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Jt? 20.

Sonntag, 25. Januar 1925.

* Fuldaer Leitung

2. Blatt.

Druck der Fuldaer Sletiendruckerei in Fnld»

Zuldaer Rompilgerfahrt 1925.

Sie findet zwischen 13. bis 30. Avril statt. Fährt der Zug am 2. Ostertag nachmittags ab und fährt man die Nacht von Montag auf Dienstag durch (über Mailand), dann ist man Dienstag Abend in Bologna. Hier wird übernachtet. Am andern Morgen, also am Mittwoch, geht es über Florenz weiter nach Rom, wo man gegen 6 Uhr abends ankommt. In Kurzem ein Programm für den Rom-Aufenthalt:

Donnerstag Dorm.: Besuch der Peterskirche und Fahrt mit der Elektrischen (für Pilgergruppen besonders organisiert) nach der Kirche des hl. Paulus vor den Mauern. Nachm.: Besuch von 6. Maria Maggiore und Besichtigung von S. Giovanni im Lateran. Beide Kirchen liegen nicht weit von einander (etwa 8 Mi­nuten). Neben der Laterankirche die Kirche mit der Heiligen Treppe aus dem Richthause des Pilatus.

Freitag Dorm.: Kirchenbesuch von S. Maria Maggiore, S. Giovanni, S. Paul (mit der Elektrischen). Kurze vorläufige Besichtigung von S. Paul. Nachm.: Dom Petersplatz auf den Janikulus (herrlicher Rund­blick über Stadt und weitere Umgebung). Abstieg zur Kirche der hl. Eäcilia im charakteristischen Stadtviertel „Trasteoere". (Ort ihres Martyriums, Grabmal, be­rühmte Statue.)

Samstag Dorm.: In den Vatikanischen Gärten (Missionsausstellung) und in den vatikanischen Museen (Sixtinische Kapelle). Sehr interessant und alles unter fachkundiger Führung. (Fuldaer Landsleute aus dem Datikan, römischen Klöstern oder Kollegien werden neben den offiziellen Führern uns gern in diesen weltberühm­ten und einzigartigen Sammlungen umherführen.) — Nachm.: Beichtgelegenheit.

Sonntag Dorm.: Generalkommunion — Desich- ' tlgung des deutschen Campo santo — Audienz beim i Heiligen Vater. Nachm.: Besichtigung des Forums und i Aufstieg zum Palatin. 1

Montag Dorm.: Besichtigung von S. Peter und Besuch von S. Paul (vielleicht auch Besuch von Trefontane). Nachm.: Besichtigung von S. Maria Mag­giore und Umgebung. Gegen Abend vielleicht auf dem Monte Pincio, oder wer Frühaufsteher ist, am Diens­tag Morgen.

Dienstag Dorm.: In den Katakomben. Nachm.: 8. Jgnazio, Al Jesu, Pantheon, Anima.

Das sind die Hauptsehenswürdlgkeiten. Cs ist selbst­verständlich, daß noch vieles auf dem Wege von einem zum andern mitgenommen wird. Es wird so organi­siert, daß soviel, rote in einer Elektrischen mit Anhänger sitzen können, eine Gruppe bilden, die ihren Führer hat.

Zur Paßangelegenheitl Wer sich unter Einsendung von 20 Mark Unkostenbeitrag beim Rom- pilgerkomitee Fulda gemeldet und recht deutlich feinen Dor- und Familiennamen, seinen Wohnort mit Straße und Hausnummer (bei Dörfern den Kreis), feinen Ge­burtsort mit Geburtsdatum und feine Staatsangehörig­keit (Preußen, Bayern, Thüringen ufro.) angegeben hat, der bekommt einen Pilgerausweis zugeschickt. (Neben­bei bemerkt, steht auf diesem Ausweise als Pilgerbild links vor der Peterskirche das Bonifatiusdenkmal der Stadt Fulda. Dieses Bild ist das deutsche Rom- p i l g e r a b z e i ch e n). Mit dem Pilgerausweise geht der Romfahrer zu feiner zuständigen Paßbehörde (ge- I wShnlich Landratsamt) und erhält bann gebühren­frei einen Reisepaß und auf der Vorderseite feine» Ausweises die notwendige amtliche Bestätigung. Der Pilgerausweis mit dem Reisepaß wird bann roicber an das Rompilgerkomiiee Fulda eingesandt. Damit ist der Romfahrer die Sorge um Pah und Visum los. Den Pilgerausweis erhält feder Katholik. Bedingung ist nur das Einsender, eines (mit den 20 Mark), wenn auch noch fo kurz gefaßten pfarramtlichen Zeugnisses über Zugehörigkeit zur katholischen Gemeinde. Andersgläu­bige können demnach an einer offiziellen Rompilgerfahrt nicht teilnehmen. Sie sind nur dann zugelassen, wenn sie in einer Mischehe dem katholischen Cheteil, sofern dieser eine Romfahrt unternimmt, sich anschließen. Der katholische Drtspfarrer vermerkt dies auf der-Befchei- nigung.

Tarnen und Sport.

— Borussia. Die beiden GauNgavertreter „Kurhessen", Kastel und „Soruffia", Fulda treffen sich am morg’gcn nachmittag in der „Johannisau". Der Gaumestter wird mit s einen ersten Spielern Weber, Kreß, Psannkuch, Luckey und Schmidt versuchen, den Borussen die zwei wertvollen Punkte abzuknöpfen. Andererseits wird auch „Borustia" alles aufbieten, um den Siea an ihre Fahne zu heften. Bekanntlich war es den Kurheffen bisher noch nicht vergönnt, bier in Fulda Lorbeeren zu ernten; mehrmals trennten sich die beiden Gegner mit einem „Unentschieden" und in einem Spiele, das vor ca. 2 Jahren im Sportvark „Neuenberg" stattfand, wurden die Gäste mit 4:0 nach Haute geschickt. Die bessere Derteidiquna von Dorussia's Els wird dem besteren Sturm der Kastelaner schon stark zuseßen. D'e Eintritts- preise sind entsprechend der Bedeutung des Spieles uno des in Aussicht stehenden guten Sports niedrig gehalten.

— wo» eine Henatfa dostet. Wu3 dem Bericht bet Veranstalter der Henley-Re >atta in England, des be­rühmtesten Ruderkampfes der Welt, ersieht man, daß sich die Kosten der viertä i en Veranstaltung auf nicht torniier als fast 2fOMO Mk, beliefen. Da die Ein- nahmen nur 160 600 Mk. betrugen, ergibt sich diesmal eine ranz nette Unterbilanz, die aber durch die lieber« schüsse der berrannenen Jahre gedeckt wird. In 6it|em Jahre findet die Regatta vom 1.-5. Juli statt.

= Au« bet Turnetschaft Nach den letzten Erhebun­gen haben 22 deutsche Turnvereine mehr ais je 2 00 Mit lieber. Der stärkste Turnverein ist jetzt der Männer- tumberem in München mit 6994 Mitgliedern. Er hat die Berliner Turnerfchift, die 25 Jahre an der Spitze stand und heute 6905 Mitglieder zählt, überholt, hauptsächlich destalb, weil er über 1000 grauen mehr in seinen Reihen bat als der Berliner Verein. Der Turnverein Vorwärts.BreSlau hat ebenfalls einen sehr starken Aufschwung genommen; er ist. von der 10 auf die 4 Stelle gerückt. Mehrere $ur> vereine, so in Fiankfurt und Fürtv, find an Zahl ihrer Mitglieder zurückge an en, wesentlich infolge der Scheidung der Turner von den Sp-rtlern.

= Fahrpreisermäßigung zugunsten der Jugendpflege. Auf die Bekanntmachung der Deutschen Reichsbahngesell- schaft über die Durchführung der Fahrpreisermäßigung zugunsten der Jugendpflege wird hingewiesen.

Gottesdienstsrvnnng.

Sonn rag, den 25. Januar. Dom 1. Deicht- gelegenheii: Samstag morgens von V 6 Uhr an, nachm. von 2-3 für Sm'er. Von 1,5 cn für Er- wachsens. Sonntag morgens von 7s6 an. 2. Sonntags- gotteSbirnite: 7,6, 6, */» < u. 7 ol. Messen mit hl Komm. Um 6 Uh- hl. M. u. hl Komm, für den Mütterver., um 7 Uhr hl. Messe u. Komm, für die A nesnippen und die chriitenlehipflicht. Jungir., 8 Pfarramt m-t Pred. u. Komm, der bori jährigen Erst kommuni kanten, 7,10 Kathedralamt mit Preo., «All Chnstent für die Jünglinge, 7«I2 letzte hl. Messe mit Pred., 7-2 Andacht zur Wiedervereinigung im Glauben, 2 Christenl. für die Jungfrauen, ’/,3 Versammlung des Mutte.Vereins mit Predi t und Le en, 4 Uhr Pied. mit Andacht und Ee en, 6 Andacht mit ©egen in bet Marienkapelle. Im H-upt otieSdienst ist Kollekte für bie fatb. Schul, ornamfaiion. — Stadtpfarrkirche. (Kollekte für bie fatb. Schulorganisation). Beicht ielegenheit: Samstag 3—7, 7,8—'/ 9 Uhr; Sonntag früh 7,6—7,8. 57-Kornm.,5'« hl. SR.,6'/« hl M.u Komm, derF auen u. Mütter, 8 erster SchulgoiteSbienst, Predigt u. Komm, bei fünften Schuljahres, , Pfarramt u. Preb., 11 zweiter Schulgb. u. Pred., 97« Christenlehre für bie Jünglin.ze in der Severikirche, 1/« Ciristenlehre für die Jungfr., 2V» Bruderschaft vom HI. Erzengel Michael, 37« An­dacht für den Mütterberein. — Pfarrkirche zum heiligen Geist. 7 Frühmesse, vor und während bet- selben Beichtgelegenheit, 8 Hobamt und Predig,, ' »5 Christenlehre und Andacht Mittwoch, den 28. vanuar, 5 Uhr abends Andacht. — Sodalitiit 7,10. — Seoeri. firdie. 7 Uhr hl. Messe. — Zriedhof st-tp lle ait .Sranjofenroälbten. Sonntag 67« Uhr hl. Messe mit Koinmunion-AuSieilg. u. Ansprache. Monta , u. Dienstag 7‘« Uhr hl. Mefle mit Komm.-AuStlg. — flbttifdrdie der Benediktinerinnen Sonntags 6 Corwentamt, wo len» tagt 7«6 stille Messe; 7,9 Conventamt, täglich 3 U Vesper. — Herz.Jesu.Heim. Sonntag 8 Previzt u. Amt 2 Uhr Segensandacht. Mittwoch abends 8 SegenS-Andacht. — Frauenberg. 5, 7,6, 6, 7,7 und 7 Uhr hl. Messen, h BrubeischaftSmesse. 9 Hochamt mit Predigt, nachm. 2 feierl. Vesper mit Segen, 5 Predigt und Audacht für bie Terziarcn ber Stadt Fulda. ,

Aus der thüringischen Rhön.

Geisa und Umgebung.

Thüringer Landtag.

Auf der Tagesordung der Donnerstag-Sitzung stand nach Verlesung von Eingängen die eiste Be­ratung des Antrages betreffend Gewährung von Straffreiheit. Der Abg. Schulz (Komm.) begrün­dete den Antrag. Ministerialdirektor Müller er­widerte, daß das Justizministerium den Zeitpunkt nicht für geeignet hielte, eine Landesamnestie zur Erörterung zu stellen, da im Reichstag bereits Am­nestieanträge vorläaen und somit ein Gegenein­anderarbeiten von Thüringen und dem Reich leicht die Folge sein könnte. Besondere Härten in Be- strafungsfällen könnten durch Einz^lbegnadigung erledigt werden. Abg. Bieliak (SPD.) behauptete, daß in Thüringen Klassenjustiz herrsche zugunsten der rechtsstehenden Kreise. Er wandte sich gegen die scharfe Behandlung der Oppositionspresse in Thüringen. Ministerialdirektor Müller wies die Vorwürfe des Redners gegen die Thüringer Rich­ter scharf zurück. Darauf erklärte Abg. Bieligk. daß er keineswegs alle Richter in Thüringen der Par­teilichkeit beschuldigen wolle. Nachdem auch Abg. Krüger (Dem.) die kommunistischen Anschauungen von Justiz und Gerechtigkeit zurückgewiesen hatte, wurde die Vorlage an den Gesetzgebungsausschuß verwiesen.

Darauf begründete Regierungsrat Ebeling die Vorlage, die vor allen Dingen drei Aenderun- g e n der Gemeinde- und Kreisordnung vorsieht, nämlich eine solche hinsichtlich der Der- legung des Wahltages für die Eemeinderatswahlen auf einen früheren Termin, weiter eine Verlänge­rung der Wablzeit der Gemeindevorsteher und hauptamtlichen Beigeordneten auf 6 bezw. 12 Jahre und schließlich eine Aenderung des Wahlvorgangss der Vorgenannten. Die Wahlzeit ging dann eben­falls an den Gesetzgebungsausschuß.

Verordnung zu den Gemeindewahlen.

Da in Thüringen nach der Landtagswahlord- nun nach Geschlechtern getrennt gewählt wird, ent­steht in kleinen Ortschaften, die zur Gemeinde- und Kreisratswahl wählen müssen, die Gefahr zahl­reicher ungültiger Stimmen, weil in diesen Ort­schaften eben doppelt gewählt werden muß.

Die Thür. Staatsregierung beabsichtigt deshalb, in kürzester Zeit eine „Verordnung über die Kom­munalwahlen" zu erlassen, aus der folgende Punkte für die bevorstehenden Gemeinde- und Kreisrats­wahlen von Wichtigkeit sind. Die Aufforderung zur Einreichung von Wahlvorschlägen muß durch den Wahlleiteit bis zum 2. Februar 1925 geschehen fein. Die Wahlvorlchläge können bis spätestens 12. Februar beim Wahlleiter eingereicht werden, während Erklärungen über die Verbindung von Wahlvorschlägen bis spätestens 16. Februar zu er­folgen haben. Die Stimmzettel für die -Ge­mein d e- (Stadtrats-) Wahl sind von weißem oder weißlichem Papier, die der Kreisrats- wahlen von andersfarbigem Papier (möglichst hellgrün) und find sämtlich durch den Wahlleiter herzustellen. Die Farbe der letzteren bestimmt der Kreisdirektor. Auf dem Stimmzettel muß sich eine deutlich lesbare Aufschrift befinden, die besagt, für welche Wahl der Stimmzettel gelten soll. Es dürfen nur amtlich beraestellt Stimmzettel verwendet werden. Die in § 42 der Landtagswahl­ordnung angeordnete Wahl nach Geschlechtern ge­trennt, bleibt nach § 42 der Landtag-wablordnung bestehen. Zur Vereinfachung der Wahl in den Ortschaften, die zur Gemeinde- und zum Kreisrat wählen müssen, wird angeordnet, daß mit Aus­nahme des Falles des § 42 der Landtagswabtord- nunq nur eine Wahlurne zu verwenden ist. Jeder Wähler erhält nur einen Wahlumschlag, in den die Stimmzettel beider Wahlen einzulegen sind. Die Abstimmungszeit ist von 9 Uhr vormittags

bis 6 Uhr nachmittags. In Gemeind'« mit weniger als 1000 Einwohnern kann der Gemeinde­vorsteher die Wahlzeit abkürzen, worüber in der Verordnung näheres bestimmt ist.

--- Tiefenort Bei einem Einbruch in dem Hause des Bergmanns Möller hier wurde eine aoldcne Uhr, zwei gestrickte Knabenanzüge und Wäsche entwendet. — Die hiesige Gemeinde beab­sichtigt, einige Wohnhäuser zu errichten, da in den letzten Jahren durch den Zuzug von Per­sonen, die in den Kaliwerken beschäftigt werden, die Wohnungsnot stark zugenommen hat.

= Vacha. Das Stadttheater in Eisenach beabsichtigt in den Monaten Februar bis Juni 10 Sondervorstellungen im Abonnement zu geben. Diese sollen monatlich zweimal an Sonntagen in der Zeit von halb 5 bis 7 Uhr nachmittags statt­finden. Die Zugverbindung von hier aus wird so gestaltet werden, daß der um 2 Uhr 15 Min. ab­fahrende Zug um 4 Uhr in Eisenach ist.

— tiauia. Am Dienstag adend verunglückte ein Obcrzellarer Einwohner, der von der hiesigen Brücke in die Werra stürzte, tödltch. Ta das Master an dieser Stelle kaum knietief ist und der Grund aus kucken Basaltsteinen bene t, ist anzu­nehmen, daß der Verunglückte bereits an den Folgen d's Sturzes gestorben ist. Dte Leiche wurde am Mittwoch geiunben und geborgen.

~ Eisenach. Tas Stadlbauamt beabsichtigt einen Verbindungsweg in der Hindenburgstraße zu bauen und hatte die hierfür erforderlichen Eioarbeiten auf dem Wege der Submtifion auSgefdjrieben. Bei der Oeffnung ber Angebote ergab sich, baß eine Eisenacher Firma 20500 Mark und eine Firma in Hülle nur 3450 Mark torbeite.

— Weimar. Der Deutsche Caritasver- b a n d veranstaltete hier einen zeitgemäßen Lehr­gang für den Bereich des Landessekretariates Thüringen. Zahlreich hatten sich dazu Geistliche und Laien, die sich im Dienste der Caritas betätigen, aus allen Gegenden Thüringens mit Ausnahme^ des Geisaer Oberlandes eingesunden. Die Reichs-, Landes- und Gemeindebehörden waren vertreten durch Frau Ober:egierungsrat Dr. Dünne vom Reichsarbeitsministerium, Ministerialrat D r. Fritze und Oberregierungsrat Dr. Hosfnann vom Thüringischen Wirtschastsministerium, Reg.- Rat D ö p e l oom Landesjugendamt, Negierungs­rat Dr. Hirsch, Dezernent des Wohlfahrtsamtes für den Landkreis Weimar, Stadlrat Prox, De­zernent des städtischen Wohlfahrts- und des Ju­gendamtes. Der Präsident des Caritasverbandes, Prälat Dr. Kreutz-Freiburg, leitete peifön- lich den Lehrgang. In mehrstündigen gründlichen Referaten und Besprechungen wurde zunächst das F ü r s o r g e p f l i ch t g e s e tz, die gesetzliche Grundlage aller Wohlfahrtsarbeit, behandelt. Nach­mittags stand sodann das Reichsgesetz für Jugend­wohlfahrt zur Beratung. Zweck und Sinn des gan­zen Lehrganges war: Die hochgesteigerte wirtschaft­liche, soziale und geistige Not des Volkes und be-' sonders der Jugend legt den zur Hilfe Berufenen gesteigerte Pflichten auf, die unter weitherziger Zusammenarbeit von amtlicher und freier Wohl­fahrtstätigkeit und unter Heranbildung neuer Mit­helfer-erfüllt werden müssen und können. Neuzeit­liche, klassisch klare Anschauungstaseln vertieften ein­prägsam das Gehörte, und reichlich aufliegende Literatur gab für Einzelstudium, für Heimatkurse und die so wichtigen Arbeitsgemeinschaften erprob­ten Stoff und saft unerschöpfliche Anregungen. Wohl für alle Teilnehmer war der Lehrgang ein, tief verpflichtendes persönliches Erlebnis, das nun seiner Auswirkung daheim in neu belebter und un­ermüdlicher Earitasarbeit zeigen soll.

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