Kobell: Bestimmung der Mineralien. — Kretschmer: Körperbau u. Charakter. — Langsdorff: Das Segelflugzeug. — Lexikon der ges. Technik hrsg. von Lueger. 1—8 u. Erg. Bd. 1—2. —! Lilienthal; Vom Gleitflug zum' Segelflug. — Löss: Hand-* buch der Dreherei. — Muckermann: Kind u. Volk. 1—2. Spezielle Pathologie u. Therapie. 10, I—III. — Plass- mann: Das Sternenzelt u. s. Wunder. — Reuthe [u. a.]: Berufskunde d. Maschinenbauers, Schlossers u. Mechanikers. 1—2. — Ruska: Leitfaden d. Mineralogie. — Steinmetz: Grundlagen für das Bauen. 3. — Thomä: Flora von Deutschland. 11 I. — Walther: Geologie Deutschlands. — Walther: Die landwirtscb. Maschinen. 1—3.
XI. Rechtswissenschaft. Staatswissen- sc h a f t. Arbeitsrecht u. Arbeitsschutz. 1—2. — Aschaf-, fenburg: Das Verbrechen u. s. Bekämpfung. — Blaum u. a. : Reichsjugendwohlfahrts-Gesetz. — Cosack: Lehr-! buch des bürgert Rechts. 2. — Dithmar u. Bähr: Einführ. in die neue Verfass, d. ev. Landeskirche in Hess.- Kassel. — Finanz- u. Steuergesetze in Einzelkomm. hrsg. v. Schiffer. 7 u. Nacbtr. z. 5 — Giese: Verfass, d. Deutsch. Reiches. — Gregor: Leitfaden der Fürsorgeerziehung. — System. Handbuch der Deutschen Rechtswissenschaft. ( 1) Pappenheim: Seereeht. 3. 2) Tuh'r: Der Allgem. Teil des BGB. 2.) — Handwörterbuch der Staatswissenschaften. 2. — Handwörterbuch der Kommunalwissenschaften. 3—4. — Handwörterbuch der Wohlfahrtspflege. — Hatschek: 1) Deutsch, u. Preuss. Staatsrecht. 1—2. 2) Deutsch, u. Preuss. Verwaltungsrecht. — Juchacz: Arbeiterwohlfahrt. — Jugendwohlfahrts-Gesetz. — Kötzschke: Allg. Wirtsehaftsgesch. d. Mittelalters. — Krusch: Die Lex ßajuvariorum. — Meinecke: Idee der Staatsraison. — Molitor: Landwirtschaftsrecht. — Oppenheimer: Die soziale Frage. — Pesch: Lehrbuch der Nationalökonomie. 1. — Pieper: Kapitalismus. — Sauer: Grundlagen der Gesellschaft. — Schücking-Wehberg: Satzung des Völkerbundes. — Spengler: Neubau des deutschen Reiches. — v. Tilly: Internat. Arbeitsrecht.
XII. Fuldensien: Abel: Der Kreis Gersfeld. — Corvinus: Ludus Sylv. Hessi in defectionem Georg. Wiceli ad Papistas. — Adolf v. Dalberg. Brustbild sc. Rössler. — Festschrift des Feldart.-Reg. Nr. 47. —Fuchs : Rhönwanderkarte. 2. Aufl. — Hack: Standesverhältnisse der Abteien Fulda u. Hersfeld. Diss. — Joachim v. Gravenegg. Brustbild sc. de Jode. — Karte der nutzbaren Lagerstätten Deutschlands: Blatt Fulda u. a. — Memminger: Neustadt a. 8. — Müller: Die Lehnsver- hältnisse der Herrschaft Gersfeld. — Reimers: Die Vegetation der Rhönmoore. — Schneider: Führer durch die Rhön. 14. Aufl. — Wald, Thüring., u. Nördl. Rhön. — Wicelius: Apologia wider seine Aftereder die Luteristen. — Wo hat Bonifatius die Donareiche gefällt? — Woerl- Führer durch da» Rhöngebirge.
Weltanschauung und Erziehung.
Bon einer besonderen Mitarbeiterin.
'' In der Zeit vom 25. April bis 8. Mai wurden für die katholische Frauenwelt der Stadt Frankfurt Vortragszyklen zur Besprechung wichtiger, vwderner Sittlichkeitsfragen abgehalten. Jesuitenpater Steenarts sprach in jedem Bezirk an 3 Abenden über die Themen: Autorität und Freiheit, Seelen- und Körperkultur, Christentum und Mutterschaft. Die Teilnahme der katholischen Frauen und Jungfrauen war mustergültig. Diese -Vortragsreihen fanden am Sonntag Abend im Hippodrom ihren Abschluß durch' eine großartige Kundgebung derFrankfurterKatho- Ti t e n. Im Vordergrund der Veranstaltung standen die Ausführungen des Jesuitenpaters Otto § 3, der, mit bekannter Gründlichkeit die
Haltlostgkett der modernen Phylosophie dartuend, die Versammlung hinführte zu dem Ideal aller iErzieher, zu Christus, der aus einer Handvoll Düngern und Jüngerinnen eine über die ganze Krbe Derbreitetc Schule schuf, der die Märtyrer, Sie Einsiedler, die Jungfrauen, die Heiligen aller .Stande geschaffen. Zu Christus, der die rechten Erziehungsmittel gibt, der den sicheren Boden uns weift, wo wir für alles „Wozu?" und „Wofür?" ote Antwort erhalten in dem Wirrwar der Gegen- wacL Die m 0 derne M 0 ral schwankt, weil sie ouf Flugsand baut: nur wer auf Christus die Erziehung aufbaut, ist dem starken Manne gleich. Der sein Haus auf den Felsen gebaut hat. Mit dem Naturalismus rechnete P. Cohausz gründlich ab. Dem Rouffeau'schen Wort „Der Mensch ist von Natur aus gut" stellt er entgegen: Aber auch das Tier lebt im Menschen. Selbst Diesterweg mußte bekennen: An der Erbsünde scheiden sich die Geister ber Erziehung. Und allen übertriebenen Naturalismus macht bas Heilandswort zunichte: „Ohne mich könnt ihr nichts tun". - Dasselbe gilt vom Huma- ntsmus. Der Mensch soll nicht nur Mensch werden . sondern auch Gotteskind. Christus allein gibt bte wahren Richtlinien: die Erziehung zum Ewig- keitsmenschen. Auf dieser Grundlage nur ist auch bie Erziehung zum ethischen Menschen mäalich. Die Ätrdie erbaut ihre Altäre ben Heiligen, ben Herren der Tugend. Dazu ist Wiedergeburt der Gnade notwendig. Nicht bas Volk ist das beste, das die “L®- $at' Jonbern das bie besten Chri- sTthLtA*' ^r, Ur^ .cr3iebt aber auch zum sozialen ^ift^FÄ 2)05 Problem, an bem heute die @e^er sichwundreiben, ohne es zu lösen. Im Reiche A A^eiter im Weinberg n' be.r Rechenschaft abzulegen hat über
^""vertraute Gut. Also nur in Verbindung gnft Christus werden wir unser r Aufgabe gerecht dtesem Grundgedanken Hh sich die Moderne £bgemanbt, daher Irrtum, Wir-4nar unb d-e größte die Tafeln Mopl zerschlagen, LUe" Mode und alles gesunken. Deshalb unsere glichen Erziehung. Wir or- Srift; rn^t nach unseren Grundsätzen, unter
S? öum Wohle der Menschheit' Me le&?Qter ^01153. Anschließend wurden SrauenrÄt welchen die katholische
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