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Anzeiger für die Stabt und den Kreis Fulda. Amtliches Kreisblakt.
Ur. 49
Samstag, 28. Februar 1925
52. Zahrg
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rtonferenz in Brüssel
Der Luftkrieg der Zukunft
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Deutsches Reich
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Und sie drohte ihm lächelnd mit dem
Viertel von früher her so gut, daß er selbst in der Nacht darin Bescheid wisse, setzten sie höhnisch hinzu.
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News"
Schwierigkeiten in Kegypten.
Kritik an den militärischen Maßnahmen des Obcrkommissars.
Wtb Paris, 27. Febr. (Tel.) Wie das „Echo de Paris aus London berichtet, bereitet nach Auskünften aus erster Quelle die Lage in Aegypten gewisse Schwierigkeiten. Der britische Oberkommissar, Lord Allenby, dessen Vorgehen in England einer gewissen Kritik unterworfen sei, habe die Absicht, seine Demission einzureichcn. Azizet Pascha, der ehemalige ägyptische Gesandte in London soll zum Sirdar, d. h. zum Chef der ägyptischen Truppen ernannt werden. Vas man in Londoner politischen Kreisen Lord Allenby besonders vorwerfe, sei, dasz er mehr als Soldat denn als Diplomat austrele.
Das Rückkritlsgesuch Allenbys.
Wtb London, 27. Sehr. (Tel.) Der „Mor uing poft“ zufolge Hal Lord Allenby sein Gesuch um Enthebung von seiner Stellung als Oberkommissar für Aegypten, die er seit dem
Die Franzosen in Kthen.
Me fravzöfifche Militärkommission für das Griechenheer.
Paris, 27. Febr. (Tel.) Wie das „Echo * Paris" mitteilk, wird eine franzöfifcheMi- ''Earmjfsion, bestehend aus 16 Offizieren, Griechenland abgehen, um das griechische heerzv reformieren. Zum Chef ist General Gerard emannt worden, sein Generalstabschef ist Oberst Le Pek,t. Der Mission gehören Artillerie-Offiziere, Piomcr-, Flieger- und auch einige Jnfankerie- Omziere an. Der Kontrakt, den die Ofsiziere qc- schlosfen haben, läuft 2 Jahre.
Forderungen zu erörtern, die Deutschland bezüglich der Sicherheitsfrage vorgelegk werden sollen.
Der Kranke Reichspräsident.
Auf dem Dege der Besserung.
Am Donnerstag abend wurde von den Aerzten bekannt gegeben, daß der Zustand des Reichspräsidenten zwar noch ernst sei, im Laufe des Tages aber eins wesentliche Besserung festgestellt werden konnte. Er hatte normalen Pulsschlag, auch war die befürchtete Temperatursteigerung ausgeblieben.
Der neueste ärztliche Bericht.
wtb Berlin, 27. Febr. (Tel.) Der heute morgenlOAHr herausgegebene ärztliche Bericht über die Krankheit und das Befinden des Reichs. Präsidenten lautet:
Der Reichspräsident hak eine g u t e R a ch k verbracht. Sein Befinden hat sich weiter gebessert.
Die Stadt Berlin hat an die Gattin des Reichspräsidenten folgendes Telegramm gerichtet: Mit aufrichtiger Teilnahme verfolgt die Reichshauptstadt Berlin die schwere Erkrankung des Reichspräsidenten und spricht ihre herzlichen Wünsche für baldige Besserung und Gesundung aus.
Verantwortlich für die SSriMettmm: Dr. Johannes Krame/. Ameisen: 3- ® arzeller, Fulda. Rotationsdruck und Verlag der Inltoer Bctienbruderei in Fulda. Fernsprecher Nr- 9.
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üchen Zuschauer sich aufdrängen mußten, nur für eine Folge der Teuerung und Hungersnot gehalten, welche das Land gegenwärtig bedrängte. Jetzt wurde ihm plötzlich angst, und schon auf dem Heimweg überschlug er die Summen, die er in Paris und Lyon verlieren könne, wenn eine ausbrechende Revolution alle bestehende Ordnung auflösen und jeden Besitz in Frage stellen würde. In höchst unbehaglicher Stimmung betrat er sein Kabinett. Es war ihm unangenehm, seine Frau nicht mehr zu finden. So wenig er sonst mit ihr von Geschäften und noch weniger von günstigen oder ungünstigen „Konstellationen" sprach, über diese hätte er mit ihr reden mögen. Nicht nur, weil er sich gedrungen fühlte, durch eine Aussprache gegen dieselbe all die unheimlichen Vorstellungen zu bannen, die ihn beklemmten — er traute ihr über die Lage in Frankreich jetzt auch ein Urteil zu und war, seit er die Auseinandersetzungen des Franzosen mit angehört, ganz stolz aus ein Wort von ihr, dessen er bis letzt nur mit bitterem Tadel gedacht.
Es war noch nicht lange her, da war er mit ihr auf eine in der Nähe der Stadt bslegcnc Villa eingeladen gewesen, in welcher eine ihnen befreundete Familie ihren Sommeraufenthalt genommen. Sie hakten eine größere Gesellschaft dort getroffen, man hatte mit Spiel I und Musik sich unterhalten und besprach dann die Tagesereignisse, zuletzt auch die Tageslitcrntur. Die Dame des Hauses konnte ihr Erstaunen nicht verbergen, daß die sonst so belesene Frau Depee so wenig vertraut mit den neuesten französischen Romanen fei. „Es ist mir ganz undenkbar, wie ich mid,; hier ohne sie behelfen I könnte," sagte sie, gegen Depee gewandt. „Einen sol- I chen Sukzeß hat man aber auch nie erlebt. In Paris stehen die Leute vor den Bücherläden und reißen sich um das neueste Bändchen von Dumas oder Sue wie die f Hungrigen vor den Bäckertilchcn ums Brot. Aber viel- '
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* Kardinal Gasparri ist von einer leichten Influenza befassen worden und muß sich Schonung auferlegen, doch setzt er feine Arbeit fort. Der bekannte Jesustenpaler Tacei Venturi ist ebenfalls erkrankt. Sein Zustand hat sich in den letzten Tagen verschlimmert.
* Der amerikanische Senator Mc. Cormick, der als Botschafter jur Berlin in Aussicht genommen wurde, ist an einer Mac,cnbluiung Plötzlich gestorben. Er galt als Freund Deutschlands.
Erleichterungen in den Bestimmung des Friedensvertrages vorschlagen könne. Hoare erwiderte: „Ja, wir erörtern diese Frage ständig und verhandeln über diese Angelegenheit. Ich will mich in diesem Augenblick nicht so hoffnungsvoll äußern, aber früher ober später muß die Schwierigkeit überwunden werden. Je eher dies geschieht, desto besser."
Englands flngft vor Frankreich.
wtb London, 27. Febr. (Tel.) In der gest- rigen Sitzung des Unterhauses, die sich bis in die frühen Morgenstunden des heukigen Tages erstreckte, erklärte Baldwin, am nächsten Donnerstag werde im Auswärtigen Amt eine Debatte stattsin- den. Lhamberlain werde, wenn die Frage der Abrüstung aufgeworfen werde, dem Haus Informationen geben, die zu geben in der augenblicklichen Lage möglich feien.
Bei der Erörterung der Bewilligung eines Kredits für das personal der L u f t st re i l kr ä ft e beantragte Thurlle (Arbeiterpartei) eine Ber- minderungder Luflstreitkräfte von 36 000 auf 1000 Mann. Bei der Abstimmung wurde der Antrag mit 260 gegen 25 Stimmen abgelehnt. Tyurkle begründete seinen Antrag damit, es würde sich für das englische Bolk mehr lohnen, das Risiko zu tragen, das Land unbekchützk zu lassen, als durch Fortführung der Rüstungen einen neuen Krieg unvermeidlich zu machen. Der Arbeiterführer Llynes sagte, die Annahme des Antrags würde das Berschwinden der Luflstreilkräske bedeuten. Wenn auch die Arbeiterpartei viel Ber- ständnis für den Antrag Thurtle habe, so fei sie doch nicht für die vollkommene Aufgabe des Heeres und der Lufkstreitkräfte. Rian müsse den Frieden auf dem Dege internationaler Bereinb rrnn- gen und nicht durch eine Politik der Isolierung suchen.
Auch das liberale Parlamentsmitglied Kenworthy widersprach dem Antrag Thurtle mit der Begründung, es gebe kein Zwischenglied zwischen wirksamen Luftstreitkrästen und vollständiger Abrüstung. Eine vollständige Abrüstung sei im gegenwärtigen Augenblick undurchführbar. Frankreichs lleberlegenheit in der Lust sei die dreifache. Obgleich er keine Bcrmehrung der bisherigen Luflstreitkräfte verlange, so sei es ihm klar, daß England im Falle eines Krieges Frankreich augenblicklich preisgegeben fei.
* Landtagsabgeordnerer Dr. Krug gestorben. Düren ist der preußische Lanütagsabgeordnete Krug nach längerer Krankheit verschieden. Schalrat Krug gehört der Zentrumsfraktion an und vertrat den Wahlkreis Türen seit dem Jahre 191.) im preußischen Landtag.
I der, die alte Geschichte: nie machte sie ihm Ehre, nie wußte sie sich geltend zu machen, wenn es am Platze war. Weshalb hatte sie denn so viele Bücher? Weshalb saß sie halbe Tage darüber, wenn sie nun nichts von denen wußte, die jetzt alle Welt in Bewegung setzten ... wenn diese Madame Velours, die ihre Zeit am | Putztisch und auf der Eauseuse vergeudete, besser Be- I scheid wußte als sie? Da las sie mit dem „Jungen" Englisch und Italienisch und konnte hier, in der seinen Gesellschaft, den Mund nicht auftun. Aber er wollte es ihr legen, all das Bekümmern um die Bildung des Jungen; er würde sonst noch wie sie, daß vor lauter Bildung nichts mehr mit ihm anzufangen wäre.
„Sie sind da doch im Irrtum, meine Liebe," sagte Ernestine nach einer kleinen Pause, während welcher sie mit ängstlicher Spannung in ihres Mannes Gesicht ge. blickt und ein wenig die Farbe gewechselt hatte. „Mein Mann setzt meinen Liebhabereien in keiner Weise Schranken. Aber die eben besprochenen Sensationsromane lese ich aus Gnmdsatz nicht."
„Aus Grundsatz nicht?" wiederholte die Dame gedehnt. „Sie wollen damit doch nicht sagen, daß Sie einen Schriftsteller verurteilen, der sich, wie Sue zum Beispiel, des Volkes in einer nie bagemefenene Weife an, nimmt?"
-Das nennen Sie annehmen?" entgegnete Ernestine erregt und^ihre gewohnte Ruhe und Zurückhaltung, ja fclbft die Furcht vor Depees Mißfallen vergessend. „Er vergiftet das Blut des Volkes, und von den Sous, die der Arbeiter sich für feine Machwerke oft vom Mund abfpart, schwelgt er seiber in einem fürstliche', Qi>rus." (Fortsetzung folgt.)
Wille März!
§ o n d o n, 27. Febr. (Tel.) Lank „Daily wird erromlef, daß die alliierte Konferenz gegen den 17. März in Brüssel oder London zusammentreten werde. Die brilisckie Regierung drückte den Wunsch aus, daß deutschc De- lcgierte eingeladcn werden sollten, um die
I Depee war länger, als sonst seine Gewohnheit war. I in der Gesellschaft geblieben, wo man heftig debattiert I hatte. Er hatte sich zwar wenig in die erregten Gespräche I seiner Bekannten gemischt; ihn interessierten die brennen- I den Tagessragen, welche sie verhandelten, nur insoweit, I als sie Einfluß auf fein Geschäft und das Steigen und I Fallen der Börsenpapiere hatten. Aber eben deshalb I hörte er um so aufmerksamer zu und beachtete die Mei- I nting eines jeden. Etwas schwül war es ihm diesmal I über die Diskussion geworden. Einer der Herren hatte I einen Geschäftsfreund aus Paris mitgebracht, und dieser I hatte sich äußerst besorgt über die französischen Zustände I geäußert. Wenn es dort über kurz oder lang '.osbrach, I wenn dem „Bürgerkönig", dessen Stern längst im Er- I bleichen begriffen war, der Boden unter den Füßen wich. I bann konnte es schlimm werden. (Eine aufreizende Ta- I gespreffc, Schriftsteller, die den Gifthauch des Lasters I unter Blumen bargen und den Reichtum ihrer Phan- I toste zu den unwürdigsten Darstellungen mißbrauchten, I welche die Verworfenheit mit ihrem Glorienschein um- I 9aben und alles, was der Menschheit heilig fein soll, in I den Staub zogen — diese Unheilstifter hatten alle Schich- I 1„cn &cr Bevölkerung unterwuhlt. Die Menge fiel gierig I "ber den berauschenden Gifttrank her, und die Pariferin- | "cn wohnten ohne alle Scheu Skandalprozessen bei, I er^*. Berichte im Ausland Schauder erregten.
I r 311 öcm heutigen Abend, an welchem der led- Franzose diese Krebsschaden seiner Nation unnach- sich ig Dcrbainmt und ihre tiefgehenden und nnberechcn- >aren folgen beklagt hatte, war Depee ziemlich gleich- gu ttg gegen die Bewegung geblieben, die im Nachbar- .anöe garte. Ohne ein tieferes Verständnis dafür, hatte er manche bedrohliche Zeichen, die auch dem oberfläch- ■
kennt das.
Finger. -r Z f n
Depee war ganz erbost geworden. Da war sie wie-
Jahrc 1919 innehat, cingereichk. Eine amtliche Bestäligung war bisher nicht zu erlangen.
Deutschland und Rumänien.
Berständigungswille in Bukarest? — Hoffnung auf Beilegung des Konflikts.
Der Berichterstatter des „B. T." in Bukarest war von rumänischer zuständiger Seite zu der Abgabe einer Erklärung über den deutsch-rumänischen Stanfßtt ermächtigt, in welcher nach einer Darlegung des rumänischen Standpunkts der Hoffnung Ausdruck verliehen wird, daß Deutschland die rumänische Regierung nicht zu Sanktionsmaßnahmen g»ingen werde, die den Interessen der beiden änder gewiß nicht zum Vorteil gereiche und die guten wirttchaftlichen Beziehungen zwischen Rumänien und Deutschland unterbrechen würden.
Zu dieser Erklärung wird von maßgebender Stelle in Berlin mitgeteilt, daß der darin zum Ausdruck gebrachte Verständigungswille in Berlin einen günstigen Eindruck gemacht habe. Wenn die Erklärimg tatsächlich die in Bukarest an den maßgebenden Stellen herrschende Auffassung wiedergibt, so würde damit die Hoffnung gerechtfertigt sein, daß eine Beilegung des Konflkits im Bereich der Möglichkeit liegt. Entgegen dem ru-
Jm englischen Unterhaus fonb über die Bedeutung der Luftwaffe für einen Krieg der Zukunft eine eingehende Besprechung statt.
Zum Luftfahretat erklärte der Minister Hoare, die Ausgestaltung der Luftwaffe bedeute eine noch größere Revolution auf dem Gebiete der Knegstechnik als die Erfindung des Pulvers. Die ernste Gefahr für die Landesverteidigung besteht darin, daß die Luftstreitkräfte in we- ntgen Minuten über die ©fäben der Heere und über die Flotte hinwegfliegen könnte, um ins Herz Englands vorzustoßen. Abgesehen von dem materiellen Schaden könnten sie das Leben in den Stödten unmöglich machen. Glücklicherweise seien aber Englands Nachbarn seine Alliierten.
Weiter erklärte Hoare, eine Neuerung sei die Einführung irregulärer Einheiten im Mili- tarliistwesen. Es handle sich hierbei um vier Hjsf--- geschwader. Er hoffe, daß noch zwei Reservegeschwader hinzutreten würden. Eine weitere Neuheit bestehe in der Heranziehung des zivilen Elements für alle die Obliegenheiten, die nicht unmittelbar zur Führung des Flugzeugs gehörten. Man hoffe, in den nächsten vier bis fünf Jahren em derartiges Luftverteidigungssystem anzulegen, daß jeder Luftangriff auf England für den Angreifer ein übermäßig großes Risiko bedeu- ten würde. Es werde allerdings einige Jahre dauern, bis England annähernd die gleiche Stärke erreicht haben werde, wie die größte Luftmacht Europas. Es handle sich aber dabei um Frankreich und kein verständiger Engländer und Franzose rechne heutzutage mit der Möglichkeit eines
- £ ... x o. •• • . | Konflikts. Die Ausgaben für wissenschaftliche Vermischen Standpunkt m der Frage der Banea suche würden erhöht werden. Die Qualität der
Generala-Noten wird nochmals darauf hingewie- Flugzeugführer und der Mechaniker bessere sich
?u,r$ b,en ^fhmmungeit des Londoner stetig. Die Zahl der Reserveflugzeugführer würde
Schlußprotokolls alle Verpflichtungen Deutschlands im nächsten Jahre von 510 auf 725 erhöht werden
mrt festen Jahressummen umgrenzt sind, und daß Erstmalig erscheine in diesem Etat ein Posten für es Zahlungen an Allnerte außerhalb dieser Kleinflugzeuge. Diese könnten mit der 9Ra- Wesredinung n-cht mehr gibt schine eines Motorrades versehen werden. Wie sich
Dieser Grundsatz bildet die Basis, auf der der in den beiden letzten Jahren .zeigt, haben sich dabei ganze Dawesplcm aufgebaut ist ,und wenn er auf- I Geschwindigkeiten, bis zu 90 Meilen in der Stunde gegeben werden würde, werde der Dawesplan I erreichen lasten
selbst völlig ins Wanken kommen. Würde die Der Minister verwies sodann auf die Notwen- deutsche Regierung nur in einem einzigen Falle digkeit der R e g e l u n g d e s L u f t k r i - g e s davon diesem Grundsatz abweichen, so würde das zur mit nicht alle Grundlagen der Zivilisation gefähr- Folge haben, dag auch andere Lander Ansprüche | bet würden, lieber die Einrichtung eines Fftia-- gegMuber Deutschland erheben würden. Die Frage I zeugdienstes nach Indien erklärte Hoare, eine der der Banea Generala-Noten kann also nur inner- I Schwierigkeiten bestehe in der Einricht"ng einer falb des Dawesplans gelöst werden. Zu einer I Flugzeuqlinie über Deutschland ' Hierin folgen Regelung ist die deutsche Regierung bereit, liege auch bas Hindernis für den Flugdienst von In dem Bestreben, einen Ausweg zu einer güt- I London nach Prag. . I
Iwfym Regelung zu finden, hat die deutsche Re- Abg. Benn fragte darauf, wie diese Schwierig- gierung die Angelegenheit der Revara- I feit überwunden werden solle, und ob Hoare einige tionskommission übergeben. Es ist jetzt 1 H
Sache der Reparationskommission die Möglichkeiten eines deutschen Entgegenkommens innerhalb des Dawesplans zu prüfen. Man hat in Berlin die Hoffnung, daß man in Bukarest dieser Prüfung nicht durch Zwangsmaßnahmen vorgreifen wird. Die rumänische Regierung sollte vielmehr ihre Anstrengungen mit denen der deutschen Regierung verbinden, um gemeinsam mit der Rexarations- kvmmission eine Regelung innerhals des DkaWesplans zu finden.
Der deutsch-französische handel.
Bor der Einigung über ein Provisorium.
I Im Laufe einer Besprechung zwischen Dr. Tren- delenburg und Handelsminister Raynaldy hat der deutsche Vertreter im Namen der Reichscegierung eine Note überreicht, in der die Fragen erörtert I wurden, über die in der letzten Woche zwischen den beiden Wirtschaftsdelegationen eine Einigung erzielt worden ist. Er hat klargelegt, unter welcher Bedingung die deutsche Regierung bereit sei, I ein Protokoll zu unterzeichnen, in dem die Grundlagen für die zukünftigen Verhandlungen zum Abschluß eines Provisoriums bezüglich des endgültigen Handelsvertrages verpflichtet, Deutschland von einem bestimmten Zeitpunkt an die de facto M e i st- | begünftigung zu gewähren. Dieser Zeitpunkt würde noch im Laufe der Verhandlungen zu bestimmen sein, und es ist nicht nötig, daß er mit dem Ablaufe des auf neun Monate berechneten Provisoriums zusammenföllt.
Wenn in der für Samstag festgesetzten neueu | Verhandlung der beiden Delegationsführer Handels» minifter Raynaldy das gleiche Entgegenkommen zeigen wird, wie es die deutsche Delegation gezeigt hat, besteht Aussicht, daß man baldigst zu einem Einvernehmen kommen werde.
Der Enlscheidungskag.
wtb Paris. 27. Febr. (Tel.) Ivie dem ! „Journal" milgekeill wird, werden dis französi- fchen Sachverständigen heule zufammen• treten, um die gestern von Staatssekretär Dr. Trendelenburg überreichte Role zu prüfen. Wenn sie sich der Ansicht von Handelsminister Rainaldi anschlietzen und glauben, daß da nun eine Per- hrmdlungsbasis gegeben fei, werde eine Vollsitzung der beiden Delegationen staitsinden und man werde die Grundlagen eines provisorischen Abkommens festiegen, das nicht mir Tariffragen, sondern auch andere Fragen regeln müsse, vor allen Dingen die Riederlassungsfrage, die Transport- froge und die Konsulatssrage. Die deutsche Delegation werde am Sonntag nach Deutschland reisen in der Hoffnung, daß 10 Tage nach Wiederbeginn der Verhandlungen die Unterschriften ausgetauscht werden können.
Das „Oeuvre" erklärt, von den Berhandlungen am Samstag werde das endgültige Abkommen abhängen, oder der Bruch, der diesmal ohne Zweifel ebenfalls endgültig sein werde. Sehr wahrscheinlich aber sei es, daß man sich verständige. Wenn man sich verständige, dann müsse man aber sa nicht glauben, daß die Arbeit schon beendet fei. Man müsse erst dann die wesentliche Frage, die der Tarifierung, beginnen, sowie ferner die Frage, wie die beiden Länder eine Grundlage für verschiedene allgemeine Fragen schaffen wollen.
leicht ist der gestrenge Eheherr gegen eine fo fesselnde Lektüre. Er will das Frauchen für sich haben; ja, man
Zweimal vermählt.
Vornan von Ernst Singen.
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Der Eintritt Willems störte fte Ihm folgte ein Herr, dessen Kleidung und Haltung sogleich den Geistlichen erkennen ließ. Er legte seinen Mantel ab und trat zum Lager. „Zu spat," seufzt« er, „sie ist tot". Dann kniete er nieder und verrichtete ein kurzes Gebet.
Paul trat zu seiner mütterlichen Freundin und wechselte einige leise Worte mit ihr. „Wir müssen jetzt fort," sagte er bann, zu Willem gewandt; „laßt der Toten das Kreuz, bis ich ihr ein anderes bringe. Ich erfrage dann auch Tag und Stunde des Begräbnisses, bei oem ich nicht fehlen möchte."
Ehe der ganz aus feiner Fassung gebrachte Arbeiter etwas zu erwidern vermochte, hatten die Fremden sich entfernt. Sie schlugen eiligst den Heimweg ein. Aber so schnell Paul seine (Bonnerin auch aus dem Bereiche des unheimlichen Viertels zu bringen suchte, die hohe, vornehme- Gestalt war doch nicht unbemerkt geblieben. Die Nachbarinnen, welche, von dem Witwer herbeigerufen, jetzt die Tote und das Sterbezimmer herrichteien, knüpften an chre und Pauls Anwesenheit die seltsamsten und abenteuerlichsten Vermutungen. Willem aber fast m der Schenke und griff zu feinem Allheilmittel, um die unbehagliche Stimmung, in der er sich den ganzen Tag befunden, zu vertreiben. Ms er indes am anderen Morsen das schöne Kreuz und das feine Tuch, welches die Dame zurückgelassen, betrachten wollte, war keine Spur von beiden zu entdecken. Die Nachbarinnen, die er deshalb befragte, taten höchst entrüstet und schimpften ihn weidlich aus, daß er ihre guten Dienste mit einem so schmählichen Verdachte lohne. Der junge Herr werde fcte Sache wohl zurückgeholt haben; er kenne ja bas