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Fuldaer Zeitung

2. Bi alt

Druck der Fuldaer Ackiendruckerei, Fulda

9hmb um die Woche

fiöie Dienstmädchen

finden Sie bestimmt durch eine Anzeige in der größten Zeitung ganz Mittelnassaus dem

Nassauer Boten

in Limburg a.d. Lahn

Di' Knti-DuellKewMng

Eine zeitgemäße Erinnerung.

Das Niederlagen geschieht in folgender Weise. An der Seite des Stämmchens, nach welcher dasselbe gelegt werden soll, hebt man einen Spaten voll Erde aus, damit sich das Stämmchen schräg auf die Erde legen läßt; die gehobene Erde wird dann später wieder zum Schutze der Wurzeln und des Stämmchens aufgefüllt. Das Stämm­chen legt man unter vorsichtigem Vorwärtsziehen um. damit die Krone die Erde vorsichtig berührt; mittelst Haken oder auch Stäbchen, an welches der Rosenstamm angebunden wird, kann man die Pflanze auf der Erde befestigen. Dort, wo die Krone liegen soll, wird ein Platz freigemacht von Rasen. Laub und allem, was

Man hat daher das Niederlegcn nicht vor Anfang oder Mitte November vorzunehmen. Am 20. November soll "ber die Rose nach allgemeiner Erfahrung niedergelegr sein. Einige Tage vorher sind alle noch vorhandenen Blätter von den Zweigen zu entfernen, damit wird schnelleres Reifen des Holzes bezweckt und das Stocken verhütet.

umgelegt werden. Bricht trotz all dieser Vorsicht ein Stämmchen, so umwickelt man die Bruchstelle mit einer weichen Weide, verbindet es noch mit etwas Werch oder Bast und dichtet es mit Baumwachs gut ab. Ist die Pflanze gesund und kräftig, so wird sie die Verletzung leicht überstehen. Wer zarte und empfindliche Rosen vor Nässe schützen will, lege über die mit Erde gedeckte Krone zwei dachförmig zusammen genagelte Brettchen oder ein Stück Dachpappe Darauf kann dann bei sehr strenger Kälte noch eine weitere Decke von Laub, Moos und dgl. angebracht werden.

Das Stämmchen friert in der Regel nicht, es kann aber zum Schutz gegen Glatteis leicht gedeckt worden.

Bei sehr starken Stämmchen, die sich nicht mehr um­legen lassen, wird die Krone vielfach durch Einhüllen in Packtuch, grobe Leinwand uqg dgl. zu schützen gesucht; doch wird dieses Verfahren nur in ganz mäßigen Win- tern gute Dienste leisten. Den niedergelegten Stämm­chen kommt noch die Erdwärme zugute; selbst bei streng, stem Froste wird 25 Zen'imeter unter der Erdoberfläche nie eine gefährliche Kälte sein. Das Stehenlassen bet Krone mit nur Umwickeln von warmhaltigen Stoffen wird stets gefährlich sein.

Will jemand in sehr rauher Gegend die edelsten Rosen ziehen, der pflanze die Rosen in durchbrochene Kasten oder Drahtkörbe. Das Rosenstämmchen kann dann im Herbst leicht aus der Erde gehoben und im Keller überwintert werden, indem es in Erde eingeschla« gen und im Frühjahr wieder ausgepflanzt wird. Doch wird sich selten jemand dieser Mühe unterziehen.

Die B u s ch r o s e n werden hegen die winterlichen Einflüsse durch Anhäufen der Erde um den Wurzelhal« geschützt; die Erde muß etwa 25 Zentimeter hoch liegen. Wenn einige Zweige noch hervor ragen, so ist das nicht schädlich, weil im Frühjahr die Aestchen doch bis auf etwa drei Augen zurück geschnitten werden.

Da das Thema „Duell und Mensur" auch heute wieder zu den aktuellen Tagesfragen gehört und d;e Gegner dieser Unsitte immer noch keinen end- Mltigen Erfolg zu verzeichnen haben, dürfte ein kurzer Rückblick auf diesen Anfang in der Anti- Duellbewegung nicht ohne Interesse sein.

In dem erwähnten Aufruf vom Jahre 1901 hieß es unter anderem wörtlich: „Der Widerstreit des Duells gegen göttliches Gebot und gegen mensch­liches Gesetz wird von niemandem bezweifelt. Auch das Vernunftwidrige der Annahme, als könne durch eine kleine Bezeugung physischen Mutes eine angefochtene Ehre wiederhergestellt oder eine un­ehrenhafte Aeußerung oder Tat wieder getilgt wer­den auch dies wird wohl von niemanden be­stritten. Wenn aber denoch die Duell-Unsitte eine |o furchtbare Tyrannei ausübt, daß sie im übrigen achtenswerte Männer dahin bringen kann, daß He gegen besseres Wissen und Gewissen zur Waffe greifen, gu_ vermeintlicher Ehrenrettung, so liegt dies hauptsächlich daran, daß die Ehre in den be­stehenden öffentlichen Einrichtungen keinen genü­genden Schutz findet. Den Unterzeichneten scheint es daher notwendig, daß eine Verschärfung der Strafen für Beleidiaungen und Ehrenkränküngen angestrebt werde. Richt derjenige ist entehrt der unaerechterweise beleidiat wurde, und aus Gewissen- gründen nicht zur Waffe greift, sondern derjenige hat sich selbst entehrt und verdient seiner Ehre ver­lustig erklärt zu werden, der wissentlich und unbe­fugt oder ungerecht einen anderen in seiner Ehre schädigt."

M 247.

Sonntag, 24. Oktober 1926.

der in den ländlichen, kathol. Kreisen sehr viel und gern gelesen wird. Druckzeile 25 Pfennig. Wiederholungs- Rabatt: 2mal lOu/o 3mal 157»

deutsche ABE . . . Das fii e Kläusli. . . Klinik und Parlament. — Dee mitleidige Arzt Sonnenblumen. - Ein bedeutungsvoller Kuß.

dm 1. Oktober 1901 erschien in den katholischen vjcitungen Deutschlands und auch in einzelnen nicht- kathollscben Blattern ein Aufruf gegen die Duell- llnsitte gleichzeitig mit einer Einladung nach Leip- Zlg zu einer für den 19. Oktober angesetzten Ver­sammlung. Unterzeichnet war der Aufruf unter anderein von Iustizrat Trimborn-Köln, Oberbür» germeister Dr. Antoni-Fulda, Karl Fürst zu ßvwenstem-Klein-Heubach, Josef Lossaulx-Herren- n0“«”»®!0' Zu Vischering, Graf zu Bern­storff, Freifrau Max von Puttkammer, Graf von Bothmer u. a.

gelähmt, daß ich schon an einen Herzschlag dachte." Dieser gute Arzt lebte und litt mit seinen Kranken und konnte es nicht verstehen, daß allerlei junge Mediziner unter seinen Studenten von solchen Mit- leidsempfindungen garnicht beschwert schienen. Wie er das so in langsamen, oft durch eine Art von Seufzern unterbrochenen Sätzen aussprach, mußte ich mich unwillkürlich fragen: Gibt es heute wohl Arbeiter, die vor Schreck gelähmt werden, wenn es ihren Jndustrieherrn schlecht geht? Oder ist wohl ein Unternehmer am Herzschlag gestorben, weil er ein paar Arbeiterfamilien auf die Straße setzen mußte? Oder werden unsere Hausfrauen ohn­mächtig, d. h. vor Mitleid ohnmächtig, wenn ein Dienstmädchen die Treppe herunterfällt und unten wie tot liegen bleibt? Ich sagte jenem Arzt, daß doch durch fein übertriebenes Mitleid einem Kran­ken nicht geholfen werde, während sich fein eige­nes Äernüt dadurch verdüstere. Er meinte aber, gerade das Mitleid stelle die besten Diagnosen, mache die geschicktesten Schnitte, und schreibe die besten Rezepte. Da hatte er nun wieder recht, und für alle jene Krankheiten, die mehr von der Seele als vom Körper kommen, Hot er dreifach und vierfach recht. Es gilt feine Weisheit auch für die Staats­männer und für die Parlamente. Kann man doch ein Parlament als die Klinik betrachten, in der mancherlei Krankheiten des Volkes geheilt werden sollen. Geschäft ist Geschäft, das weiß ich. Aber eine Klinik, die nur Geschäft ist und weiter nichts, das ist schon grausam.

Jetzt weiß ich auch, warum die Sonnenblumen so traurig in die Welt schauen. Solange sie noch aufwuchsen, da schien ihnen die Kraft der Sonne nur immer noch zuzunehmen. Und das mochte sie froh, bis ihre Freude in vielfachen flammenden Sternen aus dem Grün ihrer Blätter hervorbrach Als sie aber nun ihre Augen recht weit aufoeschla- aen hatten, da wurden sie bald gewahr, daß der Sonnenboqen immer kürzer wurde und die ßurt immer kühler, bis sie schli-hlich gebrochen in ihrem Glanz zwischen den welkenden Blättern hinaen. Sie trauern um die weichend- Sonne, und si- be­mitleiden die in d-n elfteren Wilster sinkend» Welt An diesem ihrem Mitleid sterben sie all- dahin. die mehr als alle andern b»r mütterlich strahlenden Sonne oleichen und ihr Bild noch -inmal in ihre späten Kelche entnehmen. Dem Wanderer aber, den sie mit dem stummen Blick der Treuer grüßen, scheinen sie zu faoen: „Sieh, der Sommer ist ge­storben und alle Fn'-Hen des H»rbstes sind doch nur die schmerzliche Anflösnnn seines weihen mär­chenhaften Lichtes. Soll wieder Lenz werden, nur die Sonne kann ihn zurückbrinaen, und merk diese Weisheit wohl: Ihr seid nun daran, olle Wunden zu sanieren. Das zweite Mesen hei Euch ist dann das Rationieren. Trusts bildet Ihr und ungeheure Weltbünde. Das ist schon gut. Wenn eine Ernte eingebracht ist, dann zieht man die Furche neu, und wenn ein Beet abaebfüht ist, dann ordnet man I es wieder auf das beste. Nichts anderes als Ord­nen b»heutet das fremd» Wort: rationieren ober ra­tionalisieren. Ihr müßt nur nicht afauben. daß schon damit etwas erreicht sei Die Grundkraft ist doch in der Erde und in den Mächten des Lichtes. Wenn ein schöner Ehebund keine ßendonne mehr hat, dann können die beiden wohl Bedingunaen fefffehen und ein oanzes Buch voll Baraaraphen schreiben, um das Verhältnis zu ratinnafif*»ren, und so gehen denn auch Heute von allen Ministerien aus Paragraphen ohne Zahl in das von einem wah­ren Paragranhenwolkenbruch heinm-suchte ßanb. Man muß sich aber klar fein darüber, daß ver- I lorene fliehe nicht durch ParaaravH»n wiederher­gestellt wird und daß nur eine Kraft aleich den Strahlen der erst-n Liebe auch die späte Ehe wieder I sanieren kann. So spricht die alte Sonnenblume, I der Wanderer aber geht sinnend weiter und aibt I der Frau und den Kindern, die ihm entaegenkom- I men, einen Kuß, so warm und innig, daß man es I wohl fühlen konnte: das ist fürwahr das deutscheste I

Der Mann im Monde. I

<«.. Heinrich Federer hat uns ein geradezu köstliches Büchlein geschenkt. Es trägt den Titel: „Das Deut­scheste ABC" und ist erschienen bei Eugen Salzer, Heilbronn. Es streiten sich in dieser humorvollen Erzählung die Leute einer kleinen Dorfgemeinde darum, ob sie sich nun für die gotischen oder für bie lateinischen Buchstaben entscheiden sollen. Schließlich entdeckt man, daß der Unterschied zwi­schen ihnen garnicht so groß sei, da ja doch eine ganze Anzahl von Lettern in beiden Alphabeten ziemlich gleich seien Was aber die Sache zur Entscheidung bringt, ist der Umstand, daß sich die reizende Kläusli in den streitbaren Schullehrer un- sterblich verliebt und dadurch den Hahnenschrei sei­ner Kriegsluft in ein ebenso friedliches wie glück­liches'Balzlied überführt. Man kann freilich nicht verlangen, daß politische Parteien in ihrem heuti­gen stark gealterten Zustande sich gegenseitig noch fruhlinghast begrüßen; aber darum bleibt es dock- wahr, daß sie ohne ein starkes Gefühl nicht über den Buchstabenstreit ihrer Koalitionskämpfe hinaus- kommen werden. Armes Deutschland! Früher gab es bei uns zwar auch schon Preußen und Sonern, Schwaben und Schlesier, Hessen, Westfalen, Sach­sen und Rheinländer, aber heute müßte man das Genie Sinnes besitzen, wollte man die verschiedenen Arten von Deutschen nur richtig klassifizieren. Je weniger Menschen es nämlich unter uns gibt, die zunächst und vor allem nichts anderes fein wollen a/s Menschen, und die sich auf diese ihre mensch­liche Würde mehr einbilden als auf weiß Gott durch welche Schiebungen erreichte Ratsherrntitel oder Doktorhüte oder Ehrendiplome und auch nur auf einen neumodischen Pelzbesatz auf einem wenn auch zweimal gewendeten Wintermantel, je seltener also die echten großen Exemplare der Gattung Mensch werden, umso mehr schießen üppig ins Kraut der gotische Mensch, der germanische Mensch, der ökono­mische Mensch, der südliche Mensch, der nördliche Mensch, der östliche Mensch, der westliche Mensch, der philosophische Mensch, der künstlerische Mensch, Die Versammlung selbst, die am 19. Oktober in der Sportmensch natürlich nicht zu vergessen, der

Leipzig im Saale der Buchhändlerborse stattfand, Bergmensch, der Talmensch, der Edelrnenfch, bet

mar von etwa hundert Personen aus ganz Deutsch- Proletari-rmensch, und unzählige andere, die sich land. Katholiken und Evangelischen, besucht. Zum pcn der Wissenschaft ihre Individ'-glnoten beftim- Vorfitzenden wurde Fürst zu Löwenstein ge- I m?n lasten unb beim weiteren Fortscheiten der wählt. Heber das Thema: „Ehre, Wahrung der I analytischen Methoden sicherlich einen eigenen Platz Ehre und Duell" sprach Freiherr Dr. von Bro- Herbarium des deutschen Volkes, wo denn alles n i n g k - Halberstadt Er bezeichnete den Zwei- I fein gepreßt und einaetrocknet n»beneinanher sitzt, fampf als die Verbindung zweier Men- I erringen werden. Auch dann wird man sich noch lchen zur gesetzlichen B»kämpfimg von Vernunft, I Breiten, ob man die Namen dieser verschiedenen Gewissen und deutscher Art. Es gäbe eine große I lNenschentypen nun mit gotischen oder mit lctteini- Anzahl Offiziere, die ganz gute Christen feien, I lehen Buchstaben schreiben soll, obwohl diese Her- sich aber den Duell - Bestimmungen unt»rroürfen, I barium-Exemplare einander gleichen wie eine But- wei- es das Stande<nnteresse erfordere. Wenn von tetblume der anderen. Süßes Kläusli — lautet allerhöchster Seite in Deutschland ein Machtwort I das nicht ganz anders wie „gnädiges Fräulein" gesprochen würde, dann würde die Unsitte des I ~ also süßes Kläusli, hier kannst du allein noch Zweikampfes, wie in Spanien und England, so I dc.fen. Es muß eben gesorgt werden, daß in den auch bei uns verschwinden. Dr. Antoni- Fulda I verschiedenen Parteien immer etwas ist, was sich stellte eine Anzahl Forderungen auf, so unter an° I ®er dieParteikliifte hin mit der Gegenseite gotisch- .eeem, daß der Zweikampf vor Gericht nach den I romanisch verliebt. Es muß ein Gefühl gefunden ur die Verbrechen und Vergehen wider das Leben werden, das wie eine große Flut all die halbge- zeltenden Vorschriften zu bestrafen fei. Rechtsan- I strandeten Schiffe und Schisflein wieder hebt, es malt Dr. Rump s-Miinchen betonte, daß es sehr I der Mensch, der einfache, schlichte, grabe mefmtlM) sei. die Anti-Duellbewegung in den stu- deutsche Mensch wieder zu Worte kommen, und

dentnchen Kreisen zu fördern, da die stu- mit ollem Gezänk wird es ein schnelles Ende nch-

dentischen Mensuren dem Duellunwe*en immer I wen.

neue Nahrung zuführten. Die Mensur sei mehr Da ist mir vor kurzem ein Arzt begegnet. Es als harmloses, aefichtsnerunstaltendes Wastenfpiel. I roar fin schon etwas öfterer ruhiger Mann, dem

In der Aussprache erklärte u. a. Gras von der I man es in den eigentümlich schw-rmütigen und

Schulenburg, daß am preußischen Hofe, wie er ans I ^ch wieder l-uckst-wden Augen anseben könnt»,

eigener Erfahrung wisse, erklärte Duellaegner nicht I daß er eine Seele batte, was man nämlich nicht

mehr auf genommen würden. Das Resultat der ^i allen Männern bemerkt, wie übrigens auch nicht Versammlung war d'e Wahl eines Aktionskomitees, I dei eilet. Frauen. Dieser Arzt erzählte mir von dem vier Katholiken und fünf Protestanten ange- den verschißenen Patienten, die im Saufe des hörten. ' I Tages durch Unglück und Krankheit in Hne Klinik

Die Initiative zu dieser Anti-Duellbewegung hatte I felan.st n aren. „Da war ein junger Wann", so bereits im Jahre '896 die bett‘‘die Adels- I mstte er. „der plötzlich dalag, als wäre er aeftnr-jen. genossenschaft ergriffen, indem sie durch Ein- | ®ein Schimmer war reaungstos und seine Farbe tidtttmgen von Ehrengerichten ein-n Ersatz fchuf I ^st wächsern bleich. Ich habe ihn dann fest ge- Als neues Prinzip wurde damals für jeden Ehren- kiffen, fo daß er wieder ausmachte, aber der Ge­wann die Berechtigung und Pflicht ausgesprochen I danke allein, er könnte gestorben und feinen El- den Zweikampf aus Gründen der Religion und des I tern entrissen sein, hatte mir das eigene Herz so Gewissens, des Rechtes und der Gerechtigkeit zu ■■■****i****-***—** nnh’cS'hU»?(FhrVn»3em Genugtuung werflich und alles, was man zu seiner «Bertci-

können^Dl-lisnnd empfangen zu bigung sagt, ist unhaltbar, selbst seine Verteidiaer

w meiÄr £ Adelsge- haben es ein notwendiges liebel genannt. Ein

nossenschaft hat weit über die katholischen Kreise Hebel ist es zweifellos, aber notwendig ist es nicht.

Sin“»5 Äe da-?D^' “£itc fonfer” Denn das, was mit Duell erreicht w?rden soll —

1 n Cins-b»»"" Duellzwang die Verteidigung, Rache oder Wiederherstellung

-in ÄS' R-ÄkÄkn? ”ont Eheenaerichten verletzter Ehre kann durch das Duell nicht erreicht S7 SSa" ferner Nummer werden. Die Ehre ist immer bereits verletzt, wenn

Auom 14 April l896 wortlich: „Das Duell muß das Duell ftattfinbet. Das Duell kann also nicht ——? ii.i m Gesichtspunkt per- I mit dem Verteidigungstrieb auf eine Stufe gestellt

verschwiegen, weil seine sittliche Verwerflichkeit zu I eklatant ist"

Der Stanbpunkt der katholischen Kirche wurde damals wie heute klar und deut­lich heran--gestellt und es wurde im Kampfe gegen den Duellunfug und geoen das Mensuren-Unwefen betont, daß den Katholiken der Zweikampf und bie Beihilfe zu demselben verboten sei. Wiederholt '•oben Pävsl» und Konzilien den Zw-ikampf in jeder Form verurteilt, so Benedikt XIV (1752), Leo XIII. I (1891), Pius IX. (1869). Das Konzil von Trient (*563) verordnete bereits: Die verabfcheunnaswür» bige Sitte des Duellierens, welche der Teufel er- I funben und eingeführt hat, damit er aus dem blu­tigen Morde des Leibes den Gewinn zieht, auch die Seele zu rerberben, soll vom christlichen Erd­reich gänzlich vertilgt werden.

Es brrfte bei dieser Gelegenheit auch angebracht fein, die kirchlichen Strafbestimmungen gegen Duellanten und ihre Helfershelfer ins Ge- dächtyi--' 3urüi*v.i' ufen. Die wichtiosten find Fol- sende: Die Duellanten verfallen denselben Kirchen­strafen wie bie Mörder. De Erkommunikation ver­fallen biejeniaen, die zu einem Duell herausfor* dem, ein solches annchmen ober sich sonst irgend­wie als Helfershelfer beteiligen Auch die mit verwundenden Waffen ausaeführten studentischen Duelle (Mensuren) ziehen die gleichen Strafen nach sich. Das kirchliche Begräbnis muß allen, die durch ein Duell ums Geben aefomm»n sind, oermeiger* werden, auch bann, wenn der Sterbende noch vor. leistem Tod- die Sterbesakramente hat empfangen können. Ausn-sprochen, bezw erneut verkündet mürben biefe Strafbestimmungen bvrch das dritte Konzil von Lateran (1179). durch Pavst Klem-ns VII. (1592). durch Bavst B°nedikt XIV. (1752), durch Pins IX. (1869) und Leo XIII (1891).

Manches ist in den letzten 25 Jahren in der Bekämpfung de« Duellunwesens erreicht worden, aber bas Ziel, bas völlige Verschwinben dieser Unsitte Heot auch heute noch in w-iter F-rne. Aber unsere Parlamentarier und ,ml-re katholischen Akademiker dürfen in ihrer Anti-Duellbewegung nicht erlahmen. Dieser Kamvf muß uns. wie den Dät-rn von 25 Jahren, Christen- und Gewissen- nflichi sein.

MM ni$<i hpn Hcowprn hpc cfflnhosnntfe

Sterbefälle bom 8 bis 22. -Oktober >928

11. Ebefrau Plifobetb Schott, geb Beck-r, aus Erdmannrode 25 I., 6 M, 20 T. Anna Sildeaard 88ucbln-er, Pößneck, 6 , 15 T. Witwe 'fnna Tisch, ner, geb. ®anel, t-5 1,9 M., 22 T. 12 Pani Ferdi­nand Madewski 2 M., 1 T. Kind Maria Elisabeth Paul 27 T. 14 Rihord Rudolph ?lntonius Schwarz 4 M, 1 T. 15 Schuhmochermeister Wi-wer Johannes Ritzel 89 F., 5 M., 10 T. 16. Dorothea Katzen 'ein, ohne Beruf, 68 I., 4 M. 11 T. 17. Kaufmatws-Witwe Maria Brumer, --eb Stephin-ier, 74 X, 11 M., 23 T.

wie wird das Wetter?

Heber Nordeuropa liegt ein sehr ausaedeHnieS und kräftiaes Hochdruck ebiet, bon dem kalte Palen lüft auf da? Festland obflieht. Diele führt beim Zusam. mentreffen mit der über Südwesteuropa liegende» wärmeren Luft zur Ausbildung von Druck"örun'en, die ostwäris weiterziehen und auch rn unserem Gebiet borübergehend zu Nieverschlä'en führen werden. Auf ihrer R"ckseite bräun wieder kältere Luft n,o<t>, die bei ihrem Zusammentreffen bei nächtlicher Aufklärung zu Nachtfrösten führen kann.

Aussichten bis Sonntag: Fortdauer der bestehenden Wstterun'.

(Ttnmintprtt Aor größten Teil gelb geworden und von selbst abgefallen,

uas Ctinromrern ver Hofen. dann ist das Holz in der Regel hart lind gut ausgereift;

A. St ei müll er, Fulda. I kaltes und näffes Herbsiwetter läßt vielfach das Holz

M-nn im Aersrt ti* hi, 'Wnh.r nntAirf* m . I nicht öur Reife kommen; es bleibt weich, schwammig und

W-W'" «nr» W, „’rl-rt

„ “°en •ÜS'. erc,$u lr ' m, ,, um' Strauch I nicht nur leicht, sondern es verfault auch Es ist nicht

«•sii. STnÄS’ZSXÄZü“ X’ SÄ” *bcn ”"",rtou6 *

b ^toSU(Ie siir den Winter zu gebei^ die sie gegen Die erft/n leichten Herbstfröste gehen in der Regel

^n ,Uf,e.rber .tQlten ohne Gefahr vorüber, sie begünstigen sogar die Reife des

T°n«> ^ufinertfamteit ver- I Holzes und sind somit noch nützlich. Die Erfahrung

sera iirinriiHnf.A nnn nnifhmisn hi» 1« —.... I hrl alfo, daß man die Einwinterung der Rosen nicht

. ra s” Wildrosen, die m war- allzu früh vornehmen soll. Je länger es daher die Wit-

Meren Gegenden heimisch sind; sie haben trotz lahrzehnte- I terung gestattet, das Niederlegen hinaus,uschieben umso anger lnpslanzung in imferer Gegend ihre Empfindlich- I sicherer werden die Zweige ausreifen und deshalb viel kett gegen die strenge Kalte unserer mitteleuropäischen widerstandsfähiger gegen die Einflüsse be; Winters sein Winter noch nicht verloren. Wenn auch die meisten Ro- • u"e 065 to,nter5 ,cm

senarien geringe Kälte selbst bis zu 6 und sogar 7 Grad ertragen können, so können sie für eine gute Uederwinte- jung eine zweckentsprechende Schutzhülle nicht entbehren.

«uf keinen Fall darf man sich darauf verlassen, daß ver­edelte Rosenstämme >n milden Wintern ungeschützt die "aste überstehen. Vielleicht ist es schon hier und da ge­lungen, unempfindliche Sorten bet mildem Winter glück- !'d> durchzubringen, doch können solche Versuche den -"osenzüchter sehr teuer zu stehen kommen; Rosen sind Zu wertvoll, als daß man sie leichtsinnig opfert. Richt ur die einzelnen Sorten sind im Ertragen der Kälte

^rschieden, sondern die gleiche Sorte wird je nach dem ^nstanb ihres Holzes bald bester bald schlechter durch den m*er kommen. Ist bas Holz genügend ausgereift, so ragt die Rose eine größere Kälte als das unreife, uetche ober schwammige Holz. Ist im Herbst bei mit- m unb trockenem Wetter die Pflanze allmählich zur

Wthe gegangen; war sie gesund, find die Blätter zum

und als Vertetdiouna d-s höch^n Gutes, der Ehre annesehen werden Daß die Ehre durch das Duell nicht repariert werden kann, beweisen die zahlrei­chen Fälle, wo gerade der Geschädinte erschossen oder verwundet wurde, während der Ehrabschneider unbeschädigt abzieht, und dann von der Gesellschaft wieder als ehrenwertes Mitglied anaesehen werden muß. In Wahrheit trägt das Duell am meisten den Charakter der Rache, der Blutrache; dieser Charakter wird bei der Verteidigung gewöhnlich Fäulnis erregen kann. Bei besonders schweren, undurch^ lässigem Boden empfiehlt es sich, als Unterlage der Krone, ehe man sie endgültig niederlegt und zudeckt, eine Schicht lockeren, trockenen Materials wie Torfmull, Fichtennadeln, Sand, Moos, Steinkohlenasche, Holzwolle, Tannenreisig und bergt zwischen Krone und Boden ein« zuschalten. Am besten legt man die Krone auf die Erde ohne jegliche Vertiefung, namentlich ist dieses Verfahren bei weniger durchlässigem Boden zu empfehlen. Bei lehmigem oder gar tonigem Boden stellt sich in die aus- gehobene Grube vielfach Wasser, welches Fäulnis erregt. 3n diesem noch offenen unbedeckten Zustand läßt man fcie Rosen liegen bis größere Kälte zu befürchten ist: erst dann wird die Pflanze endgültig gedeckt. Als Deck­material Hai sich bis jetzt das einfachste am besten be­währt. Nachdem man die Krone mit etwas Fichten­reisig belegt hat, werden einige Spaten Erde darauf ge­worfen. Gesunde, reine Erde ist das beste und gesunde Schutzmittel gegen Fäulnis und Kälte. Eine Decke von 20 bis 25 Zentimeter Dicke genügt vollkommen. Wenn auch der Frost bis zur Rosenkrone in die Erde bringt, so wirb bei einer Kälte von 20 Grad Außentemperatur, im Doben nur eine Kälte von 5—6 Grad sein. Eine zu dicke Decke kann namentlich in mildem Winter eher scha- den wie nützen, da die Luft weniger Zutritt hat und die Fäulnis begünstigt wird. Bei Eintritt sehr strengen Kälte ohne Schneedecke kann der Schutz noch weiter durch Auflegen von Fichtenreisig, Torf ober Moos verstärkt werben. Die aufgelegte Erbe hat einen Hügel zu bilben, damit bas Regenwasser leicht abfließen kann. Es ist selbstverstänblich, baß man beim Nieberlegen recht vor­sichtig sein muß, weil sonst spröde und schon etwas starke Stämmchen leicht abdrechen. Auch bei plötzlich eingetre­tenem Frost soll man die Stämmchen nicht umbiegen, da die Gefahr für ein Ab knicken im gefrorenen Zustand noch viel größer ist. Man achte auch daraus, daß die Stämmchen möglichst jedes Jahr nach derselben Seite