feiger für die Stadt und den Kreis Fulda. Amtliches Kreisblatt
Somstag, lS. September 1926
Nr. 216
Zahrg. 53.
Sie erste Citzuilg -es neuen Mlkerbnn-srates
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Lord Grey über völkerbundsfragen.
Lord Grey hielt in London eine Rede und sagte, Deutschlands Eintritt in den Völkerbund sei
Ausnahmezustand in Triest.
wtb. Rom, 17. Sept. (Eig. Funkm.) Der Präfekt von Triest hat den Blättern zufolge eine Verordnung erlassen, wonach alle Ansammlungen über 5 Personen verboten sind. Bis auf weiteres sind sämtliche Theater usw. geschlossen zu halten. Alle Gastwirtschaften müssen abends um 8 Uhr geschlossen werden.
wird durch die Jahrhunderte leuchten!"
Für uns war die große Frage, ob wir einmal in der Welt die moralische Genugtuung erhalten
Noch Keine Nuhe im Nif.
Nach Blättermeldungen auS Marokko haben an der französischen Südfrontheftiige Angriffeder Rifleute gegen einen französischen Posten stattgefunden. An anderen Stellen würden Angriffe erwartet. Die Kolonne des spanischen Obersten Capaz lei nunmehr endgültig von der Umklammerung der Rifleute befreit und suche, wie sie durch Radio mit- geteilt habe, die Verbindung mit den zur Hilfe entsandten spanischen Abteilungen aufzunehmen. Die Rifführer Cheriro und el Beggar setzten, um die Stämme der Ktama zum Widerstand zu ermutigen, daS Gerücht in Umlauf, sie hätten einen Brief Abd el Krims empfangen, in dem dieser ankündige, daß er bald mit einer gewaltigen Abteilung zurtickkom- men werde.
Die Ruhe in Syrien wieder hergeslelll.
In einer Havasmeldung aus Beirut wird erklärt, daß in Syrien fast überall die Ruhe wiederhergestellt fei. Der Sultan Attrasch mit einigen Notabeln und ungefähr 300 bis 500 Reitern fei noch nicht unterworfen und benutze die Nähe der syrischen Wüste, um sich den Verfolgungen der französischen Abteilungen zu entziehen. Der Verkehr auf sämtlichen Straßen, sogar der von Damaskus nach Palmyra, fei wieder ausgenommen worden
morgigen deutsch-französischen Aussprache zwar die gebührende Bedeutung bei, hebt jedoch hervor, daß diese Unterredung keine allgemeine Tragweite ha-
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terzeichnung unseres Vertrages den Beweis geliefert zu haben, daß wir in vollkommener Ueberein- stimmung mit Ihnen sind. Mussolini sprach dann die Gewißheit aus, daß die Zusammenarbeit beider Völker auch in den Beziehungen zu den Nachbarvölkern und für den europäischen Frieden fruchtbar fein werde. Averescu betonte in seiner Antwort, der unterzeichnete Vertrag werde beiden Völkern sagen, daß sie von nun an wie ein einziges Volk handeln müßten. Es sei logisch und natürlich, daß sich ihre materiellen Interessen in derselben Weise durchdringen, wie ihre politischen, ^verescu fügte hinzu, die Welt brauche in erster Linie Ordnung und soziale Harmonie. Deswegen seien aller Blicke mit Bewunderung auf das von Italien gegebene Beispiel gerichtet. Der prächtiae faschistische Elan des Duce habe dem Lande den Schwung gegeben, den nichts aufhalten könne.
vor einem französisch-jugoftavischen Freundschaftspakt?
wtb. London, 17. Sept. (Eia. Funkm.) ,$ime§' berichtet aus Belgrad, in gewissen Kreisen fei man der Ansicht, daß zwischen der Reise des Königs Alexanders und der des Ministers des Aeußern, Nintschitsch, nach Paris bald nach der Tagung des Völkerbundsrates Zusammenhänge bestehen. Sie sprechen von der Möglichkeit der Unterzeichnung eines sranzösisch-jugo slavischen Freundschaftspaktes.
Erscheint sechsmal wöchentlich. Wochenbeilaaen: Illustrierte Bei. läse und Buchenblätter'- Rotationsdruck und Verlag bet
Suliaet Actiendruckerei in Nulda. ssernsvrecher Rr- 9.
______________Monatlicher Be,uaSvreiS- 1.50 Mk.
. Der Oberste Volkswirtschaftsrat der Sowjet- unlon. Die Moskauer Presse veröffentlicht die neue vMammensetzung des Obersten Volkswirischaftsrates, eßen Mitgliederzahl auf 85 erhöbt wurde. Unter t>n Mitgliedern befinden sich Pjatakow und h»r.°L L A" der Spitze des aus zehn Mitgliedern bei; m^en Präsidiums steht Kuibyschew, zu i lien Vertretern Kviring, Ruchimowilsch und Lobow mitrXaw 1
bin italienisch-lMMscher FreMschllstsoertcag
Mussolini und Kverescu wechseln Trinksprüche.
Verkehrs angeordnet. Es sollen in dem französischen Alpengebiet nicht weniger als sechs Divisionen konzentriert sein. Der Zweck dieser Maßnahmen ist lediglich Sicherung gegen Maßnahmen von italienischer Seite.
* Ein mexikanisches Bataillon von Indianern aufgerieben. Eines der Infanterie-Bataillone, die nach dem Staate Sonoa entsandt tootben waren, wurde von Indianern, die in einem Hinterhalt lagen, zum Teil aufgerieb^n. Die Ueberlebenden flüchteten in voller Unordnung.
würden, wie sie uns in Genf zuteil geworden. Man kann naturgemäß nicht verlangen, daß all die realen Dinge, die durch den verlorenen Krieg zur Tatsache geworden sind, mit einem Schlage ihre Bedeutung verlieren. Ich kann es nicht verstehen, wie die Leute, die sich auf den größten deutschen Staatsmann berufen, fein Wesen so verleugnen können, daß sie heute von seiner Auffassung der Realitäten so wenig verspüren lassen. Wir sind machtlos von waffenstarrenden Nachbarn umgeben, nicht mehr im Sonnenglanze deutscher Weltgeltung, und wir müssen versuchen, schrittweise das zurückzubringen, was wir verloren haben. Der Minister erörterte dann die Tagesereignisse und sagte, daß man nicht erwarten könne, daß die früheren Feinde auf Früchte ihres Sieges verzichten und auf Deutschlands Forderungen eine Entsagung üben sollten, die wir im gleichen Falle ebensowenig geübt haben würden. Aber die moralischen Erfolge sind Gewähr für eine weitere Entwicklung. »Hätte etwa Bismarck, so fragte Dr. Stresemann, 1877 eine versöhnlichere Rede an die Adresse Frankreichs halten können, wie B r i a n d an diejenige Deutschlands?" Er stellte dabei eine viel verbreitete Redewendung richtig, die ihm unterstellt werde: „Ich habe niemals gesagt, es gibt keine Sieger und Besiegten. Aber das habe ich gesagt: Es gibt unglückliche Besiegte, aber keine glücklichen Sieger!" Und das ist auch die Signatur dieser Tage. Man versteht endlich, daß man den falschen Weg gegangen ist. Ich habe die feste Ueberzeu- gung, daß Briand feine Rede aus dem Innersten des Herzens gehalten hat, daß er diese Empfindungen wirklich und aufrichtig hegt. Nicht das ist das Entscheidendste, daß er sie gehalten hat, sondern daß er sie halten konnte, ohne von dem französischen Volk desavouiert zu werden.
Eingehend auf die Ratswahl untersuchte der Minister weiter die tatsächliche Einstellung der verschiedenen neugewählten Ratsmächte zu Deutschland und betonte zum Schluß, daß die politischen Fragen das oberste Ziel unseres Strebens in Genf fein müssen. Dabei kommt es auch nicht auf Tageserfolge, wie etwa eine kleine Verminderung der Besatzungstruppen an, sondern auf die vollständige Bereinigung der zwischen uns und unseren Gegnern schwebenden Punkte. Eine Frage, die durch die vollkommen veränderte geistige Atmosphäre ihrer Erledigung entgegenreift.
Haltung ist entscheidend, daß die künftige Ge- schichtsschreibiing nicht die Frage des Unterliegens voranstellen wird, sondern die Frage, wie es überhaupt möglich war, daß Deutschland die Kraft aufgebracht hat, solange einer Welt von Feinden zu widerstehen. Ich erinnere an das Wort, das ein Argentinier kurz nach dem Kriege öffentlich aussprach: „Das Haupt, umwunden von Lorbeer, ist Deutschland im Kampfe gegen eine Welt von Feinden unterlegen. Aber der Ruhm seiner Taten
' Die 14 Mitglieder des Völkerbundsrats in ferner neuen Zusammensetzung sind am Donners- M nachmittag kurz nach 5 Uhr zu einer nicht- öffentlichen Sitzung zusammengetteten, mit der gleichzeitig die 42. Session des Völkerbundsrats eröfstret wurde. Auf Vorschlag von Reichs- behält Beensch den
Vorsitz be§ Vülkerbundsrats auch für die 42. Session bei.
Die fünf ständigen Raatsstaaten waren in dieser ersten Sitzung nach Erweiterung des Völkerbunds- xats vertreten durch Chamberlain, Briand, Scialoja,Jshii und Reichsm'rmfter Dr. Stre- se mann, die neun nichtständigen Raatsstaaten durch den chilenischen Botschafter in Rom Ville- >L?.3,en rumänischen Minister des Inneren ® « r r^e11’ ben polnischen Minister des Aeußern Zaleskl, den holländischen Gesandten in Paris Loudon, den chinesischen Gesandten in Rom Chao Hsinchu, den kolumbischen Gesandten in , Vern Urrutia, den tschechoflowakischen Außenminister Bene sch, den bulgarischen Senator de Broucguöre und den Pariser Gesandten von San ^Salvador Guerrero. An diese vertrauliche Sitzung schloß sich eine öffentliche Ratssitzung an.
Punkt 6 Uhr eröffnete Benesch die ersteöffent» fidje Sitzung des erweiterten Völkerbundsrates mit einer Ansprache, in der er u. a. auf die geschichtliche Bedeutung dieses Ereignisses hmweist und zunächst im Namen aller Ratsmitglieder das Deutsche Reich und seinen Vertreter, Reichsminister Dr. Stresemann, als ständiges Ratsmitglied herzlich begrüßt. Er fügte die Bemerkung hinzu, daß die Völkerbundsversammlung vor einigen Tagen einen neuen ständigen Sitz für das Deutsche Reich geschaffen habe, dessen Eintritt in den Völkerbund sie so warm begrüßte. Nach weiteren Wor- ten der Begrüßung an die Vertreter der neuen nichtständigen Raatsstaaten erinnerte Benesch, unter Hinweis auf die geschichtlich denkwürdige Sitzung des Einzuges Deuftchlands in den Völkerbund an die Worte Briands, daß es im Völkerbund keine Parteien geben dürfe, um dann zu erklären, daß es die Pflicht des Völkerbundsrates sei, die großen Prinzipien des Völker- bundspaktes im Geiste der Freund- n st, Herzlichkeit und Aufrichtigkeit durchzuführen. Der Völkerbundsrat habe während ferner bisherigen Tätigkeit jederzeit versucht, etwa auftretende Schwierigkeiten zu überwinden und er habe dabei einen unstreitbaren Erfolg ge- habt. Er schloß mit dem Wunsch, daß der Rat auch in seiner neuen Zusammensetzung in gleichem Geist internationaler Zusammenarbeit und gegenseitigen Verständnisses die großen Grundsätze des Völkerbundspattes durchführen möge. Nach dieser kurzen Begrüßungsansprache trat der Völkerbundsrat in bte Behandlung seiner Tagesordnung em.
Es wurde eine Reihe von Berichten, die das tntemationale Hilfswerk bei Naturkatastrophen, die Zusammensetzung einer griechisch-bulgarischen Grenzkommission und einige Fragen der Flüchtlingsfür- svrge behandeln, debattelos genehmigt. Die Ein- bemfung der nächsten Sitzung blieb dem Vorsitzenden Benesch überlassen. In der vorangegangenen Geheimsitzung hatte Dr. Stresemann nach der alphabettschen Reihenfolge Anspruch auf die Uebernahme des Vorsitzes. Mit einer Begründung, die er in englischer Sprache gab, trat der Reichs- Minister jedoch, wie gemeldet, für die Wahl Be- Aeschs em, der deshalb der Gegebene fei, weil er, abgesehen von feiner den neuen Mitgliedern zu gute kommenden langen Praxis, ohnehin Vorsitzender der in der gleichen Tagung des Völkerbundes abge- i. sihlvssenen 41. Ratssession war. In der Geheimsitzung wurde in der Hauptsache die durch die Erweiterung des Rats notwendige Umbildung des vorbereitenden Abrüstungsausschusses besprochen und genehmigt. Es scheiden aus die bisherigen Rats- Mitglieder Brasilien, Spanien, Schweden und Uruguay, die nunmehr aufgeforbert werden, , weiter Mitglieder des Abrüstungsausschusses zu bleiben. Es ttaten autvmattsch als neue Ratsmitglieder m den Ausschuß ein: Kolumbien, San Salvador Und China. Die Zahl der Ausschußmitglieder er- Wht sich demnach auf 23. Schließlich wurde der Generalsekretär jur Annahme eines Angebots eines Amerikanischen Ehepaares ermächttgt, eine Wilson- Stifte zu stiften.
Briand und Stresemann.
Havas berichtet aus Genf: Briand und Dr. Stresemann haben vereinbart, sich im Laufe des Donnerstag zu treffen, um über die zwischen beiden Ländern schwebenden Fragen eine längere Aussprache zu führen. Es ist möglich, daß sie, um ten zahlreichen m Genf anwesenden Journalisten ZU entgehen, sich nicht in der Stadt selbst treffen werden. In französischen Kreisen mißt man der
ben kE, und daß es für bif beZ ,Q Mussolini und Averescu haben im Pa-
vorteilhafter fein wird, wenn sie Ansichten und I tn ^mn einen italienisch-rumänischen
gegenseitige Sondierungen vornehmen, als wenn sie ? " . 7n a r b e t ts- und F r e u n d s ch a sts- hinsichtlich der von ihnen vertretenen Länder präzise J? unterzeichnet. Der „Levaro d'Italia" Verpflichtungen übernehmen. P 31 M darauf aufmerksam, daß dieser Freund-
1 chaftsvertrag keine Anspielung auf die Ratifikation )er Pariser Konvention von 1920 bezüglich Bes- a r a b i e n s enthält, weil Italien keinerlei Ver- prechungen in dieser Hinsicht auf sich nehmen
Die Besprechungen, die zwischen dem deutschen und dem französischen Außemmnister augenblicklich, ... , -------- ,lu, llt„lllcll
über die Lage der besetzten Gebiete stattfinden, be- Es scheine jedoch nicht ausgeschlossen, daß,
wegen sich auf der Grundlage, daß nach dem Inkrast- obschon die genannte Konvention nicht ratifiziert treten der Locarno-Abmachungen ein großzügiger I Werden könne, dennoch in Anhängen zum Freund- Beweis des Locarno-„Geistes" auch nach außen hin Ichaftsvertrag sich eine Gelegenheit biete, Rumä- g»geben wenden muß. Die Besprechungen S t r e f e- nten in dieser Hinsicht ein gewisses Entgegenkom- mann mit Briand fanden eine Ergänzung durch I ™en 3U beweisen. Bei den Vorbesprechungen zu Aussprachen, die auch die parlamentarischen Mit- öfm " aft seien die beiderseitigen Besuche der Kö- glieder der deutschen Delegation, unter anderem die P!9s?,QQrc geregelt worden. Auch die „Tribuna" Reichstagsabgeordneten K a a s, B e r n st o r f f und daß die Pariser Konvention bezüglich
Breitscheidt mit Briand hatten. Wesentlich -vessarablens geändert werden solle, fügt aber bin- ift, daß das deutsche Ziel auf die ab s o l u te F r e U "“B Dafür eine Formel gefunden werden solle, gäbe des Rheinlandes in absehbarer I - bem rumänischen Volke zur Genugtuung ge» Zeit gerichtet ist und daß demgemäß auch die völ» I ^icht und woran die Angriffe der Gegner abpral- lige Rückgabe des Saargebietes erstrebt I len Das Hauptwerk bestehe darin, daß
werden muß. Neben politischen handelt es sich hier I Dur“) ’r.n .Italien indirekt in der Kleinen Entente freilich auch um militär-technische Fragen, sodaß gegenwärtig sei und daß seine Interessen auf dem man selbstverständlich eine Erledgiung dieser Dinge I '°aIfan besser gewahrt werden könnten, nicht mit der Uhr in der Hand abwarten kann. I . Anläßlich eines Frühstücks zu Ehren Averescus Es kommt vielmehr darauf an, daß jetzt in Genf fQ9te M u f f o I i n i in feiner Begrüßungsansprache die Voraussetzungen für eine endgültige Regelung “• a-: Sie haben sich zum Dolmetscher der Wünsche getroffen werden. I des rumänischen Volkes gemacht, das die herzlichen
Wie verlautet, wird schon in der allernächsten I en0fn ®e3ief>ungen zu unserem Lande immer Zeit mit einer wesentlichen Herabsetzung der Be- I ’e'ter gestalten will. Ich freue mich, durch die Un- satzungsMern zu rechnen fein. Der bisher von I
Frankreich für die Aufrechterhaltung dieser Be- I {Tino
fetzung geltend gemachte Grund der Sicherung des I ItlnC otrCjCttlQTtn'HCOC.
französischen Gebietes, ist nunmehr, nach dem In- Auf einer gesellschaftlichen Veranstaltung die krafttreten der Locarno-Verträge hinfällig, weil jetzt vom Reichspreffechef am Donnerstag abend in Genf milttansche Aktionen ausgeschlossen sind und die Re- am Sitz der deutschen Delegation gegeben wurde gelang von Streitfällen durch das internationale I sprach Reichsaußenminister Dr Stresemann Schiedsgerichtsverfahren erfolgen soll. vor den Delegationsmitgliedern und den Vertre-
In Verbindung mit diesen Erörterungen, die ein I fern der deutschen Presse. Der Minister nahm zu ganz großes Ziel verfolgen, steht naturgemäß auch I den verschiedenen Anschauungen bezüglich der ge» die Möglichkeit von bestimmten deutschen Ge- I genroärtigen Genfer Tagung in großangelegten genleistungen, die sich auf wirtschaftsichem und I politischen Ausführungen von grundsätzlicher finanziellen Gebiete befinden, augenblicklich in Genf I Bedeutung Stellung. Ich habe, so führte er Zur Debatte. Es wäre aber verfrüht, über diese I u. a. aus, das Recht, subjektiv zu sein. Eine reine Dinge, die auch in Verbindung gebracht werden mit I Objektivität in politischen Dingen gibt es nicht, einer deutschen Aktion zugunsten der ftanzösischen I Ein Mensch, der immer und unter allen Umstän- Währung, jetzt schon in Einzelheiten sich zu äußern. I den um eine reine Objektivität sich bemüht, ist kein Kerl im deutschen Sinne. Ich empfinde tiefe Ge- dlusschutzberatungen. nugtuung über die Stellung, die sich Deutschland
In der zweiten Kommission (technische Organisa. e"gener^Wunsch^abe?^durch^dieEEntwicklimg^der ■ÄffyfÄS ^belgische Mimsterprä- Dinge war ich ^zu berufen an dtt SpiZ d H l1 h « s als Vorsitzenderderoorbereiten» Reiches zu treten, zu einem Zeitpunkt, wo wir alle £ ®n fTO r* b-e ber ®inberu« Kräfte darauf rüsten mußten, auch nur zum Ver- L n 0h. V ts ? ftskonferenz I Miller Frieden zurückzukommen, während unsere
über die Arbeit dieser Kommission Er gab einen Gegner glaubten, weit über dessen Bestimmungen Rückblick auf die Maitagung der vorbertenden Korn» hinausgehend uns zum Opfer ihrer Gelüste und An- Mission und kündigte an daß Äne neue Sitzung der spräche machen zu können Damals wäre als Narr vorbereitenden Kommission am 15. November 1926 bezeichnet worden, wer vorhergesagt hätte daß stattsinden werde Zwei Fragen mußten richtung- Deutschland heute mit solchem Jubel begrüßt als gebend für diese Konferenz sem: 1. die Zollpo i- gleichwertige Großmacht in den Völkerbund ein- t i k ,n den verschiedenen Landern und 2. das Ziel ziehen würde. Ich habe heute die Empfindung, die industriellen Organisationen mter. daß dieser Vorgang ein Slufgeben des Gei- national einander näher zu bringen. Die stes von Versailles bedeutet. Wir haben Einberufung der Weltwirtschaftskonferenz hänge 1919 um Aufnahme in den Völkerbund gebeten von dem Erfolg der Arbeiten im November ab. Man hat sie uns verweigert. Dann kam Macdo- Theunis betonte, daß es unmöglich fei, aus eigener I nald, der von dem teeren Stuhl sprach der besetzt Kraft aus der Wirtschaftskrisis herauszukommen. I werden müßte. Wir folgten dieser' Einladung Deshalb dränge sich die Notwendigkeft einer solchen I nicht. Wir sind nicht bedingungslos in den Völ- Konferenz umfo eher auf. Der deutsche Vertreter kerbund eingetreten. In Locarno sprachen wir es Freiherr v. Rheinhaben wies auf die inter- aus, daß unser Eintritt in den Völkerbund nie- nationalen liebereintommen der Eisenindustrien und I mals die Anerkennung moralischen Unrechtes ton den provisorischen deutsch-französischen Handelsver- I deutscher Seite bedeuten könne. Wir haben uns trag hin, die zeigten, daß Deutschland gewillt fei, I dagegen verwahrt, daß wir unbefähigt seien an in diesen Fragen tatträtig mitzuarbeiten. Er regte I der kolonialen Arbeit anderer Weltvölker teilzu» an, daß folcfje Wirtschaftsmaßnahmen, die schon jetzt I haben. Wir haben als selbstverständlich darauf getroffen werden könnten, nicht bis nach der Welt- I bestanden, daß, solange ein Unterschied im Rat wtrtschaftskonferenz hinausgeschoben werden sollten. I zwischen Großmächten und anderen Mächten bestehe, Deutschland nicht anders als im Rahmen bie« er Großmächte in diesen Rat eintreten könne, und chließlich hat auch der Austritt zweier großer Nationen nicht daran gehindert, anzuerkennen, daß der größte Einzelschritt, der feit der Gründung des I Ls Nntritt Deutschland, wichtiger ist als selbst Völkerbundes für die Sicherheit deS europäischen I wnfr "hn. .. _ ...
Friedens getan worden fei. Sobald Rußland bereit : ®3 0l^
sei, die Verpflichtungen der VölkerbundSsatzungen I anzunehmen und nicht als Unruhestifter aufzutreten, I -f stehe ihm das Tor des Völkerbundes offen. Grey hon to^i T ^0r»6t
bedauerte dann noch die Haltung Spaniens und I h ff his6" Brasiliens und gab der Hoffnung Ausdruck, daß sie I -L , hor^nr>0Jf deutschen Wiederaufrichtung erneut die Frage prüfen werden, bevor die Kündi- I "Erkannt, als in un-
gungsdauer von zwei Jahren abgelaufen fei. I te‘ "^bere Volk hatte die
I Warme dieses Sonnenstrahls empfunden. Ob das I bei uns in zureichendem Maße der Fall ist, daran * Französische Vorsichts - Maßnahmen an der I kommen mir berechtigte Zweifel. Wenn ich sehe, italienischen Grenze? In einer Meldung der „Boss. ! wie die dereinst kritisch den Dingen gegen- Ztg." aus Paris über die italienisch - französische I überstehenden Deutschen heute so sehr zu Ettrernen Kontroverse im Zusammenhang mit dem letzten I neigen und das Verständnis dafür vermissen las- Attentat auf Muffolini heißt es: Wie wir von gut I fen, wie verschieden das gleiche Ereignis von brau- unterrichteter Seite hören, hat die französische Re» I ßen und von drinnen gesehen wird. Für unsere gierung in den letzten Tagen beträchtliche Truppen» I Haltung ist entscheidend, daß die künftige Ge- konzentrationen an der italienischen Grenze vor- genommen und eine scharfe Ueberwachung des Grenz-