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Sonntag, 22. August 1926. Ü l l t U 0 Q ßrutf bet $uto”t McHenbmdetei. Fulda.

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Großes Reit- und Fahr-Turnier!

Neues aus Frankfurt.

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mie Epitzenverbitnde von Handel, Industrie, Börse, Handwerk und Gewerbe angehören, mobil gemacht. 7^berief bereits zum nächsten Montag die Mitglie- "®r ber einzelnen Stadtverordnetenfraktionen zu einer Eefprechung ein, in der Richtlinien für einen erheblichen A b b au der erdrückenden Gewerbesteuern sestgelegt wer- den sollen.

brondt-Ausstellung eröffnet, die mit ihren 344 Origl- nalradierungen, die sämtlich den eigenen Bestän» den entnommen sind, ein lückenloses Bild des größten holländischen Künstlers als Meister der Radierkunst gibt, daran schließen sich noch über 30 Zeichnungen. Di« Ausstellung jft täglich von 10—1 und von 3—5, Sonn- tags von 10—1 Uhr geöffnet; sie erfreut sich regen Zu. svruchs auch von Kunstfreunden des In- und Auslandes. Ein Sonderkatnlog vermittelt dem Besucher das Ein­fühlen in die Geisteswclt dieses Großmeisters.

= Derlendiebstahl Im Babe. In einer hiesigen Badeanstalt wurde am letzten Montag eine aus 201 echten weißen Perlen bestehende Halskette im Werte von 800 RM. gestohlen.

= Zum Fall Flessa. Der Angeklagten Wilhelmine Flessa wurde am Dienstag das Urteil zuaestellt. Rach, dem sie durch ihre Verteidiger gegen das Urteil Revision eingelegt hatte, zog sie Freitag mittag selbst die Re- Vision zurück. Bis dahin war eine Revisionsbegrün- düng von Seiten der Verteidigung noch nicht eingelau­fen. Die Staatsanwaltschaft hat bisher zu der Revi­sionsrücknahme noch nicht Stellung genommen. Es er-

^.Rembrandk-Ausstellung im Stadel. Im Stäbe!» 'chen Kunstinstitut wurde vor einigen Tagen eine Rem-

scheint auch noch fraglich, ob die von der Staatsanwalt, schäft eingelegte Revision nicht doch durchgeführt wird. Die Revisionsbeqründung der Staatsanwaltschaft ist be- reite bei den Akten.

Äu§ Gberheffen und den hessischen gemtern.

— Marburg. Bei einer Nachtübung des hiesi- gen Ausbildungsbatl. I.-R. 15 wurde durch einen unglücklichen Schuß ein Mann schwer ver­letzt. Die Kugel war dem Schützen in die Brust ?gedrungen, wurde aber durch eine Operation ent- ernt. ___________________________

Schon dachte ich, noch eine Zeitlang bei meinen lieben Bienen zu bleiben, wo sich zwischen der Königin und mir ein zartes Liebesidyll anzuspinnen begann, wobei es allerdings sehr ernste Unter­redungen gab. So zum Beispiel sprachen wir stundenlang davon, wie wichtig für ein Bolk sein Verhältnis zu den Frauen sei. Im Bienenstaat gibt es freilich nur immer eine Frau, aber dafür hält man sie auch in Ehren und billigt ihr allein den Titel Majestät zu. Der tiefere Grund liegt in der Natur, denn die erste Frau, die der Mann im Leben kennen lernt, und zwar zu der Zeit, wo er noch ein Männchen ist, das ist doch seine Muster, und die siebt er natürlich an wie eine Königin. Möchte er es fein ganzes Leben lang so halten mit allen mauen, dann stände es wahrlich gut um das ganze Volk und an die Stelle der kavaliermäßigen Ga­lanterie oder der plumpen Brutalität träte eine heilige Ehrfurcht. So ergriffen war ich von den Lehren dieser Königin, daß ich vor lauter Begei­sterung Schillers „Würde der Frauen" aufsagke, zitiert doch der Deutsche, wenn er begeistert ist, bis auf den heutigen Tag noch seinen Schiller. Als ich aber nun merkte, daß bei all dieser Weisheit doch die Liebe langsam begann,' mein törichtes Herz zu bestricken, da sagte ich in mir: jetzt ist es aber Zeit, mach dich eiligst davon, laß die Heide blühen, die politischen Ferien sind zu Ende, kehre schnell zurück, damit du gleich von Anfang an dabei bist, beginnt doch zweifellos nunmehr ein europäischer Tanz ohnegleichen.

Wie ich dis neueste Zeitung auffchlage, immer noch mit dem Herzen bei meiner Königin, da ist das erste, was ich sehe, eine Photographie jener berühm­ten Trudel, die so glücklich den Kanal durch­schwommen hat. Einmal m den Banden der Liebe, folgte ich sogleich errötend auch ihren Spuren, wie sie im Triumph von Stuttgart nach Bissingen fuhr. Woher all diese Musik, Paukenschlag und Trom- veten, diese Girlanden und Blumensträuße, diese Fackeln und Lamvions, dieses Heer von Jour­nalisten, die zum Test von Amerika herübergekom­men sind, diese jauchzende Menge, diese spalierenden- den Dorfbewohner, diese entzückte 77jährige Groß­mutter? Ist etwa der Völkerbund nach Schwaben gekommen, oder ist die heilige Elisabeth wiederge­kehrt? Ach nein, es ist nichts weiter, die Trudel ist durch den Kanal geschwommen, bas ist alles. Das interessiert heute die Welt. Ihr sieben Schriftsteller, ihr gelehrten Philosophen, ihr feuerspeienden Jdeasi- sten, ihr um Popularität buhlenden Politiker, wozu denn all euer Sehnen und Mühen! Schwimmt doch fieber durch den Kanal, dann könnt ihr mH dem Volke machen, was ihr wollt. Cs ist gar nicht schwe-, die Welt zu regieren und ein paar Chausseen mit Spalier zu versehen. Cs wird noch viel zu viel gedacht in der Welt, und es wird noch vielen we­nig geschwommen im Ozean. Ganz unnötig all diese Arbeit schon in der Jugend, um die graue Substanz im Gehirn zu vergrößern. Gerade die Meister im Schwimmen, ich meine die Fische, vom Goldfisch bis zum Karpfen und Kabeljau hinauf, zeichnen sich aus durch ein kleines Gehirn. Darum schwimmen sie ou<b sogar noch viel bester als meine siebe Tru- del. Wie verschwinden auch dann alle Sorgen, die den Menschengeist plagSn, der von den Problemen noch immer nicht lassen tonn. Ja, wenn ich an mein Trudel denke, rote muß ich lächeln über jene großen Geister der Weltgeschichte, die zu all den Gedanken, die sie dachten, meist nicht einmal rin

Butterbrot auf dem Tische hatten. Habe ich sie frü­her bewundert, so muß ich sie heute bemittleiben. Sie hätten sich lieber Flossen angeschafft und irgend einen von den zahlreichen Kanälen durchschwommen, die Vater Ozean sicher zu dem einzigen Zwecke an­gelegt hat, damst sie da wären, wenn eine Trudel schwimmen käme.

In ein paar Stunden ist man von Stuttgart nach Berlin gefahren, und nun gehts in die hohe Politik. Da ich als geborener Intrigant selbstver­ständlich Talent für dieses Handwerk besitze, so wurde mir die Sachlage schnell klar. Daß der Schauplatz der nächsten Kriege das Mittelmeer, Bal­kan und Weichselland sein werden, vom Stillen Ozean ganz abgesehen, bedarf keiner weiteren Er­örterungen mehr. Wenn die Friedensschalmeien von Genf am lautesten blasen, bann werden die ersten Kanonenschüsse wohl losgehen. Wenn bie erste Friedenstaube aus der Arche des Völkerbundes sil­bern in die sonnigen Lüfte steigt, bann wird sie, vom Fluge endlich ermüdet, auf dem Kriegsluftschiff rasten können, das eben seine Bombenfahrt beginnt. Vielleicht ist schon ein heimliches Arbeiten im Gange, um es so einzurichten, daß der Andere anfangen muß, damit man selber nicht der Angreifer sei. Die Diplomatie der Sowjetunion arbeitet fieberhaft, um Mißtrauen unter die europäischen Völker zu säen, genau wie der Teufel im Marieken von Nymwegen, der immer nur Messer unter die Leute wirst, nach­dem er sie vorher etwas alkoholisch erwärmt hat. Auf der anderen Seite verbreiten die westlichen Völker endlose Tartarennachrichten über Rußland, als wäre dort eine neue Revolution schon im Gange. Die Folge wird ja zeigen, wer hier am meisten gelogen hat, und so überlasten wir jegliche Prophezeihung der mehr oder weniger schrecklichen Erfüllung.

Selbstverständlich habe ich bei meiner politischen Tätigkeit mein Geschäftchen nicht vergessen, sucht doch jeder heute, rote er fein Schäsiein ins Trockene bringe. Und da ist mir ausgefallen, wie recht jener Fabrikant hatte, der mir einmal auseinander- fetzte, das Volk fei arm geworben, aber der Staat sehr reich. So ist folgerichtig der Staat oder die Kommune der wichtigste Auftraggeber der Gegen- wart. In etwa war das auch früher fo, indem die Heeres- und Marinelieferungen ihre große Bedeu­tung hatten. Heute aber ist bas ins Phantastische gewachsen. Willst du ein Geschäft machen, so ist es das Allerwichtigste, daß du dich zunächst einmal auf das richtige politische Pferd setzest. Heute lernt man die politischen Parteien nach den geschäftlichen Möglichkeiten zu qualifizieren, so rote ein Ochst gleich abtaxiert wird, wenn er auch noch friedlich auf der Weide graft, wieviel Pfund Lebendgewicht eigentlich daran fei. Und so schneidet man sich seine Riemen aus dem politischen Fell, müssen sie doch aus irgenhemem Fell in jeder Zeit geschnitten werden. Das ist zwar nicht sehr ideal und vielfach nicht ganz reinlich, nun ja, das Terrain will eben gekannt fein, urfb so bewährt sich doch zuletzt das Sprichwort, daß nämlich das Handwerk einen gol- benen Boden habe, nur daß dieser Boden in den Erdbeben von Krieg und Revolution ins Politische hinübergerutscht ist. Ein einfacher Erdrutsch, weiter nichts . . . Ach, wäre ich doch wieder bet meiner Bienenkönigin. Tränen kommen mir in die Augen, während ein Gassenbub zu Füßen meines Fensters singt: „Mein Herz, das ist ein Bienenhaus..." Der Mann im Monde.

<■' — Proteste gegen bie hohen städtischen Steuern. sDi« Erregung unter den Hanowerkern und Gewerbe­treibenden über die gewaltige Höhe der städtischen Ge- ^werbesteuem hat bereits zu zahlreichen Protesten der Handwerks- und Handelskammer bei den städtischen Be- .börben geführt. Eine Besprechung der Führer von , Handwerk und Gewerbe mit dem Stadtkämmerer Asch chitte den Erfolg, daß der Kämmerer das weitgehendste Entgegenkommen der Stadt zusicherte. Damit haben sich die betreffenden Leute aber nicht zufrieden

< gegeben, sondern sie haben die Arbeitsgemeinschaft, ■ ^e Spitzenverbände von Handel, Industrie, Bi

Michaelis und der „Papstfriede".

Von einem besonderen politischen Mitarbeiter wird uns geschrieben:

Der Untersuchunasausschttß des Reichstags hat nunmehr das Gutachten veröffentlicht das der Ab- geordnete Professor Bredt (er tst bekanntlich Pro­fessor in Marburg und Führer der Mtrtschasts- varteit über die Vereitelung der päpstlichen Frie- densaktion im Februar 1917 erstattet hat. Daraus ergibt sich, daß die Haltung des unglückseligsten aller Kanzler, des Dr. Michaelis, einen Erfolg vieler Aktion verhinderte. Dem Vatikan mußte es damals darauf ankommen. Klarheit über die deutschen Absichten bez. Belgiens zu erhalten. Nach­dem die Friedensresolution des Reichstags vom 19. Juli 1917 der Wett zu erkennen gegeben hatte, baß Deutschland bestimmte logische Folgerungen aus dieser Resolution, welche Annexionen und Erobe­rungen ablehnte, ziehen werde, erließ der Papst unter dem 1. August „an die Häupter der Krieg führenden Völker" seine bekannte Note, welche vor­schlug, daß Deutschland die besetzten Gebiete in Belgien und Frankreich räumen, dafür aber seine Kolonien wieder erhalten solle. Die englische Regierung erklärte sich zu einer Verhandlung auf der Grundlage der Papstnote einverstanden, wollte jedoch von Deutschland zuvor eine bindende Er­klärung über seine Absichten gegenüber Belgien haben. Durch den Päpstlichen Nuntius Pacelli ließ der damalige Papst bei der deutschen Regierung noch einmal dringsich auf den Ernst der Lage und auf die Möglichkeiten, bie sich aus einer klaren Haltung der Reichsregierung in den belgischen Fra­gen erheben würden, Hinweisen. Der Reichskanzler Michaelis aber, der schon die Friedensresolution des Reichstages sabotierte durch seine verheerende -Einschränkung „wie ich sie auffasse", ließ fast sechs Wochen lang den Papst dezw. feinen Vertreter ohne Antwort, um schließlich am 24. September -dem Nuntius einen Dries zu schreiben, der in seiner Letzten Wirkung die päpstliche Friedensaktion voll­kommen zerschlagen mußte. In diesem Brief wurde rS abgelehnt, eine bestimmte Erklärung abzugeben, ja e5 wurde sogar angekündigt, daß die kaiserliche Regierung hoffe, „in nicht allzu ferner Zeit in der Sage zu fein, Eure Exzellenz über die Absichten und nötigen Forderungen der kaiserlichen Re- Merung, insbesondere in Bezug auf Belgi rn ^genauer unterrichten zu können". In diesem Schrei- den such also ganz neue Absichten und Forderungen bezüglich Belgiens ausdrücklich in Aussicht gestellt worden. Das sicht also in vollem Gegensatz SV den Anregungen des Papstes.

• WNun kommt über das Schlimmste, daß jetzt durch den Untersuchungsausschuß des Reichstags festge- ftefit worden ist: Heber diesen Brief hat der Reichs­kanzler Michaelis weder den Reichstag, ja noch reicht einmal den damaligen zur Behandlung dieser Mage emgefe^ten besonderen Reichstagsaus- M.u ß unterrichtet. Dieser wußte lediglich von der Wßlsache der päpstlichen Aktion, er ist aber niemals gWgber unterrichtet worden, wie der Reichskanzler MMreliS die Dinge behandelte. Das ist eine glatte des Reichstages gewesen. Sie trifft allein den damaligen Reichskanzler Mtzl^ells. Die Oberste Heeresleitung und auch d« Kaiser hatten an diesem Vorgehen keinen Anteil. Alle, die die Dinge und insbesondere auch Michaelis naher kannten, haben aus ihrer Aufsassunq keinen Hehl gemacht, daß Michaelis bei seinem Vorgehen nicht zuletzt auch konfessionelle Antipathien ketteten, daß für ihn, dem die Friedensaktion des Papstes ohnehin ein Dorn im Auge war, ein Erfolg des Papstes höchst unwillkommen war und daher vereitelt werden mußte. Ueber diese Dinge wird nun, nachdem inzwischen Michaelis selbst sich zum Wort gemeldet hat, noch weiter gesprochen toetben 'müssen. ________________________

Rund um die Woche.

Mutter, Frau und Königin. — Ein Liebrsidyll. — Trudel. - Hohe Politik. - Geschäft. — Das Bienenhaus

Wissenschaft und Forschung.

— (Ein Reichsinstitut für Tabakforschung. Die Der- Handlungen zwischen dem Reichsministerium für Ernäh­rung und Landwirtschaft, den Länderregierungen, der badischen Landwirtschaftekammer sowie Reichs- und ba­

] TBdtVK. »Koffer.

dischen Landtagsabqeordneten über die Errichtung eines Instituts für Tcibakforschung sind nunmehr abgeschlossen. Zu dem Ausgabenkreis des Instituts gehören hauptsäch- sich die Erforschung von Anbau-, Bodenbearbeitunqs-, Düngungs- und Ernteoerfahren, Zuchtversuche, Ersor- schung von Tabak-Krankheiten sowie Belehrung der Pslanzer durch Wort und Schrift.

Fund und Finder im bürgerlichen Recht.

Wenn ein jeder Nichtjurist wüßte, welchen roeit- gehenden Pflichten er sich durch „Begehung" eines Fundes unterzieht, so würde er, von einem Juri­sten belehrt, überhaupt nichts mehr finden. Im deutschen bürgerlichen Recht sind die Rechte des Fin­ders sehr beschränkt. Glaubt nun ein Finder sich über einen Fund glücklich preisen zu dürfen, so hat er sich schon getäuscht. Denn seine erste Pflicht ist die der Anzeige. Er hat dem Verlierer oder dem Eigentümer ober einem sonstigen Empfangs- berechtigten unverzüglich Anzeige zu machen (§ 965, Abs. 1, B. G. 58.). Daher finde niemand vor An­tritt einer wichtigen Geschäftsreise ober eines son­stigen Unternehmens! Kennt ber Finder bie Emp. fangsberechtigten nicht ober ist ihm ihr Aufenthalt unbekannt, fo hat er den Fund und die Umstände, welche für die Ermittlung der Empfangsberechtigten erheblich fein können, unverzüglich der Pokrzeibe- Hörde anzumelden; der Anzeige bedarf es nicht, wenn der Fund den Wert von 3 Mark nicht über­steigt. Daher finde um Gvttesroillen niemand, der von der Polizeibehörde weit entfernt wohnt, z. D. in einem entlegenen Badeort, oder sich bei ihr nicht gern sehen lassen will!

Ferner ist der Finder zur Verwahrung ver» pflichtet. Doch alle diese Arbeit und Mühewaltung genügt noch nicht. Ist der Verderb der Sache zu besorgen, oder ist die Aufbewahrung mit unverhält- nismäßigen Kosten verbunden, so hat der Finder die Sache öffentlich versteigern zu lassen. O törich- tes, altes Iungferlein, das du vielleicht freudestrah­lend einen am Wegerand gefundenen Korb voll Früchten heim trägst! Den Tod können dir Auf­regung und Aerger ob der endlosen Laufereien brln. gen! Der Finder ist berechtigt und mit Anordnung der Polizeibehörde verpflichtet, die Sache oder den Versteigerungserlös an die Polizeibehörde abzulie­fern.

Die rechtsichen Vorteile, die sich aus dem Fund ergeben, stehen in keinem Verhältnis zu den erwähnten Pflichten. Zunächst steht dem Finder ein Ersatzanspruch zu für Aufwendungen, die er zur Verwahrung oder Unterhaltung der Sache oder zur Ermittlung des Empfangsberechtigten gemacht hat oder nach den Umständen für erforderlich holten durfte. Dieser Anspruch bedeutet für den Finder keinen rechtlichen Vorteil. Der Finderlohn ijt sehr gering bemessen. Er beträgt vom Sachwert bis zu 300 Mark 5 Prozent, vom Mehrwert 1 Pro­zent. Bei Tieren ist er noch niedriger: stech nur 1 Prozent. Darum finde nie ein verlaufenes Tier! Diel Arbeit, wenig Gewinn! Zur Wahrung feiner Rechte hat der Finder stets ein Zurückhaltungs- recht und ein Klagerecht, denn, wenn der Empfangs, berechtigte Aufwendungen und Finderlohn geneh­migt oder die Sache wiedererlangt. Der Finder wird Eigentümer an der Fundsache durch die sogenannte Verschweigung der Empfangsberechtigten und durch Ablauf eines Jahres; letzteres beginnt bei dem Wert für (über 3 Mark) feit der Anzeige bei der Polizei­behörde, bei dem Kleinfund (unter 3 Mark) feit dem Fund selbst.

j* fise^f/senwaren. Kolonial-u. tlanufaktur.^1 M ~ ' '3gwen,fuftetwtiMf“'

.Slobeisen. faySneisen, Werkzeuge und fisenwaren -z> t tfehf, Kleie, Hais, Koch-u Viehsalz, küitgemidel.Orainrohre, hrnmhre, Steinkohlen, fenstern.Spiegelglas, Lacken.' [arbeti tfanufakfunraren, Kurz-Weiss-u. Wollwaren s ____Schirme, Tapeten u. Borden.______________

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Sonntag, den 29. August 1926, auf dem Sportplatz Johannisau Fulda

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