Zreltay. 17. September 1926.
Nr. 215
3ahrq. 53.
Dr. Neinhold in Metz
der
Italienische Flugpläne.
Wie die
s gegeben, i, Inhalt, i- res 192?
Spanien.
3um Attentat auf Mussolini.
$or Verhandlungen Wischen Briand und Stresemann
, wtb. Blätter kannten
Äm Mittwoch nachmittag ist von der Völkerbunds, ^rfammdmg dir von der Kommission vorgeschlagene ikotsreform einstimmig angenommen wor- hen. Der Termin für Ratswahlen «st auf Don- nerstag festgesetzt worden. Cs sind also neun nichtständige Mitglieder zu wählen, von denen drei auf ein Jahr, drei auf zwei Jahre, dre> auf drei Jahre gewählt werden. In einem besonderen Wahlakt wird dann über die Anträge auf Wiederwählbarkeit entschieden. Die Wiederwählbarkeit kann höchstens drei Kandidaten verliehen werden.
Dr. Stresemann antwortete auf die Ansprache, indem er vorausschickte, daß er dabei zugleich namens des leider verhinderten Reichsarbeitsministers Brauns spreche. Der Minister ging aus von den Kämpfen, die der Aufnahme Deutsch, lands in den Völkerbund vorangegangen seien, ohne daß die große Frage des sozialen Frie-
Auf dem Flugplatz von Heliopolis (Aegypten) ist ein Geschwader englischer Flugzeuge, die mit je 25 Sitzen als Truppentransportmittel ausgerüstet sind, zu einem Uebungsfernpflug nach Aden gestartet.
Die dreyShrigen Mandate.
wtb Genf, 16. Sept. (Eig. Funkm.). Rach
S alvadar mit 42, Belgien mit 41, Ruma - tt i e n mit 41, Holland mit 37 und China mit 29 Stimmen.
Die absolute Mehrheit, die für die Zuteilung eines nichtständigen Rakssthes entscheidend ist, beträgt 25. Es entfielen außerdem auf die Tschechoslowakei 23, Persien 20, Portugal 16, Finnland 14, Irland 10, Uruguay 9, Dänemark 2, Siam 2, Estland 2, Kanada 2 Stimmen.
Im zweiten Wahlgang wurde die Tschechoslowakei mit 27 von 49 Stimmen als neun les nichtständiges Raksmikglled gewählt. Sodann begann der zweite Wahlakt zur Bestimmung der dreijährigen Mandate.
ÜVVIlllt von Spanien hat eilten Erlaß unter« l'ichnet. durch den sämtliche Artillerieoffiziere, »ft sofort auf die erste Aufforderung hin den Behörden unterworfen haben, von den gegen die übrigen Offiziere ihrer Waffe verhängten Straf. Maßnahmen ausgenommen werden.
Das unruhige China.
Entsendung britischer Kriegsschiffe nach China.
wtb. London, 16. Sept. (Eig. Funkm.) Der britische Kreuzer „Castor" (3750 Tonnen) ilt gestern nach Hongkong abgefahren. Auch das Kriegsschiff „Carvssort" (3750 Tonnen) hat ebenfalls Befehl, nach China in See zu gehen.
Boinbenattentat auf das japanische Konsulat in Shanghai.
wtb. London, 16. Sept. ?Eig. Funkm.) .Morning Post' zufolge, ist der russische Botschafter Karachan aus Peking in Shanghai eingetroffen. Gestern vormittag unternahm ein Koreaner einen Bombenanschlag auf da? japanische Konsulat. Durch die Explosion wurde ein Rickschah-Kuli getötet. Sonst wurde niemand verletzt. Der angerichtete Sachschaden ift gering. Der Berichterstatter der ,Morning Post' hält das Attentat für ein politisches. Shanghai sei das Hauptquartier der Anarchisten.
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Latein - Amerika. »
Straferpedition gegen die Yaquis.
, Mexiko meldet Reuter: Die Regierung bat Flugzeuge, Eebirgstruppen und vier Bataillone 3nfanterte nach dem Staate Sonora entsandt, um btc Paquisindianer, die am Montag einen Zug, m dem sich der frühere Staatspräsident Ob- regon befand, angegriffen hatten, zu vertreiben.
England in Waffen.
Aus London wird gemeldet: Die Admiralität bat bei Vickers ein großes U-Bootmutterschiff in Auftrag gegeben. Das Schiff, das mit Zwillingsschrauben ausgerüstet wird, erhält doppelt wirtende Verbrennungskraftmaschinen, die auf Grund von Lizenzen der Maschinenfabrik Augsburg - Nürnberg in England gebaut werden.
Großwahltag im Völkerbund.
Wahl der nichtständigen Mitglieder des Völkerbundsrates.
Rom, 16. Sept. (Eig. Funkm.) ____
berichten, hat gestern Mussolini dem be- Nordpolüberflieger Nobile den Auftrag . mit einem neuen Luftschiff von 50000 ebm .. . >, das jetzt gebaut werden soll, Ende des Iah- . res 1928 den Flug Rom —Buenos Aires zu I unternehmen.
Erscheint sechsmal wöchentlich. Wochenbeilagen: Illustrierte Sei- lose unb Buchenblätter" Rotationsdruck und Verlag der SnlDaer «ctiendruckerei in Iulda. Iernwrecher Rr. 9.
Monatlicher veiuasbrel». 1.K0 «mf.
wtb. Paris, 16. Sept. (Eig. Funkm.) Wie die Platter aus Metz berichten, ist dort gestern Reichs- sinanzminister Dr. Reinbold angekommen. Pan Metz aus besuchte er die Schlachtfelder von Verdu n. Er soll die Absicht haben, sich demnächst "?ch Paris zu begeben. In seiner Umgebung et» Aart man, die Reise trage rein privaten Charakter. -Gaulois hält es nicht für ausgeschlossen, daß Dr. Reinhold während seines Pariser Aufenthaltes Gelegenheit nehmen wird, mit Vertretern Politik und der Finanzwelt zu sprechen.
DeutschlandsAnsehenindersozmlenWelt
Eine Feier im Internationalen Arbeitsamt.
Menden Verhandlungen des Reichsaußenministers A Stresemann mit Briand. Das Blatt hält sich "'d)t an die Ermahnungen Briands, der der weffe Zurückhaltung anempfohlen hatte, es sucht vielmehr feit Monaten die logischen Konsequenzen fr Abkommen von Locarno, wenn nicht zu ver- Oinpern, so doch hinauszuzögern. Es sei Ong, so schreibt es, daran zu erinnern, daß die Ziehung des linken Rheinufers besonders eine tinxroi?t*e lür die Erfüllung des Friedensvertrages . ;o insbesondere für die Reparationszahlungen Welle. So stehe das Problem in Wirklichkeit.
Deutschen würden nicht verfehlen, zu erklären, ”QB fie ihre Verpflichkungen hinsichtlich der Ent- affnung erfüllt hätten, daß die Alliierten bereits rauf verzichtet hätten, eine Bestrafung der lsrieggschuldigen zu fordern und daß die Repara- aonen durch den Dawesplan geregelt seien, sodaß
™efetiung des linken Rheinufers sich nicht
l arechtfertigen lasse. Das sei eine absolut
L®, 1 Iche Auffassung. Die Garantie für die Re-
Wtionszahlungen, also die Rheinlandbesetzung,
Unn.e Nicht vor dem vorgesehenen Zeitpunkt ver- Sh n m' also erst dann, wenn Deutschland erfüllt ££ Ar Dawesplan werde erst seit zwei Jahren uni3 man müsse sich fragen, was uiiHiand tuen werde, wenn es die im Dawes- hahl vorgesehenen Höchstleistungen zu erfüllen reit ' . ron Revision man jenseits des Rheins be. Si/nJr” Ssemlich beunruhigender Weise verlange, be. Alliierten müßten alle die Garantien, die ihnen 33er^r^a® üon Bersailles für die Erfüllung aller
V Lobe, restlos aufrechterhalten. Öl Deutschland mit den Mitteln, über die es IU0e> die notigen Anstrengungen zur Erfüllung
* Die Personalverminderung im Reichsfinanz. Ministerium. In einem Teil der Presse wird bet Vorwurf erhoben, daß die Personalverminderung im Reichsfinanzministerium politische Zwecke ver- folge. Demgegenüber wird mit allem Nachdruck er« neut festgestellt, daß die Umbildung des Ministeriums "ach strengster Prüfung ihrer sachlichen Not- Wendigkeit lediglich vollzogen worden ist, um die fut eine Zentralstelle unerläßliche Straffheit der Organisation und Zusammenfassung der Arbeiten für die kommenden Aufgaben sicher zu stellen. Nur unter diesen Gesichtspunkten steht auch die bei der Umbildung eingetretene Personalverminderung. Die getroffenen Maßnahmen sind in keiner Weise von politischen Erwägungen beeinflußt. — Einer Korte- Wvndenzmeldung zufolge find im Reichsfinanzmini, ptnum sieben weitere Ministerialräte tu den einstweiligen Ruhe st and versetzt worden. Für den 1. April 1927 ist die Auflösung »es Reichsentschädigungsamtes vorgesehen, für das »ieSmal im Etat noch rund 500 Beamtenstellen vorgesehen sind.
h t®er -Temps" beschäftigt sich mit den bevor- pehenden Verhandlunge
-Os. Stresemann mit B
Die Donnerstag-Vollsitzung der Völkerbundsversammlung für die Wahlen der nichtständigen Völkerbundsratsmitglieder, die durch die vollzählige Anwesenheit der Delegationen und der zahlreichen Gäste den Charakter eines großen Tages zeigt, wurde um 10.30 Uhr durch Nintschttsch eröffnet. Dieser erörtert zunächst das Wahlverfahren, das htbret Abschnitte zerlegt wird. Der erste bezieht sich aus die Wahl von neun nichtständigen Mitgliedern in den Rat, der zweite aus die Wahl von drei der so gewählten für dreijährige Mandatsdauer und der dritte auf drei weitere für zweijährige Mandatsdauer. Die drei verbleibenden sind dann ohne weiteres für ein Jahr gewählt. Die Wahlhandlung ist geheim.
Das Wahlergebnis.
wtb Genf, 16. Sept. (Eig. Funkm.). Au, dem ersten Wahlgang für die nichtständigen Bals- ftaafen gingen statt der zu wählenden neun nur ad)f Staaten als gewählt hervor, sodaß ein zwei- ter Wahlgang für den neunten nichtständigen Rats- ftaaf nötig geworden ist. Die acht im ersten Wahl- Sang gewählten Ratsstaaten sind:
Columbien mit 46 von 49 Stimmen, polen mit 45 Stimmen, Chile mit 43 Stimmen,
Die Berliner Derretung der polnischen Tekegra- phenagentur teilt mit, daß der pol nische ® e- sandte in Berlin, Olszowski, vorn polnischen Minister des Aeußern, Zaleski, nach Genf be- rufen worden ist und bereits dorthin abgereift ist.
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Reichskanzler a. D. Dr. L u th e r hat in in Be- antwortung eines an ihn gerichteten Funkspruchs an Reichsminister Dr. Stresemann aus Arequipa fPeru) ein Telegramm gerichtet, mit dem er Glück- auf im Völkerbund wünscht.
Stresemann.
wtb. London, 16. Sept. (Eig. Funkm.) „West- minfter Gazette" sagt in einem Artikel übet Dr. Stresemann: Unter den „großen Drei', die in Gens ba8 Unmögliche möglich gemacht haben, verdient Stresemann besondere Anerkennung. Mit unbe- zwinglichem Mute ist et feit 1924 feindlicher Kritik im eigenen Lande gegenüber getreten. An dem Kurs, den zu verfolgen er im Jahre 1924 beschlossen hatte, hat er unentwegt feftgebaiten mit dem Erfolg, daß et letzte Woche sein Schiff sichet in den Hafen brachte. 1
uldaerZettung
Anzeiger für die Sfabf und den kreis Hulda. Amllicbes kreisblalk.
b e n 5 durch diese weltgeschichtlichen Differenzen beeinflußt worden seien. Die bedeutenden Anstrengungen Deutschlands zur Sicherung des sozialen Friedens seien angesichts der schnellen Entwick- hing vorn Agrarstaat zum Industriestaat natürlich. So bedenklich diese Entwicklung in mancher Beziehung sei, durch welche die Individualität des Ein- seinen unter Massensuggestion und Massenpsychose leide und die persönliche Arbeit, die zur Mensch- heitskultur unendlich viel beigetragen habe, gegenüber dem Taylorsystem mit Gewalt zurücktrete, um so wichtiger sei im Staats- und Völkerinteresse, eine weitausschauende soziale Politik zu treiben. Wenn wir heute von einer Rationalisierung der Industrie sprechen, so ist diese Rationalisierung gleichzeitig mit der Entwicklung verknüpft, die nur noch Milliardenunternehmungen auf der einen Seite und ganz abhängige Existenzen auf der anderen Seite läßt, wobei ich bei den abhängigen Existenzen gar nicht an die Arbeiter denke, sondern viel weiter hinauf, wo einst das, was uns technisch weiterbrachte, die persönliche Initiative des Ein- seinen, jenes Kämpfen für fein eigenes Werk, auch durch Ströme von Milliardenkapital psychologisch niemals ersetzt werden kann. Deshalb haben' die Staaten in der Zeit dieser Entwicklung darüber zu wachen, daß nicht die Entwicklung dieser Art letzten Endes zu einem Fluch der Menschheit wird. In meinen Augen war es ein Ehrentitel des Deutschen Reiches, daß es in den Anfängen die- fer Entwicklung den Gedanken sozialer Fürsorge des Staates als eine der Hauptaufgaben des Staates hinstellte. Denjenigen Schichten, die versinken mußten, die Hand zu geben, daß sie nicht versanken, war eine der größten Aufgaben der Menschheit. Wenn auf diesem Gebiete ein Wettbewerb der Rationen stattfindet, um hier zu sehen, wer das Beste leistete, so glaube ich, es gäbe keinen edleren Wettbewerb in der Zeit, in der wir leben, und eine Zusammenfassung dieses Wettbe- roerbes ist ja hier gegeben in den Aufgaben des In- ternationalen Arbeitsamtes. Er verkenne nicht, so schloß der Minister, die Schwierigkeiten dieser Aus- gäbe. Die Autokratie des Staates, der sich selbst abschließen wolle, sei um so t ö r i ch t e r, je größer die 3obl der Staaten in Europa sei. Auf der anderen Seite stehe der Gedanke der Ueberroinbung aller Landesgrenzen durch große wirtschaftliche Gemeinschaften und zwischen beiden die Frage der blühenden Wirtschaft mit dem sozialen Interesse und der Fürsoraeaufgabe. Hier sei eine internationale Aufgabe größten Ausma- ß e s„ gegeben, um eine gewisse soziale „Tieflade, linie" zu finden, die durch immer neue Abmachungen dafür sorgt, daß die Schiffe der Völker der (Erbe unter derselben Belastung fahren und deshalb gezwungen sind, auf die Freiheiten Anderer in der Ausbeutung der Menschen Rücksicht nehmen zu müssen, die vielleicht Einzelnen einen individuellen Nutzen, aber der Gesamtheit der Völker unzweifelhaft Schaden bringen müssen.
Für das Arbeitsamt sprach dann der Minister im Besonderen den Wunsch aus, daß, soweit es überhaupt noch möglich sei, die Intensität der deutschen Mitarbeit noch mehr gesteigert unb etwaige Hemmungen im Geiste wohlverstanbener sozialer Kameradschaft vollbracht werden möge.
Der Aufstand ht Nicaragua.
®<tnagu a wird gemeldet: Die Aufftän- iTif.'TbH6" iv"? I ää äsä polen, Chile und Run, änieu für die Dauer emzelt Schüsse gewechselt. Ein revolutionärer Ge- von drei Jahren dem Völkerbundsrak an. Es er- neral beschlagnahmte an Bord eines norwegischen hielten Polen 44. Chile 41 und Rumänien 30 von ?er .^n einer amerikanischen Firma ge-
49 Stimmen. 22r. Nugzeugbomben und Flugzeug-
D.u.jchl.nd M MonnW, «tatfo »-stimmt
nÄt'?' MÄ' unb 3apan einen An, Washington wirb g-melbei: PrSII. ständigen Ratssitz. deut Coolidge hat entsprechend einem Vor-
* schlag eine Verfügung unterzeichnet, durch die die
Mittwoch abend veranstalteten in Genf der | Ausfuhr von Waffen und Munition nach Ricara- Weltbund der Christlichen Studenten untersagt wird.
einen „Deutschen Abend", an dem eine grö- I — ---
ßere Anzahl ber JDHtgffieber ber deutschen Delegation I * Die Kabinettskrise in Persien. Reuter meldet teilnahmen. Anstelle des im letzten Augenblick ver- I aus Teheran: Um die gegenwärtige Krise zu beenden, hinderten Reichsminister Dr. Stresemann hielt I haben alle Parteien dem Premierminister Klostofi ol Staatssekretär v. Rheinhaben die Festrede. I Mamelek und den anderen Mitgliedern deS Kabinetts Ein Diner und ein Konzert des Münchener Kammer. I ihr volles Vertrauen ausgesprochen. Klostofi, orchrsters „Studentenhaus" vervollständigten die I der bereits seinen Rücktritt angekündigt hatte, ist in. festliche Veranstaltung. I folgedessen bereit, sein Amt beizubehalten.
um gegen die Zwischenfälle zu protestieren, die sich vor dem französischen Konsulat in Livorno und Triest infolge des Attentates auf Mussolini ereignet I 2m Internationalen Arbeitsamt in Genf, dessen haben. I Haupteingang mit der schwarz-rot-goldenen Flagge
Italien entschuldigt sich. I §ohmückt war, fand am Mittwoch in Anwesenheit
L-t t — T I "6^ Reichsministers Dr. Stresemann unb an«
bauer^d e??taN?nTteue öebäube des Jnternattonalen Arbeitsamtes die ZwischenMe in LÄ uüd Tr?est E farbigen Monumentalfenster statt,
druck bringen lasten. Der Direktor des Internationalen Arbeitsamtes,
I Thomas, richtete eine auch politisch
, I bedeutungsvolle Ansprache an die Gäste, in der er
Zwei Pariser Zeitungen in deutscher Sprache. I Dr. Sttesemann ersuchte, sich in das Goldene Buch I" diesen Tagen sind tn Pari« zwei Zeitungen in des Arbeitsamtes einzutragen und mit der Dele-
deutscher Sprache,, die .Pariser Deutsche Zeitung gatton einen Rundgang durch die Räume des neuen
unb die ,Neue Pariser Zeitung', zum ersten mal er- Gebäudes zu machen. Thomas führte u. a. aus,
Mienen. Beide Blätter gelangen wöchentlich zur daß die Mitarbeit Deutschlands im Internationalen
Ausgabe. I Arbeitsamt ja bereits seit sieben Jahren andauere,
* Autounglück deS spanischen Königs. Wie aus und daß man schon zur Zeit des Versailler Ver-
Bayonne gemeldet wird, ist das Automobil, in dem „ £?,tc,n ebergehen Deutschlands, des
sich der spanische König befand, mit einem anderen Äffischen Landes der Organisation, des sozialen Anto zusammenge stoßen. DaS Auto wurde I Versicherungswesens und der Sozialpolittk im höch- befchädigt, der König blieb unverletzt. I Sinne des Wortes von vornherein für un-
' Baldwin wieder in London. Premierminister A^ndÄU' zu derlich Ls^ÄmLnÄe^ tofeber'in London ewgetrMen'" Sll£'Ie8'$8ain5 beitsamt nur beglückwünschen könne, sei diese Mit- toieher tn London emgetroffen. arbeit von Anfang an Deutschland gewährt worden.
Gegenüber Pessimisten, die Besorgnisse über die Zukunft des Völkerbundes äußerten, verwies Albert 2^)ma§ auf die Erfolge, die auf seinem Arbeitsgebiet durch die deutsche Mitarbeit sichergestellt wor- , - । den feien, unbeschadet aller politischen Schwierig.
^>€1100116, hange es vielleicht von ihm ab, den ketten, die in der Zwischenzeit durch diese oder jene @ang ber Ereignisse zu beschleunigen. Aber bis Völkerbundsentscheidung in den Aziehungen zwi.
Mm könne nicht davon die Rede fein, die Rhein, scheu Genf unb Berlin erwuchsen. Albert Thomas
landbesetzung vor dem vertraglich festgesetzten Zeit- gedachte dabei mit besonderer Wärme der Leistlin- puntt aufzugeben. I gen des deutschen Vorsitzenden des Ausschusses für
m , I Sozialversicherung, Dr. ©tiefer. Wir begrüßen da-
. T* 1 * * * V*"51*"-, Zig. meldet: Der Lester des Re- h«r, sagte Thomas, mit vollkommener Gewißheit ferats für Besetzunysftagen tm Auswärtigen Amt, I und rückhaltloser Freude die Mitarbeit ßegationsrato. Friedberg ist in Genf Deutschlands an dem Gesamtwerk des Völker- etngetroffen. | bundes. Ich lege Wert darauf, unsere Erfahrungen
hier festzuhalten. Als Vertreter der internationalen Arbeitsorganisation müssen wir feststellen, daß die Erfahrungen von sieben Friedensjahren erst end- gültig und haltbar werden können, wenn sie sich auf alle Gebiete ausdehnen. Die Nationen sind gezwungen, Methoden des Friedens zu entwickeln, wrm sie auf wirtschaftlichem Gebiet zum Zusammenschluß getrieben werden. Wir sind sicher, daß Deutschland mit seinen großen Traditionen die übrigen Bedingungen für die Erhaltung und Verstärkung des Friedens, die auf nicht wirtschaftlichem Gebiet liegen, ebenso wenig außer acht lassen wird. Thomas sprach von dem Eindruck, den er bei seinem Besuch der „Gesolei" in Düffel- dort empfangen hatte. Er stellte die dort aufge- stellte Statue des Urmenschen mit Keule dem arbei- tenben Kulturmenschen gegenüber, ben bie Prunk- fenster, ber symbolische Beitrag Deutschlands zu unserem Gebäude, in vielerlei Gestalt verkörperten.