Hl 218
Dienstag, 21. September 1926
lahrq. 53.
etngegangen, das Staatsministerium zu ersuchen: 1) über die bisher stattgefundenen Verhandlungen md den Hohenzollern bezw. ihren Vertretern dem Landtag Bericht zu erstatten, 2) jede weitere Der- Handlung sofort einzustellen, 3) dem Landtag einen Gesetzentwurf vorzulegen, der die entlchädigungs- lofe Enteignung des sogenannten Privateigentums zugunsten des Staates enthält.
Loucheur kommt nach Berlin.
I Blätter melden aus Genf, daß Lou-
I cheur in nächster Zeit nach Berlin kommen werde. Dem „Lokalanzeiger" zufolge soll diese Reise in Thoiry vereinbart worden fein. — Ein Genfer chavastelegramm zu den Gerüchten, daß Loucheur V tm Zusammenhang mit den in Genf und in Thoiry eingeleiteten deutsch-französischen Bespre-
I jungen uach Deutschland begeben wird, besagt: Loucheur beabsichtigt im Oktober nach Berlin reifen, um sich dort vor der Handelskammer über seinen Plan einer Weltwirtschaft?- f o n f e r e n z zu äußern. Zu dem gleichen Zweck rotrb er sich im Anschluß daran nach Wien begeben. Vie Angestellten des Völkerbundes. „Nach einer Zusammenstellung, die der norwegische Delegierte Hambro im Haushaltsausschuß her Bolkerbundsversammlung auf Grund des Budgetentwurfs mitteilte, zählt der Völkerbund gegen- ronrtig 844 Angestellte, darunter 219 Schweizer 216 Engländer, 180 Franzosen und 229 Angehörige anderer Staaten. Harnbro fügte hinzu, haft sich die Höhe der schweizerischen Angestellten aus Erwägungen praktischer Art erklären lasse, daß ober, gemessen an den Jahresbeiträgen der einzel- nen Länder mif schweizerische Beamte und Ange- I stellte des Völkerbundes 363 Prozent, auf frcmzö- stsche 135 Prozent und auf englische 126 Prozent entfallen, während zum Beispiel auf norweg'sche, oonische und italienische Angestellte nur 60, 50 und 40 Prozent und auf andere Staatsangehörige noch I
Volkswirtschaften maßlos gesteigert werden, endlich nicht zu vergessen die passive Stellung der Länder mit der größten Erwerbslosigkeit gegenüber den Ländern mit abgleitender Valuta (Valuta - Dumping). Im weiteren geht der Referent dazu über, die Fehlerhaftigkeit der Auffassung darzutun, als I ob Arbeitszeitoerlängeruna unbedingt die Erwerbslosigkeit steigern müßte. Der Vortragende hob bei Schilderung der amerikanischen Zu- stände, die Stabilisierungsbestrebungen in der In- dustrie, die Selbstdisziplinierung der Betriebsleitungen, namentlich aber die Kreditpolitik hervor, die I zunächst ausstieghemmend wirken will, aber dann, | wenn die Krise ausgebrochen, Erwerbslosigkeit ein« I getreten ist, eben doch sehr viel weniger wirksam wird, so daß auf das Eingreifen der österlichen Körperschaften nicht verzichtet werden kann. Auf die europäischen, insbesondere deutschen Verhältnisse übergehend, wies der Referat die Auffassung zurück, I baß es sich der gegenwärtigen Erwerbslosigkeit ge- I genüber auch nur um eine solche im wesentlichen reguläre Erwerbslosigkeits-Bekämpfung handele. Der Charakter der Erwerbslosigkeit bedinge hier I doch auch außergewöhnliche Maßnahmen. Allen Be- strebnngen gegenüber müsse als wichtigste Richtlinie gelten, daß olle autoritäre Tätigkeit darauf eingestellt sein müsse, die Selbsterhaltungsen^r.
I gien in ihrer Heiltendenz zu fördern, zu verstärken. Marktbelebung durch Anregung der Rach- I frage, Schaffung eigener Unternehmungen, die auf I dem Arbeitsmarkt die Nachfrage steigern, feien von I vornherein jedenfalls richtiger als die indirekte Un- I terstützung der Produktion. Der Vortragende be- I tont mit Nachdruck die Notwendigkeit außerordent- I kicher Maßnahmen. Innere Kolonisation und eine I Handelspolitik, die Nachfrage schafft ohne preisstei- I gernd zu wirken, versprächen stärkere Erfolge, als | Me Einführung der Arbeitslosenversicherung. Vor I allem muß bei allen wirtfchafts- und sozialpolisi- I scheu Maßnahmen darauf Bedacht genommen wer- I den, daß sie nicht etwa Preissteigerungen hervor- I rufen.
Von dem Mitberichterftatter Rechtsrat Dr. I Kleindien st wurden über das Erwerbslosen- I Problem Leitsätze ausgestellt, in denen es heißt:
Unter den Ursachen der gegenwärtigen Krise I des Arbeitsmarktes ist ein Teil als vorübergehend zu betrachten, insbesondere die Geldentwertung in einzelnen Staaten, die ungefestigte handelspoli- | tische Lage des Reiches, die Folgen des Friedens- I Vertrages und die Schwäche des Großhandels. Von I langer dauernder Wirkung wird die allgemeine
Auf der Tagung des Deutschen Städtetages in Stettin sprach Prof. Dr. v. Zwiedineck- Südenhorst-München am 18. September über die Erwerbslosigkeit. Er kennzeichnet die Erwerbslosigkeit als Erkrankung des fozia - len Körpers von ausgesprochen epidemischem Charakter. Einmal trete Erwerbslosigkeit auf als Begleiterscheinung her Wechsellagen der Wirtschaft, daneben müsse aber unbedingt eine durch historische, also Einmal-Tatsachen ausgelöste Erwerbslosigkeits-Erscheinung ersaßt werden. Diese letztere säkulare Erwerbslosigkeit habe zurzeit in Deutschland ihre Wurzel in der Verminderung des Heeres- und Marinebestandes um etwa 600 000 Menschen, in der Verdichtung der Bevölkerungs- siedlung durch Rück- und Heim Wanderung, in der wirtschaftlichen Ausstrahlung der Einschränkung von Heer und Marine, in dem Verlust ihres Bedarfes für die verschiedenen Märkte, in der sozialen Umschichtung infolge des Krieges, in dem Darniederliegen der Bautätigkeit, Hemmungen handelspolitischer Natur für die Grportinbuftrie, die insbesondere durch den Autarkie-Fanatismus der vielen kleinen
Di« Pariser Blätter beschäftigen sich lebhaft mit der Unterredung Stresemanns-Briand. Namentlich zwei Blätter weisen auf die Vorteile der deutsch-französischen Verständigung hin. So schreibt Jules Sauerwein im „Matin": Angenommen, es käme ein Bündnis zwischen Frankreich und Deutschland zustande, so wäre cs schwer, ferne Macht zu überschätzen. Hundert Millionen von Menschen, die, wie man es während des letzten Krieges gesehen hat, sich nötigenfalls zu schlagen wissen, auf französischer Seite ein mächtiges Kolonialreich, ein unvergleichliches moralisches Ansehen, das Vertrauen der aus dem Versailler Vertrag hervvrgeqangenen neuen Staaten, deren Interessen selbstverständlich in keiner Weise verletzt und deren Wachstum nicht behindert werden dürste, ein Ackerbau treibendes Land, das faft fernen ganzen Bedarf selbst deckt, eine sparsame Bevölkerung, Kohle, Kali und Erze, und auf deutscher Seite Kohle, Kali, die stärkste industrielle Organisation nach der amerikanischen, ardeitslie- benbe, kinderreiche Menschen, welche Erzeugung und Ausfuhr einander anzuvassen verstehen! Die beiden Länder würden in der Welt ein neues Gleichgewicht schaffen. Sie sind allen Staaten, so groß sie auch sein mögen, gewachsen. Wenn auch die Hindernisse groß sind — Frankreich hegt natürliche Befürchtung, gewissermaßen mit eigenen Händen zur Wiederaufrichtung der Macht Deutschlands beizutragen, und Deutschland wünscht alle Folgen des Versailler Vertrages auszulöschen — so darf man sie doch nicht übertreiben. Auch technische Smbemtffe sind vorhanden. Diese bestehen nament- "ch darin, daß, wenn man gewisse Teile des Vertrages fallen läßt, man vielleicht seine ganze Struk- ™Mu Fall bringt, auf der das neue Europa be-
Balöw’n und die Bergarbeiter.
Mißlungene Dermlttlungsaklion.
Aus die neuen Regierungsvorschläge, die Dald- rom m einem Schreiben an den Berparbeitersekretär • witgeteilt bat, hat dieser geantwortet, daß man etner Regelung des Konfliktes nicht näbergekommen fei als am ersten Tage.
Der Schritt des Bhein. Bauernvereins
Weitere Ablehnungen.
Es melden sich immer mehr Stimmen aus dem Bezirke des Kölner Bauernvereins, die mit dem Beschluß des Vorstandes nicht einverstanden sind. Interessant ist die Pressemeldung des Präsiden- ten des Landwirtschaftlichen Vereins für die Rheinprovinz, Rittergutsbesitzer Dr. h. c. Bessenich, Burg Gladbach: „Durch Ne Presse geht eine Mitteilung, nach welcher der Landwirtschaftliche Verein der Errichtung einer Ein- heftsorganisation zugestiimmt haben soll. Diese Mitteilung stützt sich aus Ausführungen des Vorsitzenden des Rheinischen Bauernvereins, Frhr. von Los, vor Vertretern der Presse und im „Rheinischen Bauer" Nr. 36 vom 4. September 1926, in denen er behauptet: „Die Idee der Einheitsorganisation wird aber nicht nur vorgetragen von den führenden Män- nern des Rheinischen Bauernvereins, des Landwirtschaftlichen Vereins und der Kammer selber, sondern wird auch von den Kreisbauernschaften und der Masse der Einzelmitglisder erfaßt und gebilligt." Die Vertreter des Landwirtschaftlichen Vereins haben lediglich der fafuttatioen Errichtung von Kreiskommissionen der Landwirtschaftskammer zu- gestimmt, die als Zusammenfassung von Mitgliedern der Landwirtschaftskammer und Vertretern der freien Organisationen den Behörden gegenüber für die Erledigung bestimmter engumgrenzter Aufgaben berufen fein sollten. Die Frage einer Einheitsorganisation hat mit dieser Sache nichts zu tun und ist auch hierbei nicht erörtert worden. Infolgedessen kann auch von einer Zustimmung des Landwirtschaftlichen Vereins nicht die Rede fein."
Di« Ansicht des Landwirtschaftlichen Vereins entspricht dem § 15 des Landwirtschaftskammerge-
Serarmung und die Veränderung im Gefüge der Weltwirtschaft sein.
Die Arbeitsmarktpolitik und die öffentliche Wohlfahrtspflege müssen deshalb in den kommenden Jahren mit einer großen Zahl regelmäßig er- werbsloser Arbeitskräfte rechnen. Innerhalb Deutschlands wird durch die Gewinnung landwirtschaftlich nutzbaren Bodens und die Vermehrung des klein- und mittelbäuerlichen Besitzes einer größeren Zahl von Menschen der Lebensbedarf gesichert. Die Arbeitsdien st pflicht ist zur Belebung der chronischen Arbeitslosigkeit nicht geeignet; die Arbeit slosenversicherung I ist für die Zeit eines wieder geregelten Arbefts- I Marktes vorzubereiten. Für die Zeit des lieber- ganges ist die Erwerbslosenfürsorge anpaffungs- unb leistungsfähiger. Die Notstandsarbeiten sol- len wieder aus Haushaltsmitteln nach Maßnahme der Dringlichkeit und Wirtschaftlichkeit gefördert I werden; das System der produktiven Erwerbs- lofenfürforge soll aufgegeben werden. Zur Ent- laftung des gewerblichen Arbeitsmarktes ist Auswanderung planmäßig zu fördern.
3n den Leitsätzen des Mitberichterstatters Stv. Görlinge r-Köln heißt es: Zur Behebung der Arbeitslosigkeit muß die Rationalisierung, die keinesfalls durch Lohnkürzung und Arbeitszeiterhöhung erreicht werden darf, ausgedehnt werden. Neben die Rationalisierung des Arbeitsprozesses bat die Rationalisierung des Arbeitsverhältnisses öu treten. Zur Behebung der Not ist die Arbeitslosenversicherung, trotz des Umfanges der Erwerbs- losigkeit beschleunigt durchzuführen und dabei die öffentlichen Arbeitsnachweise weiter auszubauen. Sofortige Durchführung der im Programm des Reichstags vorgesehenen Arbeiten, obwohl sie für hie Großstädte keine wesentliche Entlastung bilden. Keine Förderung der Auswanderung, da sie wie eine Gesunden- und SBegabtenausIefe wirkt. Ersetzung von über 130 000 ausländischen Wanderarbeitern durch deutsche Arbeiter. Schaffung von Acker- uni? Wiesenland durch Urbarmachung des Oedlandes. Anlegung von Siedlungen. Verringerung der Einfuhr von Lebensmitteln durch Intensivierung der Landwirtschaft.
2tm Schluß der Sitzung wurde eine
Entschließung
angenommen, in der es u. a. heißt.
'meinen-«reife: Äleinieile (Colonel) otal 0,15 SeWrnnr auJtoärt« 0.20 Reichsmark. Reklame,eile! lokal o.gr Reichsmark auswärts 0.80 Reichsmark. <
»c Sjieberbolnngen Rabatt «oft'rfi-cWonlo Nranklur' n.<m. 4051
gelangen werden, das die Differenzen zwischen Deutschland und Frankreich beseitige.
Presse-Empfang bei Briand.
Briand, der am Samstagvormittag um %10 Uhr in Paris eingetroffen ist, hat am Samstag mittag die Vertreter der Presse empfangen und ihnen u. a. erklärt: Ich bringe aus Genf den beften Eindruck und die größten Hoffnungen auf die Aufrichtung eines dauernden Friedens in Europa mit. Die Wahlen zum Völkerbundsrat haben dort, wo man Freundschaft für Frankreich hegt, hie lebhafte Befriedigung hervorgerufen, lieber feine Besprechungen mit Stresemann könne er vor her Berichterstattung tm Kabinettsrat, der bekannt- lirf) am Dienstag ftattfin-ben wird, keine Einzelheiten mitteiten. „Indessen kann ich, so erklärte Briand, schon jetzt angeben, welche Richtlinien für mich maßgebend gewesen sind für mein Vorgehen, nämlich die unverbrüchliche Mitarbeit an der Sache des Friedens in Europa. Frankreich hat lange Jahre hindurch hinreichende Beweise seines Heldentums gegeben, um in dem Augenblick, wo es sich friedlichen Bestrebungen zuwendet, auch nicht die geringste Demütigung erfahren zu müssen. Ich selbst bin während des Krieges Ministerpräsident geworden und weiß, was ein europäischer Konflikt an Leiden mit sich bringt. • Ich bin unbedingt und tief innerlich entschlossen, alles zu tun, um mit dem Krieg a uf- 3 u r ä u m e n. Ich weiß noch nicht, ob ich Strefe- mann vor der nächsten Völkerbundstagung sehen roerbe. Wir werden unseren Regierungen Bericht erstatten und dann weiter sehen." Briand teilte 3um Schluß mit, daß er einige Tage Urlaub nehmen werde.
Briand bei poincare.
Ministerpräsident Poincare hat Samstag nachmittag Außenminister Briand empfangen und sich mit ihm etwa zwei Stunden lang unterhalten. Er hat außerdem mit dem Vorsitzenden des Fiannz- ousschusses Millies-Lacroix verhandelt.
Besuche und Einladungen.
Reichsminister des Aeußern Dr. Strefe- m a n n stattete am Samstag den Hauptdelegierten verschiedener Völkerbundsstaaten Gegenbesuche ab.
Der Leiter der Reichspresseabteilung veranstal- tete Samstag mittag für die in Genf anwesenden Vertreter der ausländischen Presse ein Frühstück, an dem von den Delegationsmitglie- bern Abg. Staatssekretär a. D. Freiherr v. Rhein- baden und Staatssekretär Weismann teilnahmen. Im Verlaufe der Veranstaltung stellten sich auch Reichsmmister Dr. Stresemann und die übrigen Zerren der Delegation ein. — Der deutsche gesandte in Bern gab im Hotel Metropole her deutschen Delegation einDine r, an dem sämtliche Mitglieder der deutschen Delegation und ferner die drei Hauptdelegierten der Schweiz bei der , Bolkerbundsversammlung teilnahmen.
Kommunen und Erwerbslosenproblem
Sur Tagung des deutschen Städtetugs in Stettin.
Erscheint sechsmal wöchentlich WochenbeUanen Illustrierte Bei- loge und Buchend!Stier" Rotationsdruck und Verlag der öuloaer Actiendruckerei in gulda. S-ernlvrecher Nr. 9.
Monatlicher BeiuaSbreiS- 1.50 Rkk.
Mch der Unterre-ung WM—Ctresemlm
Das Echo aus Frankreich und England.
fetzes, wonach nur ganz „bestimmte engumgrenzte" Aufgaben Kammerausschüssen überwiesen werden können. Im Gegensatz dazu steht die Ansicht der Landwirtschaftskammer, die in ihren im „Rheinischen Bauer" Nr. 37 vom 11. September 1926 auf Seite 313 unter Ziffer 1 veröffentlichten Richtlinien den Kreisausschüssen die Vertretung „allgemeiner Interessen der Gesamtheit des landwirtschaftlichen Berufsstandes gegenüber den Kreisbehörden" geben und damit in das Tätigkeitsgebiet der freien Berufsorganisationen eingreifen will.
Auch der Rheinische Landbund lehnk ab.
Der Rheinische Landbund verbreitet folgende Erklärun g: „Die vielfach verbreitete Nachricht, der Landbund billige die von Freiherrn von Loe und Herrn Freiherrn von Lüninck vorgeschlagene Form der Einigung der rheinischen Landwirtschaft und habe sich bereits zustimmend geäußert, ist durchaus unrichtig. Gleichzeitig stellen wir mit Befremden fest, daß der Rheinische Landbund zu den Vorverhandlungen nicht zu - zogen, vielmehr vollständig übergangen worden ist, und erst durch ein Schreiben der Landwirtschaftskammer vom 19. August den vollständig fertigen Plan zur Aeußerung erhalten hat."
* Vildudski läßt den ehemaligen Kriegsminister frei. Wie die .Montagspost, aus Warschau meldet, isi die Entlassung des ehemaligen Kriegsministers Malczewski aus dem Wilnaer Militärgefängnis angeordnet worden. Malczewski hatte als Kriegsminister des Kabinetts Witos im Mai den Widerstand der Regierungstruppen zu den Piliudkischen Putsch geleistet.
* Aversecu beim König von Italien. Am Sams- tag empfing der italienische König im Schloß San Rossore den rumänischen Ministerpräsidenten Aversecu und lud ihn zum Frühstück ein.
| 6m 6. Oktober £andtagsbegtnn. ifaae^Li^i^1!^'01 bes Preußischen Land- die erste Plenarsitzung nach der
: mmerpaufe am Mittwoch den 6. Oktober he« Ti2 U^r' stattfinden soll. Für die ersten Tage toänA» •1^lentritt5 ^llen vor allem die Justtzvor- frao» htn Magdeburg im Rahmen der Großen An- berPH « Sozialdemokraten und Kommunist.',i, zu teit öie Reichsregierung sich be-
r.. bat, sowie die Interpellationen über die fallt ^pPhbem‘e in Hannover zur Besprechung ge-
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>er Landtage ist ein Urantrag
urattmn der Kommuni st ischen Partei
.. Auch das ,.Oeuvre" tritt wärmstens für bte Politik von Thoiry ein und schreibt: Briarw und Stresemann wissen, daß der Weg. der ^"" Frieden führt, weit ist, und daß auf dem Meqe liegen. Man erzählt, Mar- 2, e.wa) habe den Weg zum Sieg mit dem Vor- geben des Papageis verglichen, der erst auf die
Käfigs steige, wenn er auf BriaÄ d^m^ klefaßt habe. Es scheint, daß heÄn '^n2^69 europäischen Gleichgewicht in
SS Meise auffaßt. Auf dem Weg den er ungeschlagen hat und dessen Ziel er vor sich sieht totir « einen neuen Schritt erst dann machen, wenn Aas^i-^gewrssert hat, daß man ihm Eekolg- roaft .'ecktet und daß er keine Gefahr läuft, unter- tn^^W^^^lassen zu werden. Wenn er seine wrichwüftliche Geschicklichkeit in den Dienst der edel- £ e§ so ist er nicht der
(J2tamt, früher Erfahrungen außer Acht zu lassen. §IEdn vom Januar 1922 hat ihn zu feinem rti5)T Rückschlägen, wie dem, den erlebte, zu sichern. Der „Temps" Allem die Tatsache, daß eine derartige sitft stattfinden können und die Um- ckf. unter denen sie borbereitet worden ist so- rote bet Charafter, den man ihr gegeben hat. be- in der Entwick- j itfhL m ^IA-ftanzosischen Beziehungen und er- ^^•S^erttben, die man sobald nicht erhofft W mcht emmal angesichts des bereits fit Locarno
J?0? befindet sich hier an einem ent- scheidenden Wendepunkt der von Briand und Stre- verfolgten Politik der Entspannung 1EL Verständigung. Man muß annehmen, daß fuf lebhaften Widerstand in ge- romen deutschen Kreisen stoßen wirb. Die Frage die.Deutschen anftichtig ben in Locarno, ®enf »nd Thoiry eröffneten Weg beschreiten wollen “to ob sie entschlossen sind, sich dem anzuvassen.
I {Settme bt)a c europäische Zusammenarbeit cr- ^-'L/u/ischen Blätter berichten mit großer Aus- ÄÄ^keit über bte letzten Besprechungen zwischen I Dttesemann und Briand und geben auch ben all- Oemetn gehaltenen Aeiißerungen der Pariser Presse fc .^usi-cksung ausführlich Raum.
entbalt sich im allgemeinen einer eigenen I krfc Rbt lkdoch der Annahme Ausdruck,
I bSjÄCt ®nmb fär di- Annahme bestehe, daß lann umfassenden Abkommen ge-
Der „Star" gibt in einer kurzen s.b,c er 'Frieden für 15 Franken" der Hoffnung Ausdruck, daß diese 15
I sich aia “T der beiden Staatsmänner I
Das Bla^ - Jnrö(TC erweisen werden. Niatie i E betont, es sei für eine öffentliche Diplo- S ” ®«1 f und gegen alle geheimen Abmach- Sne ?ber gegen die lieber,
b<?r ^°™eri rber alten Diplomatie sE. Der „(Star" gibt
»Die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit I und ihrer Folgen ist eine der dringendsten Auf- 9a ben der Gegenwart. Zielbewußte einheitliche I Wirtschasts- und Handelspolitik, Wiedereinordnung der deutschen Volkswirtschaft in den Weltverkehr und die Weltwirtfchaft und Verringerung entbehrlicher Einfuhr, eine Bilanz- und Steuerpolitik, die die Wirtschaft in ihren Aufbaubestrebungen unterstützt und Stärkung der Kaufkraft der breiten Massen sind die wichtigsten Maß- nahmen. Die Städte bedauern, daß keine richtige Ver- Wertung ihrer Erfahrungen bei der Aufstellung des neuen 3 rbeitsbeschasfungsprogramms er- folgt ist und erwarten, daß die Ministerialkommifsion eine Ergänzung durch Heranziehung von Vertretern der Praxis erfährt. Zur Arbeitsbeschaffung sind neben den •" Mu(Sfl.a)t genommenen Notstandsarbeiten außerordent- hdje Mittel, insbesondere auch der produktiven Er- werbslosenfürsorge, für den Wohnungsbau und damit für das Baugewerbe als Schlüsselgewerbe zur Verfüllung zu stellen. Die Arbeitslosenfürsorge muß baldigst in eine gesetzliche Arbeitslosenversicherung übergeführt werden. Solange die von der Reichsregierung eingelei- teten Maßnahmen zur Beschäftigung der Arbeitslosen sich nicht auswirken, und die allgemeine Arbeitsmarkt, läge keine Besserung zeigt, ist die allgemeine Ver- ber Unter st ützungsdauer über 52 Wochen hinaus dringend notwendig. Die Städte er- .uaren sich außerstande, mehr als ein Neuntel der Ko- sten zu tragen.
FuldaerZeüung
Anzeiger für die Stahl und ben Kreis Hulda. Amtliches Kreisblatt.