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Mittwoch, 22. Sept 1926.

Zahrg. 53.

nommen.

Die Snschlutzfrage.

aus Genf.

schen Banken gegeben rootben sind. Angesichts die­ser Lage sind in gewisier Beziehung die vorgesehe- nen Maßnahmen auch nach meiner Auffassung nicht hinreichend. Ich hoffe, daß die Verträge, die zwischen Polen und Danzig geschlossen werden sol­len, die Situation einigermaßen verbesiern werden. Ich hoffe, daß in absehbarer Zeit der Z o l l k r i e g Mischen Deutschland und Polen beendet und

«meinen- «reife: «lein,eile (Colonel) okal 0,15 ReichSmar aurwir» 0,20 Reichsmark. Reklame,eile: lokal 0,6f> Reichsmark anrwSrtr 0,80 Reichsmark.

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SPonotlidher Be,uaSvreiS- 1.S0 Mk.

Internationales Arbeitsamt

Eine Rede des PrSlalea Saas.

Memel- Md Ilmziger Frage im BölKerbaadsrat 5luch Strefemann ergreift das Wort.

Thamberlain trifft Mussolini?

Wie in London verlautet, ist eine Zusammen­kunft zwischen Chamberlain und Mussolini auf italienischen Boden, von deren Aussichtnahme einige Blätter berichten zu können glauben, durchaus nicht unwahrscheinlich, obwohl noch keine offizielle Bestätigung dafür vorliegt. Die geplante Begegnung sei wohl zum größten Teil darauf zurSckzuführen, daß Mussolini kein geringes Jnteresie daran habe, den Aufentdolt des britischen Staatssekretärs in Italien wicht ohne persönliche Fühlungnahme mit ihm vorübergehen zu lasten. Die von Spanien in den letzten Tagen aufgeworfene Frage einer Be- tüligung Italiens an der Verwaltung der Tangeren­klave dürfte bei dieser Erwägung keine geringe Rolle spiellen.

normale wirtschaftliche Beziehungen zwischen bei- den Ländern wieder hergestellt sind und daß dann auch für Danzig eine normale Lage wiederkehrt. Indessen scheint mir die Frage noch nicht gelöst, wie Danzig geholfen werden soll, wenn die Auf­nahme kurzfristiger Anleihen in der Zeit bis De- zember sich als notwendig erweifen sollte aus Gründen, wie z. B. einem Anwachsen der Arbeit?- losigkeit. Hinzu kommt, daß, wie Präsident Sahm uns mitteilte, Danzig bei Aufstellung seines Bud­gets und Vorlage seines Reformprogramms die Auflage der Reparationskommission noch nicht kannte, wonach die aufgelaufenen Besatzungskosten n vier Jahresraten getilgt werden sollen.

Der Minister führte dann unter Hinweis auf besonders große Arbeitslosigkeit in Don- Zig und auf die Tatsache, daß die Arbeitslosigkeit ein europäisches Problem sei und eine unverschul­dete finanzielle Belastung der Budgets darstelle, aus: Wir sind hier im Sih des internationalen Ar­beitsamtes, mit dessen, sozialen Aufgaben wir alle vertraut sind und ich glaube nicht, daß irgend ein Staat der Auffassung ist, daß man berechtigt ist, die unverschuldet arbeitslos Gewordenen ohne Un- terstützung zu lasten. Aus allen diesen Gründen richtet der Minister an den Berichterstatter, den belgischen Senator deBroucköredie Frage, ob es nicht möglich ei, daß unbeschadet der anderen Arrangements Danzig in der Weise geholfen mer- len könne, daß bis zur nächsten Session des Völ- kerbundsrats die Bestimmung über die Unzuläs­sigkeit neuer kurzfristiger Anleihen fgllen ge- lassen werde. In Bezug auf die schwebenden Schulden glaube er, daß Danzig Prolongationen erhalten könne und er sei ferner der Meinung, daß bei Aufnahme seiner Anregung die Mögli^ke'it geschaffen werden könne, Danzig gegebenenfalls für den Augenblick zu helfen.

Alsdann sprach der Berichterstatter de B ro u- ck e re, der sich in kurzen Ausführungen dagegen verwahrt, daß im Bericht ein Tadel gegen Danzig ausgesprochen worden fei. Er empfahl die An­nahme des Berichts, der, wie er hinzufügte, hin­sichtlich der, künftigen Finanztransaktionen nur

am Platze, von dieser Frage zu sprechen. Das würde sogar gegen den Takt und den guten Ge- schmack verstoßen. Immerhin kann man auch jetzt sagen, daß, wenn die Deutschen diesen Fehler be­gehen sollten ,wir nicht den noch größeren begehen würden, die Angelegenheit zum easus belli zu machen. Raditsch betonte, das sei nicht nur seine persönliche Auffassung, sondern diejenige aller maß­gebenden politischen Kreise in Südslawien.

* Rücktritt des rumänischen Ministers des Aeußern, Averescu, bevorstehend? (Eig. Funkm.) ,Chicago Tribüne' meldet aus Bukarest, eS fei möglich, daß die Veröffentlichung des italienisch-rumänischen Ver­trages den Sturz der Regierung Averelcn nach sich ziehen werde.

MaerZeNung

Anzeiger für die Stadt und den Kreis Fulda. Amtliches fireisbfatt.

nndstagung erfolgen I land werden rechnen wüsten. Viele wirtschaftlichen deutschen Delegation I und politischen Umstände weisen auf den Anschluß hin. Aber in dem Augenblick, in dem Frankreich und Deutschland ein so überzeugendes Beispiel ihrer Aufrichtigkeit und ihrer neuen Auffassung d«r gegenseitigen Beziehungen geben, wäre es nicht

Die Nachmittagssitzung des Völker- hundsrates beschäftigte sich am Montag u. a. nck Zwei deutschen Fragen, nämlich mit der Me- melfrage und der Danziger Finanz- frage. Die litauische Regierung bestritt dem Ge- neralsekretSr das Recht, Beschwerden wie die des memelländischen Landtages an die Unterzeichner der Memelkonvention weiter zu leiten, da tn dem Ar- titel 17 der Konvention gesagt ist, daß die Mit. glieber des Rates das Recht haben, die Aufmerk- famkeit des Rates auf Verletzungen des Memel- ftatutes zu lenken.

Das juristische Komitee war zu keinem ein­heitlichen Gutachten gekommen, da der schwedische Jurist Unterftaatsfefretär Sjoeborg ein Sondergutachten erstattet hat, tn welchem er zwar die Unkorrektheit des Verfahrens anerkennt, sie aber als praktisch bedeutungslos erklärt.

Die Debatte bekam dadurch eine besondere Be­deutung, daß zum ersten Male der deutsche De­legierte Strefemann das Wort ergriff. Nachdem der litauische Delegierte sich mit dem Gut- achten der Mehrheit des juristischen Komitees ein­verstanden erklärt hatte, führte Strefemann aus, es sei s ehr schwierig, sich eine Meinung über den Fall zu bilden, zumal die beiden juristischen Gutachten erst heute früh zu seiner Kenntnis ge­kommen feien. Er stimme mit dem Gutachten der Juristen überein, wenn es feststelle, daß eine Mit­teilung -der Einwohner oder der Behörde von Me. mel, welcher Art sie sei, an die einzelnen Regierun­gen, die im Rate vertreten sind, gerichtet fein müßte und nicht an den Völkerbund oder an das Sefre- tarat des Völkerbundes. Es liege den deutschen De- legierten nur daran, festzustellen, so führte Strefe­mann aus, daß jede im Rate vertretene Macht be­rechtigt fei, die Frage einer Verletzung des Mernel- ftatuts aufzuwerfen.

. Der englische Delegierte, Lord Robert Ce- cci l, erklärte: Der Brief vom 9. September 1926, französische, italienische und fapa- mfaje Regierung an das Sekretariat des Völker- bundes aufgrund eines Memorandums des Me- , mrter Landtages vom 2. März 1926 gerichtet ha- wn, müsse in gewissem Sinn als irregulär betrnch- provisorische Einigung über die Hauptfrage, die Finanzfrage, inzwischen für drei Aahre getroffen worden sei. So schlage er Ver­tagung der Entscheidung über die Vorlage vor. Die. fer Vorschlag wurde von Litauen angenom- men.

Auch Dr. Strefemann unterstrich, daß keine Bedenken feinerfetts vorliegen.

"Aus Vorschlag Benesch? wurde deshalb der ju­ristische Bericht angenommen und der Vor­behalt Stauens in den Bericht aufgenommen.

Sodann kam

die Danziger Finanzfrage

zur Verhandlung. Es handelt sich um den Bericht des Finanzkomitees, der für die G e wä h r u n g einer Anleihe an die freie Stadt Danzig eine Ache von Bedingungen vorschreibt, die bis zum I 2!?em(£er dieses wahres erfüllt fein sollen. Wenn ötefe Bedingungen bis zum Dezember erfüllt find, jo erklärt sich das Finanzkomitee bereit, eine An-

8 leihe von 30 Millionen Gulden zu befürworten. U Präsident des Danziger Senats, Sahm, Uphrt in einer längeren Rede u. a. aus: Wenn man

: DD1!! Finanzkomitee Danzig zwecks Erlangung «ner Anleihe erteilten neuen Ratschläge hört, tennte man meinen, die Finanzen des Danziger Freistaates befänden sich in völliger Unordnung, während Danzig seinerzeit gelegentlich der Einfüh­rung seiner neuen Währung hier zur Art feines Vorgehens m Finanzfragen lebhaft beglückwünscht wurde. Um den Gegensatz zwischen den damaligen Feststellungen der Völ- L lerbundsorgane und dem soeben gehörten Bericht des Finanzkomitees zu erklären, schilderte «ahm die außergewöhnlichen Umstände, die das Defizit im Danziger Budget 1926/27 veranlaßten. Danzig entging nach der Stabilisierung der Wäh- Mng nicht der folgenden allgemeinen Krise, die 1925 über Mitteleuropa hinwegfsate und die Zahl der Erwerbslosen in Danzig anfangs 1926 auf rn-chr als 20000 steigen ließ. Die Entwertung des pol- l fuschen Zloty führte zu bedeutenden Verlusten bei Krediten, die den polnischen Kunden in Zloty ge- teahrt waren. Der Zollkrieg zwischen Po- ten und Deutschland schädigte bestimmte Zweige von Danzigs Handel schwer. Ganz schwer «astet die Rot auf der Landwirtschaft. Besonders ungünstig wirkte auf die Finanzlage der Stadt außerdem das Sinken der Zolleinnahmen. Danzig, das mit Polen in Zollunion lebt, erhält zwischen / und 8 Prozent der gesamten Bruttoeinnahmen der im Gehret der Zollunion erhobenen Zölle. Der Zuteil Danzigs belief sich im Rechnungsjahr 1924 <mf 23 Millionen Gulden, 1925 auf etwa 19 Mil- »onen Gulden. Rach den Ergebnissen der letzten -Monate würde dieser Anteil für das lausende Rcch-

; nungsjahr nur 8.6 Millionen Gulden betragen. Die A'./mrivaltung-kosten wurden für 1926 auf 6.5 fiillwnen Gulden geschätzt. Der Reinertrag Dan- zigs w>rd also zwei Millionen Gulden nicht erbeb- ’o) überschreiten. Kein Wunder, daß Danzig die «encerung des Zollverteilungsschlüssels, dessen ver- agftch- zauer am 1. Januar 1925 abqelaufen ist, L erlangen sucht. Auf Grund des Vorschlages des a^onütees wird jetzt versucht, einen modus

i, 5"bi für kurze Zeit durch ein Sonderabkommen uerbeizufuhren.

, keiner Londoner Tagung hat das Finanz, g ,*ee bestimmte Bedingungen formuliert, bei de-

Unter Vorsitz des Reichskanzlers Marx fand am I Der Genfer Berichterstatter des „Journal des Montag vormittag ein Kabinettsrat statt, in I „Döbats" hatte mit dem früheren jugvslavischen dem der Staatssekretär der Reichskanzlei, Dr. Pün» I Minister Raditsch eine Unterredung, in deren der, seine Genfer Eindrücke schilderte und zugleich I Verlauf dieser unter Bezugnahme auf Erklärungen, einen vorläufigen Bericht des Außenministers Dr. I die er einem Wiener Blatte über die Anschlußfrage Strefemann über die Unterredung Strefemann- I abgegeben hatte, folgendes erklärt: Es liegt in der Briand übermittelte. Die formellen Kabinetts- I Lo gi k d«r D in ge, daß wir e in e s Tages mtt berahtnaen über die gesamte Außenpolitik und die I dem Anschluß Oesterreichs an Deutsch- Eraebnisse der Genfer VölkerbundStagun- ' " * *"*"

jedoch nicht vor Rückkehr der *

Der zweite Dersammlungsausschuß hat am Mon. I _ _ , . ..

tag den Bericht Loucheurs über die Darbe- DT. Schacht ÜbCT öie Stabilisierung, und den darin enthasteneVR?solutions°tawurf°ei'm I ni?ch en^Getandte?Er?? L e"r ch e^n'

stimmig angenommen. In dem Resokutions- SKTÄr;;

entwurf wird betont, daß die allgemeine Weltwirt- Reiß und der namhaften schaftslage die internationale Zusammenarbeit und schaftspol?tikerOest^icks

die Abhaltung der Weltwirtschaftskonferenz not- KT Schacht E MoL

wendig mache. Der Bericht Loucheurs umschreibt I internationalen AiMfrfcfnilfurfe in? 'Mttanl hör an;» das Ergebnis der Aussprache dahin, daß der Erfolg „ertaft ^iflSn der Konferenz nur denkbar sei, wenn der Vorbe- I über die Geschichte der Stakülffiermm 'der deutschen ®itrttoaäbteme5eibnr wT’Tm Währung. Seine klare, gemeinvechändliche und

Wirtschaftsprobleme eine kleine Zahl wesentlicher I gerade hierdurch fesselnde Darstelluna des Ver. Fragen herausfchält um deren Regelung sich dann falls der Deutschen Währung und ih?er Wieder- die Konferenz bemühen muß. Der Bericht Lou- aufridjtung mit der Einführung der Rentenmark cheurs wird Dienstag vormittag in der Völker- fand lebhaftesten Beifall/ Zu Ehren des ResthS- bundsverfammlung behandelt werden. bankpräsidenien gab der Präsident der National-

————— bcmk, Reitz, einen Bierabend, zu dem zahlreiche

Kdbinettsrat in Berlin. I ®hlInbun9m «««w«» warm.

Vorläufiger Bericht über die Unterredung in Thoirh.

Anregungen enthalte. Im übrigen halte er es für fraglich, ob es ratsam sei, die Sachverständigen- Vorschläge abzuändern, da ja nicht der Rat die SfÄ" W' ®ir **“ “ “*• I , Sm -lerl«, »-Ichuß d-r W,,.rbund-°-r,°mm. k«u Srfüttune dmch San»ig es eine Anleihe emp- I femjlfn nn«ma^un^"betonte I len Htieltsamfes* gut Verahma” * Sibert

febfen zu können glaubte. Auf Grund des Lon- I fan5 öic y-blick^ hab» I Thomas begründete die Budgetvorlage Rach

doner Bericksts des Finanzkomitees hat Danzig „der dem?!rtchterstatter Ä'Dteftiunam &mÄnabm bas deutsche Delegationsmitchied Pr§ & emen Reformplan für feine Finanzen ausge- stellen.^daß sie den Arbeitslosen die^Unterstützung Kaas das Wort zu einer längeren Darlegung,

stellt. D>e neuerdings gefaßten Beschlüsse des Fi- verweigern wollten umerstutzung in der er u. a. betonte, daß Deutschland als ein

nanzkomitees haben schwer enttäuscht. Die weit über I snrsf;so„* .' -. r- .. m , I Land, das in hohem Maße vom Ertrage der Sin-

bie Londoner Bedingungen des Finanzkomitees I funo nr,b,e Geschäft I dustriellen Arbeit lebt, gerade an einer sachgemä-

hinausgehenden neuen Bedingungen sind außer- I xernber hnrA ciza J /"'n?'u?°r 6 «?Um I &en Weiterentwicklung der internationalen Arbeite»

ordentlich schwer und vielleicht in einigen Punkten £ S 1£ob organifation ein besonders großT Sntereffe^ hä?

schon jetzt als unerfüllbar zu bezeichnen. Die Ent- nÄ'C Ä?; N?teoorbßenbe B e- Er wies darauf hin, daß Deutschland mif die- täuschung wird dadurch erhöht, daß das Finanz- | Dedtafnisten -m,öcn I sem Gebiete im Gegensatz zu den sonstigen Arbeits­komitee als Anleihebetrag nur 3 0 Mil io- wählen den Berich an- gebieten des Völkerbundes bereits 7ine Reibe von

nen Gulden fta11 60 Millionen empfehlen I manns . - - 'n I ^af)ren nitttätig fei und auf Grund gewonnener

Mll. Dadurch wird zu einem sehr erheblichen Teil fen Antr^n- ^l>m geftett- I praktischer Erfahrungen sein Urteil über das vor-

unsere Hoftnung zerstört, durch produktive Arbeiten Finanzausschusses^Vollmacht liegende Budget abgeben könne. Kaas verwtes auf

die große Zahl der Arbeitslosen zu verringern. Das entSr Sr ^mm den Einfluß des neuen deutschen Beitrages 7uf den

Finanzkomitee wünscht, daß sich Danzig verpflich- 7iaene^ob!r Etat, der von 274 000 Fr im Jahre 1296 aS «t. fii- dl- D-u-r l,r n'mbe,"*e «°°°°° für du- Suhr IW7 -Md, w°.»7u

«M jetzt an ohne Genehmigung des Fi. Dieferu ( f u ! stf Dadurch sei, so erklärte der Redner, nicht nur

nanzkomitees keine weiteren lang- entfpro- I eine Erhöhung der Ausgaben des neuen Budgets,

friftigen Schulden aufzunehmen. Ich weiß $en Unb bamit ber beruht angenommen, der sondern auch eine Verminderung der Lasten an- nicht, wie Danzig die schwebenden Schulden, diel folgendeRefolution I derer Staaten ermöalicht worden. Er begrüße es

sofort oder in den nächsten Wochen fällig werden, I enthält: I daß die arbeitewiffenschaftlichen Untersuchungen

zurückzahlen soll. Danzig würde es dankbar be- I , Der Rat billigt den Bericht des Finanzkomi- I dadurch zu Ende geführt werden könnten, er halte arüßen, wenn ihm der Völkerbundsrat nicht die I Kenntnis von den Erklärungen der I aber die Forderung nach einer vernünftigen Svar>

Freiheit nehmen würde, sich selbständig zu helfen, bie SrtfÄe^n Tbre^krtSnMunien ^7^» als oberstes Prinzip für durchaus begrün-'

Erft am 11. September forderte die Botschafterkon. teilung dsr tzolloinkiinfte (Er teS hen TOunto qU' ^5 Studium der sozialen Probleme, deren ferenz Danzig auf, die Kosten für die alliierten De- daß die Behörden der Freien Stadt dem ftinamtenüt^ Losung die Volker einer glücklicheren Zukunft ent- satzungstruppen in drei Jahresraten, beainnend vom I bei seiner nächsten Sitzung einen zufriedenstellenden Re- I Segenführen solle, müffe in Angriff genommen 1. September ab, zu zahlen. Da diese Tatsache von I formvorschlag vorlegen sollen, und daß die verschiede- I ®er°cn- Die Ausgabenvermehrung, die durch das der Freien Stabt bei ihrer Finanzreform nicht ver- I Pen Autoritäten, von denen die Schlußfolgerungen aus I Einstellen deutscher^ Personals erfolgt sei, sei selbst- roertet werden konnte, wurde Danzigs Lage weiter I bes Fmanzkonntees vorgesehenen I verständlich und notwendig. Indessen nehme dies

verschärft. Namens der Freien Stadt erbitte ich ßöÄ7or3uuebm?n bie’ Deutschland im Hinblick auf feine langjährigen Be-

au» in dieser Frage ebenso wie hinsichtlich der Der- Problems der wuhungen um die Institution mit Genugtuung als

Handlungen mH der Reparationskommission um die vertraut darauf, baß es unter biefen^lmsiänden^für den auf dafür, daß feine erweiterte Mit-

Unterstützung des Völkerbundrate. Das Finanz- Finanzausschuß möglich fein wirb, bie Ausgabe einer | arbeit auf °em Gebiet des internationalen Arbeits- kornitee hat sich bei seinen Beschlüssen lediglich von Anleihe zur Sicherstellung der Wiederherstellung der I als unerläßlich anerkannt werde. Eine Der- Finanzgesichtspunkten leiten lasten. Den Völker- I mnanzen der Freien Stadt zu empfehlen. I Härtung des deutschen Personals sei indes irn näch-

bundsrat bitte ich, bei seiner Entschließung auch f o« I ♦ 1 Hen Jahre notwendig mit Rücksicht auf die starken

ziale und politische Momente nicht ! Für Dienstag vormittaa wird die Untere*. I bie deutsche Arbeiterschaft an der

außer acht zu lassen und Danzig behilflich nung eines Abkommens nvffchen Danzigs und I Sm*1 biofef Amtes habe. Der Redner verwies zu sein, die hoffentlich nur vorübergehende finan- Polen über die Festlegung eines neuen Ä-rtei- I u.b,e^ Zusammenhang auf die letzt in beut- Stelle Notlage zu überroinben. lungsschlüstels für ben ^Danziaer Anteil m U H eJ ® P.r 0 4,6 erscheinenden Deröffentlichun-

Nach ben Darlegungen des Danziger Senats- Einnahmen der Danzig-polnischen Zollunion er- I inn» Internationalen Arbeitsamtes, bereit Auf- präfibenten Satan erklärte ber polnische Außen- wartet. Das Abkommen soll entsprechend den Dor- I nn?leld>e ^oI>e roie bie ber stanzösi-

Minister Zaleski, daß er auf die Einzelheiten I schlügen des Finanzkomitees für Danzig ein Mi- I 5en äufammengenomnien erreicht

des Berichts des Finanzkomitees nicht einaehen nimum von 14 und ein Maximum von 20 Millio- I e’ l e t ber deufschsvrechen-

wolle und erneuerte die Versickerung, daß Polen nen Danziger Gulden jährlich vorfehen I v6n außerhalb der politiscken Grenzen

zur Aufstellung eines neuen Verteilunasschlüstels , , ’ 9 D°ne,,en‘ des Deutschen Reiches von Einfluß. Es fei roün-

für die Zolleinkünfte bereit fei. CngNfches Urteil über Sfrcfemanns Auftreken ^enswert, baß auf bem Wege ber Deröffentlichun. '

Dann ergriff I im Völkerbundsrat. I 9en in deutscher Sprache fortgefabren und auch die

VotAcminUtov | ivth tondon, 21. Sept. (Eia Funkm l Reu- I ^auferenzberichte ben deutschen Arbeitern in ihrer

Veichsminister Dr. Strefemann I ferg (genfer Berichterstatter schreibt: Den gestrigen I ®?,rak^e öuganglich gemacht werden. Kaas schloß

das Wort, um in deutscher Sprache etwa Folgen- l Verhandlungen sei in Genf eine Bedeutung beige- I 1/ benf Hinweis darauf, daß die Bedeutung der des auszuführen: Die engen Beziehungen, die uns I messen worden, die in keinem Verhältnis zur Wick- I mternationalen Zusammenarbeit auf bem vorlke- w't Danzig verbinben, werben es allgemein ver- tigfeit ber behanbelten Fragen ftanb aber man 9cHbln ®€biet niemals so groß unb so schicksals- stanblich machen, baß bie hier zu erörternbe Frage habe ben Einbruch daß S t r e f e m a n n g Auf» I ^Mtenb gewesen sei, wie in ben Tagen ber Ge- großes Interesse auf deutscher Seite erregt. Ich t r e t e n in ber Danziger unb Memeler Fraae da- I gennmrt. Er widmete zum Schluß der Institution mochte zunächst auf einen wirtschaftlichen I zu beitragen müffe, neue Anhänger für den I «,nb brcm Seifer, Albert Thomas, Worte großer

Gesichtspunkt in der schwierigen Lage der Freien I Völkerbund in Deutschland zu gewinnen I Anerkennung. Anschließend an die Rede von Kaas

Stadt Danzig aufmerksam machen, nämlich auf bie I I f°nb eine Generalbebatte über bas Kontrollrecht

schwebenben Schulben in Höhe von mehr als 13 £OUd)CUr Über öte WelhüirtftftöftS« ,unb h«5 Budget statt. Die Rede des deutschen De-

Millionen Gulden, die im Wesentlichen von beut- | Konferenz tegterten wurde aufmerksam und beifällig aufge-