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Anzeiger für die Skadl und den Kreis Fulda. Amtliches kreisblakk.

Nr. 203.

Erkckemt sechsmal wöchentlich. Wochevbeilaaen: Illustrierte Bei­lage" ntib .Buchenblötter" Rotationsdruck und Verlag der Fuldaer Actiendruckerei in Fulda. Fernkvrecher Nr. 9- Monatlicher BetvaSUreiS? 1.50 Mk.

Zreitay, 3. September 1926.

>in»eiaen- Breis«: «lein,eil« lEoloneN okal 0,15 ReichSmar auSWörtS 0.20 Reichsmark. Reklame,eile- lokal 0.«" Reichsmark auswärts 0.80 Reichsmark-

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3ahrq. 53.

DerBerl. Lokalanz." meldet, daß Botschafter

genommen habe. Präsident Motta verzeichnete i'n7n A^3'rftl1* Freitag abend in Der-

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Unwetterkatastrophen in Westeuropa

Uommunalpotttisches.

gen des Stadtparlamentes beizuwohnen. Da in

* Einsührung des neuen Oberreichsanwalts. Aus Leipzig wird gemeldet: In Vertretung des Reichs, lustrzministers Bell führte Ministerialdirektor Dr. Bumke den neuen Oberreichsanwalt Werner in sem Amt ein. Dem scheidenden Oberreichsanwalt Ebermaher überbrachte er ein Dankschreiben und das Bildnis des Reichspräsidenten und sprach ihm den Dank der Reichsregierung ans. Er drückte zugleich die Genugtuung aus, daß Ebermayer sein? Kraft weiterhin in den Dienst der Strafrechtsreform stellen werde.

Aus Genf wird gemeldet: Präsident Motta keilte mit, daß der Prüfungsausschuß den vom Unterausschuß vorgelegten Plan mit den Regeln über die Wahl der nichtständigen Ratsmitglieder bei Stimmenthaltung Spaniens einstimmig an-

Eiine japanische Meldung aus Hankau besagt, daß die itanton truppen in Wutschang (am rechten Ufer des Jangtse gegenüber Hankau) ein­drangen. Nach nicht bestätigten Nachrichten soll Wupeifu verwundet und feine Armee de­moralisiert fein. Andererseits melden Telegramme vom 30. August aus Hankau, daß die Angriffe der Südarmee zurückgeschlagen worden seien und daß Wupeifu an diesem Tage, wo noch 50 Mei. len südlich von Hankau gekämpft wurde, zur G e« genoffensive geschritten fei.

Der letzte Iungtürke am Galgen.

Der von der Anklagebehörde in Angora als Haupt der Verschwörung gegen Kemal Pascha be­zeichnete frühere Gouverneur von Angora Abdul Kadir, der vor kurzem auf der Flucht verhaftet worden war, ist nach einer formalen Gerichtsver­handlung zum Tode verurteilt und sofort durch den Strang h i n ge r ich t e t worden. Damit ist auch der letzte der der Verschwörung bezichtigten Jungtürken' am Galgen gestorben.

* Besuch des Reichsministers Dr. Bell im Rheinland. Wie die Köln. Dvlksztg. hört, wird der Reichsminister für die besetzten Gebiete und Reichsjustizminister Dr. Bell Ende nächster Mocke dem Rheinlande einen Besuch abstatten. Am 11. und 12. September weilt er als Leiter des Mini­steriums für di? besetzten Gebiete in Koblenz und nimmt dort als Vertreter der Reichsreqierung an der Görresfeier teil. Am Sonntag Abend beacht sich Dr. Bell nach Köln, um dem Deut­schen I u r i st e n t-a g beizuwohnen. Am Dienstag fährt Dr. Bell nach Düsseldorf. Ende September und anfangs Oktober unternimmt der Minister eine längere Informationsreise durch die besetzten Gebiete.

* Länderkonferenz im Reichsmmisterium des Innern. Die Konferenz von Vertretern der Län­derregierungen über eine Reihe von Gesetzentwür­fen, die im Reichsinnenministerium fertiggestellt worden sind, wird der Voss. Ztg. zufolge in bei dritten Septemberwvche stattfinden.

lin eintreffen wird, um dem Reichskabinett über die Verhandlungen des Genfer Prüfungsausschusses Bericht zu erstatten.

Deutsch - belgischer handel.

Nach dem deutsch-belgischen Handelsabkommen vom 4. 4. 1925 können die Zollsätze für die m den Anlagen 1 und 3 des Abkommens aufge- wirrten Waren entsprechend erhöht werden, so­fern der durchschnittliche Index der Großhandels- preise m Belgien gegenüber der Zeit des Vertrags- fchluffes eine Erhöhung von mindestens 20 Pro- gcnt mifweist. Unter Hinweis darauf, daß dieser von 538 im April 1925 auf 876 im Juli 1926 stieg und damit eine Erhöhung von 64 Pro­zent aufwÄst, teilte die bÄgische Regierung der Regierung mit, daß sie voraussichtlich in nächster Zeit.genötigt sein wird, eine größere An- zahl Vertragsizölle zu erhöhen. Diese Erhöhung so bei den meisten Positionen nicht mehr als 35 Prozent betragen.

Augenblick feines Eintritts in den Völkerbund einen ständigen Ratsfitz erhalten soll.

den Berufsschulenstaatsbürgerliche Er­ziehung" als neues Fach ausgenommen worden ist, glaubt man, daß der Besuch der Stadtverord­netenversammlungen den Schülern in dieser Bo- ziehung nützen könnte. Allerdings sollen nur Sitzungen für den Schülerbesuch freigegeben werden, bei denen nicht allzuviel Konfliktsstoff zu erwarten ift_________________

Der Fememord.

Im Zusammenhang mit dem Fememord an dem Hauptmann a. D. Wagener, einem der Beteiligten an der Befreiung des Kapitänleutnants Ditmar aus dem Naumburger Gefängnis ist vor einigen Tagen nach einer Korrespondenz der Haupt« schriftleiter der zurzeit verbotenen ZeitschriftDer S t a h l h e l m", Friedrich Wilhelm H e i n z, in Magde­burg verhaftet und in das Militärgefängnis in Gießen eingeliefert worden. Heinz wird von dem Chauffeur Schwing, der ebenfalls an Ditmars Be- freiung mitgewirkt hat, beschuldigt, der Anstifter der Ermordung gewesen zu sein. Der Verhaftete be» streitet diese Anschuldigung und behauptet, es handele sich um einen Racheakt SchwingS.

China.

Nach japanischen Meldungen aus Hankau sol- len die demoralisierten Streitkräfte Wupeisus meh­rere Sch lapp en erlitten haben. Die Süd- armee rücke rasch auf Wupeifu vor.

Aus Schanghai meldet Reuter: Eine Rotte bewaffneter Leute, vermutlich Streikposten, lauer­ten einem chinesischen Werkmeister der Baumwoll­spinnerei von Jardine Matheson auf und gaben sechs Schüsse auf ihn ab, wodurch er getötet wurde. In der kürzlich abgehaltenen Versamm­lung des Streikausschusses wurden die Streikposten aufgefordert, im Falle von Zusammenstößen mit Arbeitswilligen oder Streitigkeiten mit der Polizei von der Waffe Gebrauch zu machen.

* Dir Revolution in Nicaragua. Wie Reuter aus.Managua meldet, haben die bisher noch nicht mstaugtkn Berichten die Regierungstruppen den Revolutionären m der Nähe des Golfes von Fon. stca eine schwere Niederlage beigebracht. Die Verluste aus der Seite der Regierungstruppen wer.

f ^ote' aus Seiten der Aufständischen Aufständischen soll , OUU). U1W ^erupjajuien riapenweye

3 Zentrum adgeschuttten Gelegenheit zu geben, auf der Tribüne den Sitzun-

övLucn |Ctn# i /*-*- ° z^r-L *i. * - v *

Aus Spanien, Frankreich und England laufen Nachrichten über schwere Unwetter ein, die am Mittwoch weite Landstrecken heimsuchten und viele Opfer an Menschenleben forderten.

Am schlimmsten hausten die Gewitterstürme in S p a n i e n, die in ganz Eatolonien, Eastilien und Estremadura große Verheerungen hervorriefen. Die Flusse sind meistens über die Ufer getreten und ha- ben zahlreiche Brücken und Häuser zerstört. Wie bisher festgestellt werden konnte, sind 36 Personen ertrunken. Eine große Anzahl von Personen wurde durch stürzende Bäume und Mauern mehr oder weniger schwer verletzt.

Besonders schwer wurde auch die Stadt Barce­lona betroffen, über die ein furchtbarer Wirbel- fturm nieberging, der zahlreiche Häuser nie- b e r r i ß. Bisher zählt man 3 0 T o t e und viele Verletzte. In San Bandille ereignete sich während des Sturmes eine Explosion, wo­durch fünf Häuser zerstört wurden. Fünf Perso- neu wurden dabei getötet, drei schwer verletzt.

Schweres

Eisenbahnunglück bei Tortosa.

Nach einer Meldung aus Paris ereignete sich während des Unwetters auch ein grauenhaftes E i» f e n h a h n u n g l ü ck. In der Nähe von Tor- t o s a entgleiste der Postzug Barcelona-Valencia infolge eines durch die Wolkenbrüche verursachten

D a m m r u t f d) e s. Dabei wurden 17 Personen getötet und 36 verletzt.

wtb Berlin, 2. Sept. (Eig. Funkrn.). WieJour­nal" aus Madrid meldet, hat sich die Zahl der O p f er des bereits gemeldeten Eisenbahn- glück» bei Tortofa auf 24 Tote und 83 D e r l e tz t e erhöht.

(Berohteritürme in Frankreich.

wtb Baris, 2. Sept. (Eig. Funkm.). Aus ver­schiedenen Teilen Frankreichs sind Gewitterstürme von ungewöhnlicher Heftigkeit gemeldet worden. In Cherbourg wurden tiefer gelegene Stadt­teile in kurzer Zeit überschwemmt. Der Straßenbahnverkehr und die Stromversorgung sind unterbrochen. In Angoulede und Perpig- n a m sind die Keller und Häuser zum größten Teil überschwemmt und sonstige Perheerungen ange« richtet worden.

Aeberfchwemmung in London.

Nach einer Meldung desBerl. Lokalanz. ist am Mittwoch morgen über London ein kurzes aber schweres Gewitter niedergegangen, das erheblichen Schaden verursachte. In vielen niedrig liegenden Stadtteilen wurden die Straßen überflutet Die elktrischen Straßenbahnen zwischen der City und dem westlichen Vorort Kew konnten nicht verkeh­ren, da durch die Ueberschwemmung die Stromzu­fuhr unterbrochen war.

v. Hösch berichtet in Berlin.

Der Abschluß der Tagung der Studienkommission. Spaniens Antrag auf einen ständigen Ratssitz ehrenvoll abgelehnt.

Der Völkerbundsmt tagt.

Der französische Außenminister B r i a n d, fein Kabinettschef und Boncour find von Paris nach Genf a b g e r e i ft

Reichskanzler D r. Marx hat an die Konferenz für europäische Verständigung in Genf folgendes Telegramm gesandt:Namens der Reichsregierung, die den Pestrebungen der Kon­ferenz für europäische Verständigung größtes In­teresse entgegenbringt, übermittle ich der Tagung die besten Wünsche für einen gedeihlichen Verlaus." (Eröffnung der völkerbundssitzung.

Tritt Spanien aus?

foflb. Genf, 2. September. (Eig. Funkm.) Der Döllerbundsrat hot heute vormittag um 11 Uhr feine 41. Tagung mit einer nicht öffent­lichen Sitzung eröffnet Spanien hat keinen Vertreter entsandt. Nach ziemlich bestimmt auf« tretenden Gerüchten soll heute vormittag beim Ge- nevalsekretariat bereits ein Dokument der spanischen Regierung eingetroffen fein, das sich mit der künf­tigen Haltung Spaniens zum Völkerbund befaßt. In den Wandelgängen des Dölkerbundhauses wird dieser Umstand mit wachsendem Pessimismus beurtellt. Bis gegen 12 Uhr mittags waren authen­tische Erklärungen weder über das Vorhandensein eins5 solchen Dokuments noch über seinen Inhalt zu erlangen.

Dr. Kaas Mitglied der deutschen Dölierbunds- Delegatton.

wtb. Trier, 2. September. (Eig. Funkm.) Mi­nister des Aeußern, Dr. Stresemann, hat gestern, wie die Trierische Landeszeitung meldet, an ben Reichstagsabgeordneten Prälaten Dr. Kaas (Zen­trum) die amtliche Anfrage gerichtet, ob er bereit sei, als Mitglied der deutschen Völlerbundsdelega- tion nach Genf zu gehen. Wie das Blatt hört, hat Dr. Kaas zugesagt

Neue Neparationszahlung.

. Der Generalagent für die Reparationszahlungen teilt mit, daß mit der jetzt erfolgten Zahlung von 45 000 000 Goldmk. durch die Deutsche Reichs- bahngesellschaft Deutschland ben vollen Be­trag der im Sachverständigenbericht für das zweite Jahr vorgesehenen Jahreszahlung von 1220 000 000 Goldman bezahlt hat mit Ausnahme eines kleine­ren Bettags von etwa 8000 000 Goldmark aus der Transportsteuer, der erst am 21. Sevtember 1926 fällig ist. Die von her Deutschen Reichsbahn­gesellschaft geleistete Zahlung stellt den am 1. Sep­tember fälligen Zinsenbettag für die Reparations­bonds für das zweite Jcchr bar. Deutschland kommt demnach seinen Verpflichtungen pünktlich nach und hat während des zweiten Jahres des Dawes- ! Plans die fälligen Zahlungen pünttlich geleistet.

* Ein problematischer Versuch. Der Aeltesten- ausschuß der Berliner Stadtvewrdnetenver- fammlung beschloß, Schülern und Schüler­innen der Fach- und Berufsschulen klaffenweise

* Fran Johanna Scheidemann f. In Berlin verstarb an den Folgen eines Schlaganfalls die Gattin Philipp Scheidemanns. Der Reichskanzler D r. M a r x hat Oberbürgermeister a. D. Scheidemann telegraphisch die wärmste Teilnahme der Reichsregierung zum Hin- scheiden seiner Gattin ausgesprochen.

* Der Hanptausschuß des Deutschen Städte- tages tritt in den Tagen vom 17. und 18. Sep­tember d. I. in Stettin zu einer Tagung zu­sammen. Als Hauptverhandlungsgegenstände sind vorgesehen am ersten Tage ein Vortrag des Prä- sidenten Dr. Mulert über die Finanzreform und am zweiten Tage ein Vortrag von Professor Dr. v. Zwiedineck-Südenhvrst über das Erwerbslosenproblem; außerdem werden Verbandsangelegenheiten erledigt. Die Verhand- lungen werden im Gegensatz zu ftüheren Jahrm öffentlich fern.

gleichzeitig den Vorbehalt, den Polen gegen Artikel 4 § 3 in Bezug auf die Wiederwählbarkeits­erklärung durch die Völkerbundsversammlungen vom Jahre 1927 und 1928 ausgestellt hatte, ferner den Vorbehalt Italiens, daß die Gesamtzahl der Ratsmitglieder niemals 14 übersteigen solle, und daß bei der etwaigen späteren Schaffung neuer ständiger Ratssitze die Zahl der nichtständigen Ratsmitglieder wieder entsprechend herabgesetzt merben müßte, und schließlich einen Vorbehalt dchweben5 hinsichtlich der Erhöhung der nicht­ständigen Ratsmitglieder von 6 auf 9.

Der preußische Minister des Innern bat ange, fidjts der sich häufenden Terrorakte bei poli­tischen Versammlungen und Umzügen an sämtliche preußischen Polizeibehörden ein ausführ- liebes Rundschreiben gerichtet, in dem ihnen das rechtzeitige und entschlosseneEingreifen gegen ba? Mitsiihren aufhetzender Bilder und von Waffen bei Umzügen zur Pflicht gemacht wird. Werterhin toeröen die Fälle besprochen, in denen völliges Verbot von Versammlungen und Um« äugen, sowie die Auflösung von Ortsgruppen politischer Verbände, die den polizeilichen Vorbeugungsmaß­nahmen Widerstand entgegensetzen, sich notwendig erweisen sollte. ______

Unglücklicher Manöverflug.

wtb. Olmötz, 2. Sept. (Eig. Funkm.) (Tscheche» slowakisches Presie-Büro.) Heute früh um 5 Uhr starteten drei Flugzeuge des 2. Flieger-Regiments in Olmütz zu einem Versuchsfluge nach Cropir bet Kremfier. Eine Flugmaschine erlitt in einer scharfen Kurve in einer Höhe von etwa 250 Meter einen Flügelbruch und stürzte in einer steilen Spirale zu Boden. Beim Aufschlagen explodierte der Benzin­tank und beide Flieger verbräunten.

Der Prüfungsausschluß trat bann in öffentlicher Sitzung in bie Beratung bes spanischen Anspruchs auf einen ständigen Ratsfitz cm. Sämtliche Anwesenden 14 Ausschußmitglieder gaben Erklärungen zu der spanischen Forderung Een ständigen Ratsfitz ab, in denen allgemein mit Worten lebhafter Sympathie die Ver- btenste Spaniens um ben Völkerbund und feine Mitarbeit im Völkerbundsrat gewürdigt wurden. Trotz der großen Anerkennung Spaniens, der ins­besondere auch Botschafter v. H 0 s ch Ausdruck ge- geben hat, sind diese Erllärungen, abgesehen von Deutschland, das, wie Botschafter v. Hösch begrün» bete, tm gegenwärtigen Augenblick sich feiner Stel­lungnahme enthalten will, und von Polen und China, die ihre eigenen Ansprüche auf einen ständi- gen Ratssitz in diesem Zusammenhang noch einmal für ben Fall der Zuteilung eines ständigen Rats- Ntzes an Spanien geltend machten, teils wegen hr m-r»a £1e r Erwägungen, die sich aus bem Vnllerbundspakt ergeben, teils aus politi - m -ex . <£Vi3en dahin ausgefallen, daß es, wie President Motta am Schluß der Sitzung feststellte, A v^k Ss»t \ er^ittt' dem spanischen r.,n f P ruch Rechnung zu tragen. Der Vor­sitzende ließ nach Abgabe der Erklärungen über ben spanischen Anspruch nicht abstimmen. Der spanische Delegierte Palacios, der zu Beginn der Sitzung sich auf die Erklärung beschränkt hatte, daß seine im Mai für den spanischen Anspruch vorge­brachten Argumente auch heute unverändert weiter dankte am Schluß der Aussprache für die Würdigung, bte Spanien im Ausschuß zu teil ge­worden fei. Die Aussprache habe zu einer ganz Haren und deutlichen Kundgebung geführt, die es seiner Regierung ermöglichen werde, entsprechend dem noch vorzulegenden Bericht die Lage und die m Der Atzung von allen Seiten zum Ausdruck ge­brachten lebhaften Wünsche auf weitere Mitarbeit Spaniens m prüfen. Er persönlich werbe mit aller Loyalttat ferne Regierung über bie im Ausschuß angebrachten Erwägungen unb Wünsche unter- richten.

Wie der Vorsitzende mitteilte, soll dem Dol- dunb sr a t mit dem Bericht über die Frage ber nichtständigen Ratssitze, der dem Vollausschuß ^gelegt werden soll, bas Protokoll mit den im Alwschuß abgegebenen Erklärungen zum spanischen Lrfpruch Mähern Präsident Motta schloß die Sitzung mtt ber Bemerkung, baß die Ausgabe des Ausschusses nunmehr für abgeschlossen angesehen werden könne und fügte die Erklärung hinzu, daß es außer Zweifel stehe, daß Deutschland im

Die Politik der deutschen volk^- partei.

Der Patteivvrstand der Deutschen Vollspartei wat in Berlin zu einer Sitzung zusammen, die tzch mtt der Vorbereitung des am 2. Oktober in i beginnenden Parteitages beschäftigte. Am h Erber wird eine Sitzung des Zenttalvorstandes w Köln stattfinden, am 2. Oktober wird der Parteitag eröffnet werden. Reichsminister Dr. stresemann wird über die polltische Sage spre- Aer^<chends folgt eine große Kundgebung in der "CtBbalIe. Am 3. Oktober wird auf dem Pattci-

Minister Dr. Curtius einen Vortrag über deutsche Wirtschaftspolitik" halten. Ferner sind ^eserate der Abgeordneten Gramm, Beythien und nr Aussicht genommen.

<3* t*r Sitzung des Reichsausschusses erstattete m; Pa.rieivorsitzende Dr. Stresemann Bericht Über die politische Sage, an den sich eine rege Uusspwche anschloß. Dr. Jarres machte nähere Zeitteilungen über den Plan einer bürgerlichen i^"e^sgemeinschaft. Eine Entscheidung in »leser Frage dürfte jedoch erst auf dem Parteitag allen. Sowohl die Beratungen des Patteivor- ?.n to.16 des Reichsausschusses ergaben die Ee- chwssenheit der Pattei über die Fortführung ihrer bisherigen Politik

kj^em patteioffiziellen Bericht über die

-- ^chußs'tzung der Deutschen Dolkspartei, in v daß die Beratung der Geschlossenheit

Vvti^^Er die Fortführung ihrer bisherigen Mick ergeben habe, schreibt die Voss. Ztg.: Man bisht-r^H 5ur;t-^enr dieFottführung der St blehnif ff« k'E gleichbedeutend ist mit einer «blebnung der von Dr. Jarres und seinen

Freunden betriebenen Abkehr von der bisherigen Politik der Mitte. Das Berliner Tageblatt will wissen, daß der Man Jarresv. Gayl über eine Arbeitsgemeinschaft mit den Deutsch- nationalen mit einer sehr starken Mehr­heit abgelehnt worden sei.

* Die Finanzreformvorlage im Danziger Volks- tag. Der Kampf um die Sanierung der Dansiger Etatsfinanzen hat einen gewissen Abschluß gefun- ben. In der Volkstagssitzung wurde in zweiter Lesung die Vorlage der Regierung, die u.' a. die Kürzung der Beamtenqehäl'ter je nach der Höhe des Einkommens um 4 bis 10 pCt., die Ein­führung einer Art Ledigensteuer, sowie einen Zuschlag zur Einkommensteuer und eine besondere Abgabe für die Erwerbslosenfürsorge vorsieht, ange­nommen. Die dritte Lesung findet am Freitag statt.