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Beilage zur Zulüaer Zeitung
Nr. 290 vom 16. Dezember 1926. !
unsere dünnen itinien. Der Kanonendonner verstärkt sich immer mehr. Kamerad Kohlhepp, den ich vormittags an der Küche traf, lud mich zum Kartoffelklöhe-Essen bei sich ein. Am Nachmittag ging ich hin. Er hatte für mich 4 Klöße, Kaliber 9 Zentimeter, aufgehoben mit dem dazugehörigen Sauerkraut. Anderthalb dieser Riesen habe ich bezwungen, mehr nicht. Sie waren so fest, daß man hätte Mauern mit ihnen einschießen können. Während wir beisammen saßen, kam die Familie jammernd herein. Ein paar Kolonnenfuhrleute wollten ihnen die letzte Kuh aus dem Stalle nehmen. Wir haben sie aber zum Teufel gejagt. Diese rohen Gesellen bilden eine wahre Landplage, da sie nicht so, wie andere Truppen, unter Kontrolle stehen.
29. März. Heute früh isfe wieder bifler kalt. Um 6 Uhr fuhr ich schon zum Brotempfang, darauf gleich zum Proviantamt. Meine Beute war diesmal ziemlich reich- lich, sogar etwa 8 bis 10 Liter „Kirschwasser" wurden mir bewilligt. Leider verflüchtete es sich auf dem Wege zur Kompanie. Als nämlich der Hauptmann von dieser Beute erfuhr, schickte er schleunigst seinen Burschen mit der Feldflasche und verlangte deren Füllung. Seufzend fügte sich der Küchenunteroffizier diesem Befehl. Aber auch die anderen hohen Herrschaften kamen persönlich mit ihren Feldflaschen und ließen sie sich füllen. Gegen Götter aber kämpft auch ein Kuchenunteroffizier oer- gebens. Die Korbflasche wurde leichter und leichter, schließlich sagte Kamerad Heu zu mir: „Für die Kompanie bleibt doch nischt übrig. Haste net e kla Fläschche, damit ich dir a was gewe kann? Awer komm mer nur net mit der Feldflasch!"
Mein kleines Biechfläschchen, das mir der alte Litauer neulich in Slobotka geleert hatte, befand sich noch in meinem Besitz und ich bekam es gefüllt Was da noch in der Korbflasche „schuckelte", hat wohl das Küchenpersonal ausgetrunken.
30. März. Am Nachmittag war ich mit Unteroffizier Moritz wieder bei Kohlhepp eingeladen. Er hatte uns wieder eines seiner „Kriegsgerichte" >n Aussicht gestellt Als wir uns der Windmühlenwache näherten, bot sich uns ein merkwürdiges Bild. Es kam uns ein Trupp Derwundeter und Gefangener entgegen. Vierzehn ver- ounbete deutsche Infanteristen wurden von 21 gefange
vorsicht beim slufstellen bes weih- nachlsbaumes.
Don Magda T r o t t-Misdroy.
Beim Aufstellen des Weihnachtsbaumes muß immer wieder zur größten Vorsicht gemahnt werden, denn der ganze stimmungsvolle Abend ist verdorben, sobald durch unterlassene Vorsicht Feuer ausbricht. Es ist zuerst genau darauf zu achten, ob der Baum auch wirklich fest in seinem Fuße sieht. Handelt es sich um größere Bäume, so wählt man am besten einen solchen, den der Verkäufer sachgemäß in den Holzsuß macht. Solch ein großes, einfaches Holzkreuz ist die sicherste und festeste Unterlage. Metallfüße eignen sich nur für Heinere Bäume. Auf das Holzkreuz bringt man dann recht schwere Gegenstände wie Bolzen, Hanteln und der- gleichen mehr. Weiter ist es ratsam, einen großen Baum no*. von der Krone aus zu sichern, indem man an den Stamm der Tanne zwei Drähte befestigt und in gegen- überliegender Richtung an den Zimmerwänden befestigt. Durch diese Sicherung ist ein Umfallen ausgeschlossen Des weiteren ist darauf zu achten, daß der Weihnachtsbaum niemals zu dicht am Fenster Aufstellung findet, da Gardinen sehr leicht Feuer fangen. Um den Weih- nachtsbaum darf nichts Brennbares stehen: es ist daher stets das beste, den Baum mitten im Zimmer aufzustellen und beengende Möbel während der Feiertage aus dem Zimmer zu nehmen.
Bei kleineren Bäumen probiere man aus, ob der Daum im Fallen brennbar« Dinge berührt. Ist bas nicht der Fall, braucht man vor Feuer keine Angst zu haben, denn selbst dann, wenn beim Fallen die Lichter nicht gleich gelöscht werden, dürste, da nichts feuerfangendes in der Nähe steht, kein Schaden angerichtet werden.
Dennoch wird man gut daran tun, schon von Anfang an Vorsichtsmaßregeln zu ergreifen. In dem Zim- mer, In dem der Weihnachtsbaum Aufstellung gefunden hat, darf ein Eimer mit Wasser nicht fehlen. Er kann in einer Zfmmerecke verborgen Aufstellung nehmen. In diesem Eimer muß ein Scheuerlappen liegen, daneben der Schrubber mit langem Stiel flehen. Ist wirklich der brennende Baum umgefallen, brennt Teppra, . >r Gardine, wird der vollkommen duramäßre Lappe.» aas dem Eimer genommen und auf den Brandherd geworfen und mit dem Schrubber kräftig daraus geschlagen In den meisten Fällen wird das Feuer ersticken. Brennen Gardinen in der Höhe, wird der Lappen auf den Schrubber gehängt und damit der Brandherd bearbeitet. Wer alle diese Vorsichtsmaßregeln beherzigt, wird kaum ein Unglück, Hervorrufen durch den brennenden Wechnachtsbaum, zu befürchten haben.
wie spanne ich meine Gardinen?
Von Frieda Freund.
Die Gardinenwäsche bereitet jeder Hausfrau große Sorge. Sie ist froh, wenn sie die empfindlichen Fenster- vorhänge wieder an Ort und Stelle hängen hat. Bekanntlich besteht der Uebelstand aller Spannstoffe darin, daß sie beim Waschen verziehen, das heißt die ehemals geraden Kanten und Linien des Musters werden krumm und schief, und wollen trotz allen Bügelns nicht die ge- wünschte Lage einnehmen. Man muß die Gardinen zur Spannanstalt schicken, wo sie aus Holzrahmen glatt ge- zogen werden. Bei dieser Behandlung werden die Gar- innen leicht zerrissen und müssen entweder gestopft ober durch neue ersetzt werden Daher dürste ein Verfahren, das nicht nur den Vorteil hat, daß die Gardinen beim Spannen nicht beschädigt werden, sondern das jeder selbst ausführen kann, von allgemeinem Interesse sein.
Zu diesem Zwecke legt man, der Größe der Vorhänge entsprechend, auf einen Teppich ober eine sonstige weiche Unterlage weiße Tücher ober ein Bettlaken. Nachdem die Gardinen gewaschen und gespült sind, werden sie in feuchtem Zustande in der Länge und Breite, genau wie am Fenster hängend, auf das Bettlaken gelegt und glatt gestrichen. Hieraus befestigt man die Gardinen mit star
\ Seidenstoffe Ä f fflanfelsioffe- \-
fiostümsioffe in unerreichter / / \ f JJusmdhl.
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nen und unverwundeten Russen begleitet. Der Auszug dieser Kriegskameraden war ganz einzigartig. Müde und erschöpft schleppten sich die Verwundeten daher. Einige wurden sorglich von Ruffen geführt und gestützt, und die übrigen Russen trugen Gewehr und Tornister der verwundeten deutschen Kameraden. (Es befand sich kein einziger gesunder deutscher Soldat bei der Abteilung, den man als „Dedeckungsmannschaft" hätte an- sehen können. Ja, Freund und Feind waren ,jtabm" geworden durch gemeinsam ertragene Entbehrungen. Das wußten auch die Vorgesetzten, sonst hätten sie den hilflosen Verwundeten nicht diese Echutzgarde mttge- geben. Die Gefangenen bringen nun die verwundeten Deutschen nach dem Feldlazarett, bann melben sie sich bei der Kommandantur, die sie einstweilen in die Kirche schicken wird, bis morgen der Abtransport erfolgt
Bei Kohlhepp hatte es am Mittag Kartoffeln mit Tunke gegeben und der gute Kerl hatte uns zwei Por- tionen aufgehoben. Vor ein paar Tagen hatte ich Kohlhepp mein Soldbuch gegeben, damit er mir darin die noch fehlenden Impfungen nachtrage. Bei den Impfungen führte er bis dahin stets die Jmpfliste. Ich aber hatte mich mehrmals von dieser Quälerei gedrückt Er vertröstete mich auf später, da er sich heute nicht wohl fühle. Während wir noch redeten, kamen zwei Ver- mundete herein und baten um einen Schluck Wasser ober Kaffee. Der eine hatte einen verbundenen Kopf, dazu einen Schulterschuß und konnte nur lallend sprechen, der andere einen Schuß durch den Arm. Früh um 5 Uhr waren sie beim Sturm auf ein Gehöft verwundet worden und waren etwa 20 Kilometer marschiert Me hatten heute noch keinen Bissen gegeßen und es war schon gegen Abend. Ihre Augen glänzten im Wund- fieber.
Kohlhepp gab ihnen zunächst Kaffee, aber dem Hamburger mit dem Kiefer- und Schulterschuß mußte er den Kaffee mit dem Löffel eingeben Dann schnitt er Brot und bestrich es mit Marmelade. Der Hamburger de- kam nur ganz dünne, kleine Bisten und diese wurden erst in Kaffee eingetunft. Nie wieder habe ich eint so widerstandsfähige und tapfere Natur kennen gelernt wie hier <- '-reinkam, hatte er fein Pfeifchen zwischer nb wir ahnten nichts von der
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Hessischer Landsturm.
Von Fr. Donatus Psannmüller.
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Die Gefangenen wurden abgesührt und in die nahe- Kegende Kirche gebracht. Später besuchte ich sie dort Bor jeder Kirchentür stand ein Mann Wache. Diese Posten ließen mich ohne weiteres durch. Die Gefangenen umringten mich und riefen ihre Dolmetscher herbei. Sie wollten von mir ihr Schicksal hören. Ich tröstete sie so gut ich konnte .jedenfalls habt ihr es besser als wir. Ein, zwei Tage Marsch, bann kommt ihr in ein Lager. Und später roeüer ins Land Hinern, wo jeder eine Arbeit bekommt die er versteht"
Hunger hatten sie alle, großen Hunger, „Ihr de- kommt Brot und warmen Kaffee. Ihr müßt doch verstehen, daß wir nicht gleich Brot und Kaffee für so viele herbeischafsen können." Ein blaster junger Mensch fragte wich, ob sie Lagerstroh bekommen für die Nacht. — „Ich fürchte, Kameraden, daß es nicht geht. Seht, morgen ist Sonntag, und da wollen die Leute doch in die Kirche gehen. Man kann die Kirche doch nicht so schnell wieder säubern." — Das siebt der Petersburger Student, denn als solcher gibt er sich zu erkennen, auch ein und spricht ergeben: „Nun, wir haben schon so oft auf der bloßen Erde geschlafen, da werden nur auch diese Nacht Überstehen."
28 März. Heute früh 4 Uhr fuhr Unteroffizier Wille mit einem Gespann nach Wischeiny, um Post zu holen. Dir sind schon lange ohne Nachricht von daheim um wißen nicht einmal, wo die andern Kompanien des Bataillons stecken. Ich selbst fuhr um 7 Uhr zur Etappen- bäckerei zum Brotempfang, gleich darauf zum Prooiant- owt. Dort war wieder nicht viel aufoutreiben. Ich erhielt Hafer, Gingen, Kaffee, Salz und — Grobheiten. Der Hauptmann plagt mich alle läge, ich soll irgend einen Schnaps mitbringen, aber das Proviantamt rückt nichts heraus. Wahrscheinlich hoben sie selbst keine Alko- holismen. Ohne Schnaps aber ist der Hauptmann ebenso ungenießbar, wie eine Äartoffelfuppe ohne Salz
Der Rüste scheint wieder frische Munition und Ber- Härtungen erhalten zu haben und drückt gemaltig auf
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fes. Es wird vielmehr auch am geringsten und billig- , ften Gegenstand feine Freude haben, wenn es nur ssi- ner Eigenart angepaßt ist.
Die grau als Erzieherin
f. «llzuviele Geschenke verwirren das Begriffsvermögen der Kinder und haben eine falsche Schätzung der Berhältniste zur Folge, unter denen bas Kind aufwächst. Auch hindern sie die Bildung des Wertbegriffes. Dieser Begriff liegt ohnehin dem Kind lange Zeit hin- durch fern, da es alles nur anfänglich nach persönlichem , Gefallen ober Mißfallen beurteilt Da aber der Wert- begriff unzertrenntlich vom Eigentumstrieb ist und Sparsamkeit und Erwerbssinn mit ihm zusammenhän- gen, fv sollten vernünftige Eltern nicht versäumen, von früh auf ihren Kindern nach Maßgabe ihres Berftänb- ntffes eine richtige Wertung aller Dinge beizubringen. Dazu gehört aber auch Maßhalten im Schenken.
Die $rau als Hausarzt
f. Für schwächliche Kinder ist Honig ein ausgezeichnetes Kräftigungsmittel: man wird ihnen ruhig täglich zweimal eine reichliche Messerspitze voll Honig jeweils in einem Viertelliter gekochte Milch aufgelöst geben können.
s. Kren,schmerzen können eine Folge von Rheuma- ttsmus fein. In vielen Füllen aber ist es der Sann, der diese» Leiden erzeugt. Wem, durch vegetarische Diät ober in schweren Fällen durch Anwendung von Rizinusöl der Darm gehörig gereinigt wird, verschwindet bas lästige liebel schnell.
praktische winke.
f. Entfernung von Fettflecken ans Samt Fettflecke entfernt man aus Samt, indem man heißen Sand in feines leinenes Läppchen tut und damit die Flecke vorsichtig reibt Sind sie noch frisch, so verfchwinden sie auf diese Weise meist leicht. Alte Flecken übergießt man mit Selber und reibt mit heißem Sand nach. Unter die Fleckenstellen legt man bei dem Verfahren ein mehrfach zusammengefaltetes Tuch.
Vucher für Frauen
Ein schön gedeckter Tisch ist das Sinnbild echten Familienlebens. Kommt einmal r' - fchend Besuch und findet er die Familie am nacht \ gedeckten Tisch, so empfängt ihn eine Flut von Entschuldigungen, und allen Beteiligten bemächtigt sich ein peinlicher Eindruck. Von einem schön gedeckten Tisch gehen dagegen Ruhe und Behagen aus. Wie aber den Tisch schön decken, wenn man vielleicht nur einen altmodischen Hausrat besitzt? Trotzdem mit wenigem die schönsten Wirkungen zu erzielen, zeigt uns das soeben bei W. Vobach u. Co„ ®. m. b. H.. Berlin und Leipzig, erschienene Cinzelhest Nr. 205, betitelt: „Der gut gedeckte Tisch" von Gertrnd Krähe. (Preis 1,20 M). In Wort und Bild wird hier geschildert, wie man für den täglichen Gebrauch oder fir Festlichkeiten die Tafel reizvoll gestaltet, wie man z. B. Blumen und Früchte als Tafelschmuck verwendet, und manche» andere, lieber die Pflege der Bestecke, der Gläser und des Porzellans befinden sich Fingerzeige in dem Heft, während in einer sehr geschickten Anleitung bas Servieren und die Kunst des Serviettenbrechen» behandell werden. Eicher werden viele Hausfrwten gern zu dieser netten, billigen Neuy-scheinung greife wenn sie sich in diese» einschlägigen Haussrauenfragan» beraten lassen wollen.
Heileres.
Beim Zahnarzt. „Warum schreien Sie denn so, Mann, ich habe ja den Zahn noch gar nicht angerührtt" — „Rein, Herr Doktor, aber Eie flehen auf meinem Hühnerauge." (Heimat und Well.)
Art seiner Verwundung. Als er sich ein wenig erhokt hatte, erzählte er mühsam, wie olles gekommen war:
„Der Rüste saß in dem Hof und schoß durch ein Loch in der Wand mit dem Maschinengewehr. Wir sollten mit drei Gruppen stürmen. Das mußte schneS gehen, sonst waren wir alle hin. Sechs Schritte vor dem Maschinengewehr kriege ich einen Schlag, mein Klöbchen fliegt mir aus dem Maul, bas Gewehr wird mir aus der Hand gerissen und ich liege auf dem Beben. Mett, erster Gedanke war das Klöbchen. Es lag zwei Schritte neben mir auf dem Boden. Ich schau nach dem Russen am Maschinengewehr und er guckt mich ver- wundert an und hört mit Schießen auf. Ein verdammt anständiger Kerl! Ich hebe mein Psttfchen auf und stecke es zwischen die Zähne. Da merke ich erst, daß etwas nicht in Ordnung ift Ins Maul hat er mir ge. schossen, und weil ich tief gebückt vorsprang, ging der Schuß unter dem Ohr wieder heraus und durch die Schulter."
„Du bist wie ein Verrückter vorausgesprungen!" , warf chm der andere vor. „Wir konnten ja nicht mit. kommen. Hättest du langsamer getan, so hätte er dich nicht auf» Rom genommen."
„Bei foroas ist die Schnelligkeit der beste Schutz," ! verteidigte sich der Hamburger. „Na, es wird wohl wieder zusammenheilen."
-Aibt ihr denn die Rusten ausgehoben?" fragte ich.
„Gewiß!" lallte der Hamburger. „Unsere waren ja schnell um die Ecke her und hatten sie fest. Ich hab' mich nicht mehr um die Sache gekümmert. Al» ich meine Mutz und das Gewehr wieder hatte, bin ich zu- rückgekrochen. Der Oberleutnant hat mich selber ver- binden Helsen, hat mir die Mutz wieder frisch gestopft und sie mir angezunden, weil ich mir mit dem einen Arm nicht Helsen konnte. Dann sind wir zwei loeae- tippelt"
Der Mann war 28 bi» 30 Jahre alt, aber aus feinem ganzen Benehmen sprach der frohe Äampfesmut eines Zwanzigjährigen. Mit solche., Leuten konnte man »oh! der dreifachen Zahl der Gegner widerstehen. Ich hatte an dem Manne meine Helle Freude.
(Fortsetzung folgt.)
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Es horcht so oft und feierstill in sich hinein Unb sinnt verloren über einem Wunder nach.
Er kann nicht fasten, daß die Seele ehmals lag In gotterfüUter Ewigkeiten Lichterschein.
So klopfen schon bei ihm des Lebens Rätsel an Unb stehen antwortheilchenb vor ber Kindheit Tür.
Sn Traum und Grübeln wogt Erkenntnis sich nicht für, Doch wird sie später Dir, mein Kind — und dann —
tian. . bei
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Päpstliches Hanbschreden über den katholischen Frauenbund.
Der Kacholische Frauenbund hatte kürzlich den Be- richt über seine Tätigkeit unb seine Arbeiten im letzten Jahre dem Heiligen Baier in Rom überfanbt. Daraufhin ist vor einigen Tagen beim Erzbischof von Köln, in besten Sprengel sich die Zentralstelle bes Frauenbundes befinbet, ein bedeutsames päpstliches Handschreiben ein- gegangen, bas in beutscher Uebersetzung lautet:
Unserem geliebten Sohne Karl Joseph unter bem Titel der heiligen Vier Gekrönten ber heiligen Römischen Kirche Kardinal-Priester Schulte, Erzbischof von Köln, Papst Pius XI.
(Beliebter Sohn! Gruß unb Apostolischen Segen!
Beim Durchlesen be» Jahresberichte» bes Katholischen Deutschen Frauenbundes, der Uns kürzlich zugleich mit Seinem Empfehlungsschreiben zugesandt wurde, ha- den Wir einen außerordentlichen Herzenstrost empfun- den. Konnten Wir doch aus ihm ersehen, wie sehr sich dieser Bund mit aller Kraft, sei es in öffentlichen Ver- fammlungen, sei es durch geeignete Schriften, Dafür einfetzt, die Reinheit ber Sitten, bie durch das Trei- 1 ben verdorbener Menschen offenbar immer mehr leidet, zu erhallen unb zu schützen. Um fein Ziel wirkungsvoll ler zu erreichen, betreibt er vor allem mit Eifer ben Kampf gegen bie sich fast überall breit machende verwerfliche Unsitte ber heutigen weiblichen Kleidermode. Es ist ja gewiß überaus schmerzlich unb beklagenswert, daß die Kleidung, tue zunächst den Zweck hat, den Körper zu bedecken, in unserer Zeit, da so viele Frauen chre Frauenwürde vergessen, oft genug nur dazu dienen soll, die Schamhaftigkeit freventlich zu verletzen unb ollen, besonders den Jugendlichen, Anlaß und Anreiz zur Sinnenlust zu fern. Deshalb liehen Wir auch keine Ge- legenheit vorübergehen, ohne auf diese Quelle von Unheil offen hinzuweisen unb ein solch schmachvolles Benehmen kraft unserer Apostolischen Autorität anzuklagen unb ihm nach Kräften zu wehren. Unsere Mahnungen und Borhaltungen Haden bie bem christlichen Volke vorgesetz- len Hirten auf bem ganzen katholischen Erdkreis mit tiefem Verständnis aufgenommen unb tatkräftig weiter- geleitet; besonders waren es die deutschen Bischöfe, bie bald einzeln, bald gemeinsam mit allem Nachdruck Unsere Absichten unb Vorsätze zur Ausführung zu bringen suchten. Deshalb kämpft auch jener Bund durchaus für ben Sieg einer Sache, mit ber wirkliche Besserung ber Sitten und Wachstum erprobter christlicher Tugend aufs engste verbunden sind. Wir fordern den Katholischen Frauenbund nachdrücklich auf, mit aller Energie wie bisher weiter an ber Lösung feiner so überaus wichtigen Ausgabe zu arbeiten, unb erflehen inständig von Gott bem Hern, Er wolle mit seiner Gnadenhilfe allen Mit- «liebem beistehen unb ihr begonnenes Werk und ihre Arbeiten gnädig segnen.
Inzwischen erteilen wir als Unterpfand himmlischer Gnaden und als Zeichen Unseres väterlichen Wohlwollens Dir, geliebter Sohn, ben Leiterinnen unb allen Mitgliedern jenes Bundes aus liebevollem Herzen ten Apostolischen Segen im Herrn.
(Begeben zu Rom bei 6t. Peter, am 26. November 1926, im fünften Jahre Unseres Pontifikate».
.__________ Papst Pius XI.
ten Stecknadeln ober Reißzwecken auf dem Fußboden in der gewünschten Form. Bei gleichen Fenstermosten ist es zulässig, mehrere Vorhänge aufeinander zu legen. Sind die Gardinen trocken, so hänge man dieselben gleich an ihren Platz, und falte sie nicht erst etwa noch zusammen, da sie dabei leicht ’etben können.
Gegenüber dem hergebrachten Bügeln und der Rah- menfpannung hat vieles Verfahren wesentliche Bortelle, die hauptsächlich in der Ersparnis an Feuerung, dem Fortfall jeglicher Bügelarbeit und der größten Scho- nung des Gardinenstosses bestehen dürsten. Du.
was schenke ich meinem Ktnbe?
Von Ernst Zeter, ftub. phll. not.
Die allgemeine Notlage wird in diesem Jahre bei ber Auswahl der Weihnachtsgeschenke wohl in allen Volks- kreisen besonderen Nachdruck auf das Prinzip ber Nützlichkeit eine» jeben Geschenkes legen müssen. Aber bas Kind wird an solchen Dingen unter dem Weihnachtsbaum keine reine Freude haben. Es gehört ja gerade zum Kindlichen, daß der Emst bes Lebens noch unverstanden bleibt, unb baß als Festgabe ihm etwas gereicht wird, was ganz in fein Kinderlanb hineinpaßt, also im Allge- meinen ein Spielzeug. Für die Auswahl der Spielfachen sollen hier einige Winke gegeben werden.
Es ist wirklich nicht leicht, aus der großen Fülle von Dingen, die ein Spielwarengeschäft aufweist, nun bas für das eigene Kind Postende herauszufinden.
Das Kind soll etwa» erhalten, womit es jederzeit spielen kann. Deshalb ist es nicht richtig, wenn (Eltern solche Spielwaren kaufen, bie nur an Feiertagen einmal unter Aussicht zum Spiel freigegeben werden, die übrige Zeit aber In unb auf ben Schränken nur zum Ansehen ein trauriges Dasein führen unb Platz versperren. An einem berartigen „Spielzeugmuseum" hat bas Kind wohl gar keine Freude.
Außerdem sei das Spielzeug möglichst einfach und sta- bil. Die Einfachheit entspringt bem kindlichen Geiste Im- mer wieder wird bie Erfahrung gemacht, baß z. B. Ma- schinen — also z. B ein Auto mit Feberwerk — balb zer- stört werden, weil ber kleine Besitzer sich bas komplizierte Triebwerk nicht ander» klar machen konnte als durch Auseinandernehmen der Teile. Die Einfachhett beugt dieser Zerstörungsgesahr vor, trotzdem bietet sie noch ge- nügenb Stoff für bie Erweiterung ber kirchlichen Begriffe, benn es fei erwähnt, daß jeder Spielgegenstand pädagogischen Wert hat. Auch muß da» Spielzeug widerstandsfähig fein, es muß ein Hinfallen und einen Stoß aushalten können, ohne sofort in Stücke zu gehen. Was nützt schließlich alle Freude an einer Puppe z. B., wenn schon am nächsten läge der toftbwe Porzellan- topf hi Trümmer geht, und was hilft einem kleinen Fuhr- mann sein Wagen, wenn er sich nicht auch hineinfetzen kann, oder eine fahrbare Eisenbahn, wenn die Lokomo- tive schon nach dem Feste zur Werkstätte mutz,, well bas (Betriebe abgedreht worden ift
Praktisch ist es, feine Geschenkwahl so zu treffen, baß der betreffende ©egenftanb zu allen Jahreszeiten zum Spiel benutzt werden kann. Dahin gehören: Puppen, (selbstverständlich mit haltbarem Kopf) hölzerne Eisen, bahnen, Baukasten, stabile Bilderbücher u. a. m., Gegenstände, die sowohl im Zimmer als im Freien ur-iherge- zogen werden können unb an denen Kinder allgemein große Freude haben.
Ganz falsch ist es, das Kind direkt zu fragen, was es sich wünscht, benn in ben allermeisten Fällen wird es bann etwas wählen, was ihm kurz zuvor in einem Schaufenster ober bei Spielgefährten vor Augen getom- men ist. Es wirb ben Eltern sicher nicht schwer fein, auf anderen Wegen die Herzenswünsche ihrer Kinder zu erforschen, zumal solchen Ettern, welche das fiinbesge- müt genau beobachten und kennen.
Ein nach diesen wenigen Gesichtspunkten ausgesuch- tes Spielzeug wird außerdem noch ben Borteil haben, mcht allzu truer zu Jein, unb das kindliche Gemüt fragt ja überhaupt gar nicht nach dem Preis feine» Gefchen-
in Portionsflaschen 'je nach Öfter des Kindes liefert die
SuUtOr
RufS