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Sür unsere Frauenwelt

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Verlage zur Fuldaer Zeitung

Nr. 255 vom 4. Nov. 1926

Die Frau in der Nüche

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nutzt

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nicht in die Stationen herein fen ihre kleinen Lieblinge nur der Türe sehen. Das scheint

Und Fremde dürfen gar- Sogar die Mütter bür« durch die Glasscheiben in

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November.

Seid willkommen. Trauerstunden Gnadenzeiten heilger Zucht: Sei gesegnet ew'ge Liebe, Die fm Schmerz mich heimgesucht. Stille, beuge dich o Seele Unter deines Kreuzes Ducht: Den Betrübten und Geübten Weift am Kreuz des Friedens Frucht.

Dünger­streuen mit der Hane ist ungleich­mässig und ungesund.

Die Frau als Erzieherin.

f. Hände waschen? Reine Hände sind im wirklichen und im bildlich-n Sinne im Verein mit klaren Auaen «anz unentbehrlich für die Gesundheit. Che ein Kind zu seinen Büchern greift, soll es seine Hände waschen und wenn es sie aus der Hand legt. Das gleiche gilt für das Spielen und für das Esten, für das Zubettgehen und für das Aufstehen. Wozu gibt es Laufbrunnen »nd Wasserleitungen? Sie sollen die guten Freunde der Kin­der werden und es ist von großem Vorteil, wenn einem Kind beizeiten eingeprägt wird, daß Wasser zu den besten Dingen und Reinigungsmitteln der Welt gehört.

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Großstadt * Caritas.

Von einer besonderen Mitarbeiterin.

oer Kath Fürsorgeverein Dortmund, der ja überall Da eingreift, wo es gilt, den Aermsten der Elenden zu helfen, hat auch in der Steinwüste Berlins ein rei­ches Arbeitsfeld gefunden. So ist das heim Konrads- höhe in Berlin-Tegel eine Stätte stillen Segens ge­worden Dort finden arme gefallene Mädchen liebevolle Aufnahme und werden nach Möglichkeit erst als körper­lich und geistig völlig Gesundete nach vielen Monaten manchmal erst nach Fahren entlassen.

Eine Anstalt ähnlicher Art ist „haus Dahlem" Ts ist ein schöner, sonniger Bau Inmitten des herrlichen Villenvorortes Fm Sinne des Fürsorgeoereins ist es in erster Linie eine Fürsorgeanstalt. Es finden dort etwa 50 Fürsorgezöglinge Aufnahme. Cs sind dies fast alles oefallene oder zum mindesten im« uuüch Gefähr­dete Mädchen. Aus dem größten Großstadtsumpf wer- den ste oft aufgefischt und im heim untergebracht. Ihre modernen Deidenfeßen tauschen ste gegen solide Wasch- Neider ein, die dünnen Florsfrümpfchen mästen groben Wollstrumpfen weichen. An Stelle des Müßioaangs tritt stramme Arbeit, an Stelle dunNer. fraglicher Nacht­lokale der lichte Schlafsaal. Dies olles stnd Momente, die auf das Gemüt des Fürforgezöglinas anfangs schein« bar nachteilig einwirken hat er P* vor Eintritt in bie Anstalt schon mit Händen und Füßen gewehrt, so versucht er sich gegen die Maßnahmen der Schwestern «st recht zu verwahren. Cr glaubt, man wolle ihm mrfrf nur allen Lebensgenuß, sondern obendrein noch die persönliche RreiMt nehmen So wird er mürrisch, miß, »nd verschlossen Tr stebt In der Schwester die Gefangenenmärterin und beoeonel ihr nicht selten mit offener Feindschaft. Aber Ausdauer und Liebe der Schwestern stnd unermüdlich. Sie behandeln diele ar« men Mädchen mit dem verbitterten Gestcht°ausd«„^ „nd den verwisherten Bubikövsen »war mit eifern« Strenge, ob« doch mit mütterlicher Güte. Bold sehen die Zög« finge ein, daß es hier kein Nachgeben gibt: Gemeinsames Gebet, gemeinsame Arbeit, gemeinsame Erholung wech, in steter Reihenfolge. Sie geben den inneren M- berftanb nach und nach auf, anfangs nur. weil ste eben einsehen, daß er nichts erreicht. Die ohnehin schon wil- mHonlr« fings fügen ste sich in alles, ohne nach dem Zweck zu ragen. Fehl stnd ste an dem Bunkf angelangt, von wo aus es aufwärts geht Run gilt es. Ihnen langsam zu einer Inneren Einstellung zu ihrer Arbeit und schließlich zur Freude daran zu verhelfen. Dies verstehen die Schwestern vorzüglich Fe nach Veranlagung beschäftigen sie die Koalinae in der Küch- der M.

aelzimmer, der -flick, »nd Näbfttibe. Sie bekommen so Gelegenheit einen Einblick in den Haushalt des Heims zu tun Manch kleiner Vasten wird ihnen selbständig anoerfraut und Io fühlen ste stch nach und nach mifner« verantwortlich für das Haus Mit der Verantwortung wachst gewöhnlich auch Hie 8^«. 3um sinbere

Zöglinge erhalten Gelegenheit, stch unter der Leitung einer geprüften Meisterin gründlich Im Weißnähen und Schneidern auszubilder, <=><> können tonnr idre fgefe(, lenvrüstma im hw,s ableoen Mit diesem Zi-l vor Auaen wächst der Eifer und die Arbeitsfreude. Mit der freudigeren Cinstellimg »um heim ändert stch auch die Einstellung zu leinen Leiterinnen. Die Zöastnae sehen nicht mehr die Tyrannin In der Schwester, sondern die liebende Freundin, die mir das Wobl ihrer Schüßlinae ttn Auae bat So findet die Schwester nach langer neraeblicher Müde endlich ein williges Ohr für ihre Ein« Wirkungen auf eWfAem und reliaiöfem Gebiet. Gang« fom leben die Mädchen ein. daß ste stch unwürdig ernie­drigt haben, ihre Freiheit einem gemeinen Verführer zu lüften geworfen und stch erst leßt auf hem richtigen Weg Zur persönlichen Freiheit befinden. Aus dem Wege zur äußeren D'-ziplin stnd ste fangfam zur inneren gelangt So finden sie auch ihren Herrgott wieder, den ste so

lange vergaßen. Nach langer mühevoller Arbeit können die Schwestern Io manche ihrer Schäßlinge als körper­lich, geistig und sittlich Gesundete entlassen. Welch Herr- liches Werk christlicher Liebe! Und doch, wie viele von den mühsam Geretteten fallen nur zu bald wieder den Versuchungen der Welt erneut zum Opfer!

Haus Dahlem ist aber nicht allein Fürsorgeerzie- anstalt. Es besiftt auch ein herrliches Säuglings- heim. 150 Säuglinge finden dort ständig ein Unter­kommen. Etwa 90 davon sind dem Heim durch die ver- fchiedenen Jugendämter Berlins überwiesen. Für ste trägt die Stadt die Kosten. Ein Teil der anderen find die Kinder der Fürsorgezöglinge. Die übrigen stnd sog. „Klassenkinder", die aus irgend einem Grund gegen ent- sprechende Vergütung der Eltern die Pflege erster oder zweiter Klasse im heim genießen. Die Kinder bleiben höchstens bis zum vollendeten zweiten Lebensjahr im Heim- häufig werden ste schon als Kriecher in Fa« rnilienpflege gegeben, die ja so viele Vorteile der heim« erziehung gegenüber hat. Alle Säuglinge, die neu ein­geliefert werden, bleiben zuerst mindestens 8 Tage zur genauen Beobachtung in der Jsolierstation, um jeglicher Infektion von außen vorbeugen zu können. Dann kom­men die Kinder in eine der vielen Säuglingsstationen. Es stnd höchstens 10 Kinder in einem Raum unterge- bracht. Sie werds^ von einer Schwester und meistens 2 Schülerinnen betreut. Mit der Anstalt ist nämlich auch eine staatlich anerkannte Säuglingspflegeschule für ca. 30 Schülerinnen verbunden. Diese können nach einem Saftr bas Hausexamen und nach einem zweiten Jahr bas staatliche Examen für Säuglingspflege ablegen. Neben dem theoretischen Unterricht, den der Hausarzt erteilt, genießen ste eine vorzügliche praktische Ausbildung bei den Schwestern Fede Schülerin hat selbständig 3—4 Säuglinge zu betreuen: zu waschen, zu baden, anzuklei- den, zu wiegen, zu füttern und bei Krankheit zu pflegen. Die Einrichtungen des Hauses kommen ihr dabei wesent­lich zu Hilfe. Um die Zubereitung der Nahrung z. B braucht stch die Schülerin garnlcht zu bekümmern. Die­selbe wird schon morgens in der Milchküche für den gan- zen Tag gekocht Sie wird für jeden Säugling in fünf Fläschchen gefüllt und unter Verschluß aufbewahrt. Zu bemerken ist, daß fast jeder Säugling vom andern ver­schieden zusammengeseßte Nahrung bekommt, je nach den Forderungen seiner Gesundheit. Die Schülerin hat dann nur noch zur aegebenen Zeit für jeden Säugling ie eine Portion der Milch aufzuwärmen und ste zu verab­reichen — Eine Infektion von außen kann wohl kaum an den Säugling kommen. Er kommt nie aus seiner Station heraus. Sogar für jedes Kind ein Dadewänn- eben ist direkt neben dem Bettchen angebracht. Die Schwestern und Schülerinnen stnd immer In Waschklei- dern und weißen Schürzen.

Reiferes.

5uoie(. Frau: „Meine innere Stimme sagt mir.." — Mann: „Um Gottes willen, eine innere Stimme hast du auch noch?"

f. Wasser, in welchem Fleisch ob« Gemüse gekocht Qirfet man in Frankreich nicht weg, sondern he-

.....zwar sehr hart, ist aber dringend nötig, um Funktionen vorzubeimen. — Neben ben allgemeinen Stationen gibt es auch noch einige ©onberftationen. So stnd die Kinder, die von ihren Müttern gestillt werden, auf einer Sonderstation unter- gebracht. Die Mütter bleiben in dieser ganzen Zeit in der Anstalt und werden dort leicht beschäftigt. Dann sind alle Kinder, die Svphilis oder Tnherf"infe mit zur Welt gebracht haben, von allen andern völlig getrennt untergebracht. Dann gibt es auch eine Kriecher- und eine Sinberaartenftation. — Die Anstalt Ist auch barauf eingerichtet. Entbindungen und leichte Operationen im ftaufe vorzunehmen. — (Fs soll aber schon in aller« nächster Zeit eine Frauen« und Kinderklinik der Anstalt angeschlosten werden. So hat „Haus Dahlem" und mit ihm der Kath. Fürsorgeverein-Dortmund noch ein Herr- lidjes Wirkungsfeld vor sich, das, wenn es erst einmal in Angriff genommen ist, für viele Menschen von gro- ßem Segen sein wird. ,

Nägelein (Nelken) besteckt und am Spieß gebraten, was „ein schönes, herrliches und stattliches Esten" war heute nimmt die finusfrau zu her Gänseleber als Zugabe nur einige Schreiben aromatischer Aepfel und vielleicht auch etliche Zwiebelstückchen

lleberall wird die Gans anders zubereitet. Die hol­ländische Hausfrau serviert ste gekocht und mit A>viel- fauce, ebenso die russische, welche jedoch eine saure Sauce mit Champignons dazugibt In Frankreich reicht man bie gekochte Gans kalt mit Remouladensauce, in (Fng« (anb die gedämpfte Gans in einer Brühe von Suppen- traut und Gewürz, vermischt mit süßem Weine. In Bauern und Oesterreich wird die aebratene Gans, die norh« mit Salz und gestoßenen Wacholderbeeren innen und außen eingerieben wurde, bevorzugt, in Ungarn zer- ’ent die Hausfrau die Gaus, bestreut die einwlnen Stücke mit Salz und Paprika und brät sie in Speck mit Zugabe von Sauerkraut (!).

Wenn heute am Martinstaa die gute gebratene Gon«, die eine gute Gabe Gattes Ist, wie der Berliner faaf. von der Hausfrau auf den Tisch gebracht wird, so ist mit diesem kulinarischen Genuß eine uralte, volk-kund« siche Sitte geehrt. Darum möae die Hausfrau Im greife ihrer Familie den herrlich buffeuäen OGnef>roten. hel­fen Leibeshöhle mit Aepfeln vollgestopft ist, mit Ehr- furcht — wie es ein Meister Breuanon tat — betrof­fen, ehe er nerfpeift wird ben einst enterbte, fo erzählt eine alte Geschichte, ein Remitier in Eisenberg seinem Schwiegersohn, weil ihm derselbe, als er zufällig ei"mal einen Augenblick mit der aerahe aufoetraaenen Gons allein gefasten wurde, den köstlichen Leckerbissen hinter- listig wegaß. __________________

Die Frau als Hausarzt

f. Schweißtreibende Limonade wird vi-lfach mit gutem Erfolge beim Schlafengehen Patienten gereMi* bie von Erkältungskrankheiten heimaefucht sind Mo, preßt eine große ober zwei kleine Zitronen aus und gib ben Saft in ein Wasserglas. Dazu kommen zwei Tee löffel voll Zuckerpulver. Die Mischung wird bann mir soviel heißem Waller unter Umrühren verdii.iut, wie bas Trinkglas zu fasten vermag.

Praktische winke.

f Vas TreppengelSud« wird am besten täglich erst mit einem feuchten, bann mit einem trockenen Tuch echoe« rieben. Ein Leber ist für das erste Ahmalchen noch hef- fer als ein Tuch Die Treppenstufen müff-n immer mit einem Handbesen abgekehrt werden Ist die Treppe mit einem Läufer beleat, so kann dieser 9Men aus für« jen aber nicht zu weichen Borsten bestehen.

s. Kchmvhige Wäsche wird hängend an einem lusti- gen, trockenen Orte aufhemahrt. Fm Notfall kann sie auch in großen offenen Körben liegen ■ -- - - Stiften wird bie fchmukiae Wäsche leicht muffig. Voraus« sehung ist außerdem, daß die Kammer, in Ser das Ziug aufbewahrt wird, frei von Ungeziefer ist, da Mäuse be­sonders gern schmutzige Wäsche benagen.

es zur Vereituu - --n Suppen. Wenn die Köchin besondere Stoffe für " -n, mit Ausnahme von Kraft-

brühe fconfomme) fouin wollte, würde sie für ver­schwenderisch erklärt werden Wasser, in welchem Flellch geforfjt wird, sollte man bis »um nächsten Vormittag beifeHe stellen, das Fett abschöpfen und daun aus her Flüssigkeit eine Suppe Herstellen. Fügt man dem Woster, in welchem Gemüse gekocht werden. Knochen >—> -t-'.-ikch. abfälle hinzu, so gibt bas eine aanz schmackhafte Suppe.

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Die Martinsgans.

(Sine volkskundlich-kulinarische Plauderei für die Frau von August Kruhm, Frankfurt a. M.

Der 11. November ist bekanntlich der Gedächtnistag an den ersten heiligen, welchem in der römischen Kirche eine öffentliche Verehrung zuteil wurde, an Mar« tin von Tours, der um 316 in Sabaria in Ungarn ge- boren, nach seinem Abschied als Soldat im römischen Heere als bescheidener Abt In dem sran-ösifchen Kloster Marmoutiers lebte. Fm Fahre 375 wurde er vom Volk auf den Bischofsstuhl von Tours erhoben und wirkte mit weiteren 80' Mönchen feines Klosters bis zu feinem Tode im Jahre 400 äußerst eifrig in her Verbreitung des Christentums unter ben Galliern. An den Namens­tag von Sankt Martin knüpft sich feit altersher her Brauch, eine Gans zu essen, die Martinsgans, und bas hat her Legenbe nach folgende Bewandtnis:

Ms man den frommen Abt Martinus »um Bischof wählte, wollte dieser in feiner Befcheidenheit von der ihm zugedachten (Ehrung nichts willen: er wollte lieber in seinem Kloster bleiben als in dem Bifchofspalaste wohnen Als nun bib feierliche Gel"rwllch-ft nahte und in bie Festhalle her Klosterräume geführt wurde, ha fah sie wohl die Reste feines verlassenen Mahles, aber nicht h-n Abt Martinus. Man durchsuchte olle Klosterzellen und alle Räume des westen Klo"-»--'-ä,,des. aber nir­gends war der Abt zu finden. Da hörte man plöbsich aus einem Bretterstall ein lautes Schnattern von Gäu. len und als man den Stoll öffnete, fah man zu größ­tem Erstaunen den Abt Martinus mitten unter ben Gänsen. Cr wurde aus seinem Versteck Hervorgehost und mußte nun wohl ober übel Bischof von Tours werben Aufgebracht üb« die schnatternden Vögel, welche sein Versteck verraten hatten, lud er alle Abgesandten zu einem leckeren Mahle und

„bas dabei gerochen sei dieser Gänse Büberei, schlachtet er sie allesammen, brät sie dann in heißen Flammen."

Dieses war wohl das erste große Gänsebraten-Ellen am Tage des heiligen Martin, dem 11 November und diese Sitte, eine Martinsgans zu ellen. hat sich bann im Laufe her Zeit in ganz Deutschland einoeffihrf Sebastian Franck schreibt in seiner „Chronica" des 16 FaHrhunderts von dem Martinstag: „Erstlich loben sie Sonst Martin mitt guottem Wenn und Gönsten tin- fetig ist das hauß, das nit auff deß Nacht eine Ganß zu oesien hat, da zappfen sie ihren neuen Weyn an, ben sie bysher behalten haben."

Cs war eine ehrwürdige und äußerst peinlich einge­haltene Gewohnheit für bie Frau des Hauses, am Feste bes heiligen Martin bie erste Gans bes Jahres auf den Tifd) der Familie zu bringen. Die schöne, »arte Gans aus den wallerreichen, norddeutschen Wiesengegenden Pommern und Mecklenburgs, aus dem Oderbruch und der Mark Brandenburg importiert, ist für di-> Hausfrau von altersher ein gar beliebtes Gericht. „Eingebeyßte Gänsebrüste" kannte man schon im 16 Fabrhundert und ein altes Kochbuch erzäblt davon: „Diese geräucherten Brüste fenn sehr gut sowohl in Rotkohl, als auch in weißem Kohl zu stecken und mitzukochen Mist man hiervon recht gutes Haden, so muß man sie im Winter olle verspeisen, im Frühjahr seyn sie schon zu hfirr" ?n>er mich bas Gänle-Schmalz wurde stets von der Haus­frau sehr geschäht: „Das Gansfett wird sonderbar »um Gebrauch aufgehoben, man Hackfs klein, läßt es beim Feuer in einen Pfannen aus, wie Schweinern Fette falzt s ein wenig und bewahrt's auf in glasiertem, irde­nem Geschirr, so bleibet's lang und soll »um Kochen fchöner und edler fein als anderes Fette, hat auch diese Eigenschaft, baß es in her Kälte niemals feftftehet, son­dern bleibt allezeit flüssig wie Del." heißt es in einer kulinarischen Schrift aus hem Fahre 1682.

Bon jeher war es üblich, die Vrataans zu stillen, in Nordheutschland mit Aevieln und Kastanien, and-rwärts mit einer Farce von pikant abaeroür»tem Fleisch ober einer Semmelfarce, Hergestellt aus Butter, Honig. Zucker Korinthen, Wein und ly, Lot Zimmt gemilcht Auch b,e Gänseleber wurde, reichlich mit Zimmetstückch-n und

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