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FuldaerZertung
Anzeiger für die Sfaöf und den kreis Fulda. Amfliches kreisblalt.
Nr. 103.
BerantworniL lür bie ettirtniettim: Dr- 3nbanne« »tarn;..
«meigen-J-Barre Iler, Fulda. Rotationddra-t und Verla« der
Pulten $ elfcrhrdnci ?<-"". FerrU-re-irr Ri- S.
Monatlicher «eruarvrel?: «.50 Mt.
Dienstag, 5. Mal 1925.
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52 Zahrg.
Wahlsonntag m Frankreich.
Vie Neuwahl der französischen Gemeinderäte. — Stichprobe auf die
politische Stimmung.
Am Sonntag fanden in Frankreich die Muni- zipalwahlen statt. 37 963 Kommunen haben für die Lauer von vier Jahren ihre Vertreter zu wählen. Je nach Größe der Kommunen sind 12 bis 36 Munizipalräte zu wählen. Die Stadt Paris wählt 80 Munzipalräte. Die Zahl der zu wählenden Räte beläuft sich aus ungesähr 430 000. Der Wahlkampf ist diesmal besonders lebhaft gewesen. Namentlich ist seitens der nationalrepubli» tanischenLiga und seitens der K o m m u n i. st e n ein lebhafter Kampf geführt worden. Da die absolute Mehrheit entscheidet, rechnet man mit einer großen Anzahl von Stichwahlen, die am 10. Mai stattfinden werden.
Der Wahlsonntag verlies ruhig. Die Wahlbeteiligung war groß. Die Liga Millerands entfaltete in Paris große Propagandatätigkeit.
Bi» 10 Uhr abends waren etwa 40 Wahlresultate von Paris bekannt. Diese ergeben, das bis jetzt die politische Zusammensetzung des Munizipal- ratessichkaumgeändert hat, umsomehr als viele Radikale und Sozialisten zur Stichwahl stehen. Die letzteren haben an die Kommunisten Stimmen abgegeben, von denen bis jetzt jedoch keiner als gewählt angesehen werden kann. Eine Uebersicht über das Ergebnis in der Provinz läßt sich augenblicklich nicht geben. Es liegen von einzelnen Kommunen Teilergebnisie vor, die es aber noch nicht gestatten, ein Urteil abzugeben.
Nach dem französischen Gemeindegesetz von 1884 zählt ein Gemeinderat mindestens 10 Mitglieder. Die Zahl steigt je nach der Einwohnerzahl bis zur Höchstziffer von 60, nur der Pariser Gemeinderat zählt noch mehr Mitglieder, nämlich 80.
Die über das Lokale hinausgehende Bedeutung der französischen Gemeinedratswahlen liegt darin, daß sie die Vorstufe zu den Wahlen für die Departementsvertretung, d. h. zu den Generalratswahlen darstellen und diese wieder die Senatswahlen entscheidend beeinflussen. Dazu kommt, daß zahlreiche Abgeordnete und Senatoren in ihrem Heimatsorte Gemeinderatsmitglied sind. Aus diesen Gründen wird der Ausfall der Gemeinderatswahlen in Frankreich stets mehr beachtet als etwa in Deutschland.
Den diesjährigen Gemeinderatswahlen wurde besondere Bedeutung beigemessen, weil sie unter den gegenwärtigen Umständen eine Art von
- (Erfolg der Linken.
Volksabstimmung darüber darstellen, ob die seit einem Jahre durchgesührte Politik des Linkskartells auch heute noch den Wünschen der Mehrheit des französischen Volkes entspricht. Die nationalistische Opposition hoffte zuversichtlich, daß die Gemeinderatswahlen einer Ablehnung der Kar- tcllpolitik durch die Mehrheit der Wähler gleich- kommen werden und daß ein solcher Ausfall die Auflösung der Kammer erforderlich machte.
Der (Erfolg der Linksregierung.
wtt Paris, 4. Mai (Sei.) Um 6 Uhr vormittags veröffentlicht die Havasagentur nur einzelne Ergebnisse aus dem ganzen Lande, ans denen sich ergibt, daß sehr viele Stichwahlen stattsinden müssen, daß aber die Regierungsmehrheit (also di: Links- radikalens in den meisten Städten ihre Position behauptet, in vielen sogar Gewinne zu verzeichnen hat.
Paris.
wtb. Paris, 4. Mai. (Tel.) In der Stabt Paris sind im ersten Mahlgang 49 Munizipalräte gewählt worden. 3n 31 Wahlbezirken haben Stichwahlen stattgefunden. Von den 49 Gewählten gehören 39 Mitglieder der ehemaligen Mehrheit und 10 Mitglieder dem Kartell der Linken an. Das Ergebnis zeigt, im Ganzen genommen, einen Rückgang der kommunistischen Stimmen.
Blutiger Zwischenfall.
*tb Paris, 4. Mai (Tel) Nach einer Havas- Meldung aus Ajaeeio (Korsika) ist es dort anläßlich der Munizipalwahl zu blutegen Zwischenfällen gekommen. In Cauro, 20 Kilometer von Ajaccio entfernt, hatte ein Wähler zwei Wahlzettel in die Wahlurne geworfen. Jn- solgedeffen kam es zu einer großen Schlägerei, bei der zwei Personen getötet und mehrere verwundet wurden.
Hindenburg als Reichspräsident.
Das WahlprüfungSgericht, das die Ergeb- niffe der Reichspräsidentenwahl nachzuprüfen hat, ist jetzt für den 8. Mai, vormittags 11'/» Uhr, zu einer öffentlichen Sitzung nach Saal 31 des Reichs- lagSgebäudeS einberufen worden.
•
Di« „Arbeitsgemeinschaft der Auf- lvertungSorganisationen" hat an den Reichs- Präsidenten von Hindenburg ein Telegramm gerichtet, in dem sie sich über die Zurücksetzung der Auswertungsansprüche beschwert und auf Grund
Dsterbotschoft HindenburgS ihrem Vertrauen Ausdruck gibt, daß er entgegen dem dem Reichstag vorgelegten Gesetzentwurf darauf hinwirken idie Aufwertungsgläubiger zu ihrem Recht« kommen.
- * die Tarispolitik der Reichsbahn hat der verkehrsausschuß des ZeniralverbandeS des deutschen Großhandels Stellung genommen. Er verlangt, daß das alle Spannungsverhältnis zwischen den Stückgut- und Waggonladunqsklafsen zugunsten der letzteren wlederhergenell. wird be. gleichzeitiger Er- maß'gung der Tarife um zirka 20 Prozent E.ne mogl.chste Angleichung an das Tartfsystem der Bor- krtegSzelt se. anzustreben. Es wird ferner die Be- seitigung deS funfprozentlgen Zuschlags für die Beförde- derung in gedeckten Wagen gefordert. Gegen die »ebn- prozentige Erhöhung der Personentarife wird Einspruch erhoben. Zur Frage der Haftpflicht der Elsenvahn wurde beantragt, daß in die Eisenbahnver- kehrsordnung folgende Bestimmung zu § 86 ausgenommen wild: „Diebnahl und sonstiges unaufgeklärtes Abhandenkommen des Gutes ist nicht als eine ^--kahr anzusehen, die mit der Verladung in offenen Wa vn oder mit der fehlenden oder mangelhaften Verpuckaug verbunden ist." Schließlich wird gegen die Plane auf Abschaffung der Sonntagspostbe- siellung Protest erhoben.
* So gehks. In Halle kam es nach Schluß der Maifeier in der Nacht zwischen roten Front- kämpfern und Stahlhelmleuten zu blutigen Zusammenstößen, wobei Stöcke, Zaunlatten und Revolver als Waffen benutzt wurden. Von den Stahlhelmleuten meldeten sich zwei, von den Frontkämpfern neun als verletzt. Fünf der verwundeten Frontkämpfer haben Schußwunden. Jede der beiden Parteien behauptet, sie wurde angegriffen.
Deutsche Landwirtschaft.
= Berliner Mastviehausstellung. Die 40. Berliner Mastviehausstellung wurde im Zentraloiehhos eröffnet. Die Ausstellung dürste an Umfang bisher einzig da- stehen, da sie nicht weniger als 3600 ausgestellte S-tere aufweist . Ost- und Westpreußen, Schleswig» «olftein, Pommern und Mecklenburg stellen das Haupt- kontingent.
Los Angeles.
wtb. Lakehurst, 4. Mai. (Tel.) Das Luft- schiff „Los Angelos" (das frühere Zeppelinluflschiff „Z. R. 3") ist n a ch p o r t o r i c o abgeflogen.
80 Jahre alt.
Am 8. Mai vollendet im Jgnatiuskolleg zu Val- kenburg (Holland) Pater Viktor Cathrein S. J. sein 80. Lebensjahr. Es ist ein selten rei- ches, wahrhaft gottgesegnetes Arbeitsleben, auf das der bekannte Moralphilosoph heute zurückblicken darf. 1863 trat er in die Gesellschaft Jesu ein. Nach Vollendung seiner philosophisch-theologischen Studien war er zunächst schriftstellerisch tätig bei den „Stimmen aus Maria-Laach". Aber schon bald bestimmte ihn der damalige Provinzial Pater Meschler zum Nachfolger des Pater Theodor Meyer in der Professur für Moralphilosophie. Fast 30 Jahre übte nun Pater Cathrein das Lehramt aus.
Daneben entfaltete er eine reiche und ausgedehnte schriftstellerische Tätigkeit. Die zweibändige Moralphilosophie, der weithin bekannte „Sozialismus", eine lateinische Philosophia moralis, Die Einheit des sittlichen Bewußtseins (3 Bände) find die größeren Arbeiten seiner gelehrten Feder. Für mehr als ein Menschenalter ist P. Cathrein in unermüdlicher Arbeit ein anerkannter und bewährter Anwalt der katholischen Moral- und Sozialprinzipien und ein willkommener Führer im Streite der ethischen Meinungen geworden. Wir wünschen dem Senior der katholischen Moralphilosophie von Herzen Glück und Segen!
Katholische Welt.
= pater T^eißlina, der General des Dominikaner, ordens, nt in Rom p- torbrn
---- Nationalrat Müller (Luzern) f. Der Nationalrat und Obergerichtspräsident Caspar Müller in Luzern ist an einem Herzleiden im Alter von 58 Jahren gestorben. Er war nach dem Abschluß feiner juristischen Studien erit Anwalt, später wurde er Staatsanwalt, Oberrichter und feit 1912 Obergerichtsprästdent. Seit 1914 mar er auck Präsident des Großen Rater. In den Na- tmnclrct wurde er 1919 gewählt Er galt als eine r ar ouf dem Gebiete des Strafrechts und konnte ms Biograph des luzernischen Staatsmannes Philipp f"on •D- Scfief(er (f 1888) noch zwei Bände heraus- geben. Die Teilnehmer des Münchener K a t h o - L'L'V’»'’ (1922) werden sich noch feiner großen Siebe über Politik und Wirtschaft erinnern.
* Wahrsagen verboten. Mit einer Verordnung, der man die grundsätzliche Berechtigung nicht ab- spiechen kann, nt der Lw'deshaupimann des Bürge «I a n d es vorangegangen. Er bat jede Form deS Wahrsagens und der Zukunftsdeutungverboten. Zede Zuwiderhandlung wird mit einer Strafe bis zu 120 Schilling oder mit Haft bis zu 14 Tagen bestraft. Zn Deut chland ist bekanntlich das Wahrsagen nur als eine Fo>m des Betruges strafbar. Ob das Ver- bot viel Helsen wird?
Tarnow-Gorlice.
Line Gedächtnisfeier für die Gefallenen.
Von den Angehörigen des ehemaligen 41. Re- fervekorps wurden am Sonntag in der Gnaden- kirche in Berlin und am Abend in den Germaniasälen Gedächtnisfeiern für die in der Schlacht bei Tarnow-Gorlice gefallenen Kameraden veranstaltet, denen General Francois beiwohnte. Bei der Abendfeier schilderte General von Francois in seiner Festrede den Verlauf der ruhmreichen Durchbruchsschlacht. Die Ueberlebenben des Elisa- beth-Garde-Grenadierregiments 3, das an der Schlacht bei Tarnow-Gorlice teilgenommen hat, weihten das Denkmal ein, das den 4 2 0 0 Toten des Regiments im Lietzenseepark in Char- lottenburg errichtet worden ist.
Neue russische Geheimdokumente.
Line neue Aktenpublikation des Auswärtigen Amtes.
In den nächsten Tagen wird im Auftrage des Auswärtigen Amtes bei der Deutschen Verlagsgesellschaft für Politik und Geschichte in Berlin eine neue Dokumenten-Publikation erscheinen. Es handelt sich um einen Nachtrag zu dem am Ende des vorigen Jahres herausgegebenen Werke: „Der diplomatische Schriftwechsel Iswolskis, 1911 bis 1914", das die Briefe und Telegramme des russischen Botschafters in Paris aus der Zeit vor Kriegsausbruch umfaßt. Das neue Buch bringt unter dem Titel „Iswolski im Weltkrieg" ein umfangreiches Urkunden-Material aus der diplomatischen Tätigkeit Iswolskis von Ende Juli 1914 bis 1917 und beleuchtet somit zum ersten Male vor allem durch Enthüllungen über die Kriegsziele der Entente die Frage der Schuld am Kriege durch einen Einblick in die Geschichte des Krieges selbst. Die Publikation enthält nicht weniger als 300 meist völlig unbekannte Dokumente. Als Herausgeber zeichnet wieder Friedrich Stieve, der dem Bande auch einen kurzen Ueberblick über den hauptsächlichen Inhalt der Schriftstücke beigegeben hat. Zugleich erscheint „Der diplomatische Schriftwechsel Iswolskis, 1911—1914", nebst Er- gänzungsband „Iswolski und der Weltkrieg" von Friedrich Ssieve in 2. Auflage.
Katholikentag im Nilland.
wtb Kairo, 4. Mai <TeI.) Ter erste Kon- gretz der Katholiken Aegyptens ist gestern hier eröffnet worden. 12 000 Personen haben an 7 gleichzeitig zelebrierten Messen teilgenommen.
Der Krieg der Riffleute.
Ab del Krim im Kriege mit den Franzosen.
wtb. London, 4. Mai. (Tel.) Der Berichterstatter der Times schreibt aus Rabat: Unvermeidliches fei geschehen. Die Zurückziehung der spanischen Truppen nach der Küste habe es Ab del Krim ermöglicht, in die französische Zone einzudringen. Er befinde sich jetzt tatsächlich im Krieg mit Frankreich. Ls würde unklug sein, die Tatsache zu verheimlichen, daß die Lage zu Anfang der letzten Woche ernst gewesen sei. Seit Mittwoch habe die Besorgnis nachgelassen. Drei Kolonnen operierten jetzt gegen die Rifsleute und ihre Anhänger, und zwar seien gegenwärtig auf der gesamten Front 18 Bataillone Infanterie, 6 Schwadronen Kavallerie und 12 Batterien Artillerie tätig. Die Gesamtzahl der Riffleute betrage ungesähx 4000 Mann. Doch sollen sich innerhalb der spanischen Zone in der Röhe der Grenze noch weitere 4000 Mann in Reserve befinden.
Die Kommenden Noten.
Wtb. London, 4. Mai. (Tel.) Dem diplo. malischen Berichterstatter des „Daily Telegraph" 3Ü"Folge deutete die französische Regierung der britischen Regierung an, das man im französischen Auswärtigen Ami den Lntwurs der geplanten sranzösischen Antwort auf die Sicherheitsvorschläge Deutschlands beschleunige. Der Lharaklerder Note, so sagt der Korrespondent weiter, werde g e - nauer und scharfer fein, als die von herriot entworfene Fassung. Die Annahme, daß zugleich mit der belgisch-französischen Rote nach Berlin, die nach Inhalt und Form gleichlautende Rote von den übrigen Alliierten einschließlich Großbritanniens der deutschen Regierung überreicht würde, werde bisher nicht bestätigt und sei daher unrichtig oder verfrüht.
Wahl in Lchaurnburg-Lippe.
wtb. Bückeburg, 4. Mai. (Tel.) Gesamtresultat der gestrigen Landtagswahl für Schaumburg-Lippe. Es erhielten: Sozialdemokratische Partei 12 096, Einheitsliste: 9322, Schaumburg-Lippischer Handwerkerbund 2228, Deutsche Demokratische Partei 940, Kommunisten 553, Unpolitische christliche Liste: 661. Die Wahlbeteiligung war gut
Ae Anleiheschulden des Reiches und der Länder.
Ein Ueberblick über den Anleihebestand bei Reich undLändern ist int Hinblick auf die durch die Aufwertungsfrage aufgerollten Probleme von ganz besonderer Wichtigkeit. Das Gesetz über die Ablösung öffentlicher Anleihen sieht ja die endgültige und einheitliche Regelung der Markanleihen des Reiches, der Länder und der Gemeinden vor. Es ist deshalb von ganz besonderem Interesse, über die Zusammensetzung dieser Anleihen und deren Umfang sich Rechenschaft zu geben.
Die Anleihen des Reiches setzen sich aus zwei Gruppen zusammen-, die eine hat das Reich als Schuldner auszugeben, die andere ist von den einzelnen Ländern begründet und von dem Reiche im Zusammenhänge mit der Uebernahme der Eisenbahnen in Anrechnung auf den Kaufpreis übernommen. Der Stand der Reichsschuld war, soweit es sich um die noch nicht fällig gewordenen Verbindlichkeiten handelt, am 31. Dezember 1924 folgender:
Von dem Reich begründete Schulden.
a) Vorkriegsschulden.
1. 4%ige ReichSanI tihen von 1908-1914 1,2 Milld. Mk.
2. 8V1 „ Reich««»leihen von 1877—1909 1,9 Milld. Mk.
3. z^,ige Reichsanleihen von 1890—1903 1,7 Milld. Mk.
Zusammen 4,8 Milld. Mk.
b) Kriegsschulden.
1. 5 "Zeige Reichsanleihen von 1914—1918 46 Milld. Mk.
2. 4Vi . Reichsschatzanweisungen v. 1916
biS 1918 6 Milld. Mk.
Zusammen 51 Milld. Mk.
Nachkriegsschulden.
1. -potprämicnanleihe von 1919 3,8 Milliarden Mk.
?. Zw.mgtan eihe von 1922 308,0 Milliarden Mk.
3. jiür Entschädi mngSzwecke auS.
gegebene Schatzanweisunaen:
a) Unverzinsliche Schahanweisungen (mit verschiedenen Aälligkelten bis
1. ,utli 1933) 490 Mill. Mk.
b) Unverzinsliche Schah, anweisunven K verschied. Zahiun ssyiteme (Fälligkeiten bis 1. Äug. 1934)
t) 8—15 6loige Schatzan. Weisungen K AuSiabe 1923, fällig 1. 9. 1927
d) 8—15 */ot?e Schatzan- weifun en K Ausgabe 1924, fällig 1. 3. 1928
Zusammen
20 Milld. 376 Mill. Mk.
393 Milld. 992 Mill. Mk.
818 Bill. 502 Milld. Mk.
823 Billionen Mart
übernommene
Zusammen ca 14,250 Milld. Ml.
Mk. Mk. Mk. Mk. Mk. Mk.
Milld. Milld. Mill Mill. Mill
Don dem Reich Schulden:
Vormals preußische Schulden
„ baberische Schulden
. sächsische ^Schulden
„ badische -schulden
9,6 2,4 950 623
533
hessische Schulden mecklenburg.-schwerinscheSchuld 112 Mill
Die A n l e i h e s ch u l-d n e r der Länder setzen sich rote folgt zusammen:
Preußen
82000
9,9 Mllld.
15,2 Mill.
Bayern
82,3 Mill.
2,5 Milld.
111 Mill.
Sachsen
—
24 Bill.
3,3 Mill.
Württemberg
743,5 Mill.
11,2 Milld.
748 Mill.
Baden
52 000.—
925 Mill.
1,2 Mill.
Thüringen
21,1 Mill.
13,7 Mill.
27 Mill.
Dessen
188 000 —
18,3 Blll
21,8 Mill.
Hamburg Mecklenburg-
772,5 Mill.
8,2 Milld.
872,5 Pkill.
Schwerin
2,7 Mill.
229,108 Bill.
21 Mill.
Braunschweig
19,2 Mill.
1 Milld.
19,4 Mill.
Oldenburg
78,6 Mill.
49,5 Mill.
83,3 Mill.
Anhalt
—
45,7 Mill.
21 Mill.
Bremen
256 Mill.
1,2 Milld.
317, > Mill.
Lippe
—
—
—
Lübeck
Mecklenburg»
55,4 Mill.
846 Mill.
85,5 Mill.
Strelitz Waldeck-
2,6 Mill.
13,112 Bill.
5,3 Mill
Pyrmont 887 000.— — 887000.—
Schaumburg-
Lippe — 3,5 Mill. 7 800.—
Im gesamten betragen demnach die Dorkriegsanleihen der Länder, welche nicht vom Reiche übernommen sind, 2,026 Gold-Millionen. Die Nachkriegsanleihen hatten einen Nennwert von 242 Trillionen, 263 Billionen u. 300 Milliarden Mark. Der Goldwert dieser beiden genannten Beträge beziffert sich auf 2353 Gold-Millionen.
Diese Anleiheschulden umfassen aber nicht die Währungs- und Sachwertanleihen der Länder.
Die Anleihen der Gemeinden und Gemeindeverbände werden von der Reichs
regierung unter Vorbehalt auf etwa 9 Milliarden Goldmark geschätzt. Eine vollständige Erhebung über den Anleihebestand dieser Körperschaften ist noch nicht zum Abschluß gebracht.
Die Zeit von der Reichsbe> rundnug bis zum Jahre 1908 umspannt einen gleichen Zeitraum wie die vor uns liegende Periode der Erfüllung des Londoner Abkommens. Zum Beginn der Reichs- degründnug war die öffentliche Verschuldung gering; sie wird kaum den Ge'amtbetrag erreicht haben, den die sogenannte wertbeständigen Schulden der öffentlichen Hand in der Gegenwart ausmachen. In den auf die Reichsgründung folgenden 37 Jahre wuchs die Relwsichuio aus 4253 Mill. Mk.
die Schuld der Bundesstaaten auf rund 14000 Mill. Mk. die der Gemeinden auf rund 7500 Mill Mk.
Summe 25'153 Mill. MI
Deutsches Reich.
* Jrn Reichstag wurde die Aussprache über dev Etat des Reichswirtschastsminister fortgesetzt. Am Moniag stehl die erste Beratung der Steuervor- lagen, des Finanzausgleichs und der Auf- wertunasvorlagen auf der Tagesordnung.