Arneiaer für die Sfahf und den Kreis Fulda. Amtliches Kreisblalk.
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Erscheint 'echSmal wöchentlich. Wochenbe'lagew Illustrierte vel- ■afle" und Buchend!Stier" Rotationsdruck und «erlag der Iuldaer Actiendruckerei in ffulba. Iernsvrecher Nr. 9.
'"onntNcher «e,na»Nret». 1.50
Dienstaa, 28. Sept. 1926*
nreiaen- Breiiei 5k!ein»elle illolonel) okai N.Id Retchrmar au-wirts 0.20 Reichsmark. R«klame»eile- lokal ggr ReichSmarl auswärts n.80 Reichsmark.
«ei IVederdolnnaen wntiatt Vatt^chechennin '"Crnn'hir* n.<m. 4051
lahrq. 53.
und Unternehmertum. — Sozialer Geist.
andere seelische Einstellung aller Beteiligten.
Seinen bedeutsamen Ausführungen entnehmen wir folgendes:
Darum fort mit allem Pessimismus! Auf die- fem Boden wächst und gedeiht nichts. Seien wir Optimisten im Glauben an unsere Zukunft und im tatkräftigen praktischen Handeln!
Hier liegt die Wurzel der französischen Au. ßenpolitik. Großbritannien versteht st» und eine Bildung"», und SchufungsauU I tiaigt fie im ^ntereffe der allgemeinen Befrie- * ' . Gerade die christliche Arbeiterbeweauna die sicherste Gewähr für die Rückgabe der
So ist die deutsch-französische Entwicklung von heute eine logische Folge des Schuldenproblems. Der Wirtfchaftsgedanke hat über den p o - li tisch en den Sieg davongetraaen. Früher war es immer umgekehrt. Die neue Politik ist mir mög. lich durch den Sieg einer neuen Idee. Noch werden Steine aus dem Weg zu räumen sein, noch sind Rückschläge nicht unwahrscheinlich, aber der Weg selbst wird weitergegangen werden, und das Ziel bleibt unverrückt: daran wird weder in Deutschland noch in Frankreich auf die Dauer irgend wer etwas ändern können!
Deutschland und Frankreich.
Bon parlamentarischer Seite schreibt man uns:
Die Umrisse einer deutsch-französischen Berstän« digung malen sich immer deutlicher am Horizonte ab. Darf man allmählich sogar von mehr sprechen? Darf man sagen: die Umrisse eines deutsch- französischen Bündnisses sind bereits sichtbar?
Am Samstag abend sprach im Franz-Hitze-Saal In Köln Reichsarbeitsminister Dr. Brauns vor dm Vertrauensmännern der Christlichm Gewerkschaften und des Deutschen Gewerkschaftsbundes über:
Die Arbeitnehmer in Staat und Wirtschaft der Nachkriegszeit.
• Schießereien zwischen Roten Frontkämpfern und Stahlhelmleuten. Nach einer Meldung des „ÜNvntag" aus Gelsenk irche n kam es in Altenessen zu einem Zusammenstoß zwischen einem Stahlhelmtrupp und Mitgliedern des Mrten Frvntkämpferbundes, wobei eine große Zal'l von scharfen Schüssen abgegeben worden sein roll. Sieben Mitglleder vorn Stahlhelm Kellenkirchen seien durch Schüsse verletzt wordm, ein Achter habe einen Beilhieb über den Kopf erhalten. '
Es ist bezeichnend, daß solche Fragen gestellt werden. können. Sicherlich finden wir in der mo-
Wie schaffen wir Abhilfe?
$ßo werden wir zunächst einsetzen müssen? Auf wirtschaftlichem Gebiete nach dem oben Gesagten bei der
Wir stehen wieder vor dem Kernproblem der sozialen Frage. Es ist das Verhältnis von eiLl^ 8U Mensch. Auf ein Zusammenwirken von Mensch zu Mensch muß das Verhältnis von Arbeitgeber zu Arbeitnehmer zurückgeführt werden. Das erfordert, daß der Arbeitnehmer auch unter dm veränderten technischen Verhältnissen ein inneres Verhältnis zu seiner Lebensaufgabe gewinnen kann. Es wftd in erster Linie Sache der Ar- beit geb er sein, ihm dazu zu verhelfen. Praktische Anwendung könnm diese Gedankm finden in der rechten Anwendung des Betriebsrätegesetzes von beiden Seiten. Einer arrderm seelischen Einstellung bedürfen wir auch bei den stets wieder-
Dekämpfung der Arbeitslosigkeit.
Da müssen wft uns zunächst darüber klar sein, dcch man die gewaltige Krisis unserer Tage, die tzlcht bloß eine volkswirtschaftliche, sondern eine W Weltwirtschaftliche ist, nicht mit sozialpolitischen Maß- - Zahmen überwindm kann. Zu ihrer schrittweism Beseitigung bedarf es vor allem einer gesunden Außenpolitik, die nicht auf neue kriegerische Wirren sinnt, sondern sich «instellt auf eine wfttt lchaftliche Gesundung und als Voraussetzung dazu auf «ine ehrliche Verständigung der Völker. Das zweite Mittel zur Verbesserung der weltwirtschaftlichen Verhältnisse ist eine gesunde Außenhan- oelsPolitik. Der zunächst gegebene Weg dazu imd die HandelSverttäge. Auf diesem Wege ist schon manches erreicht, steht aber auch noch vieles aus. Das dritte Mittel ist eine gesunde Wirt- ichaftspolitik im Innern, welche die Ra- ^^allsieruna und Steigerung der eigenen wirtschaftlichen Kräfte zum Ziel hat. Auf weitere Maßnahmen der inneren Wirtschaftspolitik, wie Kreditt wwerung, Zinssmkungen usw. will ich nur kurz ^"weisen. Alles das kann sich nur nach und nach auswirken. Wir bedürfen aber einer möglichst Ichnellen Hilfe gegmüber den Nöten der Erwerbs- Äf’*1 Aus diesem Grunde mußte die sozial- ? Ä Fürsorge neue Wege finben, um der Er- erbslostgkeit mit wirtschaftlich vernünftigen Mitt lliü»c^k,Earkerem Maße entgegenzuwirken. Tas i geschehen durch das Arbeitsbeschaffung s- tiat?noruJh bie Reichsregierung auf Jni- ^richwg des Arbeitsministeriums hin fMwA» £ cjrt-- neuen Wege der Arbeitslosen- bes^»k^, ^schrämen sich aber nicht auf die Arbeits- . wenngleich diese voransteht. Es sind I Arb 0 i /s» 0^?llt worden, um die öffentliche er tsvermittlung zu verbefsern und den |
F Ml WWMSmWtt wer hie Mk gragt. i v-utschland in sozialer Not. - Mittel zur kibhilfe. - Rrbeiterfdlaft | abgefchlossen erklärt. In seiner Schläßan- sprache führte er u. a. aus, daß die Versammlung Ausgleich von Arbeitsangebot und Nachftage 3u I b-" Willen bewiesen habe, zu
beschleunigen und zu vervollkommnen. Demselben 6ei besonders hi» Ziele stteben Verbesserungm in der Berufsberatung M eltw1rts<b^k?srr>n^?n, nvd^di»" 9l b und Lehrstellenvermittlung und insbesondere in der r ü ft u n o s r f H3 I JT'"lucn u,,t 1,1 ucc l,lu*
Berufsausbildung zu. skonserenz, deren Bedeutung nie- dernen Geschichte nur einmal eine Parallele, die
«%'pxr.kä ssswäwaüHS SsUkS «svim s?ä
UM niedrige Löhne sowie möglichst geringe Sozial- abqelaufenen Taauna aereaett worden feien be- I ut)r2‘ , .
Utfhing en die Wirtschaft entlasten und um so ren- träfen die Umb^ilduna des Völkerbund- ^er 65 deutlich zu sehen, wie langsam tabler machen. Ebenso wenig darf übersehen wer- rats und den Eintritt Deutschlands in ? Deutschland noch die Umwälzung der
den, daß der Lohn ebenso sehr wie bU Unter- den ÄnZ. fei b^isten rmrd. Oder ist es nicht besser
nehmerembommen und der Kapttalgewinn abhängig I Krisis glücklich aelöst worden Die Kritiker die I 3U sagen: Deutschland werde erst glauben, wenn es ist von der Jntensttät der Produttion und daß diese den Völkerbund lange Jabre als eine einl'eitiae I ^^hen habe! Es liegt ein eigentümliches und psg- wlederum wesentlich bediM wird von der Inten- internationale Institution bezeichnet hätten hät- begründetes Mißtrauen auf allem m
s^"er Arbeit. Jn diese Forderung ist, das möchte ten nunmehr jeden Anlaß zu ihren Nörgeleien per- Deutschland, was Frankreich angeht. Man will nicht ich besonders betonen, emgeschlossen auch loren. Wft haben, schloß Nintschitsch im Verlaufe glauben und vielfach nicht einmal hoffen, so voll-
das Bekenntnis zur Sorialvolittk I biefer Tagung in diesem Saal einem großen Er- kommen unbegreiflich erscheint weiten Teilen des aas Kenntnis zur soztaiponnr. eignis beigewohnt. Wir haben Völker, die der deutschen Volkes die Lage, in welche die Diploma-
Damit komme ich auf einen Vorgang, der in der I gräßlichste aller Kriege gettennt hatte, in guter I ten es geführt haben.
letzten Zeit weit und breit erörtert worden ist, ich I Harmonie nebeneinander sitzen sehen, durch freie I Dennoch hat die deutsche Oeftentlichkeit recht, weme die Annahme des Völkerbundpattes verbunden. Wenn mienn, sie so zurückhaltend ist: sie zeigt damit im
Rede des Herrn Dr. Silverberg I der Völkerbund heute noch nicht universell ist, so fiktiv ein hohes Maß von Klugheit und fördert
auf der Taquna des Reichsverbandes der deutlcken den Beweis dafür gegeben, daß et es zugleich das Ziel, das wir doch alle erstreben, wenn
Industrie in Dresden. M Rede sst efrt Creigcks! toerben fann unb ba& n eä werden wird. auch die Hmdernftse sehen und uns darüber
Für die freimütige Art, in der Hr. Dr. Silverberg Abreise der deutschen Delegatümsmitglieder. reich» tanfrn» tm Be-
bte Probleme behandelt, gebührt ihm Anerkennung. I Die noch in Genf weilenden Mitglieder der I Vielleicht mnro .,
Der Politiker und auch der Sozialpolitiker kann sich deutschen Delegation verlassen Genf am Montag neigtet Ss KmYbcn’ SÄtX nur darüber freuen, daß er die Parole der Wieder- vormittag und werden am Dienstag vormittaa in f in» 1 " < t. beutsch-ftanzost-
belebung der A rb e i tsgem e inschast und auch Berlin eintreffen. - Die deuAe DeftMchn gc!b uch
der politischen Zusammenarbeit zwi- am Freitag abend den führenden Mttgliedern des Thnirn b» bJe Aorgangevon
fchen Unternehmertum und allen Schichten der Ar- Sekretariats des Völkerbundes und des Inter- SuL» ü<n lt9*"
beiterschaft ausgetragen hat, die positiv zu unserem nationalen Arbettsamts ein Abschiedsdiner. fo md)t
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, Oberin einigem geht doch die Silver. bevorsfthe, meldet der Korrespondent des Reuter- den französischen Industriellen vor- bergsche Rede fehl. Ich bedauere die Ein- sch en Büro S in Genf: Die Nachricht von der Rück- ausging: auch über Kali ist eine Derständmmq
stellung der Rede zur Sozialpolitik. I kehr Argentiniens zum Völkerbund habe einen I bereits erfolgt, und über chemische Werte steht
Auch Herr Silverberg hat sich die Redensart von I 'ebr günstigen Eindruck in Völkerbundstteisen her- I sie mit Frankreich bevor.
der „Ueberfpannung der sozialen Fürsorge- zu ^erufen und würde als unmittelbares Ergebnis
*'*— -----'• ‘ “ - ■■ . I des Einttltts Deutschlands in den Völkerbund an-
............ ...........gesehen. Man nimmt an, daß die moralische Wft- zu der Auffassung führen'müßte, daß fie*gegenüber ^-"g„bF Aktion Argentiniens in Spanien be- dem Staat und der Allgemeinheit nur politische I krachttich sein werde.
i Trotz d er verminderten Gesamtbevölkerungszahl ist die Ziffer der Erwerbstätigen gegenüber der Vorttiegszett gestiegen. Das genaue Ausmaß dieser Steigerung wird sich erst übersehen lassen, wenn die Ergebnisse der neuen Berufszählung vorliegen. Diese Zunahme dürste im wesentlichen auf drei Gründe zurückzuführen sein: Einmal hat sich der Altersaufbau unserer Bevölkerung durch den Krieg und die Nöte der NachttiegSzest sehr verschoben. Dazu kommt die Verkleinerung der Rentnerklasse und eine stärkere Erwerbstätigkeit der Frauen. Innerhalb der Erwerbstätigen ist eine verstärkte Proletarisierung zu beobachten. Die Tatsache wftd bestätigt durch die bisher vorliegenden Teilergebnisse der Berufszählung, welche eine Abnahme der Selbständigen zeigen. Ganz klar tritt die Tatsache in die Erscheinung aus der Statistik der Krankenversicherung. Einschließlich den Knappschastlichen und der Ersatzkassen waren gegen Krankheit versichert: Im Jahre 1913 14,4 Mill. Personen, im Jahre 1924 19,01 Millionen Personen. Da sich der Kreis der versicherungspflichtigen Personen seit 1913 nicht wesentlich geändert hat, ist die große soziale Umschichtung der Bevölkerung damit bewiesen.
Ergab sich schon aus der Steigerung der Erwerbstätigkeit und der Vermehrung der pwletarischen Schichten ein stärkeres Angebot von Arbeitskräften auf dem Arbeitsmartt, so ttiü noch erschwerend hinzu eine Verminderung der Arbeitsgelegenheiten. Die Gesamtzahl der von Arbeitslosigkeit Betroffenen, fei es, daß sie voller- schwankte ^Frühjahr dieses Jahres^ zwischen^! I bfr "Ueberfpannung der sozialen Fürsorge- zu I ^ittelbmes Ergebnis I Also: die wirtschaftlichen Bindungen sind
bis 5 Millionen. Bedentt man, daß unter dieser eigen gemalt unb die Anschauung vertreten, daß DölkeMmd an- vor den politischen bereits sehr stark gewesen,
Erwerbslosigkeit unmittelbar auch die Angehörigen b°® ^^»Ä^nde-System in breiten Massen b.’e Wrr- und gerade auch die rechtsorientierte französische
der Erwerbslosen litten, so darf man ohne Ueber- f der Auffassung fuhren mußte, daß sie gegenüber S. " " hJ9etrtmtenä m Spanien be- Presse ist dadurch in jene Lage gekommen, die es
treibung feststellen, daß etwa ein Achtel der Be- dem Staat und der Allgemeinheit nur politische ^achttrch sein werde.________________ tbr nicht mehr gestattet, in der alten Weise wider
volkerung von dem Elend der Erwerbslosigkeit JP™ wHwle Rechte haben, aber keine Pflichten. Nach I _. _ I Deutschland zu hetzen; im Gegenteil sie muß
Utzmittelbrn betroffen war. Unterdessen haben sich soll die Sozialvolttik nur m den alten Geleisen UlC Regierungsbildung In PrCUftCU. die langgeführte Politik stillschweigend'liquidieren M.-nblWra 5Norse unb 5krormunbm9' ävääe ri «ÄXwSr ier
Märr dftf»^^,br"s dllsllion weniger als nn An dieser Stelle muß es genügen, kurz darauf ! erfährt das Nachrichtenbüro des Vereins Rutscher D'efe selbst' wirkt sich ja auch in Deutschland auf ebne3 m54^000 ^uweksen, daß Vorwüfte, wie die angeführten, ZeitungSverleqer von zuständiger Seite daß solchl b“5 Mrfste aus, wo die Industrie in ihrer über-
aiismackten ^Dftftr Personen nur auf Einzelfalle zutreffen mögen, in der Allge- I Verhandlungen von Partei zu Partei nicht Egenden Mehrheit den Frieden mit dem heutigen
meinhett aber unberechtigt find. Die soziale statt find en. Zraendwelche Trakiiansbeschüll» Staate geschlossen hat. Daß noch einzelne Indn-
fo&it maeiräbcT16 S9ebanütIUtml(bfr Fürsorge hat sich in der Nachkriegszeit notgedrun- liegen in dieser Angelegenheit nicht vor, un? dft stelle zurückhalten und sich in die neuen Verhaft.
Problem der Auä'esteu^rten^f nrL"“” "? müssen wenn das Elend nicht noch Vorstände der Fraktionen haben sich damit nicht be- "W f^tfen wollen, ändert an der Grundsache
G r7t>»-, M t. groler "erden sollte, als oben geschildert faßt. Die Frastionen treten erst am 6. Oktober wie. nichts. Die Rede Silverbergs, die soviel
bafc^miK» MÄHh01 bie Arbeitnehmer war es, worden ist. Je großer die Not, desto größer muß der zusammen, so daß irgendwelche Entscheidungen I Staub ausgewirbelt hat, wäre ja gamicht möglich
KSMuäS.*’- SS.SWf&i?"e M ,eme8roe9S “bm unb 5ron,rei*M9e,unben
OT..S rtn#h»nt »rFTnrh VA 9 -’x» m , I Die Stellungnahme des Herrn Dr. Silverberg I und wird auch dazu nicht Stellung nehmen. I Hütt man sich all dies vor Augen, so wftd man s. Ebern erklärt sich zunächst die große I zur Sozialpolitik läßt bie Höhe des Stanbvrmktes I hanbelt sich bet den Besprechungen nur um eine I öugeben müssen, daß Frankreich nicht mehr anders unzusrledenhett weiter Volksmassen vermissen, auf den er sich sonst in ferner Rede auf- I tzerfonlrche Fühlungnahme zwischen den Abqg. Dr. I kann, als eine Friedenspolltik im Sinne Bri-
mit ihrer wirtschaftlichen Lage und hn Zusammen- I geschwungen hat. In der Sozialpolitik liegt ent I Heß (Ztr.) und Dr. Leidig (D. Vp.). Die Frage I anbs zu betreiben. Ob Poincar^ sie restlos
Hang dmnit auch das wachsende Mißftauen gegen- 5"^Teil Wirtschaftspolitik. Sie hat sich I "erJnttiative in dieser Angelegenheit spielt, tote er« | mitmachen kann, wird sich zeigen. Aber das ist
über den Maßnahmen zur schrittweisen Behebung I ^..Deutschland in dem Werdegang des Arbeitsver- I klart wird, keine Rolle, weil alle Fraktionen in Preu- I sicher, eine Störung des heutigen Kabinetts in
der Notlage. haltnisses organisch entwickelt.. Sie entspricht dem . oabon überzeugt sind, daß in der Frage der I Frankreich ist flnanziell äußerst verhängnisvoll, und
deutschen Wesen, für das die individualisttsche Ein- I Aemerungsbtldung etwas geschehen müsse, da bie I wir wollen sehen, ob die revoltierenden Elemente
stellung nur eine kurze Episode gewesen ist. Die I fttzige ReaierunoSbasiS sich bei wichtigen Entschei- I in Frankreich angesichts der Frankenlage den Mut
^zmlpolttik ist gerahezu em gut Stück deutscher hungert als zu klein erwiesen hat. haben, um Thoirys willen eine Krise mit unabseh-
ultur, und es ist kein Zufall, daß gerade I baren Folgen für die französische Wäbruna der.
Deutschland in der Sozialpolitik führend fein formte. I I aufzubeschwören!
Deshallt dürfen wtr auch den Gedanken des Ar- I kehrenden Verhandlungen über das Arbeitsver- I Frankreichs Politik ist im ührWn hnrAn..« er,.„ betterschutzes und seiner Kodifizierung, die Neu- haltnis speziell über Arbeftszeft und Arbeitslohn, und2mtt La^ en atck Se eÄ Änb«
Lziakmr- Einstellung? Angelsachsen Mkst verschuldeten Staaten er-
sicherung durch bie Arbeitslosenversicherung nicht I h.n9^ antmortZt?: S.e!be! Wenn aber schon einer I /Tw heitte
mit dem berüchtigten Schlagwort von der „behörd- S Vorrang haben soll und die Führung be- Lrr?V"Lenf,Jn ®°^ber9run3 lichen Bevormundung" abtun. I unsprucht, dann mochte ich sie den Unterneh - I [• x nssb ^gs ist nicht der ftanzösische Steg und
Die Erwähnung der Silverbergschen Rede aibt ™ eJn L-nreisen, bann sollen sie auch auf diesem vie r TT ^ederlage, fonbem bas ift die bei- mft Anlaß, sie auch nach einer cmderen Seite^zu ^eteFührersem Diese seelische Umfteüung ist aus Um bie ®rf,o(un9
ergänzen. Herr Dr. Silverberg hat als Wirtschaft- ^lls Willensfache und muß als solche wachsen auf । a u - ■ r*e 0 ’ n °- ler gesprochen, allenfalls auch in gewissen Abschnitt Am Boden einer religiösen, mindestens aber ideali- ten seiner Rede als Politiker, aber ich glaube, er I stochen, Einstellung. Sie ist zum Teil aber auch hat mit diesen Stellungnahmen bas Problem, um | C1 n* Btldungs- und Schulungsauf. bas e^ sich handelt, nicht erschöpft, vielleicht auch 0 e- mcht erschöpfen wollen. Den Riß, der zwischm run° bic sozialen Organisationen beider Konfe-s- Unternehmern unb Arbeitnehmern klafft unb sich f'Pnen, der Katholiken unb der Evangelischen, ha- auch gesellschaftlich unb politisch auswftkt, über- I bcn auf dem Gebiete der sozialen und staatsbürger. brückt keine wirtschaftliche, organisatorische oder I «chen Schulung vor dem Kriege mustergültiges ge- sonstwie äußere Arbeitsgemeinschaft, überbrückt auch I schaffen und geleistet. Krieg und Jnflatton und das kein Arbeitsrecht kein Arbeiterschutz unb keine Sv- I üanze Elend der letzten Jahre haben diese Arbeit zialpolitik. Er ist nur zu überbrücken durch eine I unterbrochen. Auch darin liegt nicht der letzte Grund
1 für den geistigen Wirrwarr unserer Tage. Am besten ist es, wenn die gleichen Organisationen, die früher diese Schulungsarbeit geleistet haben, sich ihrer auch heute wiederum annehmen. Diese Pflicht muß aber nicht bloß von den Arbeitnehmern, fon- bern auch von anderen Ständen, auch von den Akademikern, erkannt werden.
Winn wft die Lösung der sozialen Probleme so anfassen und diese Einstellung zum (Bemeinout per Bevölkerung machen, können wir gesunden und darf auch die Arbeiterschaft .auf neuen Aufstieg hoffen.